Ernährung Street Food - ist es mehr als Mode?

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
In dieser Diskussion kam das Thema auf...

Daher die Frage: Interessiert Ihr Euch für die sogenannten Street-Food-Festivals? Wart Ihr schon mal auf einem oder wollt Ihr demnächst mal hingehen? Falls Ihr schon mal da wart: Wie waren Preise und Qualität des Gebotenen? Und wie findet Ihr den Namen "Street Food"? Eher wichtigwedlerisch oder ganz OK?
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
*Hust* Hipsterkram *Hust*

Wie auf solchen Events aber auch echt 50% Volk unterwegs ist, die einfach schon Hipster schreien :grin:

Wobei ich den Trend zu Burgerbuden und insgesamt etwas individuellerem Fast Food aber an sich gut finde.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Ich war schon auf solchen "Festivals".
Ich hab das in Anführungszeichen geschrieben, weil einen riesen-unterschied zu dem, was ihm Ruhrpott im Sommer an gefühlt jeder Ecke abgeht war das nun och nicht.
Ein wenig Show, viel Gedränge, jede menge Selbstdarsteller die ihren teilweise recht kranken Fashion-Stil ausführen und jede menge Fress-Buden (einige davon mit Rädern).

Halt der übliche Jahrmarkt der Eitelkeiten.
Ich gebe es zu...ich hab mich dafür auch ein wenig aufgebrezelt (ich bin ne Frau, bei mir ist das keine Eitelkeit, sondern Selbstlosigkeit :zwinker:).

Eine Bekannte von mir hat sich nach einer erfolgreichen und gutbezahlten beruflichen Karriere als Akademikerin mit ihrem Beau entschieden eine neue Karriere als rollende Köche in einem Foodtruck anzustreben und hat dort ihr Können präsentiert.

Also....hmm...ja... Street Food bietet kleinen kulinarischen Künstlern eine Plattform aus der manch interessante Kreationen hervorgehen.....aber so sehr das Rad neu erfinden können auch die nicht.
Aber man sollte großzügig ein paar Tage vorher hungern oder so eine Kalorien-umsetzrate wie ich haben um wirklich ungeschmälerten Spaß an sowas zu haben.
 

Benutzer155728 

Sehr bekannt hier
Passt halt irgendwie super in unsere Zeit, wo jeder Furz ein 'Event' epischen Ausmaßes ist.
Die können auch nicht mehr als kochen und beim meisten Zeug sehnt man sich doch etwas nach dem Eintopf-Dienstag in Moni's Imbiss.....
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich finde die Preise dort teils aber auch ganz schön gesalzen dafür, dass es eben ja doch irgendwie Fast Food ist und einige Opportunitätskosten wegfallen.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Ich war neulich auf so einem Festival. War eigentlich nix außer teuer..
 

Benutzer108203 

Verbringt hier viel Zeit
Ich war da auch schonmal, allerdings hab ich mir so gar keine Gedanken darüber gemacht bis jetzt. :grin: Keine Ahnung, ob es was hipstermäßiges ist, eigentlich wollten meine Freundin und ich einfach was leckeres essen und es war schönes Wetter, also sind wir hin, mehr Hintergrund war da nicht.

Da gab es schon viele interessante Sachen und man konnte auch einiges probieren. (Was wir natürlich ausgiebig getan haben. :grin:) Da wir gerne Burger essen sind wir am Schluss bei einem Enten Burger gelandet, war auch sehr fein. Preislich fand ich es auch okay und wir hatten ein paar lustige Stunden, aber andauernd müsste ich das jetzt nicht haben und war auch danach nicht nochmal da.
Aber wieso nicht, wenn die Leute gerne hingehen ist es doch schön, dass sowas angeboten wird. :grin:
 

Benutzer121794 

Meistens hier zu finden
Auf dem meiner Stadt ebenfalls völlig überteuertest Fastfood von der Stange - einmal und nie wieder
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Meinst du Foodtrucks? Das ist ja nun etwas, was es in den USA schon lange gibt und nun eben vor einiger Zeit nach Deutschland rüber geschwappt ist. In Seattle und Portland war ich schon bei richtig richtig fantastischen food trucks, manchmal haben auch Restaurants einen eigenen truck.

Bei uns gibt's in der Gegend auch ganz gute trucks, und auch hier um die Ecke immer mal einen "Food Truck Friday", da sind schon echt nette dabei.

Aber ich mag ja auch "Hipsterkram", ist genau mein Stil.
 

Benutzer152329 

Verbringt hier viel Zeit
Vorweg, ich esse selbst gerne qualitative Lebensmittel und gebe dafür gerne mehr aus.

Aber, und da kommen mehrere Themen in den Topf: Diese Food Truck/Street Food-Festivals schreiben sich "Bio" oder "regional" auf die Fahne, aber wenn man ehrlich ist, weiß man ja gar nicht, wo dieses "regional" denn ist und ob die Bio-Zutaten nicht vom Discounter kommen, dessen spanische Tomaten dem spanischen Bio-Standard entsprechen. Zum Vergleich: Bei meinem örtlichen Metzger weiß ich, woher das Fleisch kommt, da muss es dann auch nicht Bio sein, wenn die Qualität stimmt.

Außerdem finde ich die Preise bei den Imbissbuden teilweise richtig dreist, denn nur, weil der Hotdog statt Ketchup und Senf eine andere Soße (sorry, natürlich Jus oder Sauce) und etwas Salat beinhaltet, muss er nicht gleich das Doppelte kosten.

So richtig in Rage kann ich mich noch weiter über die Namen aufregen: Hippe Restaurants nennen sich "Geschmackswerkstatt" oder "Julia & Jonas" und eben jener stinknormale Hotdog mit alternativer Soße wird zum "Gourmet-Erlebnis für alle Sinne".

Sowieso, alles, was diese hippen Imbissbuden-Besitzer am Kommerz hassen (z.B. Namensgebungen wie "Espresso Frappuccino Light blended beverage"), gilt für die eigene Bude natürlich nicht. Da werden der Krautsalat dann zum "cole-slaw" und die Fritten zu "hand cut potatoe sticks". Erlebnis-Gastronomie!

Ich erzähle noch von einem solchen Erlebnis: "Und, hat's euch geschmeckt?" - "Das Fleisch [vom Burger] war 'n bisschen lasch gewürzt." - "Das würzen wir extra gar nicht, damit sich die Saucen besser entfalten."
Bitte was?! Im (Sterne-)Restaurant zahle ich genau dafür, dass mich der Koch mit Gewürzen und guten Kombinationen überrascht ... Wenn ich etwas Ungewürztes essen wollte, würde ich mir einen Salat ohne Dressing bestellen.

Aber man sollte großzügig ein paar Tage vorher hungern oder so eine Kalorien-umsetzrate wie ich haben um wirklich ungeschmälerten Spaß an sowas zu haben.

:grin: Sehr gut!

Abschließend:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Street Food ist sicherlich keine Mode. Im östlichen Asien ist das doch in fast jedem Land seit Ewigkeiten in vielerlei Varianten üblich. Allerdings hat das wenig mit dem überteuerten Hipsterkram zu tun, der hier neuerdings als Street Food angepriesen wird. Street Food an sich kann sehr lecker sein. Die verhipsterte "Gourmet"-Variante (die sich oft Street-Food-Klassikern bedient) finde ich aber leider oft sehr charmefrei und eben zu teuer. Außerdem kann ich diese Hipsternasen mit ihren Käppis, Brillen, Bärten und Tattoos nur schwer ertragen. Sorry...

Der einzige Vorteil daran ist, dass du relativ einfach kleine Geschäfte damit aufmachen, dich ausprobieren kannst und auf die Art neue Küche an den Mann bringen kannst (asiatisches Street Food kriegt man sonst nirgendwo :frown: ). Ich versteh also schon den Reiz dran, fände es aber schöner, wenn es anders aufgezogen wäre.
 
R

Benutzer

Gast
Auf nem Festival war ich noch nicht, aber wir sind ständig auf Street Food Markets. Ja, günstig sind die Sachen da meistens nicht, die Qualität war bisher aber immer echt klasse und man bekommt eben Sachen, die man sonst nicht so schnell findet. Wir finden das interessant und man könnte es schon fast als eines unserer Hobbys bezeichnen.

Ob das jetzt "Hipster" ist oder nicht, keine Ahnung, aber ich weiß auch nicht, warum für manche Leute Hipster per se schon ein Hasswort ist. Ich gehe zu jeder Veranstaltung, die mich anspricht, egal ob das in die Kategorie Hipster, Spießer oder sonstwas fällt.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
viele große fragezeichen in meinem kopf... gibts da die sachen, die ich mag? wenn nein, interessiert es mich nicht. wenn doch, dann frage ich mich ob der preis es rechtfertigt dass ichs mir antue, mich in menschenmassen zu stürzen... offenbar nein.

<-falsche zielgruppe, vermute ich. solange es nicht vor meiner haustür stattfindet und mich nervt geht es mir am allerwertesten vorbei.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich sehe die Sache ähnlich, wie @Riot
Ob das nun "Hipster-Kram" ist, oder nicht, ist mir völlig egal. Das einzig relevante ist, ob mir die jeweilige Veranstaltung gefällt, oder nicht.
Prinzipiell finde ich diese Street Food - Geschichten schon ganz nett, da ich beim Essen ziemlich experimentierfreudig bin und es da schon immer wieder ziemlich ungewöhnliche und kreative Dinge gibt, die ich gerne probiere. Dass es bessere und schlechtere Food Trucks gibt und dass man dementsprechend auch mal irgendwo mäßig gutes Essen für viel zu viel Geld kauft, gehört eben dazu. Das ist ja bei Restaurantbesuchen nichts anderes.
Bisher habe ich den Eindruck, dass das Essen nicht sonderlich günstig ist, aber dass man dafür eben zumindest teilweise auch wirklich gute Dinge essen kann.

Was mir aber überhaupt nicht gefällt, sind Street Food Festivals, bei denen man Eintritt zahlen soll, um an den Ständen etwas kaufen zu dürfen. :kopfwand:
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Einmal bei nem Street Food Festival gewesen und für geil befunden. Gute Auswahl, nicht zu überlaufen, nettes musikalisches Rahmenprogramm, angemessene Preise. Wir waren zu zweit unterwegs und haben dadurch viel verschiedenes ausprobieren können.

Klar war das schon ziemlich "Hipster" - aber das stört mich nu echt nicht. Ich geh ja auch desöfteren mit nem Baumwollbeutel einkaufen :upsidedown:
 

Benutzer133456  (49)

Beiträge füllen Bücher
Die Street Food Bewegung ist fuer mich nichts anderes als die Neuerfindung des ueberall in der Welt ueblichen, mobilen Frassverkaufs. Wo man auch hinkommt in den Staedten in China, Indien, oder Lateinamerika, es kommen einem kleine Kuechen entgegengerollt, wo diverse Koestlichkeiten kredenzt werden. Bild anbei hier in Wuxi (China).

Ueber diesen Status wird es fuer mich aufgrund dieser Assoziation nie hinausgehen, und ich bevorzuge nach wie vor stationaere Etablissements, weil sie eben permanent sind und mit einer Lokalitaet verbunden sind. Man kann sie also wieder besuchen, und die Oertlichkeit bleibt dieselbe. Das ist fuer mich ein wesentlicher Teil der Erfahrung - man geht "zum Postillion, wie damals, 1978 schonmal", und nicht "mal sehen, ob das Waegelchen mit dem Typ aus Bruessel wieder an der Ecke ist."

IMG_8083.JPG
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Was mir aber überhaupt nicht gefällt, sind Street Food Festivals, bei denen man Eintritt zahlen soll, um an den Ständen etwas kaufen zu dürfen.
Sowas gibt's?

Da fällt mir ja nur die alte Gebrauchtwagenhändlerweisheit ein: "Jeden Tag steht ein Dummer auf - man muß ihn nur finden."
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Food Trucks können schon eine sehr nette Sache sein, den Trieb mich extra dafür auf ein solches Straßenfuttertruckfestival zu begeben (oder gar extra dafür noch Eintritt zu blechen) hatte ich bis dato aber nicht - hier gibt's genug hipsterige Nicht-Ganz-So-"Fast"-Qualitäts-Futter-Läden in Gehweite, dazu muss ich nicht zwingend 'nen Foodtruck suchen. Bei 'nem Foodtruck nehm' ich eher mal was mit, wenn so ein Ding eben bei 'nem Straßenfest oder Festival gerade da steht, wo man's braucht. An sich - klar, auch da gibt's gute und weniger gute Angebote und manches ist tendenziell Abzocke - habe ich gegen diesen Hipster-Futter-Trend im Gesamten aber nix einzuwenden.

Ich schätze es schon sehr, dass man hier inzwischen "gescheite" Burger, Burritos, Pulled-Trallalla, Pastrami-Sandwiches und Co bekommt (und warte immer noch darauf, dass mal auch jemand hier das großartige Handbrot anbietet, von dem ich mich auf Festivals gerne ernähre), die Aufmachung - und ob das nu Hipster ist oder nicht - ist mir da ziemlich wurst, wenn's schmeckt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich schätze es schon sehr, dass man hier inzwischen "gescheite" Burger, Burritos, Pulled-Trallalla, Pastrami-Sandwiches und Co bekommt (und warte immer noch darauf, dass mal auch jemand hier das großartige Handbrot anbietet, von dem ich mich auf Festivals gerne ernähre), die Aufmachung - und ob das nu Hipster ist oder nicht - ist mir da ziemlich wurst, wenn's schmeckt.
Omg, gar nicht gekannt! :eek:
Link wurde entfernt
Ich muss nach Dresden/Leipzig. :whoot:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ueber diesen Status wird es fuer mich aufgrund dieser Assoziation nie hinausgehen, und ich bevorzuge nach wie vor stationaere Etablissements, weil sie eben permanent sind und mit einer Lokalitaet verbunden sind. Man kann sie also wieder besuchen, und die Oertlichkeit bleibt dieselbe. Das ist fuer mich ein wesentlicher Teil der Erfahrung - man geht "zum Postillion, wie damals, 1978 schonmal", und nicht "mal sehen, ob das Waegelchen mit dem Typ aus Bruessel wieder an der Ecke ist."

Ist das nicht eher selten so wie du beschreibst? Die meisten Street Food-Anbieter haben doch ihren fixen Platz, an dem sie immer sind (immerhin haben sie ja auch treue Gäste, die regelmäßig kommen). Außerdem gibt es mittlerweile gerade in Asien ja Hawker Centres oder Night Markets (wie in Taipei), wo die Verkäufer auch ihre fixen Buden haben.

Asiatisches Street Food bekommt übrigens sogar Michelin-Sterne... (Singapur, Hongkong)
 
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