Soziale Phobie, noch nie Sex mit 25 und "illegale" sexuelle Fantasien

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Benutzer174652 

Öfters im Forum
OT:

Guten Morgen,
dich hier derartig zu öffnen verlangt Mut. Es ist ein sensibles Thema, aber du suchst nach Lösungen, um anderen keinen Schaden zuzufügen und um trotzdem ein besseres Leben zu führen, als du es jetzt tust. Das ist für einen so jungen Menschen wie du es bist wirklich beachtlich.
Das, was du schilderst, erinnert mich an einen Artikel, den ich zum Thema Pädophilie in der Kirche/Kindesmissbrauch durch Priester gelesen habe. Dass die eigene Entwicklung (gefühlt) nicht auf dem Level Gleichaltriger ist und dass man deswegen das Bedürfnis verspürt, sich jüngeren zuzuwenden. Dass das falsch und mit Schaden für diese jüngeren verbunden ist, hast du schon festgestellt. Falls du in diesem Bereich Hilfe suchst, gibt es das „Kein Täter werden“-Programm, dass betroffenen Menschen hilft, damit umzugehen und sich soweit zu stabilisieren, dass sie diesem Drang nicht nachgeben.
Was mir bei dir einiges an Zuversicht gibt, dass du langfristig zumindest eine Chance auf ein erfülltes (Sexual-)Leben hast, ist, dass die Hebephilie — wie du gut herausgearbeitet hast— möglicherweise ein Produkt seiner Sozialphobie ist und dass du dich generell eben zu erwachsenen Menschen hingezogen fühlst. Dass du Verlangen für ältere empfindest, ist also eine für dich sehr gute Sache — auch wenn du, um dies zu verwirklichen, erst an deinen Ängsten arbeiten musst.
Ich würde dir ebenfalls raten, die Vergewaltigfantasien anzusprechen. Gerade wenn man sich ohnmächtig fühlt, ist der Gedanke an Macht, Kontrolle und Überlegenheit durchaus naheliegend. Er sollte jedoch in eine weniger schadhafte Richtung gelenkt werden.
Zur Therapie: Bleib dran. Du hast die Chance, irgendwann ein normales Leben zu führen, vielleicht sogar mit einer Partnerin, die du liebst und die das freiwillig und auf der gleichen Ebene erwidern kann. Dafür kämpfst du. Ansonsten erhältst du über „Kein Täter werden“ ebenfalls Hilfe dabei, dich selbst zu kontrollieren. Beide Bausteine sind wichtig.
Kommen wir zum letzten: Das Studium. Liegt es am Studiengang oder am Studieren generell? Physik ist recht anspruchsvoll und vor allem nicht jedermanns/jederfraus Sache. Ein Studiengangwechsel ergibt in einigen Fällen durchaus Sinn und muss nicht bedeuten, dass man sein Leben damit an die Wand fährt. Oftmals hilft es, sich zu überlegen, was man nach dem Studium machen möchte und danach das Fach auszuwählen. Studienberatungen an den Universitäten können bei diesen Überlegungen wirklich hilfreich sein, da sie einerseits mit dir zusammen analysieren, wo es hakt, wie man das Problem lösen könnte oder aber, welche Alternativen es für dich gibt.
Termine dafür finden im Moment in den meisten Städten online statt und ich kann dir das nur wärmsten ans Herz legen.

Alles Gute!

axis,
die echt mit abstand best-hilfreichste antworterin auf pl, immer wieder!
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Denkt Dein Therapeut, das Du hebephil bist? Das liest sich nämlich überhaupt nicht so. Und Du schreibst Du seiest "ein Beziehungsmensch". Eine Einstufung, die ich für sehr merkwürdig halte, denn Du hattest noch nie eine. Die Fantasie, "gerne eine zu haben" macht einen aber nicht zum "Beziehungsmenschen".
Wieso liest sich das nicht so?

Er hat am Anfang gesagt, dass er bezweifelt, dass ich hebephil bin. Aber wir haben die Frage nie abschließend geklärt, da er es nicht für so wichtig hält, zu klären, ob etwas offiziell vorliegt oder nicht. Fest stand halt, dass ne soziale Phobie vorliegt und das war dann halt die offizielle Diagnose, die auch die Krankenkasse erfahren hat. Und ich stimme ihm in seiner Auffassung auch zu. Mir persönlich ist es mittlerweile auch egal, ob ich "offiziell" hebephil bin oder nicht. Übrigens hängt das auch stark davon ab, welche Definition man verwendet, es gibt da nämlich mindestens zwei verschiedene, die sich stark unterscheiden meines Erachtens. Was feststeht ist die Tatsache, dass ich immer wieder Fantasien in dem Bereich habe, ich manche Mädchen in dem Alter attraktiv finde und mich das Thema belastet. Zudem steht fest, dass auf einer rein sexuellen Ebene das Interesse an Erwachsenen mein primäres Interesse ist.

Du hast Recht, ich kann eigentlich nicht wissen, ob ich ein Beziehungsmensch bin. Ich vermute es aber. Vielleicht wäre ein ONS schon auch mal aufregend, aber insgesamt erscheint mir ne Beziehung das bessere zu sein. Vermute ich halt. Und mein erstes Mal will ich im Optimalfall schon in ner Beziehung haben. Ich würde einen ONS fürs erste Mal eher ausschließen, aber auch nicht kategorisch.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Wie fändest du den Gedanken, dass es auch älteren, erfahreneren Frauen nicht unbedingt was ausmacht, wenn du noch keine Erfahrungen hattest? Würde dich der Gedanke beruhigen, wenn es so wäre? Und hättest du dann das Gefühl, dass du vielleicht doch auf bei Gleichaltrigen eine Chance hättest?
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Für mich als Frau klingt es beängstigend, dass du Vergewaltigungsfantasien hast und sagst, dass du die "nicht in die Tat umsetzen SOLLTEST". Das klingt echt lasch. Ich würde eher sagen, dass du sie auf keinen Fall in die Tat umsetzen DARFST. Kann es sein, dass du durch deine mangelnde sexuelle Erfahrung einen Hass auf Frauen aufgebaut hast? Dir sollte bewusst sein, dass eine Vergewaltigung so ziemlich das Schlimmste ist, was einer Frau widerfahren kann.

Meiner Meinung nach kannst du dich mit dem Thema Frauen erst ernsthaft beschäftigen, wenn du diese Fantasien hinter dir gelassen hast und Frauen respektvoll behandeln kannst.

Bis dahin würde ich dir raten, so gut es geht mit deinem Therapeuten an deinen sozialen Ängsten zu arbeiten. Das scheint dein grundlegendes Problem zu sein, das quasi alle anderen Probleme bedingt und verstärkt:
Soziale Ängste -> du traust dich nicht, auf Frauen zuzugehen -> dadurch keine sexuelle Erfahrung -> deshalb Angst vor Frauen, Angst nicht ernstgenommen zu werden -> Interesse an sehr jungen Teenagern, weil du da eher auf Augenhöhe wärst und Vergewaltigungsfantasien, damit Frauen sehen, dass sie dich durchaus ernstnehmen sollten

Wie ist es denn, wenn du beispielsweise hier im Forum Erfahrungsberichte über sexuelle Gewalt liest? Empfindest du da Empathie oder turnt es dich an?
Du solltest unbedingt deinem Therapeuten von deinen Fantasien erzählen.

Auch, wenn ich deinen Post verstörend finde, möchte ich dir sagen, dass ich es sehr mutig finde, hier so offen über deine Probleme zu schreiben.
Bewussten Hass habe ich keinen gegen Frauen. Vielleicht unbewusst, das kann sein. Schwer zu sagen, aber durchaus möglich. Es ist aber nicht so, dass ich Frauen schlechtbehandeln würde. Ich habe durchaus Frauen im Bekanntenkreis, mit einer bin ich sogar sehr eng befreundet und die weiß auch von den meisten Dingen, die ich hier erzählt habe. Von den Vergewaltigungsfantasien aber nicht. Ich denke aber nicht, dass ich erst die Fantasie loswerden sollte und dann erst auf Frauen zugehen sollte. Eher das Gegenteil. Gerade dadurch, dass ich merken würde, dass Frauen mich annehmen, würden die Fantasien verschwinde oder abnehmen.

Richtig, ich darf es nicht ausleben. Ich kann halt nicht zu 100 Prozent versprechen, es nicht zu tun. Aber ich kann versprechen, mich ernsthaft zu bemühen, es nicht auszuleben. Mehr kann niemand versprechen, Menschen sind nun mal fehlbar.

Ich empfinde definitiv Empathie. Ich kann mich auch in ne Stimmung versetzen, in der mich das anturnt, aber das muss ich dann bewusst machen. Natürlicherweise empfinde ich definitiv Mitleid.

Dankeschön :smile:
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Guten Morgen,
dich hier derartig zu öffnen verlangt Mut. Es ist ein sensibles Thema, aber du suchst nach Lösungen, um anderen keinen Schaden zuzufügen und um trotzdem ein besseres Leben zu führen, als du es jetzt tust. Das ist für einen so jungen Menschen wie du es bist wirklich beachtlich.
Das, was du schilderst, erinnert mich an einen Artikel, den ich zum Thema Pädophilie in der Kirche/Kindesmissbrauch durch Priester gelesen habe. Dass die eigene Entwicklung (gefühlt) nicht auf dem Level Gleichaltriger ist und dass man deswegen das Bedürfnis verspürt, sich jüngeren zuzuwenden. Dass das falsch und mit Schaden für diese jüngeren verbunden ist, hast du schon festgestellt. Falls du in diesem Bereich Hilfe suchst, gibt es das „Kein Täter werden“-Programm, dass betroffenen Menschen hilft, damit umzugehen und sich soweit zu stabilisieren, dass sie diesem Drang nicht nachgeben.
Was mir bei dir einiges an Zuversicht gibt, dass du langfristig zumindest eine Chance auf ein erfülltes (Sexual-)Leben hast, ist, dass die Hebephilie — wie du gut herausgearbeitet hast— möglicherweise ein Produkt seiner Sozialphobie ist und dass du dich generell eben zu erwachsenen Menschen hingezogen fühlst. Dass du Verlangen für ältere empfindest, ist also eine für dich sehr gute Sache — auch wenn du, um dies zu verwirklichen, erst an deinen Ängsten arbeiten musst.
Ich würde dir ebenfalls raten, die Vergewaltigfantasien anzusprechen. Gerade wenn man sich ohnmächtig fühlt, ist der Gedanke an Macht, Kontrolle und Überlegenheit durchaus naheliegend. Er sollte jedoch in eine weniger schadhafte Richtung gelenkt werden.
Zur Therapie: Bleib dran. Du hast die Chance, irgendwann ein normales Leben zu führen, vielleicht sogar mit einer Partnerin, die du liebst und die das freiwillig und auf der gleichen Ebene erwidern kann. Dafür kämpfst du. Ansonsten erhältst du über „Kein Täter werden“ ebenfalls Hilfe dabei, dich selbst zu kontrollieren. Beide Bausteine sind wichtig.
Kommen wir zum letzten: Das Studium. Liegt es am Studiengang oder am Studieren generell? Physik ist recht anspruchsvoll und vor allem nicht jedermanns/jederfraus Sache. Ein Studiengangwechsel ergibt in einigen Fällen durchaus Sinn und muss nicht bedeuten, dass man sein Leben damit an die Wand fährt. Oftmals hilft es, sich zu überlegen, was man nach dem Studium machen möchte und danach das Fach auszuwählen. Studienberatungen an den Universitäten können bei diesen Überlegungen wirklich hilfreich sein, da sie einerseits mit dir zusammen analysieren, wo es hakt, wie man das Problem lösen könnte oder aber, welche Alternativen es für dich gibt.
Termine dafür finden im Moment in den meisten Städten online statt und ich kann dir das nur wärmsten ans Herz legen.

Alles Gute!
Hallo :smile:

Danke schonmal für die Antwort :smile:

Tatsächlich war ich sogar mal bei "Kein Täter werden", musste aber sehr schnell abbrechen, weil das Projekt geschlossen wurde an diesem Standort wegen Personalmangel. Aber aktuell bin ich bei auch bei nem Therapeuten, der sich damit auskennt. Es ist sogar teilweise eine Gruppentherapie (hätte ich vielleicht schon früher sagen sollen), in der auch andere Menschen mit ähnlichen Problemen (Pädophilie, Hebephilie usw.) sind. Aktuell ist es aber wegen Corona ne Einzeltherapie.

Aber ja, ich hab tatsächlich ne realistische Chance, eine Partnerin zu finden, die ich liebe. Das ist definitiv ein Lichtblick.

Danke für die Anregungen bzgl. Studium. Einige habe ich auch eh schon umgesetzt. Ich weiß tatsächlich nicht genau, was ich nach dem Studium arbeitsmäßig anfangen will. Deshalb habe ich mir auch ne Alternative zu meinem Studium überlegt, bei der klar ist, wie der Beruf nachher aussieht. dennoch möchte ich mein Studium erstmal fertigbringen, ich hab nur noch zwei Semester. Aber das Studium ist sehr anspruchsvoll, ja. Das demotiviert mich teilweise und hat auch dazu geführt, dass ich mal ne Art "Burnout" hatte.
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Hi,

ja, dann wäre es denke ich mal gut, dass Vergewaltigungsthema zur Sprache zu bringen ;-)

Mein Bruder ist 29 und hatte leider auch keine Kontakte zu Frauen. Ich weiß, dass es ihm damit total schlecht geht, deswegen kann ich mich ein bisschen in dich hineinfühlen :frown:

Er hat jetzt auch eine Therapie begonnen und das ist der erste Schritt! Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei der Therapie. Und, sprich alles! an! :zwinker: Nur so kann einem ja auch geholfen werden. Und solange du nix tust, ist auch alles gut.

Vielleicht gibt es aber auch erfahrene Frauen, die einen unerfahrenen Mann gerne mal hätten? Ich weiß, bei geringem Selbstwertgefühl schwierig so rum zu denken.

Bzw. die Frau muss es ja auch nicht erfahren, dass du keinen Plan hast. :zwinker: :smile:

Ich finde, dass Sport immer ein guter Ansatz ist, um Selbstvertauen aufzubauen. Machst Du Sport?

Die Flucht in Vergewaltigungsszenarien war sicherlich ein Verdrängungsmechanismus - einfach, weil es dir als der leichteste Weg erscheint an eine Frau zu kommen. Ist es aber nicht.

Du schreibst, du bist ein Beziehungsmensch! Da macht Gewalt keinen Sinn. Ich glaube also, dass die Fantasien eher eine Flucht sind. Es ist wichtig, dass du an dir arbeitest. Viel Sport, gesunde Ernährung, tolle Klamotten, einen Uni-Abschluss. Dann geht es dir besser, dass du was erreicht hast im Leben und das wirkt sich auch auf dein Inneres aus. :smile:

Achja, auch ältere Frauen können unerfahren sein.... vielleicht gibt es in die Richtung auch ein Forum?:smile: zum Beispiel

EDIT: Absolute Beginner Treff - Foren-Übersicht

Ich wünsche Dir alles Liebe.
Ok, gut :smile:

Verstehe.

Ja, ich versuche, dort offener zu sein. Mir fällt es immer noch schwer, gegenüber dem Therapeuten alles anzusprechen, was mich belastet.

solche Frauen gibt es bestimmt. Aber ich glaube ohnehin, dass es bei einer Beziehung nur für die wenigsten Frauen ein Ausschlussgrund wäre, wenn der Mann mit 25 noch Jungfrau wäre. Bei nem ONS sähe es vielleicht anders aus, aber auch nicht zwangsläufig. Wenn man schon miteinander im Bett liegt, wird sie kaum noch nein sagen (wenn ich ihr erst da von meiner Jungfräulichkeit erzähle), und wenn doch, dann ist das halt so.

Ja, die Fantasien sind eher ne Flucht. Ich glaube auch, dass diese Dinge mir helfen können, das Selbstvertrauen zu stärken. Sport mache ich schon, ja, aber nicht übermäßig. Auch wegen Corona nicht allzu viel gerade.

Danke für den Link für das Forum :smile:
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Das Medikament war ein Antidepressivum, also genau genommen gar nicht für die Sozialphobie gedacht, sondern für die dadurch ausgelöste Depression. Es hat mir aber auch geholfen, soziale Situationen lockerer zu sehen und mir nicht mehr so viele Sorgen über sie zu machen. Das ist ein ganz normaler Effekt der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, führt im schlimmsten Fall aber dazu, dass einem wirklich alles egal ist. Ein solches Medikament dient eher als Krücke, gerade am Anfang. Mittlerweile habe ich es abgesetzt.[/INDENT]

Zur Therapie kann ich leider gar nicht viel sagen. Die eine Therapie hatte genau den oben beschriebenen praktischen Ansatz, aber da habe ich mich noch zu sehr geweigert, und in der letzten wurde viel mit inneren Bildern gearbeitet, was mir persönlich zu abstrakt war. Eine Soziophobie lässt sich mMn am besten praktisch behandeln (aber ich bin natürlich kein Experte).[/INDENT]

Wenn sich deine Ängste nur auf Situationen im echten Leben beschränken, ist es momentan tatsächlich schwer. Bei mir war/ist es aber auch so, dass gewisse Online-Situationen mir Angst bereiteten, wenn auch weniger als im echten Leben. Wenn das bei dir auch so ist, kannst du auch momentan üben.

Das kenn ich. Die Situationen, die du oben beschreibst, gehören zu einer "einfacheren Sorte" sozialer Situationen und sind deshalb leichter zu bewältigen. Es ist weniger Selbstoffenbarung notwendig und ein "Nicht-Bestehen" der Situation (was es nicht gibt) hätte keine großen Folgen, weil diese Leute dich eh nicht kennen. Die Situationen mit dem Kennenlernen sind dann schon schwieriger, aber genau die solltest du üben.
Ok, verstehe. Vielleicht spreche ich das Thema Medikamente auch mal an gegenüber meinem Therapeuten. Wobei ich es am besten fände, ohne auszukommen.

Ok, verstehe.

Online-Situationen gibt es eher wenige.

Ja, sollte ich tatsächlich. wie lange hat das bei dir gedauert, bis sich in den schwierigeren Situationen erste erfolge eingestellt haben? Wann konntest du sie problemlos meistern?
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Wie fändest du den Gedanken, dass es auch älteren, erfahreneren Frauen nicht unbedingt was ausmacht, wenn du noch keine Erfahrungen hattest? Würde dich der Gedanke beruhigen, wenn es so wäre? Und hättest du dann das Gefühl, dass du vielleicht doch auf bei Gleichaltrigen eine Chance hättest?
Ja, das würde mich etwas beruhigen. Kann auch sein, dass ich dann dieses Gefühl hätte, ja. Aber es liegt nicht nur daran, sondern eben auch an meinen generellen sozialen Ängsten, die sich keineswegs nur auf Sex beziehen.
 

Benutzer182891  (31)

Ist noch neu hier
Ja, ich versuche, dort offener zu sein. Mir fällt es immer noch schwer, gegenüber dem Therapeuten alles anzusprechen, was mich belastet.
Ja kann ich nachvollziehen. Ging mir ähnlich! :smile: Aber als ich Dinge in der Therapie angesprochen hatte, ging es mir danach immer besser :smile: Und wie gesagt: So lange es kein in-die-Tat-umsetzen deiner "illegalen" Phantasien gibt, wird dir auch nichts passieren. Der Therapeut hat ja auch Schweigepflicht.

Gerne gerne, ich hoffe es hilft Dir Dich auszutauschen :smile:
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Zwei Aspekte sind mir auch noch eingefallen:

1. Was meine Grübeleien teils extrem verstärkt und mir meine Alltagsmotivation verstärkt ist die Tatsache, dass ich mich häufig mit anderen vergleiche. Das heißt, ich denke immer wieder darüber nach, dass selbst Personen, die eigentlich noch viel unreifer sind als ich, es schaffen, Beziehungen und Sex zu haben. Und ich eben nicht. Ich fühl mich da irgendwie minderwertig, wie wenn ich es nicht "verdient" hätte, ne Freundin/Sex zu haben. Das zieht mich extrem(!) runter. Gewisse Strategien hab ich da schon entwickelt, z.B. denke ich mir ein großes Stoppschild oder sage "Stopp", wenn ich zu sehr grüble. Es hilft aber nicht immer.

2. Ich weiß nicht genau, wie ich anderen gegenüber damit umgehen soll, dass ich in TP bin. Meine Eltern wissen schon Bescheid, mein Bruder z.B. nicht. Gegenüber ihm verheimliche ich das, was nur schwer klappt. Aber ich verstehe ich nicht gut mit ihm, weshalb ich eig. kein Bedürfnis habe, es ihm zu sagen. Von meinen Freunden weiß nur einer Bescheid, ne weibliche Freundin ist das sogar. Und bei den anderen überlege ich halt, ob ich denen das mal sage. Zumindest das mit der sozialen Phobie. Die anderen Dinge behalte ich da lieber für mich. Denn auch gute freunde finde sowas vielleicht erstmal irritierend.
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Ja kann ich nachvollziehen. Ging mir ähnlich! :smile: Aber als ich Dinge in der Therapie angesprochen hatte, ging es mir danach immer besser :smile: Und wie gesagt: So lange es kein in-die-Tat-umsetzen deiner "illegalen" Phantasien gibt, wird dir auch nichts passieren. Der Therapeut hat ja auch Schweigepflicht.

Gerne gerne, ich hoffe es hilft Dir Dich auszutauschen :smile:
Ok, ja ich versuch das mal :smile: Klar, der Therapeut hätte ja sogar dann Schweigepflicht, wenn ich schon was Illegales gemacht hätte.

Ja, ich denke schon, dass es ein bisschen hilft :smile:
 

Benutzer174652 

Öfters im Forum
Die anderen Dinge behalte ich da lieber für mich.

ja! mach das!
solche dinge gehören ausserhalb der therapiesituation nur zu dir ... sowas kann man kaum vermitteln, und man kann es auch nicht mehr einfangen ... also ich würde dir sehr nahelegen, das für dich zu behalten ...
 

Benutzer182891  (31)

Ist noch neu hier
Zwei Aspekte sind mir auch noch eingefallen:

1. Was meine Grübeleien teils extrem verstärkt und mir meine Alltagsmotivation verstärkt ist die Tatsache, dass ich mich häufig mit anderen vergleiche.

Ja das ist leider so ein Leistungsdenken unserer Gesellschaft :/
Vielleicht ist es wichtig das zu Enttabuisieren.. und da hilft meiner Meinung nach: Reden.
Ich find du bist 25, das ist wirklich noch sehr jung.. :smile: Du brauchst meiner Meinung nach eine Portion Selbstbewusstsein. Und ganz sicher Selbstmitgefühl dir gegenüber. Vielleicht hilft es dir, der Tatsache, dass du leidest bewusst zu sein und dich selbst in den Arm zu nehmen und zu sagen: Ach, das tut gerade weh, was ich spüre, das ist Leid. Mir selbst hilft das sehr gut gegen meine Minderwertigkeitsgefühle. Und sei dir bewusst: Vielen Menschen geht es so wie Dir. Selbst wenn die Menschen Sex haben weißt du nicht, ob sie sich dabei nicht auch minderwertig fühlen.

Du bist jedenfalls auf einem sehr guten Weg, da du dich hier austauschst und so offen bist! Hut ab!

2. Ich weiß nicht genau, wie ich anderen gegenüber damit umgehen soll, dass ich in TP bin.

Meine Eltern wissen das auch nicht, weil Therapie für meine Eltern ein Stigma ist. Es ist glaub ich wichtig da zu schauen, wie die Menschen über das Thema Therapie denken. Schade, dass das alles noch so ein Tabuthema in der Gesellschaft ist!!
 

Benutzer153493 

Meistens hier zu finden
ich versuche mich Morgen an diesen Thread zu erinnern um auf alles persönlich einzugehen, aber jetzt hab ich leider nur kurz Zeit dieses Video zu teilen was ich persönlich sehr inspirierend fand um mich selbst zu verändern und auch die Kraft zu haben immer weiter in meinem Leben zu gehen:
Nick Vujicic - Life Without Limbs

Ich wünsche dir alles Beste bei der Weiterentwicklung deiner Selbst!
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann halt nicht zu 100 Prozent versprechen, es nicht zu tun. Aber ich kann versprechen, mich ernsthaft zu bemühen, es nicht auszuleben.
Bemühen reicht nicht. Misslingt dir das und du vergewaltigst, wirst du zum Verbrecher. So einfach ist das.

Mehr kann niemand versprechen.
Doch. Ich kann versprechen, dass ich niemals jemanden sexuell oder sonst misshandeln würde. Warum ich das versprechen kann? Weil ich psychisch gesund und sozial „normal“ ausgeprägt bin und allein der Gedanke, jemanden zu misshandeln, in mir extremen Widerstand auslöst. Eher würde ich mir eine Hand abhacken.

Ich kann dir nur raten, das alles konkret mit deinem Therapeuten zu besprechen. Du brauchst Hilfe.
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
ja! mach das!
solche dinge gehören ausserhalb der therapiesituation nur zu dir ... sowas kann man kaum vermitteln, und man kann es auch nicht mehr einfangen ... also ich würde dir sehr nahelegen, das für dich zu behalten ...
Ja, so werd ich es auch machen. Vielleicht erzähl ich meinen Freunden zumindest von der sozialen Phobie.
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Ja das ist leider so ein Leistungsdenken unserer Gesellschaft :/
Vielleicht ist es wichtig das zu Enttabuisieren.. und da hilft meiner Meinung nach: Reden.
Ich find du bist 25, das ist wirklich noch sehr jung.. :smile: Du brauchst meiner Meinung nach eine Portion Selbstbewusstsein. Und ganz sicher Selbstmitgefühl dir gegenüber. Vielleicht hilft es dir, der Tatsache, dass du leidest bewusst zu sein und dich selbst in den Arm zu nehmen und zu sagen: Ach, das tut gerade weh, was ich spüre, das ist Leid. Mir selbst hilft das sehr gut gegen meine Minderwertigkeitsgefühle. Und sei dir bewusst: Vielen Menschen geht es so wie Dir. Selbst wenn die Menschen Sex haben weißt du nicht, ob sie sich dabei nicht auch minderwertig fühlen.

Du bist jedenfalls auf einem sehr guten Weg, da du dich hier austauschst und so offen bist! Hut ab!
Ja, ich muss tatsächlich Selbstbewusstsein aufbauen. Hm, ich glaube, dass ich mich halt teils zu sehr im Selbstmitleid bade... Aber vielleicht hilft es trotzdem, sich selbst besser spüren zu lernen. Das stimmt, nur weil man Sex hat, ist längst nicht alles gut.
eine Eltern wissen das auch nicht, weil Therapie für meine Eltern ein Stigma ist. Es ist glaub ich wichtig da zu schauen, wie die Menschen über das Thema Therapie denken. Schade, dass das alles noch so ein Tabuthema in der Gesellschaft ist!!
Ja, das ist echt schade.
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
ich versuche mich Morgen an diesen Thread zu erinnern um auf alles persönlich einzugehen, aber jetzt hab ich leider nur kurz Zeit dieses Video zu teilen was ich persönlich sehr inspirierend fand um mich selbst zu verändern und auch die Kraft zu haben immer weiter in meinem Leben zu gehen:
Nick Vujicic - Life Without Limbs

Ich wünsche dir alles Beste bei der Weiterentwicklung deiner Selbst!
Kein Problem, bin schon gespannt auf deine Antwort :smile:

Danke schon mal für das Video :smile:
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Bemühen reicht nicht. Misslingt dir das und du vergewaltigst, wirst du zum Verbrecher. So einfach ist das.
Dann wäre das so. Mein Ziel ist es, dass es nicht dazu kommt. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen.
Doch. Ich kann versprechen, dass ich niemals jemanden sexuell oder sonst misshandeln würde. Warum ich das versprechen kann? Weil ich psychisch gesund und sozial „normal“ ausgeprägt bin und allein der Gedanke, jemanden zu misshandeln, in mir extremen Widerstand auslöst. Eher würde ich mir eine Hand abhacken.

Ich kann dir nur raten, das alles konkret mit deinem Therapeuten zu besprechen. Du brauchst Hilfe.
Du kannst es ja gerne versprechen, aber ob du es auch eingehalten hast, wird man erst am Ende deines Lebens sehen können :smile: Und klar, du bist sozial normal ausgeprägt, aber bei mir ist das eben nicht so. Das ist halt ne Tatsache.

Ja, ich werd es mit ihm besprechen. Ich hab ja auch schon Hilfe zum Glück :smile:
 
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