Soziale Phobie, noch nie Sex mit 25 und "illegale" sexuelle Fantasien

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Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Hallo,

ich bin hier neu und hab mich angemeldet, weil ich ein Problem habe. Es wird wahrscheinlich ein sehr langer Text werden, aber ich freue mich darüber, wenn ihr ihn euch durchlest.

Und zwar ist es so, dass ich männlich und 25 Jahre alt bin und noch nie ne Freundin oder Sex oder auch nur nen Kuss hatte. Und das ist etwas, was mich teilweise sehr belastet. Einerseits wegen der Scham, ich hab das Gefühl, etwas nicht hinzukriegen, was die meisten 15-Jährigen hinkriegen. Ich fühle mich irgendwie weniger Wert, weil ich es quasi noch nie geschafft habe, jemanden davon zu überzeugen, sexuellen Kontakt mit mir zu haben. Andererseits macht es mich auch einfach sehr traurig, keine Beziehung zu haben. Ich bin nämlich ein Beziehungsmensch und sehne mich einfach nach jemandem, mit dem ich den Alltag teilen kann, mit dem ich kuscheln kann usw.

Letztlich ist das Problem aber auch nicht auf Frauen beschränkt, dort aber schlimmer. Ich habe nämlich ne soziale Phobie (welche u.a. vermutlich durch Mobbing entstanden ist), welche auch diagnostiziert wurde und weswegen ich auch in Therapie bin. Genau genommen bin ich aber nicht nur deshalb in Therapie, sondern auch noch wegen einer anderen Sache: Und zwar habe ich neben meiner sexuellen Präferenz für erwachsene Frauen auch eine sekundäre Präferenz für Mädchen ab ca. 12. Man nennt das Hebephilie, allerdings ist das bei mir nicht offiziell diagnostiziert und es ist mir auch egal, ob der Begriff klinisch auf mich zutrifft oder nicht. Ich denke aber, dass diese Präferenz für ab 12-Jährige auch daher kommt, dass ich mich nicht wirklich an Gleichaltrige rantraue. Ich habe auch ein eher geringes Selbstvertrauen (zumindest Fremden gegenüber) und das spielt da auch mit rein. Auch habe ich das Gefühl, bei einer Gleichaltrigen überfordert zu sein. Eine wesentlich jüngere Partnerin hat halt selber oft noch keine Erfahrung, was mir einerseits Sicherheit geben würde. Andererseits ist es vielleicht einfach auch schön, gemeinsam die ersten Erfahrungen sammeln zu können. Gleichaltrige haben aber fast immer schon (viel) Erfahrung. ABER: Mir ist schon klar, dass ich diese Neigung nicht ausleben darf (was ich bisher auch noch nicht getan habe) und deshalb bin ich ja auch zur Therapie. Bzw. ich darf die Neigung nur im gesetzlichen Rahmen ausleben, ne mindestens 14-jährige Freundin dürfte ich mir suchen. Aber letztlich würde das wohl wenig Sinn machen, da ich trotz allem viel reifer bin als ne 14-Jährige und ich eher vor meinen Problemen weglaufen würde.

Ein weiterer Aspekt ist, dass ich mittlerweile auch Vergewaltigungsfantasien entwickelt habe. Ich glaube, dass die daher kommen, dass ich durch ne Vergewaltigung gewissermaßen die „Kontrolle“ über eine Frau hätte. Und genau diese Kontrolle bzgl. Des Themas „Frau“ habe ich ja aktuell nicht, und daher kommt das vielleicht. Aber auch hier ist mir klar, dass ich diese Fantasien nicht in die Tat umsetzen sollte. Aber ich möchte einfach erwähnen, dass es sie gibt.

Letztlich hängt das alles natürlich mit meinen sozialen Ängsten zusammen, welche ich kaum in den Griff kriege. Corona hat das alles nicht besser gemacht, man kann kaum soziale Situationen „üben“, weshalb es auch in der Therapie wenig Fortschritte gibt. Und zugegebenermaßen liegt da bei mir auch das Problem: Ich vermeide soziale Situationen häufig einfach, und das ist sicher einer der Gründe oder sogar DER Grund, warum ich noch nie ne Freundin hatte. Denn natürlich kommen die Frauen nicht einfach zu mir, ich muss auch was dafür tun. Aber genau davor hab ich Angst.

Vielleicht noch ganz allgemein zu mir: Ich bin Student (Physik). Da läuft bei uns aktuell aber alles online ab.

Vielleicht fragt ihr euch, wieso ich mein Problem hier schildere, wenn ich doch eh in Therapie bin. Aber ich denke dennoch, dass es nicht schlecht ist, mein Anliegen auch mal mit „normalen“ zu besprechen bzw. zu fragen, was sie davon halten. Ich hab durchaus ein paar gute Freunde, aber denen hab ich auch nur Teile von de erzählt, was ich hier geschrieben habe. Ich weiß nämlich auch nicht, wie die auf das Thema mit den 12-Jährigen oder auf Vergewaltigungsfantasien reagieren würden.

Schreibt einfach mal, was euch zu meinem Thema einfällt. Letztlich will ich ja auch selber konstruktiv denken und Dinge ändern. Dementsprechend würden mich besonders auch Antworten von Leuten interessieren, die (zumindest was die sozialen Ängste betrifft) in ner ähnlichen Lage wie ich waren und das Problem jetzt gelöst haben, also z.B. ne Freundin haben oder auch so weniger Angst vor sozialen Situationen haben. Aber auch über jede andere Antwort, die konstruktiv ist, freue ich mich.

Edit: Ein weiterer Punkt ist auch, dass meine Probleme (und die daraus folgenden Grübeleien) auch meine Motivation stark mindern, mein Studium vernünftig oder überhaupt fortzuführen. Daraus entstehen dann wieder Grübeleien, was dann passieren würde: "Ich kann mich nie wieder für ein Studium/Arbeit motivieren. Dann steh ich mit Hartz 4 da, wie soll ich da je glücklich werden?" Das wär mal so ein Beispiel für eine meiner Grübeleien. Die Grübeleien und die daraus folgende Demotivation bezüglich Studium sind halt irgendwie auch ne Art Teufelskreis.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Was soll man dazu sagen?

Mit 25 noch keine sexuelle Erfahrung ist völlig normal und nicht weiter tragisch. Mit sozialen Phobien kann man auch noch irgendwie umgehen und dran arbeiten. Vorausgesetzt man will das!

alles andere, was du hier schilderst klingt für meine Ohren äußerst gruselig :ratlos:
 

Benutzer164451 

Meistens hier zu finden
Ein weiterer Aspekt ist, dass ich mittlerweile auch Vergewaltigungsfantasien entwickelt habe. Ich glaube, dass die daher kommen, dass ich durch ne Vergewaltigung gewissermaßen die „Kontrolle“ über eine Frau hätte. Und genau diese Kontrolle bzgl. Des Themas „Frau“ habe ich ja aktuell nicht, und daher kommt das vielleicht. Aber auch hier ist mir klar, dass ich diese Fantasien nicht in die Tat umsetzen sollte. Aber ich möchte einfach erwähnen, dass es sie gibt
Spürst du denn den tatsächlichen Wunsch jemanden zu vergewaltigen oder macht dich das eher als Spielart an? Ersteres wäre natürlich sehr ungesund und das müsste mit in deine Therapie einfließen. Zweiteres ist aber weit verbreitet. Es gibt viele Menschen, die auf Vergewaltigungsspiele stehen und diese ausleben (wollen). Das reicht von sehr spielerischen Szenarios bis hin zu sehr realistischen - wobei hier die Frau immer eindeutig einwilligt und es ein Safeword gibt.
 

Benutzer179625  (21)

Klickt sich gerne rein
Ich finde es super, dass du dich getraut hast, hier offen von deinen Problemen zu berichten. Zumindest was die Sozialphobie angeht, kann ich ein bisschen was sagen. Ich leide selbst an einer seit ich 15 bin und arbeite seit gut einem Jahr stark daran, diese zu verbessern bzw. loszuwerden - und sie ist dadurch deutlich besser geworden. Bei mir war es eine Kombination aus Eigeninitiative, Medikamenten und Therapie, die geholfen hat. Dass du in Therapie bist, ist also schonmal super. Die Frage ist natürlich, wie intensiv sich die Therapie momentan mit den sozialen Ängsten beschäftigt, da simultan auch noch deine anderen Probleme behandelt werden. Deshalb würde ich dir auf jeden Fall Eigeninitiative ans Herz legen, falls du das nicht eh schon tust. Also
  • mach dir z.B. eine Liste mit sozialen Situationen, vor denen du Angst hast,
  • gib jeder Situation eine "Angststufe" von 1-10, wobei 1=sehr wenig Angst, und 10=extrem starke Angst,
  • arbeite dich Stufe für Stufe nach oben, oder so weit, wie du alleine kommst.
 

Benutzer174652 

Öfters im Forum
Hallo,

ich bin hier neu und hab mich angemeldet, weil ich ein Problem habe. Es wird wahrscheinlich ein sehr langer Text werden, aber ich freue mich darüber, wenn ihr ihn euch durchlest.

Und zwar ist es so, dass ich männlich und 25 Jahre alt bin und noch nie ne Freundin oder Sex oder auch nur nen Kuss hatte. Und das ist etwas, was mich teilweise sehr belastet. Einerseits wegen der Scham, ich hab das Gefühl, etwas nicht hinzukriegen, was die meisten 15-Jährigen hinkriegen. Ich fühle mich irgendwie weniger Wert, weil ich es quasi noch nie geschafft habe, jemanden davon zu überzeugen, sexuellen Kontakt mit mir zu haben. Andererseits macht es mich auch einfach sehr traurig, keine Beziehung zu haben. Ich bin nämlich ein Beziehungsmensch und sehne mich einfach nach jemandem, mit dem ich den Alltag teilen kann, mit dem ich kuscheln kann usw.

Letztlich ist das Problem aber auch nicht auf Frauen beschränkt, dort aber schlimmer. Ich habe nämlich ne soziale Phobie (welche u.a. vermutlich durch Mobbing entstanden ist), welche auch diagnostiziert wurde und weswegen ich auch in Therapie bin. Genau genommen bin ich aber nicht nur deshalb in Therapie, sondern auch noch wegen einer anderen Sache: Und zwar habe ich neben meiner sexuellen Präferenz für erwachsene Frauen auch eine sekundäre Präferenz für Mädchen ab ca. 12. Man nennt das Hebephilie, allerdings ist das bei mir nicht offiziell diagnostiziert und es ist mir auch egal, ob der Begriff klinisch auf mich zutrifft oder nicht. Ich denke aber, dass diese Präferenz für ab 12-Jährige auch daher kommt, dass ich mich nicht wirklich an Gleichaltrige rantraue. Ich habe auch ein eher geringes Selbstvertrauen (zumindest Fremden gegenüber) und das spielt da auch mit rein. Auch habe ich das Gefühl, bei einer Gleichaltrigen überfordert zu sein. Eine wesentlich jüngere Partnerin hat halt selber oft noch keine Erfahrung, was mir einerseits Sicherheit geben würde. Andererseits ist es vielleicht einfach auch schön, gemeinsam die ersten Erfahrungen sammeln zu können. Gleichaltrige haben aber fast immer schon (viel) Erfahrung. ABER: Mir ist schon klar, dass ich diese Neigung nicht ausleben darf (was ich bisher auch noch nicht getan habe) und deshalb bin ich ja auch zur Therapie. Bzw. ich darf die Neigung nur im gesetzlichen Rahmen ausleben, ne mindestens 14-jährige Freundin dürfte ich mir suchen. Aber letztlich würde das wohl wenig Sinn machen, da ich trotz allem viel reifer bin als ne 14-Jährige und ich eher vor meinen Problemen weglaufen würde.

Ein weiterer Aspekt ist, dass ich mittlerweile auch Vergewaltigungsfantasien entwickelt habe. Ich glaube, dass die daher kommen, dass ich durch ne Vergewaltigung gewissermaßen die „Kontrolle“ über eine Frau hätte. Und genau diese Kontrolle bzgl. Des Themas „Frau“ habe ich ja aktuell nicht, und daher kommt das vielleicht. Aber auch hier ist mir klar, dass ich diese Fantasien nicht in die Tat umsetzen sollte. Aber ich möchte einfach erwähnen, dass es sie gibt.

Letztlich hängt das alles natürlich mit meinen sozialen Ängsten zusammen, welche ich kaum in den Griff kriege. Corona hat das alles nicht besser gemacht, man kann kaum soziale Situationen „üben“, weshalb es auch in der Therapie wenig Fortschritte gibt. Und zugegebenermaßen liegt da bei mir auch das Problem: Ich vermeide soziale Situationen häufig einfach, und das ist sicher einer der Gründe oder sogar DER Grund, warum ich noch nie ne Freundin hatte. Denn natürlich kommen die Frauen nicht einfach zu mir, ich muss auch was dafür tun. Aber genau davor hab ich Angst.

Vielleicht noch ganz allgemein zu mir: Ich bin Student (Physik). Da läuft bei uns aktuell aber alles online ab.

Vielleicht fragt ihr euch, wieso ich mein Problem hier schildere, wenn ich doch eh in Therapie bin. Aber ich denke dennoch, dass es nicht schlecht ist, mein Anliegen auch mal mit „normalen“ zu besprechen bzw. zu fragen, was sie davon halten. Ich hab durchaus ein paar gute Freunde, aber denen hab ich auch nur Teile von de erzählt, was ich hier geschrieben habe. Ich weiß nämlich auch nicht, wie die auf das Thema mit den 12-Jährigen oder auf Vergewaltigungsfantasien reagieren würden.

Schreibt einfach mal, was euch zu meinem Thema einfällt. Letztlich will ich ja auch selber konstruktiv denken und Dinge ändern. Dementsprechend würden mich besonders auch Antworten von Leuten interessieren, die (zumindest was die sozialen Ängste betrifft) in ner ähnlichen Lage wie ich waren und das Problem jetzt gelöst haben, also z.B. ne Freundin haben oder auch so weniger Angst vor sozialen Situationen haben. Aber auch über jede andere Antwort, die konstruktiv ist, freue ich mich.

hy du ...
spontan fallen mir da zwei threads ein, die dir wahrscheinlich hilfreich sind, weil sie dein "quasi-absolut-beginner-tum" hier auch (mit-)geteilt haben ... über lange strecken, also auch entwicklungsschritte sichtbar (und viel lesestoff für dich) ... also vielleicht findest du dich da teilweise wieder, und schon allein das kann sehr wohltuend sein:
(hab das jetzt nicht gefunden - aber was anders: gib hier in der suche mal "keine frau" ein ... kommt auch viel wohl passendes ...)
ah, doch:

(und bzgl. deiner "sexuellen spezialitäten" - auch da findest du hier die verschiedensten und ausgefallendsten gedanken-, gefühls- und lebenswelten ... mag auch entlastend für dich sein ... einfach ein bisschen umsehen ...)

jedenfalls alles gute dir! : - )
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Was soll man dazu sagen?

Mit 25 noch keine sexuelle Erfahrung ist völlig normal und nicht weiter tragisch. Mit sozialen Phobien kann man auch noch irgendwie umgehen und dran arbeiten. Vorausgesetzt man will das!

alles andere, was du hier schilderst klingt für meine Ohren äußerst gruselig :ratlos:
Völlig normal ist es nicht. Nur bei einem geringen Prozentsatz ist das so. Ja, ich versuch zumindest, daran zu arbeiten. Aktuell gelinht das halt nicht.

Inwiefern gruselig?
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Spürst du denn den tatsächlichen Wunsch jemanden zu vergewaltigen oder macht dich das eher als Spielart an? Ersteres wäre natürlich sehr ungesund und das müsste mit in deine Therapie einfließen. Zweiteres ist aber weit verbreitet. Es gibt viele Menschen, die auf Vergewaltigungsspiele stehen und diese ausleben (wollen). Das reicht von sehr spielerischen Szenarios bis hin zu sehr realistischen - wobei hier die Frau immer eindeutig einwilligt und es ein Safeword gibt.
Es ist eher ersteres. Wobei ich die Gefahr, das umzusetzen aktuell für sehr gering halte. Hoch wäre die Gefahr wahrscheinlich dann, wenn ich akut selbstmordgefährdet wäre. Dann würde ich das auch meinem Therapeuten sagen, bis jetzt war es noch nicht Thema.
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
hy du ...
spontan fallen mir da zwei threads ein, die dir wahrscheinlich hilfreich sind, weil sie dein "quasi-absolut-beginner-tum" hier auch (mit-)geteilt haben ... über lange strecken, also auch entwicklungsschritte sichtbar (und viel lesestoff für dich) ... also vielleicht findest du dich da teilweise wieder, und schon allein das kann sehr wohltuend sein:
(hab das jetzt nicht gefunden - aber was anders: gib hier in der suche mal "keine frau" ein ... kommt auch viel wohl passendes ...)
ah, doch:

(und bzgl. deiner "sexuellen spezialitäten" - auch da findest du hier die verschiedensten und ausgefallendsten gedanken-, gefühls- und lebenswelten ... mag auch entlastend für dich sein ... einfach ein bisschen umsehen ...)

jedenfalls alles gute dir! : - )
Dankeschön :smile:
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Inwiefern gruselig?
Na ja du sagst selbst deine Wunschpartnerin soll ein Teenager sein, mit 12 sind Mädchen noch Kinder!! Aber gehen wir mal von 14jährigen Teenagern aus.

Dazu noch Vergewaltigungsszenarien... :ratlos:

kann man nur hoffen, dass das realitätsfremde Fantasien sind, DANN ist es nicht verwerflich. Aber nur dann!!

Teenager heutzutage haben meistens schon recht viel sexuelle Erfahrung, also täusch dich da mal nicht, wenns dir um eine unschuldige und unerfahrene Partnerin geht.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Naja, du hast halt 2 widersprüchliche Bedürfnisse. Auf der einen Seite willst du Sex, Nähe und Intimität, auf der anderen Seite machen Frauen dir Angst. Dein Kopf kann diesen Widerspruch vielleicht wirklich nicht anders verarbeiten, als mit deinen schon sehr gruseligen Phantasien. Ich glaube und hoffe, dass du, wenn du erfolgreich an deiner Soziophobie arbeitest, sich deine anderen Phantasien in Luft auflösen. Weiß dein Therapeut von deinen Phantasien?
 

Benutzer182523  (31)

Klickt sich gerne rein
Völlig normal ist es nicht. Nur bei einem geringen Prozentsatz ist das so. Ja, ich versuch zumindest, daran zu arbeiten. Aktuell gelinht das halt nicht.

Inwiefern gruselig?
Naja Gewaltfantasien in Richtung Vergewaltigung und deine Hebephilie bewegen sich nicht gerade in der Norm. Das meint sie mit gruselig. Insbesondere das du den stillen Wunsch hast.
Hast du mal überlegt dich in Behandlung zu begeben bevor es eskaliert?
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Ich finde es super, dass du dich getraut hast, hier offen von deinen Problemen zu berichten. Zumindest was die Sozialphobie angeht, kann ich ein bisschen was sagen. Ich leide selbst an einer seit ich 15 bin und arbeite seit gut einem Jahr stark daran, diese zu verbessern bzw. loszuwerden - und sie ist dadurch deutlich besser geworden. Bei mir war es eine Kombination aus Eigeninitiative, Medikamenten und Therapie, die geholfen hat. Dass du in Therapie bist, ist also schonmal super. Die Frage ist natürlich, wie intensiv sich die Therapie momentan mit den sozialen Ängsten beschäftigt, da simultan auch noch deine anderen Probleme behandelt werden. Deshalb würde ich dir auf jeden Fall Eigeninitiative ans Herz legen, falls du das nicht eh schon tust. Also
  • mach dir z.B. eine Liste mit sozialen Situationen, vor denen du Angst hast,
  • gib jeder Situation eine "Angststufe" von 1-10, wobei 1=sehr wenig Angst, und 10=extrem starke Angst,
  • arbeite dich Stufe für Stufe nach oben, oder so weit, wie du alleine kommst.
Danke erstmal für die Antwort :smile:

Welche Medikamente hast du da bekommen und wie genau haben die gewirkt und dir geholfen? Wie lief denn die Therapie ab?

Doch, tatsächlich liegt der Fokus der Therapie sehr auf der sozialen Phobie an sich :smile:

Wie sah/sieht denn die Liste bei dir aus?

Ich glaube, dass es bei mir aktuell (Corona) wenig Sinn macht, eine solche Liste zu führen, aber vielleicht dann, wenn wieder mehr sozialer Kontakt erlaubt ist. Bei mir ist es halt so, dass ich vor einigen Dingen, vor denen andere Sozialphobiker Angst haben, zwar auch Angst habe, diese aber gut bewältigen kann. Es ist für mich z.B. locker umsetzbar, bei der Post ein Paket abzugeben, beim Arzt anzurufen, beim Friseur mit der Friseusin zu reden etc. Es ist zwar (SEHR) UNANGENEH, aber ich bewältige es auf jeden Fall und solche Situstionen gibt es ja oft.

Was auch hinsichtlich des Bewältigens schwierig ist, sind für mich Situationen, in denen ich neue Leute kennenlerne, mit denen ich ab diesem Zeitpunkt potenziell länger Kontakt haben könnte. Z.B. Studienkollegen, die potenziell auch zu Freunden werden könnten. Besonders schwierig ist es dann, wenn ich in einer solchen Situation auf mich alleingestellt bin.

Zudem ist es so, dass die soziale Phobie mir teils extrem die Motivation für mein Studium nimmt und ich teils Angst habe, es abzubrechen und dann mit Hartz 4 auskommen zu müssen, weil ich keine Motivation mehr finde, irgendwas zu machen...
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Ich finde es super, dass du dich getraut hast, hier offen von deinen Problemen zu berichten. Zumindest was die Sozialphobie angeht, kann ich ein bisschen was sagen. Ich leide selbst an einer seit ich 15 bin und arbeite seit gut einem Jahr stark daran, diese zu verbessern bzw. loszuwerden - und sie ist dadurch deutlich besser geworden. Bei mir war es eine Kombination aus Eigeninitiative, Medikamenten und Therapie, die geholfen hat. Dass du in Therapie bist, ist also schonmal super. Die Frage ist natürlich, wie intensiv sich die Therapie momentan mit den sozialen Ängsten beschäftigt, da simultan auch noch deine anderen Probleme behandelt werden. Deshalb würde ich dir auf jeden Fall Eigeninitiative ans Herz legen, falls du das nicht eh schon tust. Also
  • mach dir z.B. eine Liste mit sozialen Situationen, vor denen du Angst hast,
  • gib jeder Situation eine "Angststufe" von 1-10, wobei 1=sehr wenig Angst, und 10=extrem starke Angst,
  • arbeite dich Stufe für Stufe nach oben, oder so weit, wie du alleine kommst.
Danke erstmal für die Antwort :smile:

Welche Medikamente hast du da bekommen und wie genau haben die gewirkt und dir geholfen? Wie lief denn die Therapie ab?

Doch, tatsächlich liegt der Fokus der Therapie sehr auf der sozialen Phobie an sich :smile:

Wie sah/sieht denn die Liste bei dir aus?

Ich glaube, dass es bei mir aktuell (Corona) wenig Sinn macht, eine solche Liste zu führen, aber vielleicht dann, wenn wieder mehr sozialer Kontakt erlaubt ist. Bei mir ist es halt so, dass ich vor einigen Dingen, vor denen andere Sozialphobiker Angst haben, zwar auch Angst habe, diese aber gut bewältigen kann. Es ist für mich z.B. locker umsetzbar, bei der Post ein Paket abzugeben, beim Arzt anzurufen, beim Friseur mit der Friseusin zu reden etc. Es ist zwar (SEHR) UNANGENEH, aber ich bewältige es auf jeden Fall und solche Situstionen gibt es ja oft.

Was auch hinsichtlich des Bewältigens schwierig ist, sind für mich Situationen, in denen ich neue Leute kennenlerne, mit denen ich ab diesem Zeitpunkt potenziell länger Kontakt haben könnte. Z.B. Studienkollegen, die potenziell auch zu Freunden werden könnten. Besonders schwierig ist es dann, wenn ich in einer solchen Situation auf mich alleingestellt bin.

Zudem ist es so, dass die soziale Phobie mir teils extrem die Motivation für mein Studium nimmt und ich teils Angst habe, es abzubrechen und dann mit Hartz 4 auskommen zu müssen, weil ich keine Motivation mehr finde, irgendwas z...
Naja Gewaltfantasien in Richtung Vergewaltigung und deine Hebephilie bewegen sich nicht gerade in der Norm. Das meint sie mit gruselig. Insbesondere das du den stillen Wunsch hast.
Hast du mal überlegt dich in Behandlung zu begeben bevor es eskaliert?
Ich bin ja wie gesagt in Behandlung :smile:
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
nur zum allgemeinen Verständnis: deine Therapie umfasst nur deine sozialen Phobien oder auch den Rest?
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Doch, tatsächlich liegt der Fokus der Therapie sehr auf der sozialen Phobie an sich

Ich würde den Fokus auch auf die Vergewaltigung-Fantasien legen und Strategien entwickeln, wie du nicht in den strafrechtlichen Bereich ausartest. Auch wenn ich persönlich es auch nicht so bombe finde, wenn Erwachsene mit Minderjährigen etwas anfangen, auch wenn das vielleicht gesetzlich lega ist. Jemanden tatsächlich physische und psychische Gewalt gegen seinen Willen anzutun, um seine sexuelle Bedürfnisse zu befriedigen, halte ich nicht für gesund.
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Na ja du sagst selbst deine Wunschpartnerin soll ein Teenager sein, mit 12 sind Mädchen noch Kinder!! Aber gehen wir mal von 14jährigen Teenagern aus.

Dazu noch Vergewaltigungsszenarien... :ratlos:

kann man nur hoffen, dass das realitätsfremde Fantasien sind, DANN ist es nicht verwerflich. Aber nur dann!!

Teenager heutzutage haben meistens schon recht viel sexuelle Erfahrung, also täusch dich da mal nicht, wenns dir um eine unschuldige und unerfahrene Partnerin geht.
Naja, ich würde nicht direkt sagen, dass Teenager meine Wunschpartner sind. Mehr erregt werde ich durch Erwachsene. Das Bedürfnis nach einer Teenagerpartnerin erwächst wohl vor allem daraus, dass ich das Gefühl habe, mit einer Gleichaltrigen überfordert zu sein. Aber an und für sich wäre mir ne Gleichaltrige (oder halt bissl jünger) lieber.

Naja, ausgelebt hab ich das bisher nicht. Aktuell halte ich das Risiko dafür auch noch für eher gering. Aber das Risiko würde stark steigen, wenn ich in ne tiefe Depression oder in akute Selbstmordgedanken rutschen würde.

Naja, sie haben dennoch wesentlich weniger Erfahrung als ne erwachsene Frau. Viele haben z.B. mit 14/15 noch keinen Sex. Mit 25 muss man erstmal eine finden. Allerdings ist es für mich eh keineswegs ein Ausschlusskriterium, wenn sie schon Erfahrungen hat. Meine Ängste steigen dadurch aber.
nur zum allgemeinen Verständnis: deine Therapie umfasst nur deine sozialen Phobien oder auch den Rest?
Also: Ich bin zur Therapie gegangen wegen der hebephilen Fantasien. Dementsprechend ist das auch Teil der Therapie. Die Vergewaltigungsfantasien habe ich bisher nicht angesprochen, da ich sie Stand jetzt für weniger gefährlich halte wie die hebephile Geschichte.
 

Benutzer183010  (25)

Ist noch neu hier
Ich würde den Fokus auch auf die Vergewaltigung-Fantasien legen und Strategien entwickeln, wie du nicht in den strafrechtlichen Bereich ausartest. Auch wenn ich persönlich es auch nicht so bombe finde, wenn Erwachsene mit Minderjährigen etwas anfangen, auch wenn das vielleicht gesetzlich legal ist. Jemanden tatsächlich physische und psychische Gewalt gegen seinen Willen anzutun, um seine sexuelle Bedürfnisse zu befriedigen, halte ich nicht für gesund.
Ja, vielleicht erzähle ich meinem Therapeuten mal davon. Von den hebephilen Fantasien weiß er eh. Aber der Fokus liegt auch diesbezüglich trotzdem auf der sozialen Phobie und meiner allgemeinen Lebenszufriedenheit. Und zwar deshalb, weil eine hohe Lebenszufriedenheit am besten von allen Dingen Straftaten verhindern kann (außer vielleicht bei bestimmten Gruppen von Menschen). Denn wenn meine Lebenszufriedenheit dauerhaft (sehr) schlecht ist, dann würde irgendwann mit hoher Wahrscheinlichkeit eine strafbare Handlung erfolgen. So schätze ich mich zumindest ein.
 
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