Sind Lehrer Professoren?!

Benutzer161689 

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Eine Kurze Frage mal in die Runde zum Thema Studium, bzw. Personen die ihr Studium abgeschlossen haben und im konkreten Lehrer.
Bei uns in Österreich ist es ja so, dass wenn man 2 Fächer auf Lehramt studiert und in eine "höhere" Schule kommt, man als Professor bezeichnet wird (anm. gleich wie an der Uni). Ich weiss nicht ob das in Deutschland auch so ist. Meiner Meinung nach, und da tret ich wohl einigen ein wenig auf den Schlips, ist die Person aber kein Professor, sondern ein Lehrer (die fühlen sich dadurch natürlich gleich diskrimminiert).
Wie seht ihr das? Und wie empfindet ihr das Lehramtstudium (für mich ist das irgendwie kein richtiges Studium und auch da trete ich wohl Leuten auf den Schlips) :smile:
Danke für die Antworten mal im Voraus.
 

Benutzer91827 

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In Deutschland kannst du entweder, wenn du auf Lehramt studierst (Gymnasiallehramt ist fast genau so aufgebaut, wie der Bacherlor, man sitzt auch meistens mit den BA-Lern zusammen, nur dass man dazu noch Didaktik, Pädagogik und Psychologie (alles abgespeckt versteht sich und unter dem Überbegriff Erziehungswissenschaften zusammengefasst) studiert) dein Staatsexamen machen und danach ins Ref und bist dann Leher oder du kannst deinen Bachelor of Education machen, wenn du kein Staatsexamen machen willst, bist dann aber kein Lehrer.

Professor sagt man bei uns zu 'nem Lehrer nicht.

Ich kann nur für Gymnasiallehramt Germanistik/Anglistik im Zwei-Fach Bachelor nach der neuen LPO in Erlangen sprechen.
 

Benutzer136760 

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Ein Prof ist jemand, der einen entsprechenden Titel hat.
Lehrer sind halt Lehrer, manche haben vielleicht einen Doktortitel, einen Prof als Lehrer findet man denke ich selten.
 
R

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Gast
Und wie empfindet ihr das Lehramtstudium (für mich ist das irgendwie kein richtiges Studium und auch da trete ich wohl Leuten auf den Schlips) :smile:
Danke für die Antworten mal im Voraus.
Da geht es nicht ums Empfinden, das Lehramtsstudium in Deutschland IST ein Studium. In Österreich ist die Ausbildung da meines Wissens nach anders und daher ist es auch nicht so leicht, in Deutschland als österreichischer Lehrer anerkannt zu werden.

Professor ist man in Deutschland nur dann, wenn man Inhaber einer Professur ist.
 

Benutzer96776 

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In meiner BHS Schulzeit wurden alle Lehrer unisono als "Professor" bezeichnet.
Selbst wenn dies bestimmt nicht auf alle zutreffen würde, wenn mans genau nimmt.

Ich kann mich auch irren, aber soweit mir bekannt ist, ist dieser Titel ein verliehener Titel :zwinker:
 

Benutzer161689 

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Professor ist man in Deutschland nur dann, wenn man Inhaber einer Professur ist.
Das finde ich viel besser :smile:.
In Österreich ist das mit den Titeln immer so eine Sache
[doublepost=1470075932,1470075880][/doublepost] girl_next_door girl_next_door ja ist ein verliehener Titel, vlt, in österreich sagt man trotzdem zu jedem Hochschullehrer Professor
 

Benutzer96776 

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Ah ja, dank wikipedia bin ich nun auch schlauer :grin:
Scheint tatsächlich ein (vom BP) verliehener Titel zu sein.

Ansonsten gilt wohl folgendes, ich zitiere:
"Ohne formelle Verleihung führen den Amtstitel „Professor“ zudem pragmatisierte Lehrer an allgemein- und berufsbildenden höheren Schulen der Entlohnungsgruppen LPA und L1 sowie Lehrer der Entlohnungsgruppen l pa und l 1. Die Regel geht auf eine 1866 publizierte Entschließung von Kaiser Franz Joseph I. zurück.[16] Manche L1- und LPA-Professoren sind auch Universitäten zugewiesen worden."

Da hätte man die so genannten Professoren zuerst einmal fragen müssen, welcher Entlohnungsgruppe sie angehören und/ oder ob sie pragmatisiert sind, um eine definitive Antwort finden zu können :grin:
[doublepost=1470076144,1470076078][/doublepost]
girl_next_door girl_next_door [/USER] ja ist ein verliehener Titel, vlt, in österreich sagt man trotzdem zu jedem Hochschullehrer Professor

Genau, so ist das hier üblich :zwinker:
 
R

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Gast
Naja, in den USA sagt man ja auch zum Hochschullehrer Professor, ohne dass der zwangläufig ein Prof. in unserem Sinne ist. Ist halt so, man muss es nur wissen - sehe da jetzt kein Problem.
 

Benutzer151218 

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In Deutschland liegen zwischen LehrerIn und ProfessorIn Welten :grin: Es fängt ja schon beim Aufgabenbereich an: Während einE LehrerIn den Großteil seiner Zeit mit der Lehre beschäftigt ist, beschäftigen sich ProfessorInnen vorwiegend mit Forschung und Verwaltungsaufgaben. Zumal ja auch die Ausbildung ganz anders ist. EinE LehrerIn macht (mittlerweile brandneu) einen polyvalenten 2-Hauptfach-Bachelorstudiengang mit Lehramtsoption Gymnasium und einen Master of Education, während einE ProfessorIn für gewöhnlich erst einmal den Grundstudiengang macht (bspw. BA), dann den Aufbaustudiengang (bspw. MA), dann die Promotion und die Habilitation. Und bei ProfessorInnen - das muss man einfach so sagen - kann man davon ausgehen, dass sie in ihrem Themengebiet einiges mehr drauf haben als einE LehrerIn :zwinker: Der ProfessorInnen-Titel ermöglicht außerdem einen Lehrstuhl an einer Universität zu übernehmen, wo man auch die meisten ProfessorInnen antrifft.

Was das LA-Studium angeht, sprechen einige davon, dass es jetzt viel besser sei, aber ich weiß nicht, ob das stimmt. Ich kenne viele, die es damals abgebrochen haben und heute immernoch dasselbe kritisieren.
 

Benutzer161689 

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Naja, in den USA sagt man ja auch zum Hochschullehrer Professor, ohne dass der zwangläufig ein Prof. in unserem Sinne ist. Ist halt so, man muss es nur wissen - sehe da jetzt kein Problem.
es geht mir ja auch mehr darum, dass die darauf bestehen so genannt zu werden und sich enorm viel darauf einbilden....
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Off-Topic:
In Deutschland kannst du entweder, wenn du auf Lehramt studierst (Gymnasiallehramt ist fast genau so aufgebaut, wie der Bacherlor, man sitzt auch meistens mit den BA-Lern zusammen, nur dass man dazu noch Didaktik, Pädagogik und Psychologie (alles abgespeckt versteht sich und unter dem Überbegriff Erziehungswissenschaften zusammengefasst) studiert) dein Staatsexamen machen und danach ins Ref und bist dann Leher oder du kannst deinen Bachelor of Education machen, wenn du kein Staatsexamen machen willst, bist dann aber kein Lehrer.

Professor sagt man bei uns zu 'nem Lehrer nicht.

Ich kann nur für Gymnasiallehramt Germanistik/Anglistik im Zwei-Fach Bachelor nach der neuen LPO in Erlangen sprechen.
Das Fachstudium eines Lehrers im BA, egal welche Schulform ist zumindest im Hauptfach dem normalen Studium sehr ähnlich. Ich hatte zu 80% das gleiche Studium als Primarstufe, wie die Sek 2er und deren Studium ist 90% das gleiche wie bei reinem Fachbachelor Germanistik. Ich hätte mit meinem BA einen reinen Fachmaster in Germanistik machen dürfen.
Mit einem Master of Education kann man einen Fachbezogenen Doktor machen, bzw. konnte man vor 5 Jahren.

Bei mir war der MA of Edu automatisch das erste Staatsexamen. Nach dem Ref hatte man dann das 2.


Nein Lehrer sind keine Profs. Das ist man nur als Prof :zwinker:
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Zumal ja auch die Ausbildung ganz anders ist. EinE LehrerIn macht (mittlerweile brandneu) einen polyvalenten 2-Hauptfach-Bachelorstudiengang mit Lehramtsoption Gymnasium und einen Master of Education, während einE ProfessorIn für gewöhnlich erst einmal den Grundstudiengang macht (bspw. BA), dann den Aufbaustudiengang (bspw. MA), dann die Promotion und die Habilitation
Ist nicht mehr so. War aber mal so.
In der Zwischenzeit kommt es darauf an, was für eine Professur man denn anstrebt (Besoldungsgruppen W1 - W3).
W1 nennt sich euphemistischerweise Juniorprofessur. Die sind üblicherweise befristet, ohne Verbeamtung, schlecht bezahlt. Macht man üblicherweise, wenn man auf seinem Lebenslauf noch ein paar Pluspunkte sammeln will in seinem Gebiet, sich aber ohnehin nochmal höher orientieren will als bei der gebotenen Stelle. Sozusagen eine "Schnupperprofessur".
W2 ist der "ganz normale" Professor, also da braucht man den Doktortitel in seinem Fachbereich, mehrere Publikationen, muss schon selbständig Forschungsgelder beantragt (und natürlich bewilligt bekommen) haben, möglichst bekannte Forschung betrieben haben (die man natürlich dann unter eigener Professur an Uni X fortsetzen will)...
Und W3 ist dann quasi der Zenit, meistens Prestigestellen an namhaften Unis, die üblicherweise nur an habilitierte Personen vergeben werden, oder an solche, die schon langjährig eine W2-Professur hatten.

Und natürlich haben (deutsche) Professoren mehr drauf als LehrerInnen. Das sind diejenigen, die LehrerInnen ausbilden und mit immer neueren Forschungserkenntnissen dann quälen, bevor sie sie auf arme SchülerInnen hetzen, und die müssen zumindest promoviert haben (was Lehrer nicht müssen) und widmen sich die meiste Zeit eben der Forschung. Die Vorlesungen sind mehr "nebenher". Es wird wohl kaum einen Professor geben, der 40 Stunden in der Woche Vorlesung hält.
 

Benutzer151218 

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Ist nicht mehr so. War aber mal so.
In der Zwischenzeit kommt es darauf an, was für eine Professur man denn anstrebt (Besoldungsgruppen W1 - W3).
W1 nennt sich euphemistischerweise Juniorprofessur. Die sind üblicherweise befristet, ohne Verbeamtung, schlecht bezahlt. Macht man üblicherweise, wenn man auf seinem Lebenslauf noch ein paar Pluspunkte sammeln will in seinem Gebiet, sich aber ohnehin nochmal höher orientieren will als bei der gebotenen Stelle. Sozusagen eine "Schnupperprofessur".
W2 ist der "ganz normale" Professor, also da braucht man den Doktortitel in seinem Fachbereich, mehrere Publikationen, muss schon selbständig Forschungsgelder beantragt (und natürlich bewilligt bekommen) haben, möglichst bekannte Forschung betrieben haben (die man natürlich dann unter eigener Professur an Uni X fortsetzen will)...
Und W3 ist dann quasi der Zenit, meistens Prestigestellen an namhaften Unis, die üblicherweise nur an habilitierte Personen vergeben werden, oder an solche, die schon langjährig eine W2-Professur hatten.

Hatte ehrlich gesagt auch nur die W2-Professur als ernstzunehmend angesehen (ist ja auch Grundlage für W3).
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
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Hatte ehrlich gesagt auch nur die W2-Professur als ernstzunehmend angesehen (ist ja auch Grundlage für W3).
Jo, ich auch. Aber auch für die musst nicht mehr habilitieren, promovieren reicht. Wenn Männe jetzt erst noch habilitieren müsste, bis es für ihn weiter geht... neee.... das wär zu nervenaufreibend...
 
A

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Gast
Ich finds eigentlich ganz charmant, dass man bei uns in Österreich Professor sagt. Bei uns hat sich da auch niemand etwas darauf eingebildet. Zu den Lateinprofessoren haben wir allerdings Magister sagen müssen.
 

Benutzer161689 

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Ich finds eigentlich ganz charmant, dass man bei uns in Österreich Professor sagt. Bei uns hat sich da auch niemand etwas darauf eingebildet. Zu den Lateinprofessoren haben wir allerdings Magister sagen müssen.
Ja ich komm aus einem Gym, wo sie leider schon Titelbesessn waren und sobald das Wort Lehrer gefallen bzw. ein Vergleich mit Hauptschulen gekommen is, die Augen groß wurden. (rest kann man sich denken)
reed reed ja "richtiges Studium" is wohl unglücklich gewählt, aber für mich ist das einfach das wissenschaftliche Fachstudium, aber das kann man wohl sowieso nicht vergleichen
 

Benutzer91827 

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Off-Topic:
Das Fachstudium eines Lehrers im BA, egal welche Schulform ist zumindest im Hauptfach dem normalen Studium sehr ähnlich. Ich hatte zu 80% das gleiche Studium als Primarstufe, wie die Sek 2er und deren Studium ist 90% das gleiche wie bei reinem Fachbachelor Germanistik. Ich hätte mit meinem BA einen reinen Fachmaster in Germanistik machen dürfen.
Mit einem Master of Education kann man einen Fachbezogenen Doktor machen, bzw. konnte man vor 5 Jahren.

Bei mir war der MA of Edu automatisch das erste Staatsexamen. Nach dem Ref hatte man dann das 2.
Bei mir ist es auch ca 5 Jahre her, dass ich das angefangen habe.
Das du zwischen BA und Gym wechseln kannst weiß ich auch, hatte es allerdings vergessen.
Ebenso wie ich bei mir damals auch Rea Leute dabei hatte.
Gott, ist das lang her. Jetzt bin ich Jurist, da ist das alles anders...
 

Benutzer91095 

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Bei uns hieß das einfach nur "Herrfessaaaaaaa!" und "Fraufessaaaaaaaa!" und keiner hat sich was drauf eingebildet.
 
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