Sie liebt den Luxus - auf Kosten unserer Beziehung?

Benutzer150573 

Ist noch neu hier
Hallo liebe Community,

seit gut neun Monaten bin ich glücklich in einer Beziehung. Ich kann sagen, dass ich in meinen bisherigen Beziehungen kaum so glücklich war und keine dieser Beziehungen so erfüllend war wie meine jetzige, dennoch tritt seit geraumer Zeit eine Sache zu Tage, die mich mehr und mehr stört.

Hintergrund: ich studiere, stehe kurz vor dem Abschluss und bin gut dabei, befinde mich von den Ergebnissen in den oberen 20 Prozent meines Studiengangs. Das Alles ist Produkt harter Arbeit. Dass ich studiere, betrachte ich nicht als Selbstverständlichkeit, denn meine Eltern können mich nur in geringem Maße unterstützen und mein Studium finanziere ich daher hauptsächlich über eine Erbschaft, die mir kurz vor dem Abi zugefallen ist und deren Erlös ich immer kurzfristig mit risikobehafteteren Finanzprodukten anlege und damit so vermehre, dass ich abzüglich Steuern davon leben kann. Das kostet natürlich etwas Zeit und noch mehr Nerven, denn nicht immer läuft alles so, wie man es sich ausgemalt hat. ;-)

Meine Freundin hingegen wird von ihrem Elternhaus recht großzügig unterstützt und kann ihren Unterhalt ohne weitere Zuverdienste mühelos bestreiten. Den üppigen Unterhalt steckt sie jedoch zumeist in Luxusgegenstände wie Designerkleidung und Accessoires bekannter Marken (Moncler, Woolrich, Louis Vuitton, Tods, ... - nur damit klargestellt ist, in welchen Preisklassen wir uns bewegen :grin: ). Dagegen spricht auch überhaupt nichts, sie soll entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgibt. Jedoch habe ich den Eindruck, dass dieser Lebensstil auf Kosten unserer Beziehung geht.

Ich persönlich bin so manchen schönen Dingen auch nicht abgeneigt, ich trage auch keine Kleidung, die mich zu einem wandelnden Kartoffelsack macht und gebe mein hauptsächlich selbst verdientes Geld auch für Dinge aus, die manchem unnötig erscheinen mögen, zum Beispiel sind meine Reisen verhältnismäßig kostenintensiv. :grin: Ich persönlich gehe auch gerne gut essen und gönne mir auch abends gerne einen guten Tropfen Wein oder einen Drink, achte aber auch darauf, diese Genüsse mit meiner Freundin teilen zu können. Ich schlage zumeist vor, essen oder in ein gutes Lokal frühstücken zu gehen. Bisher nicht nur ein Mal musste sie meinen Vorschlag ablehnen, da sie dafür kein Geld mehr hatte. Ich lade sie manchmal ein (was sie nicht so gerne hat) oder wir zahlen getrennt, es geht mir nicht darum, mich selbst irgendwo einzuladen, weil sie "es ja hat"!!
Letztes Wochenende hat sich das leider gehäuft: ich war bei ihr zu Besuch und es gibt, wenn es um's selbst gemachte Essen geht, wenige Dinge, die ich partout nicht mag. Dazu gehört zum Beispiel gesalzene Butter - was hat sie als einzigen Brotaufstrich (neben bei einem Pärchensamstag wenig vorteilhafter Knoblauchbutter ;-)) da? Gesalzene Butter. Außerdem hat sie mehrere Dinge, die sie mir angekündigt hat, nicht besorgt. Das ist auch nicht zum ersten Mal vorgekommen, einen bestimmten Wein, den sie weitaus leichter besorgen kann als ich (sie studiert in einer größeren Stadt mit weitaus mehr Weinhändlern), hat sie ihn trotz meines von ihr begeistert aufgenommenen Vorschlags nicht besorgt, sie hatte es "vergessen". Als wir dann auch essen gehen wollten, hat sie hierfür zuvor Geld mit der Kreditkarte ihres Vaters abgehoben, welche nach eigener Schilderung nur für Notfälle vorgesehen ist, wenn sie am Monatsende wirklich kein Geld mehr hätte etc. Das sagte sie mir übrigens, während sie eine Einkaufstasche mit einem neuen Mantel in der anderen Hand hielt - es ist ja nicht so, dass sie schon an die zehn Mäntel hätte... ;-)
Ein Abendessen mit mir als "Notfall", nun ja...

Wenn sie jedoch bei mir zu Besuch ist, kaufe ich penibelst das, was sie gerne mag, womit ich aber nichts anfangen kann, extra, auch wenn ich es nach ihrem Besuch wegschmeißen kann, aber wenn ich im Monat ein Mal 1-1,50 Euro für gesalzene Butter ausgebe oder eine ähnliche Summe für irgendwas anderes, macht mich das ja nicht arm. Das sollte sie doch mit ihrem üppigeren Budget auch sagen können...?

Ich denke, es ist allmählich an der Zeit, das anzusprechen, nur wie? Wie gesagt, ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn sie sich teure Sachen zulegt, befürchte aber, dass ich mit der Aussage, vielleicht auch uns und nicht sich selbst mal etwas zu gönnen, unter Neidverdacht gerate. Ich möchte nur erreichen, dass wir vielleicht auch mal was Schönes gemeinsam unternehmen (und dafür auch beide gleichermaßen aufkommen, wie gesagt, es geht mir nicht darum, mir irgendwas zu erschleichen!) und frage mich, wie ich ihr das sagen soll. Einerseits, ohne auf die Neid-Schiene gelenkt zu werden und andererseits, möglichst sensibel und ruhig vorzugehen. Denn ich werde natürlich wegen sowas nicht die ganze Beziehung in Frage stellen. Aber sie ist doch manchmal sehr sensibel, sie war zum Beispiel kurz vor den Tränen, weil ich irgendwas, was sie in ein nicht so schönes Licht gerückt hätte, missverstanden habe und sie dann danach gefragt habe.

Danke Euch für das Durchlesen dieses langen Textes und für eure Antworten! :smile:
 

Benutzer123649 

Planet-Liebe ist Startseite
Deinen Standpunkt kann ich nicht ganz nachvollziehen, zumindest haben deine geschilderten Probleme nicht direkt Bezug zu ihrem Lebensstandard. Ich finde dich auch recht kleinlich, z.B. hätte man an diesem Pärchensamstag auch schnell zusammen einkaufen gehen können, um ein schönes Frühstück zu bereiten. Eine einfache Lösung. Ich habe nie für meinen Freund miteingekauft. Bei mir ist mein Essen im Kühlschrank. Wenn er etwas möchte, kann er es sich mitbringen.

Bezüglich des Weins: ja mei, den hat sie eben vergessen. Wenn's auch vielleicht geflunkert war, ist ja kein Drama.

Du sagst, du willst etwas schönes mit ihr unternehmen. Das scheint ihr doch zu tun? Ich habe auch nicht das Gefühl, dass deine Freundin Lokalitäten oder Aktivitäten vorschlägt, die dein Budget überschreiten (was ich z.B. unsensibel fände). Ich sehe also wirklich nicht genau, was nun deine konkrete Sorge in deiner Beziehung ist?!

Die einzige, die ich hätte, ist, wenn der Vater bei Studienende den Geldhahn abdreht und sie von ihrem Arbeitslohn leben muss, nicht verhältnismäßig mit Geld umgehen kann. Gerade, wenn man zusammenzuehen möchte, ist das ein Problem. Aber das scheint ja für dich im Augenblick keine Rolle zu spielen.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Als wir dann auch essen gehen wollten, hat sie hierfür zuvor Geld mit der Kreditkarte ihres Vaters abgehoben, welche nach eigener Schilderung nur für Notfälle vorgesehen ist, wenn sie am Monatsende wirklich kein Geld mehr hätte etc. Das sagte sie mir übrigens, während sie eine Einkaufstasche mit einem neuen Mantel in der anderen Hand hielt - es ist ja nicht so, dass sie schon an die zehn Mäntel hätte... ;-)
Ein Abendessen mit mir als "Notfall", nun ja...
Ich hätte ihr den Vogel gezeigt und eine kostenlose/günstigere Unternehmung vorgeschlagen.

Hat sie Besorgungen für dich/euch schon häufiger verpeilt?

Warum habt ihr nicht eben schnell noch zusammen (oder du allein, oder sie allein) Sachen eingekauft für's Frühstück, die du magst? Oder habt ihr das?

Was stört dich daran genau? Hast du bedenken, dass sie dich/eure Beziehung nicht zu schätzen weiß, weil du -vermutlich- das Gefühl hast, dass du mehr für euch investierst (extra einkaufen etc)?

Dass sowas nur daran liegt, dass sie mehr Geld zur Verfügung hat, halte ich für einen Fehlschluss, ich glaube auch nicht, dass das dein Problem ist.
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Denkst du wirklich, dass die Sache mit der Butter mit dem Geld zu tun hat, wenn sie sich regelmäßig Luxussachen kauft? Ich würde es so formulieren: die Freundin hat deine Wünsche ignoriert, deine favorisierten Lebensmittel nicht besorgt und dich damit stark verletzt. Sorry, aber ich finde die ganzen Anforderungen wegen Lebensmitteln ziemlich kindisch.

Wenn das nicht zum ersten Mal vorgekommen ist, bringe doch deine Lieblings-Lebensmittel selbst mit und hinterlasse die in ihrem Kühlschrank bis zum nächsten Besuch. Kaufe den Wein auch selbst, wenn dir eine bestimmte Sorte so wichtig ist.

Ansonsten würde ich sagen, ihr beide habt Luxusprobleme und seid zu stark von den Gegentänden abhängig.
 

Benutzer97517 

Meistens hier zu finden
Sorry ich versteh den Sachverhalt nicht ganz....

Auf der einen Seite ist sie sehr gut versorgt (Elternhaus)... dann muss sie jedoch Notfallreserven angreifen um Essen zu gehen... Falls das der Fall ist kann sie einfach nicht mit Geld umgehen. So einfach ist das... und wuerde mich sehr stoeren.

Ich hatte mal einen aehnlichen Fall... Sie hat nie was beiseite gelegt... Immer blank aber gerade den neusten Mantel in der Einkaufstuete... Lange Rede kurzer Sinn, sie wollte mit mir zusammen ziehen, gemeinsame Wohung usw.... sorry unter diesen Umstaenden keine Chance....
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich verstehe, wie auch die anderen hier, dein Problem nicht so ganz.
Ich vermute aber, dass das daran liegt, dass du das Problem an sich für dich selbst noch nicht so ganz formuliert hast, kann das sein?

Wenn du es in wenige Sätze fassen müsstest, was genau stört dich? Wo hakt es?

Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass dir nicht gefällt, wie sie mit dem Geld anderer umgeht. Dass die Kreditkarte eine Vertrauenssache ist, die sie missbraucht hat und du dir überlegst, wie das werden wird, wenn ihr mal zusammen wohnen oder gar heiraten solltet.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es dich stört, wenn sie einfach nicht genau zuhört und ihr ihre Bequemlichkeit näher am Herzen liegt, als dein Wohl.

Das solltest du vor allem mal für dich selbst ausformulieren...
 

Benutzer150573 

Ist noch neu hier
Eine einfache Lösung. Ich habe nie für meinen Freund miteingekauft. Bei mir ist mein Essen im Kühlschrank. Wenn er etwas möchte, kann er es sich mitbringen.

Wäre eine einfache Lösung und auch super umzusetzen, wenn man in der gleichen Stadt leben würde. Leider sind es von meiner zu ihrer Wohnungstür schon 2,5-3 Stunden Fahrt und da möchte ich nicht auch noch den Koffer mit irgendwelchen Haushaltssachen bepacken müssen. Zumal "einer trägt die Fahrtkosten, der Besuchte das Essen zu Hause" mir ein fairer Deal zu sein scheint, auf den wir uns geeinigt haben.

Du sagst, du willst etwas schönes mit ihr unternehmen. Das scheint ihr doch zu tun? Ich habe auch nicht das Gefühl, dass deine Freundin Lokalitäten oder Aktivitäten vorschlägt, die dein Budget überschreiten (was ich z.B. unsensibel fände). Ich sehe also wirklich nicht genau, was nun deine konkrete Sorge in deiner Beziehung ist?!

Nein, stimmt so nicht. Wie gesagt, sie hat schon mehrere Vorschläge von mir, etwas zu unternehmen, aus Geldmangel ablehnen müssen. Ein Mal sogar noch am Tag meiner Ankunft per Nachricht und am Bahnhof "überraschte" sie mich dann mit einem neuen Burberry-Schal. Meine konkrete Sorge ist einfach, dass sie nicht bereit zu sein scheint, mal auf irgendeinen Luxus für sich selbst zu verzichten, um sich mit mir etwas zu gönnen. Darum geht's mir eben und ich möchte auch nicht derjenige sein, der zum "Notfall" deklariert wird, weil sie über die Kreditkarte ihres Vaters was anpumpen muss. Ich habe im Monat im Schnitt aber gut als ein Drittel weniger zur Verfügung und könnte mir das, was ich vorschlage, mühelos leisten. Und es stünde für mich außer Frage, ein Mal auf irgend einen anderen Spaß zu verzichten, um was mit ihr unternehmen zu können, das ist sogar schon ein Mal gegen Monatsende vorgekommen.

Die einzige, die ich hätte, ist, wenn der Vater bei Studienende den Geldhahn abdreht und sie von ihrem Arbeitslohn leben muss, nicht verhältnismäßig mit Geld umgehen kann. Gerade, wenn man zusammenzuehen möchte, ist das ein Problem. Aber das scheint ja für dich im Augenblick keine Rolle zu spielen.

Ja klar, diese Gedanken habe ich mir auch gemacht, ich wollte es mit der kurzen Geschichte über die Quellen unserer Geldmittel andeuten. Sie hat es von sich selbst auch ohne weiteres gesagt, nicht mit Geld umgehen zu können. Solange wir keinen gemeinsamen Haushalt führen, betrifft mich das aber nur in oben beschriebener Form und stellt damit alleine die Beziehung nicht in Frage.
 

Benutzer144428  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Denn ich werde natürlich wegen sowas nicht die ganze Beziehung in Frage stellen.

Ich finde wegen sowas kann man ruhig die ganze Beziheung in Frage stellen, denn hier geht es um Wertevorstellungen und Prioritäten... und um Geld.

Deine Freundin hat mehr Geld als du und muss dafür keinen Finger krumm machen. Sie kann sich Schals und Mäntel und Kleider leisten, ohne für sich selbst bei den restlichen Lebensstandards Abstriche machen zu müssen. Meiner Meinung nach zeugt das was du erzählt hast davon, dass sie den Wert des Geldes nicht zu schätzen weiß. Auf der anderen Seite weiß sie auch dich nicht zu schätzen. Ich gebe zu, manchmal vergesse ich auch Dinge, aber so wie du das erzählt hast klingt es eher nach einem Beispiel, so als wären solche Dinge schon öfter vorgekommen.
Ich kann mir auch vorstellen, dass sie einen ziemlich vollen Kleiderschrank voller Dinge hat, die sie nie oder nur ein einziges Mal im Jahr anzieht. Wenn du von deinen Geldsorgen (du machst dir ja sehr viel Arbeit damit, sodass du auch davon leben kannst, da hast du sicher öfter mal Sorgen und Bedenken, sowie Frust) berichtest, zeigt sie dann Verständnis? Oder zeigt sie sich eher verständnislos und möchte lieber über andere Dinge reden?

Finanzen und die Fähigkeit mit einem bestimmten Budget gut zu leben sind zwei sehr wichtige Dinge im Leben und deswegen auch in einer Beziehung. Glaubst du sie käme mit 500€ im Monat für Miete, Essen und alles andere zurecht?
Was wenn ihr mal zusammen wohnt, wird sie dann ebenso egoistisch einkaufen?
Was wenn ihr mal ein gemeinsames Konto habt, wird sie dann immernoch das Geld für unnötiges Tüdelü verprassen und am Monatsende ihre Eltern anpumpen?

Im übrigen solltest du sie nicht als "sensibel" bezeichnen, wenn sie sensibel wäre hätte sie längst gemerkt, dass die Art wie sie mit Geld und dir umgeht dir nicht gefällt. Sie ist ganz einfach nicht kritikfähig.
Das heißt auch, dass du das Problem vorsichtig ansprechen musst, damit sie nicht anfängt zu weinen und du dich gezwungen siehst sie zu trösten (dann erreicht ihr in dem Gespräch nämlich nichts).
 

Benutzer150573 

Ist noch neu hier
Ich verstehe, wie auch die anderen hier, dein Problem nicht so ganz.
Ich vermute aber, dass das daran liegt, dass du das Problem an sich für dich selbst noch nicht so ganz formuliert hast, kann das sein?

Wenn du es in wenige Sätze fassen müsstest, was genau stört dich? Wo hakt es?

Danke für das Feedback, es kann gut sein, dass aus dem langen Sachverhalt das Problem nicht so deutlich geworden ist. Um es kurz und bündig zu formulieren: Auch ihre Geldmittel sind begrenzt, wenn auch auf einem höheren Niveau. Und wenn es ans Limit geht, scheint sie sich in ihrer Abwägung konsequent dafür zu entscheiden, sich selbst irgendeinen Luxus zu gönnen anstatt das noch übrige Geld zum Teil in irgend eine Unternehmung mit mir zu stecken und sich irgend einen teuren Modeartikel eben später zu besorgen. Mit mir essen zu gehen kostet ja keine 500 Euro, also könnte sie sich ihren Burberry-Schal/Tods Schuhe, ... genauso leisten, nur manchmal etwas später.

Beispiele sind eben das "Heute können wir leider nicht essen gehen, bin knapp bei Kasse", aber ein Burberry-Schal oder das mit dem Wein, für uns eingekauft hat sie auch nicht (und das Wenige auch wieder über die Kreditkarte "finanziert") aber das Wochenende darauf war sie dann auf dem Oktoberfest in irgendeinem Münchner Schicki-Micki-Club mit C-Promis am Nachbartisch. Ebenso letztes Wochenende, als sie sich das Geld für's Essen dann über die Kreditkarte ihres Vaters geholt hat und dabei in Kleidung zu einem Neupreis von locker 2000 Euro gehüllt war plus ein weiterer Mantel in der Tüte - das entbehrt nicht einer gewissen Situationskomik... ;-)


So

Ich könnte mir auch vorstellen, dass es dich stört, wenn [...] ihr ihre Bequemlichkeit näher am Herzen liegt, als dein Wohl.

könnte man es durchaus ganz kurz fassen. Und wenn wir über Bequemlichkeit sprechen, reden wir ausschließlich über Luxus. Dass sie offensichtlich und nach eigenem Bekunden nicht mit Geld umgehen kann, stört mich aktuell gar nicht mal so wirklich. Das wäre dann für mich relevant, wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt, zusammen zu ziehen. Da sie allgemein ein gewisses Gefühl dafür verloren hat, manchmal eben zurückzustecken, wäre es für mich aber auch wichtig, ihr das schonend und mit der gebotenen Distanz (das betrifft mich ja aktuell nur in wenigen Punkten) beizubringen, um uns da kompatibler für eine gemeinsame Zukunft zu machen. Es wurden ihr scheinbar seitens des Elternhauses keine vernünftigen Grenzen gesetzt. Sie studiert seit zwei Jahren in ihrer Studienstadt und ist innerhalb dieser Stadt bereits zwei Mal umgezogen und denkt aktuell an einen weiteren Umzug. Allein an Maklerprovision haben diese Abenteuer bereits über 2000 Euro verschlungen. :grin: Die Gründe hierfür sind zum Teil so lächerlich, da käme ich nicht ein Mal darauf, wenn man mich für's Probleme finden bezahlen würde. Aktuell scheint sie ihr Bad sehr zu stören, denn es ist von den Fliesenfarben noch sehr im 70s-Style, zudem passt da keine Waschmaschine rein (aber die zwei Jahre zuvor kam sie auch gänzlich ohne eigene Waschmaschine aus). Klar wird's mit diesen eigenartigen Bedürfnissen schwierig, mal zusammen zu wohnen, aber das ist ein Thema, das allenfalls in einigen Jahren aktuell werden könnte und ich habe die Hoffnung, sie noch ein wenig wachrütteln zu können.
 

Benutzer58054  (39)

Sehr bekannt hier
Ich hätte an deiner Stelle etwas Bammel davor, dass ich in naher Zukuft ihr diesen Lebensstil "bieten" müsste. Eventuell kannst du das sogar, aber willst du das auch?
 

Benutzer68775  (37)

Planet-Liebe Berühmtheit
Also ich könnte ja generell mit so einem Hang zu Luxusmarken nicht umgehen.
Ja ich habe auch gerne schöne Dinge, und kaufe auch lieber einmal teurer als dreimal billig - aber irgendwo muss doch eine Relation gegeben sein, die auch Preis/Leistung im Blick behält.

Das wäre für mich so eine grundlegende Frage einer Beziehung - die Einstellung zu Konsum und Geldwert - dass ich ernste Schwierigkeiten hätte, jemanden mit der Einstellung deiner Freundin ernst zu nehmen.

Ich denke allerdings auch, dass dich offenbar mehr stört, dass du das Gefühl hast, sie wertet eure gemeinsamen Pläne und Möglichkeiten gegenüber ihrem eigenen Luxusvorteil ab.
Ich bin ja nun auch niemand, der immer das "wir" vors "ich" stellen würde :zwinker: aber wenn man unterschiedliche Prioritäten und Wertempfindungen hat, wird's auf Dauer schon schwierig.

Vor allem, ansprechen, ja, aber so IST sie offenbar. Und solche Ansichten sind meist durch Erziehung oder was auch immer so tief verankert, das kann ich mir schwer vorstellen, dass sie das in einem für sie guten Kompromiss dir zu liebe ändert. Oder auch nur ändern kann.

Ja, klar, sie kann sich bewusst zusammenreißen. Sollte sie das wollen. Aber sie wird es eher doof und unnötig finden, und dich nicht ehrlich verstehen - weil ihre Sichtweise eben eine andere ist.
Darum sind solche Themen für mich grundlegend entscheidend ob etwas Zukunft haben kann, ohne dass man ständig und immer wieder um das selbe streitet. Erfahrungsgemäß ändern Menschen Verhaltensweisen nur dann wirklich und gewollt, wenn sie es selber nicht gut finden.
Alles andere geschieht kurzfristig, um den Partner zu beeindrucken und zu besänftigen - nicht sehr nachhaltige Version.
 

Benutzer150169  (23)

Klickt sich gerne rein
Ich glaube ich kann das sehrwohl verstehen. Mein Freund und ich haben auch eine Fernbeziehung. Es ist bei uns üblich, dass der Besuchte lebensmittel etc, auch für das gemeinsame kochen einkauft. Was dich so aufzuregen scheint ist, dass sie die finanziellen Mittel, zwar hat, aber lieber für sich, als für euch ausgibt. Das mit den Lebensmitteln hat aber mehr mit Rücksichtnahme zu tun, als damit wie man mit Geld umgehen kann. Mein Freund tut für mich auch Blaubeeren ins porridge und keine Bananen wenn ich zu Besuch bin, weil er weiß, dass ich sie nicht mag. (Und nein er hat die normalerweise nicht im Haus, wenn ich komme schon.) dafür hab ich auch !unmengen! An lila Kaffeekapseln, die bei und wirklich niemand außer ihm trinkt. Wenn der andere den ganzen weg gereist ist, macht man dass doch gerne.

Ich würde das Thema Geld in eurem Gespräch nichtmal erwähnen, sondern einfach klarstellen, dass du auch auf sie mit deinen Einkäufen Rücksicht nimmst, wenn sie zu Besuch kommt und, dass es dir wichtig wäre, dass sie das auch tut.

Das sie nicht mit Geld umgehen kann, ist nicht dein Problem, da wird sie früher oder später selbst auf die Schnauze fallen.
 

Benutzer43919 

Verbringt hier viel Zeit
Mein Ex konnte auch nicht mit Geld umgehen. Ich studiere noch, er hatte Vollzeitgearbeitet und nicht wenig verdient. Aber er war immer in den roten Zahlen, weil er sich dann das gekauft und und dann jenes und dann noch einen Kredit aufgenommen hat etc.
Für mich war das auch einer mit der Hauptgründe, warum ich Schluss gemacht habe. Mit so jemanden kann und will ich nicht einen gemeinsamen Haushalt führen oder immer die Sorgen teilen müssen, dass kein Geld mehr für essen da ist und wegen sowas kann man gerne eine Beziehung in Frage stellen.
 

Benutzer97517 

Meistens hier zu finden
Ah... das liegt das Problem... Ihre Prioritaeten passen nicht mit deinen zusammen...
Einfach gesagt...
  • Du wuerdest mit deinen letzten 20 Euro 2 Kinokarten fuer euch kaufen...
  • Sie wuerde mit ihren letzten 20 Euro ein Halstuch kaufen und dir absagen mit der Begruendung sie ist zur Zeit klamm...
Ganz klar Prioritaeten die da nicht stimmen... Genauso war es bei mir auch... und meine Ex wusste das ich ueber mehr finanzielle Mittel verfuege und hat das auch ausgenutzt...
 

Benutzer68775  (37)

Planet-Liebe Berühmtheit
, aber das ist ein Thema, das allenfalls in einigen Jahren aktuell werden könnte und ich habe die Hoffnung, sie noch ein wenig wachrütteln zu können.

Das halte ich für höchst naiv - entschuldige wenn ich das so sagen muss. Sie ist keine 13 mehr und nach Vorbild und Vernunft formbar. Sie ist als Luxuskind aufgewachsen, und das ist sie eben. Auch wenn ich damit nichts anfangen kann, ist das nicht so ungewöhnlich. Aber es ist GANZ fatal eine Beziehung mit solch grundlegend unterschiedlichen Zugängen zu führen in der Hoffnung auf "das ändert sich noch".
Meine Erfahrung ist - nein. Sowas ändert sich nie. Das ist eine Lebenseinstellung. Nimm sie genau so auf Dauer an, oder lass es - "wenn sie nur" ist die denkbar mieseste Voraussetzung für eine andauernde glückliche Beziehung.
 

Benutzer150573 

Ist noch neu hier
Deine Freundin hat mehr Geld als du und muss dafür keinen Finger krumm machen. Sie kann sich Schals und Mäntel und Kleider leisten, ohne für sich selbst bei den restlichen Lebensstandards Abstriche machen zu müssen. Meiner Meinung nach zeugt das was du erzählt hast davon, dass sie den Wert des Geldes nicht zu schätzen weiß. Auf der anderen Seite weiß sie auch dich nicht zu schätzen. Ich gebe zu, manchmal vergesse ich auch Dinge, aber so wie du das erzählt hast klingt es eher nach einem Beispiel, so als wären solche Dinge schon öfter vorgekommen.

Ja, es ist schon öfter vorgekommen.

Ich kann mir auch vorstellen, dass sie einen ziemlich vollen Kleiderschrank voller Dinge hat, die sie nie oder nur ein einziges Mal im Jahr anzieht. Wenn du von deinen Geldsorgen (du machst dir ja sehr viel Arbeit damit, sodass du auch davon leben kannst, da hast du sicher öfter mal Sorgen und Bedenken, sowie Frust) berichtest, zeigt sie dann Verständnis? Oder zeigt sie sich eher verständnislos und möchte lieber über andere Dinge reden?

Ja, auch das mit dem Kleiderschrank stimmt. Ich rede kaum über meine Geldsorgen, ich habe sie auch nicht wirklich. Ich muss mir eben mein Geld nur auf andere Weise als sie besorgen und der Devisenmarkt oder ähnliches macht manchmal nicht das, was ich will. ;-) Ich habe das Gefühl, dass sie schon versteht, dass Geld für den Einzelnen und für mich persönlich endlich ist, nur kann sie daraus nicht die geeigneten Konsequenzen ziehen. Besser als mit dem Beispiel, sich an die Küchentür als Vorsätze für's neue Jahr unter anderem "keine Klamotten mehr" zu hängen und sich dann noch im Januar einen neuen Mantel zuzulegen (wäre dann etwa der 10. für Herbst/Winter) kann man es denke ich nicht verdeutlichen. :grin:

Im übrigen solltest du sie nicht als "sensibel" bezeichnen, wenn sie sensibel wäre hätte sie längst gemerkt, dass die Art wie sie mit Geld und dir umgeht dir nicht gefällt. Sie ist ganz einfach nicht kritikfähig.
Das heißt auch, dass du das Problem vorsichtig ansprechen musst, damit sie nicht anfängt zu weinen und du dich gezwungen siehst sie zu trösten (dann erreicht ihr in dem Gespräch nämlich nichts).

Sie ist in der Tat schwer kritikfähig, das, was ich angesprochen habe und sie fast zu Tränen gerührt hat, war eigentlich auch nichts bedeutendes und ich formuliere auch in jeder Situation diplomatisch. Ob aber Diplomatie hier weiterhilft...?
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Ich hätte an deiner Stelle etwas Bammel davor, dass ich in naher Zukuft ihr diesen Lebensstil "bieten" müsste. Eventuell kannst du das sogar, aber willst du das auch?

Nein, will ich nicht. Und ich habe schon öfter gesagt, dass ich mir eine Frau wünsche, die in allen Belangen unabhängig von ihrem Mann ist, abgesehen vom Emotionalen. Wenn sie sich daraus keinen passenden Reim machen kann, weiß ich auch nicht. Zu sagen: "Von mir gibt's im Monat keinen Extra-Tausender für Klamotten, auch wenn ich 300.000 netto im Jahr verdiene" ist mir doch bisschen zu unnötig grob. :grin:
 

Benutzer97517 

Meistens hier zu finden
Seh das leider auch ein wenig pessimistisch... denn eigentlich schwingt da ja auch eine gehoerige Portion von Egoismus mit...

Eben keine Ruecksicht auf dich zu nehmen, sorry euch zu nehemen... Mich wuerde das stoeren.

Wie gesagt ich hatte das sehr aehnlich... Der ausschlaggebende Grund das meine Ex nun Ex ist war jedoch nicht unbedingt das sie nicht mit Geld umgehen konnte (das kann man lernen wenn man will), sondern das ihre Interessen immer Vorang hatten... Na ja, lange Geschchte... sie war auch sehr berechnend... geltungsbeduerftig (ich habe ja E-Tech studiert) und hat allen erzaehlt das mir damit jede Tuer offen steht, grosse Karriere, usw. Dann hatte ich einen BMW, nix besonderes, das einfachste Modell und sie hat damit so rumgelabert... irre.

Wenn das das Einzige ist das sie nicht mi Geld umgehen kann ist das eine Sache... leider gehen damit meist noch andere charakterliche 'Staerken' Hand in Hand... Da wuerde ich an deiner Stelle mal drauf achten...

Gruesse
 

Benutzer144428  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Natürlich versteht sie es auf rationaler Ebene, dass manche Menschen wengier Geld haben, aber auf emotionaler Ebene eben nicht. Ich weiß ja auch, dass der 3D-Film eigentlich nur zwei 2D-Filme sind, aber mein Gefühl sagt mir, dass es ein echtes Gebilde ist und manche Sachen auf der Leinwand näher an mir dran sind als der Rest.

Sie schreibt sich "keine Klamotten mehr" als Voratz auf, aber eigentlich stört sie das gar nicht. Sie erwähnt vielleicht sogar bei jeder Gelegenheit, dass sie ein Shopaholic ist (mag sie den gleichnamigen Film?).

Ich fürchte, dass du in Zukunft wirklich "hart" zu ihr sein musst, weil sich sonst nichts ändert. Wenn du ihr immer wieder nachgibst, weil sie ja so arm dran ist, dann wird sie es nie lernen.
 

Benutzer68775  (37)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich fürchte, dass du in Zukunft wirklich "hart" zu ihr sein musst, weil sich sonst nichts ändert. Wenn du ihr immer wieder nachgibst, weil sie ja so arm dran ist, dann wird sie es nie lernen.

In einer Beziehung sollte man nicht die Aufgabe haben, den Partner mit geschickten Methoden erziehen zu müssen, weil er es sonst nicht lernt... *hüstel*
 

Benutzer144211 

Verbringt hier viel Zeit
Ich glaube, dass das mit euch schwierig wird.
Sie ist als Luxuskind aufgewachsen, hatte keine Geldsorgen und hat nie gelernt, mit Geld umzugehen bzw kann sich nicht vorstellen, dass man mit ihrem Unterhalt eine 4köpfige Familie durchbringen kann was Miete, Nebenkosten, Essen usw angeht und sie für das gleiche Geld einen Mantel und einen Schal kauft.
Ich bin auch jemand, der gerne Shoppen geht und auch viel Geld für Klamotten und Make Up ausgibt - und ich meine wirklich verhältnismäßig viel mehr als meine Freundinnen (ich gehe aber auch neben dem Studium auch sehr viel arbeiten und finanziere mir dadurch meinen Lebensstil) aber man muss auch lernen, Geld "abwägen" zu können. Sprich: wenn ich mir den 4. Mantel kaufe überlege ich 10 mal ob ich den brauche (wobei brauchen ja dehnbar ist, ICH überlege ob ich nicht sowas ähnliches schon habe oder was an ihm SO besonders ist dass er das Geld wert wäre)...ich weiß nämlich, dass ich für 50-70€ für die Jacke genauso gut den Kühlschrank bei uns Füllen kann und meinem Freund etwas ausgefallenes, leckeres zu Essen kochen und ihm seine Lieblingsnaschereien mitbringen kann. Könnte natürlich auch beides machen, aber ehrlich gesagt nagt an mir dann auch das schlechte Gewissen so viel für etwas auszugeben das ich nicht zwingend brauche und dann bei Unternehmungen, Geschenken etc Abstriche machen zu müssen.

Diesen "Gewissenskonflikt" kennt deine Freundin aber nicht. Und ehrlich gesagt ist es nicht deine Aufgabe, sie dahingehend zu erziehen - du bist ihr Freund und nicht ihr Vater. Sensibel ist sie auch nicht, sie kann nur keine Kritik einstecken und ist auch ziemlich naiv und egoistisch. Sie hat andere Prioritäten als du, sie steht an allererster Stelle und sie denkt gar nicht daran ein wenig Geld zur Seite zu packen für euer gemeinsames Wochenende.

Du musst selbst entscheiden, ob und wie du das Thema auf den Tisch packst. Ohne Wut und Krokodilstränen wird es sowieso nicht ablaufen.
 
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