Sexuelle Belästigung in Partnerschaft

Benutzer171033  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Erdbeere1106 Erdbeere1106 was hat dir am Ende geholfen um deine Libido wieder zu steigern?
Zu allererst: Ihn nicht mehr als Feind, als Gegner zu sehen. Sondern mich mit ihm in unserem Konstrukt als Paar zu solidarisieren, und die Divergenz der Bedürfnisse als Problem anzuerkennen. Dadurch war er nicht mehr das Übel, das Ekel, das ich ablehnte, sondern die Handlung "Sex". Ich konnte ihn wieder als den mich liebenden, begehrenden, unterstützenden Partner ansehen, der er ist. Und seine Verzweiflung, seinen Kampf um uns, seine Hingabe mir gegenüber wahrnehmen und anerkennen, und mich dadurch unterstützt fühlen.
Hey! Der Mann kämpft um unsere Beziehung! Um unsere gemeinsame Zukunft!
Diese neue Perspektive hat mir ermöglicht, ihn nicht mehr zu bekämpfen, nicht mehr wegzustoßen. Zunächst emotional.
Dadurch konnte diesbezüglich meine Seele heilen.
Der Körper folgte dann.
Das hat sehr viele, tiefgründige, offene, verletzlich machende Gespräche zwischen uns zur Folge gehabt, und so eine neue Basis erbaut.
Er konnte auf diese Weise zu meiner bisherigen -für ihn sehr verletzenden- Perspektive auch anders (oder überhaupt erstmal) Zugang finden und dem gegenüber Empathie entwickeln, was ich mit meinen Empfindungen durchgemacht habe. Das hat zu einem geduldigeren und nicht mehr vorwurfsvollen Umgang mit mir geführt.
Dadurch konnten wir mir einen Schutzraum schaffen, in dem ich mich Schritt für Schritt Nähe und Zuwendung gegenüber wieder öffnen konnte. Das fand sehr behutsam über Monate hinweg statt. Ich konnte mich dann irgendwann wieder fallen lassen in das Verliebtsein in ihn - und damit einhergehend kam die Leidenschaft und Lust zurück.
Und gab es nach der 2. Geburt auch wieder Probleme mit deiner Libido?
Während der Schwangerschaft hatte ich, anders als in der ersten Schwangerschaft, keine gesteigerte Lust, aber wir hatten recht regelmäßig lustvollen Sex. Da war es nur hinderlich, dass das körperliche Unbehagen und die Anstrengung da waren.
Nach der Schwangerschaft hatte ich diesmal richtig Sehnsucht danach, bis wir endlich wieder durften, und sehr große Lust auf Sex.
Seit wir im Januar Corona hatten, sind unsere Nächte sehr unruhig geworden und das Baby clustert, sodass ich in Summe (mit mindestens drei Unterbrechungen) auf etwa 4-5 Stunden Schlaf in der Nacht komme.
Zudem verhält es sich in den letzten Wochen so, dass auf Arbeit nichts rund läuft, und ich schlechter Planung meiner Bosses geschuldet ständig Überstunden schrubbe, und das Baby, Restfamilie, Haushalt etc. natürlich noch zusätzlich anfallen.
Der Herzensmann unterstützt mich sehr, und er sieht seinen Teil, den er beitragen kann.
Nachts zum Beispiel lässt sich der Kleine aber nur durch mich stillend überhaupt wieder in den Schlaf bringen. Da kann er mich nicht entlasten.
Das führt in den letzten Wochen dazu, dass ich Sex kaum initiiere, weil ich intrinsisch wieder keine Lust verspüre. Zumal es aktuell keinerlei Raum und Zeit für die Umsetzung des Sexes gibt, der meine Kinks bedienen würde.
Aber wir kannten ja die Problematik und haben tatsächlich bereits vor der Schwangerschaft sehr intensiv darüber gesprochen, wie wir dann mit der Situation umgehen wollen.
Und so handhaben wir es auch: Er initiiert, wenn er möchte, und ich lasse mich darauf ein, solange ich nur einfach "keine Lust" habe, aber keine Abneigung, Druck/Zugzwang oder Angst verspüre. Die Lust kommt bei mir im Moment, wenn wir schon bei der Sache sind, und dann kann ich es auch genießen.
Und wir sprechen sehr viel häufiger darüber, wie es uns gerade emotional geht.
Zugleich sind Berührungen (sowohl sexuell anspielende als auch einfach nur partnerschaftlich-zärtliche) für uns beide im Moment sehr, sehr wichtig, und eine Art Rückversicherung, dass diesmal alles im grünen Bereich ist.
 
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Benutzer187035  (38)

Klickt sich gerne rein
Es könnte aber statt der Psyche auch einfach wirklich der Körper sein, der hier aus bisher ungeklärten Gründen Probleme hat. Ist es ganz sicher, dass die Schmerzen inzwischen komplett weg sind?
Nein, keine Schmerzen.
 
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Benutzer171805  (38)

Sorgt für Gesprächsstoff
Meine Frau hat es mir in der Vergangenheit vorgeworfen und ich war ziemlich geschockt, da ich das so nicht empfunden habe.
Ich hatte auch mal so ein Gespräch nach einer Trennung. Fand ich witzlos und einseitig. Halt eine Art den Partner vorwürfe zu machen. Ich bekomme das zB definitiv mit wenn einer von beiden keine Lust hat.
 
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Benutzer180555  (49)

Öfter im Forum
Das empfindet auch jeder anders. Ich hatte eine Ex auch mal gefragt ob wir heute noch Sex haben und keine Antwort bekommen. Als ich dann abends nochmal nachgefragt habe , erhielt ich die Ansage, ich solle sie doch nicht so unter Druck setzen.
Mit der aktuellen Partnerin gibt es diese Problematik nicht, sie sagt ganz klar ob sie mag oder nicht und das ist wirklich sehr angenehm.
 
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Benutzer187035  (38)

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Und wenn ihr (und eben nicht nur Du ;-)) ernsthaft Hormondinge unter die Lupe nehmen wollt, dann wäre der Besuch beim Endokrinoloen der m.E. bessere Weg. Die Aussagen der FA zeigen, dass sie da kein wirklich differenziertes Wissen besitzt .... aber noch mal: Der Wunsch und Wille muss von Deiner Frau kommen ... alles andere ist Rudern gegen den Wind ....
Sorry für die späte Antwort.
Ja den Endokrinoloen habe ich mal erwähnt das es sowas gibt, damit Sie sich damit auseinander setzen kann und ggf. von sich aus unternehmen kann. Ich kenne aber meine Frau das Sie dort nicht anrufen wird. Ich müsste weiter intervenieren, dann hab ich die Chance das Sie dort anruft/hingeht.

Fang endlich an, Dich langsam mit der Realität auseinanderzusetzen statt Dir Hoffnungen herbeizubeschwören, wo diese zu 99,9% nicht wirklich sind. Bevor Du Dir die Realität zurechtdrehst, solltest Du da wirklich professionelle Hilfe suchen, denn das Erwachen, sprich der Realitätsschock, wird sonst immer schwerer und schlimmer für Dich ....
Ich versuche alles auszuschöpfen was geht mit der Hoffnung das sich vielleicht nochwas dreht. Natürlich bin ich mir bewusst das sich wahrscheinlich nichts ändern wird. In den meißten Fällen ändert sich die Libido zwischen 2-6 Monat. Selten über 6 Monate, daher ist mir bewusst das sich eventuell der sogenannte Libidobooster nicht einstellen wird. Ich habe meine Frau auch gefragt warum Sie mir nicht einfach sagt das Sie keinen Sex haben möchte. Das wäre ehrlich, aber Sie eiert da rum. Eigentlich kann ich es mir ja selbst schon denken, da ja nichts läuft und wenn ich die Vergangenheit und Gegenwart angucke ist eigentlich klar was in Zukunft angesagt ist. Durch das rumgeeiere Ihrerseits besteht immer mal wieder Hoffnung was es schwer macht.

Edit: Und die Tatsache, dass Du in der App Deiner Frau rumstocherst, um da da vielleicht Deine Chance zu finden, ist KRANK und zeigt, wie sehr Du Dich da bereits krankhaft in Fantasien und Hoffnungen reinverstiegen hast, die jenseits jeglichen gesunden Umgangs in einer Beziehung und mit Deiner selbst sind. Du versuchst Deine Frau zu etwas zu "zwingen", was sie einfach nicht ist. Und das auf Kosten Deiner eigenen mentalen und moralischen (soll heissen: Dass Du Dinge tust, die normale zwischenmenschliche Grenzen überschreiten) Gesundheit.
Das mach ich eigentlich nur um genau zu wissen wann Ihre Libido am stärksten ist. Praktisch Stresstest :zwinker: Die Erkenntniss daraus ist das wenn von Ihr nichts kommt das sich nichts veränderz hat. Ich möchte halt nicht im Blindflug unterwegs sein. Natürlich ist das moralisch kacke.
 
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