Sexuelle Belästigung in Partnerschaft

Benutzer188714  (56)

Sorgt für Gesprächsstoff
Nein ich widerspreche mir nicht. Natürlich wäre mir regelmäßiger Sex lieber, aber tatsächlich würde ich komplett darauf verzochten, wenn ich dafür mein kind jeden tag um mich rum habe. bevor ich sage ich verlasse mein kind würde ich auf sexualität verzichten. Ich tausche nicht mein kind gegen sexualität aus . niemals. Wunsch und realität zwei verschiedene baustellen.
Du formulierst es ganz eindeutig: Die Entscheidung ist bei Dir bereits gefallen.
Eine Veränderung Deinerseits wird es nicht geben, denn wie Du sagst, für den tagtäglichen Umgang mit Deinem Kind bist bereit auf Deine Wünsche, Bedürfnisse etc. zu verzichten.
Eine Entscheidung bzw. Veränderung in Richtung Deiner Wunscherfüllung kann also nur durch andere, sprich Deine Frau, passieren.
Wenn sie dazu aber nicht bereit oder in der Lage ist, bleibt alles so wie es jetzt ist. Das weiß sie. Sie ist zufrieden damit.
Warum um alles in der Welt sollte sie also irgendetwas verändern wollen????
Und genau aus diesem Wissen setzt Du nun alle Hoffnung auf Faktoren AUSSERHALB des grundsätzlichen Entscheidungsverhaltens Deiner Frau: Die Pille ist die Ursache und die Lösung ..... damit musst Du sogar noch nichtmals Erwartungen an Deine Frau selbst stellen .....

Mit der Situation Deinerseits so umzugehen ist völlig legitim und absolut ok.
ABER: Diese Realität lebst Du exakt genauso bereits seit Jahren.
Warum also jetzt auf einmal Input aus einem Forum, wie andere bestimmte Denkweisen Deiner Frau sehen und erleben?
Für Dich spielt das doch eigentlich gar keine Rolle .... denn Du bist ja bereit, ihr Verhalten, ihre Einstellung und anscheinend auch ihre massive Unterstellung zu ertragen ......

Oder doch nicht? Ich frage mich bei Dir: Was muss passieren, dass Du Dir und Deinen Bedürfnissen einen adequaten (heißt nicht einen absoluten oder höheren) Raum in der konkreten Lebenskonstellation/ Beziehungsgeflecht Deiner Familie gibst? Und diese nicht hinter "alturistischen" Konzepten "verstecken" ...

Irgendwie habe ich das vage Gefühl, dass Du da gerade ganz vorsichtig auf der Suche bist nach einer Legitimation für Deine Bedürfnisse und deren Ausleben .... die Du Dir aber irgendwie noch nicht wirklich traust zuzugestehen .... und das wäre meine konkrete Message: DU darfst und musst Deine Bedürfnisse ernst nehmen, sie dürfen und müssen einen Raum in eurer Familienkonstellation und Paarbeziehung haben, und darauf hast Du auch eine Art Anrecht!

Die Frage ist dann, aber eben erst ein einer "zweiten Instanz", zu schauen, wie eine solche Legitimität und das konkrete Ausleben dieser Bedürfnisse aussehen könnte ... und da gibt es ganz unterschiedliche Lösungsvarianten .... aber eben das sind grundsätzlich erst einmal 2 Paar verschiedene Schuhe ....
 
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Benutzer187035  (38)

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Du formulierst es ganz eindeutig: Die Entscheidung ist bei Dir bereits gefallen.
Eine Veränderung Deinerseits wird es nicht geben, denn wie Du sagst, für den tagtäglichen Umgang mit Deinem Kind bist bereit auf Deine Wünsche, Bedürfnisse etc. zu verzichten.
Eine Entscheidung bzw. Veränderung in Richtung Deiner Wunscherfüllung kann also nur durch andere, sprich Deine Frau, passieren.
Wenn sie dazu aber nicht bereit oder in der Lage ist, bleibt alles so wie es jetzt ist. Das weiß sie. Sie ist zufrieden damit.
Warum um alles in der Welt sollte sie also irgendetwas verändern wollen????
Und genau aus diesem Wissen setzt Du nun alle Hoffnung auf Faktoren AUSSERHALB des grundsätzlichen Entscheidungsverhaltens Deiner Frau: Die Pille ist die Ursache und die Lösung ..... damit musst Du sogar noch nichtmals Erwartungen an Deine Frau selbst stellen .....

Mit der Situation Deinerseits so umzugehen ist völlig legitim und absolut ok.
ABER: Diese Realität lebst Du exakt genauso bereits seit Jahren.
Warum also jetzt auf einmal Input aus einem Forum, wie andere bestimmte Denkweisen Deiner Frau sehen und erleben?
Für Dich spielt das doch eigentlich gar keine Rolle .... denn Du bist ja bereit, ihr Verhalten, ihre Einstellung und anscheinend auch ihre massive Unterstellung zu ertragen ......

Oder doch nicht? Ich frage mich bei Dir: Was muss passieren, dass Du Dir und Deinen Bedürfnissen einen adequaten (heißt nicht einen absoluten oder höheren) Raum in der konkreten Lebenskonstellation/ Beziehungsgeflecht Deiner Familie gibst? Und diese nicht hinter "alturistischen" Konzepten "verstecken" ...

Irgendwie habe ich das vage Gefühl, dass Du da gerade ganz vorsichtig auf der Suche bist nach einer Legitimation für Deine Bedürfnisse und deren Ausleben .... die Du Dir aber irgendwie noch nicht wirklich traust zuzugestehen .... und das wäre meine konkrete Message: DU darfst und musst Deine Bedürfnisse ernst nehmen, sie dürfen und müssen einen Raum in eurer Familienkonstellation und Paarbeziehung haben, und darauf hast Du auch eine Art Anrecht!

Die Frage ist dann, aber eben erst ein einer "zweiten Instanz", zu schauen, wie eine solche Legitimität und das konkrete Ausleben dieser Bedürfnisse aussehen könnte ... und da gibt es ganz unterschiedliche Lösungsvarianten .... aber eben das sind grundsätzlich erst einmal 2 Paar verschiedene Schuhe ....
Erstmal Vielen Dank für Deine Antwort. Mir ist klar das dies nicht selbstverständlich ist.

Du hast ja grundsätzlich Recht und vieles ist mir tatsächlich auch bekannt und mit deren Konsequenzen lebe ich. Ich habe mich bereits entschieden und stelle dies ja nirgenwo in diesem Thread in Frage. Ich lebe in diesem Zustand ja schon Ewigkeiten. Leider lässt sich aber das sexuelle Verlangen nicht immer abstellen und man versucht dann doch mal in einer geistigen Umnachtung (nach 1000 Abweisungen), obwohl man sich selbst gesagt hat ich versuch in die Richtung (Sex) garnichts mehr doch nochmal einen Versuch. Warum? Weil man die Situation einschätzt und denke warum nicht. In jeder anderen Ehe wo der Sex läuft wäre das wahrscheinlich kein Problem. Leider wurde mir Übergriffigkeit unterstellt in einer für mich normalen Situation und natürlich war ich geschockt, ob ich vielleicht nicht alle Latten am Zaun habe, daher habe ich diesen Thread erstellt. Eigentlich wegen nix anderem. Es hat dann tatsächlich eine Eigendynamik angenommen über die ich nicht verärgert bin, sondern eigentlich ganz froh. Natürlich hoffe ich das sich was verändert ohne Pille, vielleicht auch Hormonspiegel bei Frauenarzt bestimmen, da kann ja auch was im Argen liegen. Sollte sich dann immer noch nix ändern, dann hab ich tatsächlich ein Problem ...

Aber was soll ich jetzt machen als ihr erstmal die Zeit zu geben. Im November letzen Jahres hat sie die Pille abgesetzt. Es kann unter Umständen ein Jahr minimum dauern bis der Zyklus wieder normal eingestellt ist und die Hormone von der Pille aus dem Körper raus sind.
 
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Benutzer188714  (56)

Sorgt für Gesprächsstoff
... Dann hab ich tatsächlich ein Problem ...
Ich glaube, was die meisten anderen hier und ich Dir mitteilen wollen ist, dass Du nicht erst DANN, sondern schon jetzt das Problem hast .....
und zweite Message: So scheisse das ist, es lohnt sich, da jetzt schon anzufangen, Gedanken zu machen ..... gar nicht mal i.S. von "jetzt raus sofort etc.", sondern eben zuerst einmal Dich wirklich damit anzufreunden, Deine Bedürfnisse anzuerkennen und ihnen Wichtigkeit zu geben ...... der Rest, wie daraus dann Lösungen erwachsen können, kommt dann schon bzw. Du wirst durch den ersten Schritt mehr von der nötigen Kraft kriegen, Dich mit konkreten Lösungen auseinanderzusetzen .....

Irgendwie fehlt mir das Bild, wie Deine Frau die Situation eigentlich erlebt, sprich wie steht sie grundsätzlich zu Deinen Bedürfnissen,? wie erlebt sie die Tatsache, dass sie diese nicht befriedigen kann?, wie stark ist sie selber Motor für Lösungen für ihre Libido .... das wären für mich entscheidende, wenn auch wahrscheinlich sehr bittere, Aspekte eines "Assessments" eurer Situation .... und das hat letzendlich auch nichts mit "die Frau, die Schuldige" zu tun ....

Das Blöde ist halt, dass das Bedürfnis und die Befriedigung der eigenen Sexualität eben "leider" wenn auch nicht alleinig ausschlaggebend, aber eben doch stark mit dem Selbstwertgefühl zusammenhängt bzw. dies beeinflusst .... und deshalb sind die Auswirkungen des fehlenden Sex eben nicht nur der fehlende Sex an sich, sondern eben die verheerenden und oft schleichend leisen Konsequenzen auf das Erleben und Fühlen der eigenen Person :hmm::depri:
Daher ist m.E. so wichtig, dem eigenen Bedürfnis da den adäquaten Raum zu geben, denn der Partner, der diese Bedürfnisse nicht bedienen kann/ ggf. sogar nicht sieht, wird da wenig beitragen können ....

Was Deine Frau zu Dir gesagt hat, ist nicht ok. .... und egal ob sie das aus "Notwehr" ihrer eigenen Situation, ihrer eigenen Schuldgefühle, ihres eigenen Erlebens, whatever, gesagt hat ..... es ist nicht ok. jenseits jeglicher "Schuld"frage, sondern einfach weil es einen Impact auf Dich hat, der Dir nicht gut tut und etwas ganz grundsätzliches von Dir in Frage stellt, Dein Handeln, Deine Werte, Deine Integrität, Deine Person ....

Gepaart mit Deinem scheinbar geringen "Selbstbewußtsein" für Deine Bedürfnisse (i.S. für diese einzustehen), dem starken "altruistischen" Claim, den Du häufig lieferst, finde ich das ein wenig "besorgniserregend", was dann eine solche Aussagen eben bei Dir "anrichten" kann. Daher hol Dir da einen guten Sparringpartner, um Deine Bilder über Dich selbst und Deine Bedürfnisse "grade zu rücken".
Du bist wichtig! Deine Bedürfnisse sind wichtig! Genauso oder eben auch ein Stückchen mehr wichtig als das Fehlen derselben bei Deiner Frau; daher schau, nicht nur auf ihrer Seite nach Lösungen zu suchen, sondern mach Dich bereit, dass da auch Lösungen auf Deiner Seite = Entscheidungen/ Veränderungen, wahrscheinlich zum Zug kommen müssen ....
 
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Benutzer187035  (38)

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Irgendwie fehlt mir das Bild, wie Deine Frau die Situation eigentlich erlebt, sprich wie steht sie grundsätzlich zu Deinen Bedürfnissen,? wie erlebt sie die Tatsache, dass sie diese nicht befriedigen kann?, wie stark ist sie selber Motor für Lösungen für ihre Libido .... das wären für mich entscheidende, wenn auch wahrscheinlich sehr bittere, Aspekte eines "Assessments" eurer Situation .... und das hat letzendlich auch nichts mit "die Frau, die Schuldige" zu tun ....
Eigener Antrieb tatsächlich eher nicht, da durch die Pilleneinnahme und die damit evtl. verbundene nicht vorhandene Libido garkein eigener Leidebsdruck vorhanden ist. Im Gegenteil konnte es passieren und ist auch oft passiert das Aussagen kamen z. B. geht es jetzt schon wieder um Sex, also ein grundsätzliche genervte Haltung dem gegenüber. Es ist aber tatsächlich nicht ungewöhnlich das man unter der Pille so empfindet.

Das absetzen der Pille, das ansprechen vor Ort beim Frauenarzt hat Sie auf meinen drängen getan. Ich hatte auch gelesen, wenn eine bestimmte Dominanz eines Hormones (Name vergessen) gegenüber eines anderen Hormons besteht, dann kann es zu Libidoschwierigkeiten kommen. Dies kann man wohl über einen Bluttest herausfinden, aber das wurde nicht gemacht, obwohl es mein Wunsch war. Stattdessen sollte Sie 3 Monate ein Tagebuch über Ihren Zyklus führen. Anhand diesem konnte wohl die FA sehen das der Zyklus regelmäßig ist und dieser unregelmäßig wäre, wenn andere Probleme vorhanden wären.

Natürlich geht es Ihr mit der Situation auch nicht gut, aber im Alltag lässt sich das gerne mal wegschieben, da wir uns ja auch sehr gut verstehen. Sie sagt ja auch das ich lieb bin, weil ich Ihr und meiner Tochter Blumen mitbringe oder abends die Füsse massiere einfach aufmerksam bin was Sie sich mehr von mir gewünscht hat. Mit den 6 Monaten Zeit geben möchte ich Ihr auch zeigen das wenn ich Sie lieb habe, Blumen, streicheln das Sie keine Angst oder Druck haben muss das es auf Sex hinauslaufen soll, sondern das Sie sich entspannt zurücklehnen kann. Es tut uns beiden tatsächlich gut. Klar ich würde gerne mal wieder ausgiebig vögeln, aber auf der anderen Seite die pausenlose Erwartungshaltung ist auch extrem anstrengend. Ich bin ehrlich ich guck heimlich msl in die App von meiner Frau um zu gucken wann Ihre fruchtbaren Tage sind und denke mir um den Eisprung könnte doch eventuell was laufen. Bin praktisch bereit. Ich sage und zeige Ihr das nicht, sondern wenn was von ihr kommt dann gut und wenn nicht dann halt nicht. Natürlich habe ich Sie auch mal gestreichelt mit der Hoffnung etwas zu aktivieren, also in der fruchtbaren Phase. Das meine ich aber mit der anstrengenden Erwartungshaltung Ihr gegenüber. Es ist natürlich mega deprimierend und frustrierend. Jetzt weiss ich 6 Monate Sie kann gucken wie es mit Ihrer Libido ausschsut ohne Druck usw. und ich weiss auch was Sache ist. In 6 Monaten bin ich schlauer, weil ganz ehrlich, wenn bis dahin sich nichts verändert hat, dann wird sich nie etwas verändern. Ich bin gespannt...
 
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Benutzer177622 

Meistens hier zu finden
Ganz ehrlich - ich sag's nochmal: seit November hätte es zumindest schon erste leichte Veränderungen gegeben, wenn es an der Pille gelegen hätte.

Was sich einschleicht, schleicht sich auch wieder aus.
 
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Benutzer188714  (56)

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Eigener Antrieb tatsächlich eher nicht, da durch die Pilleneinnahme und die damit evtl. verbundene nicht vorhandene Libido garkein eigener Leidebsdruck vorhanden ist.
Falsch!
Du stellst Deinen einen kausalen Zusammenhang her, der mit grosser Wahrscheinlichkeit NICHT vorliegt bzw. redest Dir Deine Frau schön ....
Sie müsste Leidensdruck haben jenseits ihrer Hormone, nämlich weil sie - wenn sie Dich liebt - sieht, dass Du leidest.
Aber wenn diese Seite jenseits aller anderen "Liebesbeweise" Deinerseits auftaucht (die für sie ja toll sind und sie in ihrer Haltung auch nocht ganz kräftig unterstützen; sie wird belohnt für euer Problem), ist sie genervt ..... das finde ich den kritischen Punkt ....

Und wenn ihr (und eben nicht nur Du ;-)) ernsthaft Hormondinge unter die Lupe nehmen wollt, dann wäre der Besuch beim Endokrinoloen der m.E. bessere Weg. Die Aussagen der FA zeigen, dass sie da kein wirklich differenziertes Wissen besitzt .... aber noch mal: Der Wunsch und Wille muss von Deiner Frau kommen ... alles andere ist Rudern gegen den Wind ....

Fang endlich an, Dich langsam mit der Realität auseinanderzusetzen statt Dir Hoffnungen herbeizubeschwören, wo diese zu 99,9% nicht wirklich sind. Bevor Du Dir die Realität zurechtdrehst, solltest Du da wirklich professionelle Hilfe suchen, denn das Erwachen, sprich der Realitätsschock, wird sonst immer schwerer und schlimmer für Dich ....

Edit: Und die Tatsache, dass Du in der App Deiner Frau rumstocherst, um da da vielleicht Deine Chance zu finden, ist KRANK und zeigt, wie sehr Du Dich da bereits krankhaft in Fantasien und Hoffnungen reinverstiegen hast, die jenseits jeglichen gesunden Umgangs in einer Beziehung und mit Deiner selbst sind. Du versuchst Deine Frau zu etwas zu "zwingen", was sie einfach nicht ist. Und das auf Kosten Deiner eigenen mentalen und moralischen (soll heissen: Dass Du Dinge tust, die normale zwischenmenschliche Grenzen überschreiten) Gesundheit.

Daher noch mal die sehr ernsthafte Frage: Was muss passieren oder was bist Du noch bereit an grenzwertigem Verhalten auszuführen, bis dass Du bereit bist, Dich langsam mit der existierenden Realität auseinanderzusetzen?
 
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Benutzer148761  (33)

Sehr bekannt hier
Eigener Antrieb tatsächlich eher nicht, da durch die Pilleneinnahme und die damit evtl. verbundene nicht vorhandene Libido garkein eigener Leidebsdruck vorhanden ist. Im Gegenteil konnte es passieren und ist auch oft passiert das Aussagen kamen z. B. geht es jetzt schon wieder um Sex, also ein grundsätzliche genervte Haltung dem gegenüber. Es ist aber tatsächlich nicht ungewöhnlich das man unter der Pille so empfindet.
Wenn so gar kein eigener Antrieb ihrerseits da ist über so einen langen Zeitraum finde ich das schon etwas schwierig, weil als Partnerin war mir auch in libidoarmen Phasen bewusst, dass Sex eigentlich zu einer Beziehung gehört und mein Mann eventuell nicht ewig mit macht, wenn ich nie Lust habe.

Allerdings ist für mich oft ein Unterschied was in meinem Kopf vorgeht und was ich ausspreche. Teilweise fiel es mir auch schwer darüber zu kommunizieren. Aber ich hätte mich nicht getraut immer nur abwertend zu reagieren, weil mir schon bewusst war, dass da ein Problem bei mir vorliegt. Manchmal hab ich aber trotzdem auch gesagt, dass ich schon auch finde, dass meine Bedürfnisse nach keinen Sex auch gesehen werden sollten und nicht nur die Bedürfnisse von Sex. Am Ende steht ein Bedürfnis gegen das Andere. Aber für 98% der Menschen gehört eben Sex in eine Beziehung und daher war mir schon klar, dass sein Bedürfnis als normaler gilt als meins und es somit eher an mir liegt langfristig eine Lösung für meine Libido zu finden und nur kurzfristig an ihm, mir Raum und Ruhe zu geben.
Das absetzen der Pille, das ansprechen vor Ort beim Frauenarzt hat Sie auf meinen drängen getan. Ich hatte auch gelesen, wenn eine bestimmte Dominanz eines Hormones (Name vergessen) gegenüber eines anderen Hormons besteht, dann kann es zu Libidoschwierigkeiten kommen. Dies kann man wohl über einen Bluttest herausfinden, aber das wurde nicht gemacht, obwohl es mein Wunsch war.
Sie soll sich jemanden suchen, der mit bioidentischen Hormonen arbeitet, die meisten Frauenärzte und auch viele Endokrinologen haben nur begrenzt Ahnung von der Auswertung der Sexualhormone. Man muss bei entsprechen Frauenärzten mit ZUsatzausbildung im Bereich bioidentische Hormone in der Regel die Anamnese, den Test, die Auswertung und teilweise auch die Hormone selbst zahlen. Alles in allem kommt ihr da vermutlich bei ca. 1000€ raus. Wenn ihr euch das leisten könnt, das kann sich meiner Erfahrung nach sehr lohnen.
 
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Benutzer187035  (38)

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Wenn so gar kein eigener Antrieb ihrerseits da ist über so einen langen Zeitraum finde ich das schon etwas schwierig, weil als Partnerin war mir auch in libidoarmen Phasen bewusst, dass Sex eigentlich zu einer Beziehung gehört und mein Mann eventuell nicht ewig mit macht, wenn ich nie Lust habe.
Meine Frau ist das auch bewusst. Hier in dem Thread kennt ja auch jeder nur meine Seite. Ich will auch garnicht in Abrede stellen das ich auch ein wenig frustriert bin und meine Frau in einem schlechteren Bild unbewusst dagestellt wird. Natürlich ist für Sie auch klar das es so nicht normal ist. In meine Augen und auch in viele Augen in diesem Forum normal, aber was ist schon normal
Manchmal hab ich aber trotzdem auch gesagt, dass ich schon auch finde, dass meine Bedürfnisse nach keinen Sex auch gesehen werden sollten und nicht nur die Bedürfnisse von Sex. Am Ende steht ein Bedürfnis gegen das Andere.
Das ist genau der Knackpunkt. Ich kämpfe dafür das vielleicht mal alles ins Lot kommt. Klar wird mir unterstellt das ich mir meine Frau schön rede oder das ich an Realitätsverlust leide. Verstehe ich auch, aber letzendlich muss man doch auch über das Bedürfniss sprechen kein Sex zu haben seitens Frau.

Wie hättest Du die Sache gesehen, wenn es so geblieben wäre mit Deiner niedrigen Libido? Das macht die Sache so schwierig und deswegen mache ich es mir schwer meine Familie zu verlassen "nur" wegen Sex.
Aber für 98% der Menschen gehört eben Sex in eine Beziehung und daher war mir schon klar, dass sein Bedürfnis als normaler gilt als meins und es somit eher an mir liegt langfristig eine Lösung für meine Libido zu finden und nur kurzfristig an ihm, mir Raum und Ruhe zu geben.
Wie sah Deine Lösung aus? Hat es hiermit was zu tun:
Sie soll sich jemanden suchen, der mit bioidentischen Hormonen arbeitet, die meisten Frauenärzte und auch viele Endokrinologen haben nur begrenzt Ahnung von der Auswertung der Sexualhormone. Man muss bei entsprechen Frauenärzten mit ZUsatzausbildung im Bereich bioidentische Hormone in der Regel die Anamnese, den Test, die Auswertung und teilweise auch die Hormone selbst zahlen. Alles in allem kommt ihr da vermutlich bei ca. 1000€ raus. Wenn ihr euch das leisten könnt, das kann sich meiner Erfahrung nach sehr lohnen.
Vielen Dank. Werde mich mal einlesen.

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Benutzer148761  (33)

Sehr bekannt hier
Wie hättest Du die Sache gesehen, wenn es so geblieben wäre mit Deiner niedrigen Libido? Das macht die Sache so schwierig und deswegen mache ich es mir schwer meine Familie zu verlassen "nur" wegen Sex.
Ich hatte ihm schon ansatzweise ne offene Beziehung angeboten. Hätte es sich noch länger gezogen hätte ich das Angebot vermutlich intensiver besprochen. Ich hatte schon Angst vor ner offenen Beziehung, weil ich Angst hatte, er könnte sich fremd verlieben. Aber andererseits, bevor er sich von mir trennt, weil es keinen Sex gibt, wäre das immerhin ein Rettungsversuch gewesen.
Wie sah Deine Lösung aus? Hat es hiermit was zu tun:
Nein, ich nehme bioidentische Hormone aus gesundheitlichen Gründen, die aber auch Einfluss auf mein Sexualleben haben.

Meine Lösung war weniger Stress und mich mit dem Thema Sex beschäftigen, z.B. hier im Forum. Wenn ich über Sex lese, dann kann das bei mir manchmal Lust auslösen. Und regelmäßige SB, denn SB steigert auch meine Lust.
 
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Benutzer171033  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Habe mir bisher nur den Eingangspost durchgelesen, hab aber gerade einen Artikel gelesen, der auch hier durchaus seine Berechtigung hat und den ich ganz interessant fand.
Ggf. äußere ich mich später nochmal konkret zur Eingangsfrage.
 
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Benutzer187035  (38)

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Ich hatte ihm schon ansatzweise ne offene Beziehung angeboten.
Ja das Thema hatte ich mit meiner Frau auch ganz allgemeon bezogen, also nicht auf uns. Das wäre aber für meine Frau keineswegs eine Alternative. Für mich aber auch nicht, da Sex und die damit verbundene Leidenschaft in Verbindung mit Gefühlen fehlt. Gibt mir nix.
Meine Lösung war weniger Stress und mich mit dem Thema Sex beschäftigen, z.B. hier im Forum. Wenn ich über Sex lese, dann kann das bei mir manchmal Lust auslösen. Und regelmäßige SB, denn SB steigert auch meine Lust.
Ja meine Frau ist auch sehr stressanfällig und verkopft. Sie hat 3 Jahre Elternzeit, da gehts schon besser, aber im Job war Sie schon sehr gestresst.
Mit dem Thema Srx beschäftigen passiert bei Ihr nicht. Bücher oder Filme die vielleicht leicht anregend sein könnten findet Sie doof. Um mal bekannte zu nennen z. B. Fifthy shades of grey usw.
Und mal ganz zufällig beim zappen bei einem erotischen Film hängen zu bleiben ist ja auch nicht drin, da unser deutsches TV das nicht hergibt. Und wenn ich eine Pornoseite öffnen würde rennt Sie schreiend davon... also kann ich die erotische Anregung nicht beeinflussen um Ihr auf die Sprünge zu helfen. Also müsste Sie sich selbst einlesen wie Du und das schafft Sie nicht.
bioidentische Hormone
Das sieht interessant aus, da bleib ich dran. Ich kann es aber momentan nicht ansprechen, weil ich Ihr 6 Monate Zeit lasse um komplett stressfrei zu schauen, ob irgendwas sexuell vorhanden ist.
regelmäßige SB, denn SB steigert auch meine Lust.
Ja das hört man ja auch von Sex, wenn man diesen regelmäßig hat.

Danke für Deine Antwort.
 
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Benutzer191418  (38)

Ist noch neu hier
Ich wäre sogar beleidigt wenn mein Mann nicht ab und zu zu mir kommt und mich am Arsch packt oder mich ausgreift . Ich liebe es wenn er an mir vorbei geht und mich berührt oder mal einen klapps auf den Hintern. Und auch ich greife ihn schön aus wenn er in der Küche steht. Das gehört für uns einfach dazu.
 
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Benutzer184451 

Öfter im Forum
Nein, die Dinge, die du aufzählst, würde ich nicht als Belästigung zählen. Von meinem Freund habe ich mich auch noch nie belästigt gefühlt. Wohl aber von meinem Ex. Er konnte ziemlich penetrant werden und es war ihm egal, wenn ich desinteressiert war. Einmal habe ich während er an mir rumgemacht hat, sogar ein Buch gelesen, hat ihn nicht interessiert, stattdessen hat er sogar noch Anstalten gemacht, bei mir aufs Ganze zu gehen. Oder wenn ich "Nein" gesagt habe, hat er schnippisch geantwortet, dass er sich dann eben selbst einen runterholt dann aber nach ner halben Minute schon wieder an mir rumgefummelt. Soll sein Verhalten nicht entschuldigen, aber ich hatte damals auch Probleme deutlich "Nein" zu sagen und das auch überzeugend rüberzubringen.
 
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Benutzer171033  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab nur einen Teil der Beiträge gelesen- daher verzeiht mir bitte, falls ich hier Dinge dopple oder missachte.
Vielleicht kann ich doch ein wenig hilfreich sein...

Zunächst- wenn sie zuvor schon eine geringe Libido hatte, besteht wohl aalenfalls eine geringe Chance, dass sich ihr Lustpegel voll in Richtung sexwillig umpolt.
Dennoch halte ich es für sinnvoll, mal zu gucken, warum sie zu Beginn und über Jahre hinweg so verkrampft ist beim Sex. (Liegt es an Glaubenssätzen aus der Kindheit? An der gesellschaftlichen Struktur, in der sie aufgewachsen ist? Wurde sie bei ihren ersten sexuellen Annäherungen (in der Jugend) in ihren Wünschen/ihren Bedürfnissen übergangen? Hat sie (sexuelle) Gewalt erfahren? Vielleicht hat sie Erinnerungen verdrängt, oder ihr Bewusstsein interpretiert Dinge anders als ihr Unterbewusstsein.)

Ich bin grundsätzlich ein Mensch mit (sehr) ausgeprägter Libido.
Ich bin mittlerweile fast 12 Jahre in meiner Beziehung. Wir haben 2 Kinder (7 Jahre, 9 1/2 Monate).
Unser Start in die Beziehung, unsere ersten Jahre, waren sexuell sehr intensiv.
Nach der Geburt meiner Großen ist unsere gemeinsame Sexualität nur sehr langsam und deutlich weniger wieder erwacht. Ich musste schnell wieder Vollzeit in den Job zurück; er war in Elternzeit gelangweilt und intellektuell unterfordert. Wenn nicht gerade auf Arbeit, habe ich mich voll ins Mutter Sein gestürzt. Diese Dauernähe, das gut genug sein Wollen, das zehrende Stillen, der chaotische Haushalt, das mich nicht frei bekommen von Erwartungshaltungen (meine eigenen und die von Dritten),
das alles hat derart an mir gezehrt, dass ich keinerlei Lust mehr aufbauen konnte.
Es folgte eine Hormonspirale, weil (welch eine fatale Idee) wir glaubten, dass der Spontaneitätsverlust durch die Verwendung von Kondomen womöglich auch die Lust des Moments trübten.
Es folgte ein langer, langer Weg von fast drei Jahren, bis sich durch einen guten Endokrinologen herausfinden ließ, dass die "ach so topisch" wirkende Hormonspirale meine gesamten Hormone durcheinander gewirbelt hat, und sich massiv negativ auf meine Psyche und auf meine Libido auswirkte. Zudem hatte ich eine hormonelle Nebennierenstörung (mein Cortisol-Spiegel war total durcheinander); ob es Kausalitäten zwischen Beidem gibt, wird man nicht mehr rausfinden. Das Hormonelle allein war es aber nicht allein, was zu dem Libido-Verlust geführt hat, sondern mindestens ebenso die gesamten Umstände.
Dieser Weg, diese beinahe drei Jahre, waren geprägt von zunehmender Distanz, von Abwehr. Ich bin ihm aus dem Weg gegangen, ich habe jeglichen Annäherungsversuch geblockt, ich bin bewusst weit weg gerückt von ihm auf der Couch. Ich bin gezielt dann ins Bett gegangen, wenn er schon eingeschlafen war. Und auch bei mir war es so, dass mich jede Streicheleinheit, jede Berührung irgendwann abgeschreckt, ja angeekelt hat.
Und ich hatte wirklich keinerlei Libido. Ich hatte nicht nur keine Lust auf ihn. Ich hatte auf nichts Sexuelles Lust. Ich hatte keine Phantasien, keine Lust, mich selbst zu berühren, kein Verständnis dafür (!), dass Sex überhaupt irgendwem wichtig ist. Es kam mir lächerlich vor. So viele andere Dinge kamen mir auch um ein Vielfaches wichtiger, befriedigender vor.
Das Problem hat sich ausgeweitet auf unseren gesamten Alltag; selbst gemeinsame Ausflüge waren davon überschattet, der Alltag kein Miteinander mehr, sondern nur noch ein gut organisiertes Nebeneinander.
Ich habe ihm dann auch die Öffnung der Beziehung mit vollem Ernst vorgeschlagen. Heute weiß ich, dass eine Öffnung bei wackelndem Fundament keine Heilung bedeutet- die Voraussetzungen dafür waren denkbar schlecht. Heute bin ich sicher, ich hätte mich bei erfolgter Öffnung noch weiter von ihm zurückgezogen und wäre völlig entglitten. Ich hätte mich abgesetzt. Die Beziehung wäre gestorben. Er hat die Öffnung abgelehnt. Und das war der Punkt der Eskalation, der Start für den großen Knall, der dazu geführt hat, ihn mit seinen Sorgen/Bedürfnissen, seinem Leiden erstmal überhaupt wahr- und ernst zu nehmen. Und mich zum ersten Mal seit langem wieder ernst genommen, gesehen zu fühlen. Und anzuerkennen, dass die Sexlosigkeit ein Problem ist. Und dass das für ein liebendes Paar eben nicht ganz gewöhnlich ist. Und dass ich auch in Verantwortung stehe. Erst da wurde ich lösungsorientiert. Also wirklich lösungsorientiert, und nicht ausweichend nach Ausflüchten und Kompensation suchend.

Fazit:
Nein- ganz grundsätzlich, rational und in den Phasen meiner glücklichen und zugewandten Beziehung würde ich keine deiner Beispiele als übergriffig oder belästigend empfinden, und solche Dinge/Handlungen spielen auch wechselseitig eine Rolle in unserem Paar-Alltag und halten die Beziehung lebendig.
Ja- ich kenne die Situation sehr intensiv, wie es ist, ebensolche Dinge als absolut übergriffige Belästigung zu empfinden, und sich dem auf unangenehmste Weise ausgeliefert zu fühlen, und daraus Ekel und Abneigung zu generieren. Denn der obere Teil meines Fazits gilt nur dann, wenn grundsätzlich Interesse an gemeinsam gelebter Sexualität da ist.
 
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Benutzer187035  (38)

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Ich hab nur einen Teil der Beiträge gelesen- daher verzeiht mir bitte, falls ich hier Dinge dopple oder missachte.
Vielleicht kann ich doch ein wenig hilfreich sein...

Zunächst- wenn sie zuvor schon eine geringe Libido hatte, besteht wohl aalenfalls eine geringe Chance, dass sich ihr Lustpegel voll in Richtung sexwillig umpolt.
Dennoch halte ich es für sinnvoll, mal zu gucken, warum sie zu Beginn und über Jahre hinweg so verkrampft ist beim Sex. (Liegt es an Glaubenssätzen aus der Kindheit? An der gesellschaftlichen Struktur, in der sie aufgewachsen ist? Wurde sie bei ihren ersten sexuellen Annäherungen (in der Jugend) in ihren Wünschen/ihren Bedürfnissen übergangen? Hat sie (sexuelle) Gewalt erfahren? Vielleicht hat sie Erinnerungen verdrängt, oder ihr Bewusstsein interpretiert Dinge anders als ihr Unterbewusstsein.)

Ich bin grundsätzlich ein Mensch mit (sehr) ausgeprägter Libido.
Ich bin mittlerweile fast 12 Jahre in meiner Beziehung. Wir haben 2 Kinder (7 Jahre, 9 1/2 Monate).
Unser Start in die Beziehung, unsere ersten Jahre, waren sexuell sehr intensiv.
Nach der Geburt meiner Großen ist unsere gemeinsame Sexualität nur sehr langsam und deutlich weniger wieder erwacht. Ich musste schnell wieder Vollzeit in den Job zurück; er war in Elternzeit gelangweilt und intellektuell unterfordert. Wenn nicht gerade auf Arbeit, habe ich mich voll ins Mutter Sein gestürzt. Diese Dauernähe, das gut genug sein Wollen, das zehrende Stillen, der chaotische Haushalt, das mich nicht frei bekommen von Erwartungshaltungen (meine eigenen und die von Dritten),
das alles hat derart an mir gezehrt, dass ich keinerlei Lust mehr aufbauen konnte.
Es folgte eine Hormonspirale, weil (welch eine fatale Idee) wir glaubten, dass der Spontaneitätsverlust durch die Verwendung von Kondomen womöglich auch die Lust des Moments trübten.
Es folgte ein langer, langer Weg von fast drei Jahren, bis sich durch einen guten Endokrinologen herausfinden ließ, dass die "ach so topisch" wirkende Hormonspirale meine gesamten Hormone durcheinander gewirbelt hat, und sich massiv negativ auf meine Psyche und auf meine Libido auswirkte. Zudem hatte ich eine hormonelle Nebennierenstörung (mein Cortisol-Spiegel war total durcheinander); ob es Kausalitäten zwischen Beidem gibt, wird man nicht mehr rausfinden. Das Hormonelle allein war es aber nicht allein, was zu dem Libido-Verlust geführt hat, sondern mindestens ebenso die gesamten Umstände.
Dieser Weg, diese beinahe drei Jahre, waren geprägt von zunehmender Distanz, von Abwehr. Ich bin ihm aus dem Weg gegangen, ich habe jeglichen Annäherungsversuch geblockt, ich bin bewusst weit weg gerückt von ihm auf der Couch. Ich bin gezielt dann ins Bett gegangen, wenn er schon eingeschlafen war. Und auch bei mir war es so, dass mich jede Streicheleinheit, jede Berührung irgendwann abgeschreckt, ja angeekelt hat.
Und ich hatte wirklich keinerlei Libido. Ich hatte nicht nur keine Lust auf ihn. Ich hatte auf nichts Sexuelles Lust. Ich hatte keine Phantasien, keine Lust, mich selbst zu berühren, kein Verständnis dafür (!), dass Sex überhaupt irgendwem wichtig ist. Es kam mir lächerlich vor. So viele andere Dinge kamen mir auch um ein Vielfaches wichtiger, befriedigender vor.
Das Problem hat sich ausgeweitet auf unseren gesamten Alltag; selbst gemeinsame Ausflüge waren davon überschattet, der Alltag kein Miteinander mehr, sondern nur noch ein gut organisiertes Nebeneinander.
Ich habe ihm dann auch die Öffnung der Beziehung mit vollem Ernst vorgeschlagen. Heute weiß ich, dass eine Öffnung bei wackelndem Fundament keine Heilung bedeutet- die Voraussetzungen dafür waren denkbar schlecht. Heute bin ich sicher, ich hätte mich bei erfolgter Öffnung noch weiter von ihm zurückgezogen und wäre völlig entglitten. Ich hätte mich abgesetzt. Die Beziehung wäre gestorben. Er hat die Öffnung abgelehnt. Und das war der Punkt der Eskalation, der Start für den großen Knall, der dazu geführt hat, ihn mit seinen Sorgen/Bedürfnissen, seinem Leiden erstmal überhaupt wahr- und ernst zu nehmen. Und mich zum ersten Mal seit langem wieder ernst genommen, gesehen zu fühlen. Und anzuerkennen, dass die Sexlosigkeit ein Problem ist. Und dass das für ein liebendes Paar eben nicht ganz gewöhnlich ist. Und dass ich auch in Verantwortung stehe. Erst da wurde ich lösungsorientiert. Also wirklich lösungsorientiert, und nicht ausweichend nach Ausflüchten und Kompensation suchend.

Fazit:
Nein- ganz grundsätzlich, rational und in den Phasen meiner glücklichen und zugewandten Beziehung würde ich keine deiner Beispiele als übergriffig oder belästigend empfinden, und solche Dinge/Handlungen spielen auch wechselseitig eine Rolle in unserem Paar-Alltag und halten die Beziehung lebendig.
Ja- ich kenne die Situation sehr intensiv, wie es ist, ebensolche Dinge als absolut übergriffige Belästigung zu empfinden, und sich dem auf unangenehmste Weise ausgeliefert zu fühlen, und daraus Ekel und Abneigung zu generieren. Denn der obere Teil meines Fazits gilt nur dann, wenn grundsätzlich Interesse an gemeinsam gelebter Sexualität da ist.
Hi, danke für Deinen ausführlichen Bericht. Ich werde auch nochmal ausführlicher Antworten, aber bin grad unterwegs.

Der Termin bei dem Spezialisten. Was macht der Arzt genau mit einem bezüglich der Überprüfung der Hormone?

Ist es nur ein Bluttest z. B. ? Oder wie läuft das ab?
 
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Benutzer171033  (36)

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Der Termin bei dem Spezialisten. Was macht der Arzt genau mit einem bezüglich der Überprüfung der Hormone?

Ist es nur ein Bluttest z. B. ? Oder wie läuft das ab?
Meine Frauenärztin damals hat mich in keiner Weise ernst genommen. Sie hat mich belächelt dafür, und mir sinngemäß gesagt, wenn wir jetzt vermeintlich infolge der Spirale keinen Sex mehr haben, dann sei wenigstens die Verhütung sicher. Einen besseren Pearl Index erreiche man nicht.

Der Endokrinologe hat neben einer allgemeinen körperlichen Untersuchung eine sehr ausführliche Anamnese erhoben und auch psychische Marker in seine Betrachtung einbezogen; anschließend hatte ich mehrere Blutabnahmen, unter Anderem auch Provokationstest nach Injektion eines Medikamentes, um die Rückkopplung und hormonelle Reaktion im Körper zu prüfen (Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse). Und es sind über mehrere Monate Verlaufskontrollen inkl. Blutabnahmen erfolgt (u.a. weil der physiologische Hormonspiegel individuell sehr unterschiedlich ist, und diversen einflussnehmenden Parametern unterliegt, sodass ein Einzelwert oft kaum aussagekräftig ist).
 
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Benutzer148761  (33)

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Erdbeere1106 Erdbeere1106 was hat dir am Ende geholfen um deine Libido wieder zu steigern? Und gab es nach der 2. Geburt auch wieder Probleme mit deiner Libido?
 
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Benutzer187035  (38)

Klickt sich gerne rein
Dennoch halte ich es für sinnvoll, mal zu gucken, warum sie zu Beginn und über Jahre hinweg so verkrampft ist beim Sex. (Liegt es an Glaubenssätzen aus der Kindheit? An der gesellschaftlichen Struktur, in der sie aufgewachsen ist? Wurde sie bei ihren ersten sexuellen Annäherungen (in der Jugend) in ihren Wünschen/ihren Bedürfnissen übergangen? Hat sie (sexuelle) Gewalt erfahren? Vielleicht hat sie Erinnerungen verdrängt, oder ihr Bewusstsein interpretiert Dinge anders als ihr Unterbewusstsein.)
Ja darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, aber religiöse Hintergründe sind es nicht, Gewalt auch nicht. Was ich glaube das Ihre Eltern auch nicht so mit dem Sex haben und bei Ihren Geschwistern bin ich mir da auch nicht so sicher, aber nur Mutmaßung. Ich hatte sogar mal den Gedanken das es vielleicht erblich ist.... Wenn es den so ist :zwinker:

Ich musste schnell wieder Vollzeit in den Job zurück; er war in Elternzeit gelangweilt und intellektuell unterfordert
Ja das Problem hat meine Frau nicht. Sie hat 3 Jahre Elternzeit. Ich bin selbstständig und arbeite von Zuhause aus. Sobald hier Holland in Not ist bin ich da und nehme auch mal das Kind ab. Ich kaufe ein und mach die Küche sauber und helfe im Haushalt.
Dieser Weg, diese beinahe drei Jahre, waren geprägt von zunehmender Distanz, von Abwehr. Ich bin ihm aus dem Weg gegangen, ich habe jeglichen Annäherungsversuch geblockt, ich bin bewusst weit weg gerückt von ihm auf der Couch. Ich bin gezielt dann ins Bett gegangen, wenn er schon eingeschlafen war.
Das Gefühl hatte ich tatsächlich auch gerade in den ersten Jahren. Nach einer Party oder schön Essen gehen, Bar Cocktails. Zuhause ab dem Zeitpunkt wo wir über die Türschwelle sind Stimmung tot. Sie auf Toilette fertig machen und ich lag eine Stunde im Bett nur die Frau tauchte nicht mehr auf... irgendwann bin ich genervt eingepennt und dann kam Sie irgendwann ins Bett gekrochen.
Das Problem hat sich ausgeweitet auf unseren gesamten Alltag; selbst gemeinsame Ausflüge waren davon überschattet, der Alltag kein Miteinander mehr, sondern nur noch ein gut organisiertes Nebeneinander.
Ja bei uns ist auch so. Es überschattet das Beziehungsleben. Kompletter Alltag, Urlaube, Geburtstag, Weihnachten, Hochzeitstag ohne Sex ist echt deprimierend. Bis ich angefangen habe es zu akzeptieren und meine Bedürfnisse zurück gestellt habe. Zwar trotzdem scheisse, aber man hat sich der Illusion nicht mehr hingegeben und weiss hier läuft sowieso nix. Ich weiss halt auch mit Druck funktioniert es erst recht nicht. Nicht umsonst hab ich ihr den Vorschlag gemacht 6 Monate komplett in Ruhe zu lassen, damit Sie keinen Druck verspürt. Ob das richtig war, ob es Zeitverschwendung war ich weiss es nicht. Nicht umsonst hab ich Sie gebeten die Pille abzusetzen und ich weiss noch nicht wie ich Sie zum Endokrinologen bekomme.

Er hat die Öffnung abgelehnt. Und das war der Punkt der Eskalation, der Start für den großen Knall, der dazu geführt hat, ihn mit seinen Sorgen/Bedürfnissen, seinem Leiden erstmal überhaupt wahr- und ernst zu nehmen. Und mich zum ersten Mal seit langem wieder ernst genommen, gesehen zu fühlen. Und anzuerkennen, dass die Sexlosigkeit ein Problem ist. Und dass das für ein liebendes Paar eben nicht ganz gewöhnlich ist. Und dass ich auch in Verantwortung stehe. Erst da wurde ich lösungsorientiert. Also wirklich lösungsorientiert, und nicht ausweichend nach Ausflüchten und Kompensation suchend.
Vielleicht muss es bei meiner Frau und mir auch erst zu Eskalation kommen, damit Sie lösungsorientiert denkt
 
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Benutzer148761  (33)

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Was ich glaube das Ihre Eltern auch nicht so mit dem Sex haben und bei Ihren Geschwistern bin ich mir da auch nicht so sicher, aber nur Mutmaßung. Ich hatte sogar mal den Gedanken das es vielleicht erblich ist....
Es könnte aber statt der Psyche auch einfach wirklich der Körper sein, der hier aus bisher ungeklärten Gründen Probleme hat. Ist es ganz sicher, dass die Schmerzen inzwischen komplett weg sind?
 
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