Sex als Beziehungsbasis oder Beziehungskiller? Warum hält keine Beziehung ewig?

Benutzer119934 

Öfters im Forum
Ich weiß nicht ob es zu diesem Thema schon eine Thread gibt, aber ich stelle das Thema trotzdem mal ein:

Bisher ist es mir in der Vergangenheit in allen Beziehungen - bis auf eine - passiert, daß mich meine Partnerinnen erst betrogen und dann verlassen haben. Offensichtlich war also Sex wichtig genug, eine Beziehung dafür zu opfern.

Bei der einzigen Ausnahme habe ich selbst die Beziehung beendet, weil ich nicht so recht wußte, ob es von mir aus eine Zukunft für uns gibt (was ich heute irgendwie bereue, vielleicht wäre da Probieren über Studieren gegangen...).

Die Frage, die ich mir jetzt immer öfter stelle ist die, ob es eine lebenslange, glückliche Beziehung geben kann, ohne daß man den anderen hintergeht, betrügt und belügt. Denn Hintergehen, Betrügen und Lügen/Leugnen waren immer nötig, um fremdgehen und Sex mit anderen Männern haben zu können.

Natürlich bin auch ich in der Vergangenheit mal in Versuchung gekommen mir zu beweisen, daß auch andere Frauen mich attraktiv finden. Allerdings habe ich es nie zu mehr kommen lassen, als daß ein Lächeln und paar nette Worte ausgetauscht worden wären.

Meine These: Die Zeitspanne, die man betrachtet, muß nur lang genug sein und Sex wird zum größten Beziehungsproblem und Beziehungskiller!

Meine Fragen dazu:
  • Ist Sex soviel wichtiger als treu, aufrichtig und ehrlich mit seinem Partner umzugehen?

  • Wie stellen sich 'Fremdgänger' die Zukunft vor, nachdem sie ihren Partner betrogen haben? Wie wenn es auffliegt und wie wenn es nicht rauskommt?

  • Wie erkläre sie ihren Familien (Eltern/Geschwistern) oder Kindern wie es dazu gekommen ist?

  • Was würden sie ihren eigenen Kindern raten?

  • Was ist wirklich DIE Basis einer jeden Beziehung?
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Keine Deiner Fragen macht Sinn, da keine Frage absolut und allgemeingültig beantwortbar ist. Frauen sind Individuen, daher wirst Du keine Generalantwort bekommen können.

DIE Basis einer jeden Beziehung gibt es nicht.
 
R

Benutzer

Gast
Sex ist sicher nicht DIE Basis jeder Beziehung. In meiner letzten Beziehung zum Beispiel war der Sex bis zum Schluss grandios und sie ist definitiv nicht am Sexleben gescheitert - sondern an ganz anderen Faktoren.
Ich persönlich habe auch noch nie wegen des Sex Schluss gemacht und wurde auch noch nie deswegen verlassen.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Deine Fragen sind generalisiert, unreflektiert und daher nicht zu beantworten, zumindest nicht, wenn du andere als höchst unterschiedliche und individuelle Antworten erwartest.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ob eine Beziehung ein Leben lang hält und dabei auch noch durchgehend glücklich ist - rechnerisch zwar unwahrscheinlich, aber sicher nicht unmöglich. Die Frage ist vielmehr, ob man krampfhaft ein Ziel verfolgen sollte, dessen Erreichung statistisch gesehen eher fragwürdig ist.

WAS die ideale Basis einer Beziehung ist, ist sicher genau so variabel, wie die Menschen selbst. Bei den einen ist es der Sex, bei den nächsten das Aussehen und bei anderen wiederum irgendeine andere Art der Verbundenheit. Und egal welche Basis - sowas kann von langer Dauer oder nach zwei Tagen wieder vorbei sein.

Ich hatte und habe nie den Anspruch, dass irgendwas für eine bestimmte Zeit halten muss. Solange es hält, ist es gut und wenn irgendwann die Zeit gekommen ist, dann hat's auch seine Gründe. So entsteht auch weniger Druck für alle Beteiligten.
 

Benutzer119934 

Öfters im Forum
@chelle
Keine Deiner Fragen macht Sinn, da keine Frage absolut und allgemeingültig beantwortbar ist.
Das wollte ich gar nicht unbedingt allgemeingültig beantwortet haben. Wie müßte ich denn meine Fragen formulieren, damit sie Sinn ergeben?

Frauen sind Individuen, daher wirst Du keine Generalantwort bekommen können.
Männer sind auch Individuen :zwinker: und ich hatte es nicht ausschließlich auf Frauen bezogen, oder?

DIE Basis einer jeden Beziehung gibt es nicht.
Aber vielleicht gibt es ja ein absolutes Muss für die Basis Deiner Beziehungen?


@Spiralnudel
Deine Fragen sind generalisiert, unreflektiert und daher nicht zu beantworten, zumindest nicht, wenn du andere als höchst unterschiedliche und individuelle Antworten erwartest.
Eine Generalantwort hätte ich in einem Schulbuch gesucht; ich habe eine individuelle Antwort erwartet. Wieso sind meine Fragen unreflektiert? Wie wäre eine reflektierte Frage formuliert, die dann auch zu beantworten wäre?
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Also ich kann zumindest sagen, dass mir Sex so wichtig ist, dass ich nicht ohne leben möchte. Solange das Sexleben mit meinem Partner gut funktioniert, ist Sex kein Grund für mich, um fremdzugehen.
Und sollte der Sex nicht mehr funktionieren, sollte es da dauerhafte Uneinigkeiten geben, dann wäre die Trennung nicht mehr weit. Da würde sich Fremdgehen wahrscheinlich erübrigen.
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Das wollte ich gar nicht unbedingt allgemeingültig beantwortet haben. Wie müßte ich denn meine Fragen formulieren, damit sie Sinn ergeben?
Weniger "jeder" :zwinker:

Ist Sex soviel wichtiger als treu, aufrichtig und ehrlich mit seinem Partner umzugehen?
Für mich: Nein. Gäbe es in meiner Beziehung keinen Sex, würde ich das zuerst versuchen zu beheben, bei ausbleibendem Erfolg die Trennung einläuten. Ich bin fanatisch treu.

Wie stellen sich 'Fremdgänger' die Zukunft vor, nachdem sie ihren Partner betrogen haben? Wie wenn es auffliegt und wie wenn es nicht rauskommt?
Sie reden sich ein, daß es nie rauskommen wird.

Wie erkläre sie ihren Familien (Eltern/Geschwistern) oder Kindern wie es dazu gekommen ist?
Sie verschweigen es.
Wenn es doch rauskommt:
"Ich war betrunken"
"Ich war nicht ich selber"
"Es war stärker als ich"

Was würden sie ihren eigenen Kindern raten?
Gleich ne offene Beziehung einzugehen, damit es keine Verantwortung gibt :smile:

Aber vielleicht gibt es ja ein absolutes Muss für die Basis Deiner Beziehungen?
Verliebtheit/Liebe,
Respekt und Vertrauen,
gewisses Maß an Übereinstimmung in charakterlicher, intellektueller, weltanschaulicher und sexueller Hinsicht,
sexuelle Attraktion + lustvoller Sex,
gewisses Maß an Ehrlichkeit,
gewisses Maß an Kompromissbereitschaft/Rücksichtnahme/Selbstaufgabe,
exorbitantes Maß an Empathie/Einfühlungsvermögen und Umsicht/Vorsicht
absolute Treue in Gedanken, Worten und Taten.
 

Benutzer119220  (31)

Sorgt für Gesprächsstoff
Meine These: Die Zeitspanne, die man betrachtet, muß nur lang genug sein und Sex wird zum größten Beziehungsproblem und Beziehungskiller!

Meine Fragen dazu:
  • Ist Sex soviel wichtiger als treu, aufrichtig und ehrlich mit seinem Partner umzugehen?
Sex ist wichtig. Wenns läuft, hat man auch kein Interesse, fremdzugehen!
  • Wie stellen sich 'Fremdgänger' die Zukunft vor, nachdem sie ihren Partner betrogen haben? Wie wenn es auffliegt und wie wenn es nicht rauskommt?
Kann ich nicht mitreden. Ich denke aber, da wird es in den meisten Fällen keine gemeinsame Zukunft geben!, Zumindest wäre es besser für beide.
  • Wie erkläre sie ihren Familien (Eltern/Geschwistern) oder Kindern wie es dazu gekommen ist?
Gar nicht! Sowas geht niemanden was an.
  • Was würden sie ihren eigenen Kindern raten?
keine Ahnung, es nicht zu tun? Mit Beziehungen zu warten, wenns nicht anders geht?
  • Was ist wirklich DIE Basis einer jeden Beziehung?
Es gibt nicht DIE Basis, eher gewisse "Säulen", die alle vorhanden sein müssen. eine davon ist definitiv Sex!
 
M

Benutzer

Gast
"Lebenslang" dürfte höchst selten sein, das impliziert ja, dass man von Geburt bis Tod mit einer Person zusammen ist.
Aber: Ich bin der Auffassung, dass es langanhaltende Beziehungen (>30 Jahre) gibt, die ohne gezielten Betrug etc auskommen.

Viele Menschen unterschätzen einfach, dass sich sexuelle Bedürfnisse im Laufe der Zeit verändern können, so zB auch die Einstellung zur Sexualität generell, zu Monogamie, Treue, usw.

Wenn du bisher immer das gleiche Problem hattest (Fremdgehen -> Trennung, seitens der Frau), dann würde ich einmal einen Blick auf deine Frauenwahl werfen, ob dies immer so optimal ist.

Für mich ist Sex übrigens einer(!) der Eckpfeiler einer Beziehung, wobei ich derzeit nicht gewillt bin, mich sexuell auf eine Person zu beschränken. Dies wird allerdings vor Beginn einer Partnerschaft geklärt.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ist Sex soviel wichtiger als treu, aufrichtig und ehrlich mit seinem Partner umzugehen?
Für andere kann ich nicht sprechen, aber für mich selbst spielt Sex - sogern ich auch rumvögel - in einer Beziehung eher eine untergeordnete Rolle, oder wenn man es positiv romantisch formuliert besser versteht: es ist das krönende Sahnehäubchen eines bereits wundervollen Verhältnisses! Meine Partnerin ist meine Alliierte in dieser Welt, erfährt von mir bedingungslose Ehrlichkeit und genießt mit ihren Problemen die Priorität meiner eigenen Probleme. Für meine Partnerin ziehe ich um, mache Kompromisse an allen Ecken und Enden, versetze wenn nötig Berge und räume uns den weg frei. Umgekehrt ist sie die Instanz, die mich aufzufangen hat, wenn alle anderen Netze reißen. Das macht nur Sinn, wenn sie ehrlich ist, mich nicht ausnutzt und einen ähnlich starken Beziehungsbegriff hat. Auch wenn ich mir natürlich einen gewissen Basisgrad an Autonomie und Selbstständigkeit bewahre hängt an ihr ein Teil meines Lebens und das ist wichtiger als sexuelle Befriedigung, egal wo die herkommt.

Wie stellen sich 'Fremdgänger' die Zukunft vor, nachdem sie ihren Partner betrogen haben? Wie wenn es auffliegt und wie wenn es nicht rauskommt?
Typische Fremdgänger verhalten sich da in beiden Fällen recht opportun und versuchen für den Rest des Lebens, ihre Haut zu retten. Den ganz Hartgesottenen wird es auch einfach egal sein, weil für sie Partner einfach auswechselbar sind und Beziehungen eben einen niedrigeren Stellenwert genießen.

Wie erkläre sie ihren Familien (Eltern/Geschwistern) oder Kindern wie es dazu gekommen ist?
Möglichst so, dass man als Fremdgänger als Opfer da steht.

Was würden sie ihren eigenen Kindern raten?
Ich und Kinder?!

Was ist wirklich DIE Basis einer jeden Beziehung?
Einer "jeden" Beziehung? Wenn du so abstrakt fragst, würde ich ganz trivial antworten: Einflussnahme. Nur wenn man was bei seinen Partner/Opfer bewegen kann, findet eine Bindung statt. Das gilt sowohl für die Beziehungen, wo sich Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit begegnen (Mann schlägt Frau), für Sexbeziehungen und Fremdgeher als auch für Partnerschaften aus Liebe.
 

Benutzer75021 

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Also ich kann zumindest sagen, dass mir Sex so wichtig ist, dass ich nicht ohne leben möchte. Solange das Sexleben mit meinem Partner gut funktioniert, ist Sex kein Grund für mich, um fremdzugehen.
Und sollte der Sex nicht mehr funktionieren, sollte es da dauerhafte Uneinigkeiten geben, dann wäre die Trennung nicht mehr weit. Da würde sich Fremdgehen wahrscheinlich erübrigen.


So, da hat der TS jetzt mal zwei krasse Gegensätze denn ich könnte sehr wohl ohne Sex mit meinem Partner zusammen leben und betrügen kommt für mich eh nicht in Frage.
Mir ist es einfach nicht mehr so wichtig wie früher. Klar, wir haben Sex und zwar ziemlich guten, aber ich merke in "sexlosen Zeiten" (nach der Geburt unseres Kindes waren es zb fast 4 Monate) das es mir nicht sonderlich viel ausmacht-ich kann sogar sagen man gewöhnt sich dran *gg*
Mir ist es viel wichtiger das man offen und ehrlich mit allem umgeht, über alles spricht und ansonsten viel Streicheleinheiten, kuscheln und so.
Wir mögen beide gern Sex, aber wir sind uns auf anderer Ebene viel näher und so ist Sex einfach nur ein schönes i-Tüpfelchen.

Also, man kann gar keine algemeingültige Antwort auf deine Fragen geben, jede Beziehung ist einfach total anders.
 

Benutzer36171 

Beiträge füllen Bücher
Wenn du bisher immer das gleiche Problem hattest (Fremdgehen -> Trennung, seitens der Frau), dann würde ich einmal einen Blick auf deine Frauenwahl werfen, ob dies immer so optimal ist.
Das würde ich auch empfehlen.

Ich finde Sex sehr wichtig und würde keine Beziehung ohne diesen führen wollen. Fast immer ist fehlender Sex ein Indikator für Beziehungsprobleme (oder persönliche Probleme eines Partners) und, ganz abgesehen vom Sex, würde ich so etwas niemals ungeklärt vor sich hin plätschern lassen.

Die Basis einer jeden Beziehung gibt es nicht, aber einer Beziehung wie ich sie mir vorstelle: Liebe, Einfühlungsvermögen, sexuelle Anziehung, Kompromissbereitschaft, eine gewisse Ähnlichkeit was Interessen und Ansichten betrifft, und noch Liebe. Den meisten scheiternden Beziehungen mangelt es ganz schlicht an Liebe. Liebe bringt uns dazu, die Bedürfnisse des anderen zu erkennen und unsere eigenen einzufordern; sie bringt uns dazu, nach einem Streit jeglichen Stolz herunter zu schlucken und auf den anderen zuzugehen; Liebe bedeutet immer auch ein wenig Kampfeswille.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich würde mich in vielem dem Fuchs anschließen, mit der Antwort.

Wenn ich etwas auf Sex aufbaue, dann nenne ich es eben Affäre oder Freundschaft plus oder ähnliches.
Der Beziehungsbegriff beinhaltet für mich ganz andere Prioritäten als Sex - so gern ich auch Sex habe und so ungern ich ohne leben würde.

Sex ist in meinem Verständnis nicht halb so intim, wie das Teilen von Ängsten, Unsicherheiten und Überforderung - und emotionale Bindungen wiegen sehr viel schwerer und decken viel mehr ab, als körperliche Attraktivität und Nähe.
Für mich ist es auch so, dass jemand zwar auf den ersten Blick gut aussehen kann - wenn er jedoch den Mund aufmacht und es kräuseln sich mir die Zehennägel, sieht er auch ganz spontan absolut unansprechend aus.
Genauso umgekehrt, jemand der mir nie auf einem Bild aufgefallen wäre, kann unwahrscheinlich anziehend und attraktiv werden, allein durch sein Auftreten und das was er wie sagt.

Ganz generell glaube ich nicht daran, dass es langanhaltend glückliche Partnerschaften gibt - weil dazu sich zwei finden müssten, die die selbe Auffassung von Grundpfeilern und Prirotäten haben, und das grenzt laut meinen Erfahrungswerten an Unmöglichkeit.
Mein Umfeld nennt das, was ich an eine Verbindung stelle, die ich als wirkliche Partnerschaft bezeichnen würde, zu hohe Ansprüche. Weil für mich Sympathie, körperliche Anziehung, Schmetterlinge und Wellenlänge eigentlich nicht ausreichen.
Ich denke aber gleichzeitig, dass die Kurve an Problemen, die sich ergeben irgendwie proportional zur Reflektiertheit der Beteiligten ist. Ich kenne genügend Paare, die sich einfach glücklich schätzen, und es dann auch sind, egal was sonst noch so passiert, oder was man von außen von ihrer Verbindung halten könnte. Das sind dann die, die einfach nicht so viel drüber nachdenken, über hätte wäre wenn, und was vielleicht anders sein könnte. Somit ist Glück auch nie das, was man von außen sieht, wenn man von sich auf andere schließt, sondern eine sehr subjektive Empfindung, die man eigentlich gar nicht bewerten darf.

Was Treueverständnis für mich angeht, ist die Grundlage die selbe, wie bei allen andern Abmachungen, die ich mit Menschen treffe, die mir wichtig sind. Versprechen werden nicht gebrochen, also gibt man nur solche, die man halten kann. Hätte ich das Bedürfnis nach fremdvögeln, würde das abgesprochen werden, und ginge das für ihn nicht, würde ich aus dem Respekt heraus, den ich für ihn zwingend haben muss, meine Prioritäten für mich klären. Betrug und Hintergehen einer Person, die mein Leben so teilt, wie ein Partner es tun sollte, ist absolut indiskutabel.
Sex wäre für mich sowieso noch der Punkt, an dem am ehesten Kompromisse oder Zurückstecken auf Dauer möglich wären.

Basis für eine Beziehung sind für mich neben den oberflächlichen Dingen wie körperlicher Anziehung, flimmernder Hormonachterbahn, geteiltem Humor und passender Wellenlänge bei Gesprächen, einfach die Grundeinstellung zu verschiedenen Werten, und nicht zuletzt die Fähigkeit mit andern Ansichten als den eigenen umzugehn.
Übereinstimmende Prioritäten, langfristig wie kurzfristig gesehen, das unbedingte Halten an interne Absprachen und die Fähigkeit, sich in wirklichen Problemsituationen zu ergänzen und sich gegenseitig zu halten.
Zu mindestens 88% bin ich überzeugt, dass es so etwas nur in Büchern und Filmen gibt.

Man erkennt ziemlich deutlich, warum ich bewusst und gerne Single bin...
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Wieso sind meine Fragen unreflektiert?
Einerseits, weil du soziale und emotionale Komponenten mit körperlichen Bedürfnissen unkommentiert in einen Topf wirfst (siehe Treue und Aufrichtigkeit gegenüber Sex), andererseits durch deine merkwürdigen Fragen an die "Fremdgänger". Und dann noch die Frage nach DER Basis für eine Beziehung - hier wird es dann schon fast albern. :cautious:

Mal kurz gefasst: DIE Basis gibt es einfach nicht, weil jede Beziehung anders aufgebaut ist und es zudem nicht nur monogame Konzepte gibt.

Und was die "Fremdgänger"-Fragen betrifft: bei mir ist während der betreffenden Beziehung nichts aufgeflogen, es sei denn, ich habe etwas gebeichtet (was dann aber kein Auffliegen im konventionellen Sinne ist). Ein Seitensprung kam erst nach der Trennung ans Licht, weil ich verraten wurde - aber so what, da hatte ich schon Schluss gemacht. Da ich kein notorischer Fremdgänger war, habe ich auch nicht darüber nachgedacht, was weiterhin passieren würde. Da muss man sich wohl überraschen lassen. :zwinker:

Und die Familie geht das gar nichts an, weder Eltern noch mögliche zukünftige Kinder. Und jene mögen bitte ihre eigenen Erfahrungen machen.
 

Benutzer120205  (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
Über die Jahre habe ich die Erfahrung gemacht,das es eher die Seltenheit ist, wenn Paare wie zB unsere Eltern, ewig zusammenbleiben. Warum? Ich denke , Neugierde spielt da die Hauptrolle, aber auch die Unabhängigkeit unseres Geschlechts ,welche sich über die Jahrhunderte immer mehr ausgeweitet hat. Hat sich die brave Ehefrau füher noch komplett Monogam gegeben, so sind es heute die Mädels,die die Vielfältigkeit und Farbenfrohheit des Themas" Partner" immer öfter in vollen Zügen genießen. Unsere Zeit ist viel Schnellebiger als die damals. Ein Seitensprung lässt sich via Portalen wie Facebook,etc relativ schnell "eintüten" und man muss nicht , wie früher, eine anonyme Anzeige in einem Stadtmagazin aufgeben. Ich denke,das ist einer der hauptgründe für das "sprunghafte Verhalten liebeswilliger Menschen".
Ich hingegen favorisiere "The real thing", also eine Beziehung mit Aussicht auf Unendlichkeit.
Gruß,
Merith
 

Benutzer119934 

Öfters im Forum
@ Spiralnudel Spiralnudel
Einerseits, weil du soziale und emotionale Komponenten mit körperlichen Bedürfnissen unkommentiert in einen Topf wirfst (siehe Treue und Aufrichtigkeit gegenüber Sex)...
Ähm, nein: ich habe ziemlich genau erklärt warum Sex einerseits und Treue, Aufrichtigkeit, etc. andererseits für mich genau in diesen einen Topf gehören. Außerdem denke ich, daß ich mit dieser Haltung nicht allein dastehe: wenn monogamie vereinbart ist, dann bedeuten unabgesprochene, außerpartnerschaftliche sexuelle Aktivitäten den Bruch der Treueverabredung.


...andererseits durch deine merkwürdigen Fragen an die "Fremdgänger".
Ich will niemanden - also auch eine/n Fremdgänger/in - unangemessen kritisieren. Dennoch versuche ich zu erfahren wie jemand, der halt fremdgegangen ist, damit umgeht.

Und dann noch die Frage nach DER Basis für eine Beziehung - hier wird es dann schon fast albern. :cautious:
Ok, für Dich albern, für mich trotzdem interessant zu erfahren, was andere für eine langfristig tragfähige Basis einer Beziehung für wichtig halten.

Ich möchte auch meinen Horizont, meine Sichtweise für neue Perspektiven, was dieses Thema betrifft, öffnen. Falls ich mich dabei zu wenig differenziert ausgedrückt habe, bin ich für sachdienliche Hinweise, um mich entsprechend artikulieren zu können, jederzeit offen...

Mal kurz gefasst: DIE Basis gibt es einfach nicht, weil jede Beziehung anders aufgebaut ist und es zudem nicht nur monogame Konzepte gibt.
Ich hatte es bewußt etwas provokativ formuliert, weil mich z.B. auch die Vorstellung einer idealen Beziehungsbasis von jemandem wie Dir interessiert, schließlich will ich etwas dazulernen.

Und ja, auch mir ist es nicht entgangen, daß es auch andere Konzepte als das einer monogamen Beziehung gibt. Auch für Ausführungen diesbezüglich bin ich jederzeit offen.


Und bei allen anderen, die sich bisher mit diesem Thread beschäftigt haben, möchte ich mich schonmal bedanken. :thumbsup:
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer100352 

Verbringt hier viel Zeit
Ich weiß nicht ob es zu diesem Thema schon eine Thread gibt, aber ich stelle das Thema trotzdem mal ein:

Bisher ist es mir in der Vergangenheit in allen Beziehungen - bis auf eine - passiert, daß mich meine Partnerinnen erst betrogen und dann verlassen haben. Offensichtlich war also Sex wichtig genug, eine Beziehung dafür zu opfern.

Bei der einzigen Ausnahme habe ich selbst die Beziehung beendet, weil ich nicht so recht wußte, ob es von mir aus eine Zukunft für uns gibt (was ich heute irgendwie bereue, vielleicht wäre da Probieren über Studieren gegangen...).

Die Frage, die ich mir jetzt immer öfter stelle ist die, ob es eine lebenslange, glückliche Beziehung geben kann, ohne daß man den anderen hintergeht, betrügt und belügt. Denn Hintergehen, Betrügen und Lügen/Leugnen waren immer nötig, um fremdgehen und Sex mit anderen Männern haben zu können.

Natürlich bin auch ich in der Vergangenheit mal in Versuchung gekommen mir zu beweisen, daß auch andere Frauen mich attraktiv finden. Allerdings habe ich es nie zu mehr kommen lassen, als daß ein Lächeln und paar nette Worte ausgetauscht worden wären.

Meine These: Die Zeitspanne, die man betrachtet, muß nur lang genug sein und Sex wird zum größten Beziehungsproblem und Beziehungskiller!

Meine Fragen dazu:
  • Ist Sex soviel wichtiger als treu, aufrichtig und ehrlich mit seinem Partner umzugehen?
  • Wie stellen sich 'Fremdgänger' die Zukunft vor, nachdem sie ihren Partner betrogen haben? Wie wenn es auffliegt und wie wenn es nicht rauskommt?
  • Wie erkläre sie ihren Familien (Eltern/Geschwistern) oder Kindern wie es dazu gekommen ist?
  • Was würden sie ihren eigenen Kindern raten?
  • Was ist wirklich DIE Basis einer jeden Beziehung?

Die Basis einer Liebesbeziehung zwischen Menschen im fortpflanzungsfähigen Alter ist letztlich Sex. Frauen und Männer gehen nicht fremd, weil sie bösartig wären. Sondern weil der Drang, sich mit sexuell attraktiven Menschen (bzw. attraktiveren als den aktuellen Partnern) zu paaren, derart stark ist, dass er, wenn die Versuchung nur groß genug ist, meistens moralischen Verpflichtungen überlegen ist. Selbst feierlich und öffentlich vollzogene Treueschwüre (Heirat) werden deshalb allzu oft gebrochen.
 

Benutzer119934 

Öfters im Forum
Die Basis einer Liebesbeziehung zwischen Menschen im fortpflanzungsfähigen Alter ist letztlich Sex. Frauen und Männer gehen nicht fremd, weil sie bösartig wären. Sondern weil der Drang, sich mit sexuell attraktiven Menschen (bzw. attraktiveren als den aktuellen Partnern) zu paaren, derart stark ist, dass er, wenn die Versuchung nur groß genug ist, meistens moralischen Verpflichtungen überlegen ist. Selbst feierlich und öffentlich vollzogene Treueschwüre (Heirat) werden deshalb allzu oft gebrochen.
Ich finde, was Liebesbeziehungen angeht, ist das eine Erklärung, der man auf den Punkt zustimmen kann.

Aber sobald jemand verheiratet ist, muß er/sie sich doch schon die Frage gefallen lassen, warum er/sie heiratet, wenn er/sie sich nicht an den "amtlich" abgegebenen Treuschwur halten will oder kann. Denn wenn er/sie nicht treu sein will oder kann, hätte er/sie es mit dem Heiraten doch besser sein lassen sollen. (Ich bitte das "er/sie"-Geschreibsel an dieser Stelle zu entschuldigen, aber ich möchte es politisch korrekt formulieren.)
 
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