Schwester der Freundin gestorben, wie gehe ICH damit um?

Benutzer161327  (33)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo Ihr lieben, :winkwink:

Ich bin total am Boden zerstört... :cry:

gestern habe Ich erfahren, das die Schwester meiner Freundin gestorben ist.

zur vorgeschichte:

Ihre Schwester ist schon mehrmals zusammen gebrochen, niemand dachte, das etwas ernstes dahinter steckt.
Dann halt zum Arzt, die haben dann festgestellt, dass Sie einen Hirntumor hat, der Bösartig ist.

Sie ist dann in eine Spezialklinik gekomen (in die USA), aber die konnten leider auch nichts mehr machen,
da der Tumor schon zu gross war.

Tja, und gestern habe Ich dann halt erfahren, das Ihre Schwester plötzlich gestorben ist.
also in der Nacht zum Samstag.

nun meine Frage:

meine Freundin ist natürlich ziemlich am Ende deswegen, was kann Ich jetzt für Sie tuen, damit es Ihr vielleicht, wieder einwenig besser geht?

Ich meine, Ich bin für Sie da, das habe Ich Ihr auch gesagt, und das Sie mich jederzeit kontaktieren kann.
hab Sie gestern getröstet, und viel mit Ihr geredet, Ich glaube das hilft, oder?

nun meine Frage:

Wie gehe Ich am besten mit dieser Situation um?

Was mache Ich jetzt mit meiner Freundin?

Ich kannte Ihre Schwester ja garnicht (nicht persönlich, sondern nur vom erzählen her)

und mich nimmt die Sache auch ganz schön mit, muss Ich sagen.
... hab das erst später realisiert, was da passiert ist.

mir tut das Mädel unendlich leid, und Ihre Familie :cry:

wäre für Tipps Dankbar!

vielen Dank, und liebe grüsse

bessere_Welt 2.0
 
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Benutzer36879 

Benutzer gesperrt
Ohje, da weiß man gar nicht was man sagen soll, mein herzlichtes Beileid.:frown:
Ich denke, Ablenkung und zeigen, dass du für sie da bist und dass dich das ganze mitnimmt sind wichtige Punkte, die rüberkommen sollten.
 

Benutzer11345 

Meistens hier zu finden
geh zu deiner Freundin. Du wirst selbst merken was sie braucht. Wenn du es nicht merkst, dann frag sie. Manche brauchen auch keine "Betreuung", manche wollen nicht in Watte gepackt werden.
Ablenken bringt nur für den Moment etwas. Wenn du dann wieder heim gehst / arbeiten gehst ist sie wieder alleine mit ihren Sorgen. Denk daran, dass es auch Eltern zu deiner Freundin gibt, auch Freunde der Schwester. Vielleicht trefft ihr euch auch gemeinsam. vielleicht bildet ihr einen Sitzkreis und jeder Erzählt irgendeine Begebenheit mit der Schwester. Egal ob sie traurig, lustig oder banal war.
Letztlich gibt es nicht DEN Weg.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Wenn man einen lieben, einem nahestehenden Menschen verliert, gibt es keinen wirklichen Trost - das ist ein ziemlicher Schlag in die Magengrube und den verdaut man nur mit der Zeit - wenn überhaupt.
Ich meine, Ich bin für Sie die da, das habe Ich Ihr auch gesagt, und das Sie mich jederzeit kontaktieren kann.
hab Sie gestern getröstet, und viel mit Ihr geredet, Ich glaube das hilft, oder?
Das ist schon sehr hilfreich - versuch, so weit Du kannst, für Deine Freundin da zu sein; falls Du ihr bei organisatorischen Dingen helfen kannst, tu es. Leben denn ihre Eltern noch? Hat sie zu denen ein gutes Verhältnis?
 
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Benutzer161327  (33)

Sorgt für Gesprächsstoff
Wenn man einen lieben, einem nahestehenden Menschen verliert, gibt es keinen wirklichen Trost - das ist ein zienlicher Schlag in die Magengrube und den verdaut man nur mit der Zeit - wenn überhaupt.

Das ist schon sehr hilfreich - versuch, so weit Du kannst, für Deine Freundin da zu sein; falls Du ihr bei organisatorischen Dingen helfen kannst, tu es. Leben denn ihre Eltern noch? Hat sie zu denen ein gutes Verhältnis?

Klar, Ich werde Sie so gut es geht unterstützten, ja Ihre Eltern leben noch, und das Verhältnis ist auch gut, aber Ihre Eltern sind in den USA, und klären alles.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Ihre Eltern leben noch, und das Verhältnis ist auch gut, aber Ihre Eltern sind in den USA, und klären alles.
OK - aber dann könnte es ja sein, daß sich Deine Freundin freut, wenn Du ihr hilfst, die Wohnung aufzulösen (wenn es eine gibt...) oder Dich mit ums Grab kümmerst - was alles in der Situation so anfällt.
 

Benutzer161327  (33)

Sorgt für Gesprächsstoff
ja, wie gesagt, da werde Ich natürlich helfen.
aber Ich muss mich erstmal selber fangen,
bin jetzt selber schon am rumheulen, :cry: muss das ganze auch erstmal selber für mich "verarbeiten".
Ich muss darüber hinweg kommen, und wieder Stark werden, um meiner Freundin zu helfen.
... werde mich mal schlau machen, was nach einem Todesfall halt so gemacht/geregelt werden muss.
 
K

Benutzer

Gast
werde mich mal schlau machen, was nach einem Todesfall halt so gemacht/geregelt werden muss.
Einiges! Vielleicht kannst du dir da auch mal Hilfe beim einem Bestattungsunternehmen holen (selbst wenn sie evtl nicht in DE sondern in den USA begraben wird...) und deine Freundin direkt mitnehmen, falls sie das möchte.
 

Benutzer145807 

Verbringt hier viel Zeit
Was ich öfters im Umfeld mit bekomme, wenn so etwas pasiert (ein Trauerfall):
Sätze, wie "Das Leben geht weiter" etc., alles in Richtung "raus kommen und was unternehmen"...
Bitte vermeiden!!!
Das verharmlost die ganze Situation. Mag sein, dass sowas in wenigen Fällen hilft, aber das Leben geht schon noch früh genug weiter! Trauern ist nunmal nichts, was man als Dritte Person durch Taten aktiv vebessern kann, außer eben einfach da zu sein.
Ich beziehe mich hiermit auf die erste Zeit "danach"!
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
1. Frage bei sowas ist von mir immer : Gläubig ?

Glaube kann nun Trost spenden .

Du solltest dich auch erst Mal selbst fangen , ihr sollte euch da gegenseitig helfen und füreinander da sein.

Reden , in den Arm nehmen usw.


Wenn sie gläubig ist sucht doch einfach Mal einen Geistlichen auf.

Notfallseelsorge ist da das Thema.


Trauerbewältigung funktioniert bei jedem anders daher können wir dir keine Masslösung geben .
 

Benutzer161327  (33)

Sorgt für Gesprächsstoff
Was ich öfters im Umfeld mit bekomme, wenn so etwas pasiert (ein Trauerfall):
Sätze, wie "Das Leben geht weiter" etc., alles in Richtung "raus kommen und was unternehmen"...
Bitte vermeiden!!!
Das verharmlost die ganze Situation. Mag sein, dass sowas in wenigen Fällen hilft, aber das Leben geht schon noch früh genug weiter! Trauern ist nunmal nichts, was man als Dritte Person durch Taten aktiv vebessern kann, außer eben einfach da zu sein.
Ich beziehe mich hiermit auf die erste Zeit "danach"!


ok was mir noch einfällt:

Ich habe halt Angst davor, etwas falsches zusagen bzw. zu handeln, denn sowas erlebt man ja auch nicht so oft.
... bin ja bloß "eine Dritte Person", und kein Verwandter, für mich kam das eben auch unerwartet.

soll Ich Sie sogar erstmal in Ruhe lassen? Ich weiss nicht so recht, was momentan richtig ist.
Was meint Ihr dazu?
 

Benutzer145807 

Verbringt hier viel Zeit
Naja, es ist deine Freundin!!! Falls du mit in Ruhe lassen meinst, dich zurück zu ziehen, wäre das sicher falsch.
Sei für sie da, nimm sie in den Arm. Hilf ihr bei Dingen, die zu erledigen sind. Sie wird dir dabei sicher zeigen, in wie fern sie reden möchte, oder für sich sein will.
Wie hier von schuichi schuichi schon erwähnt: Ein Pauschalrezept für alle Betroffenen gibts da leider nicht.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Sage ihr, dass du unsicher bist und nicht ganz weißt was du sagen oder tun sollst.
Biete ihr an, dass du da sein kannst, aber auch jeder Zeit gehen kannst. Dass du mit ihr reden kannst, oder mit ihr schweigen, dass du ihr konkrete Unterstützung (Wohnung auflösen, Kleidung sortieren, Zeitschriften kündigen, Trauerfeier für die Freund ein DE organisieren, etc) anbieten kannst, aber sie auch ablenken kannst, wenn sie das wünscht.
Trauer hat viele Facetten und viele Ausdrucksmöglichkeiten. Ob man der stille Typ ist, jemand der einen Brief an den verstorben schreibt, eine Kerze anzündet oder in die Kirche geht um dort still zu beten, dass kann man herausfinden. Man darf auch verdammt wütend sein - und toben, schreien und um sich schlagen. Auch dass eine normale Reaktion auf ein völlig unnormales Ereignis. Das wichtigste ist nur, dass du als Partner bei egal welcher Emotion (Wut, Traurigkeit, Weinen, Schreien oder auch Lachen), empathisch reagierst, mitschwingst und ggfs. beruhigst, sie aber nicht kritisierst.
 

Benutzer133456  (49)

Beiträge füllen Bücher
Da muss man zur Seite gehen und sich ein wenig raushalten, finde ich, denn das ist Sache der betroffenen Familie. Klar kann man sich der Freundin zur Verfuegung stellen, aber nicht aufdraengen, denn das ist einfach Vergangenheit versus Zukunft.

P.S.: Ich bin erstaunt, dass jemand mit dieser Ansicht Probleme hat. Das ist fuer mich einfach eine Frage des Respekts gegenueber der engeren Familie, und es sei denn, die geben eindeutige Anzeichen, mich in den Prozess einbinden zu wollen, werde ich bestimmt nicht anfangen, mich da breit zu machen. Gerade bei Todesfaellen, wo grosse Erbschaften mit im Spiel sind, kommt das mitunter ganz schief an, wenn man da als Freund oder Freundin ploetzlich zu viel Interesse zeigt. Habe das schon selbst erlebt; da wurde ich dann gefragt "na, hoffst wohl aufs Auto?" Zu meiner Schande bekamen wir's dann tatsaechlich. Das Verhaeltnis zu den Geschwistern war damit auf Jahre getruebt.
 
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Benutzer11345 

Meistens hier zu finden
[...] Sache der betroffenen Familie. [...]
Als Partner ist man nach meinem Empfinden Teil der Familie.
Es gibt sogar Familien mit denen ich "nur" seit Jahren befreundet bin, die zählen mich mittlerweile als Familie. Da bin ich bei einigen familieninternen Treffen dabei - wenngleich ich nicht klassisch Familie bin.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Aus meiner persönlichen Erfahrung mit der Trauer um Angehörige und aus meiner Erfahrung mit trauernden Freunden heraus gibt es einen Satz, den ich wirklich ideal finde:
"Ich bin jederzeit für dich da, wenn du mich brauchst. Sag einfach bescheid."

Oder um es noch etwas detaillierter auszuführen:
Tröste sie, wenn sie getröstet werden will, höre ihr zu, wenn sie reden will, unternimm etwas mit ihr, wenn sie Ablenkung will und lass sie alleine, wenn sie ihre Ruhe will. Und sag ihr, dass du nicht in ihren Kopf schauen kannst, so dass sie dir sagen muss, wenn sie etwas von dir will oder wenn sie etwas gerade nicht will.

Was ich öfters im Umfeld mit bekomme, wenn so etwas pasiert (ein Trauerfall):
Sätze, wie "Das Leben geht weiter" etc., alles in Richtung "raus kommen und was unternehmen"...
Bitte vermeiden!!!
Das verharmlost die ganze Situation. Mag sein, dass sowas in wenigen Fällen hilft, aber das Leben geht schon noch früh genug weiter! Trauern ist nunmal nichts, was man als Dritte Person durch Taten aktiv vebessern kann, außer eben einfach da zu sein.
Ich beziehe mich hiermit auf die erste Zeit "danach"!
Bezüglich hohler Phrasen, wie "das Leben geht weiter" stimme ich dir voll und ganz zu. Aber beim "raus kommen und was unternehmen" sehe ich das anders:
Menschen trauern auf unterschiedliche Art und Weise. Manche verkriechen sich zu Hause und wollen niemanden an sich ran lassen, andere brauchen eine Schulter zum Anlehnen und jemanden der zuhört und wiederum andere Menschen brauchen zwischendurch auch mal ein wenig Ablenkung. Und ganz viele Menshen brauchen mal das eine und mal das andere.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
ganz ganz üble und tragische geschichte...tut mir sehr leid.
aber mehr als für sie da sein kannst du nicht tun.aber glaub mir,das ist sehr viel wert!tröste sie,rede mit ihr,wenn sie reden will...wenn du mal unsicher bist,was sie braucht,frag sie.vllt will sie ja auch mal abgelenkt werden.
sei ihr einfach weiterhin eine stütze.
alles liebe!
[doublepost=1491164043,1491163903][/doublepost]
soll Ich Sie sogar erstmal in Ruhe lassen?
falls du den eindruck hast,dass sie mal ruhe will und allein sein muss,dann frag sie,ob es so ist.und wenn sie ja sagt,respektiere es und gibt ihr zeit für sich alleine.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Da muss man zur Seite gehen und sich ein wenig raushalten, finde ich, denn das ist Sache der betroffenen Familie. Klar kann man sich der Freundin zur Verfuegung stellen, aber nicht aufdraengen, denn das ist einfach Vergangenheit versus Zukunft.
Das sehe ich nicht ganz so.
Aufdrängen sollte man sich natürlich nicht. Aber ich finde nicht, dass das nur eine Sache der betroffenen Familie ist.
Als z.B. mein Opa gestorben ist (der mir wirklich viel bedeutet hat) wollte ich mit meiner Trauer meinen ebenfalls trauernden Familienangehörigen nicht auch noch zur Last fallen und fand es deshalb schön, u.A. mit einer guten Freundin darüber reden zu können und zu wissen, dass ich mich jederzeit bei ihr melden kann, wenn ich sie brauche.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Aufdrängen sollte man sich natürlich nicht. Aber ich finde nicht, dass das nur eine Sache der betroffenen Familie ist.
dito,eben.wofür hat man denn menschen wie freunde oder partner,wenn die einem nicht beistehen,wenn mans am meisten braucht?!also für jemanden da zu sein,den ich liebe,ist doch wohl selbstverständlich.da gibts kein sich-raushalten.
außerdem gehören auch mEn feste partner,die sich bereits "bewährt" haben und auch (beste) freunde oft zur familie.meine beste zb wird von meinen eltern abgöttisch geliebt-und für mich ist sie genauso familie wie meine eltern und mein bruder.
 

Benutzer2610 

Meistens hier zu finden
Aus eigener, noch immer sehr schmerzhafter, Erfahrung würde ich auch sagen dass ein Todesfall ganz sicher nicht "nur eine Sche der betroffenen Familie" ist.
Wer wenn nicht der eigene Partner steht einem denn besonders nahe, ist für einen da wenn man Hilfe benötigt?

Wie ja schon mehrfach gepostet:
Versuche für Sie da zu sein, sie zu unterstützen wenn Sie Hilfe benötigt (bei Formalitäten, etc.) - mehr kannst und musst Du nicht tun.
Jeder Mensch trauert anders und Sie wird deine Unterstützung annehmen wenn Sie das möchte.
 
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