Schulfach fürs Flirten und anderen Beziehungskram?

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Ja schon, aber es war bei ihm doch sehr überraschend, da recht früh.
Bis dato war Thema Mädchen und alles drum herum immer ein Tabu bzw. zu Fremdschämen gewesen...
Hintergrund:
Er ist ein Jahr früher eingeschult worden als die anderen, und somit ein Jahr jünger, was mit 12-13-14 echt ein bisschen doof war.

Bei uns haben das die meisten gemacht, weil die Eltern das so wollten. Alles Gymnasiasten, da gehört so ein Kurs zum guten Ton. Und das beste an der Sache: Disko! Die Tanzschule bietet nämlich im Rahmen des Kurses am Freitag eine Disko an (oder so ähnlich:rolleyes:. Da durften sie mal ganz ohne Eltern abzappeln. Um 21h war dann aber Schluss. Glaube kaum dass es dabei primär ums Anbandeln ging, sondern eher ums "cool sein" und wie gesagt, wurde von Mutti und Vatti erwartet.
 

Benutzer161456 

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Du sagst: "Damals hatte ich Problem X und hätte mich über eine Lösung in einer Art AG gefreut."
Ich frage: "Welchen Tipp hätte man dir in dieser AG denn zur Lösung von Problem X geben können?"
Du sagst: "Gar keinen, das hätte sowieso nichts gebracht, ich musste dafür erst in eine neue Stadt zum Studieren ziehen."
ah sorry, dann habe ich dich falsch verstanden.

Ob mir es was gebracht hätte weiss ich nicht, kann ich nicht sagen.
Ich weiss ja nicht, was mich da dann erwartet hätte.

Gebraucht hätte ich bestimmt einen heißen Tipp, wie ich cooler und lockerer hätte werden können...
Und wie ich sie dazu gebracht hätte, mich toll zu finden...

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Bei uns haben das die meisten gemacht, weil die Eltern das so wollten. Alles Gymnasiasten, da gehört so ein Kurs zum guten Ton. Und das beste an der Sache: Disko! Die Tanzschule bietet nämlich im Rahmen des Kurses am Freitag eine Disko an (oder so ähnlich:rolleyes:. Da durften sie mal ganz ohne Eltern abzappeln. Um 21h war dann aber Schluss. Glaube kaum dass es dabei primär ums Anbandeln ging, sondern eher ums "cool sein" und wie gesagt, wurde von Mutti und Vatti erwartet.

und du hast nicht teilgenommen?
 
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Gebraucht hätte ich bestimmt einen heißen Tipp, wie ich cooler und lockerer hätte werden können...

Der Charakter steckt ja auch zum Teil in den Genen.
Ich glaube kaum, dass man das Verhalten eines Menschen so erheblich ändern kann, denn dann wäre er nicht mehr er selbst.
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und du hast nicht teilgenommen?

Nö, hatte keine Lust auf Standardtänze (kann sie trotzdem ein bisschen). Meine Eltern haben die Entscheidung akzeptiert.
Ich bin auch nicht zur Konfirmation gegangen, wie der Rest der Welt.
Haben bei uns alle nur wegen der Kohle gemacht und das war mir zu doof. Ich glaube nicht an Gott und einen Tag so zu tun, als würde ich es, nur um Geldgeschenke einzuheimsen, ist mir einfach zu doof. Mein Bruder hat es gemacht, aber das hat das auch ganz ehrlich so gesagt :tongue:
 

Benutzer161456 

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Du glaubst also, dass Misserfolg beim Flirten angeboren ist?
dann müsste ich aber immer noch Solo sein, bei meinem "Erfolg" damals in der Schule
...aber wahrscheinlich hast du recht.
Ein bisschen Selbstbewusstsein tanken, das kann aber schon nicht verkehrt sein.
 
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Ich glaube ja, zumindest die Eigenschaften, die dafür hilfreich sind. Erziehung kommt klar auch hinzu, aber die Basis.
 

Benutzer161456 

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Der Charakter steckt ja auch zum Teil in den Genen.
Ich glaube kaum, dass man das Verhalten eines Menschen so erheblich ändern kann, denn dann wäre er nicht mehr er selbst.

Das würde ich nicht so hart sehen.
Vieles ist auch Erfahrung und Übung, und vor allem Selbstbewusstsein. Und ein guter Mentor/ Supporter kann auch zu einem ganz anders Standing verhelfen.
Warum soll das beim Flirten so groß anders sein?

aber genau das fehlt den aller meisten unglücklich Einsamen.

Klar, du machst aus einer zauderhaften grauen Maus keinen feurigen Gigolo, aber eventuell schon so fit, dass er leichter bzw. ohne all zu viele Tränen seinen Deckel finden kann.
 
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Das würde ich nicht so hart sehen.
Vieles ist auch Erfahrung und Übung, und vor allem Selbstbewusstsein. Und ein guter Trainer/ Supporter gibt auch ein ganz anders Standing.

Und genau das fehlt den aller meisten unglücklich Einsamen.

Klar, du machst aus einer zauderhaften grauen Maus keinen feurigen Gigolo, aber eventuell schon so fit, dass er leichter bzw. ohne all zu viele Tränen seinen Deckel finden kann.

Flirten ist so viel mehr als Selbstbewusst sein. Das fängt schon bei der Mimik an, keinen Gesten, die absolut individuell sind.
Ich glaube du unterschätzt es eher etwas. Es gibt keinen Plan fürs Flirten. Es gibt evtl DOs und DONTs, aber selsbt die sind nicht unbedingt allgemeingültig.
 

Benutzer161456 

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Flirten ist so viel mehr als Selbstbewusst sein. Das fängt schon bei der Mimik an, keinen Gesten, die absolut individuell sind.
Ich glaube du unterschätzt es eher etwas. Es gibt keinen Plan fürs Flirten. Es gibt evtl DOs und DONTs, aber selsbt die sind nicht unbedingt allgemeingültig.

nein einen Plan gibt es tatsächlich nicht, aber ein grobes Grundgerüst, welches zu einem passt und das ausgeschmückt und aufgehübscht werden kann.

Bei mir ist es so, dass es vor allem an meinem gegenüber liegt.
Wenn sie mir das Gefühl gibt, ich bin nett und sie mag mich, dann kann ich auch wunderbar flirten,
Dann kann ein heißer Flirt wachsen und gedeihen.
...wenn nicht, dann gehe ich ein wie ein wie eine Primel. Dann stimmt aber auch nicht wirklich die Chemie.
 
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Jetzt liegt es am gegenüber und nicht mehr an einem selbst? Vielleicht findet sie dich ja wirklich nicht nett. Wie kann eine ah für dich deinem gegenüber helfen? Ich kapiers nicht.
 

Benutzer161456 

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Tja, Männer sind halt auch nicht so ganz einfach gestrickt.:grin:...manche zumindest...

Ist tatsächlich so. Wenn du mir zB. beim 1. Date keine positiven Signale sendest, dann regen sich auch keine Flugzeuge im Bauch.
Ich bin nicht der, der eine kalte Schulter als Ansporn sieht.
Aber ohne Flugzeuge im Bauch, kein überzeugendes Flirten.
So jedenfalls meine Erfahrung.

Deine persönliche Wahrnehmung von mir könnte in dem Moment aber durchaus auch abweichen...will ich gar nicht bezweifeln...
 
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Benutzer136524 

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Flirten ist so viel mehr als Selbstbewusst sein. Das fängt schon bei der Mimik an, keinen Gesten, die absolut individuell sind.
Ich glaube du unterschätzt es eher etwas. Es gibt keinen Plan fürs Flirten. Es gibt evtl DOs und DONTs, aber selsbt die sind nicht unbedingt allgemeingültig.
Das sehe ich ganz genauso. Mimik, Gestik, Körperhaltung. Und dann reagiert ja auch wieder jede Frau anders auf bestimmte Bestandteile der nonverbalen Kommunikation. Die einen schmelzen beim Anblick des Bachelors und bei seiner Art dahin, andere finden ihn schrecklich. Letztlich muss jeder lernen, sich gut zu verkaufen. Und dafür braucht es meiner Meinung nach keine Flirtschule - das kommt dann von selbst. Eher so Sachen wie Assessmentcenter. Und die gibt es ja bereits. War bei uns verpflichtend an zwei Nachmittagen oder so. Bewerbungstraining zielt letztlich auch auf dasselbe ab. Da lernt man, sich gut zu verkaufen. Und genau das braucht man auch, um beim anderen Geschlecht gut anzukommen. Und mehr, als bei solchen Assessmentcentern trainiert wird, sollte man auch nicht tun, finde ich. Man kann es häufiger machen, aber nicht mehr Inhalt und schon gleich gar nicht bezogen aufs Flirten.
 

Benutzer161456 

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Das sehe ich ganz genauso. Mimik, Gestik, Körperhaltung. Und dann reagiert ja auch wieder jede Frau anders auf bestimmte Bestandteile der nonverbalen Kommunikation. Die einen schmelzen beim Anblick des Bachelors und bei seiner Art dahin, andere finden ihn schrecklich. Letztlich muss jeder lernen, sich gut zu verkaufen. Und dafür braucht es meiner Meinung nach keine Flirtschule - das kommt dann von selbst. Eher so Sachen wie Assessmentcenter. Und die gibt es ja bereits. War bei uns verpflichtend an zwei Nachmittagen oder so. Bewerbungstraining zielt letztlich auch auf dasselbe ab. Da lernt man, sich gut zu verkaufen. Und genau das braucht man auch, um beim anderen Geschlecht gut anzukommen. Und mehr, als bei solchen Assessmentcentern trainiert wird, sollte man auch nicht tun, finde ich. Man kann es häufiger machen, aber nicht mehr Inhalt und schon gleich gar nicht bezogen aufs Flirten.

Ja also, genau das meine ich ja.
Du sagst es ja selber. Man muss lernen sich gut zu verkaufen. Und das kann man durch aus mal miteinander üben, im Spiel ... Warum eigentlich nicht?

Und warum ist so was nun bei Jugendlichen bzw. beim Erlernen im Umgang mit dem anderen Geschlecht so schlimm, für den Job aber nicht?
Warum muss das gerade da unbedingt eine zufällige Lernkurve sein?

Verstehe ich nicht ganz?
 

Benutzer136524 

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Weil es keine festen Regeln beim Umgang mit dem anderen Geschlecht gibt. Außer Respekt. Ende. Und Respekt ist ohnehin täglich im Unterricht automatisch ein Thema in der Klasse. Für den Rest gibt es keine festen Regeln und das ist meiner Meinung nach auch gut so. So kann sich jeder individuell entwickeln. Dagegen gibt es beim Vorstellungsgespräch eben schon ein konkretes Verhalten, etc, das einen weiterbringt. Und einen Teil davon kann man eben auch im Umgang generell mit anderen Menschen brauchen. Und genau das gibt es ja schon, auch an Schulen. Wie gesagt, man könnte das öfter machen lassen, aber es braucht meiner Meinung nach nicht noch ein neues (altes) Modell mehr.
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Und warum ist so was nun bei Jugendlichen bzw. beim Erlernen im Umgang mit dem anderen Geschlecht so schlimm, für den Job aber nicht?
Weil Liebe ein komplett anderes Thema ist, als Beruf..?! Man muss mehr von sich selbst preisgeben, persönlicheres...
Du sagst es ja selber. Man muss lernen sich gut zu verkaufen. Und das kann man durch aus mal miteinander üben, im Spiel ... Warum eigentlich nicht?
Tut man ja. Bei Assessmentcenter und Co. Das gibt es schon.
 

Benutzer161456 

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Weil es keine festen Regeln beim Umgang mit dem anderen Geschlecht gibt. Außer Respekt.

Absolut korrekt. Na und?
Wo ist da der Widerspruch?
Bei Selbstverteidigungskursen wird auch etwas geübt, was man nicht voraussehen kann, das Gleiche beim Rettungsschwimmen,
bei Einstellungsgesprächen, beim Pokern.

...Aber man kann sich drauf vorbereiten, wenn man will...
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Tut man ja. Bei Assessmentcenter und Co. Das gibt es schon.

Aber zur Schulzeit ist man halt noch nicht im Assessmentalter...

Es ginge ja nur darum, schüchternen Charakteren ein bisschen die Scheu zu nehmen,
Für manch einen kann das schon was bringen...glaubst du nicht.
Keiner will vorschreiben, wie wer zu reagieren hat, zu lieben. Das ginge in der Tat nicht.
 
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Benutzer135968 

Sehr bekannt hier
no. die schule sollte ein ort der bildung bleiben, wobei man dann auch nutzlose fächer wie religion abschaffen sollte. die schule ist sowieso schon genug gefüllt mit viel zeugs, was die masse sowieso nicht braucht und eher verdummt, statt bildet, weil man sich auf unwichtiges konzentrieren muss und dabei immer das wichtige schleifen lässt.

aber wenn doch, sollte man solche fächer niemals zu den zwangsfächern packen, wie mathe und deutsch, sondern sollten freiwillige fächer sein.
 

Benutzer163957 

Öfters im Forum
Eher die Chance hier ein Miteinander/ eine Kommunikation auf Augenhöhe zu fördern.
Einen Ansatz in diese Richtung hätte ich mir zu Schulzeiten gewünscht - nicht als Flirtkurs, sondern eine ganz grundsätzlich fokussierte Förderung der allgemeinen Sozialkompetenz, des Selbstwerts des Einzelnen, eines positiven Klassenklimas und einer bewussten Durchbrechung vermeintlicher Geschlechterunterschiede - ich kann mir das durchaus vorstellen ohne gravierende Einschnitte beim Lernstoff und der Lehrzeit. All diese Punkte würden meiner Ansicht nach sogar Lernen und Lehren verbessern und zwar für alle, weil mehr Gerechtigkeit, weniger Angst verurteilt zu werden, mehr Austausch und Diskussionsbereitschaft unter den Schülern und weniger Ablenkung durch schwelende Konflikte und den Widerwillen, sich da überhaupt hin zu begeben,

Ich weiß nicht wie das heute ist (ich hoffe deutlich abgemildert!), zu meiner Schulzeit an meiner Schule gab es folgende Probleme:
Es wurde ständig eine Trennung zwischen Jungs und Mädchen aufgemacht. In der 5. Klasse hatten die Mädchen zwangsweise Handarbeit, Jungs Werken. Einen Wahlkurs "Hauswirtschaft" gabs nur für Mädchen (wurde mittlerweile aber beides abgeschafft, glaube ich). In Naturwissenschaften wurden die Jungs stärker angesprochen (mehr aufgerufen, ihre Leistung stärker hervorgehoben aber teilweise auch mehr erwartet; bei den Mädchen ein ähnlicher Effekt in Sprachen und Kunst). Es vielen immer wieder von einigen Lehrern deutlich sexistische Kommentare und Benotung (gerne auch mal aufs Aussehen u Kleidung der Mädchen bezogen - "Kurzer Rock an der Tafel, schützt vor schlechter Mathenote, höhöhö"). In Musik mussten teilweise alle Vorsingen, obwohl das für so manchen Jungen im Stimmbruch die Hölle war (wie komisch dass so viele dann einen Widerwillen gegen das Fach entwickelt haben...). In Kunst waren hauptsächlich die Mädchen gut, weil grundsätzlich Sachen gemacht wurden, für die in dem Alter eher die Mädchen zu begeistern waren. Sport war auch oft getrennt, Jungs haben dann Rugby, Fußball und Basketball gespielt, Mädchen mussten Schwebebalken, Bändertanz, Aerobic und Volleyball absolvieren.
Als wären die Geschlechter von unterschiedlichen Planeten, ohne Überschneidungspunkte - sei es an Fähigkeiten oder Interessen - und wer lieber die anderen Sachen gemacht hätte, hatte Pech - falsches Geschlecht (selten konnte man wählen, dann musste man aber bewusst die eigene "Geschlechtersphäre" verlassen und in Kauf nehmen "unmännlich" oder "unweiblich" rüber zu kommen - was in einem gewissen Alter ganz schön viel Selbstvertrauen erfordert.).
Ich kann mir gut vorstellen, das genau sowas bei einigen zu absoluter Verunsicherung führen kann - denn wie nähert man sich Aliens an? Oder ist man selber ein Alien, weil man als Junge eigentlich auch gerne Handarbeit hätte, Sprach-affin ist und sich mal am Schwebebalken versuchen möchte (oder als Mädchen alles 3 ultra doof findet)?

Und weiteres Problem meiner Schule: Ein extrem schlechter Umgang mit Mobbing. "Lösung" in den meisten Fällen: Opfer verlässt die Schule, keine Aufarbeitung, keine Verbesserung, keine Prävention, größtenteils desinteressierte Lehre, die bloß nicht rein gezogen werden wollten ("keine Zeit, der Lehrplan...") und zusätzlich eine schlechte Schulpsychologin, die nur mit Lehrbuchfällen was anfangen konnte.
Dadurch das ich jahrelang Mitglied in der Schülervertretung (und dadurch Ansprechpartner für Mitschüler war) weiß ich, dass es in beinahe jeder Klasse "Verlierer" gab (egal wie "harmonisch" die Klasse erschien), die sich in den Strukturen von Schule ziemlich allein gelassen fühlten und sozialen Leidensdruck erlebten (und das in der Regel eher still ertrugen und soziale Interaktion oder "Zu-Wort-Melden" komplett einstellten, um keine Angriffsfläche zu bieten, dafür dann zusätzlich schlechte Mitarbeitsnoten bekamen) und die komischen Hierarchien der Gruppen vor allem deshalb so wirkmächtig waren, da sie nie hinterfragt, thematisiert oder gar mal bewusst aufgehoben wurden (eher haben viele Lehrer das auch noch durch Ungleichbehandlung gefördert, inkl. verstärkter Konkurrenz und Missgunst) - und ich glaube nicht dass das hätte zwingend so sein müssen. Es gab ganz selten mal "Raum" um mit Problemen in der Gruppe umzugehen - eigentlich war es die absolute Ausnahme und wenn dann dem besonderen Engagement eines einzelnen Lehrers zu verdanken.

Achso: Respekt wurde bei uns im Unterricht nie thematisiert. Die meisten Lehrer haben den selbstverständlich für sich eingefordert, das war`s dann aber auch.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Die Grundidee jungen Leuten auch in sozialen Fragen mehr anzulernen finde ich aber trotzdem gut.
Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Schule heute mehr leisten muss wie früher.
Es reicht heute einfach nicht mehr, die Schule als bloßen Wissensvermittler zu sehen.
Ich halte das für eine gefährliche Gratwanderung.
Einerseits mag man ja durchaus fordern, die Schule müsse angesichts unfähiger Eltern immer mehr Erziehungsaufgaben übernehmen, dass auch aus diesen Kindern etwas wird. Aber andererseits ist es für viele Eltern doch ziemlich beschissen, wenn die Schule nicht nur immer mehr Zeit im Leben ihrer Kinder einnimmt (Stichwort: Ganztagesschule), sondern auch noch immer mehr in ihre Erziehung hineinpfuscht.

Wieso sollte ich denn bitteschön noch Kinder in die Welt setzen, wenn diese dann in der Kita und der Schule gemäß der staatlich verordneten Agenda zu systemkonformen Personen erzogen werden und ich kaum noch etwas von mir an meine Kinder weitergeben kann?
Wieso sollte ich Kinder in die Welt setzen, wenn ich für den Lebensunterhalt der Familie so viel arbeiten muss, dass diese Kinder den Großteil ihrer wachen Zeit fremdbetreut werden müssen und dort dann auch notgedrungenerweise erzogen werden? Was habe ich dann noch von ihnen? Was haben sie von mir?

Mathe kommt dir nur deshalb wie Kochrezeptlernen vor, weil du es gut kannst. Mir ist Mathe auch immer leicht gefallen, vielen anderen jedoch nicht. Ob Matheunterricht wirklich dabei hilft das logische Denkvermögen zu verbessern, weiß ich nicht. Es war auch nicht ganz so ernst gemeint. :zwinker:
Das möchte ich bezweifeln. Während es in meiner ganzen Schulzeit nur darum ging, Aufgaben mit Hilfe vorher gelernter "Kochrezepte" zu lösen, kam ich im Studium endlich in den Genuss guter Mathe-Vorlesungen, in denen logisches Denkvermögen gefordert und gefördert wurde. Ich kenne den Unterschied also ziemlich gut.
(Und schon vorher habe ich meinen Mitschülern den Mathe-Stoff erklärt, indem ich ihnen die logischen Zusammenhänge gezeigt habe, die im Unterricht komplett vernachlässigt wurden.)


Sehe ich gar nicht so.
Ich sehe da eher das Gegenteil.
Eher die Chance hier ein Miteinander/ eine Kommunikation auf Augenhöhe zu fördern.
Der Staat hat ja immerhin die geschlechtliche Gleichberechtigung und sexuelle Gleichbehandlung im Grundgesetz stehen...
Meinst du wirklich, dass unser Staat das schafft? - Der Staat, der nach wie vor zwischen heterosexueller Ehe und homosexueller eingetragener Lebenspartnerschaft unterscheidet? Der Staat, der Religionsgemeinschaften mit äußerst zweifelhafter Sexualmoral massiv subventioniert, ihnen die Indoktrinierung von Schülern im konfessionellen Religionsunterricht gestattet und deren Vertreter als moralische Instanzen in Ethikkommisionen beruft?

Naja, man kann einem ja auch die Worte im Mund herum drehen...wenn man will.
Wo habe ich das irgendwo mal geschrieben??
Das habe ich überhaupt nicht gesagt und gemeint. Meine Idee ist doch kein Zwang, oder Bevormundung oder Zeigefingerratschläge von der Gouvernante:nope:, sondern Unterstützung in der Persönlichkeitsbildung.
Also das, was früher idR. mal im Idealfall ein Verein oder die Familie mit übernommen hat.
Und wieso soll das ausgerechnet in der Schule funktionieren - an dem Ort, an dem meiner Erfahrung nach massiv gehänselt und gemobbt wird (weitaus heftiger, als ich es sonst jemals erlebt habe)? In einer Institution, in der man nicht aus persönlichem Interesse ist, sondern wiel man hin gehen muss? In einer zusammengewürfelten Klasse, in der es sicherlich irgendwelche Arschlöcher gibt, denen man niemals etwas Privates erzählen würde (was ja im Falle eines solchen Persönlichkeitsbildungs-Gedöns durchaus notwendig sein könnte)?
Da gibt es nun wirklich weitaus besser geeignete Orte.
Ich sehe ja eher ein Problem darin, dass die moderne (Ganztages-)Schule so viel Zeit beansprucht, dass kaum noch Zeit und Energie für das Leben außerhalb dieser Institution bleibt - für Sport im Verein, für das Familienleben, usw., wo man diese "soft skills" höchstwahrscheinlich deutlich besser lernen würde, als in der Schule.

Off-Topic:
Muss man denn überhaupt Flirten, um einen Partner zu bekommen? Meiner Meinung nach nämlich nicht. :grin:
Wirklich? :eek:
Vielleicht besteht für eine Flirt-Niete, wie mich dann doch noch ein wenig Hoffnung. :seenoevil:


Ich frage mich gerade, wer freiwillig in eine AG a la "Wie flirtet man richtig" gehen würde... :ninja:
Genau.
Die obercoolen Typen werden sich dann auf jeden Fall auf Kosten der Flirt-Nieten, die eine AG brauchen, um das zu lernen, profilieren. Das wäre nur eine Einladung zum Mobbing.

naja, ich könnte mir so die Oberstufe vorstellen.
...Maximal obere Mittelstufe.
In der Oberstufe?
Wer bei sozialen Dingen halbwegs begabt und kompetent ist, hat in diesem Alter längst Flirt-Erfahrung gesammelt und würde an einem solchen Kurs (sofern er denn freiwillig ist) sowieso nicht teilnehmen. Und wer teilnimmt, erklärt sich mit seiner Teilnahme automatisch zum sozial inkompetenten Nerd und macht sich somit zum gefundenen Fressen für alle Idioten, die sich durch Mobbing profilieren möchten.

Off-Topic:
Unser Sohn hat übrigens gerade seinen ersten Tanzkurs gemacht.
Wir waren total baff, denn zuvor hat er noch nie in diese Richtung (also Anbandeln Mädchen...) was unternommen.
Tanzen muss nicht notwendigerweise etwas mit dem Anbandeln zu tun haben...
(Und dazu bin ich der Meinung, dass das ein völlig bescheuerter Zeitpunkt für einen Tanzkurs ist. Ich habe das auch in diesem Alter gemacht. Aber erst mehr, als 10 Jahre später hätte ich dann bei der ersten Hochzeit im Freundeskreis zum ersten mal wieder tanzen können, wenn ich nicht längst alles vergessen und verlernt hätte.)


Das würde ich nicht so hart sehen.
Vieles ist auch Erfahrung und Übung, und vor allem Selbstbewusstsein. Und ein guter Mentor/ Supporter kann auch zu einem ganz anders Standing verhelfen.
Warum soll das beim Flirten so groß anders sein?

aber genau das fehlt den aller meisten unglücklich Einsamen.

Klar, du machst aus einer zauderhaften grauen Maus keinen feurigen Gigolo, aber eventuell schon so fit, dass er leichter bzw. ohne all zu viele Tränen seinen Deckel finden kann.
Meiner Erfahrung nach ist die Schule aber der denkbar schlechteste Ort, um all das zu fördern.
 

Benutzer161456 

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leider hast du schon recht mit deiner Bestandsaufnahme...
es ist ein beschissener Status-Quo in der Schulpolitik, nicht Fisch und nicht Fleisch.

Auf der einen Seite können viele Eltern, aus was für Gründen auch immer, keine ausreichend gute Erziehung mehr leisten, auf der anderen Seite ist das aktuelle Schulwesen so erstarrt und ohne Kapazitäten, dass es die vielen dringenden und wichtigen Erziehungsleistungen nicht erfüllen kann.

Ergebnis ist ein Fürsorgevakuum, welches zu einer Verrohung des allgemeinen Schulalltags und einer Erschöpfung der Lehrer führt.
Eine fatale Abwärtsspirale setzt sich in Gang, welche sich gegenseitig immer weiter befeuert.
das Ergebnis sind ein Heer von Jugendlichen, die ihre Potentiale nicht mehr ausschöpfen können und deren Zukunft gefährdet ist. Jugendliche, die uns als starke neue Generation verloren zu gehen drohen.
Das Ergebnis sind aber auch eine Menge ausgebrannte Lehrer, welche abgestumpft die Aufgaben nicht mehr erfüllen können und krank werden..

Natürlich nicht in allen Schulen, und nicht überall, aber doch sehr oft und gefährlich viele bleiben dabei auf der Strecke.

Hier einen Cut zu wagen und etwas sinnvolles und neues zu finden, das ist ein sehr dickes Brett.

Natürlich ist "Flirtunterricht" an sich erst mal Unsinn, ...aber ich sehe das Thema auch als Synonym für ein neues achtsamerers Miteinander.
Da müssen wir hin, und am Ende stände dann eventuell eine Projektwoche, in der sogar die hippen Flirtprofis der Stufe den unerfahrenen Nerds einen kleine Kostprobe ihres Könnens mitgeben würden, anstatt penibel auf das traditionelle Recht des Stärkeren zu pochen...
...da müssten wir hin. Die Franzosen nennen so was Brüderlichkeit...
 
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