Schulfach fürs Flirten und anderen Beziehungskram?

Benutzer67771 

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Ihr denkt schon einen Tick zu weit.
Die praktische Umsetzung ist erst der 2. Schritt.
Es könnte ja auch eine freiwilligen-AG oder eine Projektwoche sein.

Aber so wir ich euch verstehe, seht ihr hier keinen Bedarf, oder?
Ich meine galt, die Schule von morgen muss mehr soft skills vermitteln, weniger Fakten.

Auch um die Familien zu entlasten und Schüler aus unterbemittelten Kreisen eine Teilnahme zu ermöglichen.
Das nennt sich "kompetenzorientierter Unterricht" und findet in mehreren Fächern längst statt.
Daher ist die Ausgangsfrage gar nicht mal so abstrus, im Sinne eines eigenen Schulfachs - v.a. bezogen auf den bereich Flirten - hingegen natürlich aber völliger Quatsch.
 

Benutzer161456 

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Verein = gemeinsames Interesse
Klasse = gleiches Alter, sonst keine allgemeinen Gemeinsamkeiten

Was ist mit deiner Schulerinnerung? Wurde da etwa nicht gemobbt? Und wieso ignorierst du meine Frage, deine Idee mal deinen Kindern vorzuschlagen? :tongue:

Kursangebot = gemeinsame Interessen:smile:

Wenn ich am meine Schulzeit zurück denke, dann wurde da auch mal gemoppt.
Nur wurde das damals nicht so genannt.
Den Befriff gabe es damals noch nicht .

Thema Fremdschämen:
Ja in der Tat wäre das eine echte Herausforderung an alle, besonders die Schüler-Teilnehmer. Aber gerade darum würde es ja gehen.
Grenzen zu erfahren und zu erweitern.

Übrigens:
Meine Kinder sind 12 + 14.
Die würden im Moment bei so einem speziellen Kurs bestimmt den Vogel zeigen. :smile:
 
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Benutzer151786 

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Übrigens:
Meine Kinder sind 12 + 14.
Die würden im Moment bei so einem speziellen Kurs bestimmt den Vogel zeigen. :smile:
Und wie jung sind dann die "jungen Leute", denen du das Ganze als Unterrichtsfach oder AG angedeihen lassen wollen würdest? :confused: Ich dachte, das Alter wäre mehr oder weniger deine anvisierte Zielgruppe. Die vermutete Reaktion deiner Kinder finde ich insofern jedenfalls relativ vielsagend. :zwinker:
 
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Benutzer161456 

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Und wie jung sind dann die "jungen Leute", denen du das Ganze als Unterrichtsfach oder AG angedeihen lassen wollen würdest? :confused: Ich dachte, das Alter wäre mehr oder weniger deine anvisierte Zielgruppe. Die vermutete Reaktion deiner Kinder finde ich insofern jedenfalls relativ vielsagend. :zwinker:

naja, ich könnte mir so die Oberstufe vorstellen.
...Maximal obere Mittelstufe.

Im Rahmen eines Workshops wären aber auch andere Zielgruppen durchaus denkbar, vielleicht.
 

Benutzer136524 

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Also ich hätte das ganze jedenfalls ziemlich schräg gefunden und wäre nur gekommen, wenn ein ganz bestimmter Lehrer das gemacht hätte. Bei allen anderen hätte ich mir das nicht vorstellen können. Wenn das irgendwer von extern angeboten hätte, wäre ich gleich dreimal nicht hingegangen.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich verstehe deinen Gedanken, quasi ganz anders auf die Schule zu gucken, durchaus.

Ich überlege nur gerade mal wirklich ernsthaft. Du hast ja gesagt, mit 14/15 hättest du sowas aus Neugierde mal mitgemacht. Was könntest du dir vorstellen, das dir geholfen hätte? Ist in der Retrospektive natürlich schwierig. Aber ich überlege gerade für mich. Ich war so im Alter von 14 bis 17 auch relativ schüchtern, flirten war eher nicht so mein Ding und selbstbewusst war ich auch nicht so. Ich weiß nicht, ob mir da mehr von diesen Workshops etc. im Klassenverband geholfen hätten.
 

Benutzer151786 

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naja, ich dachte so an die Oberstufe.
...Maximal obere Mittelstufe.
Verstehe, aber mit 17+ sind manche heutzutage ja schon in mehrjährigen Beziehungen. :tongue:

Den Bedarf sehe ich generell einfach nicht und die Schule halte ich für den ungeeignetsten Ort dafür. Wir mussten in der Oberstufe teilweise auch Rollenspiele machen und dabei verschiedene Emotionen vor der ganzen Klasse darstellen - das fand ich schon endpeinlich und hätte das auch nur ansatzweise was mit Flirten zu tun gehabt, hätte ich mich geweigert. Und das, obwohl meine Klasse sehr homogen und "nett" war. Das Thema ist trotzdem viel zu intim und zugleich komplex für eine Gruppe von Leuten, die nichts gemeinsam haben außer zufällig gleich alt zu sein.

Dein Engagement in Ehren, aber wenn du deinen Kindern mit Rat und Tat zur Seite stehst, sofern sie das denn wollen (was bei den allermeisten Jugendlichen, mich damals eingeschlossen, schlicht nicht der Fall sein dürfte), dürfte das sicherlich mehr bewirken.

Die Unsicherheiten und Probleme, die du im Eingangsbeitrag ansprichst, resultieren ja sowieso eher aus konkreten Einzelfällen und was bei Person A richtig wäre, kann bei Person B schon wieder nach hinten losgehen. Insofern müsste man ja in einem Angebot, das sich an eine ganze Gruppe richtet, regelmäßig Einzelfälle beleuchten und dass man diese vor irgendwelchen Mitschülern erst recht nicht ausbreiten möchte, sollte klar sein.

Da halte ich es für wichtiger, den "normalen" sozialen Umgang miteinander - also nicht speziell auf Flirt-/Beziehungsebene - zu stärken, Mobbingtendenzen zu vermeiden usw., um das nötige Selbstbewusstsein aufbauen zu können, das einem dann auch in anderen Lebensbereichen, unter anderem diesen, weiterhilft.
 

Benutzer161456 

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Ich verstehe deinen Gedanken, quasi ganz anders auf die Schule zu gucken, durchaus.

Ich überlege nur gerade mal wirklich ernsthaft. Du hast ja gesagt, mit 14/15 hättest du sowas aus Neugierde mal mitgemacht. Was könntest du dir vorstellen, das dir geholfen hätte? Ist in der Retrospektive natürlich schwierig. Aber ich überlege gerade für mich. Ich war so im Alter von 14 bis 17 auch relativ schüchtern, flirten war eher nicht so mein Ding und selbstbewusst war ich auch nicht so. Ich weiß nicht, ob mir da mehr von diesen Workshops etc. im Klassenverband geholfen hätten.

Na ob es mit 14/15 gewesen wäre bin ich mir auch nicht mehr so sicher.
Es käme zB. auch drauf an, was mein gemacht hätten.
Das ist ja immer auch so eine Gruppendynamik.

aber so mit 17-18, event. schon.
Ich war damals nämlich hoffnungslos in meine 1. Liebe verschossen, und kam da nicht weiter. Uns sie genoss es offensichtlich, aber ich kam nicht los von ihr...
...Ganz schlimm für mich damals.

Ich war damals so in meinem Umfeld der Every Bodys Darling, hatte mehr Mädchenfreunde wie Jungs,..aber immer nur knuffiger Freund, nicht mehr.
Ich hatte wohl auf der Stirn stehen, "Kumpeltyp" oder "Frauenversteher.
Das hat auf der einen Seite geschmeichelt, aber auch sehr gefrustet.

Ich hab gefragt, was mache ich falsch, wie geht der letzte entscheidende Schritt...
[doublepost=1493131599,1493131439][/doublepost]Unser Sohn hat übrigens gerade seinen ersten Tanzkurs gemacht.
Wir waren total baff, denn zuvor hat er noch nie in diese Richtung (also Anbandeln Mädchen...) was unternommen.

...aber weil es auf einmal bei den Freunden in war, wollte er auch.
Soviel zu Thema "Fremdschämen". Es kommt immer auch drauf an, wie die Freunde dazu stehen...

Einfach sagen, das ist nichts, da macht eh keiner mit, das finde ich zu kurz gedacht.
Die Gruppendynamik ist auch so ein ganz entscheidender Faktor.
 

Benutzer150857 

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An 'nem Tanzkurs ist ja auch nichts peinlich, das ist doch ziemlich normal, den als Jugendlicher zu machen.
 

Benutzer161456 

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An 'nem Tanzkurs ist ja auch nichts peinlich, das ist doch ziemlich normal, den als Jugendlicher zu machen.

doch für ihn vorher schon. Das kam komplett aus heiterem Himmel...
Hätte ich ihn gefragt, er hätte es total von sich gewiesen...Pfui, was ich da wieder verlange...
 
G

Benutzer

Gast
Unser Sohn hat übrigens gerade seinen ersten Tanzkurs gemacht.
Wir waren total baff, denn zuvor hat er noch nie in diese Richtung (also Anbandeln Mädchen...) was unternommen.

...aber weil es auf einmal bei den Freunden in war, wollte er auch.
Soviel zu Thema "Fremdschämen". Es kommt immer auch drauf an, wie die Freunde dazu stehen...

Bei uns hat einfach jeder! einen Tanzkurs gemacht. Das ist hier Gang und Gäbe.
Ich war die Einzige die keinen gemacht hat, weil ich keine Lust hatte und ich dann auch nichts mache, nur weil der Rest der Welt es macht.
So außergewöhnlich finde ich das jetzt nicht.
 

Benutzer161456 

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Okay und welcher Tipp hätte dir da geholfen?

Ich hatte keinen...
Es wurde erst was mit meiner ersten Beziehung und mit Sex was, nachdem ich weg zug, in die Stadt zum Studieren.
Neues Spiel, neues Glück quasi.
Zuhause hätte ich mich wohl noch ewig mich bemühen können...Da hatte ich irgendwie meinen Ruf weg.

Übrigens:
Als die o. g. 1. Liebe dann mitbekam, dass ich nun in der Stadt nicht mehr nur der knuffige liebe kleine Edelweiss war, wurde ich auch auf einmal für sie interessant.
...ich ann doch noch mal bei ihr landen, ...aber dann wollte ich nicht mehr und es blieb bei einem kurzen Sex-Affärchen
[doublepost=1493132712,1493132540][/doublepost]
Bei uns hat einfach jeder! einen Tanzkurs gemacht. Das ist hier Gang und Gäbe.
Ich war die Einzige die keinen gemacht hat, weil ich keine Lust hatte und ich dann auch nichts mache, nur weil der Rest der Welt es macht.
So außergewöhnlich finde ich das jetzt nicht.

Ja schon, aber es war bei ihm doch sehr überraschend, da recht früh.
Bis dato war Thema Mädchen und alles drum herum immer ein Tabu bzw. zu Fremdschämen gewesen...
Hintergrund:
Er ist ein Jahr früher eingeschult worden als die anderen, und somit ein Jahr jünger, was mit 12-13-14 echt ein bisschen doof war.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich hatte keinen...
Es wurde erst was mit meiner ersten Beziehung und mit Sex was, nachdem ich weg zug, in die Stadt zum Studieren.
Neues Spiel, neues Glück quasi.
Zuhause hätte ich mich wohl noch ewig mich bemühen können...Da hatte ich irgendwie meinen ruf weg

Übrigens:
Als die o. g. 1. Liebe dann mitbekam, dass ich nun in der Stadt nicht mehr nur der knuffige liebe kleine Edelweiss war, wurde ich auch auf einmal für sie interessant.
...ich ann doch noch mal bei ihr landen, ...aber dann wollte ich nicht mehr und es blieb bei einem kurzen Sex-Affärchen
Ich versteh dich nicht. :grin:
Du sagst: "Damals hatte ich Problem X und hätte mich über eine Lösung in einer Art AG gefreut."
Ich frage: "Welchen Tipp hätte man dir in dieser AG denn zur Lösung von Problem X geben können?"
Du sagst: "Gar keinen, das hätte sowieso nichts gebracht, ich musste dafür erst in eine neue Stadt zum Studieren ziehen."

Spricht das nicht völlig gegen deine These, dass so eine Art AG helfen könnte?
 
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