Schulfach fürs Flirten und anderen Beziehungskram?

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Wie stellst du dir eine solche Unterrichtseinheit denn in der Praxis vor?
 

Benutzer136524 

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eben, es geht darum, alles mal anzusprechen, gemacht zu haben. Genau so sähe ich das hier auch...
Nein, es geht darum, Kreativität und Talent zu fördern. Die, die gut sind, werden ein bisschen gefördert und wenn man nicht gut ist, ist es letztlich auch egal.
 

Benutzer161456 

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Also ich könnte mir das recht witzig vorstellen.
Es wäre bestimmt kein Frontalunterricht, eher eine Art aktiver Workshop.

...und ja, vielleicht kommt sich der ein oder andere ja tatsächlich näher. Kichern und Fremdschämen inklusive.

Nebenthema könnte dann auch spontane Selbstverteidigung, Verhalten in Notsituationen und so sein
 
G

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Gast
Wie stellst du dir eine solche Unterrichtseinheit denn in der Praxis vor?

Bestimmt mit Rollenspiel.

Wir hatten ein paar Wochen lang im Musikunterricht Tanzunterricht gehabt und haben Standardtänze gelernt.
Könnt Euch ja vorstellen wie dann die Damenwhal bzw. Herrenwahl verlief. Es bewegte sich keiner und tat er es doch, gab es Gelächter. Vorpupertäres Verhalten halt.
 

Benutzer136524 

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Also ich könnte mir das recht witzig vorstellen.
Es wäre bestimmt kein Frontalunterricht, eher eine aktiver Workshop.

...und ja, vielleicht kommt sich der ein oder andere ja tatsächlich näher. Kichern und Fremdschämen inklisive.

Nebenthema könnte dann auch spontane Selbstverteidigung, Verhalten in Notsituationen und so sein
Aber ist es nötig, die Kinder dafür in der Schule sitzen zu lassen?
Für Selbstverteidigung gibt es Kurse. Und in dem fraglichen Alter haben Kinder spät nachts ohnehin nicht allein auf der Straße zu sein.
 

Benutzer161456 

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Das beste, was man machen kann, ist dafür zu Sorgen, dass ein Kind derlei Kontakte hat, denen es in vertraulicher Atmosphäre sowas anvertrauen kann.

Hier ginge es aber vor allem darum, die zu erreichen, die kein perfektes Elternhaus/ Umfeld haben...
zB. auch Problemkids
 

Benutzer161456 

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Die brauchen aber keinen Flirtunterricht! Die haben ganz andere Probleme..

Bist du dir sicher?
Du siehst das Thema vielleicht etwas zu eng.
Die Thematik ist ja, wenn´s gelingen würde sehr vielschichtig...

Voraussetzung wäre eine hochausgebildete Lehrkraft/ ein guter Sozialpädagoge...
da sehe ich den eigentlichen Knackpunkt...
 
G

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Gast
Stelle ich mir absolut grausam vor. Vermutlich 45 Minuten Fremdschämen, wenn so ein hipper Typ mir sagen will, welche Flirtmethoden es gibt:ratlos: Nee, selbst der 14-jährige unsterblich verliebte void ray würde sich da keinem Lehrer und schon gar nicht den Mitschülern ( :argh: )anvertrauen wollen, sondern eher in den anonymen Weiten des Internets.
 
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Benutzer155869  (26)

Öfters im Forum
Also ganz im Ernst: Wie soll das denn bitteschön funktionieren, wenn eine Klasse aus pubertierenden 14jährigen Rotzbälgern schon prustet vor Lachen, wenn der Lehrer eine 69 an die Tafel schreibt? Und wenn er was sagt oder Maßnahmen ergreift, muss er sogar schon rechtliche Konsequenzen fürchten. Will sagen: Viele Jugendliche kennen doch nichtmal grundlegende Benimm-dich-Regeln und Lehrer dürfen dagegen auch nicht wirklich was tun. Unter den Bedingungen so ein Fach zu unterrichten wäre ja fast so, als würde man in der 1. Klasse schon mit Kurvendiskussionen in Mathe anfangen.

Da müsste man vorher erstmal wieder dafür sorgen, dass Lehrer sowas wie Autoritäts- und Respektpersonen sind, dann könnte man sich eventuell darüber unterhalten. Aber ehrlich gesagt fände ich es auch irgendwie ein Armutszeugnis, wenn sowas Grundlegendes unterrichtet werden muss...
 

Benutzer136524 

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Mag sein, dass Bedarf da ist. Dennoch ist die Schule meiner Meinung nach nicht die richtige Institution dafür
 
B

Benutzer

Gast
Halte ich für keine gute Idee. Dass hin und wieder Sozialpädagogen noch Dinge über Safe Sex und Drogen erklären macht noch Sinn - das sind existentielle Probleme. Liebeskummer ist sicher nicht toll, ich sehe nun aber auch Schwierigkeiten darin, eine Vorbeugung sinnvoll umzusetzen. Erfolgreiches Flirten gibt es nur bedingt; Menschen springen nicht alle auf die gleichen Maschen an. Zudem wissen Teenager ja oft selbst nicht, was sie wollen und dadurch entsteht der Kummer ja dann überhaupt.

Ich erkenne die gute Absicht der Bemühungen an, aber ich sehe darin nicht wirklich einen Sinn. Am Leben zu wachsen hat viel mit Ausprobieren, Hinfallen und Aufsehen zu tun, inkl. Liebe. Die Schule sehe ich verantwortlich dafür, Skills für das Berufsleben zu vermitteln und die jungen Dinger davon abzuhalten, sich mit Geschlechtskrankheiten anzustecken. Ja, manche meinen, Letzteres sei Aufgabe der Eltern, aber wenn die das nicht auf die Reihe bekommen, sind die Folgen eben sehr unschön.

Sich selbst optimieren kann man auf viele Arten, da kann doch nicht einfacher jeder Mensch einen Verbesserungsplan bringen. Ich bin ja froh, dass zu meiner Schulzeit Lebensratgeber keine Pflichtlektüre waren :zwinker:
 

Benutzer162403 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich persönlich halte nichts von einem Unterricht fürs Flirten.
Flirten ist doch etwas sehr Persönliches, Individuelles und geschieht meistens spontan aus der Intuition heraus. Was soll einem da überhaupt beigebracht werden? Anmachsprüche oder wie man den Kopf am besten zur Seite legt, damit man dünner aussieht? :unsure:
Durch so einen Unterricht würde man doch beim Flirten nur noch verkrampfter werden und dem ganzen die Ungezwungenheit und den Spaß nehmen.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Dass "soziales Lernen" ein Thema in der Schule sein sollte, da geh ich mit. Aber das ist es doch schon.
Eine spezifische Lehreinheit "Flirten" finde ich aber wirklich des Guten zu viel. Ich kann ich mir absolut nicht vorstellen, wie das aussehen sollte.
Ich frage mich auch, was das soll. Das sollen sich die Kids schon selbst beibringen, in deren Alltag, durch "Trial and Error"....nur so macht das doch überhaupt Spaß. Man muss doch nicht alles im Leben in Curricula und "Kochrezepte", Schulungen etc. packen.
 

Benutzer163532  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Obwohl ich mich als geistig halbwegs junggeblieben empfinde, merke ich, dass ich die Lebensrealität von heutigen Jugendlichen kaum noch richtig (be-)greifen kann. Und das ist normal, trennen uns doch bald 20 Jahre. Es wäre irrsinnig, zu glauben, ein solches Angebot würde mehrheitlich angenommen werden, ein Lehrer wäre schließlich auch nicht jünger als ich, vielleicht sogar (viel) älter. Und da ist auch schon mein Schlüsselwort: so etwas wie ein Flirtkurs kann nur als Angebot funktionieren. Nämlich eines, das ich selbst suchen muss und das ich auch ablehnen kann. Das geht aber nicht, wenn so etwas im schulischen Rahmen stattfindet.
Ich empfände es als äußerst übergriffig, würden Lehrer meinem Kind beibringen wollen, wie man richtig flirtet. Wer definiert, was "richtig" ist? Wie definiert man, was "richtig" ist? Ist Flirten so normativ, dass man daraus Regeln ableiten könnte, die für alle Menschen gelten können? Was fehlt noch? Vielleicht noch ein Sexfach? Schließlich sagt man, Jugendliche hätten durch Pornos völlig unrealistische Vorstellungen von Sex.


Manche Dinge muss man selbst lernen und Flirten gehört dazu. Keine Schule der Welt kann die Praxis ersetzen und ohne die geht eh gar nichts. Und für die Theorie finde ich z.B. Angebote wie Planet Liebe oder Bravo prima und auch ausreichend - neben dem Freundeskreis, Geschwistern, u.Ä.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer161456 

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Sich selbst optimieren kann man auf viele Arten, da kann doch nicht einfacher jeder Mensch einen Verbesserungsplan bringen. Ich bin ja froh, dass zu meiner Schulzeit Lebensratgeber keine Pflichtlektüre waren :zwinker:

Absolut. So etwas könnte nur als Anregung zun Fingerzeig dienen.
...Sowie andere Softskill-Fächer übrigens auch.

Wie wäre es, wenn man so was als Wahlfach-AG zB. Nachmittags anbieten würde?
Vielleicht wäre das Flirten auch nur ein Thema von vielen, neben Kommunikationstraining, Verhandlungs- oder Selbstdarstellungstraining, Neinsagen, Jasagen, Nein heißt Nein, Internetkompetenz, Datenschutz, Mobingprävention...in so einem Softskillkkurs wäre vieles denkbar...

Flirten lernen...wo würde das wohl praktischer Weise beginnen?
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wie wäre es, wenn man so was als Wahlfach-AG zB. Nachmittags anbieten würde?
Vielleicht wäre das Flirten auch nur ein Thema von vielen, neben Kommunikationstraining, Verhandlungs- oder Selbstdarstellungstraining, Neinsagen, Jasagen, Nein heißt Nein, Internetkompetenz, Datenschutz, Mobingprävention...in so einem Softskillkkurs wäre vieles denkbar...

So ein Softskill-Wahlkurs ist ja o.k. Aber wieso sollte gerade "Flirten" Teil davon sein? Ich verstehe auch gar nicht, was in so einem Kurs dann das Lernziel sein sollte. Woran orientiert man sich denn inhaltlich, PU-Techniken? Ich kann mir das einfach absolut nicht vorstellen.

Soft-Skills lernt man m.E. übrigens am besten durch einen Alltag, in dem solche Sachen auch thematisiert und reflektiert werden.
 

Benutzer163532  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Absolut. So etwas könnte nur als Anregung zun Fingerzeig dienen.
...Sowie andere Softskill-Fächer übrigens auch.

Wie wäre es, wenn man so was als Wahlfach-AG zB. Nachmittags anbieten würde?
Vielleicht wäre das Flirten auch nur ein Thema von vielen, neben Kommunikationstraining, Verhandlungs- oder Selbstdarstellungstraining, Neinsagen, Jasagen, Nein heißt Nein, Internetkompetenz, Datenschutz, Mobingprävention...in so einem Softskillkkurs wäre vieles denkbar...

Flirten lernen...wo würde das wohl praktischer Weise beginnen?
So etwas als freiwillige AG fände ich ganz gut. Aber Flirten passt da für mich trotzdem nicht rein. So gar nicht :zwinker:.
 
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