Schneller locker werden / Mut fassen / Spontaner werden

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Kann es sein, dass Du generell ein Mensch bist der wenig Egoismus auslebt? Beziehungsweise viele Bereich hast wo du auf die Bestätigung deines Umfeldes angewiesen bist? In deinen Post kristallisiert sich ja heraus, das, was du kannst und weißt das du es kannst auch ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein vorhanden ist.
Sonderlich egoistisch bin ich wirklich nicht. Ich habe schon gewisse Prinzipien, von denen ich nicht einfach so abweiche und die ich auch gegen Widerstand verteidige und habe gewisse Ziele, von denen ich mich nicht abbringen lasse, aber im Normalfall bin ich doch eher rücksichtsvoll und hilfsbereit und boxe mich nicht ohne Rücksicht auf Verluste irgendwo durch.
Und teilweise finde ich es auch sehr schön, für Andere da zu sein, ihnen etwas Gutes zu tun, o.Ä. und dabei ziemlich selbstlos zu sein. Insbesondere bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Trainer und Betreuer genieße ich es wirklich, sehr, zu sehen, wie "meine" Kinder unglaublich viel lernen, wie sie ihre Leistung verbessern und dabei eine Menge Spaß haben. Dabei stelle ich mich selbst doch sehr weit in den Hintergrund und zeige vollen Einsatz für "meine" Kinder - vermutlich sogar mehr Einsatz und Motivation als wenn es um meine eigenen Belange geht. Die Motivation dafür beruht sicherlich auch zu einem großen Teil aus der Bestätigung von außen in Form von Freude und Lernerfolg "meiner" Kinder.

In vielen anderen Bereichen bekomme ich allerdings nicht all zu viel Bestätigung aus meinem Umfeld und brauche diese Bestätigung auch nicht.
Mein Studium ziehe ich einfach nur aus eigenem Interesse durch und ich bin stolz darauf, bisher Alles im Studium irgendwie und teilweise nach sehr harten Kämpfen geschafft zu haben. Großartige Bestätigung aus meinem Umfeld gab es da eigentlich nie und die Bestätigung, die ich jetzt gerade im Institut bei der Diplomarbeit von meinen Kollegen bekomme, ist nicht mehr als ein nettes Sahnehäubchen.
Und auch im Sport war ich lange Zeit einer der Schlechteren im Verein, was natürlich kaum Anerkennung und Bestätigung gab. Aber meine Motivation und Freude am Sport zog ich daraus, dass ich es trotzdem langsam und stetig geschafft habe, meine Leistung zu verbessern und über meine Grenzen hinauszuwachsen und dass es einfach ein schönes und befreiendes Gefühl ist, sich im Training auszupowern.
 
S

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Gast
Aber meine Motivation und Freude am Sport zog ich daraus, dass ich es trotzdem langsam und stetig geschafft habe, meine Leistung zu verbessern und über meine Grenzen hinauszuwachsen und dass es einfach ein schönes und befreiendes Gefühl ist, sich im Training auszupowern.

Hier hast du dir im Grunde schon die Antwort selber gegeben, auch wenn es einen anderen Teil deines Lebens betrifft. Aus sowas wächst Selbstbewusstsein, die einzige Hürde die dir bleibt ist einen vernünftigen Weg zu finden, dieses "Schema" auf andere Bereich deines Lebens anzuwenden. Locker wirst du durch die Bestätigung die du dir selber gibst, mehr Mut erlangst du dadurch das du A. lernst mit Niederlagen umzugehen und sie dir nichts ausmachen B. spührst das es funktioniert und du automatisch weniger darüber nachdenkst. Spontanität würde ich ausklammern, denn das hängt viel damit zusammen ob der Mensch als Charakter dies auch wirklich vereinen kann. Mut und Gelassenheit kann man ändern, beziehungsweise ändern sich, wenn das Selbstbild sich wandelt. Spontanität muss einem irgendwo "gegeben sein." Wobei du durch mehr Gelassenheit natürlich auch Dingen spontaner gegenüber stehst und diese auch spontaner bewältigen kannst. Ein Rhetorik-Künstler wirst du damit aber nicht und ich denke es würde nur aufgesetzt wirken. Wichtig ist das man klare Ziele hat, die erreichbar scheinen, zuviel solltest du von dir auch nicht verlangen. Das endet schnell in frustration und stillstand.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Irgendwie drehen wir uns gerade ein wenig im Kreis... denn mir ist klar, dass ich durch Erfolge und positive Erfahrungen in diesem Bereich Selbstbewusstsein aufbauen und lockerer werden kann. (Damit meine ich keinen vollen Erfolg - also dass ich auf ein mal eine wundervolle Partnerin habe, sondern eher kleine Teilerfolge... also dass ich es mal gschafft habe, ein wenig zu flirten, irgendwo einen nächsten Schritt zu wagen, o.Ä.)
Aber um die Chance auf solche Erfolge zu haben, muss ich irgendwie meinen inneren Schweinehund überwinden - und das schaffe ich derzeit selbst bei den kleinsten und harmlosesten Dingen nicht, bzw. nicht schnell genug.

Und ich weiß einfach nicht, wie ich aus diesem Teufelskreis raus komme... Da müsste ich wohl irgendwie meinen inneren Schweinehund ruhig stellen... aber das gleingt mir eben nicht.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Gerade erst gesehen den Thread, deshalb mal was von mir dazu:

Ich bin ehrlich gesagt absolut nicht der Meinung, dass dir irgendwelche bescheuerten Tanzkurse oder wild in der Gegend rumschreien viel bringen würden, das Problem ist nämlich meiner Meinung nach etwas tieferliegend. Ich glaube auch nicht, dass deine Verkopftheit so sehr das Problem ist.

Ich finde schlicht und einfach, dir geht irgendwie eine Lockerheit und die Fähigkeit, über dich selbst wirklich ehrlich lachen zu können ab. Du nimmst das alles viel zu ernst. Akzeptiere halt mal, dass du ein verdammter Science-Nerd und teilweise total unlocker bist, gerade gegenüber den Chicks.

Ist halt so und ist auch nicht wirklich schlimm. Deal with it.
Nicht alle Leute sind dazu gebohren, dick den Socializer zu machen. Leben geht trotzdem weiter.
Die meisten Leute mit tausend Bekannten, Hobbies, Bumsgeschichten und weiss der Teufel was haben auch ihre Defizite in anderen Bereichen. Der Tag hat nur 24 Stunden, man kann nicht alles haben.

Du solltest einfach cool sein mit dem was du machst. Physik ist halt keine Sozialwissenschaft. Sei einfach mal eine Ecke zufrieden mit dem, was du gerade so machst und nimm dich selbst gleichzeitig nicht so bieder ernst. Ich glaube nämlich, genau das bist du sobald du deine sichere Zone auch nur für einen Meter verlässt.
 
S

Benutzer

Gast
Banane, kannst du dich in Situationen begeben, in dem der einzige Ausweg der ist, dein Schweinehund zu überwinden?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Du nimmst das alles viel zu ernst. Akzeptiere halt mal, dass du ein verdammter Science-Nerd und teilweise total unlocker bist, gerade gegenüber den Chicks.
Wenn ich meine Kommilitonen so anschaue, sehe ich, dass es noch deutlich extremere Nerds als mich gibt und ich habe den Eindruck, dass diese Extrem-Nerds mit ihrem Leben auch durchaus zufrieden sind.
Ich fühle mich unter diesen Nerds aber überhaupt nicht wohl und habe mit diesen Leuten einfach keinen Spaß. In der Gesellschaft von mehr oder weniger normalen nicht-Nerds fühle ich mich viel wohler und da möchte ich dementsprechend auch dazugehören.

Ist halt so und ist auch nicht wirklich schlimm. Deal with it.
Nicht alle Leute sind dazu gebohren, dick den Socializer zu machen. Leben geht trotzdem weiter.
Die meisten Leute mit tausend Bekannten, Hobbies, Bumsgeschichten und weiss der Teufel was haben auch ihre Defizite in anderen Bereichen. Der Tag hat nur 24 Stunden, man kann nicht alles haben.
Ich brauche keine tausend Bekannte, keinen gigantischen Freundeskreis, keine Bumsgeschichten, usw. und strebe all das auch überhaupt nicht an. (Und genügend Hobbies habe ich schon längst. - Da fehlt mir eher die Zeit, all das zu tun, was mir Spaß macht.)
Deshalb strebe ich es auch nicht an, "dick den Socializer" zu machen.

Aber mit gewissen Dingen, die mir fehlen, kann ich mich nun mal nicht einfach so abgeben.
Mit sehr wenigen Freunden, die auch noch kaum Zeit haben oder zu weit entfernt wohnen, um sich öfter zu treffen, sowie ohne Freundin bin ich nun mal einfach nicht zufrieden - und um wirklich glücklich sein zu können, muss ich an diesem unbefriedigenden Zustand etwas ändern.
Und deshalb suche ich eben nach einem Weg, wie ich lockerer werden kann - um überhaupt die Chance auf ein Leben zu haben, mit dem ich zufrieden sein kann.
Banane, kannst du dich in Situationen begeben, in dem der einzige Ausweg der ist, dein Schweinehund zu überwinden?
Das kommt sicherlich auf die jeweilige Situation an und darauf, wie hoch die Schwelle ist, die es zu überwinden gilt.

Und so spontan fällt mir gerade auch keine Situation an, in der ich nicht irgendwie den Schwanz einziehen kann, sondern auf jeden Fall meinen Schweinehund überwinden muss.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Und deshalb suche ich eben nach einem Weg, wie ich lockerer werden kann - um überhaupt die Chance auf ein Leben zu haben, mit dem ich zufrieden sein kann.
Kein wirklich aufbauender Tip aber imho wird man genau durch eine Sache lockerer: Indem man lockerer ist und mehr auf alles scheisst und weniger reflektiert.
Das ist glaube ich auch letztlich die Grundlage von allen anderen Sachen, die so als Tip gegeben wurden um lockerer zu werden.
Die Quintessenz ist einfach, mehr zu handeln und weniger verschachteltes Denken zu betreiben. Alles andere führt nicht zum Ziel. Just do it.Wenn du das nicht kannst, wird sich nichts ändern.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin auch ein Freund der Idee, dass man sich für den Anfang ein paar Standardthemen zurecht legt und mit diesen "übt". Ist doch wie bei vielen anderen Dingen im Leben, bevor man "frei" kombinieren kann, muss man ein paar Standards können, auf denen man aufbauen kann. Quasi die Grundschritte des Flirttanzes lernen.

Natürlich kann man da nicht für jede Situation gewappnet sein, aber ein paar Standardthemen kann man ja immer finden. Beim Einkaufen eine Frau nach ihrer Meinung zu Klamotten fragen, sich in der Bar einen Drink empfehlen lassen, über das Buch sprechen, dass die Frau im Park gerade liest und so weiter. Man soll ja auch nicht das komplette Gespräch im Voraus planen.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Kein wirklich aufbauender Tip aber imho wird man genau durch eine Sache lockerer: Indem man lockerer ist und mehr auf alles scheisst und weniger reflektiert.
Das ist glaube ich auch letztlich die Grundlage von allen anderen Sachen, die so als Tip gegeben wurden um lockerer zu werden.
Die Quintessenz ist einfach, mehr zu handeln und weniger verschachteltes Denken zu betreiben. Alles andere führt nicht zum Ziel. Just do it.Wenn du das nicht kannst, wird sich nichts ändern.
Ja. - Aber wie kann ich es verdammt noch mal schaffen, meinen verschalteltes Denken abzustellen und zu handeln?!?

Ich weiß, dass ich mit einer gewissen Erfahrung und Routine deutlich lockerer werde. - z.B. traue ich mich inzwischen recht schnell auf die Tanzfläche (sofern schon ein paar Leute auf der Tanzfläche sind), während ich am Anfang wirklich stundenlang gegen meinen Schweinehund kämpfen musste, bis ich mich auf die Tanzfläche gewagt habe.
Aber bei vielen Dingen scheint eine gewisse Lockerheit schon die Grundvoraussetzung zu sein, um überahupt erste Erfahrungen sammeln zu können, weil ich eben nicht die Zeit habe, um ewig gegen meinen Schweinehund zu kämpfen und dann zu handeln.

Also fehlt mir mangels Erfahrung das notwendige Mindestmaß an Lockerheit, um erste Erfahrungen zu sammeln, durch die ich evtl. lockerer werden könnte. - Also ein klassischer Teufelskreis.

Ich bin auch ein Freund der Idee, dass man sich für den Anfang ein paar Standardthemen zurecht legt und mit diesen "übt". Ist doch wie bei vielen anderen Dingen im Leben, bevor man "frei" kombinieren kann, muss man ein paar Standards können, auf denen man aufbauen kann. Quasi die Grundschritte des Flirttanzes lernen.

Natürlich kann man da nicht für jede Situation gewappnet sein, aber ein paar Standardthemen kann man ja immer finden. Beim Einkaufen eine Frau nach ihrer Meinung zu Klamotten fragen, sich in der Bar einen Drink empfehlen lassen, über das Buch sprechen, dass die Frau im Park gerade liest und so weiter. Man soll ja auch nicht das komplette Gespräch im Voraus planen.
Obwohl ich Gespräche wie in deinen Beispielen nur sehr selten führe, ist so etwas für mich kein großes Problem.
Ich kann z.B. locker die Frau neben mir an der Bar fragen, welchen Drink sie mir empfehlen kann. - Aber wie geht es dann weiter?
Sie empfielt mir einen Drink, ich sage "Ja, das hört sich gut an", bestelle den Drink, bedanke mich später, wenn ich den ersten Schluck getrunken habe, für die gute Empfehlung - und damit ist die Sache vorbei.

Mein Problem liegt eher darin, vom ersten Gesprächsthema, bez. Aufhänger fürs Ansprechen wegzukommen, damit aus der Sache evtl. mehr werden kann.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Obwohl ich Gespräche wie in deinen Beispielen nur sehr selten führe, ist so etwas für mich kein großes Problem.
Ich kann z.B. locker die Frau neben mir an der Bar fragen, welchen Drink sie mir empfehlen kann. - Aber wie geht es dann weiter?
Sie empfielt mir einen Drink, ich sage "Ja, das hört sich gut an", bestelle den Drink, bedanke mich später, wenn ich den ersten Schluck getrunken habe, für die gute Empfehlung - und damit ist die Sache vorbei.

Mein Problem liegt eher darin, vom ersten Gesprächsthema, bez. Aufhänger fürs Ansprechen wegzukommen, damit aus der Sache evtl. mehr werden kann.
Das ist die Übung daran. Ist schon mal gut, dass du kein Problem hast in das Gespräch rein zu kommen. Jetzt muss halt aus dem "selten führen" noch etwas mehr werden. Ist ja auch nicht so, dass du das Gespräch ganz alleine führen musst. Wenn bei zwei oder drei weiteren Fragen von dir natürlich immer nur eine knappe Antwort kommt, dann scheint dein Gegenüber vielleicht auch nicht gerade an einem Gespräch interessiert zu sein. Wenn sie aber auch sprechen möchte, dann wird sie ja auch versuchen das Gespräch am Laufen zu halten.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Sie empfielt mir einen Drink, ich sage "Ja, das hört sich gut an", bestelle den Drink, bedanke mich später, wenn ich den ersten Schluck getrunken habe, für die gute Empfehlung - und damit ist die Sache vorbei.
...
"öfters hier?"
...
*irgendwas zur Musik frag*
...
...
*über irgendwelche doofen Asis auf der Tanzfläche anlästern*
...
...
"alleine hier?"
...
...
"was machst du denn so?"
 

Benutzer78662  (33)

Meistens hier zu finden
Hm. Ein paar Denkanstöße:

Ich finde es interessant, daß Du Dich bspw. durchaus traust, auf die Tanzfläche zu gehen (wenn Du auch ein bißchen Zeit brauchst) oder eine fremde Frau anzusprechen (solange es einen "Zweck" dafür gibt). Wenn Du dann mal tanzt, wie machst Du das? Planst Du jede Bewegung im Voraus und überlegst, ob sie "Sinn" macht, wie beim Schachspielen? Wohl eher nicht. Beim Tanzen bewegt man sich so, wie man es fühlt. Du kannst also sehr wohl etwas tun ohne den Zwischenschritt des rationalen Abwägens.

Die Bewegungen beim Sport, die inzwischen intuitiv ablaufen, waren Dir auch nicht angeboren - Du hast sie Schritt für Schritt gelernt, herumprobiert, optimiert, bis Du sie irgendwann ohne Nachdenken durchführen konntest.

Ich glaube, das Problem liegt auch daran, daß Du selbst diese Fähigkeiten zur sozialen Interaktion, gerade mit Frauen, als völlig anders geartete terra incognita auffasst und Dir dadurch eine unüberwindbare Schwelle aufbaust - ohne zu erkennen, daß Du wahrscheinlich bloß Dinge, die Du schon kannst und ständig oder zumindest manchmal tust, für diesen anderen Kontext "freischalten" müsstest.

Dieses Sprachreisen-Ding hätte dazu noch den riesigen Vorteil, daß Du dort um des Sprechens willen sprechen würdest (was Du anscheinend sonst nie tust) - eine Sprache lernt man nur durch Praxis. Nichts anderes passiert, wenn zwei Menschen aufeinandertreffen und sich kennenlernen, Small Talk betreiben. Die Konversation hat kein konkretes Ziel, es ist nicht wichtig, was Du sagst - genauso, wie sich beim Tanzen nicht die Frage stellt, welche Bewegung sinnvoller wäre - der Weg ist das Ziel.

Um auf Dein Beispiel einzugehen: Nachdem Du Dich für die Empfehlung bedankt hast, kannst Du entweder beim Thema bleiben (Lieblingsdrinks etc.), oder Dich wahllos beim Kontext bedienen (Musik, das Hemd des Barkeepers, ...). Du musst nicht alles alleine machen, zu einem Gespräch gehören immer zwei. Und wenn man irgendwie nicht auf eine Wellenlänge kommt, ist das kein Drama, dann geht man wieder auseinander und gut.

Um die Situation so zu gestalten, daß mehr als ein kurzer Wortwechsel drin ist, ist die Art und Weise Deines Verhaltens entscheidend und weniger, was Du genau inhaltlich sagst. Nicht bloß "Danke" murmeln und schon halb aufstehen, sondern sich ihr zuwenden, in die Augen sehen, lächeln, Interesse an ihr zeigen.

Du musst "bloß" intuitiv agieren wie beim Tanzen und mit kleinen Schritten lernen, Routine erlangen, sicherer durch Erfahrung werden wie beim Sport, da hast Du irgendwann auch bei Null angefangen.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde es interessant, daß Du Dich bspw. durchaus traust, auf die Tanzfläche zu gehen (wenn Du auch ein bißchen Zeit brauchst) oder eine fremde Frau anzusprechen (solange es einen "Zweck" dafür gibt). Wenn Du dann mal tanzt, wie machst Du das? Planst Du jede Bewegung im Voraus und überlegst, ob sie "Sinn" macht, wie beim Schachspielen? Wohl eher nicht. Beim Tanzen bewegt man sich so, wie man es fühlt. Du kannst also sehr wohl etwas tun ohne den Zwischenschritt des rationalen Abwägens.
Ich habe mir irgendwie ein paar Tanzschritte von Anderen abgeschaut und mache jetzt eben diese Schritte. - Das reicht, um irgendwie in der tanzenden Menge mitschwimmen zu können, aber ich kann z.B. überhaupt nicht auf Andere eingehen (also z.B. eine Frau antanzen oder darauf reagieren, wenn ich angetanzt werde).

Die Bewegungen beim Sport, die inzwischen intuitiv ablaufen, waren Dir auch nicht angeboren - Du hast sie Schritt für Schritt gelernt, herumprobiert, optimiert, bis Du sie irgendwann ohne Nachdenken durchführen konntest.
Bei diesen Bewegungsabläufen konnte ich mir am Anfang zumindest vorher überlegen, wie ich sie ausführe, konnte überlegen, was falsch war, wenn etwas nicht geklappt hat, usw. und mit der Zeit funktioniert das dann eben auch ohne großartige Überlegungen im Voraus.

Ich glaube, das Problem liegt auch daran, daß Du selbst diese Fähigkeiten zur sozialen Interaktion, gerade mit Frauen, als völlig anders geartete terra incognita auffasst und Dir dadurch eine unüberwindbare Schwelle aufbaust - ohne zu erkennen, daß Du wahrscheinlich bloß Dinge, die Du schon kannst und ständig oder zumindest manchmal tust, für diesen anderen Kontext "freischalten" müsstest.
Das ist sicherlich ein Stück weit zutreffend. - Allerdings fehlt mir eben einfach das Gefühl, wann ich jetzt was machen soll - selbst wenn ich das, was in der jeweiligen Situation sinnvoll wäre, durchaus könnte.

Um auf Dein Beispiel einzugehen: Nachdem Du Dich für die Empfehlung bedankt hast, kannst Du entweder beim Thema bleiben (Lieblingsdrinks etc.), oder Dich wahllos beim Kontext bedienen (Musik, das Hemd des Barkeepers, ...). Du musst nicht alles alleine machen, zu einem Gespräch gehören immer zwei. Und wenn man irgendwie nicht auf eine Wellenlänge kommt, ist das kein Drama, dann geht man wieder auseinander und gut.
Gut... ein solches, anschließendes Gespräch - z.B. über die Musik, den Barceeper, o.Ä. kommt teilweise bei mir auch noch zustande. - Das ist auch noch nicht mal das große Problem. Es klappt zwar längst nicht mit jeder Person, mit der ich ins Gespräch komme, aber insbesondere in einer etwas "familiären" Umgebung (also z.B. nicht in der Disco mit völlig unbekannten Leuten, sondern eher bei der Geburtstagsparty eines Freundes mit dessen Freunden, die ich bisher noch nicht kene).
Aber wenn es dann mal zu einem solchen Gespräch kommt und man sich durchaus gegenseitig sympathisch findet, schaffe ich es trotzdem nicht, weiter zu kommen, so dass man sich evtl. mal wieder trifft.

Du musst "bloß" intuitiv agieren wie beim Tanzen und mit kleinen Schritten lernen, Routine erlangen, sicherer durch Erfahrung werden wie beim Sport, da hast Du irgendwann auch bei Null angefangen.
Beim Tanzen agiere ich eben nicht wirklich intuitiv, sondern spule ein paar Bewegungsabläufe ab, die ich mir bei Anderen abgeschaut habe. Und beim Sport habe ich einen Trainer, der mir zeigen oder erklären kann, was man wie macht (ich betreibe keine Sportart, bei der ich schnell auf die Aktionen eines Gegners reagieren muss, o.Ä.).
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Bei diesen Bewegungsabläufen konnte ich mir am Anfang zumindest vorher überlegen, wie ich sie ausführe, konnte überlegen, was falsch war, wenn etwas nicht geklappt hat, usw. und mit der Zeit funktioniert das dann eben auch ohne großartige Überlegungen im Voraus.
Beim Flirten würde ich eher in Wahrscheinlichkeiten rechnen, ein echtes "richtig" und "falsch" wirst du kaum finden. Wahrscheinlich werden mehr Frauen auf ein Gespräch anspringen, wenn du sie fragst, was sie von der Musik halten, als wenn du hingehst und nur "Ficken?" sagst. :smile: Da wir aber beide Lollypoppy kennen wissen wir auch, dass zweiteres gut funktionieren kann. :zwinker:

Ich glaube mich zu erinnern, dass du kein großer Freund von Pick-Up warst, musst du auch nicht. Gerade was aber das Thema "Gespräche am Laufen halten" angeht, gibt es dort eigentlich sehr gute Texte, die auch ohne das ganze "die Frau ist so, weil der Neanderthaler-Mann ihr auch immer schon eins mit der Keule übergezogen hat"-Geschwafel auskommt. Schau einfach mal bei Openern, Routinen oder Patterns bei PU nach. Wie gesagt, das ist dann nichts, was du ewig auswendig lernen sollst, sondern was dir als Stützpfeiler helfen kann, wenn das Gespräch mal ins Stocken kommt. Da ist es einfach angenehm zu wissen, dass man doch noch einen kleinen Zaubertrick, Gedankenspiel oder sonst was in der Hinterhand hat, mir der man dann mal ein paar Minuten überbrücken kann.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das Problem beim Flirten ist weniger der Anfang des Gesprächs. - Denn da kann ich mir ja vorher überlegen, wie ich sie anspreche und wenn ich mir da zumindest vorher schon ein paar Ideen (wie z.B. die Grage nach einer Getränkeempfehlung in der Bar) zurecht gelegt habe, dürfte das schon machbar sein.

Das große Problem besteht bei mir, wenn das Gespräch schon läuft und ich schnell auf sie reagieren muss.
Da muss ich innerhalb kürzester Zeit ihre Zeichen richtig deuten, mir überlegen, wie ich reagieren soll und dann auch noch entsprechend handeln.
Aber im Normalfall scheitert es schon beim ersten Schritt und mir fällt teilweise Stunden, nachdem das Gespräch irgendwie im Sande verlaufen ist, auf, dass sie doch eigentlich recht interessiert an mir gewirkt hat und ich ruhig einen nächsten Schritt hätte wagen können. Aber im Eifer des Gefechts bemerke ich so etwas höchstens, wenn sie mit dem Zaunpfahl winkt.
Und falls ich doch mal irgendwas bemerken sollte, fange ich an zu überlegen, wie ich darauf reagieren könnte - und diese Überlegungen dauern einfach viel zu lang. Da fehlt mir einfach das Gefühl, wie ich passend reagieren könnte, um das lange Überlegen zu umgehen.
Deshalb komme ich von der Ebene eines netten, unverbindlichen Gesprächs einfach nicht weg.

Und obwohl ich wirklich nicht viel von PU halte, werde ich mir diese Sachen sicherlich mal anschauen. (Mal sehen, wie gut ich es schaffe, mich durch das PU-Gelaber mit seinen vielen seltsamen "Fachbegriffen" zu quälen :zwinker:)
 
1 Woche(n) später

Benutzer121494  (43)

Sorgt für Gesprächsstoff
Denke nicht an deine Angst und Hemmungen, sondern denke was du tun willst. Willst du tanzen, dann tanz. Willst du singen, dann sing. Willst du eine Frau ansprechen, dann sprich sie an, etc.

Was dich abhält ist deine Einstellung, dass du entweder Angst hast es könnte dich jemand blamieren und ablehnen oder dass du nicht damit umgehen kannst, wenn du keinen Erfolg hast. Gewöhn dir diese Einstellungen deshalb lieber ab.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn das so einfach wäre, hätte ich es schon längst gemacht :zwinker:
 
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