Schneller locker werden / Mut fassen / Spontaner werden

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Immer wieder komme ich in Situationen, in denen ich erst mal gewisse Hemmungen habe, mich etwas nicht traue, o.Ä. - und bis ich mich endlich davon überzeugt habe, dass diese Hemmungen völlig unsinnig sind, so dass ich mich doch traue, bzw. trauen würde, ist die Sache entweder schon längst vorbei oder ich habe zumindest schon die Hälfte verpasst.


Mal ein paar Beispiele:

In der Disco oder bei irgendwelchen Parties traue ich mich am Anfang nie auf die Tanzfläche, weil ich kein guter Tänzer bin und muss mich jedes mal erst aufs Neue davon überzeugen, dass die meisten Anderen auf der Tanzfläche auch nur irgendwie rum hampeln, bis ich mich selbst auf die Tanzfläche traue.

Vor einer Weile war ich bei einer Feier, bei der auch getanzt wurde (Paartanz - kein Disco-Rumgehampel) und hatte dabei die Chance, mit einer durchaus attraktiven Frau zu tanzen. Da ich allerdings schon seit Jahren nicht getanzt habe und der Meinung war, längst Alles verlernt zu haben, habe ich mich - wie kann es auch anders sein - mal wieder nicht getraut und das Angebot abgelehnt. :kopfwand:
Später, nachdem ich gesehen habe, wie Andere, die auch schon ewig nicht mehr getanzt haben, sich trotzdem nicht total blamiert haben und ihren Spaß hatten, wäre ich auch dazu bereit gewesen, zu tanzen. - Allerdings hatten dann schon alle tanzwilligen Frauen längst einen Tanzpartner oder waren schon auf dem Heimweg (weil sich die Feier schon dem Ende zugeneigt hat), so dass ich die Gelegenheit, zu tanzen und dabei evtl. sogar einer Frau ein wenig näher zu kommen, verpasst habe.

Auch bei anderen Gelegenheiten, eine Frau anzusprechen, einen nächsten Schritt zu wagen, o.Ä., zögere ich fast immer so lange, bis es zu spät ist - nur, um anschließend irgendwann festzustellen, dass ich eine solche Gelegenheit doch eigentlich locker nutzen könnte. - Und bei der nächsten ähnlichen Gelegenheit (die es meistens erst Wochen, Monate oder Jahre später gibt), läuft die Geschichte wieder genau gleich ab.

Ich glaube nicht, dass ich es schaffen kann, diese Hemmungen, Zweifel, usw. komplett abzubauen. - Dazu bin ich einfach viel zu verkopft. (Selbst in der lockersten, entspanntesten Gesellschaft und in angeheitertem Zustand werden meine Hemmungen nicht weniger)
Aber ich habe doch die Hoffnung, dass ich zumindest die Zeit zum Überwinden der Hemmungen verkürzen kann. - Inzwischen brauche ich nämlich längst nicht mehr so lange, um mich irgendwo auf die Tanzfläche zu wagen, als das früher der Fall war.
Der große Vorteil dabei war allerdings, dass man auf einer Party, o.Ä. wirklich sehr viel Zeit hat und einfach dann auf die Tanzfläche gehen kann, wenn man Lust hat - ohne auf eine passende Gelegenheit, eine andere willige Person, o.Ä. angewisen zu sein. Somit konnte ich mich früher nach Stunden irgendwann dazu durchringen, auf die Tanzfläche zu gehen und brauche inzwischen aufgrund der gesammelten Erfahrung nicht mehr all zu lang, um mich zu überwinden.

Bei den vielen anderen Dingen hat man allerdings viel weniger Zeit, weil man auf eine passende Gelegenheit oder eine andere Person angewiesen ist, auf eine Vorlage irgendwie reagieren muss, o.Ä. und somit schaffe ich es einfach nie, mich zu überwinden und damit die Erfahrung zu sammeln, die es mir ermöglichen würde, mich beim nächsten mal schneller zu überwinden. - Und der Ärger über die letzte verpasste Chance hilft mir auch nicht dabei, mich beim nächsten mal schneller zu überwinden.
Ebenso wenig hilft mir das theoretische Wissen, dass mein zögerliches Verhalten völlig bescheuert ist und dass ich mich im schlimmsten Fall, wenn ich mich traue, ein wenig blamieren kann, was nun wirklich kein Beinbruch ist. - Das kann ich mir alles beliebig oft sagen. - Aber wenn ich dann mal wieder in einer entsprechenden Situation bin, sind all diese Gedanken einfach verschwunden.

Habt ihr irgendeine Idee, wie ich es schaffem kann, aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Frage: Willst du überhaupt tanzen? Wenn du gar nicht willst, dann seh ich keinen Sinn dahinter, dich zu zwingen.

Ansonsten ein Tipp: Konzentrier dich auf das, was du überwinden willst. Mach es dir zum Thema. D.h. setz dir das Ziel, die Hemmung zu überwinden, und setz dir nicht zum Ziel, mit Dame X zu tanzen oder möglichst gut dabei auszusetzen, etc. Sondern deine Priorität ist, dich zu überwinden, trotz möglicher Blamage. Schaffst du das?

Zur Hilfe, um sich auch bei Blamage wohl zu fühlen: Schließ dich einer Impro-Tanzgruppe an und mach dich zum Affen. Gewöhn dich dran, die Sau rauszulassen und hab Spaß daran. Dann ist es nämlich auch gar nicht mehr blamabel.
 

Benutzer58352 

Verbringt hier viel Zeit
Eier wir brauchen mehr Eier.

Dieses Oliver Kahn Zitat bringt es auf den Punkt.

Problem Nummer I:
Du bist nicht selbstbewusst, du achtest viel zu viel darauf was andere von dir denken, du bist viel zu bedacht darüber dich nicht zu blamieren.
Warum?
Das ist eine prinzipiell falsche Einstellung, nicht nur bei Frauen.
Vielleicht solltest du dir einfach mal vornehmen dich an einigen Abenden mit Absicht zu blamieren oder absichtlich irgendwas verrücktes zu machen um zu merken dass Blamage sehr lustig sein kann.
Oder klatsch einfach mal in der Disco jeder Frau auf den Arsch, wird nicht gut ankommen, aber du hast dich was getraut.
Training heißt die Devise.

Selbstbewusstsein kann man auch trainieren, möglicherweise bist du einfach mit irgendwas an dir unzufrieden und deshalb nicht von dir selbst überzeugt?
Ändere das.

Problem Nummer II:
Du vergleichst dich anscheinend die ganze Zeit mit anderen.
Warum?
Sieh das ganze Gebalze und Geflirte als großes Spiel an.
Wichtig ist es mitzuspielen und zu punkten, nicht einfach nur zuzuschauen.
Auf der einen Seite sind die Jäger, auf der anderen Seite ist die Beute.
Das ist nichts anderes als ein fairer Zweikampf, du musst lernen dich daran zu beteiligen.
Oder läuft du auch sonst vor jedem Kampf einfach davon statt deinen Mann zu stehen?
Falls ja, ändere das oder du wirst nie eine Chance haben...

Problem Nummer III:
Der Wohlfühlfaktor.
Nur wenn man sich wohlfühlt, mit sich selbst und seinem Umfeld, nur dann kann man ein guter Jäger sein.
Auf einer Party oder Veranstaltung auf der du dich unsicher fühlst, z.B. in einer Disco, wirst du nie was erreichen.
Such dir Events aus wo du weißt du wirst Spass haben, dich gut fühlen, Freunde werden da sein, es wird unverkrampft sein.
Lern Spass zu haben und unverkrampft zu feiern, achte nicht ständig auf andere Leute, denk nicht ständig drüber nach was andere über dich denken, sag und mach einfach mal was ohne darüber nachzudenken...
Wenn du das gelernt hast, wirst du dich automatsich wohler fühlen auf Partys und demzufolge auch sicherer und mutiger bei Frauen werden.

Mir persönlich hat es geholfen mir eine Masche anzutrainieren.
Die werde ich jetzt nicht verraten.
Aber einfaches Beispiel das jeder kennt, du gehst zu einer Frau hin und tust so als ob du sie kennst.
Sagst "Hey bist du nicht Nicole, diese hübsche Stewardess von meiner letzten Reise? Du bist mir damals schon aufgefallen!"(denk dir was aus....)
Sie hat natürlich überhaupt keine Ahnung was du meinst aber durch diese Masche hast du a.) schon indirekt ein Kompliment geäußert, b.) bist ins Gespräch gekommen und c.) das Ansprechen war total unverkrampft, da du sie ja kennst (was natürlich gelogen ist).
Wenn sie dich jetzt auch nur irgendwie toll findet wird sie erstmal drauf einsteigen und ihr seid auf jeden Fall im Gespräch.
Je nach Reaktion kannst du auch einfach fragen "Ach bist du nicht? Auch egal, Lust zu tanzen?"
Wenn du den Padawan Status überwindest in dieser Disziplin werden dir noch wesentlich mehr Raffinessen einfallen diese Strategie zu verfeinern, z.B. über Dritte reden aber eigentlich sie meinen und so weiter....
Bei allem natürlich immer versuchen lustig zu sein, jede halbwegs intelligente Frau wird merken dass du gelogen hast oder es zumindest vermuten.
Wenn du es aber mit einem Lächeln tust wird keine Frau dir das vorwerfen.

Ein Tipp für Fortgeschrittene hier vielleicht noch.
Ich benutze gerne jegliche Information die ich von meiner Beute bekomme als Waffe um sie zu fangen.
Beispiel ein Fräulein erzählt mir sie studiert Medizin => Von da an nenne ich sie nur noch Fr. Doktor und mache irgendwelche Sprüche in die Richtung.
Das klingt albern und kindisch, kommt aber gut an, jedenfalls auf einer Party.
Damit hebst du dich zumindest etwas ab von der Masse.

Das sind wie gesagt alles nur schnell ausgedachte Beispiele, meine echte Masche oder so werde ich hier nicht posten...

Es geht wie gesagt nicht darum mit dieser Masche auch nur irgendwas zu erreichen, sondern ausschließlich das erste Eis zu brechen und dir einen Vorwand zu geben sie anzusprechen.
Danach hängt alles von dir ab logischerweise, aber da du ja noch nichtmal den ersten Schritt hinbekommst solltest du erstmal nur bis zu dieser Masche denken und planen und danach einfach improvisieren oder dich total blamieren.

Völlig egal, beides bringt dich weiter!

Versuch einfach mal was und hör auf dich zu beschweren oder um Rat zu fragen.
Ohne Mut und ohne Witz kommt man bei Frauen einfach nicht weiter!
Viel Erfolg.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Frage: Willst du überhaupt tanzen? Wenn du gar nicht willst, dann seh ich keinen Sinn dahinter, dich zu zwingen.
Tanzen war jetzt nur ein recht aktuelles Beispiel für eine Sache, bei der ich gewisse Hemmungen habe. - Aber es gibt noch mehr als genügend andere Dinge.

Prinzipiell will ich schon tanzen.
Das "Disco-Rumgehüpfe" ist eben eine ganz nette Beschäftigung in den entsprechenden Lokalen, in die es mich nur äußerst selten verschlägt oder eben auf manchen Parties (wo ich doch das eine oder Andere mal bin). Es ist durchaus ganz nett und ist bei den entsprechenden Gelegenheiten definitiv die bessere Wahl, als untätig am Rand zu stehen. - Wirklich begeistert bin ich davon aber auch nicht.

Und bezüglich Paartanz: Prinzipiell würde ich sehr gerne tanzen. Als ich vor einer halben Ewigkeit mal einen Tanzkurs gemacht habe, hat mir das Tanzen ziemlich gut gefallen, wenn ich eine Tanzpartnerin hatte, mit der ich zurecht kam.
Aber danach gab es bei mir jahrelang überhaupt keine Möglichkeit mehr, zu tanzen, so dass ich das Meiste wieder verlernt habe. Eigentlich würde ich es wirklich gerne wieder ausprobieren, aber wenn es dann mal eine passende Gelegenheit gibt, traue ich mich nicht, weil ich Angst davor habe, mich dank meiner geringen Kenntnisse zu blamieren. (Nur ein mal wurde ich von einer sehr guten Tänzerin quasi zum Tanzen genötigt, was auch wieder Spaß gemacht hat, obwohl ich doch eher "getanzt wurde" :zwinker: )

Ansonsten ein Tipp: Konzentrier dich auf das, was du überwinden willst. Mach es dir zum Thema. D.h. setz dir das Ziel, die Hemmung zu überwinden, und setz dir nicht zum Ziel, mit Dame X zu tanzen oder möglichst gut dabei auszusetzen, etc. Sondern deine Priorität ist, dich zu überwinden, trotz möglicher Blamage. Schaffst du das?
Bis derartige Gedanken nach dem Aufkommen der Hemmungen bei mir wieder einen Platz haben, ist die entsprechende Situation, das Vorhaben (Hemmungen überwinden) in die Tat umzusetzen, längst vorbei.

Zur Hilfe, um sich auch bei Blamage wohl zu fühlen: Schließ dich einer Impro-Tanzgruppe an und mach dich zum Affen. Gewöhn dich dran, die Sau rauszulassen und hab Spaß daran. Dann ist es nämlich auch gar nicht mehr blamabel.
Puuh... da bringst du mich gerade sehr zum Nachdenken! - Denn wenn ich so drüber nachdenke, ist Improvisationsfähigkeit wohl genau die Fähigkeit, die mir völlig fehlt.
So kann ich mich z.B. problemlos mit Leuten über konkrete Themen unterhalten, von denen ich irgendwie eine gewisse Ahnung habe. Aber Smalltalk, Flirten, usw. - also Gespräche, bei denen man irgendwie inprovisieren muss, sind Dinge, die ich überhaupt nicht kann.
Ebenso kann ich problemlos einen gut vorbereiteten Fachvortrag halten oder evtl. auch noch aus dem Stegreif über ein Thema referieren, von dem ich wirklich viel Ahnung habe. Aber ich könnte niemals den Alleinunterhalter spielen, weil man da auch wieder improvisieren muss.
Und auch beim Tanzen ist es so: Beim Paartanz gibt es gewisse Schritte, Drehungen, usw., die man lernen und üben kann und die man eben irgendwann beherrscht und nur noch spontan miteinander kombinieren muss. - Und in der Disco mache ich eigentlich auch nur immer die gleichen paar Bewegungen im Takt zur Musik (die ich mir irgendwie mal abgeschaut habe) und tanze damit einfach irgendwie vor mich hin. Ich kann dabei aber nicht auf Andere eingehen, weil dazu mal wieder dieses Improvisationstalent nötig wäre, das mir einfach fehlt.
Improvisationstanz würde bei mir deshalb wohl auch überhaupt nicht funktionieren.

Improvisation hat doch auch immer damit zu tun, Dinge einfach so aus dem Bauch heraus zu tun, ohne großartig darüber nachzudenken, weil derartige Gedanken einfach viel zu langsam sind. - Aber genau das kann ich einfach nicht.
Alles, was ich mache, mache ich bewusst nach rationalen Überlegungen oder völlig automatisiert (z.B. Atmen, Gehen oder auch gewisse Bewegungen im Sport, die ich durch tausendfache Durchführung automatisiert habe).

Danke für diesen Denkanstoß! - Damit kann ich zumindest mal besser erkennen, wie meine Probleme miteinander zusammenhängen - auch wenn ich keine Ahnung habe, wie ich etwas an deren Ursache - also meiner Unfähigkeit, zu improvisieren - ändern kann.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Bis derartige Gedanken nach dem Aufkommen der Hemmungen bei mir wieder einen Platz haben, ist die entsprechende Situation, das Vorhaben (Hemmungen überwinden) in die Tat umzusetzen, längst vorbei.

Deswegen sollst du nicht auf solche Situationen warten, sondern sie gezielt selbst herbeiführen.

Puuh... da bringst du mich gerade sehr zum Nachdenken! - Denn wenn ich so drüber nachdenke, ist Improvisationsfähigkeit wohl genau die Fähigkeit, die mir völlig fehlt.

Improvisation hat doch auch immer damit zu tun, Dinge einfach so aus dem Bauch heraus zu tun, ohne großartig darüber nachzudenken, weil derartige Gedanken einfach viel zu langsam sind. - Aber genau das kann ich einfach nicht.
Alles, was ich mache, mache ich bewusst nach rationalen Überlegungen oder völlig automatisiert (z.B. Atmen, Gehen oder auch gewisse Bewegungen im Sport, die ich durch tausendfache Durchführung automatisiert habe).

Eine gute Nachricht für dich: Improvisieren kann man lernen. Wenn man es will. Das, was du hast, ist eine Hemmung, die dich hindert. Das schöne am Impro-Tanz ist, dass du nichts falsch machen kannst, selbst wenn du anfangs z.B. immer das gleiche machst, weil dir nichts einfällt. Und außerdem kannst du beim Impro-Tanz gar nicht nicht-improvisieren. Das ist im Konzept des Tanzes nicht vorhanden. Du machst z.B. Contact-Impro. Da bekommst du einen Impuls von einem Mittänzer. Den musst du irgendwie weiterführen. Du bist also gezwungen, etwas draus zu machen. Es geht gar nicht anders. Du improvisierst automatisch und drückst dich da mit deinem Körper aus.

Und ansonsten versteh ich dein "Problem" mit dem Freestyle-Tanz in der Disco und deine Präferenz für Paartänze. Meine Empfehlung: Schau dir mal Swing, Salsa&Co und Tango-Tänze an (also Tänze fern der Tanzschule). Bei denen bist du viel mehr gefordert, mit den Tanzelementen zu improvisieren als in der Tanzschule (die Tänze in der Tanzschule sind vom System her viel strikter und lassen weniger Improvisationsspielraum. Der Vorteil an Swing-Tänzen, Salsa&Co und Tango ist, dass du zwar auch einen ähnlichen vorgegebenen Rahmen hast, aber die Improvisationsmöglichkeiten sind viel breiter).
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Problem Nummer I:
Du bist nicht selbstbewusst, du achtest viel zu viel darauf was andere von dir denken, du bist viel zu bedacht darüber dich nicht zu blamieren.
Warum?
Das ist eine prinzipiell falsche Einstellung, nicht nur bei Frauen.
Vielleicht solltest du dir einfach mal vornehmen dich an einigen Abenden mit Absicht zu blamieren oder absichtlich irgendwas verrücktes zu machen um zu merken dass Blamage sehr lustig sein kann.
Oder klatsch einfach mal in der Disco jeder Frau auf den Arsch, wird nicht gut ankommen, aber du hast dich was getraut.
Training heißt die Devise.

Selbstbewusstsein kann man auch trainieren, möglicherweise bist du einfach mit irgendwas an dir unzufrieden und deshalb nicht von dir selbst überzeugt?
Ändere das.
Dem würde ich so nicht wirklich zustimmen. Ich strotze zwar sicherlich nicht vor Selbstbewusstsein, aber in den meisten Bereichen (z.B. Studium und Sport) würde ich mir doch ein gesundes Selbstbewusstsein attestieren, weil ich ziemlich gut weiß, was ich wie gut kann, wo meine Grenzen sind, dass ich, wenn ich will, über meine Grenzen hinaus wachsen kann, usw.
Nur im zwischenmenschlichen Bereich ist das einfach anders, weil mir - wie ich mit Hilfe von Lotusknospes Beitrag festgestellt habe, wohl einfach jegliche Improvisationsfähigkeit fehlt, die dort häufig nötig wäre.

Problem Nummer II:
Du vergleichst dich anscheinend die ganze Zeit mit anderen.
Warum?
Sieh das ganze Gebalze und Geflirte als großes Spiel an.
Ich sehe durchaus, dass Andere das alles als schönes Spiel sehen und handhaben. - Aber leider fehlen mir einfach die grundlegenden Fähigkeiten, um dieses Spiel selbst zu spielen und ich sehe auch keine Möglichkeit, wie ich dieses Spiel oder die dazu nötigen grundlegenden Fähigkeiten (nämlich weider die Improvisationsfähigkeit) erlernen könnte.
Ich sehe immer wieder, wie Andere locker dieses Spiel spielen, aber ich kann mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln (Verstand, rationale Gedanken, usw.) einfach nicht erkennen, wie sie das tun, bzw. warum sie jetzt gerade das tun, was sie tun und damit weiter kommen.
Das ist also ob ich ein paar Zaubertrick sehe und einfach nicht erkenne, was da gemacht wird. - Wie soll ich dann selbst irgendwann zaubern können?

Problem Nummer III:
Der Wohlfühlfaktor.
Nur wenn man sich wohlfühlt, mit sich selbst und seinem Umfeld, nur dann kann man ein guter Jäger sein.
Auf einer Party oder Veranstaltung auf der du dich unsicher fühlst, z.B. in einer Disco, wirst du nie was erreichen.
Da hast du sicherlich recht. - Aber dort, wo ich mich wirklich wohl fühle - also bei meinen Freunden und in meinen zwei Vereinen gibt es einfach keine Beute, die ich jagen könnte... und selbst als es dort mal eine potentielle Beute gab, war ich völlig unfähig, überhaupt irgendwas zu tun.

Mir persönlich hat es geholfen mir eine Masche anzutrainieren.
Die werde ich jetzt nicht verraten.
Aber einfaches Beispiel das jeder kennt, du gehst zu einer Frau hin und tust so als ob du sie kennst.
Sagst "Hey bist du nicht Nicole, diese hübsche Stewardess von meiner letzten Reise? Du bist mir damals schon aufgefallen!"(denk dir was aus....)
Sie hat natürlich überhaupt keine Ahnung was du meinst aber durch diese Masche hast du a.) schon indirekt ein Kompliment geäußert, b.) bist ins Gespräch gekommen und c.) das Ansprechen war total unverkrampft, da du sie ja kennst (was natürlich gelogen ist).
Wenn sie dich jetzt auch nur irgendwie toll findet wird sie erstmal drauf einsteigen und ihr seid auf jeden Fall im Gespräch.
So etwas könnte ich niemals auch nur ansatzweise glaubwürdig rüber bringen. Ich kann einfach nicht irgendwas behaupten, von dem ich weiß, dass es falsch ist. Das wäre doch total gekünstelt.

Und selbst wenn ich jetzt eine Frau fragen würde, ob sie die hübsche Stewardess von meiner letzten Reise ist und sie auch noch irgendwie darauf eingehen würde, würde ich mangels Spontanität und Improvisationsfähigkeit nicht weiter spielen können.
Mit etwas Glück wäre ich evtl. noch zu ein paar einsilbigen Antworten fähig, aber vermutlich würde ich einfach nur betreten schweigen und das Weite suchen, weil ich keine Ahnung habe, wie ich weiter machen soll.
Ein Tipp für Fortgeschrittene hier vielleicht noch.
Ich benutze gerne jegliche Information die ich von meiner Beute bekomme als Waffe um sie zu fangen.
Beispiel ein Fräulein erzählt mir sie studiert Medizin => Von da an nenne ich sie nur noch Fr. Doktor und mache irgendwelche Sprüche in die Richtung.
Das klingt albern und kindisch, kommt aber gut an, jedenfalls auf einer Party.
Damit hebst du dich zumindest etwas ab von der Masse.
Das ist wieder genau die Sache, die ich einfach nicht kann: Eine Information im Gespräch aufnehmen und sofort in mein weiteres Verhalten einfließen lassen. - Selbst wenn ich spontan die Idee hätte, die Dame "Fr. Doktor" zu nennen, würde ich mir ewig Gedanken darüber machen, ob es jetzt sinnvoll wäre, sie so zu nennen oder nicht oder den Gedanken verwerfen, um nicht lange still da zu stehen und irgendwie weiter labern, ohne groß auf sie einzugehen.

Deswegen sollst du nicht auf solche Situationen warten, sondern sie gezielt selbst herbeiführen.
Und wie soll das funktionieren, bzw. was sollte das bringen?
Ich kann sicherlich Frauen mit irgendeiner Masche (z.B. Hagakures Setwardessen-Masche oder sonst was) ansprechen. Aber wenn es dann zu einem Gespräch kommt, bräuchte ich doch wieder zumindest ein gewisses Mindestmaß an Improvisationsfähigkeit, um das Gespräch auch nur ganz kurz am Laufen zu halten... aber diese Fähigkeit fehlt mir einfach komplett.

Eine gute Nachricht für dich: Improvisieren kann man lernen. Wenn man es will. Das, was du hast, ist eine Hemmung, die dich hindert. Das schöne am Impro-Tanz ist, dass du nichts falsch machen kannst, selbst wenn du anfangs z.B. immer das gleiche machst, weil dir nichts einfällt. Und außerdem kannst du beim Impro-Tanz gar nicht nicht-improvisieren. Das ist im Konzept des Tanzes nicht vorhanden. Du machst z.B. Contact-Impro. Da bekommst du einen Impuls von einem Mittänzer. Den musst du irgendwie weiterführen. Du bist also gezwungen, etwas draus zu machen. Es geht gar nicht anders. Du improvisierst automatisch und drückst dich da mit deinem Körper aus.
z.B. beim Contact-Impro würde ich wohl einen Impuls bekommen und einfach nur blöd da stehen, weil ich keine Ahnung habe, was ich damit anfangen kann und wie ich darauf reagieren soll und nach einigen derartigen Versuche würde ich die ganze Sache deprimiert aufgeben.
Das wäre für mich genau so wenig sinnvoll wie ein Training im Schwimm-Leistungszentrum, wenn ich mich nicht mal über Wasser halten kann.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Und wie soll das funktionieren, bzw. was sollte das bringen?

Bringen soll das, dass du nicht das Ziel der schönen Frau vor Augen hast, mit der zu gescheit reden willst, sondern dass du das Ziel hast, deine Hemmung zu überwinden, auch wenn die Frau sich nach 5 Min von dir verabschiedet -> andere Form des Erfolgserlebnisses und weil du einen ganz anderen Druck hast (nämlich deinen persönlichen und nicht den Schamesdruck durch außen) ganz anders an die Sache herangehst.

Ich kann sicherlich Frauen mit irgendeiner Masche (z.B. Hagakures Setwardessen-Masche oder sonst was) ansprechen. Aber wenn es dann zu einem Gespräch kommt, bräuchte ich doch wieder zumindest ein gewisses Mindestmaß an Improvisationsfähigkeit, um das Gespräch auch nur ganz kurz am Laufen zu halten... aber diese Fähigkeit fehlt mir einfach komplett.

Masche brauchst du keine. Allerdings ist es anfangs leichter, sich schon etwas zurecht gelegt zu haben, weil man dann nicht ganz so spontan sein muss. Nimm dir erstmal nicht das Ziel, die Frau aufreißen zu wollen oder ihre Nummer haben zu wollen. Schau einfach mal, ob du dich überhaupt mit ihr unterhalten kannst. Das ist doch das, was du willst, oder?

z.B. beim Contact-Impro würde ich wohl einen Impuls bekommen und einfach nur blöd da stehen, weil ich keine Ahnung habe, was ich damit anfangen kann und wie ich darauf reagieren soll und nach einigen derartigen Versuche würde ich die ganze Sache deprimiert aufgeben.

Hast du es schon mal probiert?
 

Benutzer58352 

Verbringt hier viel Zeit
Ich finde ehrlich gesagt den Ansatz dass du dir so viele Gedanken machst schon ziemlich verkehrt.

In diesem Fall kann ich dir zustimmen dass du so Improvisieren und Spontanität nicht erlernen wirst.
Genauso was das Schwindeln gegenüber Frauen angeht.
Alle diese "Qualitäten" sind Grundvoraussrzungen zum Flirten.

Weil wenn du mit Logik oder Methode an die Sache rangehst hast du eh schon verloren.
Frauen sind unlogisch, denken nicht rational sondern emotional, sie sind leichtgläubig, meistens gutmütig und naiv.
Wenn sie nicht die hellste ist, wäre das noch eine weitere Eigenschaft.
All das sind die Angriffsflächen die dir bei deinem Zweikampf zur Verfügung stehen.

Wenn man sich weigert das auszunutzen wird man jeden Kampf verlieren.
Du erreichst absolut nichts mit "Wahrheit", "Zurückhaltung", "Guten Manieren" und was weiß ich noch.
Klar Frauen werden dir erzählen dass sie das alles total toll finden, aber nicht bei einem Flirt...

Und zur der Sache mit dem Selbstbewusstsein muss ich dir auch widersprechen.
Du magst dich vllt. bei deiner Arbeit/Studium sicher fühlen, aber wenn du dich einfache Sachen nicht traust wie das mit dem Tanzen oder eine Frau zu beschwindeln, einfach mal was zu machen was vllt. nicht ganz deiner Logik oder deinen Vorstellungen entspricht dann ist das schlichtweg feige oder nicht?

Ich sehe durchaus, dass Andere das alles als schönes Spiel sehen und handhaben. - Aber leider fehlen mir einfach die grundlegenden Fähigkeiten, um dieses Spiel selbst zu spielen und ich sehe auch keine Möglichkeit, wie ich dieses Spiel oder die dazu nötigen grundlegenden Fähigkeiten (nämlich weider die Improvisationsfähigkeit) erlernen könnte.

Genau das meine ich damit.
Wer sowas schreibt kann meiner Meinung nach gar nicht wirklich selbstbewusst sein.
Klar man kann erkennen dass man noch kein guter Spieler ist, aber von sich selbst zu behaupten noch nicht mal lernfähig zu sein? Nicht in der Lage zu sein besser zu spielen? Ich bitte dich...

Sowas würde ich nie von mir behaupten, selbst wenn es stimmen würde...
Genau das macht am Ende Selbstbewusstsein aus, dass du immer an dich selbst glaubst und nicht die Bestätigung von anderen brauchst um das zu erkennen.
 

Benutzer78196 

Meistens hier zu finden
Locker kannst du nur werden, indem du dich in den entsprechenden Situationen überwindest. Mit Herumtheoretisieren kommst du hier nicht weit. Hier geht es eben um die Praxis.
Da du ja aber gern deine eigene Kopflastigkeit betonst, hier zwei Denkansätze von mir:

1. "Soll ich, oder soll ich nicht?" Mit deinem Zögern entscheidest du dich automatisch fürs Nichthandeln. Du gibst das Zepter aus der Hand und machst dich vom Schicksal abhängig - und dass das nicht das gewünschte Resultat bringt, hast du ja schon gemerkt, sonst würdest du hier nicht schreiben.
Stattdessen solltest du dich eher fragen: "Will ich, oder will ich nicht?" und dich dann bewusst für oder gegen eine Sache entscheiden und dich entsprechend verhalten. Mach dich nicht vom Schicksal abhängig, wenn du doch eigentlich genau weißt, was du willst. Riskiere lieber die vermeintliche Blamage, als gar nichts zu tun. Dann kannst du zwar immer noch auf die Nase fallen, aber du kannst danach immerhin sagen: "Hey, ich hab mich überwunden - und ich lebe noch!" Und dann sei stolz auf dich, weil du wieder eine Hürde gemeistert hast!

2. Was die Angst vor einer Blamage angeht: Diese Angst kommt vom zuvielen Nachdenken. Würdest du einfach mal ins kalte Wasser springen, würdest du
a) die Angst in dieser Ausprägung gar nicht erst entwickeln und
b) schnell merken, dass die Angst unbegründet ist.
Um mal dein Disco-Beispiel aufzugreifen: Denkst du, die anderen Leute dort interessieren sich auch nur ansatzweise für deinen Tanzstil? Die sind damit beschäftigt, selbst Spaß zu haben, du bist in der Disco nur ein Gesicht von vielen. Und selbst falls du der ungelenkigste Tänzer auf der Tanzfläche sein solltest: Na und? Nimms mit Humor. Du musst doch niemandem etwas beweisen. Oder bist du in der Disco um andere zu unterhalten? Hab einfach deinen Spaß. :smile:
Auch auf die Gefahr hin, dass du mir nicht glaubst: Das ist alles viel einfacher als du denkst und es wird mit jedem Mal leichter.

So, mehr Theorie kriegst du von mir nicht. Das Zauberwort lautet hier: MACHEN!
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Frauen sind unlogisch, denken nicht rational sondern emotional, sie sind leichtgläubig, meistens gutmütig und naiv.
Wenn sie nicht die hellste ist, wäre das noch eine weitere Eigenschaft.
:what: Und Du glaubst echt, der hier geäusserte Glaube eines Supermannes an den Inhalt dieses schier unfassbar platten Statements sei komplett rational, nicht leichtgläubgig und nicht naiv? Und wie war das mit der Eigenschaft? Äh... Ich muss weg. :ichsagnichts:
 

Benutzer58352 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:

:what: Und Du glaubst echt, der hier geäusserte Glaube eines Supermannes an den Inhalt dieses schier unfassbar platten Statements sei komplett rational, nicht leichtgläubgig und nicht naiv? Und wie war das mit der Eigenschaft? Äh... Ich muss weg. :ichsagnichts:

Ich hab nicht gesagt dass ich rational denke und so weiter, aber jeder Mann weiß was damit gemeint ist, das ist wichtig.
Außerdem solltest du nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.
Ich versuche dem Jungen nur überspitzt aufzuzeigen worauf er sich stürzen muss und was er akzeptieren muss um beim Flirten besser dazustehen.

Aber ja Frauen sind all diese Sachen beim Flirten, das kann man nur unterstreichen.
Das heißt aber nicht dass all diese Frauen auch die restliche Zeit ihres Lebens so sind...
Geht hier nur ums Flirten.

Ich finde diese Tipps jedenfalls weitaus sinnvoller und hilfreicher als das gängige "Du schaffst das schon", "du musst dich mehr trauen" Geschreibse :smile:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Masche brauchst du keine. Allerdings ist es anfangs leichter, sich schon etwas zurecht gelegt zu haben, weil man dann nicht ganz so spontan sein muss. Nimm dir erstmal nicht das Ziel, die Frau aufreißen zu wollen oder ihre Nummer haben zu wollen. Schau einfach mal, ob du dich überhaupt mit ihr unterhalten kannst. Das ist doch das, was du willst, oder?
Das Problem ist doch aber, dass ich mir nicht für jede erdenkliche Situation irgendwas zurecht legen kann.
Sicherlich kann ich mir irgendwas zurecht legen, wie ich eine Frau anspreche. - Aber sobald sie darauf irgendwie reagiert, gibt es schon unzählige Möglichkeiten, auf die ich mich nicht entsprechend Vorbereiten kann.

Hast du es schon mal probiert?
Nein. Aber ich käme ja auch niemals auf die Idee, einfach so ins tiefe Wasser zu springen, wenn ich mich noch nicht mal irgendwie über Wasser halten kann und noch nicht mal den Hauch einer Ahnung davon habe, wie es überhaupt möglich sein könnte, sich über Wasser zu halten.
(Natürlich: Die Folgen beim Impro-Tanz wären nicht so schlimm wie das sichere Ertriken nach dem Sprung ins Wasser... aber trotzdem ist es doch sinnlos, etwas tun zu wollen, dessen elementare Grundlagen man nicht mal ansatzweise beherrscht)

Ich finde ehrlich gesagt den Ansatz dass du dir so viele Gedanken machst schon ziemlich verkehrt.
Ich weiß, dass ich mir damit oft genug selbst im Weg stehe.
Wenn du mir einen Tipp geben kannst, wo ich den Schalter finde, mit dem ich meinen Kopf bei Bedarf einfach ausschalten kann, probiere ich es gerne aus. :zwinker:

In diesem Fall kann ich dir zustimmen dass du so Improvisieren und Spontanität nicht erlernen wirst.
Genauso was das Schwindeln gegenüber Frauen angeht.
Alle diese "Qualitäten" sind Grundvoraussrzungen zum Flirten.
Und die große Frage ist: Wie kann man diese Grundvorraussetzungen, bzw. insbesondere die Sache mit der Spontanität und Improvisation erlernen, wenn man das bisher nicht mal ansatzweise beherrscht?

Weil wenn du mit Logik oder Methode an die Sache rangehst hast du eh schon verloren.
Frauen sind unlogisch, denken nicht rational sondern emotional, sie sind leichtgläubig, meistens gutmütig und naiv.
Wenn sie nicht die hellste ist, wäre das noch eine weitere Eigenschaft.
All das sind die Angriffsflächen die dir bei deinem Zweikampf zur Verfügung stehen.

Wenn man sich weigert das auszunutzen wird man jeden Kampf verlieren.
Du erreichst absolut nichts mit "Wahrheit", "Zurückhaltung", "Guten Manieren" und was weiß ich noch.
Klar Frauen werden dir erzählen dass sie das alles total toll finden, aber nicht bei einem Flirt...
Auch wenn ich die Sache von wegen unlogisch, emotional, leichtgläubig und naiv in dieser Pauschalität doch bezweifle, ist mir klar, dass Logik und rationales Denken beim Flirten und ähnlichen Dingen nicht wirklich sinnvoll sind oder zumindest alleine längst nicht ausreichen.
Da braucht man einfach auch die Fähigkeit, spontan etwas zu tun, muss ein Gefühl dafür haben, was man jetzt zun könnte, usw. - und all das ist bei mir nicht mal ansatzweise vorhanden. Ich kann einfach nichts Anderes, als logisch und rational denken und deshalb basiert mein Handeln auch auf diesen Gedanken.

Und zur der Sache mit dem Selbstbewusstsein muss ich dir auch widersprechen.
Du magst dich vllt. bei deiner Arbeit/Studium sicher fühlen, aber wenn du dich einfache Sachen nicht traust wie das mit dem Tanzen oder eine Frau zu beschwindeln, einfach mal was zu machen was vllt. nicht ganz deiner Logik oder deinen Vorstellungen entspricht dann ist das schlichtweg feige oder nicht?
Ich habe es ja schon gesagt: Mein Selbstbewusstsein ist stark situationsabhängig und bei den meisten Dingen weiß ich sehr genau, was ich will, was ich kann, usw. und bin somit auch durchaus selbstbewusst. (In irgendwelchen politischen Diskussionen, beim Sport, im Studium, o.Ä. würde mir sicherlich Niemand fehlendes Selbstbewusstsein attestieren.)
Nur bei diesen zwischenmenschlichen Dingen, die ich einfach nicht rational verstehen kann und für die ich kein Gefühl habe, fehlt mir das Selbstbewusstsein.

Genau das meine ich damit.
Wer sowas schreibt kann meiner Meinung nach gar nicht wirklich selbstbewusst sein.
Klar man kann erkennen dass man noch kein guter Spieler ist, aber von sich selbst zu behaupten noch nicht mal lernfähig zu sein? Nicht in der Lage zu sein besser zu spielen? Ich bitte dich...
Wenn ich Andere beim Flirten beobachte, sehe ich nur, was sie tun und sagen und wie sie sich verhalten. - Aber ich kann überhaupt nicht erkennen, warum sie sich jetzt gerade so verhalten und nicht irgendwie anders. Es gibt ja immer unzählige Möglichkeiten, was man jetzt tun oder sagen könnte.
Da fühle ich mich, als ob ich einen guten Zauberkünstler beobachte, der plötzlich einen Gegenstand aus seiner Hand verschwinden lässt, wobei ich keine Ahnung habe, was er da jetzt wie gemacht hat und wo der Gegenstand jetzt ist. - Dabei fehlt mir dann auch jeder Ansatzpunkt, um diesen Zaubertrick selbst durchzuführen.
Da kann ich noch so oft den gleichen Gegenstand in der Hand halten: Ich werde es trotzdem nicht schaffen, ihn zum Verschwinden zu bringen, weil ich keinen Ansatzpunkt habe, was der Zauberkünstler gemacht haben könnte.

Oder ein anderer Vergleich: Ich fühle mich, als ob mir die entsprechenden Sinnesorgane fehlen, um zu erkennen, was hier gerade von sich geht und als ob mir die Organe fehlen, um das durchzuführen, was ich sehe. (Als so etwas wie ein Blinder ohne Beine, der hört, wie Jemand geht, aber nicht sehen kann, was diese Person wirklich macht und der auch nicht die Beine hat, mit denen er jemals selbst gehen könnte)

Oder noch ein Beispiel: Wenn ich irgendwo beim American Football zuschaue, sehe ich, wie ein paar Typen durch die Gegend laufen, sehe, wie andauernd das Spiel abgepfiffen wird und sich die Spieler wieder neu aufstellen, um bis zum nächsten Pfiff wieder aufeinander zuzurennen, um den Ball zu kämpfen, usw. Aber ich habe keinen blassen Schimmer, warum jetzt gerade schon wieder abgepfiffen wurde, was die Spieler eigentlich tun wollen, was das Ziel ist, usw.
Wie sollte ich dann auf ein mal selbst aufs Spielfeld gehen und mitspielen?

All das sind keine guten Beispiele. - Aber ich weiß auch nicht, wie ich es anders ausdrücken kann, wie es mir geht, wenn ich Anderen beim Flirten zuschaue.

So, mehr Theorie kriegst du von mir nicht. Das Zauberwort lautet hier: MACHEN!
Aber wie geht das? - Einfach machen?
Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, dass ich mal etwas einfach gemacht habe, ohne dass es eine Sache war, die ich wie das Atmen, Gehen oder gewisse Bewegungsabläufe im Sport völlig automatisiert habe.
Alles, was ich mache oder sage, ist das Resultat vorheriger rationaler Überlegungen.

Einfach machen - das gibt es bei mir nicht und ich bin mir ziemlich sicher, dass es das bei mir auch zumindest in den letzten 10 Jahren kein einziges mal gab.
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
:hmm: An sich finde ich die Ansätze von Lotusknospe hier schon sehr gut, aber ich lass mal noch einen weiterführenden Gedanken hier, der mir gerade bei der Lektüre dieses Threads in den Sinn kam:

Banane, irgendwie habe ich das Gefühl dass der Sprung ins tiefe Wasser eigentlich GENAU das wäre, was Du brauchst. Und das nicht nur ein bißchen sondern richtig. Sprich: solche Dinge wie den Impro-Tanzkurs, Dinge bei denen Du normal sagen würdest: NIE IM LEBEN! Es geht dabei nicht nur um die Aktivität an sich und dem was man dabei lernen kann - es geht auch darum etwas für Dich völlig Neues zu tun. Gewohnheiten aufzubrechen. Vielleicht würde z.B. auch ein Auslandsaufenthalt helfen, ein Wechsel des Wohnorts oder ein Backpacker-Urlaub in nem Land wo viele Backpacker unterwegs sind - sowas würde Dich ZWINGEN, aus Deiner Comfort-Zone, die ja gar nicht mehr so komfortabel ist, aber eben immer noch Sicherheit signalisiert rauszukommen. Das geht leichter, wenn die Luft eine andere, eine neue ist. Erlebe Neues. Mach ganz bewusst Dinge, die Du nie getan hast. Das geht auch im Kleinen: Melde Dich für für den Salsa- oder Impro-Kurs an, geh mal alleine auf ein Konzert, ein Festival, eine Party, ein Fest, ein Forentreffen,... - AUSSERHALB deiner normalen Umgebung. Sieh's als Forschungsprojekt. Es muss nicht toll werden - aber es kann. Niemand kennt Dich - Du kannst alles wagen und Blamagen sind noch egaler als eh schon. Du BIST da erstmal alleine unter Fremden. Aber gerade das müsste eigentlich als Antrieb helfen, in Kontakt zu anderen zu treten. Und auch mal andere Verhaltensweisen auszuprobieren. Da kennt Dich ja noch keiner. Die Hemmschwelle ist niedriger, der Antrieb größer. Du sammelst Erfahrungen.

Ich habe das Gefühl, dass derartige "Crashkurse" im großen oder kleinen Dir fast mehr helfen könnten, als dir sichere Babyschritte mit Reißleine für Notfälle zu überlegen. Und gerade in Sachen Spontanität, Kommunikation und Flirt ist nun einfach learning by doing angesagt. Das klappt nicht beim ersten Mal. Aber man lernt daraus, wird mit der Zeit lockerer, mit jeder guten Erfahrung die Du auf Deinem Weg machst, und jedem Miserfolg, der gar nicht so schlimm war wirst Du etwas spontaner, etwas sicherer. Eigentlich kann Dir doch nix passieren. Das Schwierigste ist sich zu überwinden und nicht beim ersten Misserfolg wieder zurück ins Schneckenhaus zu kriechen. Aber das kann man schaffen, wenn man ab und an mal den, miesen, kleinen, Dir ins Ohr flüsternden skeptischen Schwellenhüter ignoriert, fesselt und knebelt. :zwinker: Mit ihm diskutieren dagegen - das geht immer schief. Da hört man ihm ja zu.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Das Problem ist doch aber, dass ich mir nicht für jede erdenkliche Situation irgendwas zurecht legen kann.
Sicherlich kann ich mir irgendwas zurecht legen, wie ich eine Frau anspreche. - Aber sobald sie darauf irgendwie reagiert, gibt es schon unzählige Möglichkeiten, auf die ich mich nicht entsprechend Vorbereiten kann.

Man wächst mit seinen Aufgaben/Herausforderungen. Wenn du es nie machst, wird's auch nicht besser werden.

Nein. Aber ich käme ja auch niemals auf die Idee, einfach so ins tiefe Wasser zu springen, wenn ich mich noch nicht mal irgendwie über Wasser halten kann und noch nicht mal den Hauch einer Ahnung davon habe, wie es überhaupt möglich sein könnte, sich über Wasser zu halten.
(Natürlich: Die Folgen beim Impro-Tanz wären nicht so schlimm wie das sichere Ertriken nach dem Sprung ins Wasser... aber trotzdem ist es doch sinnlos, etwas tun zu wollen, dessen elementare Grundlagen man nicht mal ansatzweise beherrscht)

Ich hoffe, du weißt selbst, dass dieses Argument... ziemlich haltlos ist. Versuch mal nicht die Probleme zu sehen, die dich an den Sachen hindern, sondern versuch die Wege zu sehen, mit denen du die Sachen umsetzen kannst.

Ich weiß, dass ich mir damit oft genug selbst im Weg stehe.
Wenn du mir einen Tipp geben kannst, wo ich den Schalter finde, mit dem ich meinen Kopf bei Bedarf einfach ausschalten kann, probiere ich es gerne aus. :zwinker:

Worin bist du stark? Beim logischen Denken, so schätze ich dich ein. Daher verwende deinen logischen Geist und erstelle dir einen Plan, der dich selbst überzeugt, warum du X tun sollst. Manchmal muss man sich mit seinen eigenen Waffen schlagen. Hab ich auch gemacht, hat bei mir auch funktioniert.

Einfach machen - das gibt es bei mir nicht und ich bin mir ziemlich sicher, dass es das bei mir auch zumindest in den letzten 10 Jahren kein einziges mal gab.

Dann kannst du es einfach mal ausprobieren. Es ist ja nicht so, dass du körperlich dazu nicht in der Lage bist. Eine Anleitung: Geh zum Fenster, mach es auf. Schrei ganz laut raus: "Einmal einen Kaffee mit Milch bitte!!!!!!"

Schaffst du das?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
@brainie
Ein Sprung ins Kalte Wasser wäre sicherlich eine sehr sinnvolle Sache.
Derzeit fehlt mir dazu zwar die Zeit und die Möglichkeit, aber höchstwahrscheinlich werde ich in ein paar Monaten, sobald ich einen Job gefunden habe, endlich aus meinem Elternhaus ausziehen, was schon mal eine ganz neue Erfahrung sein wird. Je nach dem, wo ich hin ziehe (ich suche zumindest deutschlandweit, sowie in Österreich und in der Schweiz nach einem Job), muss ich mir natürlich auch sonst einige neue Dinge wie z.B. einen neuen Sportverein suchen.

Diese Sprünge ins kalte Wasser sollten aber doch zumindest Dinge sein, bei denen ich mir zumindest vorstellen kann, dass es mir irgendwie gefallen und Spaß machen könnte. - Und bei einem Improvisations-Tanzkurs wäre das einfach nicht der Fall. Da würde ich schon mit der Einstellung hin gehen, dass ich das niemals können werde und dass es mir keinen Spaß machen wird, so dass auch kaum eine Chance besteht, dass mir der Kurs irgendwas bringt.

Aber ich hoffe mal, dass mich der lang ersehnte Auszug aus meinem Elternhaus (der vorher aus finanziellen Gründen einfach nicht möglich war) endlich ein Stück weiter bringt.

Ich habe das Gefühl, dass derartige "Crashkurse" im großen oder kleinen Dir fast mehr helfen könnten, als dir sichere Babyschritte mit Reißleine für Notfälle zu überlegen. Und gerade in Sachen Spontanität, Kommunikation und Flirt ist nun einfach learning by doing angesagt. Das klappt nicht beim ersten Mal. Aber man lernt daraus, wird mit der Zeit lockerer, mit jeder guten Erfahrung die Du auf Deinem Weg machst, und jedem Miserfolg, der gar nicht so schlimm war wirst Du etwas spontaner, etwas sicherer. Eigentlich kann Dir doch nix passieren.
Das ist schon klar. Aber learning by doing beinhaltet doch immer schon mal das "doing" - und das funktioniert einfach nicht, wenn mir die grundlegenden Fähigkeiten fehlen.
Wie soll ich denn bitteschön Flirt-Erfahrung sammeln, wenn ich es überhaupt nicht schaffe, von der sachlichen Ebene beim Gespräch über konkrete Themen zu etwas überzugehen, das man auch nur ansatzweise als flirt bezeichnen kann?

Das Schwierigste ist sich zu überwinden und nicht beim ersten Misserfolg wieder zurück ins Schneckenhaus zu kriechen. Aber das kann man schaffen, wenn man ab und an mal den, miesen, kleinen, Dir ins Ohr flüsternden skeptischen Schwellenhüter ignoriert, fesselt und knebelt. :zwinker: Mit ihm diskutieren dagegen - das geht immer schief. Da hört man ihm ja zu.
Aber wie schaffe ich das? - Wie kann ich diesen Schwellenhüter ignorieren? - Gibt es da irgendwelche Tricks?
Dieser Schweinehund ist bei mir so laut und aufdringlich, dass er einfach Alles übertönt und ich ihn einfach nicht ignorieren kann.
Ich habe mir schon so oft geschworen, diesen Schweinehund beim nächsten mal zu ignorieren, weil ich schon oft genug die Erfahrung gemacht habe, dass es absolut bescheuert ist, auf ihn zu hören. - Aber wenn er das nächste mal auftaucht, schaffe ich es wieder nicht, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen und ihn wirklich zu ignorieren. Er drängt sich einfach sofort in den Vordergrund und übertönt alles Andere.

Worin bist du stark? Beim logischen Denken, so schätze ich dich ein. Daher verwende deinen logischen Geist und erstelle dir einen Plan, der dich selbst überzeugt, warum du X tun sollst. Manchmal muss man sich mit seinen eigenen Waffen schlagen. Hab ich auch gemacht, hat bei mir auch funktioniert.
Das versuche ich. Aber es dauert einfach viel zu lange, bis ich meinen inneren Schweinehund mit logischen Argumenten ruhig gestellt habe.
Bis ich das geschafft habe, ist die Gelegenheit, um das zu tun, wogegen der Schweinehund protestiert hat, schon längst wieder vorbei.
Irgendwie muss ich das beschleunigen. - Aber ich weiß einfach nicht, wie.
Dann kannst du es einfach mal ausprobieren. Es ist ja nicht so, dass du körperlich dazu nicht in der Lage bist. Eine Anleitung: Geh zum Fenster, mach es auf. Schrei ganz laut raus: "Einmal einen Kaffee mit Milch bitte!!!!!!"

Schaffst du das?
Nein. - Ich habe nämlich keine Lust, meine Eltern aufzuwecken und ihnen zu erklären, warum ich sie gerade mit einem derart sinnlosen Schrei geweckt habe. :zwinker:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ausreden über Ausreden. Ich bin raus hier.
Nach deinen anfänglich sehr interessanten Beiträgen mit guten Denkanstößen und auch prinzipiell guten Tipps und Ideen, die aber meine Fähigkeiten (sowohl was meine Fähigkeit, mich zu überwinden, als auch die für die jeweilige Sache notwendigen Fähigkeiten wie z.B. eine minimale Improvisationsfähigkeit anbelangt) einfach sehr weit übersteigen, hätte ich so einen Beitrag nun wirklich nicht von dir erwartet.
Wenn ich das, was du vorschlägst, einfach so tun könnte, hätte ich diesen Thread bestimmt nicht eröffnet, weil ich dieses Problem, bei dem ich mir Hilfe erhofft habe, dann gar nicht hätte.

Die Schreibarbeit für diesen unheimlich hilfreichen, konstruktiven und motivierenden Beitrag hättest du dir nun wirklich sparen können.
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
@brainie
Ein Sprung ins Kalte Wasser wäre sicherlich eine sehr sinnvolle Sache.
Derzeit fehlt mir dazu zwar die Zeit und die Möglichkeit, aber höchstwahrscheinlich werde ich in ein paar Monaten, sobald ich einen Job gefunden habe, endlich aus meinem Elternhaus ausziehen, was schon mal eine ganz neue Erfahrung sein wird. Je nach dem, wo ich hin ziehe (ich suche zumindest deutschlandweit, sowie in Österreich und in der Schweiz nach einem Job), muss ich mir natürlich auch sonst einige neue Dinge wie z.B. einen neuen Sportverein suchen.
Sicher, das wäre ein Schritt in die richtige Richtung - Du solltest aber darauf achten dann auch wirklich mal was neues auszuprobieren und zu wagen. Und nicht nur Dein Leben 2.0 mehr oder weniger 1:1 Deinem alten nachzuempfinden. Job statt Uni, anderer Sportverein - das langt noch nicht. Darüber schwebt - auch wenn Du dabei neue Leute kennenlernst - die "das Gleiche in Grün"-Gefahr. Wage es mal, auch andere Dinge zu tun und probieren. Dinge die Du noch nie getan hast. Die Du noch nicht kannst. Erlaube Dir neues zu lernen, Erlaube Dir auch mal zu Scheitern. Mach Erfahrungen. Die sind so unglaublich wichtig.

Ansonsten, weil's mir gerade noch zum Thema Neues&Luftveränderung eingefallen ist - Wäre vielleicht mal ein kleiner Sprachurlaub was für Dich? Macht man alleine, man lernt garantiert Leute kennen, es hat praktischen Nutzen - und die Zielsetzung "andere Sprache lernen!" eignet sich vielleicht, um auch neben dem Unterricht mal draussen auf Menschen zuzugehen und in Kontakt zu kommen und ein wenig spontaner zu agieren (Gerade wenn einem auch noch manchmal die Worte fehlen ist man dazu quasi gezwungen!). Nur so ein Gedanke.
Diese Sprünge ins kalte Wasser sollten aber doch zumindest Dinge sein, bei denen ich mir zumindest vorstellen kann, dass es mir irgendwie gefallen und Spaß machen könnte. - Und bei einem Improvisations-Tanzkurs wäre das einfach nicht der Fall. Da würde ich schon mit der Einstellung hin gehen, dass ich das niemals können werde und dass es mir keinen Spaß machen wird, so dass auch kaum eine Chance besteht, dass mir der Kurs irgendwas bringt.
Ok, wsa für Dinge würden Dir Spaß machen? Man kann blöderweise zu fast allem, was man nicht kennt&kann, tausend Gründe finden, warum man es nie können wird oder es einem eh niemals Spaß daran hat. ABER: Klar ist das möglich, aber solange Du es nicht probiert hast, kannst Du Dir NIE sicher sein, dass dem so ist. Solange Du nichts neues probierst, machst Du keine neuen Erfahrungen. Solange Du nichts neues wagst, ein Scheitern riskierst, solange lernst Du auch nichts neues. Weißt Du, manchmal überrascht man sich da auch selbst. Neue Dinge probieren und kennen lernen, bedeutet öfter auch mal neue Seiten an sich selbst kennen lernen. Dazu kommt: Du WILLST offener und spontaner werden, Du WILLST raus aus Deinem Schneckenhaus. Ich glaube nicht, dass eine "Schocktherapie da so falsch wäre. Im schlimmsten Fall ist es halt mal ein Reinfall, meist bleibt zumindest eine Erfahrung, vielleicht auch eine lustige Geschichte über - mei, auch nicht schlimm: und schon hat man wieder ein interessantes Gesprächsthema mehr. Manchmal entstehen aus "bescheuerten Ideen" und "unvernünftigen Handlungen", aus Dingen die man NIEMALS tun würde, die tollsten Erlebnisse.

Dazu beispielhaft ein kleiner Schwank aus meinem Leben: Ich war so 19 oder 20, Samstagnacht mit Kumpels auf der Couch vor der Glotze, davor waren wir auf ner Party die ein Reinfall war. Wir waren gelangweilt. Da meint einer: "Ich hab Lust auf Frühstück in Paris". Sonntag morgens um 1. Montags mussten wir alle früh arbeiten. Eigentlich waren wir müde und die Stimmung war "ab ins Bett". Ist es komplett bescheuert und bar jeder Vernunft, dann ins Auto zu steigen, für ein paar Stunden Paris mehrere hundert Kilometer zu fahren, in einer äußerst seltsamen Truckerkneipe um halb 5 einen Kaffee einzuchecken, weil's sonst nirgends mehr Koffein gibt, bei einem Bäcker in Paris "Croissants et un "Schokobretsche"" zu bestellen, Posende Touri-Fotos zu machen, eine leere deutsche Bierflasche vor Notre-Dame abzulichten, eine Fotoreportage über die Bewohner von französischen Maut-Häuschen zu beginnen und völlig übernächtigt wieder den Heimweg anzutreten? Japp. Und man hätte es vorher auch als völlig langweilig, beknackt und unnötiges Rauswerfen von Geld und Zeit einordnen können. War's aber nicht. Wir hatten einen Höllenspaß, lachen heute noch über das Erlebte und keiner wird die Geschichte jemals vergessen.
Das ist schon klar. Aber learning by doing beinhaltet doch immer schon mal das "doing" - und das funktioniert einfach nicht, wenn mir die grundlegenden Fähigkeiten fehlen.
Wie soll ich denn bitteschön Flirt-Erfahrung sammeln, wenn ich es überhaupt nicht schaffe, von der sachlichen Ebene beim Gespräch über konkrete Themen zu etwas überzugehen, das man auch nur ansatzweise als flirt bezeichnen kann?

Üben, üben, üben. Kommunizieren lernt man nicht in der grauen Theorie, sondern wenn man kommuniziert. Kleine Idee dazu: Du fotografierst doch gerne. Wie wäre es mal mit Street-Portraits? Sprich: Geh raus in eine bevölkerte Innenstadt und lichte Leute ab. Nicht heimlich, sondern hingehen, fragen ob das Ok ist und der- oder diejenige mitmachen will, wenn ja Photo machen. Da müsstest Du fremde Leute ansprechen, hättest einen Grund dafür, ein Gesprächsthema, wärst - mit Fotos kennst Du Dich aus - zumindest teils in Deinem Element und hättest je nachdem die Möglichkeit, auch mal flirty zu agieren. Ich komm da jetzt drauf, weil ich mich gerade erinnere, mit wie vielen Leuten ich dieses Jahr bei meinen nächtlichen Fotosafaris und Streifzügen während der Frankfurter Luminale ins Gespräch gekommen bin. Mit Fotografen, mit Passanten, mit Touris, alten, jungen, männlichen, weiblichen Menschlein verschiedenster Couleur.

Aber wie schaffe ich das? - Wie kann ich diesen Schwellenhüter ignorieren? - Gibt es da irgendwelche Tricks?
Dieser Schweinehund ist bei mir so laut und aufdringlich, dass er einfach Alles übertönt und ich ihn einfach nicht ignorieren kann.
Ich habe mir schon so oft geschworen, diesen Schweinehund beim nächsten mal zu ignorieren, weil ich schon oft genug die Erfahrung gemacht habe, dass es absolut bescheuert ist, auf ihn zu hören. - Aber wenn er das nächste mal auftaucht, schaffe ich es wieder nicht, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen und ihn wirklich zu ignorieren. Er drängt sich einfach sofort in den Vordergrund und übertönt alles Andere.

Die Kunst ist, nicht im konkreten Fall gegen ihn zu argumentieren, sondern allgemein. Mach Dir bewusst, dass er zwar sehr rational klingt, aber nicht rational ist. Er ist schlicht die Angst vor neuem, vor Veränderung, vor scheitern, vor Peinlichkeit, vor dem Ungewissen. Er sagt Dir Du kannst Dies und Das nicht, das da vermutlich eh doof wird, dass Du bei sowas niemals da Spaß haben könntest, blablabla. Was macht man dagegen: den eigenen WILLEN einsetzen. Den Trotzkopf. Die scheinbare Vernunft mal ausschalten. Auf Konfrontationskurs gehen. Ja, dies und das könnte sein, red nur, IST MIR EGAL. Sein kann vieles, was ist bekommt man erst raus wenn man's wagt und probiert. Und wenn Du mal über der Schwelle bist kann er plärren wie er will, ab da wird's einfach. Wenn man mal in der Situation drin ist, die er partout vermeiden wollte, hat man gewonnen.
Das versuche ich. Aber es dauert einfach viel zu lange, bis ich meinen inneren Schweinehund mit logischen Argumenten ruhig gestellt habe.
Bis ich das geschafft habe, ist die Gelegenheit, um das zu tun, wogegen der Schweinehund protestiert hat, schon längst wieder vorbei.
Irgendwie muss ich das beschleunigen. - Aber ich weiß einfach nicht, wie.
Siehe oben: Nicht konkret diskutieren. Entscheiden etwas zu probieren und es durchziehen. Nicht darauf bestehen das alles perfekt klappen oder Du perfekt sein muss. Scheitern in Kauf nehmen. Dinge mal auf die Leichte Schulter nehmen, Dir Fehler erlauben, dem scheinbar Verrückten eine Chance geben.

Nein. - Ich habe nämlich keine Lust, meine Eltern aufzuwecken und ihnen zu erklären, warum ich sie gerade mit einem derart sinnlosen Schrei geweckt habe. :zwinker:
Merkst Du wo der Fehler liegt? GENAU darum ging es. Scheiß auf Vernunft, scheiß drauf was andere denken. Nur einen Moment mal Dich selbst überwinden, aus Dir rauskommen und einfach machen. Du denkst Dir bestimmt "wie beknackt wär das denn gewesen". Ich wette mit Dir: Du hättest danach gelächelt. Dich gut und befreit gefühlt. Obwohl's Dir "rational" komplett bescheuert und sinnlos erscheint. Macht es Sinn mit ausgebreiteten Armen im Sommerregen herumzutanzen? Nö, man wird naß. Man könnte sich ne Erkältung holen. Andere könnten einen für bescheuert halten. Aber: man lebt, man erlebt, man fühlt - und es kann einen Höllenspaß machen.
Nach deinen anfänglich sehr interessanten Beiträgen mit guten Denkanstößen und auch prinzipiell guten Tipps und Ideen, die aber meine Fähigkeiten (sowohl was meine Fähigkeit, mich zu überwinden, als auch die für die jeweilige Sache notwendigen Fähigkeiten wie z.B. eine minimale Improvisationsfähigkeit anbelangt) einfach sehr weit übersteigen, hätte ich so einen Beitrag nun wirklich nicht von dir erwartet.
Wenn ich das, was du vorschlägst, einfach so tun könnte, hätte ich diesen Thread bestimmt nicht eröffnet, weil ich dieses Problem, bei dem ich mir Hilfe erhofft habe, dann gar nicht hätte.

Die Schreibarbeit für diesen unheimlich hilfreichen, konstruktiven und motivierenden Beitrag hättest du dir nun wirklich sparen können.
Da leg ich mal ein gutes Wort für sie ein - sie hat sich hier wirklich Mühe gegeben - und im Prinzip diskutieren wir hier eben auch zu einem guten Teil mit Deinem inneren Schweinehund. Dass das frustrieren kann und anstrengend ist, weißt Du selbst. Wie gesagt: Im konkreten Fall kann man den mit Argumenten nicht überwinden. Es gibt immer ein Gegenargument für Alles, und wenn's die Totschlagvariante "Nix für mich" ist. Aber ganz ehrlich: Manchmal ist der EINE Grund etwas zu tun - auch wenn man ihn manchmal mehr fühlt als versteht - oder wenn's nur mal darum geht loszulassen und aus Dir rauszukommen, eine Erfahrung zu machen - wichtiger als die TAUSEND Gründe, es nicht zu tun.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ansonsten, weil's mir gerade noch zum Thema Neues&Luftveränderung eingefallen ist - Wäre vielleicht mal ein kleiner Sprachurlaub was für Dich? Macht man alleine, man lernt garantiert Leute kennen, es hat praktischen Nutzen - und die Zielsetzung "andere Sprache lernen!" eignet sich vielleicht, um auch neben dem Unterricht mal draussen auf Menschen zuzugehen und in Kontakt zu kommen und ein wenig spontaner zu agieren (Gerade wenn einem auch noch manchmal die Worte fehlen ist man dazu quasi gezwungen!). Nur so ein Gedanke.
Das ist durchaus eine gute Idee. - Ich weiß nur nicht, ob ich das in nächster Zeit umsetzen kann, weil mir derzeit sowohl die Zeit, als auch das Geld dafür fehlen. - Und wenn ich einen Job habe, wird das Geld da sein, aber die Zeit wird anfangs auch sehr knapp sein.
Aber es ist auf jeden Fall eine gute Idee für meine Urlaubsplanung im nächsten Sommer. Ich muss nur mal schauen, ob es so was in Dänemark, Schweden oder Norwegen gibt (denn das sind die Länder und Sprachen, die mich am meisten interessieren).
Ich kann ja sowieso nicht damit rechnen, dass ich es schaffe, mit Anderen in den Urlaub zu gehen - und da ist so etwas dann wirklich eine sehr gute Idee.

Ok, wsa für Dinge würden Dir Spaß machen? Man kann blöderweise zu fast allem, was man nicht kennt&kann, tausend Gründe finden, warum man es nie können wird oder es einem eh niemals Spaß daran hat. ABER: Klar ist das möglich, aber solange Du es nicht probiert hast, kannst Du Dir NIE sicher sein, dass dem so ist. Solange Du nichts neues probierst, machst Du keine neuen Erfahrungen. Solange Du nichts neues wagst, ein Scheitern riskierst, solange lernst Du auch nichts neues. Weißt Du, manchmal überrascht man sich da auch selbst. Neue Dinge probieren und kennen lernen, bedeutet öfter auch mal neue Seiten an sich selbst kennen lernen. Dazu kommt: Du WILLST offener und spontaner werden, Du WILLST raus aus Deinem Schneckenhaus. Ich glaube nicht, dass eine "Schocktherapie da so falsch wäre. Im schlimmsten Fall ist es halt mal ein Reinfall, meist bleibt zumindest eine Erfahrung, vielleicht auch eine lustige Geschichte über - mei, auch nicht schlimm: und schon hat man wieder ein interessantes Gesprächsthema mehr. Manchmal entstehen aus "bescheuerten Ideen" und "unvernünftigen Handlungen", aus Dingen die man NIEMALS tun würde, die tollsten Erlebnisse.
Da hast du sicherlich recht.
Ohne etwas gemacht zu haben, kann ich nie sicher wissen, dass ich es überhaupt nicht kann und dass es mir keinen Spaß macht.
Das habe ich in etwas schwächerer Form selbst auch schon erlebt: Aus dem Mittel zum Zweck (Kinder betreuen und trainieren, um selbst günstiger an Vereinsangeboten teilnehmen zu können), bei dem ich mir anfangs sehr unsicher war, ob ich das überhaupt gut kann (Komme ich als ruhiger, sachlicher Typ mit Kindern zurecht? Kann ich meiner großen Verantwortung für die Kinder gerecht werden?), wurde ein wunderschönes Hobby, das mir unglaublich viel Spaß macht und bei dem ich wider Erwarten super mit den Kindern zurecht komme und bei dem mir die Kinder unglaublich viel zurück geben. Aber da stand eben immer eine Sportart dahinter, die mir Spaß macht.

Aber Dinge, bei denen es fast nur um etwas geht, das ich überhaupt nicht kann und das mir extrem schwer fällt (also z.B. Improvisation beim Improvisationstanz, Improvisationstheater, o.Ä.), sind mir einfach zu heftig. - Für so etwas kann ich mich einfach nicht motivieren. Dazu müsste ich mich zwingen und würde höchstens mit der äußerst kontraproduktiven Einstellung hin gehen, dass ich das sowieso niemals können werde und dass es mir überhaupt keinen Spaß machen kann.

Deshalb könnte ich mir z.B. einen Tanzkurs, bei dem es auch, aber eben nicht nur ums Improvisieren geht (z.B. das erwähnte lateinamerikanische Zeugs) viel besser vorstellen als einen Impro-Tanzkurs.
Da kann ich mir nämlich durchaus vorstellen, dass es Spaß machen kann - trotz meiner Zweifel, ob es mir wirklich Spaß macht, ob ich das mit dem Improvisieren irgendwie auf die Reihe bekomme, usw.

Üben, üben, üben. Kommunizieren lernt man nicht in der grauen Theorie, sondern wenn man kommuniziert. Kleine Idee dazu: Du fotografierst doch gerne. Wie wäre es mal mit Street-Portraits? Sprich: Geh raus in eine bevölkerte Innenstadt und lichte Leute ab. Nicht heimlich, sondern hingehen, fragen ob das Ok ist und der- oder diejenige mitmachen will, wenn ja Photo machen. Da müsstest Du fremde Leute ansprechen, hättest einen Grund dafür, ein Gesprächsthema, wärst - mit Fotos kennst Du Dich aus - zumindest teils in Deinem Element und hättest je nachdem die Möglichkeit, auch mal flirty zu agieren. Ich komm da jetzt drauf, weil ich mich gerade erinnere, mit wie vielen Leuten ich dieses Jahr bei meinen nächtlichen Fotosafaris und Streifzügen während der Frankfurter Luminale ins Gespräch gekommen bin. Mit Fotografen, mit Passanten, mit Touris, alten, jungen, männlichen, weiblichen Menschlein verschiedenster Couleur.
Wow! - Das ist auch eine gute Idee! - Denn Fotografieren ist etwas, das ich prinzipiell kann und das mir Spaß macht - und trotzdem wären Street-Portraits eine ganz neue Herausforderung für mich.

Merkst Du wo der Fehler liegt? GENAU darum ging es. Scheiß auf Vernunft, scheiß drauf was andere denken. Nur einen Moment mal Dich selbst überwinden, aus Dir rauskommen und einfach machen. Du denkst Dir bestimmt "wie beknackt wär das denn gewesen". Ich wette mit Dir: Du hättest danach gelächelt. Dich gut und befreit gefühlt. Obwohl's Dir "rational" komplett bescheuert und sinnlos erscheint. Macht es Sinn mit ausgebreiteten Armen im Sommerregen herumzutanzen? Nö, man wird naß. Man könnte sich ne Erkältung holen. Andere könnten einen für bescheuert halten. Aber: man lebt, man erlebt, man fühlt - und es kann einen Höllenspaß machen.
Zwischen dem "mit ausgebreiteten Armen im Sommerregen herumtanzen" und "am späten Abend aus dem Fenster schreien" gibt es einen gewaltigen Unterschied:
Beides ist zwar ziemlich bescheuert, irrational, könnte verwunderte Blicke provozieren, usw.
Aber mit Ersterem störe und Belästige ich Niemanden, während ich mit Zweiterem andere Leute aus dem Schlaf gerissen und damit erheblich gestört hätte. - Deshalb verbietet es mir einfach mein rüchsichtsvoller Umgang mit meinen Mitmenschen, spät abends grundlos laut irgendwelchen Schwachsinn aus dem Fenster zu schreien.
Da es mich selbst doch ziemlich stören würde, von einem sinnlos schreienden Nachbarn aus dem Schlaf gerissen zu werden, während es mich überhaupt nicht stören würde, wenn mein Nachbar im Sommerregen tanzt, schreie ich auch selbst nicht grundlos aus dem Fenster, während es keinen derartigen Grund gibt, der gegen das Tanzen im Sommerregen spricht.
Derartige sinn-, aber auch harmlose Dinge habe ich insbesondere zusammen mit Anderen auch schon das eine oder andere mal gemacht und ich weiß, dass das durchaus Spaß machen kann.
 
S

Benutzer

Gast
Kann es sein, dass Du generell ein Mensch bist der wenig Egoismus auslebt? Beziehungsweise viele Bereich hast wo du auf die Bestätigung deines Umfeldes angewiesen bist? In deinen Post kristallisiert sich ja heraus, das, was du kannst und weißt das du es kannst auch ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein vorhanden ist.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren