Freunde Rückschläge wegen "falschen" Freunden

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Liebe PL-Gemeinde

Es fällt mir nicht leicht, diesen Thread zu verfassen und das, obwohl es um nichts Dramatisches geht. Viel eher schäme ich mich ein wenig dafür, in meinem Alter nicht so richtig klar damit zu kommen und überhaupt Hilfe zu beanspruchen. Es triggert mich auch ein wenig an, denn ich war in der Mittelstufe nicht sonderlich beliebt und auch jetzt geht es wieder darum, dass sich Leute von mir distanzieren.

Manche von euch wissen vielleicht, dass ich vor bald einem Jahr von der Schweiz nach Berlin gezogen bin und nun dort arbeite. Seither haben sich ein paar Kontakte verloren - war auch zu erwarten. Leider sind aber auch Menschen darunter, die mir sehr nahe standen und ich war davon überzeugt, dass diese Nähe nicht nur einseitig von mir so empfunden wird. Da ich diejenige war, die das Land verliess, war es mir wichtig, viel Initiative zu zeigen und mich regelmässig zu melden. Irgendwann merkte ich, dass die Einzige bin, die sich überhaupt meldet (davor war es relativ fair verteilt).

Das betraf vor allem zwei Personen, die ich beide als sehr enge Freunde betrachtet hatte und ich sprach zunächst die eine darauf an. Nach kurzem Hin- und Hertexten war eigentlich klar, dass mich die Person wirklich nicht als besonders enge Freundin gesehen und mich irgendwie schon abgehakt hat. Nun denn, ich bin erwachsen und es ist zwar enttäuschend, aber nichts womit ich nicht umgehen könnte. Als das aber bei der zweiten Person dann aber relativ ähnlich ablief, löste es etwas in mir aus.

Ich habe realisiert, dass diese subjektiv empfundene Nähe dadurch entstand, dass sich sehr viele Leute bei mir "abladen". Ich bin eine gute Zuhörerin, aber selbst relativ schweigsam. Dass sich Menschen teilweise sehr stark mir gegenüber öffnen erzeugt in mir fälschlicherweise das Gefühl, dass sie mir vertrauen und das löst sehr viel Sympathie bei mir aus. Auch bin ich sehr hilfsbereit und wenn ich an all die Dinge denke, die ich für beide Personen tat, verletzt es mich noch mehr, wie sie zu mir stehen. Man beachte auch, dass wir uns 11, bzw. 8 Jahre lang kennen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich fühle mich ausgenützt und die Tatsache, dass mich eine Person nur aus praktischen Gründen um sich hat, erinnert mich sehr an die Vergangenheit, als ich mich wahnsinnig ungeliebt fühlte und das Gefühl hatte, ich müsste mir Sympathie erst hart erarbeiten. Inzwischen habe ich zwar noch richtig gute Freunde und habe ein gesundes Selbstvertrauen, das nun auch nicht angenagt wurde. Ich bin zufrieden mit mir selbst und möchte mich auch gar nicht verändern; ich bin gerne nett zu meinen Mitmenschen - nur eben zu den richtigen :tongue:

Es geht mehr darum, dass es mir schwer fällt, mit dieser Enttäuschung klarzukommen und es so schon seit Wochen geht. Ich weiss gar nicht so recht, was ich mir hier von euch erhoffe. Nette Worte vielleicht? Ähnliche Erfahrungen? Ich würde es gerne einfach so hinnehmen und damit abschliessen, aber es zerrt schon so lange an mir... Auch bin ich weit weg von meinem vertrauten Umfeld und fühle mich nun etwas einsam.

Sorry für den langen Text :ashamed:
 

Benutzer79820 

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Hey @Burlesque ,

das ist eine unschöne Geschichte und ich kann nachempfinden, wie Du Dich gerade fühlst, fühle Dich erstmal lieb gedrückt :knuddel: Ich glaube, dass es eine gute Entscheidung war, Dich hier an das Forum zu wenden und zu erklären was Dich bewegt. Nun aber zu deinem Beitrag:

in meinem Alter nicht so richtig klar damit zu kommen und überhaupt Hilfe zu beanspruchen

Was heisst in deinem Alter?
Wie alt bist Du?
Denkst Du, dass Du mit zunehmendem Alter weniger Probleme haben darfst?

- dass die Einzige bin, die sich überhaupt meldet (davor war es relativ fair verteilt).
- dass mich die Person wirklich nicht als besonders enge Freundin gesehen und mich irgendwie schon abgehakt hat.
- dass wir uns 11, bzw. 8 Jahre lang kennen.

Zu einer Freundschaft gehören immer zwei, Du kannst nicht die Handlung für zwei Menschen übernehmen. Entweder beide sind an einer Freundschaft interessiert, wie innig sie auch immer sein mag, oder nicht. Das liegt nicht in deiner Macht, egal wieviel Du machst und tust. In deinem Fall ist es traurig, da ihr euch lange kennt. Aber jede Enttäuschung ist auch das Ende der Täuschung.

erinnert mich sehr an die Vergangenheit, als ich mich wahnsinnig ungeliebt fühlte und das Gefühl hatte

Von was genau sprichst Du bei diesem Abschnitt aus deiner Vergangenheit?

ich müsste mir Sympathie erst hart erarbeiten.

Warum solltest Du Dir Sympathie erarbeiten müssen? Gerade in einer Freundschaft?
Das klingt für mich so nach "erbetteln"... Und ich glaube, das hast weder Du, noch irgendein anderer Mensch nötig.

ich bin gerne nett zu meinen Mitmenschen - nur eben zu den richtigen

Das funktioniert in der Realität leider nicht so, Du kannst kein Sicherheitssystem in dein Leben einbauen, indem Du einen Filter "aktivierst" bei dem drauf steht: "nur für die richtigen Leute". Das geht weder in einer Freundschaft, noch in anderen Bereichen des Lebens. Dein Hintergrund ist bestimmt, dass Du Dich gerne vor Enttäuschung/Verletzung schützen möchtest. Aber meist ist genau solch eine Konfrontation notwendig, um zukünftig mit solchen Erfahrungswerten angemessen, besser und gesund umzugehen.

Ich bin eine gute Zuhörerin, aber selbst relativ schweigsam. Dass sich Menschen teilweise sehr stark mir gegenüber öffnen erzeugt in mir fälschlicherweise das Gefühl, dass sie mir vertrauen und das löst sehr viel Sympathie bei mir aus. Auch bin ich sehr hilfsbereit

Das klingt für mich sehr symphatisch und das solltest Du auch unbedingt beibehalten, da es deine Persönlichkeit ist. Wenn es Menschen gibt, die das nicht zu schätzen wissen, ist das deren Problem nicht deins. Es werden Menschen in dein Leben treten, die Dich genau deswegen mögen und mit Dir befreundet sein möchten.

Auch bin ich weit weg von meinem vertrauten Umfeld und fühle mich nun etwas einsam.

Kann ich Dich da sehr gut verstehen, aber hey, Du bist nicht ganz alleine, Du hast doch uns die PL-Community :smile:
 

Benutzer133456  (49)

Beiträge füllen Bücher
Als lebenslanger Umzieher von Land zu Land kann ich Dir sagen:
  • die, die als neue "Freunde" erstaunlicherweise auf einen zugestuermt kommen, wenn man in einem neuen Land ankommt, sind nicht immer die, die einem die Treue halten, wenn man wieder geht;
  • viele, die man als Freunde betrachtet, waehrend man wo lebt, verpuffen, wenn man geht.
Nun der Grund. In dem Buch "Kiss, bow, or shake hands" liest man von dem schockierenden, aber realen Konzept der zweckdienlichen Freundschaft. Nicht alle, die auf anhieb ihr Herz aufschliessen, tun das, weil sie uns lieb finden oder bewundern, sondern weil sie z.B. auf lange Sicht einen gratis deutschsprachigen Nachhilfelehrer fuer ihre Sproesslinge anstreben, oder weil es chic ist, europaeische Freunde zu haben.

Ist mir alles schon passiert.

Wie man es vermeidet: Wenn's zu gut ist, um wahr zu sein, ist's nicht wahr. Die einfachen Neubekanntschaften sind oftmals auch die, die nicht halten werden. Erhalte Dir diejenigen Bekanntschaften, die Du Dir erarbeiten musstest.
 
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The-Finest The-Finest : Herzlichen Dank für deine sehr ausführlichen und hilfreichen Antworten! Und auch der Drücker tut gut :smile: Ich werde mal versuchen, mich etwas kurz zu halten und gehe deswegen nicht auf alles im Detail an - habe mir aber dennoch alles sehr zu Herzen genommen!

Was heisst in deinem Alter?
Wie alt bist Du?
Denkst Du, dass Du mit zunehmendem Alter weniger Probleme haben darfst?
Ich bin 27 und habe vor Jahren den Anspruch an mich gestellt, mich von Erwartungen anderer Menschen an mich nicht verrückt machen zu lassen. Ich dachte auch schon vor Jahren, es sei mir gelungen, tatsächlich musste ich es nur lange nicht unter Beweis stellen :tongue: In meiner Vergangenheit war ich eher unbeliebt, bzw. wenig beachtet - ich habe sehr an mir gearbeitet, um damit "ins Reine" zu kommen.

Das funktioniert in der Realität leider nicht so, Du kannst kein Sicherheitssystem in dein Leben einbauen, indem Du einen Filter "aktivierst" bei dem drauf steht: "nur für die richtigen Leute". Das geht weder in einer Freundschaft, noch in anderen Bereichen des Lebens. Dein Hintergrund ist bestimmt, dass Du Dich gerne vor Enttäuschung/Verletzung schützen möchtest. Aber meist ist genau solch eine Konfrontation notwendig, um zukünftig mit solchen Erfahrungswerten angemessen, besser und gesund umzugehen.
Der Punkt hat mir sehr geholfen, danke dafür! Ich möchte mich ja auch gar nicht völlig verschliessen, das fände ich sehr schade und es würde auch zu noch mehr Problemen führen, als die Lage, in der ich jetzt bin. Menschen auf die Probe stellen möchte ich aber auch nicht, das wäre sehr daneben. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, verunsichert mich wohl die Tatsache, dass mir genau das immer wieder passieren könnte. Aber ich weiss nicht, welche "Lehre" ich daraus ziehen soll.

Das klingt für mich sehr symphatisch und das solltest Du auch unbedingt beibehalten, da es deine Persönlichkeit ist. Wenn es Menschen gibt, die das nicht zu schätzen wissen, ist das deren Problem nicht deins. Es werden Menschen in dein Leben treten, die Dich genau deswegen mögen und mit Dir befreundet sein möchten.
Und die habe ich auch zum Glück auch noch! Der Gedanke daran, dass ich nicht vermisst werde, tut dennoch etwas weh. Gerade die eine Freundin hat sich in ein neues Hobby gestürzt und da viele neue Bekanntschaften gemacht; ich fühle mich etwas ersetzt. Gleichzeitig verändern sich Menschen ja andauernd und man verliert dadurch den Anschluss zueinander. Auf weiter Distanz verpasst man da eher, diesen Moment wahrzunehmen.

Kann ich Dich da sehr gut verstehen, aber hey, Du bist nicht ganz alleine, Du hast doch uns die PL-Community :smile:
Danke! :smile:

Tahini Tahini : Danke auch dir für deine Tipps! Meine Bekanntschaften hielten eigentlich länger und ich sah sie als relativ tief an. Dazu muss man aber auch anmerken, dass ich gerne Zeit für mich allein verbringe und nicht ständig Menschen um mich herum brauche. Dass die Meisten da anders ticken und gemeinsames Abhängen als Entspannung empfinden, kann natürlich dazu führen, dass man sich aus den Augen verliert, sobald Engagement gefragt ist.
 
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Benutzer79820 

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Ich bin 27 und habe vor Jahren den Anspruch an mich gestellt, mich von Erwartungen anderer Menschen an mich nicht verrückt machen zu lassen.

Das ist schon mal ein guter Anfang, vielleicht hilft es Dir noch zusätzlich, wenn Du Dich selbst nicht von deiner eigenen Erwartungshaltung verrückt machen lässt. Denn das kann auch gut zu einem unbequemen Druck vermittelnden Gefühl für Dich mutieren. Und das ist mit Sicherheit genauso unschön, wie eine enttäuschende Erfahrung.

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, verunsichert mich wohl die Tatsache, dass mir genau das immer wieder passieren könnte.

Das weisst Du nicht, ob Dir das in Zukunft immer wieder passieren wird. Es ist vielmehr die innere Stimme der Angst, Angst vor Ablehnung und Zurückweisung, die zu Dir spricht und die Dir immer wieder suggerieren möchte, nicht gut genug für etwas oder jemand zu sein. Lass Dich von dieser Angst nicht einschüchtern, denn die Angst kann genauso wenig Dinge in deinem zukünftigem Leben vorhersehen, wie Du selbst auch.

- Der Gedanke daran, dass ich nicht vermisst werde, tut dennoch etwas weh.
- ich fühle mich etwas ersetzt.

Wie ist es um dein Selbstvertrauen bestimmt?
Was hälst Du selbst von Dir und kannst Du Dich, so wie Du bist, auch selbst "lieb" haben?

Dazu muss man aber auch anmerken, dass ich gerne Zeit für mich allein verbringe und nicht ständig Menschen um mich herum brauche.

Und das ist auch völlig in Ordnung, jeder Mensch hat seinen eigenen Rythmus und unterschiedliche Dinge, die er braucht oder die er nicht braucht. Wichtig ist, dass Du nicht für etwas die Schuld auf deinen Schultern lasstet, für das Du nichts kannst.

Denn ob Jemand mit Dir befreundet sein möchte oder nicht, liegt nicht in deiner Macht. Vielleicht hilft Dir der Gedanke, dass eine Freundschaft mit Dir genauso okay ist, wie sich dafür zu entscheiden, keine mit Dir zu haben. Wenn es Dir gelingt, beide Entscheidungen als gleichwertig anzusehen, kann es möglich sein, Dich von den auffressenden Gedanken, des nichts genügens zu befreien.
 
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Das weisst Du nicht, ob Dir das in Zukunft immer wieder passieren wird. Es ist vielmehr die innere Stimme der Angst, Angst vor Ablehnung und Zurückweisung, die zu Dir spricht und die Dir immer wieder suggerieren möchte, nicht gut genug für etwas oder jemand zu sein. Lass Dich von dieser Angst nicht einschüchtern, denn die Angst kann genauso wenig Dinge in deinem zukünftigem Leben vorhersehen, wie Du selbst auch.
Ganz so ist es nicht. Ich habe nicht das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Eher angst davor, nicht gewertschätzt zu werden.

Wie ist es um dein Selbstvertrauen bestimmt?
Was hälst Du selbst von Dir und kannst Du Dich, so wie Du bist, auch selbst "lieb" haben?
Mein Selbstvertrauen ist gut. Was mir fehlt ist Vertrauen in das Umfeld. Man sagt ja häufig, es sei gut sich zu öffnen und Vertrauen zu den Mitmenschen zu haben. Meine Erfahrung sagt mir etwas ganz Anderes. Ich hatte immer das Gefühl, meine Menschenkenntnis sei sehr gut und ich war schon so eher vorsichtig. Dass ich trotzdem noch enttäuscht werde überrascht mich irgendwie.

Das ist schon mal ein guter Anfang, vielleicht hilft es Dir noch zusätzlich, wenn Du Dich selbst nicht von deiner eigenen Erwartungshaltung verrückt machen lässt. Denn das kann auch gut zu einem unbequemen Druck vermittelnden Gefühl für Dich mutieren. Und das ist mit Sicherheit genauso unschön, wie eine enttäuschende Erfahrung.
Das ist eine kleine Zwickmühle. Ja, meine Erfahrungen an mich und auch an mein Umfeld sind relativ hoch. Das liegt daran, dass ich ein introvertierter Mensch bin und mir regelmässiges, gemeinsames Abhängen in der Bar wenig gibt. Ich bevorzuge wenige, dafür tiefe Kontakte, auf die setze ich dann aber auch sehr stark.

Mit dem ersten Rückschlag kam ich gut klar. Wie du sagst, Menschen müssen nicht mit mir befreundet sein wollen. Es waren nur eben zwei Male hintereinander und ich war bei beiden überzeugt, uns würde viel verbinden. Was ich nicht beachtet habe, ist, dass sich Menschen auch oft verändern und bei der grossen Distanz entging mir die Veränderung wohl ein wenig.

Beide Menschen hinterlassen ein spürbares Loch und ich bin enttäuscht darüber, dass ich ihnen gleichgültiger bin als sie mir. Diese Gefühle finde ich nicht unberechtigt, ich würde sie nur eben auch gerne in den Griff kriegen.
 

Benutzer79820 

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Ganz so ist es nicht. Ich habe nicht das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Eher angst davor, nicht gewertschätzt zu werden.

Was im Endeffekt sehr ähnlich sein kann, denn wer nicht das Gefühl hat, gut genug zu sein, läuft Gefahr sich nicht gewertschätzt zu fühlen.

Mein Selbstvertrauen ist gut. Was mir fehlt ist Vertrauen in das Umfeld.

Sowohl das Selbstvertrauen, als auch das Vertrauen in dein Umfeld verbindet letztlich das "Vertrauen". Vertrauen, dass etwas gut, als auch weniger gut sein kann, jedoch mit dem Unterschied, durch das Vertrauen in sich selbst damit umgehen zu können. Im Leben kann man sich nicht sein Lieblingskuchenstück, welches man gerne essen würde, für sich abschneiden, dafür ist das Leben viel zu dynamisch um an etwas festhalten zu können.

Ich hatte immer das Gefühl, meine Menschenkenntnis sei sehr gut und ich war schon so eher vorsichtig.

Egal wie gut deine Menschenkenntnis auch sein mag, sie kann niemals wie ein Antivirenschutzprogramm für Dich agieren, das Dich vor etwas schützt, was Dir möglicherweise schaden zufügt.

Außerdem kennst Du nicht alle Menschen auf der Welt, denn die Menschen sind sehr individuell. Was Du kennst sind deine gemachten Erfahrungen, die Dir zwar hilfreich sein können, aber kein pauschales Urteil für alle weiteren Menschen sein sollten, die Dir zukünftig begegnen.

Deine Vorsicht zeigt, dass Du Angst vor Enttäuschung hast und vielleicht ist es genau diese Angst, diese Hemmung, die Dich das aufs neue erleben lässt. Sozusagen wie eine selbsterfüllende Prophezeihung. Du könntest stattdessen versuchen keine Angst mehr zu haben, unabhängig was letztlich als Resultat dabei heraus kommt. Wieso? Weil Du genug Selbstvertrauen hast, um mit dem was dann ist, klar zu kommen.

Beide Menschen hinterlassen ein spürbares Loch und ich bin enttäuscht darüber

Das ist verständlich, aber es ist auch eine tolle Gelegenheit für Dich. Egal wie traurig die Situation für Dich ist, aber jetzt hast Du wenigstens "Klarheit" und "Gewissheit" zu wissen, woran Du wirklich bist. Das hattest Du vorher nicht gehabt, da Du ja glaubtest, alles beruhe auf Gegenseitigkeit. Und diese Erkenntnis ist auch sehr viel Wert. Wichtig ist, dass Du Dich davon nicht herunterziehen lässt, gib Dir selbst ein wenig Zeit, dass erstmal zu verdauen, auch wenn es erstmal weh tut. Denn das ist wiederrum ganz natürlich.
 
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Benutzer10855 

Team-Alumni
Oh, tut mir sehr Leid zu lesen, liebe Burlesque. :frown:

Ich glaube dir sofort, dass du eine gute Freundin bist. :smile:
Deine Enttäuschung ist nachvollziehbar, aber du solltest es dir nicht zu sehr zu Herzen nehmen oder an dir zweifeln. Ich sehe nicht wirklich, wo du hier fehlgeleitet sein solltest?

Nicht jeder mag mir da zustimmen und ich vereinfache sicher auch ein wenig, aber im wesentlichen sind sich Freundschaften und Liebesbeziehungen recht ähnlich. Sicherlich gibt es Zweckfreundschaften, Bekanntschaften usw. die sich dynamisch formen und wieder auseinandergehen, aber die sorgen für gewöhnlich nicht für das fiese Enttäuschungsgefühl, was du jetzt empfindest. Es sind die Freunde, die man ins Herz schließt und die man auf irgendeinerweise auch liebt, die einen so verletzen können.

Das Hauptproblem für deine beiden Freundschaften war wohl tatsächlich Distanz. So wie Beziehungen an Distanz zerbrechen können (nicht jeder ist für Fernbeziehungen geeignet) ist das ähnlich mit Freundschaften. Einige benötigen Nähe im wörtlichen Sinn, die nun leider nicht mehr so häufig gegeben werden kann. Ein Nebenproblem sind dann sicher auch divergierende Interessen und die dynamischen Entwicklungen, die Menschen zu eigen sind. Selbst Beziehungen, wo sich zwei Personen innig lieben, können sich auseinanderentwickeln, wenn man mit dem anderen Menschen nicht mehr Schritt halten kann.

Ich denke, das ist hier passiert und es ist unglücklich, dass es dich sogar zweimal erwischt hat. :hmm:

Ich selbst hatte auch schon meine Stationen im Leben, wo ich in Deutschland umherzog, von dort nach Norwegen, zurück nach Deutschland und nun in Holland bin. Dementsprechend habe ich viele Leute kennengelernt und dann wieder verloren. Es ist sehr schwierig, diese Art von potentiell ewigwährenden Freundschaft zu schließen. Ich war so oft verzweifelt, dass ich irgendwann sogar zu dem Schluß kam, dass ich völlig unfähig sein muss, neue Freundschaften zu schließen. :confused:

Logischerweise habe ich mich dann auf alte Freundschaften fokussiert und mir da mal wieder ins Gedächtnis gerufen, wie viel mir diese Personen bedeuten.

Glücklicherweise lag ich falsch, denn ich habe tatsächlich neue Freundschaften schließen können, die mittlerweile auch Distanzen überstehen. Gerade jetzt sitze ich bspw. bei einem Freund zuhause in Lissabon, der irgendwann aus Holland weggezogen ist. Wir haben uns jetzt schon mehrfach getroffen und auch wenn es meistens ich bin, der sich bei ihm meldet, ist das okay. In den Momenten, wo wir uns treffen und wo wir miteinander reden, habe ich ein gutes Freundschaftsgefühl und das gibt mir zumindest Zuversicht, dass ich doch noch fähig bin, sowas zu machen. :smile:

Ich weiß leider nicht, wie dir das helfen soll, um über deine Enttäuschung hinweg zu kommen? Ich denke, die "Standard-therapie" für Liebeskummer wäre hier auch adäquat: trauere deinen (Ex?)-Freunden ruhig hinterher, aber lenke dich auch ab. :zwinker:

Meine Bekanntschaften hielten eigentlich länger und ich sah sie als relativ tief an. Dazu muss man aber auch anmerken, dass ich gerne Zeit für mich allein verbringe und nicht ständig Menschen um mich herum brauche. Dass die Meisten da anders ticken und gemeinsames Abhängen als Entspannung empfinden, kann natürlich dazu führen, dass man sich aus den Augen verliert, sobald Engagement gefragt ist.
Das ist übrigens auch ein nicht zu unterschätzender Faktor: introvertierte Personen entwickeln oft einen völlig anderen Begriff von Freundschaften als extrovertierte Persönlichkeiten. Damit will ich nicht implizieren, dass Intro-Extro-Freundschaften nicht möglich wären (Ich habe mehr Intro als Extro-freunde, aber ich mag sie alle), aber es schränkt ein wenig die Rituale ein, die einen miteinander verbinden. In der Regel sollten Freundschaften - meiner Ansicht nach - aber nicht dazu führen, dass man sich aus seiner Komfortzone herausbewegen muss. Es ist besser, sich aus den Augen zu verlieren, als sich regelrecht zu Freundschaften "zwingen" zu müssen. Das würde ich meinen Freunden auch nicht abverlangen wollen, obwohl es natürlich weh tut, sie deshalb zu verlieren.:hmm:
 
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Was im Endeffekt sehr ähnlich sein kann, denn wer nicht das Gefühl hat, gut genug zu sein, läuft Gefahr sich nicht gewertschätzt zu fühlen.
Hätte aus dem Bauchgefühl heraus eher gesagt, dass es ein wenig "narzisstisch" klingt, wenn man glaubt, mehr Anerkennung zu verdienen :tongue: Aber auch das wäre dann wieder ein Mangel von Vertrauen generell; man setzt auf die "falschen" Handlungen innerhalb einer freundschaftlichen Beziehung.

Das ist verständlich, aber es ist auch eine tolle Gelegenheit für Dich. Egal wie traurig die Situation für Dich auch ist, aber jetzt hast Du wenigstens "Klarheit" und "Gewissheit" zu wissen, woran Du wirklich bist. Das hattest Du vorher nicht gehabt, da Du ja glaubtest, alles beruhe auf Gegenseitigkeit. Und diese Erkenntnis ist auch sehr viel Wert. Wichtig ist, dass Du Dich davon nicht herunterziehen lässt, gib Dir selbst ein wenig Zeit, dass erstmal zu verdauen, auch wenn es erstmall weh tut. Denn das ist wiederrum ganz natürlich.
Das stimmt! Und das Gute ist weiter auch, dass ich viele Jahre sehr von beiden Freundschaften profitiert habe.

Danke erneut für deine Antworten :smile:

Fuchs Fuchs : Danke für deine ausführliche Antwort und die lieben Worte :smile:

Das ist übrigens auch ein nicht zu unterschätzender Faktor: introvertierte Personen entwickeln oft einen völlig anderen Begriff von Freundschaften als extrovertierte Persönlichkeiten. Damit will ich nicht implizieren, dass Intro-Extro-Freundschaften nicht möglich wären (Ich habe mehr Intro als Extro-freunde, aber ich mag sie alle), aber es schränkt ein wenig die Rituale ein, die einen miteinander verbinden. In der Regel sollten Freundschaften - meiner Ansicht nach - aber nicht dazu führen, dass man sich aus seiner Komfortzone herausbewegen muss. Es ist besser, sich aus den Augen zu verlieren, als sich regelrecht zu Freundschaften "zwingen" zu müssen. Das würde ich meinen Freunden auch nicht abverlangen wollen, obwohl es natürlich weh tut, sie deshalb zu verlieren.:hmm:
Schön analysiert! Es ist sehr gut möglich, dass meine Einschätzung nicht ganz adäquat war. In den Augen meiner Freunde haben wir uns vermutlich auch in der Schweiz gar nicht sooooo oft gesehen, bzw. ist das Teilen von intimen Gedanken für sie ein weniger grosser Moment als für mich. Klar möchte ich niemanden dazu zwingen, mit mir befreundet zu sein und mit dem Rückschlag werde ich auch gut klar kommen.

Ich muss aber schon zugeben, dass ich mir langfristig eine andere Form von Umgang wünschen würde und etwas ratlos darüber bin, wie man das kommuniziert. Bedürftig möchte ich nicht daher kommen, die Wertschätzung vom Gegenüber soll ja auch gegenseitig sein und als Last will ich mich auch nicht fühlen. Dass Beziehungen auseinander gehen können, kann ich auch gut akzeptieren und ich bin überhaupt nicht der Typ, der mit seinen jahrelangen Freundschaften prahlt (obwohl einen nichts ausser der Vergangenheit verbindet...

Ach, ich wünschte, es wäre sozial akzeptierter, innerhalb einer Freundschaft über seine Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen. Du hast das schon sehr trefend geschrieben, dass sich Freundschaften Liebesbeziehungen sehr gleichen. Dennoch wird da eher in Ausnahmesituationen "gesülzt" und auch Aussprachen sind eher selten. Aber da liegt es ja auch an mir, diese Barriere in Zukunft zu durchbrechen :tongue:
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Auf der einen Seite tut es mir sehr leid für dich :knuddel: Man merkt, wie viel Energie du in deine Freundschaften investierst :smile:

Auf der anderen Seite bin ich selbst ein Typ Mensche, der sein ganzes Leben lang immer Lebensabschnittsfreunde hatte. Manche Leute haben mich (und ich sie) richtig lange begleitet und manche nur kurz. Manche freundchsftliche Verhältnisse kamen zum natürlichen Ende, manche habe ich selbst beendet, in manchen wurde ich verlassen und einige hatten ein dramatisches Ende, wo beide Seiten realisiert haben, es funktioniert nicht mehr. Mit der Zeit habe ich es gelernt, mit allen Varianten klarzukommen und finde es völlig in Ordnung, dass eine Freundschaft früher oder später ihr Ende hat. Ihren Wert verliert sie dadurch trotzdem nicht. Letzendlich habe ich mit meinen Freunden eine wunderbare Zeit gemeinsam gehabt und richtig schöne Momente erlebt! Nur erwarte ich halt nicht unbedingt, dass ich diese Momente mit gleichen Menschen mein ganzes Leben lang noch haben werde.

Ich habe realisiert, dass diese subjektiv empfundene Nähe dadurch entstand, dass sich sehr viele Leute bei mir "abladen". Ich bin eine gute Zuhörerin, aber selbst relativ schweigsam. Dass sich Menschen teilweise sehr stark mir gegenüber öffnen erzeugt in mir fälschlicherweise das Gefühl, dass sie mir vertrauen und das löst sehr viel Sympathie bei mir aus. Auch bin ich sehr hilfsbereit und wenn ich an all die Dinge denke, die ich für beide Personen tat, verletzt es mich noch mehr, wie sie zu mir stehen. Man beachte auch, dass wir uns 11, bzw. 8 Jahre lang kennen.
Hier stimme ich Fuchs Fuchs nochmal zu: eine Freundschaft ist mit einer Liebesbeziehung vergleichbar. Wenn einer liebt und der andere sich nur lieben lässt, ist es keine gute Basis. Ganz pragmatisch gesagt - von/in einer Freundschaft müssen beide profitieren. Das können unterschiedliche "Profite" sein. Wenn du eine gute Zuhörerin bist, selbst aber nicht gerne sprichst, kannst du von deinem Gegenüber trotzdem einen gewissen "Beitrag" erwarten. Z.B. das Wissen, wenn du (emotionale) Hilfe brauchst, kannst du dich bei dieser Person jederzeit melden und Hilfe bekommen. Oder dass man dich auf Prioritätenliste ganz oben hat und immer Zeit für dich hat. Und so ähnlich. Freundschaft ist mehr als nur Gespräche und es gibt genug Bereiche, wo man sowie geben als auch nehmen kann/darf, damit es beidseitig funktioniert.

Ach, ich wünschte, es wäre sozial akzeptierter, innerhalb einer Freundschaft über seine Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen.
Es ist so! Beziehungsweise ist es falsch zu denken, dass eine Freundschaft automatisch funktionieren kann indem Freunde die Bedürfnisse und Wünsche voneinander einfach wissen. Man muss darüber offen sprechen und sich ggf. daran anpassen.
 
B

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Gast
Liebe Hedonistin Hedonistin , vielen Dank für deinen Beitrag! Ich weiss es sehr zu schätzen, dass mein langer Beitrag und die noch längeren Posts danach gelesen und kommentiert wurden :smile:

Ich stimme deinem Beitrag über Lebensabschnittsfreunde absolut zu! Wir hatten sehr gute Zeiten zusammen und obwohl ich mir einen anderen Stellenwert zugemessen habe, macht es die schöne gemeinsame Zeit nicht rückgängig. Bzw. war mein Stellenwert früher vermutlich auch höher, das bleibt Spekulation.

Das können unterschiedliche "Profite" sein. Wenn du eine gute Zuhörerin bist, selbst aber nicht gerne sprichst, kannst du von deinem Gegenüber trotzdem einen gewissen "Beitrag" erwarten. Z.B. das Wissen, wenn du (emotionale) Hilfe brauchst, kannst du dich bei dieser Person jederzeit melden und Hilfe bekommen. Oder dass man dich auf Prioritätenliste ganz oben hat und immer Zeit für dich hat. Und so ähnlich. Freundschaft ist mehr als nur Gespräche und es gibt genug Bereiche, wo man sowie geben als auch nehmen kann/darf, damit es beidseitig funktioniert.
auch das stimmt! Ich profitiere sehr vom Zuhören. Es ist auch nicht so, dass ich stumm bin, meinen Beitrag zu etwas geben kann ich auch. Ich habe das Gefühl, vielen Menschen hilft es, seine Gedanken zusammenzufassen und sich mit anderen Menschen austausch. Von mir selbst kenne ich das zwar auch (z.B. jetzt), aber grundsätzlich komme ich schon mit mir selbst relativ weit und habe daher einen kleineren "Mitteilungsdrang".

Zählen konnte ich auf die Personen ehrlich gesagt nicht so oft und das hätte mir schon die Augen öffnen sollen. Beide sind kleine "Drama Queens" und haben immer etwas los. Dass sie selbst gerade Stress haben, nahm ich daher als Entschuldigung an. Im Nachhinein muss ich aber schon zugeben, dass ich mich selbst sehr zurück nahm. Tragisch war das auch nicht, ich habe noch imer weitere gute Freunde. Es ist weniger der Verlust, der mich hier belastet (wobei, schon auch), ich bin auch ein wenig wütend auf mich selbst, weil ich nicht gut genug zu meinen Interessen geschaut habe.

Es ist so! Beziehungsweise ist es falsch zu denken, dass eine Freundschaft automatisch funktionieren kann indem Freunde die Bedürfnisse und Wünsche voneinander einfach wissen. Man muss darüber offen sprechen und sich ggf. daran anpassen.
Da bin ich noch sehr ungeübt darin. Darf ich dich fragen, wie du da den Anfang machst?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann gut verstehen, dass dich diese Geschichte ziemlich belastet und du nun das Gefühl hast, die falschen Freunde gehabt zu haben... Fühle dich erstmal (zumindest virtuell) gedrückt! :knuddel:
Ich kenne selbst auch ähnliche Geschichten und war da auch schon ein paar mal ziemlich enttäuscht. Aber mit ein wenig zeitlichem und emotionalem Abstand kann ich die Sache deutlich entspannter sehen.

Muss eine Freundschaft immer ausgeglichen sein?
Muss jede Freundschaft eine Freundschaft für die Ewigkeit sein?
Ich würde beide Fragen mit einem klaren "Nein" beantworten.

So hatte ich z.B. in der Schulzeit viele Jahre lang einen Freund, mit dem ich wirklich viel unternommen habe und mit dem ich mich wirklich blind verstanden habe. Aber irgendwann haben sich unsere Interessen auseinander entwickelt und es kam dann auch ein paar mal vor, dass ich ihn fragte, ob er mal wieder Lust hätte, in unsere Stammkneipe zu gehen, worauf hin er sagte, er hätte keine Zeit, müsste lernen, o.Ä. - und trotzdem traf ich ihn dann mit anderen Leuten in der Kneipe, wenn ich ebenfalls mit einem anderen Freund dort war.
Darauf hin habe ich die Freundschaft einschlafen lassen und war erstmal ziemlich enttäuscht von ihm.
Aber mit einem gewissen zeitlichen Abstand finde ich das nicht mehr so schlimm. Wir hatten einige Jahre lang eine ziemlich coole Zeit, haben viele schöne Dinge gemeinsam gemacht, haben uns blind vertraut, usw. - aber irgendwann haben wir uns eben in verschiedene Richtungen entwickelt und das daraus resultierende Ende der Freundschaft hätte durchaus schöner ablaufen können. Trotzdem war er aber viele Jahre lang für mich kein "falscher" Freund, sondern genau der richtige Freund.

Und wenn es immer halbwegs ausgeglichen sein müsste, wer sich bei wem meldet, wer wem wie oft hilft, usw., hätte ich wohl überhaupt keine Freunde.
Aber soll ich wirklich die Freundschaft mit einer jungen Familie beenden, die ziemlich viel zu tun haben (Kleinkind, beide berufstätig, Vereinsengagements, viele Freunde und Bekannte, usw.), so dass sie sich nur selten melden und auch schlecht erreichbar sind? - Obwohl wir erst vor kurzem mal wieder einen wunderschönen Urlaub miteinander verbracht haben, bei dem ich nebenbei wunderschöne Momente mit ihrer kleinen Tochter erleben durfte, die ich wohl niemals vergessen werde.
Natürlich wäre es schön, wenn sie sich öfter bei mir melden würden und wir uns öfter sehen würden... Aber deshalb gebe ich doch nicht die schönen Dinge auf, die wir trotzdem miteinander erleben.

Und auch was das Thema Hilfsbereitschaft anbelangt, sehe ich das nicht so eng.
Natürlich lasse ich mich nicht gerne ausnutzen... aber trotzdem helfe ich gerne, wenn ich es kann.
So habe ich z.B. eine Bekannte, der ich schon ein paar mal irgendwie geholfen habe (sperrige Dinge mit meinem großen Auto transportieren, o.Ä.), während es noch keine Situation gab, in der sie mir hätte helfen können.
Aber trotzdem hatte ich nie das Gefühl, von ihr ausgenutzt zu werden. - Ganz im Gegenteil: Ich helfe ihr gerne, weil ich sie einfach als nette und starke Frau schätze und weil ich auch denke, dass sie unverschuldet schon mehr als genügend Dreck fressen musste (man kann es sich ja nicht aussuchen, ein Arschloch der Extraklasse als Vater zu haben), so dass sie ein wenig Hilfe von anderen Menschen mehr als verdient hat.
 
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