Räumliche Trennung?

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Hallo Chocolate,

Schön wieder von Dir zu lesen. Nur leider nichts Gutes, den Thread über Euren unterschiedlichen Zeitplan bzgl Kinderwunsch hab ich mitbekommen, und jetzt auch noch das!
Kannst einem echt leid tun :knuddel:
Aber Dein Problem ist mir in gewisser Form bekannt, und kann Dir nachempfinden, wie hin-und her gerissen Du bist.

War Dein Freund immer so? Wenn das sein Charakter ist - zumindest schätz ich ihn mal gemäss Deiner Beschreibung so ein - wirst Du auch mit einer räumlichen Trennung nichts bewirken können. Das läuft zwangsläufig auf eine Trennung auf Raten hinaus.

Wenn ich richtig verstehe, besteht das Problem schon länger, nur hattest Du die Situation schöngeredet mit der insgeheimen Hoffnung, dass sich irgendwas ändert.
Du hast einen liebevollen Partner, aber bist wegen seines Wesens dennoch nicht glücklich damit. Es geht aber darum, dass DU glücklich wirst, und deshalb musst Du auch die Entscheidung dazu treffen, was besser für Dich ist.
Meiner Ansicht nach gibt es nur 2 Möglichkeiten: Trennung oder sich mit der Situation abfinden und damit leben.
Jetzt bist Du aber noch jung, und willst was vom Leben haben, das ist nur verständlich.
Aber erkennt er auch den Ernst der Lage? Merkt er eigentlich, dass Du unglücklich bist mit der Situation? Wenn Ihr über Eure Beziehung spricht, äussert er sich konkret dazu oder sagt er dazu auch ja und Amen?
Du gehst davon aus, dass er so einiges auch nicht wirklich will, sonder nur tut, weil es für ihn so vorgegeben ist - wer gibt ihm was vor? Haben seine Eltern grossen Einfluss auf ihn, also in der Art, dass sie sein Leben "vorprogrammieren"? Ist zwar jetzt nicht das Kernthema, könnte aber einen Zusammenhang damit haben, dass sein restliches Leben eigentlich nur dahinplätschert....

Aber ganz ehrlich: Eine Partnerin, die so wäre wie Dein Freund, ich glaub auch nicht, dass ich auf Dauer mit ihr glücklich werden könnte. Und bei euch scheint ja schon bei der fundamentalen Dingen an der Kommunikation zu fehlen.

Überleg ganz genau, was Du willst, nicht nur jetzt, sondern vor allem für Deine Zukunft. Du bist noch jung und es steht Dir noch die ganze Welt offen, es steht Dir also frei, die Dinge so zu richten, dass Du glücklich wirst und es auch bleibst.

Einen besseren rat kann ich Dir leider nicht geben.

Außerdem halte ich den Gedankengang der TS für reichlich unverschämt.
Sie will sich drei bis fünf jahre noch so richtig austoben und wenn sie damit fertig ist, will sie die Beziehung mit dem Partner wieder aufnehmen als sei nichts gewesen? Glaubt sie wirklich, daß er sich das unbeteiligt anschauen und sie dann wieder wird haben wollen?

Worin erkennst Du denn, ob sie das so beabsichtigt? Sie hat ein gravierendes Problem und wendet sich deshalb an uns, eben weil sie nicht weiter weiss.
Deshalb find ich die Äusserung, wie Du sie hier hervorbringst, für ziemlich anmassend.
Und es geht hier nicht ums 'Austoben', sondern ums 'Was vom Leben haben'.
 

Benutzer84611 

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Worin erkennst Du denn, ob sie das so beabsichtigt? .

Zusätzlich zu der Geschichte, dass ich aufgrund seiner "wenig feurigen" Art nicht mehr mit ihm zusammen sein möchte, kommt noch, dass ich mir denke, dass ich noch was erleben möchte. Noch nichtmal in Bezug auf Männer zwangsläufig, aber so generell... Ich bin 23 Jahre alt und führe ein Leben wie 30 Jahre verheiratet. Jetzt gibt es Typen von Männern, mit denen man trotzdem noch verrückte Sachen machen kann, mit denen man auch alleine rausgehen kann, Parties feiern kann, etc.

Daran.
Sie schreibt ja direkt im ersten Beitrag daß sie die Beziehung für sich bereits beendet hat und direkt drunter warum. Was diskutieren wir hier eigentlich noch?

OT : hat mal einer einen Link zur " Vorgeschichte "?
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Was haben meine Aufzählungen mit Leidenschaft zu tun? Wir reden hier vom Führen einer Beziehung! Und m.M. erfüllt der Partner der TS die Kriterien zum Führen eine Beziehung fast vorbildlich.

Keiner spricht dem Partner die Fähigkeit ab, diese Beziehung "ordentlich" führen zu wollen...aber darum geht es hier doch eigentlich gar nicht. Sie fühlt sich einfach nicht mehr wohl, hat andere Vorstellungen und macht sich deshalb ganz legitim ihre Gedanken darüber.

Bei mir käme auch nicht viel Leidenschaft zustande wenn die Frau wie ein Teppich da liegt.

Ehrlich gesagt kapiere ich nicht, wie du auf diese infame Unterstellung mit dem "wie ein Teppich daliegen" kommst...wenn es in einer Beziehung aus diversen Gründen nicht mehr stimmt, dann halte ich es nicht unbedingt für abwegig, dass man mit seinem Partner vielleicht nicht mehr so gerne Sex hat...noch dazu, wenn der andere auch in diesem Bereich seine Emotionen unter Kontrolle hat, die jetzt natürlich verstärkt als "störend" empfunden werden, weil es an so vielen Dingen mangelt.


Aber anstelle mal sich selbst zu hinterfragen ob sie denn alles richtig macht wird lieber der Partner als langweilig und emotionslos bezeichnet.

Das sind auch nur Spekulationen...und hättest du alles genau gelesen, dann würdest du wissen, dass Chocolate bereits mehrfach das Gespräch gesucht und sich auch schon gefragt hat, warum sie nicht einfach glücklich und zufrieden ist, mit dem was sie hat.
Ihr Partner wäre ja laut ihrer Aussage sogar bereit, sich zu ändern... (sagte er zumindest, auch wenn er womöglich oder verständlich aus seiner Sicht gar nicht versteht, um was es seiner Freundin eigentlich wirklich geht)...nahezu alle, die hier im Thread gepostet haben waren aber der Meinung, dass ein Mensch sich nicht so mir nichts, dir nichts ändert, vielleicht auch nicht muss, wenn sich herausstellt, dass er einfach nicht (mehr) der Richtige für einen ist bzw. nie war!


Und egal wieviel rote es dafür wieder gibt:
Die TS sollte endlich das Rückgrat haben und entweder zu ihrem Partner, so wie er eben ist, stehen oder Schluß machen. Das Rumgeeiere wird sicher nicht dazu beitragen, daß er leidenschaftliche Gefühle für sie entwickelt.
Im Gegenteil wird er sich eher noch weiter zurückziehen und ggf. die Beziehung von sich aus beenden. Seine Reaktion auf ihren Vorschlag getrennt zu wohnen läßt schon einen Teilrückzug erahnen.

Da sind wir uns ja alle irgendwie einig und sie wird sich diesbezüglich schon weitere Gedanken machen. Dennoch halte ich es für ihr gutes Recht, sich Meinungen einzuholen, auch wenn es für manche nicht nachzuvollziehen ist, mit welchen Vorstellungen "gearbeitet" wird, um die Beziehung doch noch zu retten. (und gewisse Beiträge haben ihr ja bereits geholfen, "klarer" zu sehen)
Würde es ihr leicht fallen, das Ganze zu beenden, dann hätte sie es mit Sicherheit schon getan. So aber versucht sie mit allen Mitteln zu kämpfen, vielleicht auch ein bisschen hilflos, weil man sich ja irgendwie an den Strohhalm "Hoffnung" klammert - selbst wenn es womöglich aussichtslos ist. Das sollte man ihr -mit einem gewissen Verständnis- durchaus zugestehen.


Off-Topic:
Ach ja...ich getraue mich sogar weiter zu antworten, auch wenn ich laut einem Bewerter scheinbar die Intention der TS nicht kapiert habe, denn es geht ihr ja angeblich nur noch darum, sich "Zustimmung" für eine Trennung zu holen. Klingt ja ganz so, als hätten wir das Fallbeil für eine "Unmündige" in der Hand. :ratlos:
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Daran.
Sie schreibt ja direkt im ersten Beitrag daß sie die Beziehung für sich bereits beendet hat und direkt drunter warum. Was diskutieren wir hier eigentlich noch?

Ich schätz mal, dass Deine Meinung hauptsächlich auf diese Zeilen
dass ich aufgrund seiner "wenig feurigen" Art nicht mehr mit ihm zusammen sein möchte, kommt noch, dass ich mir denke, dass ich noch was erleben möchte. Noch nichtmal in Bezug auf Männer zwangsläufig, aber so generell... Ich bin 23 Jahre alt und führe ein Leben wie 30 Jahre verheiratet. Jetzt gibt es Typen von Männern, mit denen man trotzdem noch verrückte Sachen machen kann, mit denen man auch alleine rausgehen kann, Parties feiern kann, etc.
gebildet hast. Diese Meinung kann ich Dir auch nicht vorwerfen unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Du noch nicht lange im Forum bist und die TS nicht genügend einschätzen kannst.

Da sie aber eine der Vielschreiberinnen ist, und ich wie auch viele andere gerne ihre Beiträge, die übrigens Hand und Fuss haben, lese, können wir im Gegensatz zu Dir die Art der Person, die hinter der TS steckt, in etwa einschätzen. Und gemäss dem, wie sie sich bisher immer im Forum gegeben hat, schätz ich sie insoweit ein, dass sie meilenweit davon entfernt ist, die Absicht zu hegen, ihren Freund mal eben für ne Weile aufs Abstellgleis zu legen, damit sie sich "austoben" kann.
Wenn sie wirklich Schluss mit ihm machen wolle, dann würde sie es einfach tun und sich gar nicht erst an uns wenden.
Hier ist es aber so, dass sie sich nicht von ihm trennen will, sondern einen Weg aus ihrer zunächst aussichtlosen Situation sucht, ohne zum letzten Ausweg (Trennung) greifen zu müssen. Ich kann übrigens hier nichts davon erkennen, dass sie sich hier nur ne Bestätigung von uns holen will, und dass ihre Entscheidung zur Trennung von uns bekräftigt werden soll.

Zum Thema, Frauen sollen froh sein, wenn sie nen netten Kerl haben, der nicht säuft, schlägt, Drogen nimmt - Der Aspekt, wie Du ihn nennst, ist auf den ersten Blick logisch, aber zu einer Beziehung gehört aber viel mehr als einfach nur nett sein. Frauen wollen zwar einen netten Typen, aber er soll auch Ecken und Kanten haben. Also nicht nur Weichei, Jasager oder Stubenhocker, dessen Gespräche sich aufs alleroberflächlichste beschränken. Die Würze und die gesunde Mischung von gegenseitigem Respekt, Durchsetzungsfähigkeit, eigene Meinung, Sozial- und Kommunikationsfähigkeit etc machts.

Und so wie die TS ihren Freund beschreibt, werden wohl nur die wenigsten Frauen damit glücklich werden. Das Wichtigste im leben ist und bleibt nun mal der Erfahrungsschatz, den man sich aneignet. Und den bekommt man nur, indem man LEBT und ERLEBT.

Darum geht es bei der TS, sie will nicht einfach auf der Stelle stehen und in den Alltag hineinleben, nur weil ihr Freund es auch tut. Dazu ist sie nämlich noch viel zu jung. Und weil ich selbst jemand bin, der ständig den Erfahrungsschatz erweitern will und auch was erleben will, kann ich ihr vollends nachempfinden, wie es ist, sich mit nem Klotz am Bein nicht von der Stelle bewegen zu können.

Du wirst sicher jetzt mit dem Argument kommen, dann hätte sie sich das vorher überlegen sollen, bevor sie mit ihm zusammengekommen ist. Nun ist es aber meist so, dass man den Menschen erst innerhalb der Beziehung wirklich kennenlernt und sich die Macken offenbaren. Und Menschen verändern sich. Sie war vor 3 Jahren möglicherweise noch nicht so lebenslustig als jetzt, ihr Freund sicher noch anders als jetzt. Veränderungen gehören zum Leben nun mal hinzu. Es geht dann halt darum, wie man Kompromisse macht, dass beide Partner glücklich miteinander sind. Bei Problemen soll man dann rechtzeitig einlenken. Dann kommt aber oft was anderes ins Spiel, was oft Problemlösungen zunichte macht: man redet sich vieles schön, man ist immer darum bemüht, das Beste aus der Sache zu machen, man betrügt sich selbst, und eines Tages steht man plötzlich vor einem Scherbenhaufen, den man wieder kitten muss.

Die TS hat nun erkannt, dass es so nicht weitergehen kann und braucht dringend Lösungsvorschläge und Meinungen von uns aus objektiver Sicht - mehr nicht.
 

Benutzer2295  (36)

Sehr bekannt hier
Huhu...

Erstmal Sorry, dass ich nichts mehr habe von mir hören lassen und dann noch danke, besonders an munich und django, für die Verteidigung. Ich hätte es selbst nicht besser machen können. :smile:

@Chocolate
Choci...geh' nochmal in dich und überlege, ob die Glut nicht schon längst erloschen ist und nichts, aber schon gar nichts helfen kann, sie wieder auflodern zulassen...was ich damit sagen will: Vielleicht siehst du deinen Partner nicht mehr als Mann an, weil ihr mittlerweile quasi in eine Bruder-Schwester-Schiene abgeglitten seid...man mag sich, man schätzt sich, man will dem anderen nix Böses...der Sex ist Routine und nicht mehr wirklich prickelnd...und dann kommen noch diese permanenten Gedankengänge und Dauerunzufriedenheit hinzu...da hilft es auch nicht, wenn man sich einredet, dass es einem doch gut geht und dass der Partner eigentlich ein ganz Lieber ist...du willst mehr und das ist dein gutes Recht - nur solltest du so fair sein, es ihm mitzuteilen und die Konsequenzen daraus ziehen, denn er wird nie so sein, wie du es brauchst und willst...womöglich war es nicht einmal zu Anfang so, weil eine gewisse Verliebtheit ein Mäntelchen der Toleranz und Anpassung darüber gelegt hat.

Munich, dein ganzer Beitrag hat mich wieder mit dem Kopf nicken lassen... Du hast wohl Recht, wie die meisten hier...

Der Stand ist momentan so, dass ich am 01.09. ausziehen werde und das Thema ansonsten totgeschwiegen wird. Wir sehen uns selten, da er beruflich sehr eingespannt ist, er ist auch erstmal wieder für zwei Wochen weg. Am Telefon ist alles wie immer, ein bisschen Smalltalk und das war's. Wenn er wieder kommt, finde ich hoffentlich einen Ansatz für ein letztes Gespräch... Ich weiß aber, dass er es nicht verstehen wird. Er denkt ganz anders, viel rationaler... Das macht es schwierig, ihm die ganze Sache zu erklären, ich habe es ja schon mal versucht, aber er versteht das WARUM nicht wirklich.


War Dein Freund immer so? Wenn das sein Charakter ist - zumindest schätz ich ihn mal gemäss Deiner Beschreibung so ein - wirst Du auch mit einer räumlichen Trennung nichts bewirken können. Das läuft zwangsläufig auf eine Trennung auf Raten hinaus.

Wenn ich richtig verstehe, besteht das Problem schon länger, nur hattest Du die Situation schöngeredet mit der insgeheimen Hoffnung, dass sich irgendwas ändert.
Du hast einen liebevollen Partner, aber bist wegen seines Wesens dennoch nicht glücklich damit. Es geht aber darum, dass DU glücklich wirst, und deshalb musst Du auch die Entscheidung dazu treffen, was besser für Dich ist.
Meiner Ansicht nach gibt es nur 2 Möglichkeiten: Trennung oder sich mit der Situation abfinden und damit leben.
Jetzt bist Du aber noch jung, und willst was vom Leben haben, das ist nur verständlich.
Aber erkennt er auch den Ernst der Lage? Merkt er eigentlich, dass Du unglücklich bist mit der Situation? Wenn Ihr über Eure Beziehung spricht, äussert er sich konkret dazu oder sagt er dazu auch ja und Amen?

Ja, er war schon immer so. Und ob er den Ernst der Lage erkennt? Keine Ahnung... Sagen wir mal...er hat seinen Standpunkt klar gemacht (will mich nicht verlieren, meinte aber auch, dass er mich nciht aufhalten kann und tut auch nichts dafür, tut generell nichts dafür, dass sich etwas ändert/bessert) und tut dann jetzt wieder so, als sei alles in Ordnung.


Du gehst davon aus, dass er so einiges auch nicht wirklich will, sonder nur tut, weil es für ihn so vorgegeben ist - wer gibt ihm was vor? Haben seine Eltern grossen Einfluss auf ihn, also in der Art, dass sie sein Leben "vorprogrammieren"? Ist zwar jetzt nicht das Kernthema, könnte aber einen Zusammenhang damit haben, dass sein restliches Leben eigentlich nur dahinplätschert....

Ja, er wird sehr beeinflusst von seinen Eltern, sein Vater ist selbständig und er wird die Firma bald übernehmen und alles was damit zu tun hat, seine Arbeit etc. wird und wurde schon immer von seinem Vater bestimmt, ich glaube nicht, dass er jemals gegen irgendwas wiedersprochen hat, bin sogar davon überzeugt, dass er eigentlich etwas anderes hätte machen wollen.

Seine Mutter ist sehr nett aber eben auch eine sehr bestimmende Person, die immer alles regelt und im Griff hat.

Deren Ehe funktioniert auch nicht mehr, halten sie aber zum Schein aufrecht, einfach damit andere nicht schlecht denken.
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Hallo,

schön, dass du wieder meldest. Aber verstehe ich das jetzt richtig? Du hast ihm offenbart, dass du demnächst ausziehen wirst, aber er nimmt diese Tatsache einfach so hin und denkt sich vielleicht sogar, es läuft halt dann alles wie bisher weiter - nur dass ihr nicht mehr zusammen wohnt? :ratlos:

Er muss doch irgendwas etwas dazu gesagt oder irgendeine Reaktion gezeigt haben? Wie es z. B. mit euch weitergeht oder ob es auf Trennung hinausläuft?

Irgendwie habe ich das Gefühl, er nimmt alles einfach so hin und lässt sich permanent von anderen Leuten "fremdsteuern"...er zeigt ja echt kaum Emotionen und irgendwie klingt das alles, als wäre es jetzt ziemlich wurscht, ob du bei ihm bleibst oder nicht, denn er kann ja daran nach seiner Meinung eh nichts ändern.
Der Mann ist für mich tatsächlich ein Phänomen.

Aber du hast auch noch nicht wirklich etwas Konkretes verlauten lassen, wie du dich entscheidest, oder? Für mich klingt das Ganze bisschen so, als würde es gar nicht zur Aussprache kommen und eure Beziehung verläuft sich dann langsam, aber sicher im Sande...
 

Benutzer29410 

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schön, dass du wieder meldest. Aber verstehe ich das jetzt richtig? Du hast ihm offenbart, dass du demnächst ausziehen wirst, aber er nimmt diese Tatsache einfach so hin und denkt sich vielleicht sogar, es läuft halt dann alles wie bisher weiter - nur dass ihr nicht mehr zusammen wohnt?

Genau so war es bei meinem Ex auch....er hat die Tatsache total ausgeblendet so nach dem Motto: sie wird schon wieder zurückkommen. Für ihn war die Beziehung auch gar nicht beendet, er ist in ein ziemlich tiefes Loch gefallen als er langsam checkte, dass ich gar nicht zurückkommen würde.
 

Benutzer53592 

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Genau so war es bei meinem Ex auch....er hat die Tatsache total ausgeblendet so nach dem Motto: sie wird schon wieder zurückkommen. Für ihn war die Beziehung auch gar nicht beendet, er ist in ein ziemlich tiefes Loch gefallen als er langsam checkte, dass ich gar nicht zurückkommen würde.

Echt, das ist ja total irre und für mich absolut unverständlich.
 

Benutzer2295  (36)

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Hallo,

schön, dass du wieder meldest. Aber verstehe ich das jetzt richtig? Du hast ihm offenbart, dass du demnächst ausziehen wirst, aber er nimmt diese Tatsache einfach so hin und denkt sich vielleicht sogar, es läuft halt dann alles wie bisher weiter - nur dass ihr nicht mehr zusammen wohnt? :ratlos:

Er muss doch irgendwas etwas dazu gesagt oder irgendeine Reaktion gezeigt haben? Wie es z. B. mit euch weitergeht oder ob es auf Trennung hinausläuft?

Irgendwie habe ich das Gefühl, er nimmt alles einfach so hin und lässt sich permanent von anderen Leuten "fremdsteuern"...er zeigt ja echt kaum Emotionen und irgendwie klingt das alles, als wäre es jetzt ziemlich wurscht, ob du bei ihm bleibst oder nicht, denn er kann ja daran eh nichts ändern.
Der Mann ist für mich tatsächlich ein Phänomen.

Aber du hast auch noch nicht wirklich etwas Konkretes verlauten lassen, wie du dich entscheidest, oder? Für mich klingt das Ganze bisschen so, als würde es gar nicht zur Aussprache kommen und eure Beziehung verläuft sich dann langsam, aber sicher im Sande...

Als ich es ihm gesagt habe, hat er schon ein paar Tränen verdrückt, meinte dann, dass er das nicht besonders toll findet, dass er aber mit mir zusammen bleiben will und daher die Sache wohl so hinnehmen muss. Er meinte dann, dass er mehr dazu nicht sagen kann und dass er mal drüber schlafen muss. Am nächsten Tag meinte er aber auch nur, dass er immer noch kein Fan von der Idee sei und keine andere Wahl hätte. Damit war das Thema erledigt.

Er unternimmt auch nichts, um die Punkte, die ich ihm als störend aufgezeigt hatte, zu verbessern, bemüht sich nicht wirklich um die Beziehung (gut, ich auch nicht, aber ich will ja auch nicht auf Biegen und Brechen mit ihm zusammen bleiben). Wie gesagt, wir sehen uns kaum und wenn dann reden wir auch nicht besonders viel, also nur Small Talk, wie immer.

Gut, rational gesehen hat er natürlich Recht, wenn er sagt, dass er eh nichts machen kann, aber hallo!? Wie kann man denn immer so ruhig bleiben!? Ich kann ihm ja sagen und machen was ich will, da kommt keine wirklich impulsive Reaktion oder mal ein Streit oder sonstwas...

Genau so war es bei meinem Ex auch....er hat die Tatsache total ausgeblendet so nach dem Motto: sie wird schon wieder zurückkommen. Für ihn war die Beziehung auch gar nicht beendet, er ist in ein ziemlich tiefes Loch gefallen als er langsam checkte, dass ich gar nicht zurückkommen würde.

Ja, genau so...


Wie es jetzt weiter geht? Keine Ahnung...ich werde auf jeden Fall mit diesem Menschen nicht glücklich. Nur fehlt mir noch die Erleuchtung, wie ich ihm das beibringe, er wird es nicht verstehen. Denkt, dass ich doch alles habe um glücklich zu sein, dass wir uns gut vestehen, etc.
 

Benutzer53592 

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Als ich es ihm gesagt habe, hat er schon ein paar Tränen verdrückt, meinte dann, dass er das nicht besonders toll findet, dass er aber mit mir zusammen bleiben will und daher die Sache wohl so hinnehmen muss. Er meinte dann, dass er mehr dazu nicht sagen kann und dass er mal drüber schlafen muss. Am nächsten Tag meinte er aber auch nur, dass er immer noch kein Fan von der Idee sei und keine andere Wahl hätte. Damit war das Thema erledigt.

Ich frage mich, ob er wirklich aufgrund Liebe so verständnisvoll reagiert (für mich bedeutet das aber eher Lethargie) oder wirklich nicht versteht, wie Ernst die Lage ist...

Er unternimmt auch nichts, um die Punkte, die ich ihm als störend aufgezeigt hatte, zu verbessern, bemüht sich nicht wirklich um die Beziehung (gut, ich auch nicht, aber ich will ja auch nicht auf Biegen und Brechen mit ihm zusammen bleiben). Wie gesagt, wir sehen uns kaum und wenn dann reden wir auch nicht besonders viel, also nur Small Talk, wie immer.

Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass ihm die Beziehung vielleicht auch ein wenig gleichgültig geworden ist und er sie -wie von den Eltern vorgelebt- nur zum Schein aufrecht erhalten möchte? :ratlos:


Gut, rational gesehen hat er natürlich Recht, wenn er sagt, dass er eh nichts machen kann, aber hallo!? Wie kann man denn immer so ruhig bleiben!? Ich kann ihm ja sagen und machen was ich will, da kommt keine wirklich impulsive Reaktion oder mal ein Streit oder sonstwas...

Mag sein, dass er sich im Recht wähnt, aber für mich ist er einfach nicht in der Lage, für seine Beziehung zu kämpfen. Vielleicht möchte er es, aber es geht einfach nicht und kapieren tut er auch nichts.
Choci, der Mann wird sich nie ändern...der ist ja wirklich fast blutleer. Sorry, wenn ich das jetzt so knallhart schreibe.
 

Benutzer75021 

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Schön das du dich entschieden hast auszuziehen-so könnte ich auch nicht weiterleben.
Wenn man merkt, es hat keine gemeinsame Zukunft, dann bringt das auch nichts...ihr seid wohl einfach zu verschieden.

Ich würde gar nicht erst versuchen ihm deine Gefühlswelt zu erklären...das hast du doch schon getan.
Er will oder kann es nicht verstehen.

Seltsam nur, das so viele Männer gar nicht realisieren, wenn die Frau die Beziehung beendet :ratlos:
Wollen sie das nicht sehen? Oder kommt bei ihnen die Erleuchtung später als bei uns Frauen?
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Seltsam nur, das so viele Männer gar nicht realisieren, wenn die Frau die Beziehung beendet :ratlos:
Wollen sie das nicht sehen? Oder kommt bei ihnen die Erleuchtung später als bei uns Frauen?

Hallo!

Ich würde sagen, es handelt sich dabei um ersteres... bzw. kann ich mir gut vorstellen, dass es so eine Art Verdrängungsreaktion ist. Ich denke er mag sie wirklich noch sehr und will sie auch behalten, aber er fühlt auch, dass sie ihm entgleitet. Anstatt aber regelrecht in Panik zu verfallen und anzufangen zu kämpfen, versinkt er in Lethargie... er hatte sicherlich Pläne für die Zukunft, war sehr glücklich in der Beziehung und hat sich nun auf die Dinge wie seine Arbeit konzentriert und daran gearbeitet. Dabei verliert man allzu schnell aus dem Blickwinkel, dass auch eine Beziehung ständiger Arbeit bedarf, um sie zu erhalten.

Wenn dann die ersten Signale ignoriert werden (und soweit ich das hier richtig lese fallen die Probleme der TS ja nicht vom Himmel) und es irgendwann ernst wird, stürzt dieses ganze Gebäude ein. Man will es aber nicht einstürzen sehen und hält dran fest: sprich: man ändert nichts. Man sieht aber, dass man das geliebte Wesen verliert und so sagt man dann solche Dinge wie: "Ich möchte dich nicht verlieren, aber ich kann nichts ändern".

Ich möchte dieses Verhalten nicht entschuldigen - es ist fatal. Aber so passiert es, wenn sich die Dinge auseinanderleben.

Wie Piratin bereits geschrieben hat, folgt für den Part der verlassen wird danach ein tiefes Loch. Seine Welt zerbricht und er ist bereits jetzt so sehr am Boden, dass er nicht kämpfen will.

Es tut mir Leid für ihn, aber die TS handelt auch meiner Meinung nach "richtig". Diese Sache ist aus, da auf beiden Seiten kaum noch Wille vorhanden ist, die Beziehung aufrechtzuerhalten. Es ist nur noch ein Wunsch.
 

Benutzer85027 

Verbringt hier viel Zeit
nachdem die damen beratend zur seite standen, möchte ich mal die männer hier vertreten...
klar erscheint es zunächst unverständlich, dass er nicht um die beziehung "kämpft", aber aus seiner sicht war vor kurzem noch alles bestens, seit beginn der beziehung, nun wird er allerdings von seiner freundin "überrollt" mit seinen fehlern, da ist es doch klar, dass er sich nun mal niedergeschlagen fühlt, auch wenn er es nach aussen nicht (vollständig) zeigt
Frage an die TS:
wieso warst du überhaupt so eine lange zeit mit ihm zusammen, wenn er doch so ein "langweiler" ist? das klingt vorwurfsvoll, ist aber nicht so gemeint, vielmehr möchte ich wissen, wieso du ihn geliebt (das hast du mit sicherheit!) hast, vielleicht hilft dir diese rückbesinnung, wieder zu ihm zu finden...
dein freund selbst kann kaum kämpfen, was soll er auch tun? alle fehler deines freunden liegen in seiner person, sie machen seinen charakter aus, seinen geist und den menschen, der er nunmal ist. man kann seine person nicht ändern, nur sein verhalten, aber das würde weder dich noch ihn glücklich machen
liebe TS, du meintest, du könntest dir mit ihm eine familie vorstellen... auch mit einem familienvater kann man spannende dinge erleben und "feuer" in seiner beziehung haben, nicht nur langweiler können gute familienväter sein...
es gibt in der beziehung zudem noch sexuelle differenzen, die baustellen scheinen unendlich groß... über die probleme hinwegsehen und in den tag hinein leben, das wird letzendlich nicht nur deine seele, liebe TS, sondern auch die deines freundes auffressen...
liebe TS, liebst du deinen freund noch aus denselben gründen wie zu beginn deiner beziehung? oder haben sich die gefühle geändert? wenn ja inwiefern?
ich drücke euch die daumen, aber wie bereits geschrieben ist das nur ein wunsch; auch ich als mann erkenne, dass es wohl aus ist, so auch dein freund, er ist eben ein kühler rationalist...
 

Benutzer15848 

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Off-Topic:
Zu seiner Reaktion möchte ich auch noch was sagen:
es sind nicht alle Menschen gleich, und manche denken tatsächlich rationaler oder logischer. Vielleicht hat er wirklich begriffen, dass er nichts tun kann und das Ganze aussichtslos ist und möchte deshalb dafür keine Energie verschwenden. Ich glaube, ich würde auch so reagieren...

mein Exfreund hat immer sehr schnell gemerkt, wenn was nicht gepasst hat und ich wollte einige Male die Beziehung beenden. Er hat immer sehr extrem darauf reagiert, wollte sofort alles an sich ändern, an der Beziehung ändern, mich unbedingt behalten, er hat geweint und sonst was gemacht. Das hat mich dazu gebracht, es dann eine Zeit lang immer wieder doch noch zu versuchen: aber das war im Endeffekt überhaupt nichts wert und ich hätte mir einiges erspart, wäre ich beim ersten Mal wirklich gegangen.

Mein jetziger Freund ist anders, der würde mich sogar noch in den Arm nehmen, wenn ich Schluss mache, und mir versichern, dass es ok ist. Das heißt nicht, dass es ihm egal ist. Nur mal am Rande.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Er unternimmt auch nichts, um die Punkte, die ich ihm als störend aufgezeigt hatte, zu verbessern, bemüht sich nicht wirklich um die Beziehung (gut, ich auch nicht, aber ich will ja auch nicht auf Biegen und Brechen mit ihm zusammen bleiben).

Hattest Du ihm die Punkte schon längere Zeit davor gesagt oder erst jetzt?

Gut, rational gesehen hat er natürlich Recht, wenn er sagt, dass er eh nichts machen kann, aber hallo!? Wie kann man denn immer so ruhig bleiben!? Ich kann ihm ja sagen und machen was ich will, da kommt keine wirklich impulsive Reaktion oder mal ein Streit oder sonstwas...

Ich nehm an, dass er mit der Situation überfordert ist, und Deine Entscheidung als endgültig ansieht - frei nach dem Sinn "Wozu noch kämpfen?". Und gemässs seines allgemeinen Charakters finde ich das nicht ungewöhnlich, er ist dann halt keine Kämpfernatur, noch was umreissen zu wollen.

Wie es jetzt weiter geht? Keine Ahnung...ich werde auf jeden Fall mit diesem Menschen nicht glücklich. Nur fehlt mir noch die Erleuchtung, wie ich ihm das beibringe, er wird es nicht verstehen. Denkt, dass ich doch alles habe um glücklich zu sein, dass wir uns gut vestehen, etc.

Ich glaub, verstehen wird er es erst, wenn Du Dein Ding wirklich durchziehst. Auch wenn er langsam aber sicher ins Loch fällt, aber aus Mitleid solltest Du keinesfalls mit ihm zusammenbleiben.
Mich würd aber allerdings interessieren, wie Ihr Eure Beziehung unter solchen Umständen aufrecht halten konntet - warst Du bisher wirklich glücklich mit ihm oder hattest Du seine Wesenszüge nur 'erduldet'?
 

Benutzer2295  (36)

Sehr bekannt hier
nachdem die damen beratend zur seite standen, möchte ich mal die männer hier vertreten...
klar erscheint es zunächst unverständlich, dass er nicht um die beziehung "kämpft", aber aus seiner sicht war vor kurzem noch alles bestens, seit beginn der beziehung, nun wird er allerdings von seiner freundin "überrollt" mit seinen fehlern, da ist es doch klar, dass er sich nun mal niedergeschlagen fühlt, auch wenn er es nach aussen nicht (vollständig) zeigt
Frage an die TS:
wieso warst du überhaupt so eine lange zeit mit ihm zusammen, wenn er doch so ein "langweiler" ist? das klingt vorwurfsvoll, ist aber nicht so gemeint, vielmehr möchte ich wissen, wieso du ihn geliebt (das hast du mit sicherheit!) hast, vielleicht hilft dir diese rückbesinnung, wieder zu ihm zu finden...
dein freund selbst kann kaum kämpfen, was soll er auch tun? alle fehler deines freunden liegen in seiner person, sie machen seinen charakter aus, seinen geist und den menschen, der er nunmal ist. man kann seine person nicht ändern, nur sein verhalten, aber das würde weder dich noch ihn glücklich machen
liebe TS, du meintest, du könntest dir mit ihm eine familie vorstellen... auch mit einem familienvater kann man spannende dinge erleben und "feuer" in seiner beziehung haben, nicht nur langweiler können gute familienväter sein...
es gibt in der beziehung zudem noch sexuelle differenzen, die baustellen scheinen unendlich groß... über die probleme hinwegsehen und in den tag hinein leben, das wird letzendlich nicht nur deine seele, liebe TS, sondern auch die deines freundes auffressen...
liebe TS, liebst du deinen freund noch aus denselben gründen wie zu beginn deiner beziehung? oder haben sich die gefühle geändert? wenn ja inwiefern?
ich drücke euch die daumen, aber wie bereits geschrieben ist das nur ein wunsch; auch ich als mann erkenne, dass es wohl aus ist, so auch dein freund, er ist eben ein kühler rationalist...

Also ehrlich...ich hab das jetzt ziemlich oft gelesen und wenn ich nicht wüsste, dass mein Freund zu der Zeit auf der Arbeit war, würde ich echt in Erwägung ziehen, ob er nicht hinter "MeaCulpa" steckt... Vielleicht hab ich jetzt auch schon Wahnvorstellungen, aber dieser letzte Satz und dann nur ein Beitrag und das Anmeldedatum, etc. :ratlos:

Um mal eins zu klären: ich halte ihn nicht unbedingt für einen Langweiler...er ist sehr witzig, originell, ... nur irgendetwas fehlt bei ihm...total komisch...

Dass alle Dinge die mich stören in seinem Charakter liegen und die nunmal nicht zu ändern sind habe ich ja auch schon erkannt und ihm auch irgendwie vermittelt, nur dass er mir wiedersprochen hat und mir unterstellt hat, dass ich nur sage, dass man es nicht ändern kann, damit ich einen Grund habe zu gehen, weil ich einfach keine Lust mehr habe...oder weil ich denke, dass das Gras auf der anderen Seite grüner ist...oder was weiß ich noch alles...

Kämpfen ist so ein komisches Wort...das meine ich auch nicht unbedingt...aber er könnte sich doch wenigstens Mühe geben, dass sich etwas bessert, z. B. Dinge mit mir unternehmen, reden, Aufmerksamkeit, "normale" Dinge, sowas halt...sich um die Beziehung bemühen... Gut, tue ich auch nicht, aber wenn ich diejenige wäre, die "vom Verlassenwerden bedroht" wäre, und das nicht wollen würde, würde ich das tun.

Mit so etwas hatte er es aber noch nie so sehr...

Dass er das alles nicht tut, macht die Entscheidung für mich irgendwie einfacher, so paradox das ist...

Ich liebe ihn dafür, dass er (glaube ich) immer ehrlich zu mir war, immer für mich da ist, für seine Originalität und seinen tollen Humor, dafür, dass er in einigen Dingen so ist/handelt, wie ich es wohl nie sein werde.

Das waren auch die Dinge, in die ich mich anfangs verliebt habe, aber ich fürchte, dass das einfach nicht reicht, die Dinge die mir fehlen wiegen für mich einfach zu schwer. Mittlerweile hege ich fast eher brüderliche Gefühle zu ihm... :ratlos:

Hattest Du ihm die Punkte schon längere Zeit davor gesagt oder erst jetzt?

Ich nehm an, dass er mit der Situation überfordert ist, und Deine Entscheidung als endgültig ansieht - frei nach dem Sinn "Wozu noch kämpfen?". Und gemässs seines allgemeinen Charakters finde ich das nicht ungewöhnlich, er ist dann halt keine Kämpfernatur, noch was umreissen zu wollen.

Ich glaub, verstehen wird er es erst, wenn Du Dein Ding wirklich durchziehst. Auch wenn er langsam aber sicher ins Loch fällt, aber aus Mitleid solltest Du keinesfalls mit ihm zusammenbleiben.
Mich würd aber allerdings interessieren, wie Ihr Eure Beziehung unter solchen Umständen aufrecht halten konntet - warst Du bisher wirklich glücklich mit ihm oder hattest Du seine Wesenszüge nur 'erduldet'?

Hatte ihm diese Punkte vor einiger Zeigt schon mal aufgezeigt, es kommt nicht wirklich überraschend.

Ja, anfangs war ich glücklich mit ihm, wirklich richtig glücklich. Es war anders als alles andere vorher, dieses Gefühl. Es war als ich ihn kennenlernte wie eine Offenbarung für mich und ich fragte mich, was ich jemals an anderen Männern finden konnte. Ich wollte nur ihn, von Kopf bis Fuss und ich war so optimistisch - und alle um mich herum auch. Das wegzuwerfen, und irgendwie alles zur Lüge machen woran ich geglaubt habe, das tut weh.

Wann genau das gute Gefühl aufgehört hat weiß ich nicht, aber ich erinnere mich noch, dass ich erste bewusste Zweifel sofort verdrängt habe. Ich wollte nicht, dass unsere Beziehung durch etwas "beschmutzt" wird, wollte mir nicht eingestehen, dass das "Ultimative" doch nicht das ist, wofür ich es hielt.

Ich war bis vor ein paar Monaten noch fest davon überzeugt, dass er der Mann ist, den ich heiraten werde, hätte er mich in unserem USA-Urlaub im letzten Jahr gefragt, ich hätte ja gesagt. Ich wollte so sehr, dass es funktioniert...

Jetzt kann ich mir nicht mehr vorstellen, die nächsten 5 Jahre oder länger mit ihm zu verbringen, aber ihn nicht mehr in meinem Leben zu haben, kann ich mir auch nicht vorstellen...argh... Gewohnheit?
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Ich denke das ihr euch auch ein wenig auseinandergelebt habt. Das passiert recht leicht wenn man in relativ jungen Jahren eine lange Beziehung führt. Du bist 23 meine liebe Choci und bist mit 20 mit ihm zusammen gekommen und er war wenn ich mich recht erinner schon ein wenig aelter (jetzt so 30?) aber darauf kommt es nicht wirklich an.
Fakt ist doch das du dich in den 3 Jahren weiterentwickelt hast und er vieleicht nicht und daher du jetzt andere Ansprüche stellst.

Und so wie du schreibst hast du mit der Beziehung ja schon abgeshcloßen oder ?
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Hallo Chocolate,

scheinbar drehst du dich weiter im Kreis und weißt nicht so Recht, wie du handeln sollst bzw. wie deine Entscheidung ausfallen könnte, um letztendlich die endgültige Klarheit über eure Beziehung zu erhalten.

Ich gehe nochmals auf ein paar Punkte von dir ein und versuche, mich in eure Lage zu versetzen, wobei das als Außenstehender natürlich nicht einfach ist...aber ich probiere es einfach mal und hoffe, es bringt dich wieder ein Stückchen weiter.



Um mal eins zu klären: ich halte ihn nicht unbedingt für einen Langweiler...er ist sehr witzig, originell, ... nur irgendetwas fehlt bei ihm...total komisch...

Schau, es ist doch so: Irgendwann war er dein Traummann und jetzt fällt es natürlich besonders schwer, wenn sein Nimbus mehr und mehr bröckelt und quasi seine "normalen" Seiten zum Vorschein kommen.
Du wachst auf, obwohl du es eigentlich gar nicht möchtest und sein Verhalten und seine Art, die er jetzt an den Tage legt, tragen dazu bei, dass dieser Vorgang unaufhaltsam voranschreitet.
Vielleicht siehst du das Ganze auch als persönliche Niederlage, weil du dir denkst, du wärst nicht in der Lage, eine Beziehung ordentlich zu führen...weil du auch einfach die Vorstellung hast, dass eine Partnerschaft was Wichtiges und Erhaltenswertes ist, das für die "Dauer" angelegt sein sollte und aus der man nicht einfach flüchtet, wenn mal Probleme auftauchen.
Womöglich kommt auch noch hinzu, dass du dir gewisse Vorwürfe machst, weil du einfach nicht schätzen kannst, was für ein toller Mann er eigentlich ist. (ich bin mir sicher und du schreibst es ja auch, dass nicht alles an ihm "schlecht" oder kritikwürdig ist)
Vielleicht wünscht du dir einfach, dass er die Energie und den Schwung an den Tag legt, was er bei seinem "Umwerben" für dich und bestimmt auch zu Beginn eurer Beziehung an den Tag gelegt hat.

Ganz objektiv betrachtet geht es dir nämlich eigentlich gut und dieses Gefühl, dass dir etwas fehlt, lässt sich auch ganz schwer in Worte fassen...aber es ist allgegenwärtig da und nagt an dir wie ein bösartiges Geschwür, das sich nicht aufhalten lässt.
Du stellst dir Frage, ob du nicht weißt, wie gut du es eigentlich hast und ob es nicht absolut ungerecht ist, immer so unzufrieden zu sein, weil es doch nicht normal ist, so viel zu erwarten.
Aber dann kommt dieses Teufelchen, das dir ins Ohr flüstert: "Choci, soll das jetzt alles gewesen sein? Wo bleibt dein Glück, die Leidenschaft? Willst du darauf verzichten, nur weil es "normal ist", wenn gewisse Dinge sich ändern, abschwächen oder verschwinden?"




Dass alle Dinge die mich stören in seinem Charakter liegen und die nunmal nicht zu ändern sind habe ich ja auch schon erkannt und ihm auch irgendwie vermittelt, nur dass er mir wiedersprochen hat und mir unterstellt hat, dass ich nur sage, dass man es nicht ändern kann, damit ich einen Grund habe zu gehen, weil ich einfach keine Lust mehr habe...oder weil ich denke, dass das Gras auf der anderen Seite grüner ist...oder was weiß ich noch alles...


Das eigentliche Problem ist ja, dass dir alles zu ruhig und auch "anspruchslos" geworden ist und ihr euch auch zusätzlich immer mehr entfremdet, was dazu führt, dass du zwar das Gespräch mit ihm suchst, aber immer wütender und trauriger wirst, weil er einfach ein stillerer Mensch ist, der auch in der Öffentlichkeit/Gesellschaft kaum redet, was du eventuell noch akzeptieren könntest, würde er mit dir über seine Gefühle und Probleme sprechen, denn so hast du eher den Eindruck, du führst einen Monolog als den gewünschten Dialog und das zermürbt.
Es nervt dich einfach, dass er in deinen Augen nicht angemessen reagiert und obendrein den Ernst der Lage nicht erkennt.
Er ist einfach hilflos, weil er nicht wirklich nachvollziehen kann, was in der vorgeht und da verstehe ich schon, dass er Gründe aufführt, (wie eine eventuelle Sehnsucht nach anderen Männern) die naheliegend sind.


Kämpfen ist so ein komisches Wort...das meine ich auch nicht unbedingt...aber er könnte sich doch wenigstens Mühe geben, dass sich etwas bessert, z. B. Dinge mit mir unternehmen, reden, Aufmerksamkeit, "normale" Dinge, sowas halt...sich um die Beziehung bemühen... Gut, tue ich auch nicht, aber wenn ich diejenige wäre, die "vom Verlassenwerden bedroht" wäre, und das nicht wollen würde, würde ich das tun.

Dich ärgert es einfach, dass dennoch alles irgendwie im selben Trott weitergeht, wobei du eigentlich insgeheim weißt, dass all sein "kämpfen" wahrscheinlich zwecklos wäre und dich kaum "milder" stimmen würde.
Aber ist es auch nicht ein bisschen Verzweiflung, weil du dir denkst, du bist ihm nicht mal einen Versuch oder Bemühungen wert?

Wenn etwas in einer Beziehung nicht stimmt, dann müssen beide versuchen, etwas ändern zu wollen - bei dir kann ich nämlich auch nicht erkennen, dass du Impulse setzt, mit Überraschungen aufwartest, Komplimente und kleine Geschenke machst, sein Lieblingsgericht kochst, aktiv wirst, ihm zeigst, dass er doch ein begehrenswerter Mann ist...(weil du eben denkst, es "lohne" sich nicht mehr/wäre zwecklos, noch irgendetwas zu investieren)
Meinst du, er spürt das nicht und zieht sich deshalb dadurch automatisch weiter zurück?
Es ist ein Teufelskreislauf, in dem ihr euch befindet, denn jeder erwartet wohl etwas vom anderen, aber es findet sich einfach nicht ein.



Dass er das alles nicht tut, macht die Entscheidung für mich irgendwie einfacher, so paradox das ist...

Klar, denn das "beruhigt" irgendwie dein schlechtes Gewissen, das du bestimmt irgendwo hast.


Ich liebe ihn dafür, dass er (glaube ich) immer ehrlich zu mir war, immer für mich da ist, für seine Originalität und seinen tollen Humor, dafür, dass er in einigen Dingen so ist/handelt, wie ich es wohl nie sein werde.

Aber das alles reicht definitiv nicht aus und das weißt du auch, denn du wünscht dir zwar, dass du weiter in ihn verliebt bist, bist es jedoch wahrscheinlich nicht oder das Gefühl ist so tief in dir vergraben, dass es erst bei einer räumlichen Trennung eventuell wieder zum Vorschein kommt. Aber man weiß es eben nicht und das ist ein Problem.

Mittlerweile hege ich fast eher brüderliche Gefühle zu ihm... :ratlos:

Du meinst zwar wohl schwesterliche Gefühle, aber wir wissen ja, was gemeint ist. :zwinker:

Wie sieht es mit körperlicher Nähe und dem Sex aus, der scheinbar noch stattfindet, oder? (laut deiner Aussage ist er ja objektiv betrachter durchaus attraktiv, aber komischerweise irgendwie für dich nicht mehr)
Magst du seinen Geruch noch oder stört dich dieser womöglich schon?
Genießt du zwar, wenn er den Arm um dich legt, verspürst aber leichtes Unbehagen/Unwohlsein bis Widerwillen, wenn du ihn küsst oder ihr miteinander poppt?
Du hast ja bereits geschrieben, das dein Partner in sexueller Hinsicht auch eher zurückhaltend und wenig "hormongesteuert" ist...halt da vielleicht ebenfalls einfach zu lieb und brav, was dazu betragen könnte, dass du ihn (auch) auf diesen Gebiet als nicht mehr "echten" Mann einstufst, wie du ihn eigentlich gerne hättest.


Nerven dich plötzlich auch noch andere Dinge an ihn? Vielleicht die Art, wie er in sein Brötchen beißt...die Lautstärke beim Zeitungsumblättern u.s.w.

Wenn solche Dinge zutreffen, dann ist es verdammt schwer, (ich weiß ein Lied davon zu singen) aus dieser Schiene wieder herauszukommen und ihn nicht wie eine SCHWESTER zu lieben, sondern als MANN.
Du wirst dich jetzt fragen, ob du jemals wieder zu ihm findest und das Begehren zurückkehren kann...und ich muss dir ehrlich antworten, das ich es nicht weiß bzw. nur sehr schwer vorstellen kann, aber so etwas soll es durchaus auch schon gegeben haben, wenn man sich letztendlich doch wieder sicher war, dass es echte und tief empfundene Liebe ist, die einen verbindet.


Ja, anfangs war ich glücklich mit ihm, wirklich richtig glücklich. Es war anders als alles andere vorher, dieses Gefühl. Es war als ich ihn kennenlernte wie eine Offenbarung für mich und ich fragte mich, was ich jemals an anderen Männern finden konnte. Ich wollte nur ihn, von Kopf bis Fuss und ich war so optimistisch - und alle um mich herum auch. Das wegzuwerfen, und irgendwie alles zur Lüge machen woran ich geglaubt habe, das tut weh.
Wann genau das gute Gefühl aufgehört hat weiß ich nicht, aber ich erinnere mich noch, dass ich erste bewusste Zweifel sofort verdrängt habe. Ich wollte nicht, dass unsere Beziehung durch etwas "beschmutzt" wird, wollte mir nicht eingestehen, dass das "Ultimative" doch nicht das ist, wofür ich es hielt.

Dazu habe ich ja bereits weiter oben etwas geschrieben...es ist dieses "Scheitern", was dir obendrein zusetzt.


Jetzt kann ich mir nicht mehr vorstellen, die nächsten 5 Jahre oder länger mit ihm zu verbringen, aber ihn nicht mehr in meinem Leben zu haben, kann ich mir auch nicht vorstellen...argh... Gewohnheit?

Ja, GEWOHNHEIT gepaart mit der ANGST alleine zu sein.

Vollziehe die räumliche Trennung, dann wirst du dich automatisch noch mehr mit dir selber beschäftigen, über den Sinn und Werte einer Beziehung nachdenken, deine Bedürfnisse klarer hervorheben, mit Freunden darüber diskutieren...es werden dir die Augen geöffnet und du wirst neue Sichtweisen kennenlernen.

Fakt ist: Du wirst erkennen, was du an deinem Freund hattest, aber durch die Trennung eventuell merken, was dir wirklich fehlte. (und damit meine ich nicht unbedingt, dass dir dein Partner fehlt, sondern ganz andere Dinge)
Wobei dir immer klar sein muss, dass auch er irgendwann vielleicht nicht mehr will -falls du doch irgendwann der Meinung bist, er sei der Richtige ist- und du dann wohl schweren Herzens damit klarkommen musst.

Du solltest dich eigentlich nur bald entscheiden, denn Ängste und Zweifel lassen dich sonst weiter im Kreise drehen.
Durch Handeln agierst du zielgerichtet, was befreiender und motivierender wirkt als das ständige Grübeln, bei dem du nur noch verzweifelst.
 

Benutzer29410 

Beiträge füllen Bücher
Wow, munich.....wieviele Gedanken man sich machen kann...

Piratins Abkürzung: ich hab mir einfach nen neuen Kerl gesucht, der besser zu mir gepasst hat. ;-)
Ich hab festgestellt dass ich nichts bereue und nichts vermisse - und damit war die Sache erledigt.
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Wow, munich.....wieviele Gedanken man sich machen kann...

Piratins Abkürzung: ich hab mir einfach nen neuen Kerl gesucht, der besser zu mir gepasst hat. ;-)
Ich hab festgestellt dass ich nichts bereue und nichts vermisse - und damit war die Sache erledigt.


Das wäre idealerweise die beste und schnellste Lösung, leider für viele jedoch nicht so einfach umsetzbar, da sie -so wie du oder andere- nicht in der Lage sind, ihre Gedanken beiseite zu lassen und rational vorzugehen, was die Entscheidung daher immer wieder aufschiebt.
 
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