Quälen Euch ab und zu Zweifel weil Ihr immer noch mit der ersten und einzigen Liebe zusammen seid?

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich hätte echt nicht gedacht, dass an meinem Beitrag so viel Wortklauberei betrieben wird. Ich glaube, dazu bin ich einfach viel zu pragmatisch und unromantisch eingestellt. Von daher erspare ich mir auch weitere Beiträge, da auch dort sicherlich wieder einzelne Worte gefunden werden, die angeblich zeigen, warum eine solche Beziehung total schrecklich ist.
 

Benutzer144187 

Sehr bekannt hier
banane0815 banane0815 Das meint doch echt niemand böse - aber wusstest du wirklich nicht, dass "der Spatz in der Hand" so negativ konnotiert ist? Das ist aktives Sehnen nach etwas Besserem... hast du wahrscheinlich nicht so gemeint, aber das liesse sich ja (ohne Metaphern) leicht klären.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Die Antwort ist eine Gegenfrage:
Was ist das eigentliche Problem?

Es gibt häufig das Paradigma, dass irgendwas mit der aktuellen Beziehung schief laufen muss, wenn man sich fremdverliebt oder auch nur wen anders anziehend, interessant oder heiß findet.
Das ist aber in den seltenstens Fällen so.

Klar kann es sein, dass da was grundlegendes in ihrer Beziehung nicht stimmt. Das sollte man aber gesondert davon betrachten, dass andere auch interessant sein können.
OB man dann was in die Richtung tut, also Beziehung beenden und ausleben oder neue Beziehung anfangen oder Swinger werden oder Polyamor leben, steht dann wieder auf einem ganz ganz anderen Blatt..
 

Benutzer180757  (46)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich hätte echt nicht gedacht, dass an meinem Beitrag so viel Wortklauberei betrieben wird. ..... Von daher erspare ich mir auch weitere Beiträge, da auch dort sicherlich wieder einzelne Worte gefunden werden, die angeblich zeigen, warum eine solche Beziehung total schrecklich ist.
Bewusst in wenigen Worten: Vielleicht tröstet es Dich - ich habe diese Diskussion auch nicht so ganz verstanden. 😉
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Aber hier liegt eben der Haken! Von Ihr weiß ich, daß sie nun eben so lange zusammen sind, daß sie es sich garnicht mehr anders vorstellen kann. Und nun, im Alter von Mitte vierzig, kommen Ihr Gedanken oder Zweifel, ob das nun wirklich "Liebe" ist oder doch nur "Gewohnheit", was sie zusammenhält.
Ich hänge leider immer noch bei diesem Absatz fest. Kann mir jemand mal erklären was an "Gewohnheit" so schlimm ist und warum das zu "Liebe" im Wiederspruch liegt?
 

Benutzer169839 

Verbringt hier viel Zeit
Mich quälen eher die Gedanken sie verloren zu haben durch einen Unfall. Das einzige was mir aus dieser Zeit bleibt ist mein Sohn der heute ein toller Junge ist. Er hat es sehr gut verarbeitet und geht seinen Weg dem wir ihm bestmöglich ebnen.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich hänge leider immer noch bei diesem Absatz fest. Kann mir jemand mal erklären was an "Gewohnheit" so schlimm ist und warum das zu "Liebe" im Wiederspruch liegt?
Es ist, wie so vieles, eine Ausrede. Bzw. eine simplifizierung eines komplexeren Problems. Gewohnt ist zwangsläufig langweilig und langweilig ist doof und neues ist nicht langweilig und damit nicht doof. Wenn man also nicht nur monogm lebt, sondern auch noch fest daran glaubt, dass die sexuelle und emotionale Treue bis ans Lebensende, sowie jeglich form der emotionalen Zuneigung nur von einer Person auszugehen hat, dann ist das die perfekte Ausrede um eben doch mal übern Zaun auf die vermeintlich grünere Wiese zuhüpfen.

Der Umkehrschluss ist übrigens in diesem Zusammenhang NICHT zulässig! Es gibt Menschen die durchaus immer mal wieder was neues brauchen. Das kann man durchaus auch zu zweit haben. Jeder ist da anders geschaffen und das ist auch gut so.
Was die Menschen aber sicherlich nicht sind ist eine homogene Masse, alle sind gleich und eine Beziehung geht durch Gewohnheit kaputt.

Meine Vermutung ist, dass da meistens, aber nicht immer, eher "Monotonie" dahinter steckt. Die macht nämlich Gefühle mit ziemlicher Sicherheit kaputt, auch wenn sie wiederum Sicherheit gibt...zumindest gefühlt. Ich habe da einen Artikel mal gesehen, wo es darum ging, dass ein paar 70(?) Jahre oder so JEDEN Abend zur gleichen Zeit miteinander gegessen hat. Klingt auf den ersten Blick romantisch und auf den zweiten sehr sehr gruselig. XD
Selbst wenn er sie nicht geschlagen hat, dass sie pünktlich da war oder die beiden sonst nie miteinander geredet haben. Aber mit Gewohntheit hat das nicht so viel zu tun.
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Es ist, wie so vieles, eine Ausrede. Bzw. eine simplifizierung eines komplexeren Problems. Gewohnt ist zwangsläufig langweilig und langweilig ist doof und neues ist nicht langweilig und damit nicht doof. Wenn man also nicht nur monogm lebt, sondern auch noch fest daran glaubt, dass die sexuelle und emotionale Treue bis ans Lebensende, sowie jeglich form der emotionalen Zuneigung nur von einer Person auszugehen hat, dann ist das die perfekte Ausrede um eben doch mal übern Zaun auf die vermeintlich grünere Wiese zuhüpfen.

Der Umkehrschluss ist übrigens in diesem Zusammenhang NICHT zulässig! Es gibt Menschen die durchaus immer mal wieder was neues brauchen. Das kann man durchaus auch zu zweit haben. Jeder ist da anders geschaffen und das ist auch gut so.
Was die Menschen aber sicherlich nicht sind ist eine homogene Masse, alle sind gleich und eine Beziehung geht durch Gewohnheit kaputt.

Meine Vermutung ist, dass da meistens, aber nicht immer, eher "Monotonie" dahinter steckt. Die macht nämlich Gefühle mit ziemlicher Sicherheit kaputt, auch wenn sie wiederum Sicherheit gibt...zumindest gefühlt. Ich habe da einen Artikel mal gesehen, wo es darum ging, dass ein paar 70(?) Jahre oder so JEDEN Abend zur gleichen Zeit miteinander gegessen hat. Klingt auf den ersten Blick romantisch und auf den zweiten sehr sehr gruselig. XD
Selbst wenn er sie nicht geschlagen hat, dass sie pünktlich da war oder die beiden sonst nie miteinander geredet haben. Aber mit Gewohntheit hat das nicht so viel zu tun.
Aber "Monotonie" hat man sich doch eben aus dem Grunde des "Sicherheits- Gefühl" selbst ausgesucht, daran ist per se doch nix schlechtes?! Wem das dann doch auf Dauer zu "doof" ist, hat es doch selber in der Hand etwas neues zu wagen, muss aber dann SELBER mit dem Risiko zurecht kommen, was bekanntlich dem "Sicherheits- Gefühl" widerspricht.

Off-Topic:
Aber in diesem Fall kommt mir (auch) so vor, als würde die "Gewohnheit" dafür benutzt, um seinen Partner an der "Liebe" zweifeln zu lassen. Das finde ich ziemlich perfide, besonders, wenn man dann doch "mal übern Zaun auf die vermeintlich grünere Wiese" hüpft. Nur um dann, so wie du schreibst, die "perfekte Ausrede" zu haben. Denn damit lässt es sich super zurückkehren - sich quasi die Tür offen zu halten - um so die Konsequenz seines Handelns, sein eigenes Risiko und seine eigene Schuld, auf die "Gewohnheit" des Partners abzuwälzen zu können.
 

Benutzer172677  (40)

Sehr bekannt hier
Kann mir jemand mal erklären was an "Gewohnheit" so schlimm ist und warum das zu "Liebe" im Wiederspruch liegt?

Für mich macht da das Wörtchen „nur“ den Unterschied. Ohne dieses Wörtchen finde ich Gewohnheit auch überhaupt nicht schlimm.
Nur noch Gewohnheit aber schon, das heißt, dass man nicht mehr mit jemandem zusammen ist, weil man ihn liebt und das in all seinen Facetten will, sondern weil man an der Gewohnheit festhält, weil man sich vor der Veränderung fürchtet, weil das gewohnte so bequem ist, weil es doch schon immer so war und man nicht weiß, wie es anders werden könnte..
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Aber "Monotonie" hat man sich doch eben aus dem Grunde des "Sicherheits- Gefühl" selbst ausgesucht, daran ist per se doch nix schlechtes?!
Naja nur weil jemand monogam lebt heißt es nicht, dass die Beziehung monoton ist. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.

Gewohnheit ist ja auch nicht schlimmes. Es wird erst kritisch, wenn das der einzige Grund ist, warum ich mit dem Partner zusammen bin. Da ist doch die Beziehungsform vollkommen egal? Wenn ich eine offene Beziehung habe und mit meinem Partner nur aus Gewohnheit zusammen bin, aber uns sonst nichts verbindet, kann ich mich ja trotzdem fragen, ob ich etwas verpasse? :what:

Ich versteh ehrlich gesagt nicht, warum sich einige jetzt auf Monogamie einschießen und diese mit Monotonie gleichsetzen :what:
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Aber in diesem Fall kommt mir (auch) so vor, als würde die "Gewohnheit" dafür benutzt
Woran machst du das fest? Ich mein, das ist jetzt nicht grade viel, was der TS geschrieben hat und dann ist es noch nicht mal von der Person direkt selber geschrieben.

Wir wissen nichts von deren Beziehung. Wir wissen nicht wie ihr Alltag ist, wie ihr Partner ist, wieviel die beiden zusammen machen, wie sehr sie emotional verbunden sind etc.

Ohne dieses Wissen kann doch niemand beurteilen, ob das nun eine Ausrede ist oder sie tatsächlich einfach dieses Gefühl hat. Und was ist daran schlimm dieses Gefühl zu haben? Wichtig wäre für sie herauszufinden warum das so ist. Und wichtig wäre es ebenfalls, wenn ihr Partner ihr dann zuhört ohne Wertung, sondern einfach erstmal akzeptiert, dass dieses Gefühl da ist und dann gemeinsam daran zu arbeiten - egal wie die Lösung aussieht...

Das muss ja nicht zwangsweise auf eine Trennung hinauslaufen oder dass sie die Beziehung öffnen müssen 🤷‍♀️

Off-Topic:
Ich finde es sogar für gesund, wenn sich jemand immer mal wieder (nicht immer) fragt, ob er mit demjenigen zusammen ist, weil er ihn liebt ode aus Gewohnheit. So entscheidet sich derjenige jedes mal auf neues aktiv für oder gegen die Beziehung. Ich finde das ehrlich gesagt nicht so abwegig sich so etwas zu fragen 🤷‍♀️
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:

banane0815 banane0815 Das meint doch echt niemand böse - aber wusstest du wirklich nicht, dass "der Spatz in der Hand" so negativ konnotiert ist? Das ist aktives Sehnen nach etwas Besserem... hast du wahrscheinlich nicht so gemeint, aber das liesse sich ja (ohne Metaphern) leicht klären.
Ich habe dieses Sprichwort bisher überwiegend positiv konnotiert gehört: Als Akzeptanz eines guten, aber nicht perfekten Zustandes im Gegensatz zum höchstwahrscheinlich erfolglosen Streben absoluter Perfektion. Und ich glaube, damit hat sich dieses Missverständnis schon zum großen Teil geklärt.
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Naja nur weil jemand monogam lebt heißt es nicht, dass die Beziehung monoton ist. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.
Davon war auch nie die Rede. Ganz im Gegenteil emotional kann man auch sehr monoton Leben, egal in welcher Beziehungsform man lebt.
Gewohnheit ist ja auch nicht schlimmes. Es wird erst kritisch, wenn das der einzige Grund ist, warum ich mit dem Partner zusammen bin. Da ist doch die Beziehungsform vollkommen egal? Wenn ich eine offene Beziehung habe und mit meinem Partner nur aus Gewohnheit zusammen bin, aber uns sonst nichts verbindet, kann ich mich ja trotzdem fragen, ob ich etwas verpasse? :what:

Ich versteh ehrlich gesagt nicht, warum sich einige jetzt auf Monogamie einschießen und diese mit Monotonie gleichsetzen :what:
Aber wieso sollte denn Gewohnheit nicht verbinden? Ist es nicht die Gewohnheit die einen Nachts nicht schlafen lässt, wenn der Partner einmal nicht da ist, obwohl er/sie jede Nacht ganze Wälder abholzt?!
Ist es nicht Gewohnheit immer die gleiche "Küche" zu genießen?
Off-Topic:
Sowohl das Kochen, weil es einen leichter von der Hand geht, als auch das Essen was einem am meisten aus Gewohnheit schmeckt?!

Ist es nicht Gewohnheit ganze Tätigkeiten im Alltag erledigen zu können, ohne sich dessen bewusst sein zu müssen?!
Off-Topic:
Da wird der Herd automatisch ausgeschaltet, die Tür abgeschlossen und das Licht zielsicher im dunkeln eingeschaltet, weil man sich daran gewöhnt hat. Versuch das man in einer fremden Wohnung zielsicher ohne nachdenken zu erledigen, es wird dir nicht gelingen.

So ist es doch auch beim Partner, aus Gewohnheit, weis man was der Andere mag und findet selbst daran gefallen, weil es zur Gewohnheit wurde und sich so damit besser arrangieren/anfreunden kann?!

Beachte ich habe bis hierhin keinesfalls von monogamen oder monotonen Sex geredet und auch die Beziehungsform ist dabei vollkommen egal. Da bin ich auch bei deiner Argumentation, aber Gewohnheit verbindet sehr wohl! Aber wieso wird diese Verbundenheit, als schlecht angesehen, wenn man das kleine Wörtchen "nur" voranstellt?

Nur aus Gewohnheit kann ich Nachts nicht schlafen... Nur aus Gewohnheit gibt es immer die gleiche Küche... Nur aus Gewohnheit überstehe ich den Alltag ohne Nachdenken zu müssen... Nur aus Gewohnheit mag ich die gleichen Sachen wie mein Partner und finde daran gefallen???

Off-Topic:
Und schon ist man bei:
Fände ich raus, dass ich "nur" der Spatz bin, würde ich die Beziehung beenden. Ich möchte nicht die x-te Wahl sein, sondern die erste und die einzige. Wäre er "nur" der Spatz, dann hätte ich damals die Beziehung beendet, denn dann ist er schlichtweg nicht mehr meine erste Wahl.
Hattest du denn eine Wahl? Oder hast du dich auch "nur" an den süßen, kleinen Spatz gewöhnt?
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Woran machst du das fest? Ich mein, das ist jetzt nicht grade viel, was der TS geschrieben hat und dann ist es noch nicht mal von der Person direkt selber geschrieben.
Oh das wollte und will ich dem TS gar nicht unterstellen, ich greif nur die Äußerungen der fleißigen Schreiber auf und wie ich diese interpretiere.
Wir wissen nichts von deren Beziehung. Wir wissen nicht wie ihr Alltag ist, wie ihr Partner ist, wieviel die beiden zusammen machen, wie sehr sie emotional verbunden sind etc.

Ohne dieses Wissen kann doch niemand beurteilen, ob das nun eine Ausrede ist oder sie tatsächlich einfach dieses Gefühl hat. Und was ist daran schlimm dieses Gefühl zu haben? Wichtig wäre für sie herauszufinden warum das so ist. Und wichtig wäre es ebenfalls, wenn ihr Partner ihr dann zuhört ohne Wertung, sondern einfach erstmal akzeptiert, dass dieses Gefühl da ist und dann gemeinsam daran zu arbeiten - egal wie die Lösung aussieht...
Wieso? Welche Lösung gibt es denn ohne das "Sicherheits- Gefühl" oder die "Gewohnheit" zu verletzen?
Das muss ja nicht zwangsweise auf eine Trennung hinauslaufen oder dass sie die Beziehung öffnen müssen 🤷‍♀️
Gut was Schlägst du denn vor, außer "nur" darüber zu Reden, herauszufinden warum das so ist und es einfach "ohne Wertung" "nur" zu akzeptieren?
Off-Topic:
Übrigens habe ich ab jetzt ein neues Lieblingswort: "NUR"

Off-Topic:
Ich finde es sogar für gesund, wenn sich jemand immer mal wieder (nicht immer) fragt, ob er mit demjenigen zusammen ist, weil er ihn liebt ode aus Gewohnheit. So entscheidet sich derjenige jedes mal auf neues aktiv für oder gegen die Beziehung. Ich finde das ehrlich gesagt nicht so abwegig sich so etwas zu fragen 🤷‍♀️
Sich das hin und wieder zu fragen, ist sicherlich ein guter Ansatz, allein um sich Bewusst zu machen was für Gewohnheiten einen verloren gehen, wenn man den Partner nicht mehr hat. Aber das ist doch keine Frage des Gegensatzes, ob dies Einem aus Liebe ODER nur aus Gewohnheit fehlen würde, denn da gibt es keinen Unterschied.

Denn Liebe ist die Gewohnheit und die Sicherheit. Im Gegensatz zu dem sich verlieben, was das Neue und die unsichere Achterbahn der Gefühle ist. Die Kunst ist doch diesen Spagat hinzubekommen, sowohl bei Monogamie, sich trotz der Liebe immer wieder neu in den gleichen Partner zu verlieben. Und bei anderen Beziehungsformen, sowohl die Liebe also auch das sich verlieben sicher unter einen Hut zu bekommen, ohne das der feste Partner "nur" die schlechtere Wahl wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer181422 

Klickt sich gerne rein
Selten so einen schönen Absatz gesehen:
Denn Liebe ist die Gewohnheit und die Sicherheit. Im Gegensatz zu dem sich verlieben, was das Neue und die unsichere Achterbahn der Gefühle ist. Die Kunst ist doch diesen Spagat hinzubekommen, sowohl bei Monogamie, sich trotz der Liebe immer wieder neu in den gleichen Partner zu verlieben. Und bei anderen Beziehungsformen, sowohl die Liebe also auch das sich verlieben sicher unter einen Hut zu bekommen, ohne das der feste Partner "nur" die schlechtere Wahl wird.
und.. NEIN!

Ich weiß was du meinst, aber du irrst dich.

Liebe darf niemals Gewohnheit sein. In dem Moment, wo sie dieses ist, ist es keine Liebe mehr.
Liebe bedarf einer stetigen Anstrengung. In dem Moment, wo du von Selbstverständlichkeiten ausgehst, hört Liebe auf. Liebe hat keine Selbstverständlichkeiten.

Wovon du sprichst ist eine tief empfundene Gemeinsamkeit. - Das hat jedoch häufig so überhaupt nix mit Liebe zu tun.
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
NICHT zitieren, das werd ich definitiv wieder löschen.
Wieso? Welche Lösung gibt es denn ohne das "Sicherheits- Gefühl" oder die "Gewohnheit" zu verletzen?
Gut was Schlägst du denn vor, außer "nur" darüber zu Reden, herauszufinden warum das so ist und es einfach "ohne Wertung" "nur" zu akzeptieren?
Also mal ehrlich, ist doch logisch, dass die beiden dann daran arbeiten müssen. Ich mein, das erste ist zu analyisieren, was das Problem ist, das zweite wäre dann zu analyisieren welche Lösungen es gäbe und das dritte wäre diese umzusetzen.

Was das genaue Problem ist, muss sie ja selber rausfinden. Das musste ich damals auch selber rausfinden. Wieso hatte ich damals so ein starkes Gefühl, dass ich etwas verpasse? Das lag im Endeffekt nicht daran, dass ich jemand anderen wollte oder das mir der Sex mit anderen Männern fehlte - das war schlicht und ergreifen nur das oberflächliche Ergebnis von einem tieferliegenden Problem. Nämlich dass wir wirklich nur noch so daherleben. Es gab den Alltag und das wars. Da war nichts. Wir als Paar erlebten 0. Und das kann man nicht lösen, indem man die Beziehung öffnet. Das kann man aber auch anders lösen als zu sagen "Tja, jetzt beende ich die Beziehung". Also ja, es gibt zwischen den beiden Varianten je nach Problem zich Lösungsansätze. Hinzu kam noch generell seine Einstellung. Das Gefühl, das er vermittelt "Dich hab ich schon, da muss ich mich nimmer anstrengend". Ja man ist gewöhnt, ja das ist nichts schlimmes, aber es ist verdammt nochmal schlimm, wenn der Partner einen als selbstverständlich wahrnimmt. Auch in einer langjährigen Beziehung müssen beide sich anstrengen...

Welche Lösungen gibt es? Das kann ich schlecht nur mit mir ausmachen. Ja ich kann und sollte mir vorab überlegen, welche Lösungen ich gut finde, welche es gäben könnte. Aber letzt endlich muss das zwingend mit dem Partner besprochen werden. In einem Dialog. So löst man Probleme, die nicht nur binär sind.

Und als letzten Schritt muss das Paar das auch umsetzen. Es bringt nämlich nichts, einfach zu sagen "Yua wir nehmen Lösungsvariante A" und dann kommt nichts. Da müssen beide hinter sein und an der Beziehung arbeiten. Sodass beide dann mit der Beziehung wachsen. In meinem Fall versuchen wir zumindest am Samstag etwas zusammen zu machen. Das mit Corona bissel blöd, aber wir gehen dann wandern oder spielen gemeinsam Brettspiele. Also bewusst Zeit zu zweit nehmen und bewusst zu zweit etwas erleben. Bewusst zu zweit Erinnerungen zu schaffen. Er ist damit auch happy, denn er merkt, dass das ein massiv positiven Einfluss auf unsere Beziehung hat und was auch er eigentlich verpasst hatte.

Ich dachte ehrlich gesagt es wäre klar, dass je nach Problem es verschiedene Lösungswege gibt und das diese auch durch Reden erst erarbeitet werden muss. Finde deine Frage ziemlich erschreckend. Ich sagte auch nie, dass jemand es "nur" akzeptieren muss. Ich sagte immer, sie muss überhaupt wissen, was das Problem ist und anhand dessen kann sie entscheiden. Also bitte, an einer Beziehung muss jeder arbeiten und Probleme gehören angesprochen. Aber es ist auch ein Dick Move zum Partner zu gehen und zu sagen "Mich stört die Gewohnheit" ohne klar benennen zu können, was fehlt.

Wenn sie partou nicht drauf kommt, was ihr fehlt oder was sie bräuchte, um in der Beziehung wieder glücklicher zu sein, dann wäre eine Trennung vermutlich sinnvoll. Denn dann kann es eigentlich nimmer besser werden - logischeweise.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer172677  (40)

Sehr bekannt hier
Aber wieso wird diese Verbundenheit, als schlecht angesehen, wenn man das kleine Wörtchen "nur" voranstellt?

Und wenn Du das „nur“ mit „ausschließlich„ ersetzt? Verstehst Du dann, warum so viele hier das ablehnen?
Damit ist dann doch gemeint, dass das einzige, was von der Verbundenheit übrig geblieben ist, die Gewohnheit ist, der ganze Rest, die Liebe, die Verliebtheit, die Anziehung, die Intimität..sind auf der Strecke geblieben.
 

Benutzer172046 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:

Liebe bedarf einer stetigen Anstrengung. In dem Moment, wo du von Selbstverständlichkeiten ausgehst, hört Liebe auf. Liebe hat keine Selbstverständlichkeiten.
Wenn Beziehungen immer anstrengend wären, hätte die doch kein Mensch freiwillig.
Liebe hat für mich auch ziemlich viele Selbstverständlichkeiten. Ich vertraue dem Partner, kann mich auf ihn verlassen - natürlich werden dann gewisse Dinge selbstverständlich.
Wenn ich jemanden liebe, dann ist es für mich absolut 100% selbstverständlich, für die Person da zu sein, ihr einen Platz in meinem Leben freizuhalten und auf sie Rücksicht zu nehmen. Dass man sich streiten kann und darf und sich wieder verträgt, weil man trotzdem gemocht wird.
Dass ich jemanden liebe, ist vielleicht nicht selbstverständlich, aber ich liebe jemanden für seine Art und seinen Umgang mit mir, nicht dafür, dass er sich so anstrengt.


Das größte "Problem" das ich sehe, wenn man ewig in der ersten Beziehung bleibt, ist, dass man sich verändert. In der ersten Beziehung hat man wenig "Richtwerte", was man braucht und möchte, woran man arbeiten kann und womit man sich arrangieren muss (auch wenn man vllt. schon Vorstellungen dazu hat). Dazu kommt, und das gilt wohl für alle längeren Beziehungen, aber je jünger desto mehr, dass man sich verändert durch die Erfahrungen, die man macht. Und wenn sich beide da nicht in passende Richtungen entwickeln, lebt man sich auseinander. Da muss man dann entweder viel kommunizieren und gemeinsam erleben, oder man hat einfach das "Glück" dass man sich halt passend verändert und es weiterhin passt. Was das angeht bin ich jedenfalls gespannt, wie es mit meiner ersten Beziehung so weitergeht.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren