Quälen Euch ab und zu Zweifel weil Ihr immer noch mit der ersten und einzigen Liebe zusammen seid?

Benutzer182163  (49)

Ist noch neu hier
. . . ich hab' da eine Bekannte und die hat folgendes Problem . . .

Na ja, "Problem" kann man es nicht nennen. Aber ich unterhalt mich da mit einer Kollegin von mir, die schon seit vielen Jahren mit ihrer "Sandkasten-Liebe" verheiratet ist. Sie und er hatten nie jemanden anderen, die gesamte Kindheit, die Jugendzeit und jetzt im Erwachsenen Alter hindurch als Partner kennengelernt.

Ihr könntet ja nun sagen, daß das schon so in Ordnung geht. Wenn's paßt, dann paßt's! Ist doch super!

Aber hier liegt eben der Haken! Von Ihr weiß ich, daß sie nun eben so lange zusammen sind, daß sie es sich garnicht mehr anders vorstellen kann. Und nun, im Alter von Mitte vierzig, kommen Ihr Gedanken oder Zweifel, ob das nun wirklich "Liebe" ist oder doch nur "Gewohnheit", was sie zusammenhält.

Es gibt zwischenzeitlich Kerle, die sie anziehend und attraktiv findet. Aber es kommt ihr manchmal vor wie in einer Ameisen-Straße: Sie traut sich ihre vertrauten Pfade garnicht mehr zu verlassen, weil sie noch nie diese verlassen hat. Und diese Tatsache wiederum quält sie . . . nicht immer . . . aber wohl immer wieder und immer öfter.

  • Kennt Ihr sowas?
  • Gibt es Euch, die sich von Anfang an und für immer nur auf diesen einen Menschen konzentrieren?
  • Quälen Euch auch mal Zweifel, ob's nicht Gewohnheit geworden ist? Trägheit? Ist-halt-so Gefühl?
  • Fühlt Ihr Euch den anderen gegenüber manchmal "benachteiligt", weil sie viel mehr unterschiedliche Erfahrungen ausprobiert haben, bevor sie sich entschieden haben?

Danke für Eure offene Antwort
Mike
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Ich denke, ja.
Er hatte vor mir eine virtuelle Beziehung, die richtige "echte" war/ist mit mir. Wir kennen uns aber nicht seit dem Sandkasten sondern haben uns mit uff... ca. 17 bzw. er 19 gefunden.
Ich hatte vor ihm schon ein paar "Beziehungn", aber auch nicht wirklich - naja - auf dem Level wie eben unsere Beziehung 🤷‍♀️ Es waren mehr "kindlichere" Beziehung - bitte versteht das nicht im falschen Kontext. Eben Teenie mäßig.

Ich glaube nicht, dass er da sich quält. Er war/ist nicht an anderen Frauen interessiert - ich halte das aber auch für eine Ausnahme. Und wenn ich ihm glauben kann, dann ist er nicht aus Gewohnheit mit mir zusammen.

Ich frag mich immer mal wieder ob es Gewohnheit, Liebe oder was auch immer ist, weswegen wir zusammen sind. Wir reden da offen drüber, wie jeder von uns das sieht etc. Ich denke nicht, dass ich aus Gewohnheit mit ihm zusammen bin. Für mich spielt aber Gewohnheit auch rein in die Liebe, immerhin ist man einfach nach einer Zeit an den anderen gewöhnt? Allerdings gibt es noch andere Faktoren, Dinge die ich an ihm schätze, Dinge die ich an ihm liebe, Dinge die ich bei ihm nicht so kritisch sehe, bei anderen würde es mich in den Wahnsinn treiben 🤷‍♀️

Wirklich gequält hat es mich nur in der Zeit, in der unsere Beziehung in einer gewaltigen Schieflage war. Da hatte ich auch offen die Gedanken zu einer Trennung ausgesprochen. Aber yua offensichtlich habe ich mich nicht getrennt. Es ist nicht alles super, aber es ist deutlich besser geworden.

Ob ich mich benachteiligt fühle? Manchmal. Auf der anderen Seite habe ich einen Mann an meiner Seite, der mir meistens zuhört, der mich immer unterstützt, für den ich das ein und alles bin. Ich hätte die Zeit mit ihm eintauschen müssen, um in der Zeit Erfahrungen mit mehreren Männern sammeln zu können. Das möchte ich nicht, die Zeit mit ihm war vielleicht nicht immer rosig, aber sie ist etwas besonderes, für das ich dankbar bin.

Und ich bin wahrlich nicht oft dankbar für Dinge 🤷‍♀️

Was mir bis jetzt immer geholfen hat bei der Frage "Ist es Gewohnheit oder Liebe" war mir eine Liste zu schreiben.
Warum liebe ich ihn? Was schätze ich an ihm? Wieso lohnt es sich bei ihm zu bleiben?
Dabei ganz konkret aufschreiben, was man schätzt, was er einen gibt, was ihn so besonders macht.
Nicht einfach nur "naja ich liebe ihn halt".

Außerdem konnte ich mit solchen Sachen immer zu ihm kommen. Sicher war das nicht immer schön für ihn, aber er kann sich immer drauf verlassen im Zweifel mach ich den Mund auf und rede mit ihm. Das z.B. schätzt er an mir.
 

Benutzer178725 

Sorgt für Gesprächsstoff
Also ich bin noch um einiges jünger als deine Freundin und habe bisher auch noch meinen ersten Partner/meine erste Beziehung. Wenn mich da mal Ängste oder Sorgen quälen dann nur wegen solcher Fragen von außerhalb. XD Ich selbst find es nur Schade das ich dieses ganze Dating nicht so mitbekommen habe wie es immer von allen kommuniziert wird. ABER da überwirkt dann doch der Vorteil das ich kein ständiges hin und her hab und mir vielleicht zu Oft Hoffnungen mache.

Grundsätzlich lassen mich wie gesagt nur die Kommentare von außerhalb zweifeln, wobei diese meist von Personen mit nicht gut laufenden Beziehungen kommen oder von denen ich weiss sie sind unglücklich Single. Da kommen Aussagen wie "Ja du kannst doch gar nicht sagen ob deine Beziehung oder euer Sexleben passt, wenn du nicht vergleichen kannst." oder "Du weisst eh nicht wie das richtig ist, weils bei dir ja nie anders war da hast du gar keine Erfahrungen oder Einblicke in Beziehungen" oder (zuletzt xD) " Das wird ja eh bald vorbei sein mit euch ist ja nur die Einstiegsbeziehung für dich // Lass es doch einfach mit der Beziehung sein wenn dich mal was stört ist ja eh nur die erste"

Irgendwie suverieren einen viele das die erste Beziehung keine echte ist, einen viel verloren geht und das sowieso auf Dauer im Unglück endet. Das gibt einem dann eher den Anlass als von alleine darauf zu kommen und dran zu denken...

Von Alleine kam mir die Sorge bisher nicht
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Irgendwie suverieren einen viele das die erste Beziehung keine echte ist, einen viel verloren geht und das sowieso auf Dauer im Unglück endet.
Off-Topic:
uhm, ich glaub, dass hat auch stark mit dem Umfeld zu tun. Ich habe bis jetzt entweder Bewunderung, Glückwünsche oder Anerkunnung. Bis jetzt hat sich erst einer "negativ" geäußert, allerdings eher in Richtung "ohne Heirat ist es keine richtige Beziehung". Kann man so sehen, aber juckt mich auch nicht.

Ich denke, Leute die so reden, sind einfach massiv eifersüchtig. Ansonsten gibt es keinen Sinn so daher zu reden 🤷🏻‍♀️
 

Benutzer171320 

Verbringt hier viel Zeit
Mein Ex hatte auch immer das Gefühl etwas zu verpassen. Ich nicht.... Somit kann ich es nicht nachvollziehen.

Lustigerweise wollte er sich auslebenn und ich Habs getan :grin:

Ich denke, dass sind Leute, die immer denken, es könnte ja noch was besseres kommen. Die kann man als Partner nicht happy machen.
 

Benutzer180757  (46)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich denke, dass sind Leute, die immer denken, es könnte ja noch was besseres kommen.
Nach meinem Eindruck hat diese Einstellung in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Sicher begünstigt durch tatsächlich neue Möglichkeiten sowie rückläufige Abhängigkeiten und moralische Eingrenzungen. Dazu sind große Teile unseres Daseins auf Optimierung und immer neue (Konsum)erfahrungen ausgerichtet. „Du bist was Du erlebst“ sagt schon Konfuzius ..... äh Jochen Schweizer. 😉

Eine ältere Frau sagte neulich zugespitzt: viele haben heute mit 18 schon einige Partner und (sexuelle) Erfahrungen hinter sich gebracht, sind aber mit Mitte 20 dann oft ungewollt Single. Passt ganz sicher nicht für alle, aber in meinem Umfeld erstaunlich gut.
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Ich finde das Wort "Gewohnheit" zu abwertend. Ja, ich bin auch aus Gewohnheit mit meinem Partner zusammen, aber ich persönlich finde das nichts schlechtes. Ich liebe gewohntes. Ich mag es, oft die gleichen Dinge zu lesen, zu sehen, zu essen und an den gleichen Ort in den Urlaub zu fahren. Gewohnheit bedeutet für mich auch Geborgenheit, Sicherheit und ein gutes Gefühl.
Wo ist die Grenze zwischen Gewohnheit und Liebe - und kann es nicht auch beides gleichzeitig geben?

Ich würde eher andersherum fragen. Sind da noch genug Gefühle da für den Partner oder nicht?
Und auch hier rede ich bewusst von Gefühlen, denn Liebe ändert sich, wird mit den Jahren anders. Vielleicht verschwindet sie sogar und wird ersetzt von tiefer Zuneigung, Freundschaft und absolutem Verständnis füreinander?
Gefühle sind sehr komplex. Und was für den einen wichtig ist, kann für den anderen schon völlig unwichtig sein. Und was Liebe überhaupt ist, das beantwortet jeder anders.

Daher sollte sich deine Freundin wohl eher fragen, wie zufrieden sie mit dem Leben und ihrem Partner aktuell ist, ob sie etwas ändern möchte, ob sie glücklich ist. Ganz unabhängig von anderen Männern.
 

Benutzer96776 

Beiträge füllen Bücher
Nö leider kann ich da nicht mitreden, aber was ich mit ziemlicher Sicherheit sagen kann ist, dass ich mich wohl weitaus glücklicher schätzen würde als jetzt, würde ich noch mit meiner ersten großen Liebe liiert sein. Gesetzt dem Fall, es gäbe keine groben Probleme, die das (Weiter)führen einer Beziehung schwer bis unmöglich machen.

Ich kann den Gedanken deiner Bekannten zwar durchaus nachvollziehen, und klar spielt sich in jeder Beziehung irgendwann der Alltag ein, und ja, bei manchen mag es sogar zu nem großen Teil die Gewohnheit sein, die einen zusammenhält.
Allerdings wäre für mich die Entscheidung, ob ich meinem langjährigen Partner, mit dem ich in all den Jahren schon durch dick&dünn gegangen bin, der mir Beständigkeit, Sicherheit, Geborgenheit und bestimmt auch noch so viel mehr bietet, gegen den Zauber des Anfangs und das anfängliche aufregende Kribbeln, welches mir ein neuer Typ ggf. bieten könnte tauschen würde, glasklar.
Auf der anderen Seite ist das Gras nicht immer grüner, und von daher würde ich mich im Zweifel immer für die Beständigkeit entscheiden und nicht für ein paar Monate Bauchkribbeln und einen Höhenflug der Gefühle, der nachher viel schneller endet, als einem lieb ist.
 

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden
Nein.

Wir genießen miteinander und ohne einander viele Freiheiten und das nicht nur in sexueller Hinsicht, dass ist vielleicht sogar das unwichtigste. Aber ich glaube schon, dass man das Gefühl füreinander so nicht verliert und ich freue mich immer nach Hause, zu ihm zu kommen und das kommunizieren wir so auch.

Durch Corona hat sich das tatsächlich ein bisschen verändert, nicht, dass wir nicht miteinander klar kommen wenn wir zuviel aufeinander hängen, aber es ist anders. Grad die Wochenenden haben wir mit ziemlicher Regelmäßigkeit getrennt voneinander verbracht. Jetzt müssen wir kreativer werden und mehr bemühen, dass der Alltag spannend bleibt. Nicht schlechter, nur anders.

Wenn man das Gefühl hat etwas zu verpassen, dann liegt es vermutlich eher in einem selbst, als am Gegenüber. Denn auch mit einer anderen Person wird irgendwann Alltag einkehren und sich dann jedesmal trennen, das werden wohl die wenigsten Personen tun. Und man selbst ist ja dafür verantwortlich, wie man sein Leben gestaltet. Man ist oder sollte, nicht abhängig vom Partner sein und sein Leben danach gestalten. Man kann auch allein Dinge erleben, die Welt ist kunterbunt und nicht schwarz weiß, entweder du bist Single oder in einer Beziehung. Dieser im Prinzip doch recht kleine Aspekt, kann einen großen Unterschied machen. Wenn ich mich mit meinem Partner langweile, dann tu ich es vermutlich auch ohne ihn. Vorausgesetzt, wir reden von einer gesunden Beziehung, wo eine Person die andere nicht über gewisse Maßen einschränkt. Wenn jemand etwas aus sich heraus möchte, dann tut sich etwas, wenn man das von einer anderen Person abhängig macht, bewegt sich wahrscheinlich nichts.

Nicht alle Gewohnheiten sind schlecht, sie bieten auch Sicherheit und Rückhalt. Vertrauen und sich verlassen können finde ich wichtig. Das würde mir bestimmt sehr fehlen.

Außerdem wäre ich in der Datingwelt hoffnungslos aufgeschmissen, da bin ich ganz realistisch.

Also wenn deine Bekannte darum grübelt, dann würde ich ihr empfehlen, die Hosen hoch zu ziehen und ans Werk zu gehen. Mehr Spannung ins Leben bringen, mehr Freude. Jeder ist seines Glückes Schmied.
 

Benutzer180856  (30)

Klickt sich gerne rein
Ich finde das Wort "Gewohnheit" zu abwertend. Ja, ich bin auch aus Gewohnheit mit meinem Partner zusammen, aber ich persönlich finde das nichts schlechtes. Ich liebe gewohntes. Ich mag es, oft die gleichen Dinge zu lesen, zu sehen, zu essen und an den gleichen Ort in den Urlaub zu fahren. Gewohnheit bedeutet für mich auch Geborgenheit, Sicherheit und ein gutes Gefühl.
Wo ist die Grenze zwischen Gewohnheit und Liebe - und kann es nicht auch beides gleichzeitig geben?

Ich würde eher andersherum fragen. Sind da noch genug Gefühle da für den Partner oder nicht?
Und auch hier rede ich bewusst von Gefühlen, denn Liebe ändert sich, wird mit den Jahren anders. Vielleicht verschwindet sie sogar und wird ersetzt von tiefer Zuneigung, Freundschaft und absolutem Verständnis füreinander?
Gefühle sind sehr komplex. Und was für den einen wichtig ist, kann für den anderen schon völlig unwichtig sein. Und was Liebe überhaupt ist, das beantwortet jeder anders.

Daher sollte sich deine Freundin wohl eher fragen, wie zufrieden sie mit dem Leben und ihrem Partner aktuell ist, ob sie etwas ändern möchte, ob sie glücklich ist. Ganz unabhängig von anderen Männern.
Ich habe zwar keine Erfahrung, aber ich glaube in der heutigen schnellebigen Zeit und stressigen Zeit, ist es glaub ganz gut, dass eine Partnerschaft eher etwas ist was auf Gewohntheit beruht als auf Änderungen, Unruhe, Stress...
 

Benutzer180856  (30)

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Nein.

Wir genießen miteinander und ohne einander viele Freiheiten und das nicht nur in sexueller Hinsicht, dass ist vielleicht sogar das unwichtigste. Aber ich glaube schon, dass man das Gefühl füreinander so nicht verliert und ich freue mich immer nach Hause, zu ihm zu kommen und das kommunizieren wir so auch.

Durch Corona hat sich das tatsächlich ein bisschen verändert, nicht, dass wir nicht miteinander klar kommen wenn wir zuviel aufeinander hängen, aber es ist anders. Grad die Wochenenden haben wir mit ziemlicher Regelmäßigkeit getrennt voneinander verbracht. Jetzt müssen wir kreativer werden und mehr bemühen, dass der Alltag spannend bleibt. Nicht schlechter, nur anders.

Wenn man das Gefühl hat etwas zu verpassen, dann liegt es vermutlich eher in einem selbst, als am Gegenüber. Denn auch mit einer anderen Person wird irgendwann Alltag einkehren und sich dann jedesmal trennen, das werden wohl die wenigsten Personen tun. Und man selbst ist ja dafür verantwortlich, wie man sein Leben gestaltet. Man ist oder sollte, nicht abhängig vom Partner sein und sein Leben danach gestalten. Man kann auch allein Dinge erleben, die Welt ist kunterbunt und nicht schwarz weiß, entweder du bist Single oder in einer Beziehung. Dieser im Prinzip doch recht kleine Aspekt, kann einen großen Unterschied machen. Wenn ich mich mit meinem Partner langweile, dann tu ich es vermutlich auch ohne ihn. Vorausgesetzt, wir reden von einer gesunden Beziehung, wo eine Person die andere nicht über gewisse Maßen einschränkt. Wenn jemand etwas aus sich heraus möchte, dann tut sich etwas, wenn man das von einer anderen Person abhängig macht, bewegt sich wahrscheinlich nichts.

Nicht alle Gewohnheiten sind schlecht, sie bieten auch Sicherheit und Rückhalt. Vertrauen und sich verlassen können finde ich wichtig. Das würde mir bestimmt sehr fehlen.

Außerdem wäre ich in der Datingwelt hoffnungslos aufgeschmissen, da bin ich ganz realistisch.

Also wenn deine Bekannte darum grübelt, dann würde ich ihr empfehlen, die Hosen hoch zu ziehen und ans Werk zu gehen. Mehr Spannung ins Leben bringen, mehr Freude. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Es freu mich das zu lesen.

In den Medien lese ich immer wieder von diesem sexuellen Exzess: Swinger-Club am Wochenende, BDSM-Treff am Mittwoch, Wochenende bei der Affäre und so weiter. Ich weiss nicht weshalb, eigentlich könnte es mir ja egal sein, aber irgendwie erfüllt mich dies mit Ekel, wenn ich das lese.

Ich freue mich dann sehr, wenn ich Menschen sehe, die sich nicht derart lieben. Nicht dass die Liebe derer Menschen schlechter wäre...
 

Benutzer180856  (30)

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Off-Topic:
uhm, ich glaub, dass hat auch stark mit dem Umfeld zu tun. Ich habe bis jetzt entweder Bewunderung, Glückwünsche oder Anerkunnung. Bis jetzt hat sich erst einer "negativ" geäußert, allerdings eher in Richtung "ohne Heirat ist es keine richtige Beziehung". Kann man so sehen, aber juckt mich auch nicht.

Ich denke, Leute die so reden, sind einfach massiv eifersüchtig. Ansonsten gibt es keinen Sinn so daher zu reden 🤷🏻‍♀️
Es ist doch schön, wenn du damit zufrieden bist. :herz:

So viel ich weiss, sind Trennung nicht gerade einfach für die Betroffenen. Insbesondere denke ich für Menschen im gestanden Alter 40-60, welche sich nach Jahren trennen. Habe schon oft gehört, dass hat Existenzen zerstört. Ich würde daher das was du hast als positiv bewerten a) weil es dir gut tut b) weil eine Trennung sicherlich immer sehr schwer ist.

LG
 

Benutzer174589 

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Es freu mich das zu lesen.

In den Medien lese ich immer wieder von diesem sexuellen Exzess: Swinger-Club am Wochenende, BDSM-Treff am Mittwoch, Wochenende bei der Affäre und so weiter. Ich weiss nicht weshalb, eigentlich könnte es mir ja egal sein, aber irgendwie erfüllt mich dies mit Ekel, wenn ich das lese.

Ich freue mich dann sehr, wenn ich Menschen sehe, die sich nicht derart lieben. Nicht dass die Liebe derer Menschen schlechter wäre...

Wir haben eine offene Beziehung und haben auch schon Clubs besucht und Dates gehabt.

Nur ist es mit Abstand das unwichtigste, was man teilen oder getrennt erleben kann.

Der im Eingangspost beschriebene Ego Push, ist vielleicht recht kurzweilig, aber das war es dann auch. Es ist unbedeutend, es ist ein bisschen Bauchpinselei, ein bisschen Sex. Es bringt einem im gemeinsamen Leben nichts nachhaltiges und im eigenen auch nicht.

Das ist einfach nur, wie sich auf einer Party die Kante zu geben.
Ob es wirklich nötig ist? Nein
Ob es manchmal Spaß macht? Hell, yeah.
Aber von der Party hab ich längerfristig was, weil ich mit Menschen Zeit genossen habe, die ich liebe. Der Sex ist am nächsten Tag wieder vorbei und die Bekanntschaft danach so unbedeutend wie davor. Ich erinnere mich nicht mal an Namen. Nicht weil ich so ein ekelhafter, oberflächlicher Mensch bin, sondern weil es einfach nicht relevant ist und an Bedeutung verliert, sobald man die Tür einmal durchschritten hat.

Das Bohei, das darum gemacht wird, erschließt sich mir nicht.
 

Benutzer180856  (30)

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Wir haben eine offene Beziehung und haben auch schon Clubs besucht und Dates gehabt.

Nur ist es mit Abstand das unwichtigste, was man teilen oder getrennt erleben kann.

Der im Eingangspost beschriebene Ego Push, ist vielleicht recht kurzweilig, aber das war es dann auch. Es ist unbedeutend, es ist ein bisschen Bauchpinselei, ein bisschen Sex. Es bringt einem im gemeinsamen Leben nichts nachhaltiges und im eigenen auch nicht.

Das ist einfach nur, wie sich auf einer Party die Kante zu geben.
Ob es wirklich nötig ist? Nein
Ob es manchmal Spaß macht? Hell, yeah.
Aber von der Party hab ich längerfristig was, weil ich mit Menschen Zeit genossen habe, die ich liebe. Der Sex ist am nächsten Tag wieder vorbei und die Bekanntschaft danach so unbedeutend wie davor. Ich erinnere mich nicht mal an Namen. Nicht weil ich so ein ekelhafter, oberflächlicher Mensch bin, sondern weil es einfach nicht relevant ist und an Bedeutung verliert, sobald man die Tür einmal durchschritten hat.

Das Bohei, das darum gemacht wird, erschließt sich mir nicht.
Vorab: ich judge niemanden. Und vll. wird das auch in den Medien bzw. Dokumentationen nur sehr inszeniert und übertrieben dargestellt. Aber es wirkt so als sei der Sex an sich/der Orgasmus mit anderen und so weiter die Essenz deren Glück...(vll wirkt es auch nur so weil es falsch dargestellt wird)...oder als wäre es die Lösung ihrer Beziehungsprobleme gewesen. Ich weiss nicht recht aber die Zärtlichkeit mit jemanden sexuelle zu verkehren, ist ja nur einer von so vielen Zärtlichkeiten in einer Beziehung. Ich persönlich empfände diese Zärtlichkeit als nicht derart wichtig, alsdass ich mir einen derartigen Termin-Kalender einrichten könnte :grin: zu mal ich gar nicht so viel Zeit hätte. Betonung auf diese Zärtlichkeit. Eben es gibt ja so viele andere Zärtlichkeiten in einer Beziehung....

Aber diese Menschen sind ja immerhin der beste Indikator für deren Gefühle. Scheinbar fühlen und denken sie so bzw. ich würde wenn ich in ihrer Haut stecken wrüde, wahrscheinlich genau so danach trachten, nach dieser Art von Sexualität
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer163532  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Quälen Euch auch mal Zweifel, ob's nicht Gewohnheit geworden ist? Trägheit? Ist-halt-so Gefühl?
Nö.
Ich sehe in Gewohnheit allerdings nichts Schlechtes, also nicht an sich. Und ich trenne diese auch nicht grundsätzlich von der Liebe.
Ist doch etwas Schönes, sich so vertraut zu sein. Das macht für mich einen großen Teil der Liebe aus.
Ich halte es aber auch für unrealistisch, in langjährigen Beziehungen jeden Tag "Feuerwerk" zu erleben. Und ich möchte das auch gar nicht.

Trägheit hingegen sehe ich schon als Gefahr. Aber dies grundsätzlich in längeren Beziehungen. Man darf nicht verlernen, sich um den Anderen zu bemühen.

Fühlt Ihr Euch den anderen gegenüber manchmal "benachteiligt", weil sie viel mehr unterschiedliche Erfahrungen ausprobiert haben, bevor sie sich entschieden haben?
Null. Echt nicht.
Mir fehlt die Erfahrung (völlig nüchtern und nicht emotional gemeint), mich mit mehreren Menschen ausprobiert zu haben, der anderen Seite fehlt die Erfahrung, früh das Gefühl, angekommen zu sein, empfunden und es nicht mehr verloren zu haben.
Es gibt zudem auch verschiedene Lebensentwürfe, verschiedene Bedürfnisse. Ich bin jedenfalls ganz glücklich und dankbar, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist.
 

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden
Und vll. wird das auch in den Medien bzw. Dokumentationen nur sehr inszeniert und übertrieben dargestellt.

Sex sells.

Aber es wirkt so als sei der Sex an sich/der Orgasmus mit anderen und so weiter die Essenz deren Glück...(vll wirkt es auch nur so weil es falsch dargestellt wird)...oder als wäre es die Lösung ihrer Beziehungsprobleme gewesen.

Gibt Leute, die suchten diese Art der Aufmerksamkeit und bauen sich ihr Selbstbewusstsein darauf auf.
Liest man auch hier ja viel. Ist okay, nicht so meine Baustelle, man sollte sich nur im klaren darüber sein, dass das nicht lang und nicht gut funktioniert.

Und schon kommt man von einem einzelnen Part, wieder zu zwei Menschen, deren Miteinander (scheinbar) wieder besser funktioniert. Deshalb setze ich es jetzt mal nicht OT, weil es meine These im Prinzip stützt, dass auch in einer Beziehung, jeder für sich selbst zuständig ist. Will ich, dass sich was ändert, verbessert, erhalten, muss ich mich bewegen.
 

Benutzer180856  (30)

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Gibt Leute, die suchten diese Art der Aufmerksamkeit und bauen sich ihr Selbstbewusstsein darauf auf.
Liest man auch hier ja viel. Ist okay, nicht so meine Baustelle, man sollte sich nur im klaren darüber sein, dass das nicht lang und nicht gut funktioniert.

Und schon kommt man von einem einzelnen Part, wieder zu zwei Menschen, deren Miteinander (scheinbar) wieder besser funktioniert. Deshalb setze ich es jetzt mal nicht OT, weil es meine These im Prinzip stützt, dass auch in einer Beziehung, jeder für sich selbst zuständig ist. Will ich, dass sich was ändert, verbessert, erhalten, muss ich mich bewegen.
Bis zu einem gewissen Grad rührt das "nach diesen Aufmerksamkeiten tachten" von jenem Bedürfnis der Menschen, das uns nun Mal nach jenen Phänomen sehnen lässt: französische Küsse, sexueller Verkehr, Dates, Partnerschaften und so weiter. Welche Zärtlichkeiten und in welcher Dosis man sie braucht, um sein Bedürfnis zu befriedigen, sollte jedem selber überlassen sein. Wie du denke ich, gibt es objektiv "schlechte" Dosierungen, welche nicht nachhaltig sind. Zumindest meine Meinung.

Dein Beitrag ist aber sehr wertvoll, da du ja selber die Erfahrung machen durftest, diesen sexuellen "Exzess" zu erleben und dir darüber sagen wir mal eine gute sachliche Meinung darüber bilden kannst, inwiefern es Bedeutung hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer174836 

Verbringt hier viel Zeit
Gibt es Euch, die sich von Anfang an und für immer nur auf diesen einen Menschen konzentrieren?
Ja.

Quälen Euch auch mal Zweifel, ob's nicht Gewohnheit geworden ist? Trägheit? Ist-halt-so Gefühl?
Nein. Ich bin nicht neurotisch genug für derartiges Zwangsgrübeln.

Es fühlt sich gut an und somit ist es gut. Aus. Zerdenken macht unglücklich, in allen Lebensbereichen.

Fühlt Ihr Euch den anderen gegenüber manchmal "benachteiligt", weil sie viel mehr unterschiedliche Erfahrungen ausprobiert haben, bevor sie sich entschieden haben?
Nein. Wenn überhaupt, dann fühle ich mich eher überlegen, weil ich schon beim ersten Versuch ins Schwarze getroffen habe.

Und nun, im Alter von Mitte vierzig, kommen Ihr Gedanken oder Zweifel, ob das nun wirklich "Liebe" ist oder doch nur "Gewohnheit", was sie zusammenhält.
Dann liegt das Problem aber an der mangelhaften Beziehungspflege, nicht an der Dauer oder Exklusivität. Den anderen solange für selbstverständlich zu betrachten bis es sich zu einer Gewohnheitssache zerleppert kommt auch und gerade in kurzfristigen, flatterhaften Beziehungen vor.
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Und man selbst ist ja dafür verantwortlich, wie man sein Leben gestaltet.
Das finde ich sehr wichtig. 👍

Ich habe zwar keine Erfahrung, aber ich glaube in der heutigen schnellebigen Zeit und stressigen Zeit, ist es glaub ganz gut, dass eine Partnerschaft eher etwas ist was auf Gewohntheit beruht als auf Änderungen, Unruhe, Stress...
Nö, Gewohnheit alleine macht keine glückliche Beziehung aus. Bin ich ausschließlich aus Gewohnheit mit meinem Partner zusammen, würde ich davon ausgehen, dass ich mich selbst irgendwo aufgegeben habe 🤷‍♀️ Aber vermutlich hätte ich dann im Leben sonst auch nichts. Dafür gibts ja genug Beispiele.

Wenn sie sich das fragt, dann ist ja offensichtlich etwas verloren gegangen in der Beziehung. Ist nun die Frage, ob sie sich einfach bewusst machen muss, was sie hat oder ob der Partner nimmer passt oder ob der Partner sie als "zu selbstverständlich" wahrnimmt.
Dafür gibts zich Gründe, warum eine Beziehung nichts weiter hat als "Gewohnheit".

Wie einige hier sagten, Gewohnheit perse ist nicht schlecht. Hat die Beziehung aber nichts mehr außer der Gewohnheit, ist die Frage durchaus berechtigt, ob das wirklich noch das wahre ist 🤔
 

Benutzer70365 

Verbringt hier viel Zeit
In den Medien lese ich immer wieder von diesem sexuellen Exzess: Swinger-Club am Wochenende, BDSM-Treff am Mittwoch, Wochenende bei der Affäre und so weiter. Ich weiss nicht weshalb, eigentlich könnte es mir ja egal sein, aber irgendwie erfüllt mich dies mit Ekel, wenn ich das lese.
Kann ich nicht nachvollziehen. Du glaubst doch nicht dass es dabei immer nur um Sex geht? Wenn du lange Zeit in diesen Communities unterwegs bist, findest du dort Freunde und Bekannte (wie bei anderen Hobby auch). Ob du dich mit denen im Kaffeehaus oder im BDSM Club triffst, ändert manchmal nicht viel. Sex kommt natürlich vor, wenns passt. Würde es nur darum gehen, gingen wir vielleicht einmal im Monat .. auch das Swingen verliert mit der Zeit etwas seinen Reiz, ist nichts so besonders mehr.

Ich finde es in langen Beziehungen schön Freiräume zu haben, für mich das beste aus beiden Welten. Ich vermisse genau gar nichts, das ist kein entweder oder.

...oder als wäre es die Lösung ihrer Beziehungsprobleme gewesen.
Ich kann dir sagen, es bereichert unsere Beziehung wenn wir gemeinsam auf Aufriss gehen, dies oder das erleben. Das können aber auch andere Hobbies, dieses braucht halt viel Vertrauen und Offenheit. Wenn jemand schon die Krises bekommt, wenn sein Partner jemanden nur ansieht, der ihm gefällt, dann wäre sowas undenkbar. Zum zweiten lässt es dieses Gefühl, etwas zu vermissen, gar nicht aufkommen und es sorgt für Abwechslung.

Will man dieses frisch verliebt sein noch mal (mit einem anderen Menschen) erleben, dann ist auch das keine Lösung, man muss sich aber bewusst sein, dass auch da wieder mit der Zeit die Gewohnheit kommt und irgendwann kommt man dorthin, wo man heute ist.

Alltag in so einer eingespielten Beziehung, das ist wie die Fahrt auf einer geraden, flachen Strecke. Was Neues ist dagegen eine Achterbahn. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass dies Höhen, die man anstrebt, genauso Tiefen mit sich bringen.
 
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