QuÀlen Euch ab und zu Zweifel weil Ihr immer noch mit der ersten und einzigen Liebe zusammen seid?

Benutzer180856  (30)

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Das finde ich sehr wichtig. 👍


Nö, Gewohnheit alleine macht keine glĂŒckliche Beziehung aus. Bin ich ausschließlich aus Gewohnheit mit meinem Partner zusammen, wĂŒrde ich davon ausgehen, dass ich mich selbst irgendwo aufgegeben habe đŸ€·â€â™€ïž Aber vermutlich hĂ€tte ich dann im Leben sonst auch nichts. DafĂŒr gibts ja genug Beispiele.

Wenn sie sich das fragt, dann ist ja offensichtlich etwas verloren gegangen in der Beziehung. Ist nun die Frage, ob sie sich einfach bewusst machen muss, was sie hat oder ob der Partner nimmer passt oder ob der Partner sie als "zu selbstverstÀndlich" wahrnimmt.
DafĂŒr gibts zich GrĂŒnde, warum eine Beziehung nichts weiter hat als "Gewohnheit".

Wie einige hier sagten, Gewohnheit perse ist nicht schlecht. Hat die Beziehung aber nichts mehr außer der Gewohnheit, ist die Frage durchaus berechtigt, ob das wirklich noch das wahre ist đŸ€”
Ja, Gut demfall dass es nicht bei dir so ist. :smile: :herz:
 

Benutzer180856  (30)

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Kann ich nicht nachvollziehen. Du glaubst doch nicht dass es dabei immer nur um Sex geht? Wenn du lange Zeit in diesen Communities unterwegs bist, findest du dort Freunde und Bekannte (wie bei anderen Hobby auch). Ob du dich mit denen im Kaffeehaus oder im BDSM Club triffst, Ă€ndert manchmal nicht viel. Sex kommt natĂŒrlich vor, wenns passt. WĂŒrde es nur darum gehen, gingen wir vielleicht einmal im Monat .. auch das Swingen verliert mit der Zeit etwas seinen Reiz, ist nichts so besonders mehr.
Genau deshalb habe ich ja das geschrieben :smile:

"Vorab: ich judge niemanden. Und vll. wird das auch in den Medien bzw. Dokumentationen nur sehr inszeniert und ĂŒbertrieben dargestellt. "

Ich habe nur gesagt, dass ich fĂŒr mich die Lust nie derart ausleben wĂŒrde, wie es eben in Swinger-Clubs und BDSM-Communitys passiert. Das es dabei um Lust geht schliesst ja gute Freundschaften nicht aus...natĂŒrlich gibt es das...GeschmĂ€cker sind nun mal verschieden.

Und noch Mal Betonung auf mich. Ich bin 100% ĂŒberzeugt, diese Menschen haben die Freude ihres Lebens. GUt fĂŒr Sie.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer70365 

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Genau deshalb habe ich ja das geschrieben :smile:
Off-Topic:

Das habe ich eh gelesen. Dein Beitrag war halt ideal um meine Sichtweise darzustellen...
Übrigens hĂ€tten sich viele Swinger, das frĂŒher in ihrem Leben nie vorstellen können .. es besteht also noch Hoffnung fĂŒr dich :grin::smile::grin:
 

Benutzer180856  (30)

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Das habe ich eh gelesen. Dein Beitrag war halt ideal um meine Sichtweise darzustellen...
Übrigens hĂ€tten sich viele Swinger, das frĂŒher in ihrem Leben nie vorstellen können .. es besteht also noch Hoffnung fĂŒr dich :grin::smile::grin:
Das stimmt durch aus. NatĂŒrlich ist das eigene Empfinden der beste Indikator, aber natĂŒrlich darf man dies nie fĂŒr bare MĂŒnze nehmen. Wie oft ich schon meinen SĂŒssgetrĂ€nke-Geschmack gewechselt habe. FrĂŒher mochte ich Pepsi lieber als Cola...oder andere GeschmĂ€cker haben sich bei mir auch stark gewandelt. bzw. sind immere im Wandel. Obschon die SexualitĂ€t etwas ist das immer Bestand hatte...

Wer weiss ob es sich in der SexualitÀt mal sich Àndert...
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Off-Topic:
Außerdem wĂ€re ich in der Datingwelt hoffnungslos aufgeschmissen, da bin ich ganz realistisch.
Ich wĂŒrde dich ja vom Fleck weg daten. Keine Ahnung ob das zu was fĂŒhren wĂŒrde oder ob ĂŒberhaupt "Date Date"-Potenzial bestĂŒnde, aber ich bin mir sehr sicher dass das eine spaßige und interessante Begegnung wĂ€re. :upsidedown:
 

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden
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Ich wĂŒrde dich ja vom Fleck weg daten. Keine Ahnung ob das zu was fĂŒhren wĂŒrde oder ob ĂŒberhaupt "Date Date"-Potenzial bestĂŒnde, aber ich bin mir sehr sicher dass das eine spaßige und interessante Begegnung wĂ€re. :upsidedown:

Off-Topic:
Aaawww, das ist sĂŒĂŸ. 😍 Da wĂ€re ich wohl dabei đŸ–€đŸ–€
 

Benutzer175418  (39)

Öfters im Forum
Mein Ex hatte auch immer das GefĂŒhl etwas zu verpassen. Ich nicht.... Somit kann ich es nicht nachvollziehen.
So war es bei mir auch. Erste Liebe, erste Beziehung.
Von mir aus hĂ€tte es ewig so weiter gehen können. Hatte mir nie Gedanken darĂŒber gemacht. Er sah das anders. Er hatte sich anscheinend mit mir einfach nicht genug ausgelebt.


Ich finde das Wort "Gewohnheit" zu abwertend. Ja, ich bin auch aus Gewohnheit mit meinem Partner zusammen, aber ich persönlich finde das nichts schlechtes. Ich liebe gewohntes. Ich mag es, oft die gleichen Dinge zu lesen, zu sehen, zu essen und an den gleichen Ort in den Urlaub zu fahren. Gewohnheit bedeutet fĂŒr mich auch Geborgenheit, Sicherheit und ein gutes GefĂŒhl.
Ich sehe das ganz genau so.
Zumindest ist es das was ich empfinde.
Und "Gewohnheit" kommt eben in jeder Beziehung irgendwann. Egal ob es die 1. 2. oder 5. ist.

Außer der 2 1/2 jĂ€hrigen Beziehung zu meinem Ex (und da waren wir mit 16 und 17 zu Beziehungsbeginn noch sehr jung) brachte ich auch keinerlei emotionale, sexuelle oder mentale Erfahrung mit in die nachfolgende Beziehung.
Irgendwie war ich trotz das ich schonmal einen Partner hatte noch sehr kindisch und unerfahren.
Besonders was GefĂŒhle angeht.

Das hab ich alles erst in der folgenden Beziehung gelernt. Gemeinsam. Mit ihm.

Wir sind 19 Jahre zusammen, waren auch damals noch sehr jung (ich war 20).Trotzdem glaube ich nicht etwas verpasst zu haben. Warum auch? Ich hab doch alles was ich will.


Wenn ĂŒberhaupt, dann fĂŒhle ich mich eher ĂŒberlegen, weil ich schon beim ersten Versuch ins Schwarze getroffen habe.
So geht es mir auch sehr oft, wenn ich sehe wie viele doch immer noch am ausprobieren sind wÀhrend ich schon so lange angekommen bin.
 

Benutzer144187 

Sehr bekannt hier
Ich könnte eigentlich bei Sklaen Sklaen copy-paste drĂŒcken :eek:
Mein jetziger Partner ist nicht ganz mein erster, aber der Zweite - und das auch schon seit 9 Jahren. Ich war also mit meinen 20 JÀhrchen wirklich noch sehr jung (und er mit seinen damals 23 auch nicht wesentlich Àlter) und vieles, aber sicher nicht irgendwie erfahren :grin: Was eine wirkliche Beziehung ausmacht, meine SexualitÀt, Zusammenziehen, etc., das habe ich alles mit ihm (kennen)gelernt.
QuĂ€len Euch auch mal Zweifel, ob's nicht Gewohnheit geworden ist? TrĂ€gheit? Ist-halt-so GefĂŒhl?
Gewohnheit: Absolut.
Es ist vertraut und gewohnt, wenn ich abends nach der Arbeit nach Hause komme. Es ist vertraut und gewohnt, wenn wir uns einen guten Morgen wĂŒnschen. Es ist vertraut und gewohnt, wenn er sich nach dem Zocken mit den Jungs an mich kuschelt, weil ich schon lĂ€ngst schlafe. Ich finde, Bria Bria hat das sehr schön beschrieben und stimme ihr absolut zu: Gewohnheit muss nicht negativ sein, sondern kann auch der sichere Hafen sein.
FĂŒr mich gehört Gewohnheit auch ein bisschen zum GefĂŒhl Liebe dazu. Gewohnheit gibt mir Sicherheit. Wenn ich heimkomme weiss ich, dass da mein Partner ist. Wir geben einander Halt. Und auch wenn diese Schmetterlinge am Anfang einer jungen Beziehung ganz nett sind, so ist dieser Alltag auch auf seine Art schön.

Was es aber absolut nicht ist: TrÀgheit, oder ist-halt-so.
Wir beide sind attraktive, intelligente Menschen und könnten sicherlich auch andere Partner haben. Wir haben uns bewusst dafĂŒr entschieden zusammen zu sein und haben ebenso bewusst entschieden, das monogam zu tun. Wir sind dabei nicht gleichgĂŒltig oder "gefangen", sondern entdecken das Abenteuer hinter der nĂ€chsten Biegung des "Trampelpfads" lieber gemeinsam.

Bei deiner Bekannten scheint das anders zu sein:
Sie traut sich ihre vertrauten Pfade garnicht mehr zu verlassen, weil sie noch nie diese verlassen hat. Und diese Tatsache wiederum quÀlt sie . . .
Welche Pfade will sie denn verlassen? Will sie ihre SexualitÀt ausserhalb der Beziehung erkunden/ausleben? Will sie nur ein bisschen flirten?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe BerĂŒhmtheit
Meine Eltern sind seit ĂŒber 35 Jahren ein Paar und hatten vorher keine anderen Beziehungen.
Das ist aber keine Sandkastenliebe, sondern sie haben sich nach mehr oder weniger langen Duststrecken ohne Erfolge bei der Partnersuche als Erwachsene kennen und lieben gelernt. Und es funktioniert nach wie vor.
Ich glaube, sie sind beide nach wie vor froh, dass sie sich nach diesen Durststrecken gefunden haben und dass es gleich mit der ersten Beziehung bis heute so gut funktioniet, da sie beide keine Menschen sind, die Partnersuche und Beziehungsanbahnung als schöne Sache und Erfolg bei der Partnersuche als SelbstverstÀndlichkeit sehen.

Ich weiß nicht, ob das die absolut perfekte Beziehung ist. Vermutlich nicht. Aber es ist eine, die existiert und funktioniert und mit der Beide durchaus glĂŒcklich sind. - Auch wenn sicherlich nicht immer alles perfekt lĂ€uft.
Vermutlich ist es "nur" der Spatz in der Hand, statt der Taube auf dem Dach. Aber ich denke nicht, dass das die schlechteste Variante ist.
Es gibt ja nicht nur die Frage: "Diese Beziehung, oder eine Bessere?", sondern auch die Fragen "Diese Beziehung, oder Single-Dasein?" und "Wird die nÀchste Beziehung tatsÀchlich besser?", da es keine Garantie gibt, wieder einen Partner zu finden - geschweige denn einen, der noch besser passt.

Ich glaube, sie sind beide auch keine Menschen fĂŒr große GefĂŒhlsachterbahnen, sondern Menschen, denen in dieser Hinsicht StabilitĂ€t, Sicherheit und Vertrautheit viel wichtiger ist.

Off-Topic:

Ich finde das Wort "Gewohnheit" zu abwertend. Ja, ich bin auch aus Gewohnheit mit meinem Partner zusammen, aber ich persönlich finde das nichts schlechtes. Ich liebe gewohntes. Ich mag es, oft die gleichen Dinge zu lesen, zu sehen, zu essen und an den gleichen Ort in den Urlaub zu fahren. Gewohnheit bedeutet fĂŒr mich auch Geborgenheit, Sicherheit und ein gutes GefĂŒhl.
Wo ist die Grenze zwischen Gewohnheit und Liebe - und kann es nicht auch beides gleichzeitig geben?

Ich wĂŒrde eher andersherum fragen. Sind da noch genug GefĂŒhle da fĂŒr den Partner oder nicht?
Und auch hier rede ich bewusst von GefĂŒhlen, denn Liebe Ă€ndert sich, wird mit den Jahren anders. Vielleicht verschwindet sie sogar und wird ersetzt von tiefer Zuneigung, Freundschaft und absolutem VerstĂ€ndnis fĂŒreinander?
GefĂŒhle sind sehr komplex. Und was fĂŒr den einen wichtig ist, kann fĂŒr den anderen schon völlig unwichtig sein. Und was Liebe ĂŒberhaupt ist, das beantwortet jeder anders.

Daher sollte sich deine Freundin wohl eher fragen, wie zufrieden sie mit dem Leben und ihrem Partner aktuell ist, ob sie etwas Ă€ndern möchte, ob sie glĂŒcklich ist. Ganz unabhĂ€ngig von anderen MĂ€nnern.
Auch wenn ich allgemein nicht so viel Gewohnheit brauche, wie du, hört sich das, was du ĂŒber deine Beziehung schreibst, total schön an. - Nach etwas, das ich mir auch fĂŒr mich und mein Leben wĂŒnschen wĂŒrde.
 

Benutzer158338 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
banane0815 banane0815 ich denke, ich weiß wie dein Beitrag gemeint ist, aber in Kombination mit deiner Signatur hat er mich schon etwas zum Schmunzeln gebracht :grin:
 

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden
Es gibt ja nicht nur die Frage: "Diese Beziehung, oder eine Bessere?", sondern auch die Fragen "Diese Beziehung, oder Single-Dasein?" und "Wird die nÀchste Beziehung tatsÀchlich besser?", da es keine Garantie gibt, wieder einen Partner zu finden - geschweige denn einen, der noch besser passt.

Ich hab jetzt echt lange darĂŒber nachgedacht und ich finde das so unwahrscheinlich traurig.
Das klingt nach totaler Selbstaufgabe und absolut giftig fĂŒr jede Beziehung, die man mit anderen Menschen eingeht.

Eine Beziehung einzugehen sollte nie bedeuten, sich selbst zu verlieren.

Wizo hatten da mal sonen Song. Jimmy.

Lieber ein UnglĂŒck, das vertraut ist, als ein Zustand, den Du nicht kennst
Lieber Schmerz, den Du ertrĂ€gst, als ein GlĂŒck, das Dich erschlĂ€gt
Lieber jeden Tag die Hölle, als ein StĂŒck vom Paradies
Solang Du weißt woran Du bist und wo vorn und hinten ist
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe BerĂŒhmtheit
Mein Mann und ich sind seit 8 Jahren zusammen, also noch nicht ewig, aber doch schon ein paar Jahre.
WĂ€hrend mein Mann schon ein paar Beziehungen vorher hatte, aber eine lĂ€ngere Zeit Single war, bevor wir ein Paar wurden, ist er der einzige Mann, mit dem ich jemals geschlafen habe. Vorherige MĂ€nner wollten entweder nichts von mir oder haben in mir trotz Verliebtheit nie das GefĂŒhl geweckt, dass ich eine Beziehung zu ihnen haben möchte.
Mit knapp 25 war ich nicht gerade frĂŒh dran fĂŒr meine erste Beziehung.

Nein, mich quĂ€lt nichts. Ich bin absolut glĂŒcklich und zufrieden und es hat fĂŒr mich absolut keine Relevanz, wie viele Beziehungen oder wie viele Sexpartner ich vorher hatte. Ich bin glĂŒcklich so, wie es jetzt ist.
Ich habe aber ganz generell nicht das Verlangen, alles ausprobiert zu haben, ich liebe es, dass wir wir sind.

Vor einiger Zeit habe ich mich in einen Kollegen fremdverliebt. Aber kein Typ, egal, wie er mich flashen wĂŒrde, könnte mich dazu bewegen, unsere Beziehung in Frage zu stellen. DafĂŒr verbindet uns beide zu viel, wie kennen uns so gut, sind so eng miteinander verwoben - das stelle ich schon aus Prinzip nicht in Frage.
Stattdessen habe ich meinem Mann davon erzĂ€hlt, wir haben darĂŒber geredet und mein Mann hat mich auch dann und wann damit aufgezogen, wir haben gemeinsam ĂŒber meine SchwĂ€rmerei gelacht. Er hatte zu keinem Zeitpunkt Angst, ich könnte unsere Beziehung beenden wollen oder ihn betrĂŒgen, dafĂŒr sind wir einander zu sicher.

Bei mir ist es noch nicht einmal Gewohnheit, obwohl ich diese sehr schĂ€tze und es toll finde, dass wir einen berechenbaren Alltag haben. Es ist die Fakt, dass ich eine Entscheidung getroffen habe. Wenn ich eine wohlĂŒberlegte Entscheidung getroffen habe - und davon gab es einige in meinem Leben - dann hinterfrage ich diese nicht stĂ€ndig. Ich habe mein "Ja" absolut so gemeint und bin zufrieden damit.
Einen Grund, die Beziehung zu hinterfragen, gĂ€be es nur, wenn mein Partner sich so stark verĂ€ndern wĂŒrde, dass er nicht mehr der wĂ€re, der er ist. Ansonsten weiß ich, wem ich meine Treue und Liebe geschworen habe und das habe ich ganz bewusst getan.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe BerĂŒhmtheit
Ich hab jetzt echt lange darĂŒber nachgedacht und ich finde das so unwahrscheinlich traurig.
Das klingt nach totaler Selbstaufgabe und absolut giftig fĂŒr jede Beziehung, die man mit anderen Menschen eingeht.

Eine Beziehung einzugehen sollte nie bedeuten, sich selbst zu verlieren.

Wizo hatten da mal sonen Song. Jimmy.

Lieber ein UnglĂŒck, das vertraut ist, als ein Zustand, den Du nicht kennst
Lieber Schmerz, den Du ertrĂ€gst, als ein GlĂŒck, das Dich erschlĂ€gt
Lieber jeden Tag die Hölle, als ein StĂŒck vom Paradies
Solang Du weißt woran Du bist und wo vorn und hinten ist
Ich weiß nicht, was daran traurig sein soll. Ich spreche doch nicht von einer kaputten Beziehung, die krampfhaft fortgesetzt wird, sondern von einer ganz normalen Beziehung, die nicht nur permanent eitel Sonnenschein ist, sondern die auch mal ein paar Höhen und Tiefen hat, in der es manchmal Meinungsverschiedenheiten gibt, in der Kompromisse geschlossen werden mĂŒssen, usw. - und die eben in diesem Fall auch noch die erste Beziehung von zwei Menschen ist, die somit keine vorherige Beziehung als Vergleichsmöglichkeit haben.
Und da ist es doch absolut sinnvoll, diese Beziehung nicht bei der ersten kleinen Meinungsverschiedenheit leichtfertig aufzugeben, weil man von einer realitĂ€tsfernen Bilderbuch-Beziehung trĂ€umt, sondern auch realitsich genug zu bleiben, dass man dran denkt, dass auf das Ende dieser Beziehung auch ĂŒberhaupt keine Beziehung mehr folgen kann, oder eine, die keinesfalls besser lĂ€uft. - Und nicht nur die perfekte Bilderbuch-Beziehung, in der man dauerhaft auf rosaroten Wolken schwebt, nie unterschiedlicher Meinung ist, keinen noch so kleinen Kompromiss eingehen muss, usw.
 

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden
banane0815 banane0815 , fĂŒr mich liest sich das tatsĂ€chlich und ganz ernsthaft so, als ob man lieber "irgendwen" nimmt, als allein zu sein.

Solche Kompromisse empfinde ich als ganz schrecklich.

Nichts gegen Pragmatismus, ist sicher manchmal auch hilfreich im Leben, aber "es könnte schlimmer kommen " ist fĂŒr mich jetzt nicht der Inbegriff von glĂŒcklich und zufrieden sein.

Vielleicht hast du dich aber auch nur merkwĂŒrdig ausgedrĂŒckt oder ich hab es falsch verstanden.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe BerĂŒhmtheit
B Bluetenstaub
Du interpretierst einfach Dinge in meine BeitrÀge hinein, die ich nie geschrieben habe.

Es geht mir doch nicht darum, irgendwen zu nehmen, oder in einer absolut nicht funktionierenden Beziehung zu verharren, sondern darum, eine Beziehung, mit der man zufrieden ist, obwohl nicht immer alles absolut perfekt lÀuft, nicht aufzugeben, weil man vom MÀrchenprinzen trÀumt, mit dem man bis ans Lebensende ohne die kleinste Meinungsverschiedenheit und grisend wie ein Honigkuchenpferd auf Wolke sieben schweben wird.
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
weil man vom MÀrchenprinzen trÀumt, mit dem man bis ans Lebensende ohne die kleinste Meinungsverschiedenheit und grisend wie ein Honigkuchenpferd auf Wolke sieben schweben wird.
Mir fĂ€llt es schwer zu glauben, dass jemand von sowas trĂ€umt, wenn die Beziehung eigentlich gut lĂ€uft. Wenn es demjenigen sogar quĂ€lt, wĂŒrde ich davon ausgehen, dass in der Beziehung fĂŒr diese Person elementar etwas fehlt.

Manchmal kann derjenige das in Worte fassen, manchmal aber auch nicht.

Und dann ist es besser einen Wechsel in Betracht zu ziehen, denn auch wenn derjenige es nicht in Worte fassen kann, was da nicht stimmt in der Beziehung, kann es demjenigen schÀdigen.

Das kann soweit gehen, dass derjenige morgens aufwacht, weint, nicht weiß warum und dann einfach weiter macht, weil es ist doch alles gut. (Ich hab mir dieses Beispiel btw nicht ausgedacht.)

Wenn mich sowas beschĂ€ftigt, wĂŒrde ich mindestens herausfinden, warum das so ist. Und anhand dessen Entscheidungen treffen.
 

Benutzer171033 

Öfters im Forum
Nein, mein Herzensmann ist nicht meine erste Beziehung. Aber meine erste, die die ersten beiden Jahre ĂŒberlebt hat. Und auch ich bin schon in Rechtfertigungsnot gedrĂ€ngt worden von Leuten, die meinten, es ist Irrsinn, sich in den frĂŒhen Zwanzigern "schon final zu binden". Wie schon einige meiner Vorredner beschrieben haben, sind gerade diese Leute bis heute anhaltend oder wiederkehrend Single und leben deutlich langweiliger als ich. Auch sexuell.
Ich finde es aber immer wieder erstaunlich, wie oft Leute meinen, mit einem anderen Partner oder Autarkie von jeglichem Partner wÀre keine Langeweile mehr da und das Leben nur noch ein Tanz.
Ich "tanze" durchÂŽs Leben mit meinem Herzensmann.
Ich bin mittlerweile ĂŒber zehn Jahre in dieser Beziehung, und ich erlebe mit "ihm" immer wieder so viel Neues. Im Grunde bin ich nicht mehr in der gleichen Beziehung wie vor zehn Jahren, wie vor sechs Jahren, wie vor drei Jahren.
Ich entwickle mich, er entwickelt sich. Und wir leben uns aus. Gemeinsam. Und jeder fĂŒr sich mit seinen Hobbies, in seinem Freundeskreis, in seinem Job, bei seinem Sport etc.. Und bisher haben wir das große GlĂŒck -und aktiv immer wieder daran gearbeitet- dass wir in die gleiche Richtung gehen und uns ergĂ€nzend entwickeln. Und das kann ganz zweifelsohne die nĂ€chsten Dekaden so weiter gehen, ohne dass wir irgendetwas Wesentliches durch den Anderen verpassen, und ohne dass uns langweilig miteinander werden wird.
Das liegt daran, dass wir uns ausgesucht haben, weil wir uns spannend finden, weil wir ambivalent zu einander sind.

Off-Topic:
Diesen Spruch "Lieber den Spatz in der Hand" empfinde ich auch ganz und gar grÀsslich. Vielleicht bin ich zu eitel, aber ich will keine zweite Wahl sein, nicht das, was eben gerade zu haben war. Ich will die Taube sein.
WĂŒrde ich erfahren, ich wĂ€re der Spatz, wĂ€re das fĂŒr mich der Todesstoß fĂŒr die Beziehung, weil ich eine andere Selbstwahrnehmung habe und mich in einer Beziehung anders betrachtet und gewertschĂ€tzt wissen will. Es wĂ€re ein nicht zu kittender Bruch in meiner Erwartungshaltung.
Und ich wĂŒrde mich auch mit einem Spatz nicht zufrieden geben. Er ist mein Adler. Nur darum hat es Zukunft. Ich will nicht einfach nur zufrieden sein. Denn das wĂ€re ich sehr wohl auch ganz alleine, mit meinem platonischen Umfeld. Wenn ich in einer Beziehung bin, dann will ich die großen GefĂŒhle, auch und gerade in einer Langzeitbeziehung. UnabhĂ€ngig davon ist es selbstverstĂ€ndlich, dass es immer wieder Probleme und Herausforderungen gegeben hat und geben wird, durch die man gemeinsam schreitet. Aber das kann ich auch nur mit ihm gemeinsam, an seiner Seite, durchstehen, weil er mein Adler ist. .
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe BerĂŒhmtheit
Ich weiß nicht, ob das die absolut perfekte Beziehung ist. Vermutlich nicht. Aber es ist eine, die existiert und funktioniert und mit der Beide durchaus glĂŒcklich sind. - Auch wenn sicherlich nicht immer alles perfekt lĂ€uft.
Eine Beziehung muss nicht perfekt sein, aber ich halte das GlĂŒcklichsein fĂŒr zwingend erforderlich. Und nicht nur „durchaus“ glĂŒcklich, sondern wirklich glĂŒcklich.
Vermutlich ist es "nur" der Spatz in der Hand, statt der Taube auf dem Dach. Aber ich denke nicht, dass das die schlechteste Variante ist.
Es gibt ja nicht nur die Frage: "Diese Beziehung, oder eine Bessere?", sondern auch die Fragen "Diese Beziehung, oder Single-Dasein?" und "Wird die nÀchste Beziehung tatsÀchlich besser?", da es keine Garantie gibt, wieder einen Partner zu finden - geschweige denn einen, der noch besser passt.
Dann bin ich aber wirklich lieber Single als nur der Spatz. Wenn ich Trennungsgedanken habe, denke ich ĂŒberhaupt nicht an eine mögliche neue Beziehung, sondern daran, dass die aktuelle Beziehung nicht mehr funktioniert.

Meine erste Beziehung war schwierig, und ich habe die endgĂŒltige Trennung lange hinausgezögert, weil ich diesen Traum hatte, dass wir fĂŒr immer zusammensein und eine Familie grĂŒnden wĂŒrden. Es war doch alles so perfekt! Aber das war es natĂŒrlich nicht, die Beziehung wurde immer schlimmer und schlechter fĂŒr uns. Und mein damaliger Freund bekam dann auch das GefĂŒhl, etwas zu verpassen und – schlimmer noch – seine Jugend mit mir verschwendet zu haben, denn ich war eben nur der Spatz. Als das dann endlich herauskam, trennte ich mich, endgĂŒltig. Es war die beste Entscheidung meines Lebens, ich hĂ€tte sie viel frĂŒher treffen sollen.
 

Benutzer174969  (28)

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Zusatz:
Vermutlich ist es "nur" der Spatz in der Hand, statt der Taube auf dem Dach.
Off-Topic:
FĂ€nde ich raus, dass ich "nur" der Spatz bin, wĂŒrde ich die Beziehung beenden. Ich möchte nicht die x-te Wahl sein, sondern die erste und die einzige. WĂ€re er "nur" der Spatz, dann hĂ€tte ich damals die Beziehung beendet, denn dann ist er schlichtweg nicht mehr meine erste Wahl.

In meiner jetztigen Beziehung hatte ich deutlich mehr Probleme als in der ersten - logischerweise weil sie nun mal lĂ€nger ist. Dennoch ist er immernoch meine Taube (bzw. schnarchener Vogel neben mir... DarĂŒber lĂ€sst sich streiten....), wĂ€hrend in der ersten Beziehung mein Partner "nur" noch der Spatz war. Der Spatz hĂ€tte sich noch so abrackern können, er hĂ€tte mich niemals glĂŒcklich machen können đŸ€·â€â™€ïž
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich denke, wenn immer wieder der Zweifel aufkommt ob man mit der richtigen Partnerin zusammen ist, liegt massiv was im Argen. Das ist doch auch nichts was man sich 2 oder 5 oder 10 Jahre fragen will. Solange bis entweder man sich doch trennt und sich denkt "hĂ€tte ich es doch frĂŒher gemacht", oder bis man irgendwann als " jetzt ist eh zu spĂ€t" resigniert. Die Vorstellung fĂ€nde ich schrecklich.

Sich vielleicht hin und wieder zu denken "womöglich gĂ€be es eine andere die besser zu mir passen wĂŒrde, wer weiß - aber ich bin doch glĂŒcklich und mir fehlt nix" ist was anderes.
 
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