Praktikum ?

Benutzer114105 

Sorgt für Gesprächsstoff
Halli Hallo,

nach einem Jahr Schule auf dem Wirtschaftsgymnasium merke ich, dass diese Richtung, und überhaupt Schule gar kein Ansporn für mich ist und ich absolut keine Lust mehr habe, in die Schule zu gehen.

Deshalb habe ich mir überlegt, meine Direktorin nach einer Erlaubnis zu fragen, wo ich für 1-2 Wochen ein Praktikum absolvieren kann, da unsere Schule keine Praktikas fordert. Wenn dies nicht klappen sollte, mach ich es in den Ferien.

Nun habe ich schon eine Stellenanzeige im Internet gelesen. Der Betrieb befindet sich auch in meiner Stadt, also ideal! Ich bin gerade dabei, eine Bewerbung für das Praktikum zu verfassen. Jetzt ist meine Frage, ob es gut ankommt, wenn ich erwähne, dass ich die Schule verlassen will (+ Grund) und dass ich mich in der Firma probieren möchte etc etc ...

Was sagt ihr ?
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden habe: Möchtest du die Schule nur für die paar Tage "verlassen", oder ggf. dauerhaft?
 

Benutzer117064 

Meistens hier zu finden
nein, erwähne nur, dass du interesse hat ins berufsleben zu schnuppern! das kommt weniger gut, wenn du quasi sagst das du keine lust mehr auf die schule hast..
aber hast du dir mal überlegt, dass du um nachher einen Job zu bekommen einen anständigen abschluss brauchst?? sonst wird das nihct mit dem arbeiten gehen :smile:
 

Benutzer114105 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich möchte komplett die Schule verlassen. Aber das wird wahrscheinlich erst nächstes Jahr möglich sein, da es für Bewerbungen für dieses Jahr zu spät ist. Werde mich deshalb erst im Herbst für einige Firmen bewerben können für 2013 dann. Bis dahin werde ich ein paar Praktikas machen.


Natürlich weiß ich, dass ich einen anständigen Schulabschluss brauche, nur wird man bei mir auf der Schule von den Lehrern teilweiße nur runter gezogen. Ich lerne ungelogen für eine Arbeit 3 Stunden und schreib am Ende doch nur eine 4 Komma irgendwas Arbeit .. damit gebe ich mich natürlich nicht zufrieden und Schule macht mir auch kein Spaß mehr. Nicht nur wegen der Lernerei und kein "Erfolg", auch weil ich mich in der Klasse total unwohl fühle.

Außerdem hab ich einen guten Realschulabschluss letztes Jahr gemacht und weiterbilden kann man sich irgendwie auch :smile:
 

Benutzer49570 

Verbringt hier viel Zeit
wielange hast du denn noch nach bis zum Abi?

Ich finde 3 stunden lernen für eine Arbeit jetzt nicht unbedingt super viel. Auch wenn ich jetzt vom Studium mal absehe, hab ich in der Schule und besonders im Abi vor Klausuren teilweise täglich drei Stunden gelernt und nicht einmalig...

Meinst du nicht, dass du die letzte Zeit auch noch überstehst und für den Endspurt nochmal voll loslegen kannst um dann später noch bessere Berufsaussichten zu haben?

Abgesehen vom Schule abrechen, sind Praktika aber natürlich immer gut und auch sehr wichtig. Das solltest du also definitiv trotzdem machen. Vorzugsweise natürlich in den Ferien. Wenn du nämlich erstmal Schulstoff verpasst, wird die Frustation ja nur noch größer, weil du schlechte Noten schreibst, weil du den Stoff nicht mitbekommen hast....
 

Benutzer113048 

Sehr bekannt hier
Ich lerne ungelogen für eine Arbeit 3 Stunden und schreib am Ende doch nur eine 4 Komma irgendwas Arbeit

Also ich finde 3 Stunden lernen für eine Arbeit auf einem (Wirtschafts-)Gymnasium nicht besonders viel. Vor allem weil es sich so anhört, als ob du einmal vor der Arbeit für 3 Stunden lernst. Da darf man sich über eine 4 vor dem Komma aber nicht wundern :hmm:

Ansonsten würde ich in der Bewerbung auf keinen Fall erwähnen, dass du vor hast die Schule abzubrechen.

Wenn es dir an der Schule so gar nicht gefällt, gibt es dann nicht vielleicht irgendwo in der Nähe noch ein anderes Wirtschaftsgymnasium, wo es dir dann vielleich mehr Spaß machen würde und du dein Abi machen könntest?!
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Erstmal kann ich deine Frustration verstehen. Ich hab die ab der 12.KLasse auch deutlich gespürt und ich konnte lernen wie ich wollte, es hat bestenfalls für Durchschnittsnoten gereicht. Bis auf 1-2 Fächer, aber davon konnte ich mir insgesamt wenig kaufen... :hmm:

Zum Thema: Selbst wenn du es in der Bewerbung nicht erwähnst, wird sich der Leser ja wundern, wie du ein Praktikum bei ihm absolvieren möchtest und gleichzeitig die Schule besuchen willst. :zwinker: Also das wird ja nicht gehen. Vielleicht rechnet nicht jeder nach, aber der ein oder andere vermutlich schon und da du ja sicher auch nicht erwähnst, dass du am Tag XY dein Abi machen wirst, kann man da schon stutzig werden beim Lesen.

Du solltest es am besten so verpacken, dass du praktische Berufserfahrung sammeln möchtest, deine große Motivation und Lernbereitschaft betonen und das eben in den Vordergrund stellen.
Und nicht konkret formulieren "Ich möchte die Schule abbrechen, weil...". Versuch, es möglichst gut zu verpacken. :zwinker:
 

Benutzer113076 

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe damals auch erstmal eine Auszeit (in einem Praktikum) gebraucht um wieder motiviert zur Schule gehen zu können und habe ich gesehen, dass man für meinen Traumjob ein Abitur + Studium benötigt optimalerweise.
Vielleicht ergeht es dir genauso.

Ich habe damals wohl mit meinen Arbeiten überzeugt, die ich bis dahin gemacht habe.
Du möchtest eben wissen welche berufliche Richtung du einschlagen wirst, bevor du einen höheren Abschluss anstrebst, der Grund ist völlig legitim.
 

Benutzer114105 

Sorgt für Gesprächsstoff
Nochmal wegen dem Lernen, ich lerne nicht 1x vor der Arbeit, sondern schon 1 - 2 Wochen davor und dann 3 Stunden. Und wenn ich 1 Woche durchgehend für eine Arbeit 3 Stunden am Tag lerne und am Ende eine 4 Komma habe, da wundere ich mich doch schon ein Wenig.

Ok, danke für eure Antworten. Ich werde das jetzt so machen, dass ich mich trotzdem noch versuche in der Schule anzustrengen, bewerbe mich dennoch im Herbst, um eine Ausbildungsstelle für 2013 zu bekommen. Wenn ich ein gutes Zeugnis habe und auch in die Jahrgangsstufe 2 kommen würde, würde ich nach meiner Ausbildung die Fachhochschule haben, und das reicht mir ehrlich gesagt auch schon. Bis dahin werde ich einfach ein paar Praktikas machen, damit ich die richtige Richtung wählen kann :smile:

Vielen Dank.
 

Benutzer91132  (35)

Meistens hier zu finden
Warum nimmst du denn dann keine Nachhilfe? Wenn du merkst du lernst genug, aber es kommt am Ende doch keine so gute Note, ist vielleicht das Problem, dass du einen Fehler beim Lernen machst.
Blöde Frage: Hast du schon einen Abschluss? Zu einer Ausbildung benötigt man doch auch einen. (Oder habe ich das überlesen?)
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Off-Topic:
Nur am Rande: Der Plural von Praktikum ist Praktika. Ohne S am Ende.


Aus welcher Motivation heraus hast Du Dich für das Wirtschaftsgymnasium entschieden? Du hättest ja nach dem Realschulabschluss auch ein allgemeines Gymnasium besuchen können. Warum Wirtschaft?

In welchen Fächern bist Du gut, welche Fächer machen Dir inhaltlich am meisten Spaß?

Es dürften doch jetzt Sommerferien anstehen - in der Zeit könntest Du ein Praktikum absolvieren, ohne dass es mit dem Schulbesuch kollidiert. An welche Art Betrieb hast Du gedacht? In welchem Bereich möchtest Du eine Ausbildung (oder Studium) machen?

Ist Dir denn klar, woran Du in den Klausuren scheiterst? Verstehst Du, was Deine Fehler sind? Besprichst Du die Resultate mit dem Lehrer? Ist Faktenwissen das Problem - oder scheiterst Du eher, wenn es um Wissens- oder Methodentransfer geht oder um die Struktur und Argumentation in Deinen Texten?
Lernst Du allein? Wie wäre es mit Lerngruppen?
Warum fühlst Du Dich in der Klasse unwohl? Wäre ein Klassenwechsel möglich? Ich kenne die gymnasiale Oberstufe nicht mit Klassenverband, sondern als Kurssystem - hast Du alle Fächer mit derselben Klasse?
 

Benutzer114105 

Sorgt für Gesprächsstoff
Blöde Frage: Hast du schon einen Abschluss? Zu einer Ausbildung benötigt man doch auch einen. (Oder habe ich das überlesen?)

Ja, ich habe letztes Jahr meinen Realabschluss mit einem Durchschnitt von 2,1 gemacht. Denk mal, dass es damit auch klappen würde. :smile:

Aus welcher Motivation heraus hast Du Dich für das Wirtschaftsgymnasium entschieden? Du hättest ja nach dem Realschulabschluss auch ein allgemeines Gymnasium besuchen können. Warum Wirtschaft?

Als ich noch die Realschule besuchte, kam ein älterer Herr immer und hat uns damit geholfen, wie wir unsere Zukunft sehen und sowas. Ich wollte eigentlich immer etwas im Bereich Steuern machen und kam mit der Idee Steuerberaterin zu werden gut zurecht.

In welchen Fächern bist Du gut, welche Fächer machen Dir inhaltlich am meisten Spaß?

Deutsch. Ich liebe es einfach Texte zu schreiben etc. In der Realschule war das alles kein Problem. Ich war eine 1er Schülerin. Jetzt auf dem Gymi schreibe ich immer eine 3,5 oder schlechter .. Klar die Themen werden anders behandelt und es wird auf andere Dinge geachtet.. nur ist das eine Verschlechterung, mit der ich kaum gerechnet habe.

Ist Dir denn klar, woran Du in den Klausuren scheiterst? Verstehst Du, was Deine Fehler sind? Besprichst Du die Resultate mit dem Lehrer? Ist Faktenwissen das Problem - oder scheiterst Du eher, wenn es um Wissens- oder Methodentransfer geht oder um die Struktur und Argumentation in Deinen Texten?

Ich schreibe ja logischerweiße alles mit, was uns die Lehrer sagen/diktieren usw usf. Ich lerne das dann alles auch. Es ist dann nicht nur so, dass ich mich nur auf das Niedergeschriebene beziehe, nein, ich schaue mir die Themen auch in Büchern an und schaue mir teilweiße auch Videos dazu an, wenns sein muss.

Das mit den Lehrern ist ein großes Problem. Die verhandeln auch nicht, wenn man eine Arbeit total versaut hat und man es mit einem Referat oder Hausarbeit wieder gut machen will. Das geht dann z.B mal gar nicht. Es heißt dann, selbst schuld.

Lernst Du allein? Wie wäre es mit Lerngruppen?
Warum fühlst Du Dich in der Klasse unwohl? Wäre ein Klassenwechsel möglich? Ich kenne die gymnasiale Oberstufe nicht mit Klassenverband, sondern als Kurssystem - hast Du alle Fächer mit derselben Klasse?

In einer Gruppe kann ich nicht lernen. Ich bin es nicht gewohnt und überhaupt liegt mir das nicht und effektiv ist es ehrlich gesagt auch nicht. Ein Klassenwechsel ist leider nicht möglich, das habe ich schon x mal nachgefragt. Das Kurssystem wird erst in der 11. Klasse bei uns ausgeführt.

Ja, zur Zeit sind wir alle zusammen und belegen auch jede Fächer gemeinsam.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Aber Du müsstest doch jetzt in der elften Klasse sein, wenn Du die Realschule abgeschlossen hast?
Verstehst Du denn, was Du in den Klausuren falsch machst bzw. warum Du schlechte Bewertungen dafür bekommst?

Jetzt sind "Steuerberufe" nicht mehr so von Interesse für Dich? Was kannst Du Dir aktuell für eine Ausbildung oder für ein Studium vorstellen?

Es geht ja beim Lernen nicht nur um Wiederholung dessen, was die Lehrer sagen. Auch in Klausuren gehts nicht um reine Wiedergabe, sondern um Anwendung des Gelernten, um Übertragung des Gelernten auf neue Zusammenhänge.
Alles mitschreiben ist nur bedingt hilfreich, es ist ja auch zu filtern und zu durchdringen, wie die Zusammehänge sind. Reines Protokollieren heißt nicht Verstehen. Ich hoffe, das klingt nicht besserwisserisch. Vielleicht ist Dir das ja auch klar. Ich bin darüber gestolpert, dass Du "logischerweise" (übrigens mit s, nicht mit ß :zwinker:) alles mitschreibst. Hab ich so nie gemacht, auch in der Uni nicht. Klingt ein bisschen nach Mitschreiben und Auswendiglernen.

Wie sieht es mit Deiner mündlichen Beteiligung im Unterricht aus?

Das Lernen in Gruppen kann schon helfen, weil man dadurch darauf merken kann, dass man etwas anders verstanden hat als andere und vielleicht falsche Schwerpunkte setzt. Außerdem kann man sich auch gegenseitig abfragen - oft kann man so aufspüren, wo Lücken sind oder generelle Verständnisprobleme.

Wie siehts mit Nachhilfe aus?

Was hältst Du von dem Vorschlag, in den Sommerferien ein Praktikum zu machen?
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
In einer Gruppe kann ich nicht lernen. Ich bin es nicht gewohnt und überhaupt liegt mir das nicht und effektiv ist es ehrlich gesagt auch nicht.
dachte ich bis zum lernen für die ersten uniklausuren letztes semester auch. ich fand die 2-3 lerntreffen total effektiv - nicht nur, weil man mit den anderen die mitschriften etc vergleichen konnte (und die eigenen dann ergänzen oder bei denen was falschen korrigieren), sondern auch, weil man durch das reden über den stoff einfach merkt, was man schon draufhat und was nicht. spätestens, wenn einer fragt, wie xy denn nochmal war, und man die antwort mindestens im groben gebe kann, ist es extrem egopushend - und durch das erklären an andere verinnerlicht man sich das nochmal zusätzlich. ebenso nützt es viel, wenn andere ein thema erklären - einfach, weil da ne andere denkweise hintersteckt als die eigene, und man da noch einzelaspekte, die man noch nicht intus hat, erkennen kann und vlt sogar plötzlich sachen richtig versteht.
vlt solltest du es dochmal austesten.

---------- Beitrag hinzugefügt um 22:46 -----------

Es geht ja beim Lernen nicht nur um Wiederholung dessen, was die Lehrer sagen. Auch in Klausuren gehts nicht um reine Wiedergabe, sondern um Anwendung des Gelernten, um Übertragung des Gelernten auf neue Zusammenhänge.
Alles mitschreiben ist nur bedingt hilfreich, es ist ja auch zu filtern und zu durchdringen, wie die Zusammehänge sind. Reines Protokollieren heißt nicht Verstehen. Ich hoffe, das klingt nicht besserwisserisch.
in etwa das habe ich für mich als unterschied im anspruch zwischen der realschule und nem gymnasium auch festgestellt (war erst gym und bin dann runtergewechselt, weils in den naturwissenschaften gaaaanz schlecht stand...). da hab ich mich leicht unterfordert gefühlt in klausuren, so überheblich das jetzt auch klingen mag.
als ich nach in paar jahren wieder auf ein gymnasium gegangen bin, kam ich in eine klasse in der auch einige von der realschule frisch aufs gymnasium gewechselt hatten. die meisten von denen hatten anfangs genau mit diesem "verknüpfungslernen" probleme, da sie "nur" das faktenwiedergeben gewohnt waren.
auf dem gym gehts quasi um das große ganze beim einem thema, teils -wenn der lehrpln es ermöglicht- wird sogar von ausgegangen, dass man zb geschichtliches mit dem aktuellem deutschthema verknüpfen muss, ohne dass der lehrer da groß nen zaunpfahl zu geben muss in der fragestellung etc.

vlt liegt da ja (noch) das hauptproblem bei dir?
 
1 Monat(e) später

Benutzer120472  (37)

Benutzer gesperrt
hallo,
das Thema ist zwar schon ein wenig älter, aber ich möchte doch gerne noch etwas dazu sagen.

Ich kann dir nur empfehlen noch durchzuhalten. Du weißt nie wozu du noch dein Abi gebrauchen könntest. Sei es zu studieren. Ich weiß mit Ausbildung ist es auch an einer FH möglich. Abi ist jedoch komplett und wenn du die Möglichkeit hast, dann mach es auch! Alles andere sieht im Lebenslauf nicht gut aus.
 
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