Job Positive Hartnäckigkeit und doofe Anhänglichkeit?

Benutzer141862 

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Hallo PL,

ich habe mich im Dezember 2014 bei einem großen Familienunternehmen beworben. Schon nach einer Woche habe ich das erste Vorstellungsgespräch in Hamburg mit der Personalerin und dem Chef der Fachabteilung gehabt. Das ist gut verlaufen. Die Atmosphäre war sehr freundlich, ich konnte alle Fragen kompetent beantworten und der Abteilungschef hat meine Skills sogar von sich aus gelobt. Ich wurde relativ prompt zum Probeschnuppern eingeladen, das Mitte Januar stattgefunden ist. An dem Tag hatte ich zuerst ein Gespräch mit der Teamleiterin, dann hat sie mir die Abteilungen gezeigt und mich den eventuellen Kollegen vorgestellt. Danach musste ich innerhalb einer Stunde eine Probeaufgabe machen, die sehr umfangreich und produktspezifisch war und wovon ich nur 70% abwickeln konnte. Darüber haben wir danach mit der Teamleiterin gesprochen und sie meinte, es sei ihr bewusst, dass die Aufgabe nicht komplett machbar war und ich mich mit ihrem Produktbereich noch nicht auskenne.

Insgesamt habe ich an der Firma vier Stunden (statt drei, wie es früher angekündigt wurde) verbracht und man konnte merken, die Teamleiterin und ihre Kollegen haben ziemlich viel Zeit und Mühe in mich investiert. Meiner Meinung nach gab es maximal 1-2 andere Kandidaten und ich hatte eine starke Position. Am Ende hat mir die Teamleiterin ihre Visitenkarte ("für mögliche Fragen") gegeben und versprochen, sich in einer Woche zu melden. Am nächsten Tag habe ich ein Dankeschön-Email an sie gesendet und nochmals mein Interesse nochmals hervorgehoben.

Da die Frau sich in einer Woche nicht gemeltet hat und die Stelle schon am 01.02. besetzt werden sollte, habe ich nach zehn Tagen selbst nachgehakt. Ihre Antwort lautete "vielen Dank für [...] Sie haben hier einen guten Eindruck hinterlassen [...] wir eine abteilungsinterne Bewerbung für die Position des *** berücksichtigen werden. Unser Unternehmen hat es sich auch zur Aufgabe gemacht [...] Da wir Sie als Kandidatin weiterhin sehr interessant finden, würden wir uns freuen, wenn wir Sie bei möglichen weiteren Besetzungen berücksichtigen dürfen [...] Wir hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen vorerst alles Gute."

Ich habe mich wider bedankt und geschrieben, dass sie mich sehr gerne zukünftig in Betracht ziehen können.

Nun sehe ich, dass einen Monat danach das Unternehmen zwei ähnliche Stellen in der gleichen Abteilung ausgeschrieben hat. Natürlich hätte ich ein großes Interesse daran. Ich habe jedoch Zweifel, ob ich das wieder bekunden soll? Sie kennen mich ja schon und wissen, dass sie mich berücksichtigen können. Auf einer Seite habe ich nichts zu verlieren, auf der anderen möchte ich nicht blöd und anhänglich rüberkommen.

Für diese Stellen ist übrigens eine andere Personalerin zuständig.

Würdet ihr euch nochmals bewerben oder die Sache lieber lassen?

Und wenn bewerben, dann wieder ganz normal durch Online-Portal oder die Personalerin/die Teamleiterin direkt anschreiben?

Danke für eure Meinungen :smile:
 

Benutzer35148 

Beiträge füllen Bücher
Seltsam ist dass sie Dir nicht von alleine eine Absage geschickt hatten, das sollte Dich schon wundern.
Aber wenn Du nicht den Eindruck hast dass sie Dich einfach nur ausgesiebt haben, könntest Du es wieder versuchen.
Leg dann auch gleich die "nette" Antwort dazu dass Du Dich gerne wieder melden darfst.
Manchmal muss man sich erneut bewerben. Und da es eine andere Personalbetreuerin ist, könnte es sein dass sie einen neuen Stapel mit Bewerbungen braucht ;-)

Aber es ist auch so dass Firmen manche Stellen dauerhaft ausschreiben, einfach nur um den Markt zu sondieren, und sich dann nur bei Bedarf jemanden heraus picken.
 

Benutzer141862 

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Seltsam ist dass sie Dir nicht von alleine eine Absage geschickt hatten, das sollte Dich schon wundern.
Aber wenn Du nicht den Eindruck hast dass sie Dich einfach nur ausgesiebt haben, könntest Du es wieder versuchen.
Leg dann auch gleich die "nette" Antwort dazu dass Du Dich gerne wieder melden darfst.
Manchmal muss man sich erneut bewerben. Und da es eine andere Personalbetreuerin ist, könnte es sein dass sie einen neuen Stapel mit Bewerbungen braucht ;-)
Naja, das hat mich auch gewundert, da, wie gesagt, war das Interesse davor gegenseitig und der Umgang war sehr persönlich. Aber die Regel "keine Antwort ist auch eine Antwort" findet heute leider immer häufiger ihre Einsatz.

Aber es ist auch so dass Firmen manche Stellen dauerhaft ausschreiben, einfach nur um den Markt zu sondieren, und sich dann nur bei Bedarf jemanden heraus picken.
Das denke ich nicht, da diese Abteilung sich richtig intensiv entwickelt und einen der größten Umsätze für die Firma erwirtschaftet.

Die Stelle, um die ich mich beworben habe, wurde eigentlich für zwei Jahre befristet und ist eine Besetzung während der Elternzeit einer Mitarbeiterin. Die neuen Stellen sind unbefristet.
 

Benutzer151301 

Öfter im Forum
Bewirb dich :3. Moglichst persönlich würde ich sagen ... angenommen du hast da nen guten Eindruck hinterlassen ubd die Kollegen können sich darüber eh austauschen dann glaub ich das ist gut so.

Allerdings habe ich keine Erfahrung im Arbeitsmarkt also das ist nur meine unerfahrene eigene Einschätzung.
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Bewirb dich :3. Moglichst persönlich würde ich sagen ... angenommen du hast da nen guten Eindruck hinterlassen ubd die Kollegen können sich darüber eh austauschen dann glaub ich das ist gut so.
Was meinst du unter "persönlich"? Theorethisch müsste ich mich wieder durch Online-System bewerben.

Ich muss noch ergänzen, dass ich vor dem zweiten Gespräch (Probearbeiten) die damalige Personalerin nach einer alternativen (dennoch völlig legitimen :grin:) Reisekostenerstattung gefragt habe, wovon sie zuerst etwas verwirrt war und geantwortet, dass die Entscheidung später von der Fachabteilung getroffen wird. Dieses Thema habe ich selbst zunächst nicht mehr angesprochen und keine weiteren Infos von der Firma bekommen. Allerdings als ich nach der Absage meinen Antrag auf Reisekostenerstattung vorbereitet habe, habe ich die Personalerin wieder nachgefragt und sie hat schnell und freundlich bestätigt, dass die gewünschte Erstattung vollkommen i.O. sei.

Also, ich weiß nicht, welchen Eindruck ich bei der Personalabteilung hinterlassen habe :confused:
 

Benutzer151301 

Öfter im Forum
Mit persönlich meinte ich die betreffende Person im Konzern per email anschreiben.

Die einzige Erfahrung die ich mit Bewerbung habe war n Praktikum bei nem Großkonzern (henkel). Ich selbst war über Vitamin B reingekommen und ohne den persönlichen Kontakt hätte ich da auch keinen Praktikumsplatz bekommen.

Inwieweit das auf job Angebote zutrifft ist die frage, aber jemanden persönlich anzusprechen und ibteresse bekunden ist nie schlecht.

Wenn du dann gesagt bekommst dass du regulär bewerben musst ist das ok aber falls du schon mit einem Fuß in der Tür bist weil die sich an deinen Namen erinnern ist das super.

Zu verlieren hast du dadurch meiner Meinung nicht - nett und bestimmt fragen kommt meiner Erfahrung nach immer gut an ... und an der uni kriegt man Jobs fast nur so (zumindest als Student).
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Danke für deine Meinung. Generell stimme ich der zu, da ich eingentlich nicht zu der schüchternen Fraktion gehöre und mich eben aktiv bewerbe. Nur musste ich lernen, dass sogar freundliche Hartnäckigkeit und zu aktives Interesse oft eher negativ wirken.
 
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