Polyamorie und offene Beziehung - Zwischen Theorie und Praxis?

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Hey Leute :smile:

Ich hab in letzter Zeit über Polyamorie nachgedacht und wie ich dazustehe und....mir ist eingefallen, dass ich ja einfach euch nach einer Meinung fragen kann :upsidedown:

Ich frage mich zurzeit, ob Polyamorie etwas sein kann, was zwar theoretisch passend für mich klingt, aber in der Praxis doch nicht interessant für mich ist. Was ich an Polyamorie sehr gut finde, ist, dass kein Beziehungspartner ein Art Besitzanspruch stellt. Außerdem könnte ich mir vorstellen auch mit anderen mir nahe stehenden Freundinnen intim zu sein.

Ich frage mich, ob ich quasi theoretisch polyamor sein könnte oder eine offene Beziehung führen könnte, aber gewissermaßen aus Zuneigung zu meiner Freundin und auch aus bloßer Faulheit (für mehrere Affären oder ONS bin ich einfach zu faul :cool:), in der Praxis nicht polyamor bin.

Ich hoffe das kommt verständlich rüber. Meine Gedanken in Worte fassen, ist manchmal nicht so easy :whistle: Kann sein, dass ich die Begriffe offene Beziehung und Polyamorie vermische, aber ich finde, dass beide Aspekte wichtig für die Frage sind.

Und keine Angst, es gibt keine Probleme oder Streitereien bei uns. Mich interessiert nur, ob man polyamor sein kann, wenn man glücklich in einer monogamen und geschlossenen Beziehung sein kann und schlicht und ergreifend nicht das Interesse an ONS oder Affären hat.

Danke für Kommentare....falls das verständlich rüberkam :grin:
 

Benutzer130414 

Meistens hier zu finden
ja, ich weiß was du meinst.

ums mal an meiner Situation fest zu machen.
ich Liebe meine Frau, ich weiß aber, das ich auch andere Lieben könnte. vielleicht anders Lieben, aber Lieben.
ABER!
Ich bin zu faul, adere Menschen so tief kennen zu lernen, das sich Liebe entwickeln könnte, und die eine Dame wo ich weiß das ich sie auch Liebe( meine frau auch und umgekehrt) lebt 6500km von uns weg, und wenn man nicht grade Flüchtling oder Doktor ist, ist es sehr schwer nach Deutschland zu kommen. Und sie heiraten darf ich ja auch nicht, und meine Frau auch nicht... das ist verboten in Deutschland :cry:
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Da ich polyamor bin und in einer offenen Beziehung lebe, kann ich dir gleich sagen, ganz so einfach wie Du denkst ist das nicht.
Du musst dich mit dem Gedanken anfreunden können, daß die Frau mit der Du gerne intim wirst, auch mit Personen intim wird, die Du vielleicht echt zum Kotzen findest.
Je nachdem mit wie vielen Personen Du zusammenlebst, respektive regelmäßig Kontakt hast, kann sich das natürlich beliebig potenzieren.
Lebst Du mit zumindest einem Teil der Personen zusammen, wird dazu auch noch der Alltag komplizierter.
Schon aus Gründen des Schutzes sollte man einander auf dem laufenden halten, mit wem man in welchem Verhältnis steht....dem Vertrauen untereinander lastet man da manchmal einiges auf.
Manchmal möchte man jemand um sich haben....aber niemand hat Zeit/ist da.
Zu anderen Zeiten möchte man mal Ruhe haben....und dann hocken alle auf dir drauf...
 

Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Du solltest schon einen Unterschied zwischen polyamor und offene Beziehung machen. Denn letztlich entscheidet sich hierbei, worum es geht und wie weit du gehen willst.
Bei einer offenen Beziehung geht es meistens um Sex und andere Körperlichkeiten. Meistens wünscht man sich mehr Abwechslung oder will nicht den Partner alleine exklusiv für sich haben, wenn es um Zärtlichkeiten mit anderen geht. In den meisten Fällen spielen starke Gefühle, wie Liebe, keine so große oder sogar gar keine Rolle bei offenen Beziehungen. Es geht um Sex, ums mal banal zu sagen (ja ich weiß, viele Schattierungen und Farbvarianten).

Bei polyamoren Beziehungen aber geht es explizit darum, dass man richtige Liebe auch mit anderen Personen hat, sich neu verliebt. Hier braucht es sehr viel Vertrauen vom und zum Partner. Denn wenn du jemand anderen liebst und Sex mit ihm hast, kann man schnell schwimmen darin mit welchem Partner man eigentlich fest zusammen ist. Oder du hast tatsächlich funktionierende gleichwertige Beziehungen. Ich halte echte Polyamorie für sehr kompliziert, aber schön und frei. Nicht jeder kann damit leben, dass der Partner auch jemand anderen wirklich liebt. Weniger noch als wenn der Partner fremdvögelt.

Grundsatz ist von vorneherein: finde heraus was du willst. Willst du wirklich dich in andere Menschen verlieben? Oder willst du mit anderen Menschen intim werden/Sex haben? Und dann kläre das mit deiner Freundin. Ihr müsst euch da absolut einig sein, euch total vertrauen. Aber ihr solltet euch Grenzen stecken und diese respektieren. Sonst gefährdest du deine Beziehung radikal.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
In den meisten Fällen spielen starke Gefühle, wie Liebe, keine so große oder sogar gar keine Rolle bei offenen Beziehungen.
Das wage ich zu bezweifeln.
Ich kenne ein paar offene Beziehungen (polyamor ebenso wie nicht-polyamor).
Ich kenne davon nur eine in der Liebe keine größere Rolle spielt...
 

Benutzer36879 

Benutzer gesperrt
Es gibt kein "polyamor sein" oder "nicht-sein", das ist eine Einstellungssache und kein festes Genom!
Noch dazu würde ich dir raten, damit erstmal zu warten, du hast doch erst seit kurzem eine Freundin, über sowas würde ich erst später nachdenken, an deiner Stelle.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das wage ich zu bezweifeln.
Ich kenne ein paar offene Beziehungen (polyamor ebenso wie nicht-polyamor).
Ich kenne davon nur eine in der Liebe keine größere Rolle spielt...

Das verstehe ich jetzt nicht. Was ist denn der Unterschied zwischen polyamor und "offener Beziehung + Liebe"?

Also ich denke mal, dass man sicher prinzipiell "polyamor" sein kann, d.h., dass man prinzipiell emotional der Lage wären, mit mehr als einer Person eine Liebesbeziehung zu haben, und es trotzdem nicht praktiziert und auch nicht praktizieren will. Ich würde außerdem annehmen, dass sogar die allermeisten Menschen in diesem Sinne "prinzipiell polyamor" sind.

Ob man das praktiziert oder auch nur wirklich will, steht eben auf einem ganz anderen Blatt. Ich wollte das definitiv nicht, weil mir EINE Liebesbeziehung + damit in Zusammenhang stehender 5-köpfiger Familie absolut genügt. Es würde mich - auch ganz alltagspraktisch - höchstwahrscheinlich völlig überfordern, wenn da noch eine oder gar mehrere Liebesbeziehung von mir und meiner Frau wären. Das würde wohl zu einem totalen Chaos bzw. zu einem exorbitanten Koordinationsaufwand führen (mit wem fährt man in Urlaub, mit wem verbringt man wann den Abend/die Nacht, ist noch genug Zeit für die Kinder usw.)....Nenene....da wäre ich in kürzester Zeit ein Wrack bzw. reif für die Klapse.

Eine "offene Beziehung" wäre da wohl - jedenfalls was den Koordinationsaufwand und die Chaosgefah betrifft - deutlich einfacher zu realisieren. Da sind ja die Prioritäten ja üblicherweise klar gesetzt. Es gibt EINE Person, mit der man Leben und Alltag teilt und man hat halt noch sexuelle Beziehungen zu anderen (z.B. ONS, Affären). Hier hätte ich persönlich halt ein anderes Problem: Ich kann und mag Liebe und Sex nicht trennen. Sex ohne Liebe ist nichts für mich. Deswegen käme das also auch eine offene Beziehung für mich selbst nicht in Frage ....und deswegen bevorzuge ich meine langweilige monogame, mono-amore Lebensweise dann doch sehr!
Wenn meine Frau eine "offene Beziehung" (für sich) wollte, hätte ich in jedem Fall ein deutlich kleineres Problem damit, als wenn sie Polyamorie praktizieren will. Bei letzterem würde ich ziemlich panisch werden, weil ich unser Familienleben schon den Bach runter gehen sehe. Ersteres wäre ihr dagegen gerne gegönnt.
 
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Benutzer43798  (41)

Sehr bekannt hier
Das wage ich zu bezweifeln.
Ich kenne ein paar offene Beziehungen (polyamor ebenso wie nicht-polyamor).
Ich kenne davon nur eine in der Liebe keine größere Rolle spielt...

Ist ok. Vermutlich hat jeder seine eigene Definition. Wie wäre denn deine Unterscheidung zwischen einer offenen beziehung und einer polyamoren beziehung? Oder gäbe es da keine für dich?
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Es gibt kein "polyamor sein" oder "nicht-sein", das ist eine Einstellungssache und kein festes Genom!

Das wiederum glaube ich nicht. Es gibt Menschen, für die eine monogame Beziehung einfach "ein Käfig" ist. Wenn man sich eingeschränkt und fremdbestimmt fühlt, dann sind die Grenzen eben zu eng (für diese Person). Das ist nicht nur eine Einstellungssache. Andere fühlen sich in einer monogamen Beziehung pudelwohl und zufrieden.

Das ist in etwa das gleiche, wie homosexuell und heterosexuell zu sein. Natürlich könnte ich rein theoretisch in einer homosexuellen Beziehung leben... aber das ich heterosexuell veranlagt bin, ist keine Einstellung - ich wäre schlicht todunglücklich in einer Beziehung mit einem Menschen, den ich nicht auf diese Weise liebe.

Und so ist es auch mit der Polyamorie: ich gehe total auf in einer monogamen Beziehung. Klar könnte ich die Beziehung öffnen, aber warum? Es ist nicht nur eine Einstellungssache bei meinem Mann und mir - wir wären unglücklich und könnten den Gedanken nucht ertragen, mit einem anderen Menschen intim zu werden, als der einen Person, die wir lieben.
 

Benutzer36879 

Benutzer gesperrt
Zania, du glaubst allen Ernstes, dass "polyamor, nicht-polyamor" vergleichbar ist mit homosexuell oder heterosexuell??
Das ist doch hanebüchen. Das sind zwei komplett unterschiedliche Dinge.
Ich bin mir sehr sicher, dass die eigene Lebensgeschichte und Vorstellungen darüber entscheiden, was man bevorzugt. Das ist sowas wie Vegetarier oder eben nicht. Ändert sich mit der Einstellung.
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja, T To Zanarkand , das glaube ich. Ich glaube aber auch, dass es Menschen gibt, die sich in beiden Beziehungsmodellen wohl fühlen... es gibt auch viele Menschen, die sich nicht ausschließlich in einer homo- oder heterosexuellen Beziehung sehen. Natürlich kann man auch mit den Jahren offener werden und sich andere Beziehungsmodelle vorstellen - aber es gibt eben auch viele Menschen, die ihre Bi-Neigung erst im Laufe des Lebens erkennen.
Ich halte das für vergleichbar.

Frag doch einfach hier einige monogam-lebende Personen. Die meisten User hier dürfte man als überdurchschnittlich aufgeschlossen bezeichnen... trotzdem ist es schlicht nicht für jeden etwas, eine offene Beziehung zu führen.
Ebenso andersrum. Du wirst hier einige polyamor lebende Menschen im Forum finden, die eben ganz deutlich sagen können, dass sie sich in einer monogamen Beziehung nicht wohl fühlen würden. Das kommt eben ganz auf die eigene Neigung an.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Mhm ich hatte vor ein paar Wochen dazu eine Regen Austausch mit einer Dame hier im Forum die mir hilfreiche Tipps gegeben hat. @Fedora die Bühne gehört dir !

Es ging darum, dass ich 3 Frauen kennengelernt hatte und mich nicht entscheiden konnte.

Ich hatte bzw habe imemr noch für alle 3 Gefühle . Habe es mir allerdings mit der Offenheit bei ihnen verscherzt, dass sie nicht die einzigsten sind !

Polygamie ist wie wir feststellen mussten auch etwas was zerdacht wird. Oder vielen Menschen ist es einfach zu anstrengend zig Partner zu haben !

Im Endeffekt mir auch !
 
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Da ich polyamor bin und in einer offenen Beziehung lebe, kann ich dir gleich sagen, ganz so einfach wie Du denkst ist das nicht.
Du musst dich mit dem Gedanken anfreunden können, daß die Frau mit der Du gerne intim wirst, auch mit Personen intim wird, die Du vielleicht echt zum Kotzen findest.

Ich kann keinen Meter einschätzen, wie ich reagieren würde, wenn die Frau der Begierde mit irgendwelchen Assis im Bett wäre. Ich könnte natürlich sagen, dass mir das egal ist und sie Spaß haben soll, aber das kann ich natürlich nur theoretisch sagen.
Du solltest schon einen Unterschied zwischen polyamor und offene Beziehung machen. Denn letztlich entscheidet sich hierbei, worum es geht und wie weit du gehen willst.
Bei einer offenen Beziehung geht es meistens um Sex und andere Körperlichkeiten. Meistens wünscht man sich mehr Abwechslung oder will nicht den Partner alleine exklusiv für sich haben, wenn es um Zärtlichkeiten mit anderen geht. In den meisten Fällen spielen starke Gefühle, wie Liebe, keine so große oder sogar gar keine Rolle bei offenen Beziehungen. Es geht um Sex, ums mal banal zu sagen (ja ich weiß, viele Schattierungen und Farbvarianten).

Ich denke auch eher, dass in offenen Beziehungen die weiteren Sexpartnern nicht immer nur der Sex und der Sex allein im Vordergrund steht. Man kann ja durchaus auch Gefühle für andere Sexpartner haben, die man einfach gern hat.

Es gibt kein "polyamor sein" oder "nicht-sein", das ist eine Einstellungssache und kein festes Genom!
Noch dazu würde ich dir raten, damit erstmal zu warten, du hast doch erst seit kurzem eine Freundin, über sowas würde ich erst später nachdenken, an deiner Stelle.


Wie ich geschrieben habe, wäre ich dafür viel zu faul :zwinker:

Ich habe nicht vor irgendwas mit anderen anzufangen.
Das wiederum glaube ich nicht. Es gibt Menschen, für die eine monogame Beziehung einfach "ein Käfig" ist. Wenn man sich eingeschränkt und fremdbestimmt fühlt, dann sind die Grenzen eben zu eng (für diese Person). Das ist nicht nur eine Einstellungssache. Andere fühlen sich in einer monogamen Beziehung pudelwohl und zufrieden.

Ich finde den Vergleich mit dem Käfig nicht schlecht :smile: Die monogame Beziehung ist der Käfig, der sich aber für die Menschen, die keine anderen Partner wollen, einfach kein Käfig ist:upsidedown:


Nochmal für alle. Ich habe nicht vor irgendwas auszuprobieren und brauche auch keine Tipps was ich machen will :zwinker:
 
G

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Warum sollte ich polyamor sein wollen, wenn ich in einer monogamen Beziehung bereits glücklich bin und kein Interesse an anderen habe? Deinen Schilderungen konnte ich gut folgen, aber bei dem Satz verstehe ich den Sinn nicht. Wie meinst du das?

Weil ich das Konzept - mir fällt kein besseres Wort ein, klingt nach Handytarif - der offenen Beziehung gefällt und das auch bei polyamoren Menschen auftritt. Mir "gehört" mein Partner nicht und er soll sich frei entfalten können, ohne dass ich sage "Ich will nicht, dass du mit anderen flirtest"Sex hast etc." Aber mir persönlich wäre es einfach nicht wichtig genug, diese Freiheiten auch auszuleben. Das meine ich mit Theorie und Praxis.
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Weil ich das Konzept - mir fällt kein besseres Wort ein, klingt nach Handytarif - der offenen Beziehung gefällt und das auch bei polyamoren Menschen auftritt. Mir "gehört" mein Partner nicht und er soll sich frei entfalten können, ohne dass ich sage "Ich will nicht, dass du mit anderen flirtest"Sex hast etc." Aber mir persönlich wäre es einfach nicht wichtig genug, diese Freiheiten auch auszuleben. Das meine ich mit Theorie und Praxis.

Aber wäre dann nicht eher das "Konzept" von @celavie was für dich/euch? Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann haben sie und ihr Mann sich niemals die Treue versprochen. Finde ich eigentlich bei dieser Sichtweise den fairsten Umgang.
 
G

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Aber wäre dann nicht eher das "Konzept" von @celavie was für dich/euch? Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann haben sie und ihr Mann sich niemals die Treue versprochen. Finde ich eigentlich bei dieser Sichtweise den fairsten Umgang.

Es würde sie verletzten, wenn ich was mit einer anderen hätte, weswegen ich auch nicht vorhabe mit anderen was zu haben :zwinker:
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Korrigiert mich, wenn ich Polyamorie falsch definiere. Für mich bedeutet das nichts weiter, als dass man mehrere Menschen gleichzeitig liebt (und eben nicht einen auf die romantische Art und die anderen platonisch/freundschaftlich/familiär). Betonung liegt für mich auf "liebt". Nicht nur Sex mit hat.
Und da frage ich mich: wieso ist das ein Konzept, das man leben will? Wie kann man planen, irgendwann so zu leben? Wenn, dann passiert es doch einfach. Man verliebt sich in einen Menschen und dann in einen zweiten. Dann, wirklich erst dann, können sich diese Fragen doch erst stellen und man kann oder muss sich entscheiden, welchen Weg man gehen will. Vorher ist doch Alles Theoriekram, der zu nix führt.
Ob man monogam leben will oder nicht, kann man für sich selber überlegen und entscheiden. Das ist nach meinem Verständnis aber das Konzept der offenen Beziehung. Sich aber zu verlieben und dann auch noch in mehrere Menschen gleichzeitig, ist nicht planbar.
 
B

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Letztlich sind Beziehungen immer sehr einzigartig und das macht auch polyamoren Konzepten keine Ausnahme. Ich denke, man muss generell von diesem Bild wegkommen, dass es dieses Konzept gibt, das zu einem passt. Du hast nun Gefallen an manchen Aspekten der Polyamory gefunden; schau, welche davon für dich Sinn machen und sprich das mit deiner Freundin mal an. Meine erste (na ja, meine zweite) offene Beziehung begann damit, dass wir leute des gleichen Geschlechts küssen durften, als Beispiel.

Ich lebe zwar polyamor, aber der Übergang zu einer offenen Beziehung ist sehr fliessend. Ich kann es mir nicht vorstellen, so innige Gefühle für eine weitere Person zu haben; trotzdem möchte ich es nicht ausschliessen. Von unseren Erfahrungen mit anderen Menschen erzählen wir uns alles. Das ist jetzt kein Muss, aber es ergab sich irgendwann so und ich finde das irgendwie gut, mich mit jemanden, der mir sexuell (und romantisch) nahe steht, darüber austauschen zu können - es erweitert quasi meinen Horizont. Es ist auch die einzige Person, bei der nicht mit einem Kondom verhütet wird; eine gewisse Exklusivität ist also schon da; eine ganz praktische.

Ich kann keinen Meter einschätzen, wie ich reagieren würde, wenn die Frau der Begierde mit irgendwelchen Assis im Bett wäre. Ich könnte natürlich sagen, dass mir das egal ist und sie Spaß haben soll, aber das kann ich natürlich nur theoretisch sagen.
Was ist ein Assi denn für dich überhaupt und welche Art negativer Gefühle löst es bei dir aus? Ich kenne nämlich das Gefühl auch, aber da beomme ich eher Mitleid wegen den schlechten Erfahrungen, die die Person gemacht hat...

Um deine Frage zu beantworten: Ein wenig polyamor ist wohl jeder; Sex lässt sich nur schlecht von anderweitig gelebter Intimität wegdenken (also z.B. Zärtlichkeit / Anziehung zu Freundinnen). Ich hoffe, du kannst mit deiner Freundin offen darüber reden. Nicht im Sinne, dass du versuchst, mehr Freiheiten rauszuhandeln, sondern, weil sich der*die Partner*In eben gut dazu eignet, in solchen Dingen zu sich zu finden. Im Kopf kann ich mir auch viele Dinge vorstellen, die ich im RL (noch) nicht ausprobieren möchte :zwinker:
 
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Was ist ein Assi denn für dich überhaupt und welche Art negativer Gefühle löst es bei dir aus? Ich kenne nämlich das Gefühl auch, aber da beomme ich eher Mitleid wegen den schlechten Erfahrungen, die die Person gemacht hat...

Off-Topic:
Es ging einfach um das Beispiel, das meine Freundin in einer offenen Beziehung mit jemandem Sex haben könnte, den ich nicht mag und das man das ebenso zu akzeptieren hat. Ich hab einfach salopp Assi gesagt :zwinker:


Dass so ein Theoriekram vielleicht nicht so fruchtbar ist, weiß ich Mark11 Mark11 Aber ich wollte es trotzdem mal im Forum diskutieren (um zu beweisen, dass das Forum nicht tot ist :ninja:), weil ich es interessant finde, wie weit entfernt das Handeln und das Denken/Empfinden sein kann. Letztlich muss jeder sich ja selbst kennen und da braucht man keine Leute, die einem Definitionen geben...was mich nicht daran abhält anderen meine wirren Gedanken mitzuteilen :smile2:
 
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