PL hat mich entmoralisiert (im traditionellen Sinne)?

Benutzer91095 

Team-Alumni
Hallo,

nein, ich will nicht die ganze Schuld auf PL abschieben :zwinker: Fakt ist einfach: bevor ich hier angemeldet war, war ich ein schüchternes, scheues Lämmchen, das sexuell recht wenig erfahren war. Ich war wenig aufgeschlossen und eher ein kleines, graues Mäuschen. Sexuell und beziehungstechnisch gesehen hatte ich wenig Selbstvertrauen, weil meine vorherigen Männergeschichten immer ganz fürchterlich gescheitert sind. Dann habe ich über einige Monate hinweg eine enorme Persönlichkeitsentwicklung an mir selbst erlebt. Ich weiß nicht, wieso und warum das so plötzlich passiert ist, aber es ist passiert, dass ich innerhalb kürzester Zeit auf diesem Gebiet wieder voll dabei war, mein Selbstvertrauen auch bei Männern wieder hatte und das auch ausgestrahlt habe (und auch immer noch tue). Dann hab ich auch bald meinen jetzigen Freund kennengelernt und alles war wieder super im Lot. Soweit so gut.

Ich hatte mich ursprünglich sexuell eher konservativ gesehen, muss jedoch feststellen, dass ich das anscheinend doch gar nicht bin. Durch eingehende PL-Lektüre und der Beschäftigung mit anderen Beziehungsgeschichten, etc. bin ich auf einmal sicher, dass ich Sex von Liebe trennen kann, dass körperliche Treue für mich keine so große Rolle spielt. Ich bin immer etwas neidisch auf Leute, die eine funktionierende offene Beziehung haben (ich kenne welche persönlich). Ich hatte innerhalb des letzten halben Jahres 3 ganz eindeutige Angebote von netten und attraktiven Männern, die ich alle in den Wind geschlagen habe, weil ich mich natürlich an die Spielregeln meiner Beziehung halte. Aber: Es war verdammt schwer. Das muss ich zugeben. Ich stecke dann in so einer Situation, dass ich mir denke: Es besteht absolut keine Gefahr für meine Beziehung, der andere Mensch ist attraktiv und nett, aber es würde nie mehr draus werden. Ich hab grad Lust und mein Freund ist ganz fern. Warum muss ich mich zusammenreißen? Warum kann ich nicht die Vertrautheit und die Geborgenheit innerhalb einer Beziehung und das Aufregende und Neue außerhalb genießen? Warum muss ich mich für eines davon entscheiden?

Nun ja. Nur damit das klar ist: Ich würde meinen Partner nie hintergehen. Dazu respektiere ich ihn und unsere Beziehung zu sehr. Aber so langsam wird es wirklich schwierig, immer Widerstand zu leisten, wenn sich eine Gelegenheit bietet (und ich lege es wirklich nicht drauf an. Solche Menschen passieren mir einfach aus heiterem Himmel). Ich hab auch schon mal versucht, mit meinem Freund darüber zu reden, aber er hat sofort abgeblockt und überhaupt kein Interesse gezeigt, diesbezüglich irgendetwas an seiner Einstellung zu ändern.

Ich weiß gar nicht, was ich mit diesem Thread will. Vielleicht einfach nur ein wenig Input von Leuten, die was dazu zu sagen haben, denen es ähnlich geht oder die damit zu kämpfen haben :smile:


(Bitte keine Beschimpfungen oder Unterstellungen, dass meine Beziehung nicht glücklich wäre oder mein Partner mich sexuell nicht befriedigen könnte.)
 

Benutzer56469  (36)

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Ich habe einiges durch PL bzw die User und ihre Geschichten hier gelernt. Ich hab mich ja angemeldet da hatte ich meinen ersten richtigen Freund mit allem drum und dran und hab glaub ich damals ein Thema nach dem anderen erstellt. :ashamed: Ich bin sicherer geworden, offener und sehe viele Dinge anders, größtenteils aber auch durch meine kaputt gegangene erste Beziehung.

Fazit: Ich bereue es nicht hier angemeldet zu sein.
 

Benutzer5191  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Tja PL habe ich auch nie bereut. Das einzige was ich lernen muss auch mal loszulassen. Schaue mal mehr und mal wweniger hier rein. Hat mir schon vieles gebracht.

Ich denke in deinem Fall wird sich da aber kaum eine Lösung finden lassen. Wenn dein Freund es so sieht, dann ist das seine Einstellung dazu. Es hört sich ja aber auch so an, als wenn du sexuell eigentlich zufrieden bist mit deinem Freund. Ich wäre aber auch nicht der Typ für eine offene Beziehung, wenn auch durchaus der Gedanke daran in meiner (noch) Beziehung gekommen ist. Ich aber bin für Gleichberechtigung. Ich möchte meinen Partner nicht teilen und so kann ich es auch nicht von ihm verlangen, dass sie micht teilt.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Also bereuen tu ich PL auch nicht. Ich weiß ja auch nicht, ob es wirklich nur mit PL zusammenhängt. Schließlich sind hier ja auch jede Menge Leute da, die keine offene Beziehung führen oder wollen. Vielleicht hab ich einfach eine "Veranlagung" dafür, die durch PL noch unterstützt wurde.

Ich hätte jedenfalls kein Problem damit, meinen Partner zu "teilen", solange es "nur" Sex wäre. Das denke ich jedenfalls momentan.
 

Benutzer5191  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Ja und nein. Liebe und Sex kann man trennen. Für mich aber auch nur außerhalb einer Beziehung. Sex mit einem geliebten Partner würde ich immer als chöner empfinden, weil hier eine ganz andere Harmonie herrscht. Ich hatte noch keinen ONS, will das aber wenn ich denn dann wirklich single sein soll ändern. Einfach aus Geilheit. Keine Verpflichtung. Vielleicht wird es wiederholt oder auch nicht. Da zählt dann aber nur die Geilheit und das neue.

Ich hätte auch nichts gegen nen dreier, wenn beide damit einverstanden sind und Lust haben, aber das Sie weggeht mit dem "Ziel" nen andern zu haben, dass würde ich auch nicht wollen.
 
C

Benutzer

Gast
Ich hatte mich ursprünglich sexuell eher konservativ gesehen, muss jedoch feststellen, dass ich das anscheinend doch gar nicht bin.
Nun, die Sexualität eines Menschen ist nunmal dynamisch und nicht statisch und es gibt diverse Einflüsse von Aussen, welche diesen Prozess steuert. Natürlich kann man da nicht genau sagen, welche Einflüsse dies sind und wie diese jemanden steuern, dies ist recht komplex und wohl für jeden individuell.

Ich hab grad Lust und mein Freund ist ganz fern. Warum muss ich mich zusammenreißen? Warum kann ich nicht die Vertrautheit und die Geborgenheit innerhalb einer Beziehung und das Aufregende und Neue außerhalb genießen? Warum muss ich mich für eines davon entscheiden?

Musst du nicht? Du scheinst gewisse sexuelle Vorlieben zu besitzen, welche nicht in eine monoamoröse Beziehung passen und es liegt nun an dir, dir zu überlegen was dir wichtiger ist: Die Beziehung in der jetzigen Form, oder aber, dass du deine oben dargestellten sexuellen Vorlieben ausleben kannst, dies vielleicht nicht mit deinem aktuellen Partner, aber es gibt genug Personen, welche eine offene Beziehung leben können.

Aber genauso kannst du mit deinem Partner über die Thematik sprechen und eben in eine offene Beziehung übergehen könnt.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Irgendwie würde ich mir sehr blöd vorkommen, wenn ich eine funktionierende Beziehung wegen sowas beenden würde. Es ist ja nicht so, dass ich gesamtheitlich unglücklich bin, nur fällt es mir schwer, mich in den bestimmten Situationen zusammenzureißen. Letztendlich bin ich dann doch dafür, dass man Sex nicht überbewerten sollte, sowohl nicht innerhalb einer Beziehung als auch außerhalb. Aber ich weiß auch nicht. Ich hoffe darauf, dass es bei mir nur eine Phase ist, oder dass mein Freund irgendwann etwas offener wird.
 

Benutzer27629 

Meistens hier zu finden
Ich denke auch, dass PL meine Sexualität beeinflusst hat, bzw. eher die bewusste Auseinandersetzung damit, und der offene Austausch wie er hier statt findet, ist dabei natürlich sehr hilfreich.

Was das Thema offene Beziehung und Trennen von Sex und liebe angeht, denke ich auch, dass das eine Entwicklung sein kann.. also sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Kann sein, jemand hat jahrelang eine offene Beziehung oder nur ONS und sehnt sich dann eben nach Verbindlichkeit und Treue oder umgekehrt. Es kommt wohl immer auf die jeweilige Lebenssituation an. Auch Ansichten können sich ja ändern, wenn man sie nach einer gewissen Zeit oder aus einer anderen Perspektive und mit neuen Erfahrungen und Erkenntnissen betrachtet.

Ob es dir in einer offenen Beziehung gut gehen würde, kannst du erst dann beurteilen, wenn du es erlebt hast. Bis dahin schwebt darüber natürlich der schöne Schleier der Fantasie.. aber man kann sich nie so richtig ausmalen, wie sich etwas dann tatsächlich in dem einzelnen Moment anfühlen wird oder wie man nach der Erfahrung denken wird.

Ich finde es auf jeden Fall gut, offen zu sein und Dinge auszuprobieren, natürlich nur, so lange keiner drunter leiden muss.
 

Benutzer5191  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Sei froh das du eine solche Beziehung hast. Vielleicht hilft euch auch einfach ein wenig Abwechslung, sodass der Drang nicht mehr so groß ist von deiner Seite aus. Andere Orte, Stellungen etc. Was soll dir ein anderer bieten,
was dein Partner dir nicht auch bieten kann.

Du schreibst das man Sex nicht überbewerten soll, aber ein wenig machst du das ja gerade selber. Oder nicht?
 
C

Benutzer

Gast
Nun, es ist deine Entscheidung ein Teil deiner Persönlichkeit für eine Beziehung zu unterdrücken – dies wird auch oft genug gemacht und muss keineswegs nur schlecht sein.
Du wägst also ab, was dir wichtiger ist und aufgrunddessen entscheidest du dich, entweder für deine Freiheit und die Möglichkeit deine sexuelle Vorliebe ausleben zu können, oder aber du entscheidest dich für die Beziehung.
Beziehungen funktionieren leicht, solange man sich nicht an die Gurgel gehen möchte, aber ob diese auch harmonisch und erfüllend sind, ist eine andere Sache.

Wie geschrieben, die Sexualität ist dynamisch und dementsprechend kann es sich bei dir ändern, oder aber bei deinem Freund, sich darauf zu verlassen ist aber meiner Meinung nach keine allzugute Idee.
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Hallo,

Aber: Es war verdammt schwer. Das muss ich zugeben. Ich stecke dann in so einer Situation, dass ich mir denke: Es besteht absolut keine Gefahr für meine Beziehung, der andere Mensch ist attraktiv und nett, aber es würde nie mehr draus werden. Ich hab grad Lust und mein Freund ist ganz fern. Warum muss ich mich zusammenreißen? Warum kann ich nicht die Vertrautheit und die Geborgenheit innerhalb einer Beziehung und das Aufregende und Neue außerhalb genießen? Warum muss ich mich für eines davon entscheiden?

Das frage ich mich auch immer, es könnte alles sooooo einfach sein und die Menschheit macht es sich unnötig kompliziert.:hmm:

Aber so langsam wird es wirklich schwierig, immer Widerstand zu leisten, wenn sich eine Gelegenheit bietet (und ich lege es wirklich nicht drauf an. Solche Menschen passieren mir einfach aus heiterem Himmel). Ich hab auch schon mal versucht, mit meinem Freund darüber zu reden, aber er hat sofort abgeblockt und überhaupt kein Interesse gezeigt, diesbezüglich irgendetwas an seiner Einstellung zu ändern.

Ich weiß gar nicht, was ich mit diesem Thread will. Vielleicht einfach nur ein wenig Input von Leuten, die was dazu zu sagen haben, denen es ähnlich geht oder die damit zu kämpfen haben :smile:

Oh ja ich weiß genau was du meinst.:zwinker:
Und ich ahne auch, was es in dir auslöst und auslösen wird.:zwinker:
 

Benutzer34605  (35)

Sehr bekannt hier
Dass dich ein Online-Forum "entmoralisiert" hat, würde ich nun nicht behaupten.

Das hier:

Nun, die Sexualität eines Menschen ist nunmal dynamisch und nicht statisch und es gibt diverse Einflüsse von Aussen, welche diesen Prozess steuert. Natürlich kann man da nicht genau sagen, welche Einflüsse dies sind und wie diese jemanden steuern, dies ist recht komplex und wohl für jeden individuell.

trifft es ganz gut und so wird es auch bei dir sein.

Du bist mit einem bestimmten sexuellen Bild aufgewachsen und hast halt bisher immer danach gelebt und für dich war es richtig.

Durch das Forum hast du jediglich andere Perspektiven diesbezüglich kennen gelernt, aber die Entscheidung, was davon nun für dich richtig ist und was nicht, hast du ja ganz alleine getroffen.

Du musst wissen, was für dich wichtig ist: Dein Freund, den du ja, wie du schreibst, liebst, oder aber dein Drang, Neues kennen zu lernen.

Alles unter einen Hut zu bekommen und jeden zufrieden zu stellen, wird dabei leider nicht funktionieren, da die Ansichten halt zu verschieden sind.

Handle dementsprechend, wohin dein innerer Drang führt. Du alleine kannst nur wissen, was dein Herz am ehesten glücklich macht.

Bevor ich allerdings irgendwelche Konsequenzen ziehe, würde ich wirklich mal ganz allgemein und unverbindlich mit deinem Freund über dieses Thema reden.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Du schreibst das man Sex nicht überbewerten soll, aber ein wenig machst du das ja gerade selber. Oder nicht?

Ja, ich mache es, weil ich nicht weiß, was ich will. Bzw. ich weiß, was ich will, aber ich kann es nicht haben. Und mit dem Überbewerten meine ich in beide Richtungen: Wenn ich Sex mit einer anderen Person hab, dann passiert es auch nur aus "Geilheit" und aus Interesse. Es ist sonst nichts dahinter. Keine Gefühle, keine Zukunft, kein gar nichts. Ich würde meine Beziehung nie wegen sowas gefährden. Natürlich ist der Sex innerhalb einer Beziehung schön, aber ich glaube nicht, dass er vergleichbar ist mit zwanglosem Sex außerhalb. Das ist einfach was anderes. Und es ist auch nicht so, dass ich jede Woche mit wem anderen in die Kiste steigen würde, wenn ich nicht in der Beziehung wäre oder wenn ich eine offene Beziehung hätte. Nur, ich würde nicht mehr durch diese unsichtbaren Fesseln, die ich persönlich ja überflüssig finde, daran gehindert werden, falls es mal dazu kommen könnte.

Wie Lollypoppy sagt: Es könnte alles soooo einfach sein.


Letztendlich hab ich immer irgendwie im Kopf, dass es vllt bei meinem Freund ähnlich sein könnte wie bei mir: Also, dass er vllt nur noch dafür "geöffnet" werden muss, sowie es ja auch bei mir war.

Allerdings gibt es einen Grund, warum ich bisher nicht richtig ernsthaft mit ihm drüber geredet habe: Mein Freund ist momentan absolut uneifersüchtig und das rechne ich ihm sehr hoch an. Ich möchte diesen Zustand nicht gefährden mit einem möglicherweise ergebnislosen Gespräch über mich und generelle sexuelle Offenheit. Ich denke, das könnte ziemlich viel in unserem Verhältnis kaputt machen und ich würde es ihm nicht mal übelnehmen.
 

Benutzer65590 

Beiträge füllen Bücher
Ich persönlich würde es ja eher positiv einschätzen, wenn ich durch externen Informationsinput nicht nur meinen Horizont erweitern, sondern sogar ganz neue Seiten an mir entdecken würde - zumal Seiten, die einer inneren Veranlagung entsprechen, welche ich bislang aus Gründen der Unkenntnis und vielleicht des gesellschaftlichen Zwanges unterdrückt oder jedenfalls ignoriert hätte...

Aber klar, nicht jede neue Facette des eigenen Selbst lässt dich problemlos entwickeln und ausleben. Wenn du durch intensive Beschäftigung mit dem Thema Sex - wo und wie auch immer - nun an neuen und erweiterten Formen der Sexualität interessiert bist, dann wirst du das vermutlich irgendwie mit deiner Lebenssituation arrangieren müssen. Vermutlich hättest du dich damals besser in einem Modellbauforum angemeldet, dann bräuchtest du jetzt nur einen Hobbyraum und 100€ im Monat... :zwinker:

Ich persönlich würde dir raten, den Weg der sexuellen Selbstfindung konsequent so weit fortzuführen, wie du es mit deinem sozialen Umfeld vereinbaren kannst. Das Ziel sollte immer sein: maximales Lebensglück. Wie das zu erreichen ist? Ob durch mehr sexuelle Freiheit oder doch durch die Geborgenheit einer Beziehung? Kann ich dir nicht sagen, das musst du selber herausfinden.
Ich kann dir allerdings ein Beispiel aufzeigen: ich selber bin ein sexuell ziemlich aufgeschlossener Mensch; ich könnte mir vorstellen, dass auch für mich eine offene Beziehungsform der Idealzustand wäre. Tatsächlich lebe ich allerdings seit 6 Jahren in einer sehr monogamen Beziehung, in der es auch wegen Sex die ein oder andere Reiberei gibt und sexuell bei weitem nicht alles ideal zusammenläuft. - Trotzdem würde ich diese Beziehung meinen sexuellen Mehrfantasien nicht opfern wollen. Warum? Weil sie mich trotzdem sehr glücklich macht und mein Leben momentan sehr bereichert und auch angenehm macht. Was die Zukunft bringt - keine Ahnung, aber momemtan gibt mir diese Partnerschaft Glück und frieden, auch ohne offene Beziehung - eine Lebensform, für die ich momentan vermutlich auch gar nicht die Zeit hätte :zwinker:
 

Benutzer58054  (39)

Sehr bekannt hier
Vielleicht bist du auch einfach älter und erfahrener geworden. Die Persönlichkeitentwicklung, die bei fast jedem nochmal einen irrsinnigen Schub in den 20ern macht, kommt ganz unabhänig von den Geschichten und Problemen fremder Menschen.

Ich lebe seit Jahren eine harmonische offene Beziehung und meine Freundinnen, die von PL nichts wissen, fangen auch langsam an, sich für meine Lebensform mehr zu interessieren (früher bekam ich immer nur zu hören "wie kannst du das nur" und "ich könnte das nie"...). Beide sind zwischen 26 respek. 28. Sie haben halt auch gemerkt, dass man entweder eine lange harmonische Beziehung hat, wo die Zuneigung die Leidenschaft aufrißt, oder kurze heiße Abentheuer! Beides ist unbefriedigend!

Und ja, ich pauschalisiere hier - jeder, der sich dadurch angegriffen fühlt, kann "in meiner Welt" oder "üblicherweise" in die Sätze einbauen!
 

Benutzer29410 

Beiträge füllen Bücher
Ich wollte mich ja zurückhalten, aber wenn ich sowas hier lese:

Sie haben halt auch gemerkt, dass man entweder eine lange harmonische Beziehung hat, wo die Zuneigung die Leidenschaft aufrißt, oder kurze heiße Abentheuer!Und ja, ich pauschalisiere hier - jeder, der sich dadurch angegriffen fühlt, kann "in meiner Welt" oder "üblicherweise" in die Sätze einbauen!

kann ich nur sagen:

Gut, dass ich nicht in deiner Welt lebe. ;-) Ich bin nach 3+ Jahren immer noch vollauf mit dem Einen zufrieden und glücklich und brauche keine heissen Abenteuer: unser partnerschaftlich-monogames Bett ist heiss genug, und wir haben noch längst nicht alles "durch". *ggg* Und wir sind weiss Gott nicht die einzigen. "Üblicherweise" passt hier also wohl nicht ganz!

Ich kenne übrigens im entfernten Bekanntenkreis auch offene Beziehungen, die an Eifersucht (sowas Böses!) und ungesundem Wettbewerb (Mist, er hat ne Schnitte abgeschleppt. Was mach ich nun, ich brauch auch was zum Vögeln. oder Er hat mit seiner Ex geschlafen, das war nicht abgemacht!) und generellem Chaos zugrunde gegangen sind. "Walle, walle manche Strecke..."
Viele Menschen scheinen von ihrer offenen Beziehung schlichtweg überfordert zu sein.

Wer über monogame Beziehungen in Bausch und Bogen urteilt, muss sich auch das Contra gefallen lassen.

@TS: das hat wohl weniger etwas mit Moral, als mit persönlicher Einstellung zum Leben, zur Liebe, zum Partner und zu sich selbst zu tun. Häng doch Beziehungen kein "Moralmäntelchen" um, das ist nicht passend.
Es gibt keine moralischen und keine unmoralischen Beziehungen, es gibt nur glückliche, solalale und unglückliche.
*duckundweg*
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Off-Topic:
Hallo Piratin,

ich wollte zu dem Post auch schon fast was schreiben, habe mir aber dann gedacht, dass es dann stark vom Thema abweichen wird. Ich glaube jedenfalls nicht, dass eine monogame Beziehungsform nicht klappen kann oder automatisch dem Untergang geweiht ist. Jede Beziehung ist anders. Was für den einen klappt, kann sich der nächste gar nicht vorstellen. So gesehen würde ich grad bei dem Thema nie von einem selbst auf die Allgemeinheit schließen. Und auch gar nicht verurteilen. Es gibt offene Beziehungen und monogame Beziehungen, die scheiße ablaufen. Und es gibt offene Beziehungen und monogame Beziehungen, die wunderbar funktionieren. Aber das ist hier, wie gesagt, eigentlich gar nicht das Thema und sollte außer Frage stehen.
 

Benutzer58054  (39)

Sehr bekannt hier
Oh, ich lasse mir gern Kontra gefallen! Ich habe lediglich MEINE MEINUNG und meine Beobachtungen wiedergegeben. Keine Beziehung hat es in meinem Umfeld überlebt / In keiner Beziehung wurde nicht betrogen.
Meine "Studie" bezieht sich auf lange Beziehungen zwischen dem 20-30 Lebensjahr. Mit lang meine ich 5 Jahre und länger. Und sei doch mal ehrlich - jeden Tag werden hier min. 2 Threads eröffnet mit folgenden Themen:

- "Sie will nicht mehr!"
-"Ich liebe sie und will sie nicht aufgeben aber im Bett läuft es schlecht"
- "Andere Männer reizen mich mehr als mein Mann" ...

Wo die wohl alle herkommen... - wahrscheinlich passen sie nur sexuell nicht zusammen!

Gut! Ich beglückwünsche dich, liebe Piratin, dass du tatsächlich den Traum aller leben darfst. Ich für meinen Teil lebe seit 8 Jahren in dieser Beziehung und hätte mit einer Menge Typen abstürtzen können. Tatsächlich habe ich noch nie Sex mit einem anderen gehabt. Warum?! Weil diese Abmachung unser (Sex)Leben so bereichert, dass ich das nicht nötig habe.

@TS: Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass deine Lust auf andere Männer von einer intensiven PL Studie kommt! Wahrscheinlich machen dir deine "schlechten Gedanken" ein schlechtes Gewissen. Die schlechten Gedanken kommen aber doch nicht aus einer Lebensgeschichte eines anderen Menschen, sondern entstehen, wenn dich ein heißer Typ anbaggert.
Eine offene Beziehung ist für die wenigsten die optimale Lösung, da oft nur einer "mitmacht" um den anderen zu halten. Vielleicht ist das auch nicht euer/dein Problem, vielleicht müsste dein Freund dich mehr begehren (d.h. nicht unbedingt mehr Sex haben). Eventuell könnte das dein Aufmerksamkeitsdefizit ausgleichen.
 

Benutzer20011 

Verbringt hier viel Zeit
ich denke einfach du fuehlst dich sexuell nicht ausgelastet. wahrscheinlich bist du noch jung und in dieser phase testen frauen nunmal gerne ihren marktwert ueber ihr aeußerers, gucken wie weit sie gehen koennen, brauchen bestaetigung. ist ne ziemlich normale entwicklung.
ich kann da nur aus eigener erfahrung sprechen ... ich hatte eine sehr extreme ausleb-phase mit unglaublich viel wechselnden partnern und hab nie genug bekommen koennen. aber das wird irgendwann furchtbar langweilig und eintoenig. und schließlich ist es nur sex, geilheit. es fuehlt sich aufregend an, aber es verschafft keine dauerhafte befriedigung, zumindest fuer mich nicht mehr. es fuehlt sich eher an, als wuerdest du die ganze zeit auf einem level stagnieren und nicht die naechste emotionale ebene erklimmen. sex ist geil fuer einen winzigen moment, aber das wars dann auch so ziemlich.
denn nachdem ich dann die ein oder andere hatte, wo ich ploetzlich aus heiterem himmel gefuehle entwickelte, die ich zuvor so noch nicht erlebt habe, waren mir sexualpartner voellig egal geworden. und dieses gefuehl verschaffte mir im gegensatz zum sex befriedigung ueber ganze zeitraeume hinweg und nicht nur temporaer. es fuellte mich innerlich aus, bei sex kam danach einfach die naechste, um wieder geilheit spueren zu koennen.

ich wollte nur noch DIESE frau dann. mich interessierten andere nicht mehr, egal wie geil/sonstwas sie waren. denn ich hab mit diesen frauen das wunderbare gefuehl tiefer emotionaler verbundenheit erleben koennen, das gefuehl meine fehlende haelfte gefunden zu haben.
und dagegen verscheißt bloßer sex einfach und wird laecherlich banal, die tiefe an emotionaler empfindung mit dem EINEN partner ist damit nicht im ansatz zu vergleichen.

ich habe zb auch offene beziehungen gelebt, aber nach meiner erfahrung kann ich jetzt sagen, dass es zwar eine angenehme und interessante beziehungsform sein kann, aber man wird dabei nie diese tiefe empfinden, die ich in monogamen beziehungen kennenlernen durfte. außerdem WILLST du dann diese offene beziehungsform nicht leben wollen, wenn du den einen gefunden hast. wenn du das irgendeinmal hast, wirst du wissen was ich meine und in dem moment verpuffen alle anderen maenner fuer dich in absoluter bedeutungslosigkeit denke ich. das einzige was dann fuer dich zaehlt ist deine andere haelfte und nichts anderes. (nicht verwechseln mit selbstaufgabe)
klingt nach zwang? nein. es ist fuer dich dann voellig natuerlich und du wirst gar nichts hinterfragen. du wirst einfach wissen das es richtig ist.
 
U

Benutzer

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Du sagst du kannst Liebe uns Sex trennen? Wie viele haben das schon vor dir behauptet und haben sich dann in einen neuen Sex-Partner verliebt ... Wie schnell kann das gehen...
 
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