Plötzlich mit den Nerven völlig am Ende

Benutzer93808 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo Ihr!

Weiß nicht so richtig was ich mit dem anfangen soll was mir grade passiert ist. Bei mir war in letzter Zeit viel los, ich bin wegen dem Studium in eine andere Stadt gezogen, meine Eltern haben sich getrennt und sind auseinander gezogen sodass ich jetzt in meiner Heimatstadt eigentlich kein Zuhause (also kein eigenes Zimmer und keine bekannte Wohnung) mehr habe obwohl ich erst vor 2 Monaten von dort ausgezogen bin. Das macht mir natürlich zu schaffen, allerdings dachte ich aber ich würde ganz gut damit zurecht kommen. Jedenfalls gings mir hier nie schlecht, war vielleicht mal traurig aber mehr nicht.
Seit ein paar Tagen arbeite ich noch sehr viel neben dem Studium, was mich natürlich auch belastet aber eigentlich nicht so schlimm ist.
Naja und heute beim arbeiten wurde mir dann plötzlich ganz komisch. Hat damit angefangen, dass ich nicht mehr klar denken konnte und mich bei den einfachsten Sachen verrechnet habe. Dann ist mir schwindelig geworden und mir sind ständig Tränen in die Augen gestiegen. Hab das alles überhaupt nicht verstanden und natürlich Angst gekriegt und gezittert. Bin dann rausgegangen, hab mich auf den Boden gesetzt, versucht ruhig zu atmen und furchtbar geweint. Jetzt gehts mir wieder ganz gut aber ich hab keine Ahnung was ich damit jetzt anfangen soll. Ich hab das Gefühl ich kenn mich selbst nicht mehr...
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Kann alles, von Burn-Out üben Panikattacke bis hin zu Schwächeanfall sein.
Am besten die Symptome mal beim Arzt abklären lassen.
 

Benutzer93808 

Verbringt hier viel Zeit
Ja? Bin mir grade nicht so sicher ob ich wegen sowas wirklich gleich zum Arzt gehen sollte...
 

Benutzer97645  (38)

Sorgt für Gesprächsstoff
Gut wäre, wenn Du jemanden hättest, mit dem Du mal über all das reden könntest, was Dich belastet!
Das kann eine gute Freundin sein oder vielleicht auch eine Beratungsstelle (psychosozialer Dienst der Uni?).

Für mich klingt es so, als hättest Du da eine ganze Menge in Dich hineingefressen.
Du scheinst eine sehr starke Person zu sein, die alles erstmal gut wegsteckt.
Das ist einerseits bewundernswert und hat viel Gutes! Der einzige Nachteil besteht darin, dass Du wahrscheinlich dazu neigst, DICH manchmal dabei zu vergessen.

Mit dem plötzlichen Weinen bei der Arbeit hat sich dein Körper/deine Seele ein Ventil geschafft, um die angestaute Anspannung loszuwerden.
Könntest Du Dir vorstellen, Dir in Deinem Alltag ein Ventil für Deinen Frust zu suchen?
Wie wäre es mit Sport? Oder einem künstlerischen Hobby?
Wichtig fände ich aber, wie schon erwähnt, dass Du Dir jemanden zum Quatschen suchst!

alles Liebe!

Indianerin
 

Benutzer93808 

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Hey vielen Dank für die Antworten, stimmt schon dass ich viel in mich reingefressen hab. Hab das wohl nur nicht so mitbekommen... Ich glaub das Schlimmste ist, dass ich grade so viel machen muss. Immer wenn ich grade keine Uni hab muss ich arbeiten und wenn ich dann abends heimkomm kann ich auch nur noch mit viel Druck was für die Uni machen und alles andere bleibt eh auf der Strecke.
Wär glaub ich grade am besten nicht mehr arbeiten zu gehen. Bin auch nicht wirklich darauf angewiesen aber eigentlich noch für 2 Wochen fest eingeplant. Und irgendwie bring ich es glaub nicht übers Herz da abzusagen weil die so nett sind und mir das furchtbar unangenehm wäre... Was würdet ihr da machen? Werd morgen mal fragen ob sie mich wenigstens für ein paar Termine ersetzen können.
 

Benutzer35070 

Meistens hier zu finden
Ich kenne das aus eigener Erfahrun bei mir kam auch mal soviel zusammen ( 2 Jahre Uniabschlussprüfungen grade erst überstanden begleitet von der BRuskrebserkrankung meiner Mutter, Völlig überraschendes Aus mit dem Freund, Start der ersten Stelle). Damals wachte ich auch auf, hatte herzresen oder abwechseln das Gefühl ich käme gar nicht vom Fleck. Ich war damals beim Arzt auch weil ich dann extreme Magenprobleme hatte. War erstmal krank geschrieben und hatte mir dann damals auche einen Therapeuten gesucht, einfach weil ich mich auf einmal so aus dem Leben gekickt gefühlt habe und wieder mehr Sicherheit haben wollte.
Mach mal ruhiger- nimm dir Zeit für dich! und geh zu deinem Arzt. Rede mit Freunden nimm dir ne Auszeit! Ich ddrücke Dir die Daumen, dass es dir bald wieder besser geht!
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich kann dir das auch gut nachfühlen, allerdings hab ich meine Probleme rausgelassen. Bei mir wars 2005: Eltern getrennt, meine Freundin hat sich nach 5 1/2 Jahren getrennt und wir haben zusammen gewohnt. Kurz davor haben wir ihre Mutter und meinen Opa beerdigt und noch ein paar Kleinigkeiten wie ne Leistenbruch OP, Studium, Arbeit, etc... Bei mir wars ne Zeit lang ziemlich hoher Blutdruck...

Wenn man Sachen verdrängt, ist das immer so, als wenn man im Schwimmbad einen Wasserball unter Wasser drückt. Es geht ne Weile gut und manchmal kann man sich drauf aufstücken um nicht unterzugehen, aber irgendwann klatscht einem der ganze Mist volle Lotte ins Gesicht!!

Reduziere deinen Streß, wo du kannst. Rede mit Freunden darüber und lass dich in den Arm nehmen. Lenk dich ab und denke darüber nach. Es werden auch wieder bessere Zeiten kommen, aber bis dahin musst du zusehen, wie du mit der Menge an Kraft, die dir geblieben ist, auskommst.

Von mir bekommst du jedenfalls erstmal einen virtuellen Knuddler. :smile:
 

Benutzer93808 

Verbringt hier viel Zeit
Vielen Dank für die Antworten. Auch wenn ich euch nicht kenne, hilft es trotzdem extrem weiter so aufmunternde Worte zu bekommen :smile:
Hab meinen Stress so weit es geht reduziert und mir heute mal einen entspannten Tag gegönnt. Jetzt wirkt alles gleich wieder viel leichter...
 
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