Perlen des Topfjournalismus...

Benutzer3277 

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Find ich schwierig. Ich sag dir auch warum, offensichtlich gibt es dafür ein Klientel und somit hat es eine Berechtigung.

Ich habe in den letzten Jahren festgestellt, dass im TV fast nur noch das gesendet wird, was die höchsten Quoten hat. Alles andere wird rigoros gestrichen. Beispiele (vereinfacht): Statt Filme nur noch Krimis, statt Sport nur noch Fußball, statt Musik nur noch Schlager. Das wäre etwa so, als wenn ein Ladenbesitzer von seinen 1000 Artikeln 800 (die sich nicht so gut verkaufen) aus dem Angebot nimmt und die restlichen 200 in großen Mengen anbietet.
Ok, das Fernsehen ist damit selber schuld, wenn sich die Leute zunehmend dem Internet zuwenden.
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P ProxySurfer , alpaslan - ich freue mich über Beteiligung an der Diskussion - das Thema "Öffis" schlage ich aber vor, hier fortzusetzen...

Off-Topic:
Sorry, du hast recht. Habe ich aber erst jetzt gesehen, nach meiner Antwort...
 

Benutzer162386 

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Bild besticht bei der heutigen Berichterstattung aus Berlin wieder einmal durch Sachkompetenz---alternativ ist der Mann links auf dem Bild ein Demonstrant und der rechts ein Polizist:kopfwand:

FFP2_2.jpg
 

Benutzer11466 

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Wenn man das fordert sollte man aber noch mal über die Ablehnung der Anglizismen nachdenken.
Das ist doch mit zweierlei Maß gemessen.
Gute Journalisten käuen nicht tumb wieder und plappern nicht gedankenlos nach, was andere - insbesondere Politiker und Wirtschaftsheins - in die Welt setzen wollen. So ziemlich jede Denglisch-Floskel wird durch Übersetzung zur Kenntlichkeit entstellt, viele Blähvokabeln schnurren auf ihre ganze Mickrigkeit zusammen.

Vieles von dem, was gerade rumgeistert, ist zudem einfach falsch. Muttersprachler verdrehen beim "Home Office" nur die Augen und wer in den USA homeschoolt, ist meist ein religös oder anderweitig verstrahlter Narr, der Angst hat, seine Kinder auf 'ne normale Schule zu schicken. Was Public Viewing eigentlich bedeutet, sollte sich ja langsam rumgesprochen haben...

Oft genug kriegen's die Preßbengel ja nicht mal hin, die Anglizismen korrekt aufzuschreiben bzw. in den elektronischen Medien korrekt auszusprechen. Die Klassiker sind ja looser oder ressort...
 

Benutzer162386 

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Heute mal wieder: "Der Deppenapostroph - Kapitel 542". Zwar nicht in der Zeitung, aber auf dem Bus vom ÖPNV.
Off-Topic:
Für eventuelle "Zensoren" wegen Kennzeichen und Telefonnummer: das Bild ist exakt so in der Nordwest-Zeitung erschienen: Ärger Um Werbung Auf Vbn-Bussen: „Oma’s neue Polin!“ sorgt im Ammerland für Kritik


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Benutzer112541 

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"Mit dem Slogan „Omas neue Polin“ wirbt eine Pflegevermittlung auf Bussen. Die Partei Die Linke Oldenburg/Ammerland sieht darin eine Form von Rassismus. Das werbende Unternehmen bewertet das ganz anders."

Kann ich verstehen, mir ist der Slogan gerade auch sauer aufgestoßen. Wer entwickelt denn sowas und dann auch noch mit falscher Rechtschreibung :schuettel: Das paßt zu "wenn es nicht mehr geht, dann hole ich mir ne Polin" O-Ton ausm Nachbarbett im Krankenhaus. Bäh.
 

Benutzer11466 

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Die wichtigste Frage ist doch, ob es eine Nord- oder Südpolin ist... LOLROF.gif

Im Ernst: Der Spruch ist grenzwertig. Vom Deppenapostroph abgesehen: Es klingt schon ein wenig herablassend - wäre übrigens auch so, wenn da nicht Polin, sondern Französin, Engländerin, Vietnamesin oder Russin stünde. Wenn man sich eine "Beliebige-Nationalitätin" hält, hat das einfach was von Domestikin.

Aber vermutlich hätte "Pflegerin" oder "Haushaltshilfe" nicht auf die Busscheibe gepaßt... :whistle:
 

Benutzer11466 

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Die BLÖD - Gossenpresse vom "Feinsten"...

Nach Tragödie in Solingen: „Bild“ veröffentlicht Nachrichten von überlebendem 11-Jährigen - Medien - Gesellschaft - Tagesspiegel

Die Tragödie von Solingen, wo fünf Kinder mutmaßlich von der 27-jährigen Mutter betäubt und erstickt wurden, ist nun auch zum Fall für den Presserat geworden. Ein sechstes Kind überlebte das Verbrechen und soll per Telefon und WhatsApp-Nachrichten Kontakt zu Freunden und Freundinnen aufgenommen haben.

Wie die Website „Bildblog“ nun berichtet, soll sich die „Bild“-Zeitung über einen Freund des überlebenden elfjährigen Jungen Zugriff auf die privaten Telefonate und Nachrichten verschafft haben. Der entsprechende "Bild"-Bericht ist unter anderem auf der Homepage der Zeitung als kostenpflichtiger Plus-Text abrufbar.


Sie bleiben einfach Gesockse, die BLÖD-Preßbengel... Nebenbei ein Grund mehr, in den ach so geselligen Medien nicht präsent zu sein...
 

Benutzer11466 

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Es ist einfach albern - und die Nummer zieht die "Lügenpresse" seit Jahrzehnten durch... :kopfwand: Im konkreten Fall sagt der Autor sogar selbst, daß das in der Überschrift angekündigte Thema Quatsch ist - aber er kann die Tinte nicht halten...

Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen: Ein Test für Laschets Siegerqualitäten und grüne Regierungsansprüche - Politik - Tagesspiegel

Armin Laschets Name steht auf keinem einzigen Wahlzettel. Eigentlich taugt eine Kommunalwahl auch nur schlecht als Stimmungsbarometer für die Landesregierung und ihren Chef. Aber wenn am Sonntag, dem 13. September, mehr als 13 Millionen Nordrhein-Westfalen aufgerufen sind, ihre Ratsvertretungen und Oberbürgermeister neu zu wählen, wird auf das Ergebnis nicht nur vor Ort in Dortmund, Aachen oder Lüdenscheid geschaut.

Laschet hebt als Eignungsnachweis für seine Bewerbung um CDU-Vorsitz und, perspektivisch, das Kanzleramt gerne selbst hervor, dass er als einziger der drei CDU-Kandidaten schon eine Wahl gewonnen hat. Was Wunder, wenn dieser Wahlgang nun als Fingerzeig auf seine aktuellen Siegerqualitäten gewertet wird.


Nein, wird er nicht - und der Rest des Artikels versucht gar nicht erst, die These der Überschrift zu belegen, sondern frühstückt einfach nur die Lage in exponierten Städten NRWs ab.
 
1 Woche(n) später

Benutzer11466 

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Das ist etwas, was mich an den sogenannten Qualitätsmedien ankotzt: die wohlfeile Empörung über Pipifax...

Teuteberg-Tiefschlag des FDP-Chefs: Gute Nacht, Herr Lindner - Politik - Tagesspiegel

Dafür, dass er bei den Abschiedsworten für Linda Teuteberg, die auf seinen Wunsch hin vorfristig das Amt der FDP-Generalsekretärin aufgeben musste, darauf hinwies, dass sie „ungefähr 300 Mal den Tag zusammen begonnen haben“. Das sagte er auf der Bühne. Eine Hand gestikulierend, die andere in der Hosentasche. Es folgte eine kleine Pause. Leichtes Zurücklehnen und dann – verschmitzt – die Erklärung. Gemeint sind die täglichen morgendlichen Telefonate zur Lage der Politik und „nicht, was ihr jetzt denkt.“ Aber was haben wir gedacht? Oops, jetzt hat er sich verplappert, und die teilten ein Bett? Oder: Hilfe, wo ist hier der Aus-Knopf?

Klar - egal ob Lindner sich wirklich doof ausdrückte oder nur die Zotenquote erfüllen wollte: Der Spruch war blöd und peinlich. Das war's dannn aber.

Der Mann und seine Partei bieten doch genug ernsthafte Aufreger - Futter genug für gerechtfertigte Empörung. Aber sich an einer verunglückten Formulierung aufhalten - das ist halt auch nur ein schnell runtergeschriebener Sturm im Wasserglas mit null Relevanz.
 
Zuletzt bearbeitet:
1 Woche(n) später

Benutzer11466 

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Die Infos darin sind mir jedenfalls alle längst nicht neu...
Muß ja nicht sein - es ist durchaus üblich (und auch sinnvoll), den aktuellen Stand eines Themas zusammenzufassen. Spektrum ist ja keine klassische Nachrichtenseite, auf der Aktualität die oberste Priorität wäre.

Solange der Autor (was ich nicht beurteilen kann) keinen Bockmist verzapfte oder wichtige Aspekte untern Teppich kehrte, ist da nix Ehrenrühriges dran.
 

Benutzer172046 

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den aktuellen Stand eines Themas zusammenzufassen
Ich fand auch den Tonfall allein etwas selbstüberschätzt, so nach dem Motto "schaut her, ihr überschätzt euch alle selbst, aber ich weiß, dass ihr nicht so gut seid, hahaha"
Kam mir aber vielleicht auch nur so vor.
 

Benutzer11466 

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Ich setz das Thema mal hier fort, weil es mit dem Ursprungsfaden nix mehr zu tun hat...
Irgendwie finde ich ja kein Elektronik-Magazin wirklich lesenswert, wenn man einigermaßen Ahnung hat.
Das ist doch immer so. Motivation für den Kauf einer Spezialzeitschrift (so heißen die im Branchenjargon) ist entweder allgemeines Interesse an dem Thema und/oder konkrete Kaufabsichten. Wenn man sich über ein paar Ausgaben, vielleicht auch Jahre, ins Thema eingelesen hat, ist man irgendwann auf dem aktuellen Stand und braucht das Heftle nicht mehr; dito, wenn der Kauf erledigt ist.
Bei der Elektronik kommt noch dazu: Die Märkte haben sich massiv gewandelt. Früher brauchte man Radio, Verstärker, Boxen, Cassettendeck, CD-Spieler und evtl. noch 'nen Plattendreher, wenn man Musik in der Bude haben wollte. Heute reicht selbst Hi-Fi-Fans 'ne Aktivbox (die hier wäre gerade mein Favorit :whistle: ) mit Bluetooth-Handy oder 'nem Laptop/NAS als Quelle. (Banausen geben sich mit 'ner Bluetooth-Coladose zufrieden... :nope:)

Computer waren mal spröde, komplizierte Kisten, das Internet nicht allgemein zugänglich. Erst neulich ist mir wieder eingefallen, daß man früher im BIOS die Zahl der Köpfe und Spuren einer Festplatte eintragen mußte - sonst ging nix. Geht heute alles automatisch; Hardware wie Software sind wesentlich bedienfreundlicher geworden; es gibt das Internet und viel mehr Leute, die sich mit dem Zeug auskennen. Wenn ich nicht gerade 'nen PC kaufen will ist es Quatsch, die c't zu kaufen und mich mit den gerade aktuellen Prozessoren zu befassen, weil bis zum nächsten Kauf in zwei Jahren schon wieder ganz andere Teile aktuell sind.

Und in der Unterhaltungselektronik wie PC-Technik hat sich der Markt der Hersteller massiv gelichtet. Es gab mal mehr als je ein Dutzend Hersteller von Grafikkarten, Hauptplatinen, Modems, Soundkarten und, und, und. In der Unterhaltungselektronik ist Sony als Schatten seiner selbst übrig, Samung, LG, Panasonic/Technics und Philips (die haben zwar nichts mehr mit dem Philips-Konzern zu tun, zum jetzigen Eigentümer TP Vision gingen aber viele Philips-Leute, viele Produktlinien wurden fortgeführt). Danach gibt's noch ein paar kleine HiFi-Spezialisten und das war's im wesentlichen.
Tests werden halt für vieles auch in erster Linie geschrieben, um die Exisitenz der Tester zu rechtfertigen :upsidedown:
Ohne Tester gäbe es keine Tests. Entweder ist ein Markt dafür da oder die Tester sind schnell arbeitslos...

Ganz allgemein haben aber Tester aller Bereiche das Problem, daß es nicht mehr so einfach wie früher ist, überhaupt richtigen Schrott zu verkaufen. Nach dem Krieg konnte man ein bißchen Blech auf 'nen Rahmen dengeln und fertig war das als Auto. Es gab auf allen Gebieten viel weniger Gesetze und Sicherheitsvorschriften. Komplett unseriöse Hersteller sind lange vom Markt verschwunden, was es dann natürlich auch für Tester schwieriger macht, noch ein wirkliches Haar in der Suppe zu finden...
 
Zuletzt bearbeitet:
2 Woche(n) später

Benutzer11466 

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Bemerkenswert, wie der Ex-Spiegel-Autor seinen Griff ins Klo leugnet...

Abschlussbericht vorgelegt: „,Spiegel' hat 1993 bei Titel zu Bad Kleinen Fehler gemacht“ - Medien - Gesellschaft - Tagesspiegel

Leyendecker, der heute für die „Süddeutsche Zeitung“ arbeitet und zu den profiliertesten Journalisten im investigativen Bereich zählt, teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: „Dass der „Spiegel“ den Quellenschutz im Grunde nicht respektiert ist für jemanden, der fast zwanzig Jahre für dieses wichtige Blatt gearbeitet hat, nicht nachzuvollziehen. Die Frage der Kommission, ob ich einen Kontakt zu der damaligen Quelle herstellen könne, war eine Bankrotterklärung der heutigen „Spiegel“-Macher.“


Unglaublich! Die wollen Fakten prüfen...
 
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