Perfekte Partnerin, aber zu dick?

Benutzer171033 

Öfters im Forum
Wenn dich die Figur oder bestimmte Zonen deiner Freundin stören oder schlimmeres (sei es nur beim Sex oder allgemein, wenn sie nackt ist) würde ich schon mal drüber nachdenken, ob du sie immer noch als Freundin möchtest, wenn es eben genau beim jetzigen Gewicht stagniert. Auch wenn das jetzt total oberflächlich klingt.
Aber ich sehe die Gefühle der Frau dahinter. Wenn ihr darüber nicht offen kommuniziert, weiß sie nicht, dass dich das stört. Sie denkt, alles ist super, ihr habt Sex, du findest sie auch so wie sie aktuell aussieht sexy und bist verliebt. Sei nicht unfair, sondern kommuniziere offen! Wenn du das nicht kannst, dann sei fair und beende es.
Schwierige Aussage, an der ich mich so, wie sie dasteht, ein wenig reibe. Weil ich in einer ganz ähnlichen Situation war.
Ich habe meinen Herzensmann mit Übergewicht kennen- und nicht gleich lieben- gelernt. Ich hatte zuvor immer Männer, die deutlich schlanker, zum Teil regelrecht schlaksig gebaut waren, und, ohne dass ich ein vordefiniertes hatte, hat er so gar nicht in mein "Beuteschema" gepasst. Verliebt habe ich mich trotzdem in ihn. Vor allem in seinen Charakter, auch von Beginn an in Einiges seiner Optik. Er ist grundsätzlich der eher korpulente Typ, und war zum Zeitpunkt unseres Zusammenkommens noch dazu von Kortison aufgeschwemmt. Ich würde schlicht lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich das heiß fand. Aber ich finde -bis heute! Mehr als zehn Jahre später!- ihn heiß. Er hatte Phasen, in denen er wieder deutlich schlanker war, und Phasen, in denen er aus vielerlei Gründen sogar noch dicker war. Was mir immer wichtig war, ist, dass er sich nicht selbstzufrieden damit abfindet, vor allem weil es auch gesundheitlich Konsequenzen hatte. Sondern dass er selbst Handlungsbedarf erkennt und schließlich auch handelt. Er hat sich immer wieder auf ein Maß des gesundheitlich unbedenklichen leichten Übergewichtes gearbeitet. Und ja- dann gefällt er mir auch optisch besser, und dafür schäme ich mich nicht. Derzeit nimmt er das erste Mal ganz gezielt und ganzheitlich ab, inklusive kompletter Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Hier war ich diejenige, die darauf geachtet hat, dass er sich dabei nicht den Genuss und die Leichtigkeit am Essen abgewöhnt, weil ich auch das nicht für gesund halte.
Worauf ich hinaus möchte: Ich habe ihn ausgewählt. Ich habe mich wissentlich und hinsehend für ihn entschieden. Ich habe mich mit meiner Sicht zu seinen Makeln auseinander gesetzt. Ich habe mit ihm den Teil dessen kommuniziert, der ihn tatsächlich tangieren musste, ohne seinen Selbstwert zu zerstören, oder sein Selbstbild von sich als Mensch zu dekonstruieren. Ich habe kommuniziert, dass ich sein Bestreben zum Gewichtsverlust unterstütze, wo ich kann und für gut befinde. Da bedurfte es nicht der Erläuterung, dass ich straffere Arme oder weniger Bauch gut fände. Ich hab ihm aber gesagt, dass ich super finde, dass ich ihn mit weniger Bauch leichter umarmen und/oder mit den Beinen umklammern kann.

Ich sehe nicht, dass der TS versucht, intransparent ihr gegenüber oder auf irgendeine andere Weise unfair zu sein. Ich sehe aber auch nicht, dass Transparenz und Fairness nur zu erreichen wäre, indem man der Betroffenen auf´s Gesicht zusagt, dass ihm ihr Bauch, ihr Po, ihr was auch immer so nicht optimal gefällt. Nicht legitim fände ich lediglich, wenn er ihr Zufriedenheit vorheucheln würde, indem er ihr sagen würde, dass er genau die Dinge/Körperattribute toll fände, die er unattraktiv findet.
Aber ich bin bei dir, dass er mit ihr besprechen muss, wenn seine Überlegungen ihn zum Urteil bringen, dass er auf Dauer mit ihrer jetzigen Optik nicht klarkommen würde. Ich verstehe ihn aber so, dass er sich darüber selbst derzeit noch gar nicht im Klaren ist. Und ich finde auch, dass er das für sich dann gut begründen können sollte. Denn wenn die Ursache dafür bei ihm selbst liegt, hat er vielleicht auch eine Baustelle, an der er arbeiten kann, ohne gleich die Beziehung über Bord zu werfen.
 

Benutzer131884 

Sehr bekannt hier
Ich hatte zwischen 20 und 30 eine Freundin/Partnerin, die sehr (!) schlank, fast untergewichtig war. Ihre Mutter war das Gegenteil, ihr Vater hatte ein sehr offensichtliches Problem mit ihrer Figur. Es gab in den 10 Jahren kein gemeinsames Essen, an dem ich teilgenommen habe, ohne dass er ihr ins Essen reingeredet und ihre Portionen/Nachschlag kritisiert hätte. Ihre Essgewohnheiten und seine Kritik daran waren der eheliche, tägliche Krieg, ein permanentes Mäkeln und Verweigern. Ich gehe davon aus, dass meine Freundin damals deshalb so grenzwertig schlank war, weil sie diesen täglichen Krieg von klein auf mitbekommen hatte und sie das so geprägt hat, dass sie selbst, obwohl gar nicht Teil dieses Kampfes, doch nachhaltig davon in ihren eigenen Essgewohnheiten beeinflusst wurde. Das war, wenigstens in dem Aspekt, eine fast toxische Gesamtsituation, was Essen und Figur betraf, war da einfach überhaupt nichts in Ordnung und die Stimmung am Tisch immer (!!!) angespannt.

Wenn Du heute schon ein Problem hast, in der Phase der Verliebtheit, dann lass es sein mit der Beziehung. Wenn Du dir nicht zutraust, an deiner Einstellung so zu arbeiten, dass ihre Figur keine Thema in der jetzigen Relevanz sein kann, dann beende das ganze. An ihrer Figur zu arbeiten, das zu versuchen, führt zu dem, was ich oben beschrieben hab. Arbeiten kannst Du nur an dir selbst, nicht an ihr (allenfalls mit ihr, aber das muss primär von ihr kommen, sowohl das an ihr Arbeiten als auch eine Einladung an dich, da zu unterstützen).
 

Benutzer30735 

Sehr bekannt hier
Ich sehe das ähnlich wie mickflow mickflow . Das was du beschreibst, widerspricht eben auch dem Grundsatz, dass man seinen Partner so liebt und akzeptiert wie er ist. Mit allen Stärken und Schwächen. Natürlich heißt das nicht, dass ich alles toll finden muss, gar nicht, das wäre illusorisch in den meisten Fällen.

Es bleibt ja am Ende immer mir über lassen ob ich mit etwas "trotzdem" klar komme, ob das jetzt Rauchen ist, übermäßige (Un)sportlichkeit, äußerliche Merkmale.

Den Partner unterstützen/motivieren gesund zu sein, ja, definitiv. Aber jemanden zu sehr in eine bestimmte Richtung drängen zu wollen weil es einem selbst wichtig ist (und dem Partner vielleicht gar nicht so) finde ich langfristig gesehen immer schwierig.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
S showrunner zu altern hat nichts damit zu tun, sich gehen zu lassen. Meine Eltern altern auch zusammen, sind zwei fitte 60-Jährige (trotz unzähliger Gebrechen, Schilddrüse, Arthrose...), ernähren sich gut, bewegen sich. Die haben kein Übergewicht (und hatten das auch nie) und halten sich in Form.

Ich habe auch nie Übergewicht gehabt und mein Mann ebensowenig. Dass wir in den Schwangerschaften etwas zunehmen, macht nichts, ich muss ja zunehmen und mein Mann ist nach den Babyjahren auch wieder schlank. Der geht dafür eben regelmäßig laufen und meidet das Auto.

Und ich stehe einfach nicht auf dicke Männer, das ist einfach so.


30 Kilo bei einer Frau sind aber extrem viel, selbst wenn sie groß ist, und da wüsste ich schon, dass das nichts wird.

Aber das darf doch jeder individuell bewerten, Geschmäcker sind verschieden.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde es ja immer echt unfair, dass "nicht schlank" automatisch mit "faul, ungesund und gehen lassen" assoziiert wird. Es gibt ZIG Gründe, weswegen jemand zu viel Gewicht für seine Größe haben kann. Unter anderem auch einfach Genetik. Ich hab bitterlich geweint als Kind, weil ich tagelang hungern konnte, und Sport machen, den ich hasse, wie eine Irre, ohne auch nur 100 Gramm abzunehmen, während eine Freundin meinte, ach sie isst einfach abends keine Schokolade mehr, dann nimmt sie eh ab.
Ich finde es VIEL unattraktiver, wenn jemand, der eben den Stoffwechsel hat, den er hat, die ganze Zeit um die Kg auf der Waage rotiert, Kalorien zählt, panisch Sport macht etc. Ich kann sehr viel besser mit entspannten Kilos mehr leben, als mit krampfhaftem Normalgewicht.
Aber es nervt mich ehrlich, dass alle Menschen, die grundsätzlich normal essen können und sich normal bewegen können um nur damit eine schlanke Figur zu halten irgendwie davon ausgehen, das ist bei allen so.
Nur weil MANCHE nur dann zunehmen, wenn sie zu viel essen, und faul herumliegen, ist das nicht immer bei allen so.
Wüsste ich übrigens, dass mein aktueller Sexpartner so über meinen Körper denkt, wie es der TS über den seiner Freundin tut, müsste er sich gar keine Mühe mehr geben, irgendwas auszublenden, weil ich ihn direkt von diesem Dilemma befreien würde.

Achja und niemals würde ich ihm glauben, dass "später dann das Alter ja was andres ist" - und das Alter kommt unausweichlich. Der Stoffwechsel wird auch nicht besser. Wer mich nur attraktiv findet, wenn ich ununterbrochen verbissen sportle und bloß nichts esse ... der braucht meine Gesellschaft einfach nicht.
 

Benutzer175298 

Sorgt für Gesprächsstoff
Unterdrückte Vorlieben und Wünsche haben den Schlechten Effekt dass Sie sich aufbauen und die Frustration steigt. Sehr langsam aber stetig was dem TS bewusst sein sollte. Diese Negative Energie ( ich nenne das jetzt einfach mal so) muss irgendwo hin. Bevor Du die Frustration aus irgendeinem Grund plötzlich an Deiner Freundin auslässt oder einfach mit der nächsten dünnen oder übernächste ... ins Bett hüpfst weil Du die Sagst “Jett oder nie “ “ oder jetzt bin ich mal dran “ oder es durch irgendeine andere Ausrede Dir gegenüber rechtfertigst ( oder es versuchst) wäre es klüger Dir eine Weg zu suchen wie Du diese “negative Energie “ sonst los wirst.
 

Benutzer177659  (37)

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Off-Topic:
caotica caotica :anbeten:. Ich würd gern 3x auf Zustimmung klicken!
Es gibt Leute, die werden ohne eigenes Zutun dick, eine Bekannte von mir bspw. wegen der Pille.

 

Benutzer171204 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
An alle, sie sich von meinem Beitrag angegriffen fühlen und „sehe ich anders“ klicken: klar gibt es Ausnahmen. Aber wenn man ehrlich ist, ist die Mehrheit der Übergewichtigen aufgrund der Lebensweise übergewichtig (das ist einfach belegbar, unsere westliche Ernährung macht fett, egal wo in der Welt sie sich ausbreitet, verfetten die zuvor normalgewichtigen Menschen dort).
Und das scheint bei der Freundin des TS ja auch so zu sein, da sie am abnehmen ist, was ja auch zu funktionieren scheint, und nirgends was von besonderen Umständen erwähnt wurde, die zum Übergewicht führten.
 

Benutzer132552 

Meistens hier zu finden
Die Diskussion geht in meinen Augen mittlerweile - wie zu erwarten war - an der Ausgangsfrage vorbei. Ich denke, es kann sich niemand davon frei machen, dass es Äußerlichkeiten gibt, die ein "No Go" sind. Aber der TS lügt sich einfach etwas in die Tasche, wenn er zu Beginn der Beziehung alles als perfekt beschreibt, aber einen Satz später verkündet, er müsse sich beim Sex auf was anderes als auf bestimmte Körperteile seiner Partnerin konzentrieren. Das ist keine super Beziehnung, das ist eine Beziehung, die auf einer Lüge aufgebaut ist. Sie ist die falsche Partnerin für Dich, und Du solltest sie erlösen.

In den ersten Monaten sollte alles rosarot sein. Wie soll das denn weiter gehen, wenn jetzt schon gemeinsame Diäten im Fokus stehen? Sich den Partner so zu bauen, wie es gefällt, geht selten gut.
 

Benutzer174652 

Öfters im Forum
OT:

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caotica caotica :anbeten:. Es gibt Leute, die werden ohne eigenes Zutun dick, eine Bekannte von mir bspw. wegen der Pille.


plus -
es gibt:
zu-viel-essende
zu-viel-trinkende
zu-viel-rauchende
zu-viel-ihren-geist-vernachlässigende
zu-viel-ihre-seele-vernachlässigende
...

alles (sehr) schädlich für die geistig-seelisch-körperliche gesundheit,
alles dem individuellen schönheitsempfinden von wem auch immer nicht zuträglich ...
(aber immerhin, für feinde all dieser menschlichen seinsweisen: sie helfen der gesellschaft geld zu sparen, weil sie nach höherer inanspruchnahme ihrer krankenversicherung dann die in summe viel relevantere auszahlung ihrer pensionsversicherung meist wesentlich kürzer in anspruch nehmen)

also, liebe leute:
verliebt und verbindet euch mit menschen, die ihr (äusserlich und innerlich) schön findet.
vögelt mit menschen, die ihr in ihrem nackten sein wirklich genießen könnt.
und lasst alle anderen am besten unbehelligt von euch ihr leben leben!
 

Benutzer164664 

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Off-Topic:
An alle, sie sich von meinem Beitrag angegriffen fühlen und „sehe ich anders“ klicken: klar gibt es Ausnahmen. Aber wenn man ehrlich ist, ist die Mehrheit der Übergewichtigen aufgrund der Lebensweise übergewichtig (das ist einfach belegbar, unsere westliche Ernährung macht fett, egal wo in der Welt sie sich ausbreitet, verfetten die zuvor normalgewichtigen Menschen dort).
Und das scheint bei der Freundin des TS ja auch so zu sein, da sie am abnehmen ist, was ja auch zu funktionieren scheint, und nirgends was von besonderen Umständen erwähnt wurde, die zum Übergewicht führten.
Dann wäre es ja ein strukturelles Problem, das widerspricht sich mit dem "Selbst schuld" Label. Ich denke, schlanke bzw. normalgewichtige Menschen können nicht nachvollziehen, wie es sich anfühlt, um jedes Gramm Abnahme kämpfen zu müssen. Warum darf es Menschen geben, die "alles" essen können, ohne nennenswert zuzunehmen, aber dickere Menschen haben automatisch "selbst schuld"? So einfach ist das alles nicht. Krankheiten, Genetik, Alter (Stoffwechsellage), Medikamente... all das spielt mit rein, dass es manchen Menschen schwerer fällt, abzunehmen oder ihr Gewicht zu halten. Wer einmal ein Medikament nehmen musste, dass Heißhungerattacken verursacht, wird wissen, wie verdammt anstrengend das Leben sein kann.
Nahezu infantil finde ich die Aussage, dass man das Fortbestehen einer langjährigen Beziehung an optische Merkmale knüpft. Ich war gestern beim Arzt und habe dort im Wartezimmer ein älteres Ehepaar (um die 70?) kennengelernt. Die Frau konnte nicht mehr so gut laufen und für Arztbesuche etc. benötigte sie einen Rollstuhl. Es war so schön, den beiden zuzusehen, wie rührend sie sich umeinander gekümmert haben. Kaum zu glauben, dass bei solchen Szenen irgendeine optische Komponente eine Rolle spielen sollte.
Aber es ist auch die natürliche Arroganz der Jugend, zu glauben, alles würde "einfach" locker weitergehen (hätte auch nie geglaubt, dass ich mich optisch mal verändern werde, das waren doch immer irgendwie "die anderen").

Bei einer frischen Beziehung sollte das mMn aber anders ablaufen. In den ersten Monaten schwebt man doch in den Wolken, findet alles attraktiv und hinreißend am Partner. Das wäre für mich schon ein Warnsignal, wenn ich beim Sex "weggucken" müsste.
 

Benutzer171204 

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Off-Topic:
Dann wäre es ja ein strukturelles Problem, das widerspricht sich mit dem "Selbst schuld" Label.
Off-Topic:

Ja, es ist definitiv auch ein strukturelles Problem (viel zu viel ungesundes Essen, das günstig und überall verfügbar ist), aber natürlich trägt man auch Eigenverantwortung für das, was man isst.

Wer einmal ein Medikament nehmen musste, dass Heißhungerattacken verursacht, wird wissen, wie verdammt anstrengend das Leben sein kann

Das sind aber ja die Ausnahmen, die hier auch niemand meint, denke ich. Es nehmen aber bei weitem nicht alle (oder eine Mehrzahl) der
Off-Topic:
Übergewichtigen solche Medikamente.
Nahezu infantil finde ich die Aussage, dass man das Fortbestehen einer langjährigen Beziehung an optische Merkmale knüpft.
Meinst du mich damit? Ich habe sowas nie gesagt, dass man sich im Laufe der Zeit verändert, dürfte jedem klar sein, schrieb ich doch sogar oben. Es macht für mich aber einen Unterschied, ob ich jemanden zu Beginn der Beziehung attraktiv fand und sich das Aussehen dann ändert oder ob ich ihn von Beginn an nie attraktiv fand.
 

Benutzer164664 

Verbringt hier viel Zeit
R Riot Nein, ich meinte dich nicht damit. 😊 Ich habe auch nie behauptet, dass jeder übergewichtige Mensch Medikamente nehmen muss, aber über die Lebensspanne gesehen, ist nunmal die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich Körper verändern (warum auch immer). Meine Mutter.z.B. war immer sehr dünn (zwischen 50 und 55 kg bei 1,70m), mit 70 wurde sie dann schwer krank und wiegt jetzt gute 20 bis 25 kg mehr. Aber ja, nicht vergleichbar mit einer frischen Beziehung, das ist klar.
 

Benutzer171204 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Starla Starla Das ist völlig klar, dass niemand nach x Jahren (oder gar Jahrzehnten) noch so aussieht wie am Anfang, wer deshalb seinen Partner dann verlässt, ist ja einfach nur unmenschlich.
Aber zu Beginn (besser wäre natürlich vor Beginn gewesen) finde ich es schon legitim, da Präferenzen zu haben. Ich glaube, wir liegen da nicht soweit auseinander.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
caotica caotica :anbeten:. Ich würd gern 3x auf Zustimmung klicken!
Es gibt Leute, die werden ohne eigenes Zutun dick, eine Bekannte von mir bspw. wegen der Pille.

Off-Topic:
Oder halt wegen des Stoffwechsels. Ich weiß schon, was ich alles tun müsste, um 15kg weniger zu haben. Mein Leben müsste sich um Sport und Kalorien drehen. Die ganze Zeit. Ohne Ausnahme, ohne "Cheat days" ohne Entspannung. Mein Körper schafft es nämlich sogar magenkrank, so dass ich selten genug das essen kann was ich will und auch immer nur Spatzenportionen, 15 kg zu viel zu haben. Und ja, doch, da nehme ich mir heraus, mich gegen ein Leben zu entscheiden, dessen Zweck dem "schlank sein" gewidmet ist. Ich will nämlich lieber mit Mitte 60 die üblichen 15kg zu viel haben, und mein Leben gemacht haben, als schlank zu sein und panisch jeden Bissen auf seinen Nährwert hin abzuwägen.


Das ändert allerdings nichts daran, dass Attraktivität eben im Auge des Betrachters liegt, mit gutem Recht. Aber ICH mit niemandem zusammen sein wollte, von dem ich weiß, dass er so über meinen Körper denkt, wie der TS über den seiner Freundin.
Allerdings möchte ich auch nicht mit jemandem zusammen sein, für den der Körper einen so hohen Stellenwert einnimmt, egal ob im Positiven ("du hast so einen tollen Körper") oder im negativen ("Ich finde Stelle xyz an dir so unattraktiv, dass ich wegschaue beim Sex").
Ich finde die Chance dazu entscheiden, ob sie unter den Voraussetzungen in der Beziehung sein will, sollte man ihr nicht verweigern.
 

Benutzer182938 

Ist noch neu hier
Hey Leute,

Off-Topic:
Ich bin etwas geschockt von manchen Reaktionen hier. Ich finde es völlig legitim, dass TE ehrlich schreibt, dass er ein Problem mit dem Übergewicht seiner Freundin hat. Dass er ihr das auch nicht ins Gesicht sagen möchte, kann ich auch verstehen; denn so wie ich ihn verstehe liebt er sie und möchte sie warschei nicht verletzen.
Weswegen er sich ja auch hier an die Foren-User wendet, um ihm bei seinem Problem zu helfen.

Da finde ich es alles andere als hilfreich ihm zu sagen "er solle sie verlassen, damit es ihr ohne ihn 'Arschloch der seine Freundin zu dick findet' besser geht."
Und auch die Diskussion über das "warum-wieso-weshalb" von Übergewicht geht am Thema vorbei. Und ist hier meiner Ansicht nach völlig unangebracht.


So, nun zum eigentlichen Thema:
Wie schon andere geschrieben haben: unterstütze deine Freundin bei ihrer Diät. Gerade wenn es um ihre Gesundheit geht.
Aber um das eigentliche Problem anzugehen, solltest du dich fragen warum dich ihr Übergewicht stört.
Um einfach Mal eine Vermutung in Raum zu werfen, könnte ich mir vorstellen, dass an unserer Gesellschaft liegt, in der Frauen immer jung und schlank auszusehen haben. (Thema Body-Shaming)
Wenn du das warum herausgefunden hast und es verstehst, ist ihr Übergewicht vielleicht gar nicht mehr so ein Problem für dich.
Passend hierzu finde ich folgenden Spruch, den ich Mal aufgeschnappt habe: "Auch dir lieber einen Partner mit Köpfchen, denn ein schöner Körper vergeht; langweilige Gespräche bleiben."

Gruß J.D.

PS. Keine Ahnung wie ich einen Text als Off-Topic markiere. (Danke Woodstock~81 Woodstock~81 den Button hab ich bei mir auf'm Smartphone nicht gefunden.)
 
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Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Wer einmal ein Medikament nehmen musste, dass Heißhungerattacken verursacht, wird wissen, wie verdammt anstrengend das Leben sein kann.
Willensstärke und Wasser. Würde ich all meinen Heißhungerattacken in der Schwangerschaft nachgehen, würde mein Gewicht schnell jeglichen Rahmen sprengen. Frustrierend, aber: mind over body.
Nahezu infantil finde ich die Aussage, dass man das Fortbestehen einer langjährigen Beziehung an optische Merkmale knüpft.
Warum ist es infantil, sich auch langfristig einen attraktiven Partner zu wünschen? Attraktivitätsmerkmale ändern sich doch auch. Mit 20 fand ich Bart und Haare auf der Brust ziemlich abstoßend, mit 30 sexy. Mit 25 fand ich graue Haare noch ziemlich seltsam, mit 35 gehörten sie für mich (am Partner) dazu. Mein Mann wird dieses Jahr 40 und ist genauso sexy wie vor 5 Jahren, nur etwas grauer, etwas müder und mit ein paar mehr Fältchen – und ja, aktuell auch wieder mit 2,3 (nicht 30!) Kilo mehr auf den Rippen, weil er in meinen Schwangerschaften grundsätzlich 5 Kilo zuzunehmen scheint, und die nimmt er anschließend auch wieder ab.

Und warum greifst du 70-Jährige als Beispiel auf? Mit 70 vögeln wohl die wenigsten Menschen täglich, da spielen ganz andere Dinge eine Rolle, glaube ich. Auch durch zunehmende Gebrechen – aber das hat ja nichts mit dem Problem des TS zu tun. 🙂

Der TS will bestimmte Körperpartien seiner neuen Partnerin nicht nackt sehen – DAS ist ein Problem. Und wie sich das lösen lässt, weiß ich nicht. Als Partnerin wäre ich zutiefst gekränkt und würde mich vermutlich trennen, wenn ich davon erführe. Einfach, weil ich die Nähe zum Partner gar nicht genießen könnte.
 

Benutzer156506 

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PS. Keine Ahnung wie ich einen Text als Off-Topic markiere.
Es gibt da im Editor so nen fetten "OT"-Button, in der Symbolleiste oben etwas rechts von der Mitte (bei mir aufm Laptop zumindest).

Text markieren und klicken, fertig.
 

Benutzer174589 

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Sei ehrlich. Ganz im Ernst, was soll das ganze drumrum, dass ist doch absoluter Quatsch.

Worauf jetzt warten? Zehn Kilo weniger? Und dann? Dann doch in einem halben Jahr gehen, weil nichts mehr geht?

Wenn du sie liebst, dann solltest du aufrichtig sein und fair und eben auch dafür genug Arsch in der Hose haben, damit sie eine Chance hat damit umzugehen, oder eben nicht.
 

Benutzer123446 

Beiträge füllen Bücher
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Frustrierend, aber: mind over body.
Off-Topic:

Ich "durfte" während einer depressiven Episode Remergil nehmen. Herzlichen Glückwunsch zum nicht-weiter-denken und stattdessen Slogans raus hauen. Schön, wenn du das trotzdem könntest, ich war zu sehr mit überleben beschäftigt^^.


Ich muss nicht jedem gefallen, bewege mich wohl etwa in der Gewichtsklasse deiner Freundin, u.a. einer Essstörungsvergangenheit geschuldet (übrigens auch hier: Magersüchtige sind top, weil so diszipliniert, die gehören nur ggf bemitleidet, Bulimie oder, Gott bewahre, Binge Eating ist fehlende Kontrolle, grade letztere gehören verachtet... das begegnet einem leider sehr oft).
Wie bei caotica caotica geben Gene und Körperbau hier eh keine Elfe her, ich hab aber lange am oberen Rand des Normalgewicht geschrappst und hätte da bleiben können, aber ich wollte immer weiter runter. Tja. Soviel dazu.
Das, lieber TS, kann auch passieren, grade bei großen Abnahmen: Dass das Gewicht extrem zu schwanken beginnt. Damit einher können Frust, Essstörungen und Depressionen gehen.

Ich finde optische Präferenzen legitim.
Mach dir aber auch klar, welcher Druck auf deiner Partnerin lastet, wenn sie dir noch nicht gefällt. Wenn sie das, was du willst, erst noch erreichen muss. Ich kann nur von mir, selbst aus wenig essgestörten Zeiten sagen... Der Druck kann enorm werden und alles bestimmend sein. Plötzlich besteht man nur noch aus Zahlen. Die Waage bestimmt die Verfassung. Meiner Erfahrung nach sind die wenigsten derart dicken, also adipösen, Menschen, dick, nur weil sie faul und dumm sind und sich gehen lassen. (Wir sprechen hier ja wohl nicht von 75-80kg auf 1,70m sondern von 95kg aufwärts.) Sondern darin steckt meist auch eine Leidengeschichte mit Diäten die nicht funktionieren, psychischen Problemen, Selbsthass.
(Edit: ich meine nicht, dass andere dicke Menschen faul und dumm usw sind, ich wollte nur betonen, dass extremes Übergewicht aus diversen Gründen nicht umsonst Krankheitswert hat...)
Da müsst ihr IMHO offen kommunizieren. Beide. Sie muss reflektieren, wie es ihr mit deinen Wünschen geht. Du musst überlegen, was du brauchst. Und du musst ehrlich sein und ihr die Chance geben, die Reißleine zu ziehen, wenn deine Wünsche und Bedürfnisse ihr schaden. Denn das können sie.
 
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