Penis wird schlaff sobald das Kondom drauf ist, immer noch Jungfrau...

hilfmirforum123   (21)

Ist noch neu hier
Hi, ich würde zuerst mal das Problem schildern und dann bisschen was zu den Hintergünden meiner Person schreiben und was ich bisher dazu denke. Also seid nicht von der Wall of Text abgeschreckt, das relevanteste steht in den ersten 3 Absätzen.

Ich (20) bin letzten Oktober mit meiner ersten Freundin zusammen gekommen. Davor hatte ich entsprechend noch nie Sex, doch beim ersten Mal ist mein Penis kaum steif geworden, sobald er es dann mal war und wir das Kondom drüber gezogen haben ist er wieder erschlafft. Heute, ca. 7 Monate später sieht das nicht anders aus. Wir haben es in der Zwischenzeit einige Male versucht, jedoch ohne erfolg. Es läuft dann immer so ab: wir kuscheln, knutschen, ziehen uns aus, sie versucht meinen Penis steif zu kriegen (reiben, blasen, ich fasse sie an) und wenn mein Penis steif ist, ziehe ich das Kondom drauf und zack - mein Penis ist schlaff. Problemtisch ist dabei schon meinen Penis überhaupt steif zu kriegen. Vom knutschen, reiben, blasen etc. passiert das eigentlich kaum. Wann genau er steif wird muss ich noch genauer beobachten (einen beosnderen fetisch habe ich nicht).
Mit dem aufgezogenen Kondom versuche ich ihn dann meistens erneut ihn hochzukriegen indem ich ihn an ihrer Vagina reibe, aber auch das funktioneirt nicht. Dabei befinden wir uns meistens in der Reiterstellung.

Vor ein paar Tagen lief es genau so, nur dass wir kurz bevor wir aufgeben wollten noch in die Missionarsstellung gewechselt sind und mein Penis wieder steifer geworden ist. Ich konnte sie penetrieren und bin in ihr gekommen (insofern ist der Titel nicht ganz richtig). Nur wird mein erstes Mal von den 3 vergeblichen Versuchen überschattet das zu wiederholen. Das Problem scheint durch den einmaligen Erfolg also nicht gelöst zu sein. Weshalb es hier klappte weis ich nicht, glück wahrscheinlich.

Da wir uns in den 7 Monaten sexuell natürlich nicht auf die vergelblichen Sexversuche beschränken wollten sind wir auch anderen Praktiken nachgegenagen. Blasen, lecken, beide gleichzeitig - das klappt sehr schön. Mein Penis ist dabei meistens zu 80-90% steif, manchmal auch zu 100%. Hier ist mein Penis also keine Spaßbremse. Sobald jedoch das Kondom aus der Verpackung genommen wird, fängt er an wieder schlaff zu werden.

Jetzt zu mir und meinen bisherigen Klärungsansätzen.
Ich habe mit ca. 12 oder 13 angefangen Pornos zu schauen. Seit dem, evtl. auch erst 1 Jahr später oder so, mastubiere ich wahrscheinlich im Schnitt 1,2 mal am Tag zu einem Porno. Manchmal jeden zweiten Tag, aber wirklich nur manchmal. Auch manchmal kommt es hingegen vor, dass ich 2-4 mal am Tag zu einem Porno mastubiere. Zwischenzeitlich habe natürlich versucht die Pornos weg zulassen, bin diesbezüglich jedoch gescheitert. Nachdem ich meine Freundin kennen gelernt habe, habe ich keine Pornos mehr geschaut, für ca. 5 Monate würde ich sagen. Irgendwann habe ich wieder damit angfangen. Anfägnlich weil ich es einfach so geil fand, das, was mir meine Freundin gibt, wenn wir zusammen sind, auch im Netz in Form von Pornos ansehen und nachempfinden zu können. Mittlwerweile jedoch nur noch für den Dopamin-Kick, so wie früher. Meistens wenn mir langweilig ist und ich mich motivationslos fühle. Nicht, dass ich in den Momenten besonders horny wäre, ich will einfach den Kick.
Meine Sehgewohnheiten haben sich an die Darstelllung von Sex im Porno geöhnt, würde ich behaupten. Das, was dort passiert, definiert mein Körper als "geil" und nur auf das reagiert er mit einer Errektion. Meine Freundin ist natürlich keine Pornodarstellerin und generell sexuell unerfahren (hatte in ihrer ersten/vorherigen Beziehung Sex - hatte ihren Berichten zufolge jedoch kaum Spaß/Lust und eher Schmerzen dabei, darüber haben wir schon häufig gesprochen. Mit mir fühlt sich sich jedoch deutlich besser. Das eine Mal als es funktionierte, hatte sie sich sehr wohl gefühlt und es richtig genossen). So viel zum ersten Erklärungsansatz.

Der zweite betrifft das Kondom. Ich finde diese Dinger wahnsinnig unsexy, sie unterbrechen den "Geilheitsflow" und bewirken dass ich weniger (nichts?) fühle wenn ich meinen Penis an ihrer Vagina reibe bzw. ihn hineinstecke. An dieser Stelle würde ich gerne wissen wie groß der der Gefühlunterschied beim Sex mit und ohne Kondom ist. Meine Freundin hat bereits einen frauenartzttermin im Juni um eine Spirale einsetzen zu lassen.
Ist es möglich dass das Kondom der Lustkiller ist und mein Penis deswegen schlaff wird, oder würde er auch schlaff werden wenn ich keines anziehe und mein Penis sich ihrerer Vagina nähern würde?

Mein letzter Ansatz trifftet noch mehr in die psychologische Richtung. Ich habe mich, bis zum Zeitpunkt an dem ich mit meiner Freundin zusmamen gekommen, bin tnedenziell mit dem Gedanken abgefudnen keinen Sex zu haben - wenngleich ich dies natürlich intensiv ersehnt habe. In dieser Zeit, von dem Punkt an als ich sexuelles Interesse empfunden habe bis letzten Oktober, betrachtete ich Sex als etwas was andere tun - ich aber icht. Ich stand in der sozialen Nahrungskette der Schule und meiner Peer-Groups immer recht weit unten. Geringes Selbstbewusstsein, sozial-anxiety etc... Ich konnte mir kaum vorstellen je eine Freundin zu haben, geschweigedenn Sex zu haben. Und letzteres kann ich mir tatsächlich immer noch nicht. Trotz der Oralsexerfahrungen und meines ersten Males, betrachte ich mich immer noch nicht als Menschen der Sex hat. Mittlerweise sehe ich mich als Menschen der eine Freundni hat, nicht jedoch als einen der Sex hat. Dieses Bild von mir slebst muss ich erst noch entwickeln. Aber ich glaube, daes es auch das sein könnte, was meinen Penis erschlaffen lässt. Angst. Angst vor diesem Entwicklungsschritt. Angst diese Erfahrung zu machen. Angst aufzusteigen. In meinem Kopf ist wahrscheinlich sogar eingbrannt, dass ich Sex nicht kann. Oder dass ich Sex nicht darf .... und mein Kopf meinem Körper vor dem Geschlechtverkehr entsprechnd immer sagt "Ne, du lässt das mal lieber, das wird eh nichts, du kannst das nicht, du bist keiner der sowas macht, der sowas Tolles erleben darf, so viel Glück kannst du nciht erfahren".
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Zuletzt bearbeitet:

Chefmörchen  

Sorgt für Gesprächsstoff
also für mich als Frau war der Unterschied von mit Kondom und ohne schon merkbar. mein Freund meinte auch, dass die Empfindungen anders und intensiver sind, wenn wir ohne Kondom Sex haben. Mein Freund lässt auch Fragen, ob du einen Blutpenis, oder Fleischpenis (heißt das echt so?) hast, da er anfangs auch etwas Schwierigkeiten hatte, da ich ihm quasi das Blut weggedrückt habe, wenn ich zu fest zugedrückt habe, sodass er rein körperlich bedingt keinen mehr hoch bekam... Vielleicht sind dir die Kondome zu eng und drücken dir das Blut ab bzw. weg?

Thematik Geilheitsflow durch Kondom überbrücken - habe mir, um das in meinem Sexualleben zu vermeiden, mit Youtube-Videos angelernt, ein Kondom mit dem Mund überzuziehen. Macht meinen Freund bis heute noch rasend - vielleicht erlernt das deine Freundin für dich auch? Vielleicht hilfts ja, um die Unterbrechung zu verkürzen bzw zu versüßen :zwinker:

Betreffend dem psychischen Faktor kann ich dir das Buch "das Kind in dir muss Heimat finden" empfehlen.. Lese es auch gerade und hab schon in den ersten paar Seiten dazugelernt :smile:
Vielleicht hilft es dir auch, etwas selbstbewusster zu werden, damit du deinem Unterbewusstsein beweisen kannst, dass auch du Sex verdient hast :ashamed:

Wünsche dir alles Gute und viel Erfolg!
 

hilfmirforum123   (21)

Ist noch neu hier
Danke für die Antwort. Das Buch kenne ich, vielleicht sollte ich mich nochmal mehr damit beschäftigen. Ich habe einen Blutpenis - das was du dazu schreibst finde ich interessant und werde mal darauf achten. Ist wahrscheinlich ganz unabhängig von Fleisch oder Blutpenis ein beachtenswerter Faktor, da auch ein Fleischpenis ja Blut braucht um steif zu werden ^^
 

hilfmirforum123   (21)

Ist noch neu hier
Ich würde mal zwischen zwei unterschiedlichen Steifheitsmodi unterscheiden. Im einen ist mein Penis wirklich zu 100% steif. Das ist vor allem der Fall wenn ich morgens aufwache und eine Morgenlatte habe. Seltener, wenn ich richtig horny bin ist er auch in diesem Modus. Wenn ich mich selbstbefriedige ist er meistens in dem anderen Modu,s wo ich ihn erst "bearbeiten" muss um ihn dann auf finale 80-90% Steifheit zu bekommen. Das reicht dann halt meistens aus um bis zum orgasmus weiter zumachen. In diesem Modus wird mein Penis schlaff sobald ich ein Kondom aufsetze, auch bei SB. Im ersten Modus wird er das nicht, das habe ich zusammen mit meiner Freundin herausgefunden (morgens, mit einer Morgenlatte). Da kann es auch mal vorkommen dasser so lange krass steif ist, dass es weh tut. In dem Modus wäre ich gerne wenn ich mit meiner Freundin schlafe...
 

Bluetenstaub  

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Es gibt auch Frauenkondome, nicht sexy aber eine Möglichkeit. Wobei du natürlich trotzdem mit Kondomen üben solltest, du bist 20 es kann noch viel passieren in deinem Leben.

Ich vermute, du hast das Problem schon ganz gut erkannt. Die Pornos und die Psyche, wobei die Reihenfolge variabel sein kann.
Gibt es bei euch "nur kuscheln" also ohne Sex, einfach nur Petting, Nähe usw.
Hast du Lust auf deine Freundin? Erregt dich der Gedanke, mit ihr Sex zu haben, denn rein vom Kopf her?
 

hilfmirforum123   (21)

Ist noch neu hier
Ja, "nur kuscheln" mit Petting gibt es reichlich. Inzwischne geht es aber uns beiden so, dass wir davon nicht mehr richtig befriedigt werden. Orgasmus und alles kommt zwar schon, aber noch 7 Monaten nur das will man halt auch mal richtig ran...

Der Gedanke an Sex mit ihr elektrisiert mich bei Weilen richtig, und ich habe richtig Sehnsucht danach. Der Gedanke allein lässt mich aber halt auch nicht steif werden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bluetenstaub  

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Der Gedanke an Sex mit ihr elektrisiert mich bei Weilen richtig, und ich habe mehr oder weniger Sehnsucht danach. Der Gedanke allein lässt mich aber halt auch nicht steif werden.

Das Lust auf sie vorhanden ist, ist aber ja erstmal Grundvoraussetzung.

Hmm... Viel mehr Ideen hab ich jetzt leider nicht.. Das mit den Pornos weißt du ja selbst, dass das nicht so förderlich ist.

Vielleicht wäre tatsächlich eine Therapie ein guter Ansatz um das alles für dich aufzudröseln und einen neuen Ansatz zu finden :smile:
 

Chefmörchen  

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke für die Antwort. Das Buch kenne ich, vielleicht sollte ich mich nochmal mehr damit beschäftigen. Ich habe einen Blutpenis - das was du dazu schreibst finde ich interessant und werde mal darauf achten. Ist wahrscheinlich ganz unabhängig von Fleisch oder Blutpenis ein beachtenswerter Faktor, da auch ein Fleischpenis ja Blut braucht um steif zu werden ^^

mir wurde auch noch das Buch "Sorge dich nicht -lebe!" von Dale Carnegie empfohlen, soll scheinbar auch richtig gut sein :smile:
Vielleicht bringt dir das mehr Ideen zur Selbstliebe und Akzeptanz
 

boarnub  

Meistens hier zu finden
Hallo TE,

ja das Kondom hat mir am Anfang auch eine menge Probleme gemacht. Da der Oralsex ja schon anscheinend wunderbar funktioniert, kannst du dich immerhin schon "fallen" lassen und deinen Kopf abschalten und deinen Körper machen lassen.
Das ist wichtig, denn bei schlappen Schwanz ist es meistens ein Kopfproblem.

Das fiese beim Kondom ist, dass es eine echte unterbechung ist und deinem Kopf freien lauf lässt, ja sogar nach so langer zeit definitiv einiges triggert. Du wünscht dir nichts lieber das er Steif bleibt doch kaum ist das Gummi drauf bist du einfach machtlos und das blöde am Kondom ist, da kann man noch nichtmal einfach wieder kurz "hochwichsen", sondern das Ding ist im Prinzip dann gelaufen.

Ich hätte eine Idee, welche ihr allerdings schon ein paar mal mehr ausprobieren müsst damit sich zeigt ob es hilft.
Das Kondom muss nun auch in euer orales Liebesspiel eingebunden werden. Wichtig ist, dass ihr nicht vorhabt das es zum Sex kommt, sondern deine Freundin soll dich ganz normal verwöhnen und dann wenn du 100% steif bist dir ein Kondom überziehen und es weiter bei Oral belassen.
Auch diese versuche können bei den ersten malen scheitern, aber das sollte euch nicht entmutigen.

Das Ziel hierbei ist, dass du dich ebenfalls lernst zu entspannen, trotz dems Gummis und das du dich an das veränderte Gefühl mit Gummi gewöhnst und auch hier deine Freude dran hast :zwinker:

Wenn das irgendwann auch gut klappt und sorry das ich dich enttäusche aber das kann auch nochmal ein paar Wochen dauern, dann kann man irgendwann dahin gehen und z.B. 69er Stellung nehmen und wenn du dann bereits mit Gummi versorgt ist und Sie ebenfalls "empfangsbereit", könnt ihr einfach auf Missionar wechseln und habt keine Unterbrechung mehr ein Gummi aufzuziehen.

Natürlich kann er dann immernoch beim Akt schlaff werden aber auch hier muss man sich rantasten.

Das ganze dauert halt eine Weile, bis man seinen Kopf richtig im Griff hat, gerade weil hier schnell eine Abwärtsspirale entsteht, das man sich zu sehr einen Kopf macht wenn mal was schief läuft oder nicht wie geplant.
Hier muss man einfach positiv auf seine Erfolge schauen, denn ich glaube der Oralsex hat auch von Anfang an nicht einfah wie am schnürchen funktioniert.
 

hilfmirforum123   (21)

Ist noch neu hier
Auch dir danke für die Antwort. Wird alles ausprobiert^^ Ich melde mich wenn es was neues von uns zu berichten gibt.:smile:
 

Spielerseele   (41)

Sehr bekannt hier
Hi,

interessant, deine Schilderung hätte 1:1 von meinem Ich vor 15-20 Jahren stammen können.
Zu Pornos gejodelt, dabei immer eine zuverlässige Latte gehabt.
Sehr attraktive Goth-Freundin gehabt, wenn die sich nackt ausgezogen hat, gings auch noch mit der Erektion, aber da setzte schon der Stress ein: Dauert es zu Lange vom Steifwerden bis zur Penetration, war er schlapp und wurde auch nicht mehr wirklich hart. Das Kondom hat da auch eine große Rolle gespielt, aber selbst ohne Kondom waren die Erektionsschwächen nicht weg.

Das hat natürlich ne Menge Stress erzeugt, der wiederum das Aufkommen von Lust und Erregung und damit der Erektion eher verhindert haben.

Mittlerweile kenne ich diese Probleme schon längst nicht mehr. Ich kann dir nur von meinen Erfahrungen erzählen und woran die Dinge bei mir hingen, wie viel davon auf dich zutrifft, kannst du logischerweise nur selbst einschätzen:

1. Zu viele Pornos, zu viel Selbstgejodel. Genau wie du war 2-3 Mal am Tag Hand anlegen eher die Regel als die Ausnahme. Das kostet natürlich dein bestes Stück physisch Energie, nach dem 3. Samenerguss wird er halt nicht mehr so leicht hart, aber auch wenn du Pausen einlegst, kann der Pornokonsum gewisse Folgen gehabt haben:

2. Du programmierst dich auf ganz bestimmte optische und haptische Reize. Meint, irgendwann verbindet dein Gehirn "Sex" mit der spezifischen Art, wie du dein Ding anfasst - andere Berührungen werden zunehmend als irritierend empfunden. Gleichzeitig ist dein Hirn bestimmten Reiz-Input gewöhnt: Die Muskeln sind nicht groß angespannt, weil du anders als beim Sex ja entspannt im Stuhl hockst und nicht den Spagat zwischen Gleichgewicht, Koordination der Gliedmaßen und gleichzeitiger Konzentration auf die Berührung bzw. Penetration der Partnerin leisten musst. Beim Sex ist das alles anders, das lenkt ab. Auch Unterbrechungen in der Reizung z.B. der Eichel gibts bei der Masturbation so nicht, beim Sex schon.

3. Versagens-Angst. Beim Wixen gibts keine. Beim Sex schon. Über die Fragilität der sexuellen Leistungsfähigkeit bei Männern könnte und sollte man langsam mal deutlich bessere Bücher schreiben als die, die es gibt. Auch wenn die männliche Sexualität in Wissenschaft und Literatur angeblich so hoch gehandelt wurde über die Jahrhunderte, ist man auf die Schwächen und die ungeheurliche Vorstellung, es könnte mal was NICHT klappen, nicht annähernd in der Tiefe eingegangen wie nötig. Vor allem nicht darauf, was das mit dem Mann macht.

4. Falsche Männlichkeits-Ideen und pornogeschwängerte Konstruktionen von Sexualität: Auch wenn du eigentlich weißt, dass Pornos keine reale Darstellung von Sex sind, sind sie doch auch wirksam. Unbewusst entwickeln sich Vorstellungen von Leistungsfähigkeiten, zwingenden Abläufen, Härtegraden usw. die mit der Realität weiblichen Begehrens schwer überein zu bringen sind. Und auch mit denen von vielen Männern nicht.
Männer können immer, wollen immer, müssen eher gebremst werden, finden Sex IMMER nur geil und könnten eigentlich 24 Stunden am Tag?
Unsinn! Das denkt man mit 15, wenn die Hormone unkontrolliert blühen und selbst dann ists eine Phantom-Idee.
Ich für meinen Teil habe Phasen in meinem Leben gehabt, in denen ich Sex aktiv vermieden habe, weil ich ANGST davor hatte. Also, nicht vor dem Vorgang an sich, sondern von der Gefahr des Versagens. Von dem Moment, wenn ich spüre, wie enttäuscht und frustriert und zornig-ungebumst ich meine Partnerin zurücklasse, während ich damit beschäftigt bin, meinen Zorn auf mich selbst und die Situation irgendwie zu bekämpfen. Das knackst am Selbstwert, aber nicht zu knapp.

5. Verständnislose Partnerin: Es hilft nicht, wenn die junge Frau zwar sagt "ist ja nicht schlimm" aber das ganz und gar nicht so ausstrahlt. Ohne Verständnis ist da kaum rauszukommen.

6. Körperliche Dispositionen nicht ausgeglichen: Meine damalige Partnerin wurde nicht so wirklich feucht bzw. war dennoch recht eng. Versucht man da, einen nicht ganz zu 100% eregierten Penis einzuführen, klappt das weniger. Gleitgel hat massiv Abhilfe geschafft - nachdem ich das jahrelang nicht verwendet habe, weil ich aus falschem Stolz dachte, das machen ja nur Versager, die ihre Freundin nicht erregen können.

7. Zirkuläre Problemkette: Je länger dieser ungute Ablauf so stattfindet, des unwahrscheinlicher ist es, da ohne neue Ideen rauszukommen. Wenn etwas nicht funktioniert: Mach etwas anderes, mach nicht mehr des Selben!

Ansonsten: Das mit dem Kondom-mit-Mund-drüberschieben halte ich persönlich für keine so gute Idee. Das Abrollen geht ohnehin je nach Penisform eher schwer (hast du die richtige Größe des Kondoms?), mit den Lippen geht das teilweise selbst bei komplett harten Penissen eher so mittel, ohne dass die Gefahr dazukommt, dass sie das Kondom mit den Zähnen beschädigt. Außerdem sehe ich keinen derart großen Unterschied zu euren sonstigen Versuchen, dass das als Lösung schon viel bringt - probieren kann man es aber natürlich. Ich persönlich würde aber vermuten, dass diese Ansätze am Kern der Problematik eher vorbei zielen.

Achja: Lass dir nicht erzählen, dass Potenzmittel wie Viagra nur für "Loser" die das "brauchen" wäre - viele Männer haben sich das schonmal verschreiben lassen, und in den meisten Fällen passiert was Interessantes: Die Erektionsprobleme sind nicht nur während der Einnahmephase weg, sondern auch DANACH, OHNE das Zeug! Weil die zirkuläre Problemkette unterbrochen war, die Wahrnehmung von sich selbst beim Sex ist eine ganz andere geworden.
Ob das für dich in Frage kommt, ist natürlich eine höchstpersönliche Entscheidung.

Das Schöne: ALLE diese problematischen Anteile sind lösbar. Das meiste davon ist im Kopf. Mit deinem Penis ist eigentlich alles in Ordnung. Und deine Erektionsfähigkeit ist nicht gleich mit deinem Wert als Person - das ist wichtig, sich immer wieder vor Augen zu halten.
 
1 Monat(e) später

hilfmirforum123   (21)

Ist noch neu hier
Hi, das Problem ist mittlerweile gelöst ... uuuund wir haben beide einen Pilz am Genital ^^ aber das ist ein anderes Thema.

Vieles von dem was mein Vorposter geschrieben hat ist bei mir der Fall, vor allem das was Pornokonsum und Selbstbefriedigung betrifft. Die Lösung des Problems war dann allerdings doch das Kondom. Meine Freundin, wie schon lange geplant, hat sich letztens die Spirale einsetzen lassen (daher auch das erwähnte Infektionsproblem...) und seit dem geht es, Penis krazt nicht mehr kurz vor dem EIndringen ab und bleibt auch steif während dem Sex.

Erklären kann ich mir die Problematik "Kondom" nur durch die Tatsache, dass bei Pronos zu 99% kein Kondom zum Einsatz kommt. Durch meinen inflationären Pornokonsum hab ich unterbewsst "Sex ohne Kondom" mit "geil, erregend, richtiger/echter Sex" verbunden. Die Verbindung "Sex mit Kondom" = "geil, erregend, jetzt passierts gleich" gibt es bei mir einfach nicht. Sobald das Kondom drauf ist, nimmt mein Gehirn keine erotische Stimmung mehr war, es weiß einfach nicht, dass es sich dabei um Sex handelt.

Dazu kommt noch, dass ein Kondom auf einen "Pornopenis" einfach anders aussieht als auf meinem. Auf einen riesigen, 110% harten Penis fällt ein Kondom weniger auf, passt sich mehr an die Form des Penis an etc. Ohne einen besonders kleinen Penis zu haben sieht es bei mir dann halt einfach nicht so krass aus. Auch dadurch verliere ich das Bewusstsein für die Tatsache gerade kurz davor zu sein Geschlechtsverkehr zu haben, und damit auch meine Erregung. Geschlechtverkehr ist für das was im Porno passiert. Passiert im realen Leben das nicht, was im Porno praktiziert wird, kommt mein Gehirn auch nicht in den Geilheitsmodus. Glücklicherweise liegen Porno und Realität auch nicht unendlich weit auseinander.

Dieses Thema Porno finde ich echt interessant. Während es im öffentlichen Diskurs immer heißt, dass die Kids davon falsche Vorstellungen von Sex entwickeln würden, geht es ja, wie mein Vorposter beschrieben hat, nicht um aktiv abrufbare Einstellungen bzw. Vorstellungen zum Thema Sex, sondern um kognitive Schemata die wir beim exzessiv wiederholten, über Jahre währenden, Pornokonsum bilden. Das Bild von Sex, Lust und Befriedigung der realen Welt transformiert sich nach und nach zu dem der Pornowelt. Pronos sind nicht dafür da, als Teil einer medialen Welt konumiert zu werden. In diesem Falle würde man sorgfältig darauf achten, was man daraus mitnimmt, man würde einfach zwischen medialer und realer Welt differenzieren. Einen Porno konsumiere ich, um die reale Welt durch ihn zu breichern, ihn einen Teil der realeen Welt werden zu lassen. Dadurch verschwinden scheinbar die grenzen zwischen der medialen Pornowelt und der realen Welt beinahe gänzlich.

Auch interessant ist, wie deutlich man merkt, dass wir in einer männlich dominierten Welt, und vor allem in einer Welt mit einer extrem patriarchalischen Vergangenheit leben. Während Sexualität und die Frau im allgemeinen fantastisch erforscht ist, ist es dem Mann in unserer Gesellschaft immer noch nicht möglich sich seine Schwäche, sein Versagenspotential einzugestehen und öffentlich diskursiv zu machen. Im Bett nicht "standhaft" zu sein, scheint mir immer noch das schlimmste und entmännlichendste zu sein, das einem Mann, der sich, wenn auch nur unterbewusst, als etwas besseres hält, passieren kann. Spätestens in diesem Moment muss er von seinem Podest steigen und sich eingestehen auch ein Wesen zu sein, dass Schwierigkeiten im Bett haben kann - und der Frau in keinem Fall überlegen ist. Über dieses Thema zu sprechen würde gleichzeitig bedeuten seinen Platz als Krone der Schöpfung abtreten zu müssen. Der Penis, das Männlichkeitssymbol schlecht hin, fällt genau so wie der Mann, von seinem Thron.
 
Zuletzt bearbeitet:

Spielerseele   (41)

Sehr bekannt hier
Danke, dass du nochmal ein Update gegeben hast und das Problem sogar identifizieren konntest - die Porno-Programmierung wars.
Sie ist es wohl auch häufiger, wie mir scheint, wenn es Probleme gibt. Über die Folgen von Pornos wird ja viel geschrieben, meist im Hinblick auf Sexismus und problematische Weiblichkeitsbilder - die Männlichkeitsbilder und die Folgen für die Erwartungskonflikte der männlichen Sexualität in der echten Welt werden wohl eher stiefmütterlich behandelt.
Vielleicht wieder so ein blinder Fleck bezüglich der Probleme von Männern, who knows.
 
4 Woche(n) später

daniels   (25)

Verbringt hier viel Zeit
Falls Sie die Pille nimmt würde ich es einfach mal ohne versuchen um zu schauen wie es dann ist
 

Damian  

Doctor How
Es freut mich, dass ihr eine Lösung gefunden habt...aber ich möchte nochmals auf eine wichtige Tatsache hinweise:
Wenn ein Kondom bei dir irgendwie nicht so aussieht wie auf einem "Pornopenis", dann ist die Wahrscheinlichkeit nicht gerade klein, dass du die falsche Größe benutzt!
Du wirst wirder dazu kommen, dass irgendwann Kondome benutzt werden. Sei es, weil die Spirale aus irgendeinem Grund raus kommt oder sonstwas ist. Bis dahin solltest du dich mal in Ruhe mit dem Thema beschäftigen und das vielleicht auch mal bei der SB testen...
 
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