Partnerin hat kein "Bedürfnis" nach Sex

Benutzer166408  (33)

Ist noch neu hier
@ Lotusknospe:
Der Stress liegt natürlich an den Kindern, die sind jedes für sich genommen sehr anstrengend und wenn alle drei daheim sind gibt es viel Streit untereinander. Auch bedingt durch Platzmangel in unserer Wohnung. Die Nachbarn sind blöd usw. ABER das wird sich wie gesagt ändern, denn wir ziehen im Herbst um in ein großes Haus, wo dann sie auch endlich einen eigenen Raum für ihre Sachen und Hobbies bekommt und allgemein mehr Platz ist. Dann sparen wir momentan viel für die Renovierung, wodurch Urlaub heuer flachfällt. Das sind alles so Punkte, die uns beide sehr stressen. Was sich hoffentlich alles durch den Umzug bessern wird, auch weil ab September die kleinste in den Kindergarten kommt, dann hat sie wieder mehr Zeit für sich usw. Ich versuche schon, ihr sehr viel abzunehmen, da sind meiner Meinung nach die Möglichkeiten schon ausgeschöpft. Das ist eben genau das was sie sagt, dass sie zur Zeit durch die ganze Situation keinen Bedarf nach Sex hat.
Libido anderweitig abbauen ist gut :zwinker: Ich gehe seit ein paar Wochen mehrmals wöchentlich ins Fitnessstudio, was auch hilft den Kopf frei zu kriegen, aber nur kurzfristig. Abends möchte ich dann trotzdem meiner Frau die Klamotten vom Leib reißen :zwinker: Sonst gibt es nicht viele Alternativen, mangels Zeit. Warum ich so viel an Sex denke, weiß ich leider auch nicht. Das war aber schon immer so. Ich masturbiere auch täglich, sonst ist es noch "schlimmer" mit den Gedanken. Auch ob ich damit was kompensiere, kann ich selbst nicht einschätzen, glaube es aber nicht.

@ SchafForPeace:
Ja, es dauert leider noch :zwinker: Einen Babysitter zu finden ist gar nicht so einfach, bzw. jemand "kompetenten" dem man dann auch guten Gewissens die Kinder anvertrauen kann. Haben wir schon versucht, vielleicht nicht intensiv genug. Außer Oma und Opa gibt es in der Familie auch keinen, dem man sie mal geben könnte. Und die wollen auch bei weitem nicht immer alle drei Kinder haben, und an übernachten ist noch gar nicht zu denken. Vielleicht nächstes oder übernächstes Jahr, aber die kleine ist mit ihren 2 Jahren noch nicht soweit dass das ginge leider ;( Wir würden so gern einfach mal in ein Wellness-Hotel und Zeit für uns haben, aber das geht momentan einfach nicht. Sie will das auch, und ihr fehlt die Zeit zu zweit auch sehr.

@ pipilotta:
Morgens gehe ich schon aus dem Haus während sie schläft, und am Wochenende sind die Kinder vor uns wach :zwinker: Also net so einfach. Mittagsschlaf gibt es bei uns nicht mehr, sie sind zwar noch jung aber nicht mehr sooo klein, also gibt es da auch keine Gelegenheit. Eine Zeit lang haben wir es auf dem Sofa gemacht, abends noch bevor wir ins Bett gegangen sind. Das war unbequem und natürlich ist es angenehmer, wenn man sich danach einfach umdrehen und schlafen kann. Keine Zeit und keine Ruhe, ich denke das ist echt das Hauptproblem…
Es ist schön, dass auch ihr Frauen das nachvollziehen könnt, dass Abweisungen wehtun und frustrieren! Tut echt gut, das zu lesen!
Wir reden ja drüber, und haben uns auf den Kompromiss geeinigt, dass sie öfter mal einfach mitmacht. Zwischendurch fühle ich mich nicht zu Link wurde entfernt% wohl damit (wobei das ja von ihr ausgeht und sie jederzeit nein sagen kann), und gestern war es eben so schlimm dass ich alles angezweifelt habe. Da bin ich total in den negativen Gedanken versunken. Und genau das hat mich dazu bewegt, den Thread hier zu eröffnen, weil ich dazu mal eine neutrale Meinung wollte. Es ist definitiv nicht so, dass nur sie die Regeln vorgibt. Aber trotzdem ist es so, dass ich Pech habe wenn sie nicht will…

@ RiaSommer:
Ja, es ist schwierig da alles richtig zu machen. Ich muss unbedingt mit dem frustriert sein aufhören, solang es nicht um wochenlange Durststrecken geht… Ansonsten sind es gute Tipps von dir, die ich mal im Hinterkopf behalten werde, danke :smile:

@ Rory:
Ich will da jetzt nicht drüber streiten, aber es ist doch wirklich so, dass die Frauen am längeren Hebel sitzen. Wenn sie keine Lust hat und nein sagt, habe ich Pech. Da kann ich auch nichts ändern. Umgekehrt, wenn sie auf mich zukommt wenn sie mal Lust hat, würde ich nie auf die Idee kommen, sie abzuweisen. Einmal hat sie mich verführt, obwohl ich krank war und es mir nicht gut ging z.B. Also kann sie sich aussuchen wann sie Sex hat, und ich nicht. Das ist Fakt, oder?
Ich weiß nicht, ob Sex ein Mittel zum Stressabbau bei mir ist. Ich bin allgemein ein ausgeglichenerer Mensch und lasse Stress nicht so sehr an mich ran bzw. ist das immer nur eine kurze Zeitspanne bis ich mich wieder erholt habe, also denke ich nicht dass Sex mein Ventil ist.

@ blondiLink wurde entfernt:
Ich behalte es mal im Hinterkopf :smile:
Ich bin mir teilweise nicht sicher, ob es eben so okay ist. Daher wollte ich mal eine neutrale Meinung dazu hören, und wenn ihr da alle schreibt dass es nicht schlimm ist, gehen meine Gedanken wieder in eine positive Richtung und machen es mir wieder leichter.
 
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Benutzer91095 

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C cubby88 : wenn du das Leerzeichen nach dem @ weglässt, kannst du die Leute richtig taggen, so wie ich das gerade bei dir gemacht hab :zwinker:
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Der TS muss doch eine Lösung für sein Problem finden. Ich kenne das selbst von mir auch, keinen Sex haben zu können, auch wenn man ihn will, weil der Partner keine Lust hat. Und ja, das ist scheiße, keine Frage. Aber es bringt doch nichts, sich darin zu suhlen, dass das so ist und dass das doch logisch ist, sich so zu fühlen. Das beseitigt das Problem nicht. Ein anderer Umgang mit der Lust oder der Frustration wäre vielleicht sinnvoller, vor allem, wenn man an der Beziehung festhalten will.
Ich weiß schon jetzt, dass ich gleich wieder Haue deswegen bekommen werde, aber meines Erachtens kann es in einer monogamen Beziehung auch nicht angehen, dass die Bedürfnisse des lustloseren Partners dauerhaft höher gewichtet werden als die des anderen.
Das gilt umso mehr, wenn früher häufiger was gelaufen ist.
Ich denke schon, dass zu den "Vertragsbedingungen" der Monogamie eben auch regelmäßige sexuelle Aktivitäten zwischen den Partnern gehören, und zwar in etwa auf dem Niveau wie es bestanden hat, als die Beziehung etabliert wurde.

Es kann weder angehen, dass einer der Partner plötzlich einseitig wesentlich mehr sexuelle Aktivität einfordert, noch kam es angehen, dass einer der Partner den anderen durch permanente Lustlosigkeit zur Enthaltsamkeit nötigt.

Wenn sich da auf Dauer kein für beide Seiten tragbarer Kompromiss finden lässt, dann muss das Konzept Monogamie halt auf dem Prüfstand gestellt werden. Und ein Kompromiss kann normalerweise nicht so aussehen, dass ausschließlich Rücksicht auf die Bedürfnisse des lustlosen Partners genommen wird, denn dann wäre es ja kein Kompromiss.
 
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Benutzer164330 

Sehr bekannt hier
Umgekehrt, wenn sie auf mich zukommt wenn sie mal Lust hat, würde ich nie auf die Idee kommen, sie abzuweisen.
Off-Topic:
Aber dann ist doch das "Problem", dass du sie nicht abgewiesen hast, und nicht, dass du es nicht könntest. Wenn du nicht dazu zu bringen bist, Lust zu bekommen, dann hat deine Frau genausowenig Chancen wie du bei ihr.


Habt ihr mal über eine offene Beziehung gesprochen?

Ansonsten solltest du aufpassen, dass du es ihr nicht direkt so stark zeigst, wenn du enttäuscht bist. Das erzeugt bei ihr Stress, und das ist es ja, was ihr die Lust raubt.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich weiß schon jetzt, dass ich gleich wieder Haue deswegen bekommen werde, aber meines Erachtens kann es in einer monogamen Beziehung auch nicht angehen, dass die Bedürfnisse des lustloseren Partners dauerhaft höher gewichtet werden als die des anderen.
Das gilt umso mehr, wenn früher häufiger was gelaufen ist.
Ich denke schon, dass zu den "Vertragsbedingungen" der Monogamie eben auch regelmäßige sexuelle Aktivitäten zwischen den Partnern gehören, und zwar in etwa auf dem Niveau wie es bestanden hat, als die Monogamie vereinbart wurde.

Es kann weder angehen, dass einer der Partner plötzlich einseitig wesentlich mehr sexuelle Aktivität einfordern, noch kam es angehen, dass einer der Partner den anderen durch permanente Lustlosigkeit zur Enthaltsamkeit nötigt.

Wenn sich da auf Dauer kein für beide Seiten tragbarer Kompromiss finden lässt, dann muss das Konzept Monogamie halt auf dem Prüfstand gestellt werden. Und ein Kompromiss kann normalerweise nicht so aussehen, dass ausschließlich Rücksicht auf die Bedürfnisse des lustlosen Partners genommen wird, denn dann wäre es ja kein Kompromiss.

Das steht hoffentlich außer Frage. Meinte ich mit meinem Posting jedenfalls überhaupt nicht. Es ging mir mehr darum, die Grundprobleme anzugehen bzw. ein Kompromiss zu finden anstatt problemorientiert die Probleme zu problematisieren.
 
G

Benutzer

Gast
Der TS muss doch eine Lösung für sein Problem finden.

Ein Lösungsvorschlag habe ich doch unterbreitet...:cautious:

Spätestens nach zehn Tagen fange ich auch an, permanent an Sex zu denken. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich generell jeden Tag Sex brauche, und solange ich im Schnitt 1x pro Woche zum Zug komme, tritt dieses Phänomen auch gar nicht auf.

Insofern ist das schon ein Teufelskreis: Einer hat keine Lust, und gerade das führt dann auf Dauer dazu, dass er oder sie vom Partner viel häufiger mit dem Thema behelligt wird als es unter normalen Umständen der Fall wäre.

Genau das meinte ich ja.

Wenn man ständig versucht und als abgeblockt wird, dann ist das Thema ständig präsent und eben ein Teufelskreis.

Das eine führt zum anderen und dann hat man den Salat.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass hier ein Kompromiss her muss.

Sie macht den Haushalt/Kinder er arbeitet und hilft ihr. Keiner der beiden "Arbeiten" ist weniger stressig. Der eine kann nur besser damit umgehen als der andere.
Sie müssen eine Löung finden und wenn halt Abends einfach nur gepennt werden möchte, dann gibt es ja noch andere Stunden am Tag wo es dieses Porblem nicht gibt und dann gibt es halt Sex morgens oder Mittags, wenn die Kinder schlafen.

Das wäre eine Möglichkeit.
[doublepost=1500027811,1500027721][/doublepost]
Ansonsten solltest du aufpassen, dass du es ihr nicht direkt so stark zeigst, wenn du enttäuscht bist. Das erzeugt bei ihr Stress, und das ist es ja, was ihr die Lust raubt.

Das ist echt hart. Wie gesagt, ich kenne das Gefühl und es ist mega verletzend, auch wenn man weiß, dass es dafür einen Grund gibt.
Es gab Tage, da habe ich mich in den Schlaf geweint, weil es so weh tat.

Dieses "nicht zeigen" ist manchmal gar nicht möglich. Und bei der Enttäuschung geht es dann gar nicht mehr um den fehlenden Sex sondern um die verletzende Abweisung.
[doublepost=1500028027][/doublepost]
Morgens gehe ich schon aus dem Haus während sie schläft, und am Wochenende sind die Kinder vor uns wach :zwinker:

Was spricht dagegen eine Nummer einzulegen und sie schläft dann weiter? Ich meine Gott, wie lange kannst du am Morgen? Das sind meist eh schnellere Nummern.
Wenn sie einfach mal mir dir aufsteht oder dir erlaubt, sie "sanft" zu wecken?
 
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Benutzer91095 

Team-Alumni
Sie macht den Haushalt/Kinder er arbeitet und hilft ihr. Keiner der beiden "Arbeiten" ist weniger stressig. Der eine kann nur besser damit umgehen als der andere.

Na, ich weiß nicht. Sich um Kinder zu sorgen, ist halt auch nicht wirklich ein Job, der einen besonders sexy fühlen lässt. Und das ist halt irgendwo auch ein Schlüssel zum "Lust auf Sex haben". Man muss das Gefühl haben, dass man auch begehrenswert ist, dass man sich selbst sexy findet und so weiter. Wenn man den ganzen Tag von Kinderkackerotze und Babygeschrei umgeben ist, ist das halt nicht unbedingt förderlich für das Aufkommen von erotischen Gedanken oder Gefühlen. Hier sehe ich schon einen starken Unterschied zwischen der Arbeit zu Hause mit den eigenen (Klein)kindern und einer anderen Arbeit.

Deswegen ist es umso wichtiger, dass sie Zeit für sich hat. Es geht ja jetzt offenbar weniger um "Zeit oder Bereitschaft für Sex finden" (das macht sie ja mit), sondern darum, dass sie einfach selbst mehr Lust darauf hat.
 

Benutzer122781 

Planet-Liebe ist Startseite
Off-Topic:
Wenn man den ganzen Tag von Kinderkackerotze und Babygeschrei umgeben ist, ist das halt nicht unbedingt förderlich für das Aufkommen von erotischen Gedanken oder Gefühlen.
kann ja nur für mich sprechen, aber das wälzen von akten, schreiben von rechnungen und angeboten lässt mich jetzt auch nicht sonderlich sexy fühlen :hmm:
ich persönlich sehe daher keinen wirklichen unterschied, was diesen punkt betrifft.
 

Benutzer91095 

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Off-Topic:
Off-Topic:

kann ja nur für mich sprechen, aber das wälzen von akten, schreiben von rechnungen und angeboten lässt mich jetzt auch nicht sonderlich sexy fühlen :hmm:
ich persönlich sehe daher keinen wirklichen unterschied, was diesen punkt betrifft.

Dann ist es vielleicht Typsache. Ich würd mich dabei zumindest nicht unsexy fühlen. Vor allem kann man dann nach getaner Arbeit heim und die Arbeit vergessen. Beim Mamasein, wenn ich Windelnwechseln oder Kindern den Hintern abwischen muss, stelle ich mir das Abschalten schwieriger vor. Aber ist ja auch egal. Das ist kein Wettbewerb. Sie kommt offenbar mit dem Stress nicht zurecht. Dann muss sie ihr Leben oder ihren Umgang damit so abändern, dass sie besser damit klar kommt.
 
G

Benutzer

Gast
Vor allem kann man dann nach getaner Arbeit heim und die Arbeit vergessen.

Kann man (er) das? Er hat ja über den Tag auch zu tun. Anders, aber er kommt ja nicht heim, ist frisch duscht und startet gerade in den Tag.
Er kann auch nicht abschalten wenn er daheim ist, da warten nämlich Frau und Kinder und Haushalt.

Keine Frage, Mutter sein von Kleinkindern, ist nicht einfach. Nur finde ich nicht, dass hier jemand die größere Arschkarte hat, sondern beiden haben unterschiedliche Aufgaben, die ja auch irgendwann mal so zugeteilt wurden.

Ich finde auch, dass es sich nicht so liest als wäre er ein unaufmerkamer Mann. Ich glaube schon, dass er sich sehrum seineFrau bemüht.

Wenn das nicht sexy sein, aber ihr Problem sein sollte, muss man es benennen und gemeinsam schauen, wie man das löst.
[doublepost=1500029732,1500029604][/doublepost]
Aber ist ja auch egal. Das ist kein Wettbewerb.

Genau, aber hiermuss jeder die "Arbeit" des anderen auch anerkennen und wertschätzen und nicht sagen, duuuuu, du arbeitest ja nur im Büro...sei mal Mama für einen Tag. Sowas wäre unfair.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich finde auch es liest sich nicht so als schenke er ihr wenig Aufmerksamkeit


Kann man (er) das? Er hat ja über den Tag auch zu tun. Anders, aber er kommt ja nicht heim, ist frisch duscht und startet gerade in den Tag.
Er kann auch nicht abschalten wenn er daheim ist, da warten nämlich Frau und Kinder und Haushalt.

Keine Frage, Mutter sein von Kleinkindern, ist nicht einfach. Nur finde ich nicht, dass hier jemand die größere Arschkarte hat, sondern beiden haben unterschiedliche Aufgaben, die ja auch irgendwann mal so zugeteilt wurden.

Ich finde auch, dass es sich nicht so liest als wäre er ein unaufmerkamer Mann. Ich glaube schon, dass er sich sehrum seineFrau bemüht.

Wenn das nicht sexy sein, aber ihr Problem sein sollte, muss man es benennen und gemeinsam schauen, wie man das löst.
[doublepost=1500029732,1500029604][/doublepost]

Genau, aber hiermuss jeder die "Arbeit" des anderen auch anerkennen und wertschätzen und nicht sagen, duuuuu, du arbeitest ja nur im Büro...sei mal Mama für einen Tag. Sowas wäre unfair.

Ich hab den Eindruck, ihr versteht meine Postings so, als würde ich dem TS irgendeinen Vorwurf machen. Tu ich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Ich versuche nur herauszufinden (u.a. mit Fragen an den TS, wie man das halt macht, wenn man etwas herausfinden will), wie die Umstände bei dem Paar sind und wo man ansetzen könnte, um das Problem zu überwinden. Und dazu gehört eben auch, kritisch zu hinterfragen, warum sie so viel Stress hat, während das bei ihm offenbar nicht so ist. Dass das vollkommen natürliche Gründe haben kann, an denen niemand schuld ist oder keiner was böses getan hat oder schlechter da steht, ist hoffentlich klar. Nachfragen möchte ich trotzdem, um sowas auszuschließen. Ihr tut fast so, als würde ich dem "lustvolleren" Part generell irgendwas in die Schuhe schieben wollen. Das ist mitnichten der Fall. Und ich kann auch nicht aus meinem Wortlaut herauslesen, dass ich sowas implizieren würde.
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich weiß schon jetzt, dass ich gleich wieder Haue deswegen bekommen werde, aber meines Erachtens kann es in einer monogamen Beziehung auch nicht angehen, dass die Bedürfnisse des lustloseren Partners dauerhaft höher gewichtet werden als die des anderen.
Das gilt umso mehr, wenn früher häufiger was gelaufen ist.
Ich denke schon, dass zu den "Vertragsbedingungen" der Monogamie eben auch regelmäßige sexuelle Aktivitäten zwischen den Partnern gehören, und zwar in etwa auf dem Niveau wie es bestanden hat, als die Beziehung etabliert wurde.

Es kann weder angehen, dass einer der Partner plötzlich einseitig wesentlich mehr sexuelle Aktivität einfordert, noch kam es angehen, dass einer der Partner den anderen durch permanente Lustlosigkeit zur Enthaltsamkeit nötigt.

Wenn sich da auf Dauer kein für beide Seiten tragbarer Kompromiss finden lässt, dann muss das Konzept Monogamie halt auf dem Prüfstand gestellt werden. Und ein Kompromiss kann normalerweise nicht so aussehen, dass ausschließlich Rücksicht auf die Bedürfnisse des lustlosen Partners genommen wird, denn dann wäre es ja kein Kompromiss.

Ich verstehe zwar, was du meinst, aber nur weil man am Anfang mehrfach täglich übereinander hergefallen ist, gibt es keinen Anspruch, dass das so bleibt. Oft geht es ja beiden so, dass der Drang da ein bisschen nachlässt und dann ist das auch in Ordnung. Schwierig wirds eben, wenns auseinandertdriftet. Ich finde ja auch nicht, dass der lustvollere Part dann mit dem Problem allein gelassen werden sollte, aber umgekehrt das Problem ausschließlich bei dem Partner zu sehen, der jetzt weniger Lust hat als vorher, ist ja auch nicht die Lösung. Die Bedürfnisse von Menschen können sich im Laufe der Zeit ändern und das ist legitim, auch innerhalb einer Beziehung. Natürlich muss man dann schauen, ob man einen gemeisamen Weg findet oder sich trennt, aber dein Post klingt so, also würdest du ausschließlich die Schuld bei ihr sehen - wie soll denn ein Kompromiss in deinen Augen aussehen? So wie ich den TS verstehe, geht seine Frau nämlich schon einen Kompromiss ein indem sie sich eben öfter auf Sex einlässt, auch wenn sie eigentlich gar nicht richtig Lust hat. Nur in einigen Fällen, wenn ihr wirklich gar nicht danach ist, lehnt sie ab.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Ich verstehe zwar, was du meinst, aber nur weil man am Anfang mehrfach täglich übereinander hergefallen ist, gibt es keinen Anspruch, dass das so bleibt.
Einen Anspruch auf Fortsetzung der Monogamie unter völlig veränderten Rahmenbedingungen gibt es aber genauso wenig.

Natürlich muss man dann schauen, ob man einen gemeisamen Weg findet oder sich trennt, aber dein Post klingt so, also würdest du ausschließlich die Schuld bei ihr sehen - wie soll denn ein Kompromiss in deinen Augen aussehen? So wie ich den TS verstehe, geht seine Frau nämlich schon einen Kompromiss ein indem sie sich eben öfter auf Sex einlässt, auch wenn sie eigentlich gar nicht richtig Lust hat.
Aber nur weil er Druck macht, und gerade das wird hier ja von einigen kritisiert. Wenn's nach der Man-darf-niemals-Druck-machen-Fraktion ginge, käme er wahrscheinlich im Durchschnitt einmal pro Quartal zum Zug. Und das wäre dann ein ziemlich einseitiger "Kompromiss".

Und wie gesagt: Niemand soll zum Sex genötigt werden, nur muss man dem Partner dann halt auch gestatten, sich seine Bedürfnisse anderweitig zu erfüllen, wenn man selbst keine Lust mehr darauf hat.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Aber nur weil er Druck macht, und gerade das wird hier ja von einigen kritisiert. Wenn's nach der Man-darf-niemals-Druck-machen-Fraktion ginge, käme er wahrscheinlich im Durchschnitt einmal pro Quartal zum Zug. Und das wäre dann ein ziemlich einseitiger "Kompromiss".

Wer hat das denn gesagt?

Und wie gesagt: Niemand soll zum Sex genötigt werden, nur muss man dem Partner dann halt auch gestatten, sich seine Bedürfnisse anderweitig zu erfüllen, wenn man selbst keine Lust mehr darauf hat.

Das Hauptproblem laut TS ist doch erstmal, dass er sich nicht gut fühlt, wenn sie mit ihm Sex hat ohne Lust drauf zu haben. Er wünscht sich also, dass sie auch Sex mit ihm möchte, ohne dass er sie immer überzeugen muss bzw. den Anfang machen muss. Darum geht es doch. Von mangelnder Bereitschaft ihrerseits beim Sex mitzumachen, kann doch erstmal keine Rede sein. Sie macht es halt ihm zuliebe, und das gefällt ihm nicht/ist ihm nicht genug.
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Einen Anspruch auf Fortsetzung der Monogamie unter völlig veränderten Rahmenbedingungen gibt es aber genauso wenig.

Deshalb schrieb ich ja, dass man schauen muss, ob man einen gemeinsamen Weg findet oder sich trennt. Es gibt nie einen Anspruch auf Fortsetzung, auch dann nicht, wenn man nichts verändert :zwinker: Das ist ja ganz klar.

Aber nur weil er Druck macht, und gerade das wird hier ja von einigen kritisiert. Wenn's nach der Man-darf-niemals-Druck-machen-Fraktion ginge, käme er wahrscheinlich im Durchschnitt einmal pro Quartal zum Zug. Und das wäre dann ein ziemlich einseitiger "Kompromiss".

Und wie gesagt: Niemand soll zum Sex genötigt werden, nur muss man dem Partner dann halt auch gestatten, sich seine Bedürfnisse anderweitig zu erfüllen, wenn man selbst keine Lust mehr darauf hat.

Naja, nicht nur weil er Druck macht - weil sie seine Bedürfnisse kennt und er seine Bedürfnisse anmeldet. Dagegen hat doch keiner was gesagt?! Es wird nur davor gewarnt, bei einer Ablehnung gleich sauer zu werden. Das kann nämlich eine unschöne Spirale zu erzeugen (dann hat sie bei jeder Berührung Angst, dass er mehr will und es Streit gibt, wenn sie das nicht will). Hat hier irgendjemand gesagt, dass der seine Bedürfnisse bitte ganz grundsätzlich hinter ihren zurückstellen soll?!
 
G

Benutzer

Gast
Dagegen hat doch keiner was gesagt?! Es wird nur davor gewarnt, bei einer Ablehnung gleich sauer zu werden.

Also ich wurde noch nie sauer, ich war immer traurig. Hab mich nicht geliebt gefühlt in dem Moment, nicht gut genug, uninteressant, nicht begehrt.
Sauer war ich nie...ich war verletzt.
 
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Benutzer138371  (40)

Beiträge füllen Bücher
Es waren ja schon ein paar Vorschläge dabei... auch das mit "Sex nach Zeitplan".... sowas würde mich jetzt noch mehr stressen.

Sex sollte doch spontan sein, und nicht immer nur am Samstag Abend um 20 Uhr sein, bevor dann um 20:15 die Prime Time anfängt..

Und wenn man doch versucht sich genau eine Zeit auszumachen, dann kommt sicher wieder was anderes dazwischen.

Ist echt doof alles.

Aber ich drücke euch mal die Daumen, dass es dann im Haus besser wird, wo jeder mehr Freiraum hat.
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Es waren ja schon ein paar Vorschläge dabei... auch das mit "Sex nach Zeitplan".... sowas würde mich jetzt noch mehr stressen.

Sex sollte doch spontan sein, und nicht immer nur am Samstag Abend um 20 Uhr sein, bevor dann um 20:15 die Prime Time anfängt..

Der Vorschlag kam ja (auch) von mir. Ich habe nicht gesagt, dass man es so machen muss. Der TS könnte seine Frau fragen, ob das für sie ist. Vielleicht geht es ihr so wie dir und sie stresst das. Vielleicht empfindet sie es aber auch entspannend, wenn sie weiß: "Wir haben am Sonntagabend Sex - alle anderen Avancen darf ich jetzt ablehnen, ohne dass er beleidigt ist/ bis dahin kommt er nicht an und wir haben nur Sex, wenn ich das initiiere."

Natürlich soll das nicht heißen, dass sie dann am Sonntag auch Sex haben muss, wenn sie mit 40 Grad Fieber im Bett liegt oder so. Aber tendenziell ist es eben der Termin, auf den sie sich "einstellen" sollte - und wo sie dann auch mit berechtigter Enttäuschung rechnen muss, wenn sie doch nicht will.
 
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