Partnerin hat kein "Bedürfnis" nach Sex

Benutzer166408  (33)

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Hallo zusammen,

ich bin mit meiner Frau seit einigen Jahren verheiratet, wir haben Kinder und führen eine sehr gute Beziehung. Nur mit dem Sex bzw. der Häufigkeit von Sex hat es noch nie so richtig funktioniert. Es gab immer mal Phasen, wo es weniger war, dann wieder mehr, aber eigentlich nie "genug" für mich. Ich könnte und würde praktisch gern jeden Tag. Dass das leider unrealistisch ist, weiß ich natürlich :zwinker: Wir haben über die Jahre schon mehrfach darüber gesprochen, vor ein paar Jahren haben wir dann sogar Masturbations-Toys für mich gekauft und so, aber das ist natürlich kein Ersatz. Trotzdem zehren Pausen von zwei Wochen oder mehr dann auch an meinen Nerven. Ich habe sie vor ein paar Wochen dann penetranter genervt, auch mit zweideutigen Sprüchen usw, wo sie aber eindeutig gesagt hat dass ihr das so nicht gefällt. Also hielt ich mich wieder zurück. Sie meinte, sie hat zur Zeit einfach nicht den Bedarf bzw. das Bedürfnis nach Sex. Sie hat wohl ab und zu einfach mitgemacht obwohl sie ursprünglich keine Lust hatte. Dabei wird sie aber trotzdem immer ziemlich schnell erregt, der Sex ist richtig gut (also sie liegt nicht da wie ein Brett und lässt es über sich ergehen), sie hat Spaß daran und zu Link wurde entfernt% auch einen Orgasmus. Sie sagt auch hinterher, dass es gut war und sie Spaß hat, aber ursprünglich "wollen" oder brauchen tut sie den Sex nicht. Wir haben auch ausführlich über die allgemeine Situation gesprochen, sie versteht mich und alles, aber hat wie gesagt trotzdem einfach kein Bedürfnis nach Sex (wegen Stress, Müdigkeit usw.). Ich dafür umso mehr. Und so macht sie jetzt regelmäßig einfach mit, und wir haben echt tollen Sex. Ich habe ihr auch gesagt, wenn es ihr zu blöd wird so, dann soll sie es sagen. Oder wenn sie mal gar nicht will.

Ich stecke da in so einer Zwickmühle. Eigentlich will ich auch begehrt werden und es wäre schön, wenn sie "einfach so" mal Lust hätte. Aber sie braucht immer einen Anreiz, z.B. wird sie durch erotische Bücher sehr erregt und dann ergreift sie die Initiative. Nur wenn ich Lust habe und es bei ihr versuche, werde ich so oft abgewiesen, dass es keinen Spaß mehr macht und ich am liebsten aufgeben würde. Nun gut. Jetzt ist es so, dass sie eben recht oft einfach mitmacht und sagt, dass es ihr so besser geht als wenn sie mich ständig abweist. Denn dann würde sie ein schlechtes Gewissen haben, weil sie ja meine Bedürfnisse kennt. Eigentlich will ich das so nicht, das habe ich ihr auch gesagt, aber die Lust siegt dann trotzdem. Ich habe vorgeschlagen, dass wir es einfach lassen, also dass ich es ihr nicht mehr zeige und sie nicht mehr versuche rumzukriegen und wenn sie Lust hat soll sie zu mir kommen. Da sagte sie, dass es dann aber sein kann dass ich eine ganze Weile keinen Sex kriege… Also ging es einfach so weiter.

Jetzt waren zwei Tage Pause, gestern ließ sie schon bevor wir ins Bett sind durchklingen dass sie nicht will. Ich dachte, der Tag war gut, alle gut gelaunt usw., da habe ich eine Chance. Und die Hoffnung wurde dann von ihr einfach so zerschmettert. Dass ich dann nicht glücklich bin, ist doch verständlich, oder? Sowas frustriert mich sehr, und da kann ich meine Gefühle einfach nicht abstellen und zeige ihr dann auch subtil, dass es mir nicht so toll geht damit. Sie fand das natürlich wieder mega doof, und ich soll ihr das dann doch nicht zeigen, und ich habe ja gesagt es ist ok wenn sie mal nicht will usw. Das verstehe ich auch. Aber ich kann eben meine Gefühle nur schwer abschalten und ignorieren. Mir ging es dann deswegen richtig schlecht und ich konnte nur schlecht schlafen weil ich mir die ganze Zeit darum Gedanken gemacht habe.

Eigentlich will ich es so nicht, also dass sie einfach mitmacht. Andererseits will ich auch nicht auf Sex verzichten müssen, bzw. mich mit einmal alle paar Wochen oder so zufrieden geben. Nur so kann es eigentlich nicht weiter gehen, denn ich bin auch so frustriert. Ich bin kurz davor, ihr zu sagen, dass wir es lassen und sie eben zu mir kommen soll wenn sie wirklich Lust hat. Auch wenn ich mir damit ins eigene Fleisch schneide.

Was meint ihr dazu? Ich finde es so schwierig, mich zurückzuhalten, wenn unsere Bedürfnisse doch so sehr auseinander gehen. Gefühle ausblenden, das geht bei mir nicht. Frustriert sein will ich aber auch nicht mehr. Sollte ich so weitermachen lassen und ihr nicht mehr zeigen, dass ich frustriert bin, wenn es mal ein paar Tage Pause gibt? Oder würde eine Pause gut tun? Also dass es wirklich nur dazu kommt wenn sie Lust hat und ich sie ansonsten nicht damit "belästige". Kennt ihr sowas und wie habt ihr das bei euch gelöst?

Bis hierhin erstmal danke fürs Lesen! Ich hoffe auf viele hilfreiche Meinungen :smile:

Viele Grüße,
cubby
 
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Benutzer12529 

Echt Schaf
Ich hab den Eindruck, dass sie euren Sex sehr gut findet, ihn heiß und erfüllend findet und sie tierisch Lust hat, wenn es zur Sache geht.
Und den Eindruck, dass sie (durch ihren stressigen Alltag) nicht dazu kommt, an tollen Sex zu denken und zum schon allein von sich aus Lust empfinden zu können.
Sie bekommt ja ziemlich schnell ziemlich Lust wenn ihr anfangt, sie begehrt dich ohne Ende usw.
Deswegen verstehe ich nicht so ganz, warum du nicht willst, dass sie mitmacht, wenn du Lust hast. Sie bekommt ja ruckzuck Lust dadurch und es folgt toller, heißer und befriedigender Sex. Ich denke nicht, dass sie da ein “Opfer“ bringt oder nur dir zu Liebe mitmacht, sondern weil sie dann sehr viel Lust hat auf dich. Ich glaube nicht, dass sie sich extrem dazu überwinden muss oder so, wenn ihr gerade anfangen wollt mit Vorspiel usw.
Vermutlich braucht sie einfach, dass du anfängst, weil sie ohne das nicht Lust hat oder gar nicht dazu kommt, Sex mit dir haben zu wollen. Dazu kommt, dass es viele Menschen gibt, bei denen es einfach nicht so in ihrer Natur liegt, andere zu verführen.

Da es so zu tollem Sex kommt, beide Lust haben usw würde ich nicht auf die Idee kommen, dass sie dich nicht/nicht mehr begehrt und anziehend findet.

Wie sieht ihr Alltag aus?
Wie sieht euer gemeinsamer Alltag aus?
Was sind ihre täglichen Aufgaben?
Habt ihr “Paarzeit“ ohne euren Nachwuchs (Dates zu zweit, auch mal 1-2 Tage komplett ohne Nachwuchs usw)? Habt ihr Zeit zu zweit, um einfach mal in erster Linie Paar sein zu können und nicht “nur“ Elternpaar?

Ich würde an deiner Stelle definitiv nicht damit aufhören, sie zu verführen.
Aber überdenke vielleicht nochmal deine Sichtweise zum “sie macht mit“, siehe meine Gedanken zu Anfang. Ich glaube, du deutest das negativer, als es ist :smile:
 

Benutzer28811  (32)

Meistens hier zu finden
Hallo und guten morgen,

das klingt schon nicht ganz so einfach. Ich setze jetzt mal hier an:

Nur mit dem Sex bzw. der Häufigkeit von Sex hat es noch nie so richtig funktioniert

Und das war schon vor den Kindern so? Wie habt ihr es damals gelöst? Hat sie auch mehr oder weniger "mitgemacht" und du hast es akzeptiert?

Ich kann deinen Leidensdruck durchaus verstehen auch wenn ich eine Frau bin. Ich könnte eigentlich auch so gut wie immer Sex haben und mein Partner "braucht" auch deutlich weniger als ich. Das heißt aber nicht, dass sich deine Frau nicht auch in einer für sie sehr belastenden Situation befindet.

Ob ihr jetzt viel oder wenig Sex habt will ich eigentlich nicht bewerten, weil das was subjektives ist. Wichtig ist doch, was aus euch wird? Du sagst ganz klar dir reicht es nicht, sie sagt ganz klar, sie bräuchte eigentlich noch weniger. Was also tun? Ich denke betteln, jammern oder auch rumzicken hilft dir gar nicht weiter und du sagst ja selbst, dass du es schöner fändest wenn sie dich auch mal begehren würde.

Wie wäre es denn mit einer Sexualtherapie? Gemeinsam? Hast du das mal vorgeschlagen?

ich denke auch es ist wichtig sich mal zusammen zu setzen und ein Gespräch zu führen ohne Forderung und Enttäuschung etc. Sondern so sachlich wie möglich. Dass du dir so dein Sexleben nicht vorgestellt hast und sie ja wohl auch nicht. Was könnte die Lösung für beide sein? Ich weiß es klingt einfacher als es ist, aber wenn mal alle Forderungen und Verletzungen etc. außen vor gelassen werden können schon Lösungen gefunden werden.

Möglicherweise wäre ja auch eine offene Beziehung eine Option..

Wichtig ist denke ich davon wegzukommen, dass du bettelst und hoffst und wartest und sie quasi "gewährt" oder mitmacht. Ihr solltet eine dauerhafte Lösung finden, da das "Problem" ja auch dauerhaft weiterbesteht.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Trotzdem zehren Pausen von zwei Wochen oder mehr dann auch an meinen Nerven. Ich habe sie vor ein paar Wochen dann penetranter genervt, auch mit zweideutigen Sprüchen usw, wo sie aber eindeutig gesagt hat dass ihr das so nicht gefällt. Also hielt ich mich wieder zurück. Sie meinte, sie hat zur Zeit einfach nicht den Bedarf bzw. das Bedürfnis nach Sex. Sie hat wohl ab und zu einfach mitgemacht obwohl sie ursprünglich keine Lust hatte. Dabei wird sie aber trotzdem immer ziemlich schnell erregt, der Sex ist richtig gut (also sie liegt nicht da wie ein Brett und lässt es über sich ergehen), sie hat Spaß daran und zu Link wurde entfernt% auch einen Orgasmus. Sie sagt auch hinterher, dass es gut war und sie Spaß hat, aber ursprünglich "wollen" oder brauchen tut sie den Sex nicht.
Liest sich ziemlich prototypisch, aber eine Lösung dafür kenne ich leider auch nicht.

Sollte ich so weitermachen lassen und ihr nicht mehr zeigen, dass ich frustriert bin, wenn es mal ein paar Tage Pause gibt? Oder würde eine Pause gut tun? Also dass es wirklich nur dazu kommt wenn sie Lust hat und ich sie ansonsten nicht damit "belästige". Kennt ihr sowas und wie habt ihr das bei euch gelöst?
Du solltest definitiv nicht bereits zwei Tage nach dem letzten Sex schon wieder damit anfangen sie zu "nerven". Das ist definitiv kontraproduktiv. Umgekehrt würde ich Dir aber auch nicht empfehlen, wochenlange Pausen hinzunehmen. Das ist meines Erachtens ebenfalls kontraproduktiv und wird höchstwahrscheinlich nicht dazu führen, dass sie mehr Lust bekommt. Eher im Gegenteil. Ich würde an Deiner Stelle schon darauf hinarbeiten, dass eine gewisse Regelmäßigkeit und Kontinuität bestehen bleibt.
 
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Benutzer63938 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo Cubby.

Mit Deinem Text kann ich mich voll und ganz identifizieren. Bei uns ist es genauso, vielleicht sogar noch etwas heftiger.
In den ersten Jahren unserer Beziehung konnten wir kaum die Finger voneinander lassen. Dann kam unsere Tochter. Danach war der Sex fast auf Null. Gut, hab ich gedacht (und mich belesen), das soll ja öfter so sein und wird wieder besser. Wurde es kurzzeitig auch, aber nie so wie zuvor. Und dann haben wir geheiratet. Seitdem läuft fast gar nix mehr. Alle 8 - 10 Wochen, manchmal noch seltener. Und von ihr aus gar nicht. Wenn dann muss ich schon alle möglichen Tricks auspacken, um sie zu "überreden". Dass es ihr dabei keinen Spaß macht, kann man aber nicht sagen. Zum Orgasmus kommt sie immer, meist sogar mehrfach. Aber oft ist es so, dass meine Versuche ziemlich hart abgewiesen werden ("Das kannst Du gleich vergessen.", "Finger weg." etc.). Das verletzt mich dann schon sehr. :schuettel:
Darüber sprechen hab ich schon oft versucht, wird aber von ihr abgeblockt. Dann kommen solche "Argumente" wie, "Dir geht´s doch nur um das Eine." Oftmals bis zu einem handfesten Streit. Oder sie versucht mir einzureden, dass ich nicht normal wäre. :geknickt:
Ich weiß schon nicht mehr, was ich machen soll. Gerade in letzter Zeit, habe ich immer öfter Gedanken an Trennung, obwohl ich sie sehr liebe. Auch Gedanken ans Fremdgehen spuken mir hin und wieder durch den Kopf, obwohl das früher für mich undenkbar war. Aber ich weiß ehrlich nicht, ob ich jetzt nicht doch schwach werden würde, wenn sich die Gelegenheit bietet (aber ich suche jetzt nicht danach).
Also wirklich helfen kann ich Dir mit Deinem Problem nicht, aber Dir sagen, dass es nicht nur Dir so geht.

Viele Grüße,
LL Cool R
 

Benutzer149710  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Du schreibst von ein "paar Tagen", das klingt schon als wäre die Sexfrequenz regelmäßig und häufig?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Auch wenn es verständlich ist, dass du frustriert bist, dass es keinen Sex gibt, lass es bitte nicht an ihr aus. Das ist toxisch, setzt sie unter Druck und zerstört jegliche sexuelle Begierde. Versuch einen anderen Weg zu finden, damit umzugehen, oder führt ein anderes System ein, durch das du eher weißt, ob sie Lust hat oder gar keine Lust hat, sodass du dich nicht den ganzen Tag drauf freust und dann abends frustriert bist (manche Paare haben das Ampel-System). Wie oft habt ihr momentan denn Sex?

Ich würde vorschlagen, ihr einigt euch auf eine Vorgehensweise, mit der ihr beide leben könnt, und probiert das eine Zeit lang aus. Wenn du mit dem momentanen System nicht glücklich bist, müsst ihr es halt anders probieren, z.B. zwei fixe Abende in der Woche, die nur euch gehören, wo ihr einmal das macht, was sie will, und einmal, was du willst . Oder zwei Wochen lang durch jeden Tag Sex. Die Intimität muss wieder in den Alltag bei euch. Wenn man 24/7 nicht an Sex denkt, weil so viele andere Sachen einen beschäftigen, dann hat man halt auch einfach keine Lust auf Sex. Und wenn man 24/7 nur an Sex denkt, dann ist man frustriert, wenn man keinen Sex kriegen kann.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Du schreibst von ein "paar Tagen", das klingt schon als wäre die Sexfrequenz regelmäßig und häufig?
An anderer Stelle schreibt er was von "zwei Wochen und mehr". Ich vermute folgendes: Wenn er nicht die Initiative ergriffe, würde maximal einmal im Monat etwas laufen, vielleicht auch noch viel seltener. Nur wenn er regelmäßig die Initiative ergreift, läuft dann im Durchschnitt vielleicht so alle 1-2 Wochen was.

Kann sein, dass ich mich irre. Aber das wäre jetzt mal so meine Vermutung - teilweise aufgrund eigener Erfahrungen und auch aufgrund von vergleichbaren Schilderungen anderer.
 

Benutzer166408  (33)

Ist noch neu hier
Woah, danke für die vielen Antworten in der kurzen Zeit, da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll :zwinker:

SchafForPeace SchafForPeace :
Das liest sich sehr positiv und deine Eindrücke stimmen schon. Sie lässt sich durch den Stress zu sehr ablenken, wodurch sie eben nicht dazu kommt von sich aus Lust zu haben… Sie ist Hausfrau, allein daheim mit den Kindern bzw. mit der jüngsten (die anderen beiden sind in Kindergarten/Schule). Ich habe einen guten Job mit flexibler Arbeitszeit und bin schon am frühen Nachmittag daheim und helfe ihr dann mit den Kindern und dem Haushalt. Abends wird es trotzdem immer recht spät mit aufräumen und allem, und unsere jüngste wacht gern mal abends auf, sodass wir oftmals nur 1-2 Stunden am Sofa gemeinsam Zeit verbringen können. Das ist natürlich nicht gut für die Romantik und so, und ich merke auch dass sie eher Lust auf mich hat wenn wir mal länger allein sind. Was leider viel zu selten passiert. Wir sind aber beide der Hoffnung, dass sich das wieder bessert wenn die Kinder größer sind!

BlondiLink wurde entfernt:
Warum finden sich solche Menschen nicht, bei denen die Bedürfnisse gut zueinander passen? Ich habe die Tage auch von einer Frau gelesen die schrieb, dass sie Sex auch als Mittel zum Stressabbau sieht. Das ist z.B. bei meiner Frau und wohl auch bei den meisten anderen eher umgekehrt, dass eben Stress der Sex-Killer ist…
Dass sie einfach mitmacht, ist seit ein paar Wochen neu. Sonst war es zwischendurch eben mal mehr, mal weniger, auch vor den Kindern schon. Das Problem ist halt, dass ich eben jeden Tag sexuellen Kontakt haben könnte, aber sie das nicht "braucht". Sonst habe ich bei solchen Flauten eben einfach versucht die Situation zu akzeptieren. Als wir diese Masturbations-Toys vor ein paar Jahren gekauft haben, war ich auch sehr frustriert und wir haben dann auch offen und ehrlich und auch sehr lang darüber gesprochen, bis wir eben diese Dinge gekauft haben. Sie meinte damals auch, dass ich es mir auch gern mal im Bett neben ihr machen darf, vielleicht kriegt sie ja dann auch Lust. Dann war es eigentlich eine ganze Zeit lang "gut" (mir trotzdem zu wenig, aber insgesamt war es ok), und in letzter Zeit ist es mir einfach zu wenig geworden, was zur aktuellen Situation geführt hat. Sie meint auch, dass es an Stress und Müdigkeit liegt, dass sie eben gar nicht daran denkt und abends einfach nur schlafen will. Diese stressige Phase ist in absehbarer Zeit (gut, es sind noch einige Monate) vorbei und wir hoffen beide, dass wir dann wieder mehr Zeit für uns haben und sie dann auch wieder mehr Lust bekommt.
Ich glaube, für sie ist die Situation auch nicht ganz so einfach. Sie hat auch mal geäußert, dass sie Angst hat ich hole mir den Sex dann woanders… Auf diese Idee würde ich niemals kommen, das habe ich ihr auch gesagt. Aber der Gedanke spukt wohl doch in ihrem Kopf rum…
Ich denke, eine Sexualtherapie wäre momentan etwas übertrieben. Da hätte sie wahrscheinlich auch wenig Verständnis dafür, da müsste schon mehr passieren dass es so weit kommt. Miteinander darüber gesprochen haben wir schon sehr ausführlich und sind eben auf diesen Konsens gekommen, dass sie "einfach mitmacht". Ich denke, wenn sie so gar keine Lust und keinen Spaß hätte, würde sie das auch nicht machen. Sie weiß auch, dass sie nichts machen muss was sie nicht will, das habe ich ihr schon mehrfach gesagt.
Das mit dem Sex "gewähren" ist ja scheinbar ein recht häufiges Problem, das wir Männer haben. Denn wir wollen und können immer, und dann sind wir auf die Frau angewiesen dass sie mitmacht…

L LL Cool R :
Von "Leidensgenossen" zu lesen ist immer gut, danke! Da werden einem dann die Augen geöffnet, dass es noch viel schlimmer sein könnte…
Meine erste Freundin die ich hatte, war auch ohne Kinder und Ehe so wie du es schilderst. Da war auch nur 1-2 im Jahr(!!) drin, es hieß immer nur "lass das bitte" wenn ich sie versucht habe anzufassen. Ich habe mir echt den A**** aufgerissen und alles getan, versucht mit ihr zu reden, aber das hat alles nichts geholfen. Da war ich auch sehr frustriert und dann gegen Ende auch nicht mehr besonders nett zu ihr, was dann schlussendlich (aber nicht als einziger Grund) zur Trennung geführt hat. Was sie für ein Problem hatte, weiß ich bis heute nicht.
Deine Situation tut mir sehr leid und ich hoffe, du kannst dich zusammenreißen und nicht fremdgehen. Denn das macht es nicht besser. Ich drücke die Daumen, dass es bei dir auch wieder besser wird! Mal ganz sachlich darüber reden hilft vielleicht schon weiter, denn nur wenn du die Gründe kennst, kann sich was ändern. Dass dich diese harten Abweisungen verletzen kann ich voll und ganz verstehen! Das solltest du ihr auch mal ganz sachlich sagen finde ich. Meine Frau weist mich nicht so hart ab, und trotzdem ist es frustrierend bis verletzend. Da würde ich mir ein "Heute nicht, tut mir leid" oder ähnliches wünschen, das würde es nicht ganz so schlimm machen, finde ich.

@tiefblickLink wurde entfernt, Lotusknospe, Sutech:
Ihr habt recht, dass es ohne meine Initiative kaum zu Sex kommen würde. So alle 1-2 Wochen mal ist wahrscheinlich unsere "normale" Frequenz, wobei ich das bisher nie statistisch erfasst habe :zwinker: Momentan haben wir recht oft Sex, vereinzelt hatte sie auch Lust dazu, aber oft hat sie einfach mitgemacht (aber dann Spaß dabei gehabt, als wir dabei waren!). Manchmal mehrere Tage am Stück, jetzt zwei Tage nicht… Es ist halt schwierig, damit umzugehen, weil ich vorher nie weiß ob was läuft und ich dann (obwohl ich es besser weiß, wirklich!) trotz der momentan hohen Frequenz frustriert bin. Ich glaube, daran muss ich mal arbeiten, denn das ist wirklich nicht förderlich.

Lotusknospe Lotusknospe :
Das mit dem Link wurde entfernt an Sex denken ist bei mir momentan so, ich denke echt ständig dran. Und sie scheinbar gar nicht oder sehr selten. Das trifft voll zu ^^
So eine Art System wäre eine Überlegung wert. Guter Tipp, danke!

Ich bin zwischendurch trotzdem frustriert, auch weil mich der ganze Stress eben mit belastet (aber nicht so sehr wie sie), und dann kommen schnell solche negativen Gedanken auf. Eigentlich kann ich ja zufrieden und glücklich sein, wenn ich hier die Aussagen von vielen anderen Paaren lese bei denen es im Bett nicht mehr klappt.

Ich lese aus den Antworten, dass ich nicht schon nach so kurzer Zeit frustriert sein sollte, und es ok ist wenn sie "einfach mitmacht"? Es hilft mir auf jeden Fall schon sehr, mal neutrale Meinungen dazu zu lesen, danke :smile:

Viele Grüße,
cubby
 
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Benutzer138371  (40)

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Das ist natürlich nicht gut für die Romantik und so, und ich merke auch dass sie eher Lust auf mich hat wenn wir mal länger allein sind. Was leider viel zu selten passiert. Wir sind aber beide der Hoffnung, dass sich das wieder bessert wenn die Kinder größer sind!


Hm was ich mich da frage... kann man da wirklich so "lange" warten? Oder redet man es vielleicht auch nur schön?

Ist nicht böse gemeint, nur hinterfragt..
 

Benutzer166408  (33)

Ist noch neu hier
Ja, das haben wir uns auch schon gefragt, ist berechtigt...

Aber wir haben keine andere Wahl, wir müssen da durch und dann wird es hoffentlich einfacher.
 

Benutzer28811  (32)

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Ich denke, eine Sexualtherapie wäre momentan etwas übertrieben. Da hätte sie wahrscheinlich auch wenig Verständnis dafür, da müsste schon mehr passieren dass es so weit kommt. Miteinander darüber gesprochen haben wir schon sehr ausführlich und sind eben auf diesen Konsens gekommen, dass sie "einfach mitmacht".

Sinn solcher Therapien ist aber eben da anzusetzen, wenn noch nicht alles im Eimer ist. Ihr scheint eine gute Art der Kommunikation zu haben, das ist doch schon mal super. Wieso wäre es nicht einen Versuch wert zu einer Therapeutin zu gehen? Dort gibt es Lösungsansätze und vielleicht braucht ihr auch nur 1-2 Therapiestunden. Einerseits bist du so frustriert, dass du einen Thread aufmachst und dass du leidest und dann schreibst du aber wieder dass es ja so jetzt auch okay ist, wenn sie mitmacht.

Ich denke du musst dich für dich auch entscheiden, wie hoch denn dein "Leidensdruck" ist. Wenn es für dich wirklich nicht gut erträglich ist und du leidest und dich zurückgewiesen fühlst etc. dann muss man schon konkretere Lösungen finden, das ist zumindest meine Meinung. Auch die Vorschläge von Lotusknospe Lotusknospe sind gut. Sowas raten auch übrigens Therapeuten:zwinker:
 

Benutzer65998 

Meistens hier zu finden
Ich habe die Tage auch von einer Frau gelesen die schrieb, dass sie Sex auch als Mittel zum Stressabbau sieht. Das ist z.B. bei meiner Frau und wohl auch bei den meisten anderen eher umgekehrt, dass eben Stress der Sex-Killer ist…
Ist Sex bei dir denn ein Mittel zum Stressabbau?
Das mit dem Sex "gewähren" ist ja scheinbar ein recht häufiges Problem, das wir Männer haben. Denn wir wollen und können immer, und dann sind wir auf die Frau angewiesen dass sie mitmacht…
Also weißt du, konkret ist das ein Problem in eurer individuellen Beziehung. Mein Freund ist auch so ein stressanfälliger Mensch und hat einfach tagelang keine Lust und kann sich kaum fallen lassen, wenn er viel um die Ohren hat. Das ist doch kein Männer/Frauen-Ding. Da sind Menschen eben unterschiedlich. Und genauso würde ich auch dein Problem angehen: An die betreffenden Menschen angepasst, nämlich deine Bedürfnisse und die deiner Frau berücksichtigend. Ohne zu sagen: So sind Männer eben und so sind Frauen. Das hilft doch keinen Schritt weiter.
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich lese aus deinem Post, dass ihr eigenlich einen recht zugewandten, empathischen Umgang miteinander habt - jeder versucht, den anderen zu verstehen und auf ihn einzugehen. Das ist schon mal gut. Hier gibt es oft Threads, die sich ganz anders lesen. Es ist schön, dass deine Frau deine Lust nicht als "dein Problem" betrachtet sondern euer unterschiedliches Sexbedürfnis als eine Sache sieht, an der ihr beide Anteil habt und gemeinsam schauen müsst, auf einen Nenner zu kommen. Schön ist aber eben auch, dass auch du nicht einfach nur sie als Problem betrachtest, sondern dir auch wichtig ist, dass sie Spaß am Sex hat und keinen Sex mit dir hat, wenn sie das nicht will.

Ich kann allerdings verstehen, dass es ihr zuschaffen macht, wenn du deinen Frust/Enttäuschung nach einer Ablehnung zum Ausdruck bringst - gerade weil sie ja schon versucht, auf dich zuzugehen. An deiner Stelle würde ich mich da echt zurückhalten, sonst kommt man schnell dahin, dass sie jede deiner Avancen blockt und sich unwohl fühlt, sobald du auf sie zugehst, weil sie nicht weiß, ob sie jetzt nur die Wahl zwischen Sex oder einem frustrierten Ehemann hat.

Ich würde an eurer Stelle mal verschiedene Möglichkeiten ausprobieren. Vielleicht ist ja "Sex nach Kalender" etwas für euch? Wenn ihr z. B. einen festen Abend/Tag am Wochenende für Sex einplant, dann weißt du sicher, dass du eben einmal die Woche Sex haben wirst - und kannst ihr vielleicht im Gegenzug versprechen, dass du an keinem der anderen Tage beleidigt bist, wenn sie nicht will o. ä. Ist natürlich eine individuelle Sache - es kann auch sein, dass sie so ein "Termin" noch mehr unter Druck setzt, dann solltet ihr das nicht machen.

Genauso könntest du sie bitten, doch abends verbal zu äußern, wie bei ihr die Stimmung in Bezug auf Sex ist, ggf. auch mit Codes, wenn ihr nicht ummittelbar drüber sprechen wollt. Auf diese Weise wäre alles mehr in ihre Hand gegeben und es würde dir auch Zurückweisung deiner Avancen ersparen.
 
G

Benutzer

Gast
Sie meint auch, dass es an Stress und Müdigkeit liegt, dass sie eben gar nicht daran denkt und abends einfach nur schlafen will.

Wenn das ein Problem der Abendstunden ist, warum nicht eine andere Tageszeit wählen? Dan stellt man sich den Wecker mal 30 Minuten eher in der ihr "Quality time" habt.
Geht zusammen duschen, startet zusammen in den Tag.

Oder Mittags, wenn die Kinder schlafen.

Ich kann nachvollziehen, dass man frustirert ist und Ablehnung, gerade beim Sex tut einfach scheiße weh.
Und wenn du dann als noch darum betteln musst und wartest bis sie dir sagt, Grün, Gelb oder Rot..also ich hätte da keine Lust drauf.
Ich möchte einen Parnter, der mich genauso will wie ich ihn. Dass es da mal solche und solche Tage gibt ist klar.

Aber ihr solltet euch nochmal hinsetzen, reden und einen Kompromiss finden, der für beide funktioniert.
Es kann nicht sein, dassnur sie die Regeln vorgibt und du ständig zurücksteckst.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Aber wir haben keine andere Wahl, wir müssen da durch

Das schon, aber es dauert ja durchaus, bis das soweit ist :smile:

Wie sieht's aus mit Babysitter 1x im Monat (oder öfter, falls finanziell drin), und ihr geht schön aus und kommt wieder, wenn alle drei tief und fest schlafen?
Oder mit “ausquartieren“ der Kinder zur Familie für ein Wochenende oder mal so eine Nacht?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich bin zwischendurch trotzdem frustriert, auch weil mich der ganze Stress eben mit belastet (aber nicht so sehr wie sie), und dann kommen schnell solche negativen Gedanken auf. Eigentlich kann ich ja zufrieden und glücklich sein, wenn ich hier die Aussagen von vielen anderen Paaren lese bei denen es im Bett nicht mehr klappt.

Ich lese aus den Antworten, dass ich nicht schon nach so kurzer Zeit frustriert sein sollte, und es ok ist wenn sie "einfach mitmacht"? Es hilft mir auf jeden Fall schon sehr, mal neutrale Meinungen dazu zu lesen, danke :smile:

Wieso hat sie so viel Stress? Kannst du ihr vielleicht etwas davon abnehmen? Oder könnt ihr es so organisieren, dass sie weniger Stress hat? Wenn man gar keine Zeit für sich hat und immer nur für andere da ist (Familie, Kinder) dann ist es schwer, die wenige Zeit, die man hat, dann auch noch für den Partner als Pflichtprogramm Sex runterzurasseln. Da braucht man erstmal Zeit für sich selbst, und dann sollte das mit der Lust auch wieder von selbst kommen.

Ansonsten: Überleg du dir Alternativen, um deine Libido abzubauen. Vielleicht mehr Sport machen? Wieso denkst du 24/7 nur an Sex? War das immer schon so? Kompensierst du damit vielleicht selbst irgendwas?
 
G

Benutzer

Gast
Wieso hat sie so viel Stress? Kannst du ihr vielleicht etwas davon abnehmen?

Macht er doch. Er ist recht zeitig daheim und unterstützt sie auch.

Ich habe einen guten Job mit flexibler Arbeitszeit und bin schon am frühen Nachmittag daheim und helfe ihr dann mit den Kindern und dem Haushalt.

Wieso denkst du 24/7 nur an Sex?

Wenn ich etwas nicht haben kann, dann denke ich auch öfters drüber nach. Denke das ist ein logisches Symptom und wäre bei regelmäßigerem Sex gar nicht so dramatisch.
[doublepost=1500023710,1500023520][/doublepost]
So eine Art System wäre eine Überlegung wert.

Ich hatte so ein System, weil ich einen Mann hatte, der körperlich viel arbeitet. Wir hatten ein Codewort.

Ich fand es genauso doof.

Da freut man sich einen zu sehen, ist geil und dann kommt "Rot" - möööp. Macht die Sache nicht besser. Ablehnung ist ablehnung ob mit Ankündigung oder ohne.

Wenn es für euch aber funktionieren könnte und es gibt ja paare da klappt es, prima. Ich würde es nicht mehr wollen.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn ich etwas nicht haben kann, dann denke ich auch öfters drüber nach. Denke das ist ein logisches Symptom und wäre bei regelmäßigerem Sex gar nicht so dramatisch.
Spätestens nach zehn Tagen fange ich auch an, permanent an Sex zu denken. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich generell jeden Tag Sex brauche, und solange ich im Schnitt 1x pro Woche zum Zug komme, tritt dieses Phänomen auch gar nicht auf.

Insofern ist das schon ein Teufelskreis: Einer hat keine Lust, und gerade das führt dann auf Dauer dazu, dass er oder sie vom Partner viel häufiger mit dem Thema behelligt wird als es unter normalen Umständen der Fall wäre.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Macht er doch. Er ist recht zeitig daheim und unterstützt sie auch.

Sie ist trotzdem gestresst. Solange das der Fall ist, wird die Lust von alleine nicht wiederkommen. Deswegen sollte man das Grundproblem lösen: Ihren Stress beseitigen. Dafür gibt's je nach Umständen verschiedene Methoden.

Wenn ich etwas nicht haben kann, dann denke ich auch öfters drüber nach. Denke das ist ein logisches Symptom und wäre bei regelmäßigerem Sex gar nicht so dramatisch.

Aber sie haben ja keinen regelmäßigen Sex. Ich frage mich, worauf du mit deinen Antworten hinaus willst. Der TS muss doch eine Lösung für sein Problem finden. Ich kenne das selbst von mir auch, keinen Sex haben zu können, auch wenn man ihn will, weil der Partner keine Lust hat. Und ja, das ist scheiße, keine Frage. Aber es bringt doch nichts, sich darin zu suhlen, dass das so ist und dass das doch logisch ist, sich so zu fühlen. Das beseitigt das Problem nicht. Ein anderer Umgang mit der Lust oder der Frustration wäre vielleicht sinnvoller, vor allem, wenn man an der Beziehung festhalten will.
 
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