Partner will seit Monaten keinen Sex

Benutzer149860  (35)

Ist noch neu hier
Hallo,
mein Freund und ich sind seit fast 9 Jahren zusammen. Am Anfang hatten wir ein sehr aufregendes Liebesleben, aber nach bereits 2 Jahren ist es deutlich eingeschlafen. Ich muss mir selber eingestehen, dass ich mir auch nicht mehr die größte Mühe gegeben hatte. Im Mai hatten wir eine kurze Beziehungspause, weil es sehr gekriselt hat. Haben uns nun aber wieder mehr oder weniger zusammen gerauft, nur will mein Partner seit Mai nun gar kein Sex mehr. Er hat kein sexuelles Verlangen mehr nach mir (liebt mich aber) und küssen will er mich auch nicht. Er sagt, nur wenn er dran denkt, steht er schon total unter Druck. Er hofft, dass es sich irgendwann bessert, ich bin mir aber sicher, dass, je länger es sich hinzieht, nur noch schlimmer wird und es vielleicht sogar nie mehr was wird mit dem Sex, wenn wir nicht einfach bald mal versuchen, einen Schritt weiterzugehen. Das Problem ist auch, dass ich immer frustrierter werde und es auch an ihm auslasse, was natürlich auch kontraproduktiv ist. Er findet mich nicht eklig oder sonst was, kuschelt auch gern mit mir, aber mehr geht einfach nicht. Hat jemand eine Idee was man da machen könnte (außer Trennung?)
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Welcher Art war denn eure Beziehungskrise im Mai, um welche Probleme ging es da? Und sind diese Probleme wirklich geklärt? "Wir haben uns mehr oder weniger wieder zusammengerauft" klingt nämlich nicht danach. Und in Kombination damit, dass dein Freund seitdem auch den Sex und sogar Küssen komplett verweigert, hört es sich für mich so an, als wäre eure Beziehung eigentlich schon vorbei gewesen und ihr haltet sie jetzt noch künstlich weiter am Leben.
 

Benutzer144211 

Verbringt hier viel Zeit
Habt ihr schon einmal über eine Paartherapie nachgedacht? Selbst, wenn euch gemeinsam oder einem von euch es nicht passt bei einem Therapeuten regelmäßig auftauchen zu müssen, können doch 1-2 Sitzungen nicht schaden um neue Denkanstöße und die Meinung dritter, eines Experten zu bekommen. Er kann euch Wege aufzeigen, wie ihr an eurer Beziehung arbeiten könnt.

Warum gab es diese Krise im Mai? Wie und warum habt ihr euch wieder zusammengerauft?
 

Benutzer149860  (35)

Ist noch neu hier
Schwierig zu sagen, aus was die Krise genau bestanden hat. Erst war Eifersucht im Spiel, dann haben wir beide den Sinn der Beziehung hinterfragt. Seine Gefühle waren stark abgestumpft und er wusste nicht mehr, was er will. Beruflich bedingt hatten wir uns irgendwie auch auseinander gelebt bzw das Jahr davor sehr wenig gemeinsam unternommen. Dann wär es fast zur Trennung und als es fast soweit war, konnte keiner den letzten Schritt gehen. Seitdem versuchen wir alles besser zu machen. Wieder mehr Nähe geben und zulassen, was es vorher auch nicht mehr groß gab. Wenn wir zusammen ein paar Tage wegfahren ist alles wundervoll, wenn wir zurück zum Alltag kommen, kommen wieder Probleme... Wir beide hatte seit unserer Jugend immer eine Beziehung und manchmal denke ich, dass er mal wissen müsste, was es bedeutet, allein und ohne mich zu sein. Bei einem Paartherapeuten waren wir schon einmal. Der meinte wir sehen eher aus wie Bruder und Schwester. Wir sind allerings auch, wenn wir Fremden gegenüber treten, sehr zurückhaltend und distanziert, weswegen ich nicht sicher bin, ob der Paartherapeut das bei uns nicht immer sagen würde.
 

Benutzer144211 

Verbringt hier viel Zeit
Woher kommt diese Eifersucht? Wer ist bei euch eifersüchtig auf wen? Gab es jemals konkreten Anlass zur Eifersucht?
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Wenn wir zusammen ein paar Tage wegfahren ist alles wundervoll, wenn wir zurück zum Alltag kommen, kommen wieder Probleme...
Das Problem ist, dass eine Beziehung mehr aus Alltag besteht als aus Wegfahren und Events...

Bei einem Paartherapeuten waren wir schon einmal. Der meinte wir sehen eher aus wie Bruder und Schwester. Wir sind allerings auch, wenn wir Fremden gegenüber treten, sehr zurückhaltend und distanziert, weswegen ich nicht sicher bin, ob der Paartherapeut das bei uns nicht immer sagen würde.
Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Paartherapeut einen in eine seltsame Situation bringt, in der man jetzt eher zurückhaltend agiert und nicht gerade leidenschaftlich wirkt. Nach dem, was du schreibst, scheint eure Beziehung sich aber tatsächlich sehr zu "platonisieren" und in Richtung leidenschaftslose Freundschaft zu bewegen.

Ich finde seine Aussage, dass er keinen Sex mehr will ziemlich krass. Hast du ihn mal gefragt, wie er sich das vorstellt? Will er plötzlich asexuell werden oder glaubt er allen ernstes, er wird seinen Trieb los? Will er nur noch masturbieren? Glaubt er ferner, du könntest das plötzlich auch so einfach?

Sicherlich steht man unter Druck wenns in der Beziehung nicht läuft und man plötzlich Sex haben muss. Sex haben geht wesentlich einfacher in einer Beziehung die rund läuft und wo man sich vor gegenseitiger Geilheit nur noch schwer im Zaum halten kann. Ist hier aber leider nicht der Fall. Kein Sex ist aber eben auch keine Lösung. Es klingt immer ein bisschen bedenklich, wenn jemand soetwas schreibt, aber ich bin der Ansicht, dass er sich da schon einmal zu durchringen muss und sich der Appetit eher beim Essen als davor einstellen wird.

Sex hin oder her - eure Alltagsprobleme wird das aber vermutlich auch nicht lösen. Wenn ihr nur noch dröge nebeneinander herlebt, bietet eure Beziehung vielleicht noch etwas Sicherheit und opportunistische Nähe, aber sonst nur wenig Mehrwert für euer beider Leben. Für mich hört es sich so an, als ob ihr beide nur aus Gewohnheit vor der Trennung zurückschreckt, da ihr bereits ein so langjähriges Verhältnis zueinander etabliert habt.
 

Benutzer149860  (35)

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Ja also das mit der Eifersucht ist kein Thema mehr. Das war damals nur der Auslöser. Ich war eifersüchtig suf eine Freundin von ihm, mit der er sehr viel Kontakt hatte, was ich damals nicht wollte. War nur der Auslöser, dass wir beide die Beziehung hinterfragt haben (er hatte aber wirklich kein Interesse)
[DOUBLEPOST=1419857668,1419857508][/DOUBLEPOST]Er sagt nicht, dass er komplett auf Sex verzichten will. Er hofft einfach, dass er irgendwann wieder will bzw dass ich ihm noch Zeit geben soll. Er hatte auch deutlich Probleme, mir Nähe zu geben. Jetzt kommt er langsam schon öfter her und berührt mich
 

Benutzer107106 

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Redakteur
Hat er denn sonst viel Stress? Kranke Eltern? Stress im Job? Krankheit? Streit? Sexunlust kann da auch ein bisschender Grund für sein. Macht er viel Sport oder muss er ein (neues) Medikament nehmen? Wirkt er sehr müde und antriebslos? Dsa könnte auch Depressionen hindeuten.
In wie weit habt ihr denn Alltag? Lebt ihr zusammen? Wie habt ihr bis zum Mai Leidenschaft in die Beziehung bekommen? Nur mal zum Anstoß: Zwischen Mai und jetzt liegen über ein halbes Jahr! Mein Mann und ich kriechen beziehungstechnisch schon nach 3 sexlosen Wochen auf dem Zahnfleisch.
 

Benutzer149860  (35)

Ist noch neu hier
Stress hatte er im Frühjahr sehr viel. Danach das Problem, dass das Studium fertig war und er nicht wusste ob und wo er einen Job bekommt. Mit seinen Freunden hatte er auch Stress bzw ist von Ihnen enttäuscht worden.
Haben 3 Jahre zus gewohnt. Ab Januar hat er nun endlich einen Job, allerdings 200 km weg von hier. Werden uns dann nur noch am We sehen, nicht so toll. Antriebslos ist er leider auch sehr. Er war schon immer gemütlich, aber momentan hat er auf fast nix Lust
 

Benutzer119934 

Öfter im Forum
Irgendwann kommt wohl in jeder Beziehung für einen oder beide ein Zeitpunkt, an dem man sich fragt ob diese Beziehung der richtig Weg ist und ob beide ein Ziel verfolgen. Nach meiner eigenen Erfahrung kann man sich auch kaum davor verweigern. Erst recht nicht, wenn irgendetwas in der Beziehung komplett anders läuft als man/frau sich das mal vorgestellt haben.

Das Einzige, was da wirklich hilft ist schonungslose Offenheit: einmal muß man für sich allein im stillen Kämmerlein darüber klar werden, was von den eigenen Wünschen und Vorstellungen, die man für die Beziehung hat(te), wahr geworden ist. Und dann, wenn man sich ernsthaft und ehrlich dazu einen substantiellen Standpunkt erarbeitet hat, was man wirklich will und was einem in der Beziehung fehlt, muß man - sehr behutsam - an den Partner herantreten und ihn in einem günstigen Moment durch vorsichtiges Fragen oder gezieltes Ansprechen von den selbst erkannten Schwachstellen in der Beziehung zu einer positive Diskussion animieren.

Wenn man dabei fair ist und keine Vorwürfe macht, erfährt man in so einer Diskussion - die man am Besten nicht mit großem Tamtam einläutet, sondern sich ganz beiläufig entwickeln läßt - eine ganze Menge über die verprellten Wünsche des Partners und auch über die Enttäuschungen, die man seinem Partner bereitet hat. Und wenn es gut läuft und man einen offen und ehrlichen Partner an seiner Seite hat, dann kommt man irgendwann an einen Punkt an dem einem sehr deutlich klar wird, welche Knackpunkte es wirklich in der Beziehung gibt und welche davon heilbar und welche zum Zerbrechen der Beziehung führen können.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Für mich hört es sich so an, als ob ihr beide nur aus Gewohnheit vor der Trennung zurückschreckt, da ihr bereits ein so langjähriges Verhältnis zueinander etabliert habt.

Ja, so hört es sich für mich auch an. Ich habe den Eindruck, ihr haltet an der Beziehung fest, weil es das Gewohnte ist und ihr Angst davor habt, durch eine Trennung die "Komfortzone" zu verlassen und euch raus ins Unbekannte zu wagen. Du sagst ja, ihr wart beide seit eurer Jugend immer vergeben, ihr kennt es also schon lang nicht mehr, single zu sein, und erwachsene Singles wart ihr überhaupt noch nie. Der Gedanke verunsichert euch, und daher reitet ihr lieber weiter euer totes Pferd, als einen Schlussstrich zu ziehen und jeder für sich neu anzufangen.

Letztendlich verschwendet ihr damit aber nur eure Zeit und beraubt euch der Chance, neue Partner zu finden, mit denen ihr wieder richtig glücklich werden könnt.
 

Benutzer149860  (35)

Ist noch neu hier
Aber ist es wirklich ein totes Pferd, wenn es auch Zeiten gibt, wo man sich so richtig wohl fühlt? Als wir letztes We weggefahren sind, war es so, dass wir beide sogar richtig anhänglich waren und es schon irgendwie noch gekribbelt hat und schon so eine Art Sehnsucht da war (aber u.a. auch weil wir beide wissen, dass wir bald eine Fernbeziehung haben)?
 

Benutzer147572 

Verbringt hier viel Zeit
In dieser Situation werdet ihr bald auch noch eine Fernbeziehnung haben ? Wie soll das eure "Beziehung" überleben ? Ganz ehrlich, ich denke, du solltest das mal so machen, wie H h2o2 es vorgeschlagen hat. Man braucht auch keinen Grund, um sich zu trennen, wenn es keinen mehr gibt, um zusammen zu bleiben. Ist es also Liebe oder doch eher Gewohnheit, auch und gerade für deinen Freund ? Beantworte das für dich mal ganz ehrlich und ziehe daraus die richtigen Schlüsse.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Aber ist es wirklich ein totes Pferd, wenn es auch Zeiten gibt, wo man sich so richtig wohl fühlt?
Ja. Man kann sich durchaus wohl fühlen, auf dem toten Pferd zu sitzen. Aber niemand will immer nur sitzen, mit dem toten Gaul kommst Du keinen Meter vorwärts.

Lies Dir Deine eigenen Posts mal durch, als hätte jemand anderes sie geschrieben - da findest Du keine positive Zukunftsprognose. Die Antwort findest Du auch dort.
 

Benutzer149860  (35)

Ist noch neu hier
Von meiner Seite aus ist aber auf jeden Fall noch Liebe da und ich will meine Zukunft mit ihm verbringen (natürlich aber nur, wenn sich die Probleme noch lösen). Auch spüre ich, dass ich noch deutlich sexuelles Verlangen nach ihm habe.... Dann ist doch von meiner Seite aus nichts tot oder?

Und wenn es bei ihm doch nur noch Gewohnheit sein sollte, er sich aber auf keinen Fall trennen will..... Dann ist es für mich ja schwierig bis unmöglich, so eine Entscheidung treffen, wenn ich ihn ja noch liebe....
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Dann ist doch von meiner Seite aus nichts tot oder?

Mal angenommen, du machst dir da nicht nur selbst was vor: Du kannst die größte, glühendste Liebe verspüren, doch das nützt alles nix, wenn es bei deinem Freund nicht mehr so ist. Eine Beziehung führt man zu zweit, nicht allein, und es kann nicht einer den Gefühlsmangel des anderen ausgleichen.

Und wenn es bei ihm doch nur noch Gewohnheit sein sollte, er sich aber auf keinen Fall trennen will..... Dann ist es für mich ja schwierig bis unmöglich, so eine Entscheidung treffen, wenn ich ihn ja noch liebe....

Stellst du dir denn deine Zukunft so vor? In einer Beziehung mit einem Partner, der nur aus Gewohnheit mit dir zusammen ist?
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Haben 3 Jahre zus gewohnt. Ab Januar hat er nun endlich einen Job, allerdings 200 km weg von hier. Werden uns dann nur noch am We sehen, nicht so toll.
Ich glaube, das kann euch auch einen neuen Start geben. Wenn eure Beziehung in der Nähe nicht gut funktioniert, dann geht es eventuell besser, wenn jedes sich-sehen ein eigenes kleines Event ist.

Ob das nachhaltig und/oder familienkompatibel ist, ist ne andere Sache.

Ich würds aber erstmal noch versuchen, und gucken wie es sich in der Fernbeziehungszeit entwickelt. Das ist ja doch eine Veränderung, also kann man schon hoffen, das sowas auch die Beziehung verändert. Und grade wenn ihr Probleme im Alltag habt ist eine Beziehung ohne nahen Alltag vielleicht gut.
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Liebe ist kein Grund eine Beziehung zu führen, schon gar nicht zwabghaft.
Lieben kann auch bedeuten sich frei zu geben und neue Wege zu gehen und sich nicht unnötig im Weg zu stehen und in der ganzen Lebensplanung zu blockieren.


Denke spätestens die Fernbedienung (Fernbeziehung natürlich :grin:) wird zeigen wo es hin geht.
 
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Gast
Reden, reden und noch einmal reden. Es muss Gründe geben, weshalb sich dein Freund verweigert. Ich kann nur noch davor warnen, steht eine Fernbeziehung ins Haus, solltest du zweifelsfrei den Status eurer Beziehung geklärt haben. Ich poste aus Erfahrung. Sollte es bei dieser Hängepartie bleiben, ziehe die Reißleine oder willst du mit einem Egomanen die Zukunft teilen??
 
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