Partner/in mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung?

Benutzer98634 

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Wer von euch war schon einmal in einer Beziehung mit jemandem, der eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hatte?

Wie seid ihr damit umgegangen? Könnt ihr bestimmte Formen der (Psycho-)Therapie oder bestimmte auf diese Art von Persönlichkeitsstörung spezialisierte Fachleute empfehlen? Oder könnt ihr mir vielleicht Literatur empfehlen, die typische Verhaltensweisen von Narzissten beschreibt und vielleicht Tipps gibt, wie man als nahestehender Angehöriger mit so einer Situation klug umgeht?
 

Benutzer98976 

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Könnt ihr bestimmte Formen der (Psycho-)Therapie oder bestimmte auf diese Art von Persönlichkeitsstörung spezialisierte Fachleute empfehlen? Oder könnt ihr mir vielleicht Literatur empfehlen, die typische Verhaltensweisen von Narzissten beschreibt und vielleicht Tipps gibt, wie man als nahestehender Angehöriger mit so einer Situation klug umgeht?

Also wenn der Betroffene noch in keiner Behandlung ist, wie ist dann gesichert, dass das von Dir angesprochene Krankheitsbild tatsächlich vorliegt? Gab es vielleicht ein kleines Beratungsgespräch in der Notfallstelle? Da wage ich nämlich zu bezweifeln, dass dies aufschlussreich genug wäre.

Ansonsten finde ich gut, dass Du Dich informieren willst. Das tun viele Angehöre nicht, und dabei bringt das so viel mehr Sicherheit und Entspanntheit mit den Betroffenen.
 

Benutzer98634 

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Also wenn der Betroffene noch in keiner Behandlung ist, wie ist dann gesichert, dass das von Dir angesprochene Krankheitsbild tatsächlich vorliegt? Gab es vielleicht ein kleines Beratungsgespräch in der Notfallstelle? Da wage ich nämlich zu bezweifeln, dass dies aufschlussreich genug wäre.

Ansonsten finde ich gut, dass Du Dich informieren willst. Das tun viele Angehöre nicht, und dabei bringt das so viel mehr Sicherheit und Entspanntheit mit den Betroffenen.

Die Betroffene ist bis jetzt nicht in einer Behandlung. Habe mich aber schon sehr gut mit dem Thema befasst und die Symptome weisen recht klar auf dieses Krankheitsbild hin. Sicher kann ich mir da allerdings nicht sein, deshalb habe ich u.a. auch den Thread eröffnet und gefragt nach Betroffenen, guten Büchern, usw. Schwierig bei den nicht wenigen angebotenen Büchern ist, eines zu finden, dass meinen Bedürfnissen entspricht, also schildert, wie sich Narzissmus im sozialen Alltagsleben zeigt und wie Angehörige damit umgehen sollten. So wie ich das beim Durchlesen der Buchbeschreibungen sehe, gibt es z.B. viel Geschriebenes für Fachleute mit breit angelegter Ursprungsforschung oder sehr spezifischen Abzweigungen dieser Krankheit. Solche Bücher gingen an meinen Bedürfnissen vorbei. Hab mir gedacht, wenn ich hier im Forum einmal nachfrage, findet sich vielleicht einer, der einem Betroffenen aus eigener Erfahrung weiterhelfen kann, was ja oft die beste Hilfe darstellen kann.

Wenn ich mich dann auf diese Weise vertraut gemacht habe mit dem Thema, kann ich viel gezielter mit Ärzten, Therapeuten, usw. in Kontakt treten.

Die Definition von Narzissmus hier im PL-Forum gibt das Krankheitsbild mMn nicht klar wieder. Deshalb hier einmal ein Link: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/pdf/faust1_narzissmus.pdf
 

Benutzer98976 

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Aber wieso willst Du das jetzt diagnostizieren? das wird mir nicht ganz klar. Dafür gibt es Ärzte - wenn sie das denn will.
Normales Prozedere bei jeder psychischen Erkrankung: Sofern Betroffene/r Hilfe explizit möchte, Hausarzt oder psychologische Anlaufstelle (oder ähnlich Formuliertes) aufsuchen, erzählen wo es hakt - und dann gemeinsam mit dem fachlich Bewanderten entscheiden, wo es hingehen sollte. Prinzipiell ist da die Anlaufstelle zu bevorzugen, weil diese sich darin meist besser auskennen als der Hausarzt.
 

Benutzer98634 

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Das ist ein bisschen kompliziert. Meine Partnerin ist Mitglied in einer extremen Religionsgemeinschaft. Dort hat sie sich bei sogenannten "Ältesten" über mich beschwert. Mein angedachter Weg ist nun, diesen Ältesten präzise zu beschreiben, dass meine Lebensgefährtin unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet, wie sich diese Krankheit äußert und warum ich deshalb folgerichtig leider so handeln muss, wie von ihr angeklagt.
Ohne fremde Hilfe wird es mir nicht gelingen, sie zu einer Therapie zu bewegen. Wenn aber einer dieser Ältesten ihr sagen würde, dass das für sie das Beste wäre, stünden die Chancen nicht schlecht, dass sie sich auf eine Behandlung einließe. Um die Ältesten zu bewegen, meine Partnerin von einer Therapie zu überzeugen, muss ich ihnen das Krankheitsbild so überzeugend vermitteln, dass sie begreifen, dass ihre gegen mich vorgebrachten Anklagen Ausdruck ihrer narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind...
 

Benutzer98976 

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Wow. Das klingt allerdings kompliziert. Sehe ich das richtig und Du selbst bist kein Mitglied dieser Religionsgemeinschaft (Sekte?) ?

Ich kenne die Situation nicht so gut wie Du, aber irgendwie bezweifle ich, dass die Ältesten Pro Therapie eingestellt wären, so lange Deine Freundin ihre Aufgabe in dem Gemeinschaftskonstrukt gut erfüllt, in gewisser Weise also 'funktioniert'. Zumal eine psychische Erkrankung auch immer ihre Ursachen hat, und durch die Religionsgemeinschaft mitverursacht sein könnte. Eine Therapie könnte das ans Licht bringen. Eine Therapie wird auch mit Sicherheit viele Fragen und Zweifel bei Deiner Freundin aufrufen - Zweifel, die sich auch gegen die Religionsgemeinschaft richten können. Wenn den Ältesten das bewusst ist, hast Du mit Deinem vorhaben kaum Chancen. Zumal Therapie bzw psychische Hilfe in den Köpfen Vieler immernoch sehr stigmatisiert, Humbug ist.

Wenn überhaupt, würde ich einen Experten fragen und es mir erklären lassen. Den Experten mimen wird nicht sehr wirkungsvoll sein, man merkt ja, dass Du nicht vom Fach bist. Sich auf einen Experten berufen vielleicht.

Aber, ganz ehrlich - ich sehe wenig Chance, dass Du Deine Freundin auf diese Weise 'retten' kannst. Denkst Du, es ist gut für Dich, Dich hier so reinzuhängen? Es hat ein bisschen was von gegen Windmühlen rennen. Pass auf Dich auf.
 

Benutzer105247 

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Welches Verhalten hat sie bei dir Angeklagt? Von welcher Religionsgemeinschaft sprichst du?
Willst du wirklich mit einer Frau zusammenleben die "dein Verhalten" bei irgendwelchen "Älstesten" petzen geht, welche dann ein Urteil über dich fällen dem sie sich bedingungslos unterordnet?
Vielleicht flüchtest du dich auch in diese psychische Krankheit weil du nicht wahrhaben willst das es eigentlich ihr religiöser Lebensstil ist der sie zu dem macht was sie ist?

Naja, ok. Vielleicht übertreibe ich auch.
Aber lass die von dir angesprochene Krankheit erstmal bei einem Fachkundigen Arzt diagnostizieren bevor du voreilige Schlüsse ziehst... und lass die "Ältesten" bitte aus dem Spiel.
Es kann nämlich sein das diese deiner Idee ganz und gar nicht zugeneigt sind und deine Liebste sogar noch vor dir warnen :zwinker:
 

Benutzer98634 

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@unklar und KillerBee
Danke für eure Antworten.

Es ist wirklich gewagt, die Ältesten mit diesem Thema zu konfrontieren, da habt ihr schon recht. Meiner Meinung nach aber weniger, weil sie Vorbehalte gegen Psychotherapien haben als vielmehr wegen der speziellen Krankheit, um die es geht. "Narzissmus" wird in Verbindung gebracht mit Egoismus und Egozentrik, Eigenschaften, die einer christlichen Lebensweise krass widersprechen (für dieses "Benehmen" müsste sich dann meine Partnerin verantworten für vor den Ältesten). Wenn ich eines ihrer treuesten "Schäfchen" mit einer solchen Krankheit in Verbindung bringe, könnte das als eine unverschämte Anklage eingestuft werden. Das ist das Risiko, dass ich dabei eingehe.

Ich habe nicht vor, den Experten zu mimen. Vielmehr wollte ich einem Ätesten, der mich freundlich um ein Gespräch gebeten hat, per E-Mail eine Art autobiografischer Bericht über die Probleme in unserer Partnerschaft zukommen zu lassen - um mich selber gegen die Vorwürfe meiner Partnerin zu wehren und um evt. durch die Einbeziehung Dritter (Ältesten, Therapeuten) unserer Beziehung eine letzte Chance zu geben. In diesem Bericht umreiße ich die Probleme, die es gibt, mit erlebten Erfahrungen und schlussfolgere, dass diese in einer psychischen Erkrankung meiner Partnerin begründet sind (und nicht in gewöhnlichen, alltäglichen Konflikten wie sie in jeder Beziehung vorkommen). Um diesem Ältesten überhaupt eine Vorstellung zu vermitteln, welche psychischen Krankheiten mit welchen fatalen zwischenmenschlichen Auswirkungen es gibt, möchte ich diesem Bericht eine Beschreibung von einem von Fachleuten erforschten Krankheitsbild, das demjenigen meiner Partnerin am nächsten kommt, beifügen. Dabei möchte ich an keiner Stelle den Eindruck erwecken, ich wäre ein Fachmann oder in der Lage, die Erkrankung meiner Partnerin genau zu diagnostizieren. Es soll eher ein Anstupsen, einmal in eine bestimmte Richtung nachzudenken, darstellen.

Ihr habt auch recht damit, dass es fragwürdig ist, mit einer Frau zusammenleben zu wollen, die mich bei Ältesten verpetzen geht, welche dann ein Urteil über mich fällen, dem sie sich bedingungslos unterordnet. Und dass es ein Kampf gegen Windmühlen sein kann, bei dem ich mich ohne viel erreichen zu können, unnötig aufreibe...mit einem Bein habe ich deshalb auch schon abgeschlossen mit dieser Partnerschaft. Auf der anderen Seite bin ich der Typ, der sich bis zum letzten reinhängt, ehe er eine Sache endgültig aufgibt...
 

Benutzer26217 

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Bevor du dich vor den "Ältesten" total zum Affen machst, wäre es vielleicht ganz hilfreich, uns mal mitzuteilen, was denn das für Symptome sind, die du bei deiner Freundin siehst. Ich will mir hier noch kein Urteil erlauben, aber es ist schließlich auch gut möglich, dass du die Situation verkehrt einschätzt.
 

Benutzer98976 

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Dein Ansinnen, alle Möglichkeiten auszureizen und die Beziehung nicht kampflos aufzugeben, in allen Ehren - bist Du sicher, dass Du nicht auch versuchst, Dich zu rechtfertigen, weil Du Dich ungerecht behandelt fühlst?
Selbst wenn es nicht so ist, wird es mit ziemlicher Sicherheit so rüberkommen. Getreu dem Motto "Meine Freundin braucht hier gar nicht so über mich herzuziehen, sie ist ja selber ganz schlimm und überhaupt: krank. Deshalb ist das soo ungerechtfertigt und alles gar nicht wahr, ich kann das sogar beweisen! Guck mal in den Anhang."

Spar es Dir lieber. Wenn überhaupt, wage das persönliche Gespräch mit dem 'Ältesten' und schreibe nicht Dinge per Mail, die dort unwiderruflich schwarz auf weiß stehen und auch bei Deiner Freundin ankommen könnten (man weiß nie).
Zumal: Diese Dinge gehen allein euch Zwei an. Ich kann verstehen, dass es Dich wurmt, dass sie mit euren Problemen zu Anderen gegangen ist und Dich dabei auch noch so schlecht wegkommen lässt - nur solltest Du es ihr nicht gleichtun und eure (Noch)Beziehung damit komplett vor Unbeteiligten entblößen. Es wird sicher nicht besser dadurch. Wenn Du es wirklich bis zum Letzten versuchen willst, dann bleibe fair&vertrauenswürdig und sag ihr selbst, was Du vermutest, zu erkennen. Das wäre in meinen Augen viel eher noch ein Schritt auf sie zu - das Ding mit dem 'Ältesten' wohl nicht, wenn wir mal ehrlich sind.
 

Benutzer98634 

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Mit "Ältesten" die Probleme in unserer Beziehung zu besprechen (einzeln oder gemeinsam) ist eigentlich nie mein Ding gewesen, sondern das Ansinnen meiner Partnerin. Ich war derjenige, der sowas bis jetzt immer kategorisch abgelehnt hatte. Deshalb passt es auch nicht, in diesem Zusammenhang von unfair und nicht vertrauenswürdig meiner Partnerin gegenüber zu sprechen. Dass ich jetzt dennoch erwäge, mit den "Ältesten" in Kontakt zu treten, hängt damit zusammen, dass einer von diesen Männern ein längeres Gespräch mit mir geführt hat und dabei sehr würde- und respektvoll (und vor allem unvoreingenommen, unparteiisch) aufgetreten ist.Wenn ich mich ihm gegenüber nun öffne, tue ich das von Mensch zu Mensch und denke dabei eigentlich nicht an ein religiöses Amt, das er bekleidet...

unklar und Converse, ihr habt indirekt ein grundlegendes Problem angesprochen, dass man als naher Angehöriger einer Person mit einem solchen oder ähnlichen Krankheitsbild, hat, wenn man die Situation Außenstehenden vermitteln will. Es ist ja so: Wenn da z.B. ein Mann seine Frau oder seine Kinder verprügelt, dann hinterlässt das sichtbare Spuren, so dass meist eindeutig nachgewiesen werden kann, wer der Täter und wer das Opfer ist. Wenn die Misshandlung aber verbal stattfindet (sowohl im Umgang mit dem Partner als auch in der Darstellung vor Dritten), ist diese unter Umständen äußerst schwierig nachzuweisen.Weil Worte gesagt sind und im nächsten Augenblick schon sind sie weg. Nicht wie eine buchstäbliche Prügelspur am Körper, die man vorzeigen kann. Der vermeintliche Täter dreht dann einfach den Spieß um und im Grunde genommen sagt: "Was der sagt, stimmt alles nicht, er fühlt sich ungerecht behandelt und versucht jetzt mir das mit einem untergeschobenen Krankheitsbild heimzuzahlen. Er ist in Wirklichkeit der Täter und ich das Opfer." Und dann steht im besten Fall Aussage gegen Aussage. Obwohl die Symptome von Menschen mit "Persönlichkeitsstörungen" auf der anderen Seite sehr prägnant sein können, so dass man nicht von vornherein davon ausgehen sollte, man hätte keine Chance, dieses Krankheitsbild Dritten plausibel darzustellen...

Mein Ansinnen ist nun, auf ein psychisches Krankheitsbild aufmerksam zu machen, das letztendlich Beziehungen zerstört und nahen Angehörigen viel Leid zufügt. Ob man mir letztendlich glaubt, diesbezüglich betroffen zu sein, ist die eine Sache. Wenn ich aber zum Nachdenken angeregt habe über ein auch für Experten schwierig zu erfassendes Krankheitsbild (siehe meinen Link in #4), habe ich schon viel erreicht.
 

Benutzer105795 

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Mal unabhängig von der Situation:

du bist trotz deiner Erkundigungen nicht dazu befugt, einfach so eine Diagnose zu stellen.
Weißt du eigentlich, wie streng und explizit die Kriterien des ICD-10 und des DSM-IV für eine Persönlichkeitsstörung generell und dazu noch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung sind?
Psychologische Psychotherapeuten und Fachärtze der Psychatrie und Psychotherapie durchlaufen nicht umsonst eine jahrelange Ausbilding, um solche Diagnosen stellen zu können und Differenzialdiagnosen (das heißt das Abgrenzen zu anderen Störungsbildern) zu treffen.
Das erfordert mehrere diagnostische Interviews, bei denen der Klient auch kooperativ sein muss.

Wenn deine Freundin tatsächlichen Leidungsdruck haben sollte, kann sie sich ja auf die Warteliste eines Psychotherapeuten setzen lassen.
Du kannst da nicht viel machen.

Achja: Narzissmus ist nicht gleich narzisstische Persönlichkeitsstörung. Das erste ist einfach eine Persönlichkeitsdimension, die stärker oder weniger stark ausgeprägt sein kann. Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung ist ein komplettes Störungsbild, ist viel schwerwiegender und greift in sehr viele Bereiche ein.
 

Benutzer102673 

Beiträge füllen Bücher
Das ist ein bisschen kompliziert. Meine Partnerin ist Mitglied in einer extremen Religionsgemeinschaft.

Alles, was es zu Deiner Laiendiagnose zu sagen gibt, wurde bereits gesagt. Und noch ein Punkt:

Religionsgemeinschaften gehen mit psychischen Auffälligkeiten durchaus unterschiedlich um. Du nennst die Gemeinschaft nicht, der sie angehört.

Aber Deine Ausführungen, noch dazu eben nicht fundiert - und rechne damit, dass sie willen wollen, woher Du diese Erkenntnis nimmst (und dann stelle man sich vor, Du nennst dann Buchbeschreibungen und beliebige Internetseiten) - könnten Dich vor den Ältesten nur noch um ein Vielfaches unglaubwürdiger machen.

Gruß cocos
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
wenn wir dir helfen sollen, auch im Umgang mit der Gemschaft brauchen wir mehr Infos: Zur Gemeinde und zu dem was vorgefallen ist um dir ggfs Organisationn nennen zu können ie dir/euch helfen können. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du ein bisschen um den heißen Brei herum redest. Ich habe den ganzen Thread gelesen und bin nicht schlauer als vorher...
 

Benutzer105247 

Meistens hier zu finden
Ihr besprecht Beziehungsprobleme mit "den Ältesten"?
Entschuldigung, aber bist du dich sicher das du mit einer mündigen, erwachsenen Frau eine Partnerschaft führst?
Ich hab ebenfalls das Gefühl als ob du um den heißen Brei herumredest.
Anstatt euere Probleme die ihr habt zu benennen verpackst du sie in schwammige "Sympthome" und gibst dem Problem dann den Namen "Narzisstische Persönlichkeitsstörung".

Und mal ehrlich, selbst wenn es mit den Ältesten "klappen" sollte ... findest du es nicht etwas albern jedesmal zu "Mama und Papa" laufen zu müssen welche ihrer Tochter dann sagen was sie tun soll?
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Hi,

ich kann das seltsame Gefühl meiner VorposterInnen nur teilen. Mir ist nicht ganz klar, um was es Dir hier wirklich geht.

Erstmal: wir reden hier von den Zeugen Jehovas, nehme ich an. (für die, denen das nicht viel sagt: das sind diese seltsam abwesend anmutenden Gestalten, die mit dem "Wachtturm" an den zugigsten Ecken der Stadt stehen)
Zweitens: Du hast die Frage ncht beantwortet: bist Du selbst Sektenmitglied?

Ich gehe ja mal davon aus, daß Du auch Mitglied dieser Sekte bist (nein, eine "Religionsgemeinschaft" ist das in meinen Augen nicht!) und aus diesem Kontext heraus ist auch verständlich, daß Du überhaupt nur einen Gedanken daran verschwendest, mit einem Obermufti von denen zu sprechen
Sollte ich Recht haben mit meiner Vermutung, dann wird Dir hier wohl so gut wie niemand einen Rat geben können, der innerhalb Deiner Lebenswelt einen Sinn machen würde.

Sollte es nicht so sein, dann spielt doch sicherlich Dein Wunsch, daß sie da rauskommt, eine Rolle. Aber dann verstehe ich nicht, wieso Du Deine Hilfsversuche über diesen einen Ältesten starten willst. Damit würdest Du sie doch nur darin bestätigen, daß sie mit ihrer Sektenzugehörigkeit das Richtige macht.
Im Übrigen würde ein wenig googeln Dir eine Reihe von Informationen geben, wie die ZJ's mit psychisch Kranken in ihren eigenen Reihen umgehen - gar nicht schön...

Wie Du siehst, sind wir gerne bereit, Dir mit Ratschlägen zu helfen versuchen, aber dazu solltest Du schon etwas mehr herauslassen und die Fragen (auch wieso Du auf diese Diagnose kommst!) von uns beantworten.

Mark11

PS: Sorry für meine Ausdrucksweise bzgl. der ZJ's, aber was Sekten u.Ä. angeht, ist meine Toleranzschwelle seeeehr niedrig.
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Wäre er selbst dabei, dann würde er wohl kaum
Meine Partnerin ist Mitglied in einer extremen Religionsgemeinschaft.
schreiben.

Ich würde auch erstmal nach dem Umgang mit psychisch Kranken in ihrer Religionsgemeinschaft gucken. Wenns z.B. Scientology ist, dann ist das noch schlimmer.
 

Benutzer98634 

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Alles, was es zu Deiner Laiendiagnose zu sagen gibt, wurde bereits gesagt.

Mal unabhängig von der Situation:

du bist trotz deiner Erkundigungen nicht dazu befugt, einfach so eine Diagnose zu stellen.
Weißt du eigentlich, wie streng und explizit die Kriterien des ICD-10 und des DSM-IV für eine Persönlichkeitsstörung generell und dazu noch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung sind?
Psychologische Psychotherapeuten und Fachärtze der Psychatrie und Psychotherapie durchlaufen nicht umsonst eine jahrelange Ausbilding, um solche Diagnosen stellen zu können und Differenzialdiagnosen (das heißt das Abgrenzen zu anderen Störungsbildern) zu treffen.
Das erfordert mehrere diagnostische Interviews, bei denen der Klient auch kooperativ sein muss.

Wenn deine Freundin tatsächlichen Leidungsdruck haben sollte, kann sie sich ja auf die Warteliste eines Psychotherapeuten setzen lassen.
Du kannst da nicht viel machen.

Achja: Narzissmus ist nicht gleich narzisstische Persönlichkeitsstörung. Das erste ist einfach eine Persönlichkeitsdimension, die stärker oder weniger stark ausgeprägt sein kann. Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung ist ein komplettes Störungsbild, ist viel schwerwiegender und greift in sehr viele Bereiche ein.

Habe mir meine Beiträge noch einmal angeschaut, um mir ein Bild davon zu machen, inwieweit ich eine Diagnose gestellt habe oder nicht.
In Beitrag #4 schreibe ich: ...die Symptome weisen recht klar auf dieses Krankheitsbild hin. Sicher kann ich mir da allerdings nicht sein,...das "recht klar" ist zwar weit aus dem Fenster gelehnt, aber an dem nachgeschobenen Satz: "Sicher kann ich mir daallerdings nicht sein...", ist deutlich zu erkennen, dass ich keine Diagnose, sondern nur eine Annahme formuliert habe. In #6 habe ich dagegen nicht sauber formuliert, wenn ich schreibe: " Mein angedachter Weg ist nun, diesen Ältesten präzise zu beschreiben, dass meine Lebensgefährtin unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet,...". Richtig formuliert wäre da: ...unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden Könnte
In #9 schreibe ich aber als Antwort auf einen Beitrag sehr eindeutig und klar: Ich habe nicht vor, den Experten zu mimen... In diesem Bericht umreiße ich die Probleme, die es gibt, mit erlebten Erfahrungen und schlussfolgere, dass diese in einer psychischen Erkrankung meiner Partnerin begründet sind (und nicht in gewöhnlichen, alltäglichen Konflikten wie sie in jeder Beziehung vorkommen). Um diesem Ältesten überhaupt eine Vorstellung zu vermitteln, welche psychischen Krankheiten mit welchen fatalen zwischenmenschlichen Auswirkungen es gibt, möchte ich diesem Bericht eine Beschreibung von einem von Fachleuten erforschten Krankheitsbild, das demjenigen meiner Partnerin am nächsten kommt, beifügen. Dabei möchte ich an keiner Stelle den Eindruck erwecken, ich wäre ein Fachmann oder in der Lage, die Erkrankung meiner Partnerin genau zu diagnostizieren. Es soll eher ein Anstupsen, einmal in eine bestimmte Richtung nachzudenken, darstellen.

Klarer kann man es nicht ausdrücken, dass man keine Diagnose zu stellen gedenkt. Deshalb finde ich die Sätze "Alles, was es zu Deiner Laiendiagnose zu sagen gibt, wurde bereits gesagt." (cocos) und
..."du bist trotz deiner Erkundigungen nicht dazu befugt, einfach so eine Diagnose zu stellen.
Weißt du eigentlich,..." (MotownBlood) sehr unpassend.

"Narzisstische Persönlichkeitsstörung" und "Narzissmus" sind unterschiedliche Dinge. Wenn ich das auf einem Kongreß für Psychologen in einen Topf werfe, muss das angesprochen werden. Wenn aber ein Laie das in einem Forum wie diesem in einem Beitrag einmal nicht sauber trennt (und die eigentliche Aussage nicht in Leidenschaft gezogen wird), halte ich es für das Beste, da keine große Sache draus zu machen (man könnte es zum Beispiel einfach übergehen). Sonst verlieren die User irgendwann die Lust, überhaupt noch etwas zu posten.



Ich hab ebenfalls das Gefühl als ob du um den heißen Brei herumredest.
Anstatt euere Probleme die ihr habt zu benennen verpackst du sie in schwammige "Sympthome" und gibst dem Problem dann den Namen "Narzisstische Persönlichkeitsstörung".
Mein Ausgangspunkt war, dass die Zeit gekommen ist, in Bezug auf die Missstände in unserer Beziehung, nicht mehr ruhig zu bleiben und zu schlucken, sondern mich Jemandem anzuvertrauen. Dieser "Älteste" hat wie gesagt freundschaftlich, unvoreingenommen und fair mit mir gesprochen, so dass er schließlich der Mann war, dem gegenüber ich mich zu öffnen gedachte. Mir war schon lange klar, dass die Probleme in unserer Beziehung weit über gewöhnliche Beziehungskonflikte hinausgingen - dass da ein massives zwischenmenschliches Defizit oder ein Krankheitsbild bei meiner Partnerin vorliegt. Nur wie soll man das Jemandem, dem man sich anvertraut, vermitteln? So habe ich mich also im Internet über verschiedene seelische Störungen informiert und bin schließlich zu der Auffassung gelangt, dass die Beschreibung einer "narzisstischen Persönlichkeitsstörung" am genauesten die Verhaltensweisen meiner Partnerin wiedergibt. Dann habe ich hier diesen Thread eröffnet und gefragt, ob es hier jemanden gibt, der mit diesem Krankheitsbild Erfahrungen gemacht hat (der vielleicht Angehöriger eines solchen Menschen ist, oder als Betroffener eine Therapie gemacht hat). Mein Ziel mit der Threaderöffnung war es also, mit solchen Menschen in Kontakt zu treten und evt.von ihren Erfahrungen zu profitieren. Dass ich das mit der Sekte, in der meine Partnerin ist, erwähnt habe, war nur, weil ich die Frage einer Posterin (ich glaube es war "unklar") beantworten wollte. Mir ging es nicht darum, Rat einzuholen, wie ich mit dieser speziellen Situation, dass sich da Älteste dieser Sekte in unsere Probleme einschalten, umgehen soll. Deshalb habe ich zu diesem Thema auch nicht ausführliche Details zu geschrieben. Auch ging es mir nicht darum, die speziellen Konflikte mit meiner Lebensgefährtin hier aufzubröseln und dann Rat in bezug auf diese speziellen Streitpunkte zu erhalten.
Deshalb mag es sich zu anhören, als redete ich um den heißen Brei. Ich bitte aber um Verständnis dafür, dass ich mich über diese Themen einfach nicht ausführlicher auslassen wollte und möchte, sondern einfach gerne mit Leuten, die Erfahrungen mit "Persönlichkeitsstörungen" und bevorzugt "Narzisstische Persönlichkeitsstörungen" gemacht haben, in Kontakt treten möchte.
Für eure vielfältigen Ratschläge möchte ich mich dennoch bedanken.

Hi,

Zweitens: Du hast die Frage ncht beantwortet: bist Du selbst Sektenmitglied?
Im Übrigen würde ein wenig googeln Dir eine Reihe von Informationen geben, wie die ZJ's mit psychisch Kranken in ihren eigenen Reihen umgehen - gar nicht schön...

Ich bin kein Mitglied dieser Sekte. Deinen Ratschlag, nach Informationen zu googeln in bezug auf dieses Thema finde ich gut. Genau wie ich die Anmerkungen in anderen Beiträgen zu den "Ältesten", die in unsere Beziehungsproblematik einbezogen sind, schätze. Was ihr geschrieben habt, hat mir doch sehr zu denken gegeben...
 

Benutzer53338 

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Hallo,

ich habe keine Erfahrung mit einer Beziehungen zum jemanden mit NPS, allerdings bin ich die Tochter von jemanden mit NPS und nachdem ich Jahre darunter gelitten habe erzeugt in mir dieses Wort nur noch einen ganz großen Drang zur Flucht. Löblich das du deiner Freundin helfen möchtest, aber so lange sie keinen Leidensdruck verspürt muss sie gar nichts ändern und wird das wohl auch nicht tun - was bei Menschen mit dieser Störung nicht unbedingt unüblich wäre, sind ja nicht sie die das Problem haben, sondern die Idionten in ihrem Umfeld... Wenn du dir dein Leben nicht kaputt machen willst, dann nimm die Beine in die Hand und lauf.
 
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