Ohne Risiko kein Gewinn?

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Hallo PL :winkwink:

Ich bin momentan von vielen Gedanken ziemlich überrumpelt und würde mich auf unabhängige Meinungen sehr freuen.

Dabei möchte ich gleich sagen, dass es hier um eine spezielle Beziehung geht... sogar für PL-Verhältnisse :grin:

Kurz zu mir: ich habe mein ganzes Leben fast immer für die Zukunft gearbeitet und in die Zukunft investiert: Schule, Studium, Arbeit (meistens beides parallel), Umzug ins Ausland für ein weiteres Studium... Dabei habe ich mein Privatleben und meine eigenen Bedürfnisse zu lange zur Seite geschoben. Die Konsequenz davon ist, dass als ich mit Mitte 20 die ersten Versuche unternommen habe, eine Beziehung anzufangen, haben sie alle nicht funktioniert. Trennungsgründe gab es verschiedene, jedoch dank diesen Erfahrungen habe ich realisiert, was und wen ich eigentlich will und es kommt nun sehr selten vor, dass jemand für mich als Partner überhaupt in Frage kommt.

Geschichte: vor ca. einem Jahr habe ich noch in einem anderen Land (in diesem Fall ist es Deutschland) gewohnt. Mir ging es damals ziemlich schlecht: keine Jobperspektive (mehr), dementsprechend keine Privatpersepktiven, depressive beste Freundin, in deren Unterstützung ich sehr viel Emotionen und Energie investieren war, Familienprobleme daheim in meiner Heimat... Ich war absolut allein, in vielen Lebensbereichen frustriert und hatte keine Kraft, weiterzukämpfen. Ich habe mir einen Deadline gesetzt, bis dem die Situation entweder geändert sein sollte oder ich in meine Heimat zurückkehren sollte.
Off-Topic:
Falls es in Anbetracht der aktuellen politischen Situation relevant sein soll, war ich auf keine sozialen Leistungen angewiesen und meine Existenz hat dem Staat absolut nichts gekostet.


Jegliche Partnersuche und neue Bekanntschaften habe ich damals absichtlich abgestellt, da ich emotional nicht in der Lage war, Etwas gesundes aufzubauen. Bzw. ich wollte mir Zeit lassen, um keine gleichen Fehler wie in früheren Versuchen wiederzumachen.

Doch habe ich in dieser Zeit zufällig einen Mann kennengelernt, mit dem sich eine Art von Freundschaft entwickelt hat. "Eine Art" weil es trotz gegenseitiger starken Sympathie viele große Unterschiede zwischen uns gab: einen großen Altersunterschied (ich bin 28, er ist 53), dementsprechenden sozialen Unterschied, verschiedene Hintergründe und Herkünfte (er kommt aus Nordeuropa, ich aus Osteuropa), unterschiedliche Lifestyles. Wir haben uns rein freundschaftlich einige Male getroffen und sehr schöne Zeit miteinander verbracht. Er hat auf jeden Fall seine Ecken und Kanten, ist aber wegen seiner Persönlichkeit für mich attraktiv geworden. Nach unseren Treffen habe ich mich sehr wohl gefühlt, war inspiriert und hatte viel Energie für meine Anliegen. So dauerte es einige Wochen. Initiative und Interesse kamen von uns beiden. Und dann kam der Punkt, wo mir bewusst geworden ist, dass ich mich zu ihm stark hingezogen fühle.

Als ich das während eines Treffens realisiert habe, wurde ich selbst von diesem Gedanken dermaßen erschrocken, dass ich mich zügig verabschiedet habe und nach Hause gefahren bin. Die nächsten Wochen haben wir uns wegen seinem Terminkalender nicht getroffen und nur geschrieben. Diese ganze Zeit habe ich versucht, meine Gedanken über "mehr" loszulassen und ihn wieder nur als Kumpel zu betrachten. Das habe ich allerdings nicht geschafft und beim nächsten Treffen sind wir der Versuchung nachgegangen.

Für ihn war es ein Schock, er kam mit der Situation nicht wirklich klar und hat sich seitdem emotional reserviert verhalten... sich aber trotzdem weiter gemeldet. Tja, das war natürlich hart für mich, ich wollte/konnte von ihm aber nicht mehr verlangen, da ich wusste, dass ich das Land sowieso bald verlassen würde... Zudem war es mir bewusst, dass ich in dem Moment mehr als FreundschaftPlus emotional eh nicht schaffen würde. So hatten wir ein paar Monate lang eine FreundschaftPlus mit sporadischen Treffen und dann bin ich weg.

In meiner Heimat geht es mir generell besser als in Deutschland: ich bin nicht mehr absolut alleine im Sinne, dass meine Familie da ist, habe mehr Lebenskomfort und Sicherheit. Ich fühle mich emotional gut und ausgewogen. Allerdings aufgrund der Finanzkrise ist die Jobperspektive ziemlich schlecht und ich konnte bisher immernoch keine Arbeit finden. Sowie Perspektive für mein Privatleben halte hier ich für sehr gering.

Mit diesem Mann haben wir sieben Monate lang ab und zu geschrieben. Unsere Chats verliefen allerdings eher oberflächlich nach dem Motto "wie geht's, wie ist das Wetter?". Dabei muss ich zugeben, in den ersten Monaten habe ich ihn sehr vermisst. Diese Gedanken wurden aber immer erfolgreich unterdruckt, ihm habe ich nie etwas dazu geschrieben, da ich nicht wieder auf sein reserviertes Verhalten stoßen wollte. Mit der Zeit war meine Fixierung weg.

Soweit so gut, aber in der Weihnachtzeit ist er plötzlich sehr aktiv geworden und angefangen, mich hartnackig zu fragen, ob ich denn nicht vorhabe, seine Stadt zu besuchen. Nach meinen eindeutigen "Nein, habe ich nicht vor", meinte er, soll ich doch jegliche Pläne in seiner Stadt haben, darf ich immer mit seiner Unterstützung rechnen und ggf. bei ihm wohnen. Die Andeutung hat mich ziemlich angepisst und ich fragte, was er eigentlich will. Dass mich "seine" Stadt per se nicht sonderlich interessiert, ihn würde ich schon gerne sehen, habe aber kein Bock, 2000km zu fliegen, um um seine Zeit und Aufmerksamkeit zu betteln (er arbeitet ca. 60-70 Stunden pro Woche, hat oft Dienstreisen und noch private ehrenamtliche Projekte). Wenn er mich sehen will, darf er gerne einige Tage frei nehmen und meine Stadt besuchen. Ich habe ihm auch eine lange Nachricht gesendet, wo ich unser früheres Verhältnis angesprochen (über "uns" haben wir davor nie gesprochen) und aus meiner Perspektive analysiert habe.

Nach dem langen Hin und Her, sind wir auf Folgendes gekommen:
  • eine Fernbeziehung ist für uns beide keine Option,
  • zu mir kann er arbeitbedingt nicht kommen,
  • ich kann bei ihm einziehen und darf solange bleiben, wie ich es will. Jedoch muss ich nach meinem aktuellen Visa-Status das Land in sechs Monaten verlassen und sein Arbeitsvertrag läuft in 13 Monaten ab, wonach er vor hätte, auszuziehen. Es ist zwar möglich, dass es sich bei ihm oder bei mir etwas ändert, aber aktuell sieht die Perspektive so aus,
  • wir versprechen uns momentan nichts außer Gegenwart,
  • ich muss primär von meinen Interessen und Prioritäten ausgehen,
  • mein Ziel ist nach wie vor, mein Berufsleben zu gestalten, er unterstützt mich dabei mit Rat und Tat,
  • keine Besitzansprüche,
  • offene Beziehung im Sinne, dass wenn einem in der Beziehung etwas Großes fehlt, darf man es außerhalb nachholen ohne die andere Person damit zu überfordern (es geht primär um meine sexuelle Wünsche und Vorlieben, die ich er nicht in dem Maße teilt).
Ich habe mir etwas Zeit fürs Überlegen genommen sowie auf Rückmeldung auf eine wichtige Bewerbung gewartet. In dieser Zeit ist unser Schreiben persönlicher geworden, er ist viel offener und lieber geworden, schreibt von sich aus viele liebe Nachrichten a lá "ich wünsche mir, dass du jetzt hier wärst" auch wenn er eigentlich kein "Chat-Typ" ist (ich auch) und zeigt Emotionen generell ungerne.

Es gibt jedoch einige Punkte, die mich bedenklich machen:
  • er arbeitet wirklich extrem viel. Ich bin definitiv nicht die eine, die 24/7 an jemandem hängt, aber seine er um 19 Uhr kommt er von der Arbeit, hat ein kleines Abendessen, arbeitet die weiteren 2-3 Stunden und geht um 22-23 Uhr ins Bett. Am Wochenenden heißt es etwas länger schlafen, Haushalt, ein bisschen Sport und weiter arbeiten --> sehr wenig Freizeit,
  • wegen Stress leidet er unter regelmäßigen Schlaf- und Essstörungen, Kopfschmerzen etc. Arbeit kommt auch in den Urlaub mit --> negative Auswirkung auf rare Freizeit,
  • wenn Stress besonders groß ist, wird er emotional unerreichbar und reserviert. So meldet er sich diese Woche ab Sonntag fast gar nicht außer wenn ich frage, wie es ihm gehe. Als ich vor einigen Tagen geschrieben habe, ich habe mich endlich entschieden zu ihm zu kommen und beschäftige mich nun mit den notwendigen Papieren (war eine große Entscheidung und jetzt kommt ein richtig aufwendiges und teueres Visa-Verfahren), war seine Antwort "Oh. Was hat dich dazu gebracht?" und wieder Stille. Ich meine... Hallo?!... ich hatte eine andere Reaktion auf diese Nachricht erwartet :cautious:
  • ich weiß nicht, wie ich mich in diesen Momenten verhalten soll. Soll ich ihn nicht stören? Oder lieber unterstützen? Nachfragen oder nicht? Meine Bedürfnisse zur Seite schieben oder ansprechen? Ich fühle unser Altersunterschied da extrem stark und frage mich, ob ich eine viel zu große emotionale Bestätigung von einem älteren Mann erwarte?
  • wenn ich von ihm etwas will (emotional, sexuell, intellektuell...), muss ich das immer selbst ansprechen bzw. direkt danach fragen. Dann sagt er es zu oder lehnt ab. Von ihm selbst kommen keine Vorschläge o.ä. Er sei damit zufrieden was es gibt. Wenn ich nach seinen Wünschen frage, antwortet er "mach dir keinen Kopf",
  • er bietet jedoch sofort eine sachliche Unterstützung an, wenn ich direkt sage, dass ich ein Problem habe oder etwas brauche (tu ich aber fast nie...).
Also, ich kenne einige Paare, wo einer der Partner sehr viel arbeitet und der Andere ihn dabei unterstützt, sich ihm anpasst und halt eigene Aufgaben für das gemeinsame Wohlsein erledigt. Unter gewissen Umständen käme ich mit diesem Modell auch klar. Allerdings sind es schon längst verheiratete Paare, wo es in die gemeinsame Zukunft, Haus und Familie investiert wird. Sowie befinden sich die Partner meistens in einer gleichen Lebensphase. Bei uns geht es nämlich um "hier und jetzt".

Ich habe einfach Angst, dass ich zu ihm komme und wieder allein werde. Dass er für mich wegen seiner Beschäftigung nicht da wird, dass ich auf reserviertes Verhalten wieder stoßen werde. Klar, habe ich mein eigenes Leben, Hobbys, Interessen und sogar Freunde in dieser Stadt. Als erfahrener Single ( :grin: ) gehe davon aus, dass ich mein Leben da schon ziemlich gut gestalten könnte, so dass ich an ihm nicht hängen würde. Nur allein das wird mich nicht wirklich glücklich machen und ist definitiv kein Grund, nach ein anderes Land zu kommen :confused:

Mir fallen aktuell keine konkreten Fragen ein und werde für Meinungen dankbar - sowie zur gesamten Situation als auch zu den einzelnen Punkten :rose:
 
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Benutzer101597  (63)

Sehr bekannt hier
Das grösste Problem das ich sehe wird die Einsamkeit sein. Du warst in Deutschland und:
"Ich war absolut allein, in vielen Lebensbereichen frustriert"
Dann bist Du in deshalb in deine Heimat gefahren um nicht mehr alleine zu sein. Wenn du jetzt in ein Nordeuropäisches Land ziehst, das wird noch kühler und fremder. Und kannst du denn die dortige Sprache? Dein Deutsch ist gut, und dennoch warst du hier einsam. Dort sitzt Du auch in seiner Wohnung. Wie wird es wenn du mal Freunde kennenlernst und die "zu Dir" einlädst. Wie wird er reagieren wenn er gestresst von der Arbeit kommt und da sitzen fremde in seiner Wohnung. In Deutschland hattest du eine beste Freundin. Die war zwar depressiv und anstrengend, aber du warst nicht einsam. Da du schon in der Fremde (Deutschland) gelebt hast weisst du wie einsam man sein kann. Wird das nicht noch schlimmer, wenn du zu ihm ziehst?

Du bist ihn nähergekommen als du schon die Deadline zur Heimreise hattest. Kennst du das im Urlaub meist am letzten Tag noch was läuft. Dann fährt man nachhause und hat allerlei Fantasien was das werden könnte. Meist wird das nichts. Warum bist du ihm erst nähergekommen als klar war das Du abreist. Weil es dann nicht mehr so darauf ankam ob alles passt? Wenn du jetzt aber zu ihm ziehst, dann müsste es aber doch passen. Aus dem gleichen Grund aus dem du ihm nicht nähergekommen bist als du noch "fest" in Deutschland warst solltest Du dich fragen ob es jetzt Sinn macht in der neuen Fremde.

Wenn ich erstmal mit einer Frau im Bett war und auch ihre Nähe gespürt habe dann hat mich dieses gute Gefühl das da jemand ist dazu gebracht das zu ignorieren weswegen es nicht passt. So habe ich schon Beziehungen begonnen die ich besser hätte gleich sein lassen sollen. Du hast sehr vieles genannt weshalb ihr nicht zusammenpasst. Denke nochmal darüber nach.

Sorry das ich hier nicht für ein "Ich drück dich, alles wird gut, nur Mut" sorgen kann. Ich hab einfach das Gefühl das es für Dich bei ihm noch schlimmer wird als in Deutschland. In der Fremde, alleine, und der Einzige den man hat ist voll mit was anderem beschäftigt? Würde ich nicht machen.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Mhh... das dieser Mann nicht gerade viel Zeit für dich haben wird, scheint mir schon fast gegeben. So gesehen ist deine Vorahnung da womöglich sehr begründet? Wenn du schon selbst sagst, dass es dich nicht glücklich machen wird, in diesem Land zu leben, hört es sich doch schon so an, als wäre hier das Risiko einfach zu hoch?

Im wesentlichen musst du eben abwägen, wie viel Glück es dir bringen wird, deinen Standort zu wechseln und wieviel Glück es dir bringen wird, dort zu bleiben, wo du gerade bist. Einen Ort zu finden, wo man gerne ist, ist nicht einfach. Eine Person zu finden, die man gerne hat, ist noch schwieriger. Aber da ihr ja so gut wie nicht über eine gemeinsame Zukunft sprecht und euer Verhältnis eben sehr moment-basiert gestaltet, halte ich so ein Investment von deiner Seite doch für ziemlich gewagt.

Würde es dir dort, wo du gerade bist, nicht gut gehen und wäre es für dich egal, wo du bist, dann wäre die Sache einfacher und man könnte dem Projekt eine Chance geben. Aber so kann ich zumindest deine Bedenken nachvollziehen. :hmm:

Ich bin ja schon ein großer Fan davon, dass man die Liebe packen soll, wenn man sie gefunden hat - notfalls auch durchbrennen und gegen alle Widerstände und Unannehmlichkeiten. Aber in diesen Geschichten schmiedet man irgendwie gemeinsame Pläne um eben zusammen sein zu können. Wie willst du aber mit jemanden zusammen sein, der hauptsächlich für seine Arbeit lebt? Würde er da mehr Enthusiasmus und Radikalität an den Tag legen, würde ich die Situation vielleicht auch anders bewerten, aber so wie du es schreibst, zweifel ich doch auch etwas daran, dass das lange für dich gut gehen würde.
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Das grösste Problem das ich sehe wird die Einsamkeit sein. Du warst in Deutschland und:
"Ich war absolut allein, in vielen Lebensbereichen frustriert"
Dann bist Du in deshalb in deine Heimat gefahren um nicht mehr alleine zu sein. Wenn du jetzt in ein Nordeuropäisches Land ziehst, das wird noch kühler und fremder. Und kannst du denn die dortige Sprache? Dein Deutsch ist gut, und dennoch warst du hier einsam. Dort sitzt Du auch in seiner Wohnung. Wie wird es wenn du mal Freunde kennenlernst und die "zu Dir" einlädst. Wie wird er reagieren wenn er gestresst von der Arbeit kommt und da sitzen fremde in seiner Wohnung. In Deutschland hattest du eine beste Freundin. Die war zwar depressiv und anstrengend, aber du warst nicht einsam. Da du schon in der Fremde (Deutschland) gelebt hast weisst du wie einsam man sein kann. Wird das nicht noch schlimmer, wenn du zu ihm ziehst?
Sorry, wenn ich das nicht klar geschrieben habe, aber wir haben uns in Deutschland kennengelernt und zu ihm würde ich auch zurück nach Deutschland ziehen, da er immer noch da wohnt und arbeitet :smile:

Meine Freundin ist in diesem Fall kein Faktor, da sogar als sie da war, hatten wir wegen ihren Depressionen so gut wie kein qualitatives Kontakt. Nach ihrem Burn Out hat sie ihre Arbeit verlassen und ist weggezogen. Wir sind also aktuell sowieso nur telefonisch im Kontakt - da spielt es keine Rolle, wo man sich befindet. Dazu haben wir sehr unterschiedliche Einstellungen in Sachen Beziehung und sie würde mich mit diesem Beziehungmodell eh nie akzeptieren.

Du bist ihn nähergekommen als du schon die Deadline zur Heimreise hattest. Kennst du das im Urlaub meist am letzten Tag noch was läuft. Dann fährt man nachhause und hat allerlei Fantasien was das werden könnte. Meist wird das nichts. Warum bist du ihm erst nähergekommen als klar war das Du abreist. Weil es dann nicht mehr so darauf ankam ob alles passt? Wenn du jetzt aber zu ihm ziehst, dann müsste es aber doch passen. Aus dem gleichen Grund aus dem du ihm nicht nähergekommen bist als du noch "fest" in Deutschland warst solltest Du dich fragen ob es jetzt Sinn macht in der neuen Fremde.
Das ist eine sehr gute Frage.

Das größte Problem waren Unterschiede zwischen uns, die wir stillgeschwiegen haben statt darüber zu reden. Klar, kann man eine Beziehung theoretisch aus alles basteln und sehr viele Hürden überwinden. Praktisch muss man dafür 100% sicher und sehr motiviert sein. In dem Moment als ich da war waren weder ich noch er in der Lage, es zu machen. Es ist alles recht schnell und kurz von meiner Abreise passiert.

Als sich unser Kontakt neulich intensiviert hat und ich die Sache klar angesprochen habe, sagte ich direkt, dass jegliche Fortsetzung nur dann möglich ist, wenn beide "Imperfektion" unserer Beziehung akzeptieren und damit offen umgehen können. Die Sache also nicht als FreundschaftPlus weitertreiben, sondern als eine bewusste Beziehung. Mittlerweile haben wir fast alle Problempunkte offen angesprochen und herausgefunden, wer was will und dem anderen "geben" kann.

Wenn ich erstmal mit einer Frau im Bett war und auch ihre Nähe gespürt habe dann hat mich dieses gute Gefühl das da jemand ist dazu gebracht das zu ignorieren weswegen es nicht passt. So habe ich schon Beziehungen begonnen die ich besser hätte gleich sein lassen sollen. Du hast sehr vieles genannt weshalb ihr nicht zusammenpasst. Denke nochmal darüber nach.
Ich kann völlig nachvollziehen, was du meinst und würde das Gleiche sagen, wenn es um eine normale Beziehung ginge. Also mit einer Person meiner Altersklasse, Lebensphase, soziales Niveaus usw. Wenn es nicht funkt obwohl die Voraussetzungen sonst gut sind, lässt man es lieber und gut wars. Aber wenn die Voraussetzungen in der Maße wie bei uns nicht stimmen, will man rational bleiben und unterdrückt erstmal rosarote Gedanken.


Zudem kenne ich wie kühl er sein kann, wenn er kein Interesse hat. Wir haben uns durch eine gemeinsame Bekannte kennengelernt, mit der er eigentlich perfekt zusammen passen würde: gleiches Alter, ähnliche Hobbies, berufliche Erfolge, Finanzniveau etc.. Die Dame hat ihr Interesse so deutlich gezeigt und ihn so offen angeflirtet, dass ich mir zuerst gedacht, die Beide haben etwas am Laufen. Das hat er allerdings vernichtet und ich konnte beobachten, wie ihr höfflich aber ganz deutlich ein Korb gegeben wurde (noch vor dem Moment als es mit uns angefangen hat).

Ich denke, wenn er gar kein Interesse hätte, würde er Kontakt komplett abbrechen. Auf jeden Fall ist sein Vorschlag zusammen zu wohnen ein großer Schritt, da er jemand ist, der Privatsphäre über alles schätzt.


Sorry das ich hier nicht für ein "Ich drück dich, alles wird gut, nur Mut" sorgen kann. Ich hab einfach das Gefühl das es für Dich bei ihm noch schlimmer wird als in Deutschland. In der Fremde, alleine, und der Einzige den man hat ist voll mit was anderem beschäftigt? Würde ich nicht machen.
Du musst dich absolut nicht entschuldigen. Ganz umgekehrt - ich bin für kontroverse Meinungen besonders dankbar. Vor allem von einer Person seiner Altersklasse.:smile2:
[doublepost=1454622548,1454620611][/doublepost]
Mhh... das dieser Mann nicht gerade viel Zeit für dich haben wird, scheint mir schon fast gegeben. So gesehen ist deine Vorahnung da womöglich sehr begründet? Wenn du schon selbst sagst, dass es dich nicht glücklich machen wird, in diesem Land zu leben, hört es sich doch schon so an, als wäre hier das Risiko einfach zu hoch?

Im wesentlichen musst du eben abwägen, wie viel Glück es dir bringen wird, deinen Standort zu wechseln und wieviel Glück es dir bringen wird, dort zu bleiben, wo du gerade bist. Einen Ort zu finden, wo man gerne ist, ist nicht einfach. Eine Person zu finden, die man gerne hat, ist noch schwieriger. Aber da ihr ja so gut wie nicht über eine gemeinsame Zukunft sprecht und euer Verhältnis eben sehr moment-basiert gestaltet, halte ich so ein Investment von deiner Seite doch für ziemlich gewagt.
In Sachen glücklich an einem neuen Standort verstehen wir uns :bier::grin:


Tja, da hast du Recht. Ich setze mich momentan damit auseinander, was genau mich damals gestört/unglücklich gemacht hat, welche Änderungen es in diesen Punkten gibt und wie es nun aussehen wird.

Würde es dir dort, wo du gerade bist, nicht gut gehen und wäre es für dich egal, wo du bist, dann wäre die Sache einfacher und man könnte dem Projekt eine Chance geben. Aber so kann ich zumindest deine Bedenken nachvollziehen. :hmm:
Also, dass ist schon eine philosophische Sache :grin: Kurz gesagt: ich glaube es gibt keine perfekten Wohnungsorte und Zeiten. Man kann halt nur ein Umfeld wählen, wo es möglichst viel positive und möglichst wenig negative Faktoren gibt. Alles (meine Familie, Privatleben in gewünschter Qualität, persönliche Freiheiten, soziale Anerkennung und Perspektiven etc.) werde ich niemals an einem Ort haben.

Es geht bloß um Prioritäten.

Ich bin ja schon ein großer Fan davon, dass man die Liebe packen soll, wenn man sie gefunden hat - notfalls auch durchbrennen und gegen alle Widerstände und Unannehmlichkeiten. Aber in diesen Geschichten schmiedet man irgendwie gemeinsame Pläne um eben zusammen sein zu können. Wie willst du aber mit jemanden zusammen sein, der hauptsächlich für seine Arbeit lebt? Würde er da mehr Enthusiasmus und Radikalität an den Tag legen, würde ich die Situation vielleicht auch anders bewerten, aber so wie du es schreibst, zweifel ich doch auch etwas daran, dass das lange für dich gut gehen würde.
Momentan gehe ich davon aus, dass er schon mehr Enthusiasmus an den Tag legen wird, wenn ich da bin :rolleyes: Hört sich bestimmt extrem naiv an, aber... Auch als ich da war, war er extrem trocken beim Schreiben, so dass ich mich jedes Mal gefragt habe, ob er überhaupt Lust hat oder nur aus Höfflichkeit antwortet. Bei unseren Treffen hatte ich jedoch überhaupt keine Zweifel mehr. Bisher war es immer so, dass er genauso viel oder sogar mehr gemacht hat wie versprochen hatte. Aber nie weniger.

EDIT: Habe eben meinen Eingangspost wieder gelesen und realisiert, wie widersprüchlich und naiv ich schreibe :kopfwand:
 
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Benutzer58054  (39)

Sehr bekannt hier
Wird er für deinen Lebensunterhalt mit aufkommen und kannst du dich damit arrangieren?
Ist es für dich eine Art “Flucht“ vor der aktuellen Situation, da es ja (beruflich) auch nicht so gut klappt? Evt. hast du dir die Rückkehr besser vorgestellt? Würdest du bleiben, wenn Familie, Beruf, Freunde da wären?
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Ginge es nicht vorerst auch, wenn du "zur Probe" ein paar Wochen bei ihm bleibst, und deine aktuelle Wohnung noch nicht kündigst etc?

Ich habe nicht so sehr den Eindruck, dass du von der Idee, bei ihm zu wohnen, richtig überzeugt bist ubd sie toll findest. Daher würde ich an deiner Stelle das ganze noch nicht fix machen.

Wie stellst du dir eure gemeinsame Zukunft vor? Wie in 10 Jahren? Wie sieht es aus mit Kinderwunsch?
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich frage mal direkt und ein bisschen "Gefühllos"...
Was genau hoffst du zu erreichen. Das ist mir nämlich nicht klar geworden.

Ich weiß z.B., dass du Sicherheit und einen Job für diese Sicherheit suchst. Ich weiß, dass du dich zu ihm hingezogne fühlst, aber dann auch wieder nicht sooooo. Ich weiß, dass es bei ihm scheinbar ähnlich ist.
Jap..ihr mögt euch..diesen Anschein hat es schon. Ich lese da jetzt aber nicht mehr raus.

Der Threadtitel besagt eine absolut Wahre Weisheit: Ohne Risiko kein Gewinn. Man sollte aber auch auf ein Gewinnerpferd setzen und ganz ehrlich...es klingt so, als wenn du aktuell dabei bist, auf einen lahmen Gaul zu setzen. (Damit meine ich nicht ihn, sondern die Situation!)

Für die große Liebe, würde ich schon umziehen, aber nicht für etwas / jemanden, wo man dann halt ne offene Beziehung oder so führt und der eigentlich eh fast nie da ist...das kann ich auch woanders haben...

Deswegen nochmal: WAS genau möchtest du erreichen? Eine Beziehung? Die große Liebe? Kinder? Was?
Wenn du dir diese Fragen beantwortet hast, dann überlege dir, ob das mit ihm möglich ist.
 

Benutzer159558  (27)

Benutzer gesperrt
kommt drauf an, ob es ohne Risiko keinen Gewinn gibt.

Man muss immer den Aufwand/Gewinn miteinander vergleichen. Wenn man mutig ist und es sich lohnt, warum nicht :zwinker:
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Vielen Dank für eure Kommentare!

Erstmal ein aktuelles Update. Ende Dezember, als er mich zu sich eingeladen hat, habe ich eine Rückmeldung auf eine Bewerbung bekommen. Die Personalerin hat einige zusätzliche Unterlagen angefragt. Diese habe ich ihr sofort zugesendet und ihm gesagt, dass ich auf die Endentscheidung warten möchte, da die Firma gut ist und die Stelle scheint ziemlich interessant zu sein. Er hat natürlich zugesagt, da er meine aktuelle Situation kennt.

Mitte-Ende Januar habe ich mich bei der Firma nach dem aktuellen Stand erkundigt, es wurde mir jedoch keine Antwort gegeben... Dann habe ich mir letztes WE gedacht, noch ein paar Tage zu warten und - falls die Firma sich nicht meldet - die Vorbetung der Visaunterlagen anzufangen. Ihn habe ich natürlich die ganze Zeit auf dem Laufenden gehalten... jedoch ohne Gefühl, dass er eine von meinen Entscheidungen präferieren würde: "Kommst du zu mir? Ok, toll, ich würde mich freuen. Bleibst du wo du bist? Ok, toll, ich würde mich für dich freuen" Auf einer Seite heißt es man will meine Entscheidung nicht beeinflussen, auf der anderen hätte ich mehr Engagement gewünscht :hmm:

Am Dienstag habe ich mich also nach dem langen Überlegen "für ihn" entschieden und ihm Bescheid gegeben. Darauf kam seine extra trockene reservierte Reaktion, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte und durch welche ich ins Gefühlschaos geraten wurde.
"Oh. Was hat dich dazu gebracht?" und wieder Stille.

Kaum ist das passiert, wurde ich am Mittwoch von der Firma angerufen und zum Vorstellungsgespräch am Freitag (heute) eingeladen :grin: Ihm habe ich dazu noch nichts gesagt obwohl ich von ihm eine Einladung für die Boschaft zugesendet bekommen soll (war sein Angebot. Allerdings sagt er jetzt nicht Bescheid, ob er diese bereits gesendet hat oder nicht, obwohl ich den Text schon fertig geschrieben habe, er müsste den nur mit eigenen Daten ergänzen und audrucken; dazu kennt er ja, dass je nach dem wann ich dieses Papier erhalten werde, müsste ich einen Termin zum Visaantrag buchen. Diese Stille bzw. dass ich immer nachhacken soll, kann ich auch nicht verstehen).

Heute hatte ich das Gespräch, das sehr gut verlaufen ist und nach welchem ich sofort zu einem weiten Interview mit dem Entscheidungsträger eingeladen wurde. Dieses findet in 11 Tagen statt. Dass die Firma gut ist kannte ich ja schon, es hat sich allerdings ergeben, dass die Position sogar interessanter ist als sie in der Ausschreibung aussah. In Deutschland würde ich so eine Stelle momentan definitiv nicht bekommen. Sie wäre ein sehr schöner Punkt in meinem CV gewesen, der gute Perspektive sowie innerhalb des Unternehmens als auch in der ganzen Branche bringen würde.

In Anbetracht der ganzen Kostellation und eurer Kommentare habe ich folgendes vor:
- ich gebe ihm Bescheid, dass die Sache mit meiner Bewerbung noch offen ist,
- hacke wegen der Einladung nicht mehr nach. Wenn er das von sich aus sendet - ok, wenn nicht... so ist es,
- schau, wie das 2. Interview läuft,
- falls ich ein Jobangebot bekomme, nehme ich das an. Falls nicht, sammele ich die Unterlagen und komme ich zu ihm nach Deutschland.

Hört sich bestimmt bitchig an. Ich sehe aber momentan keine rationalen Gründe, mich auf ihn komplett zu verlassen und wegen einer zu riskanten Perspektive, eine gute Jobchance aufzuopfern. Auch wenn mir Gefühle sehr viel wert sind und ich ihn richtig mag...

Ich bin auch der Meinung, dass wenn ihm die Sache wert ist, werden wir schon die Lösungen finden, wo beide sich aneinander anpassen und nicht nur ich. So hat sein Konzern zum Beispiel ein großes Tochterunternehmen in meinem Land :whistle:
Wird er für deinen Lebensunterhalt mit aufkommen und kannst du dich damit arrangieren?
Den größten Teil der Fixkosten (Miete, Nebenkosten, Lebensmittel) wird er übernehmen. Von sich aus vorgeschlagen, dass wir erstmal IKEA o.ä. besuchen und die Sachen kaufen, die ich brauche. Mit mir von zu Hause muss ich laut ihm nichts extra mitschleppen. Meine eigenen Fixkosten (Versicherungen und Co.) und private Ausgaben möchte ich selbst tragen. Jedoch kommt es drauf an, wie wir die gemeinsame Freizeit gestalten. Wenn er z.B. reisen will oder Anschaffungen machen, die ich nicht leisten kann bzw. mich daran beteiligen, muss er mich einladen bzw. diese übernehmen. Das ist klar.

Ich kann mich damit arrangieren, ja. Von meiner Seite habe ich ihm vorgeschlagen, die alltäglichen Aufgaben (Haushalt, Freizeitgestaltung, Einkäufe, Besuche von Behörden etc.) zu übernehmen und ihn daduch zu entlasten. Komplett ausgehalten will ich nicht sein.
Ist es für dich eine Art “Flucht“ vor der aktuellen Situation, da es ja (beruflich) auch nicht so gut klappt? Evt. hast du dir die Rückkehr besser vorgestellt?
Mmmm... Ja, das auch. Wie gesagt, alles werde ich an einem Ort nie haben. Nur wenn es mir nach einer heftigen Durststrecke an etwas besonders stark fehlt (egal, ob es Job, Gefühle, Lebenskomfort, Anerkennung o.a. ist) und ich keine Aussicht auf Besserung habe, fange ich an zu überlegen, wo noch und wie ich das bekommen kann.

Momentan fehlt es mir an finanzieller Sicherheit (=Arbeit) und einer Person fürs Zusammensein. Leider sieht es danach aus, dass ich wieder nur eines von beiden bekomme.
Würdest du bleiben, wenn Familie, Beruf, Freunde da wären?
Meinst du in Deutschland bleiben?

Ginge es nicht vorerst auch, wenn du "zur Probe" ein paar Wochen bei ihm bleibst, und deine aktuelle Wohnung noch nicht kündigst etc?

Ich habe nicht so sehr den Eindruck, dass du von der Idee, bei ihm zu wohnen, richtig überzeugt bist ubd sie toll findest. Daher würde ich an deiner Stelle das ganze noch nicht fix machen.

Wie stellst du dir eure gemeinsame Zukunft vor? Wie in 10 Jahren? Wie sieht es aus mit Kinderwunsch?
Kündigen muss ich nichts und habe daher nichts zu verlieren :smile:

Eine Probezeit wäre mir selbst jedoch zu stressig. Entweder passt es oder nicht. Mir ist einfacher mit der Intetion zu kommen für mehrere Monate zu bleiben und in als eine Probezeit zu arrangieren. Im Notfall gehe ich ja sowieso weg. Egal, ob es ernst gemeint ist oder "nur" eine Probezeit ist.

Ich frage mal direkt und ein bisschen "Gefühllos"...
Was genau hoffst du zu erreichen. Das ist mir nämlich nicht klar geworden.

Ich weiß z.B., dass du Sicherheit und einen Job für diese Sicherheit suchst. Ich weiß, dass du dich zu ihm hingezogne fühlst, aber dann auch wieder nicht sooooo. Ich weiß, dass es bei ihm scheinbar ähnlich ist.
Jap..ihr mögt euch..diesen Anschein hat es schon. Ich lese da jetzt aber nicht mehr raus.

Der Threadtitel besagt eine absolut Wahre Weisheit: Ohne Risiko kein Gewinn. Man sollte aber auch auf ein Gewinnerpferd setzen und ganz ehrlich...es klingt so, als wenn du aktuell dabei bist, auf einen lahmen Gaul zu setzen. (Damit meine ich nicht ihn, sondern die Situation!)

Für die große Liebe, würde ich schon umziehen, aber nicht für etwas / jemanden, wo man dann halt ne offene Beziehung oder so führt und der eigentlich eh fast nie da ist...das kann ich auch woanders haben...

Deswegen nochmal: WAS genau möchtest du erreichen? Eine Beziehung? Die große Liebe? Kinder? Was?
Wenn du dir diese Fragen beantwortet hast, dann überlege dir, ob das mit ihm möglich ist.
Du hast Recht mit deiner Einschätzung :grin:

Was ich erreichen möchte? Ehrlich gesagt, ist mein Privatleben der einzige Bereich wo ich zwar Ansprüche habe, mir aber bewusst keine Ziele setze.

Eine Beziehung - ja. Jedoch nicht irgendwelche Beziehung, sondern eine in der gewünschten Qualität. Die würde ich mit ihm mehr oder weniger bekommen. Wenn er für mich emotional da ist, fühle ich mich sehr wohl und angekommen.

Liebe schließe ich mit ihm nicht aus. Dafür ist es aber noch zu früh...

Nur das Thema Kinder wäre in diesem Fall bestimmt ein Problem gewesen, wenn das für mich aktuell wäre. Ich will Kinder in den nächsten Jahren nicht unbedingt bekommen. Soll sich ich einen starken Wunsch bekommen (schließe ich nicht aus, da die Sache eher hormonell bedingt und daher schwer kontrollierbar ist)... tja, dann müssen wir uns wahrscheinlich trennen. Oder es geht soweit, dass wir gemeinsame Kinder bekommen. Was ich zwar für äußerst unwahrscheinlich halte, aber... who knows?
 

Benutzer58054  (39)

Sehr bekannt hier
Nein. Ich meine würdest du in deinem jetzigen Ort bleiben, wenn Arbeit, Familie, Freunde passen würden. Das hast du mit der Entscheidung den Job zu nehmen, solltest du ihn bekommen, schon beantwortet.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Du hast Recht mit deiner Einschätzung :grin:

Was ich erreichen möchte? Ehrlich gesagt, ist mein Privatleben der einzige Bereich wo ich zwar Ansprüche habe, mir aber bewusst keine Ziele setze.

Eine Beziehung - ja. Jedoch nicht irgendwelche Beziehung, sondern eine in der gewünschten Qualität. Die würde ich mit ihm mehr oder weniger bekommen. Wenn er für mich emotional da ist, fühle ich mich sehr wohl und angekommen.

Liebe schließe ich mit ihm nicht aus. Dafür ist es aber noch zu früh...

Nur das Thema Kinder wäre in diesem Fall bestimmt ein Problem gewesen, wenn das für mich aktuell wäre. Ich will Kinder in den nächsten Jahren nicht unbedingt bekommen. Soll sich ich einen starken Wunsch bekommen (schließe ich nicht aus, da die Sache eher hormonell bedingt und daher schwer kontrollierbar ist)... tja, dann müssen wir uns wahrscheinlich trennen. Oder es geht soweit, dass wir gemeinsame Kinder bekommen. Was ich zwar für äußerst unwahrscheinlich halte, aber... who knows?
Das klingt leider arg wie "Wolke 4" und nicht "Wolke 7".
Vielleicht mag es manchmal gut gehen, aber ich kenne keinen Fall, wo man ein paar Wolken nach Jahren noch hochklettern kann.
du eröffnest mit "bin angekommen", sagst dann gleich, dass es aber "noch" keine Liebe ist.
Das würde für mich nicht ausreichen, um einen so riesigen Umbruch in meinem Leben zu starten. Dann lieber selbst nach einem Job suchen und schauen wo es mich hinführt und von dort aus operieren. Eine stabile Basis braucht auch irngendwo einen Job und eine soziale Umgebung. Wenn du dann wieder alleine bei ihm rumhängst, dann wird es nicht besser, sondern schlimmer...und dann kommst du da so ohne weiteres nicht weg.

Steh erstmal für dich selbst, dann kann man sich stehend aneinander anlehnen. Wenn nur einer steht und der andere fällt, kann man sich nur eine begrenzte Zeit halten. Du hast ja sogar schon die Erfahrung gemacht, wie man sich fühlen kann, wenn man quasi in der Fremde ist.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hm... ich finde diese Geschichte schon ziemlich seltsam.
Überlegen wir doch mal, wer was davon hätte:

Für ihn wäre das auf jeden Fall ein Vorteil: Er kann sein Workaholic-Leben weiter leben und zu Hause wartet eine nette Frau auf ihn, die ihm den Alltags-Kram abnimmt und mit der er dann gelegentlich noch ein paar schöne Stunden verbringen kann, Sex haben kann, usw.
Das Geld, um dich zumindest teilweise auszuhalten, dürften für ihn ja Peanuts sein.

Aber was hast du davon? - Auch wenn er ein netter Typ ist, hat er ja kaum Zeit für dich. Und auch die Zukunftsperspektive ist für dich ziemlich bescheiden (Altersunterschied, er muss umziehen, du hast wohl wenig Chancen, neben dieser Beziehung einen deiner Qualifikation entsprechenden Job zu finden, usw.).

Für mich hört sich das alles nicht wirklich prickelnd an.
 
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