Offene Beziehung – Wie ist die Praxis?

Benutzer91095 

Team-Alumni
Immer hat es mich schon interessiert, wie gestaltet sich bei Leuten mit offener Beziehung ihre Beziehung! Wichtig ist mir hier, dass es sich um Beziehungen handelt, die wirklich ernsthafte, langjährig ausgelegte Beziehungen sind. Keine "wir sind irgendwie zusammen, aber vögeln irgendwie auch noch rum"-Sachen, sondern Partnerschaften, wo der Partner und das Wohl des Partners kompromisslos an erster Stelle stehen.

Ich werde jetzt keine Sexstatistiken erfragen (wobei mich das auch interessiert), aber offene Beziehungen können ja wirklich so unterschiedlich ausgelebt werden, dass sich mir z.B. folgende Fragen stellen:

- Wer weiß in eurem Bekannten-/Freundes-/Familienkreis, dass ihr eine offene Beziehung führt? (Hintergrund der Frage: Wenn man mit jemandem flirtet/anbandelt, und andere das mitkriegen, dann würde einem eventuell Betrug/unschickliches Verhalten unterstellt/nachgeredet werden, obwohl das in der Partnerschaft abgeklärt ist)

- Erzählt ihr es den Leuten, mit denen ihr flirtet/anbandelt, damit sie nicht denken, dass ihr euren Partner betrügt? Oder verschweigt ihr den Partner? (Hintergrund der Frage: Eine offene Beziehung wird häufig mit einem gewissen Grad an "Versautheit" und "Niedrigschwellige Bereitschaft zum Sex" assoziiert; Dinge, die nicht notwendigerweise angemessen sind bzw. die man nicht notwendigerweise so in den Fokus rücken will, wenn man grad erst jemanden kennenlernt. Andererseits möchte man auch nicht jemandem falsche Hoffnungen machen, der vielleicht denkt/hofft, es sei mehr drin als nur Sex.)

- Wie "passieren" solche Außerbeziehungs-Tête-à-têtes? Aktiv danach gesucht? Passiv gefunden? Mit dem Partner abgesprochen oder komplett privat? Wenn man gemeinsam wohnt, ist es ja nicht so, dass man das leicht "vertuschen" kann, aber offen sagen "Hey Schatz, ich bin heute abend nicht da, da hab ich ein Vögel-Date mit Blabla.", ist ja auch komisch.

Wäre gespannt, was ihr zu erzählen habt!
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Na, dann plauder ich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen, extra für dich... :zwinker:

Erstmal muss ich aber sagen, dass ich unsere Beziehung gar nicht so als standardtypische "offene Beziehung" ansehe, (wobei ohnehin fraglich ist, ob es das gibt). Ich glaube, viele denken dabei tatsächlich an Affären, häufig wechselnde Sexpartner und "Trennung von Sex und Gefühlen". Nichts davon trifft bei uns zu.
Also zu deinen Fragen:

Wer weiß in eurem Bekannten-/Freundes-/Familienkreis, dass ihr eine offene Beziehung führt?
Aus der Familie: niemand - ganz einfach, weil da völliges Unverständnis diesbezüglich herrscht. Wenn man allgemein auf solche Themen zu sprechen kommt, dann wird sofort die Liebe zum Partner in Frage gestellt und "solche Menschen" werden in die übelste Perversitätsecke gestellt.
Aus dem Freundeskreis weiß eine Handvoll bescheid - durchgängig solche, bei denen wir sicher sein können, dass sie uns deshalb nicht komisch ansehen (einige PLer z.B.) oder "Betroffene". Ein paar mehr merken vielleicht, dass wir ein bisschen lockerer mit anderen Menschen umgehen, würden aber nie auf die Idee kommen, dass da mehr dahinter steckt. Mein Mann hatte es mal zwei Arbeiteskolleginnen erzählt, die völlig überrascht waren.
Es bekommt in dem Sinne eigentlich keiner was mit, wenn man das nicht will - nicht zuletzt deshalb, weil Menschen dazu neigen, nur das zu sehen, was sie sehen wollen. ("Haben die sich grad geküsst?" - "Nee, kann nicht sein...")

Erzählt ihr es den Leuten, mit denen ihr flirtet/anbandelt, damit sie nicht denken, dass ihr euren Partner betrügt? Oder verschweigt ihr den Partner?
Ich stelle das definitiv klar, bevor es ernster wird. Mein Partner ist immer auf dem Schirm, normalerweise sind wir ohnehin zusammen unterwegs und die Frage stellt sich gar nicht. Ich muss also eher klarstellen, dass Flirten total ok ist und niemand eins auf die Nase bekommt. :zwinker:
Ich mache aber auf jeden Fall auch sehr deutlich, dass mein Partner meine Lebensentscheidung ist und sich daran nichts ändert, egal wie weit es geht. Jemand, der das nicht respektieren könnte, käme für intimeren Kontakt nicht in Frage. Es käme auch generell niemand in Frage, den wir nicht beide kennen und dahingehend einschätzen können. Insofern denke ich, ist das Risikio, dass sich jemand falsche Hoffnungen macht, so gut es geht minimiert.

Wie "passieren" solche Außerbeziehungs-Tête-à-têtes? Aktiv danach gesucht? Passiv gefunden? Mit dem Partner abgesprochen oder komplett privat? Wenn man gemeinsam wohnt, ist es ja nicht so, dass man das leicht "vertuschen" kann, aber offen sagen "Hey Schatz, ich bin heute abend nicht da, da hab ich ein Vögel-Date mit Blabla.", ist ja auch komisch.
Zufällig, selten, ungeplant, aber auf jeden Fall sehr deutlich mit dem Partner abgesprochen. Ehrlichkeit mit- und übereinander steht für uns an erster Stelle. Vertuschen käme nicht in Frage. Tatsächlich gibt es niemanden, der bei mir um die Ecke wohnt, sodass ich "mal schnell zum Vögeldate" gehen könnte. Tatsächlich ist mein Interesse an einem solchen Date auch eher klein. Es kämen ohnehin nur Leute in Frage, mit denen wir auch anderweitig zu tun haben und uns eben allein oder gemeinsam zu irgendwelchen Aktivitäten treffen können. Also "Schatz, ich würd gern mit .... diesundjenes machen. Haste Lust, mitzukommen oder ...?" Es gibt immer die Option, mitzukommen. Aber "Schatz" hat nicht immer Lust dazu und sucht sich vielleicht lieber was anderes, also ziemlich "normal" eigentlich. :zwinker:

Und um auch noch was für deine Statistik zu tun:
Ich habe eine recht übersichtliche Anzahl an Sexualpartnern (steht hier auch in diversen Umfragen), im Forendurchschnitt liege ich wohl eher im unteren Bereich. :zwinker:
 
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Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
mir fehlt da noch eine frage irgendwie... wie wird das dann mit den gefühlen gehandhabt? also die "externen sexkontakte" - sind das dann fremde, kumpels, freunde...? einmalig, mehrmalig?
also mal davon ab, dass ich mich mit so einer lösung sowieso nicht anfreunden könnte, aber wenn es dann freunde sind die man oft sieht, wo es vielleicht auch ohne die sexuelle komponente schon eine sehr innige beziehung ist... da wäre mir persönlich das risiko wirklich zu hoch, dass daraus dann mehr entsteht. oder ists dann die willentliche entscheidung für "diesen menschen, mit dem ich mein leben verbringen möchte", die verhindert, dass man sich anderen zu sehr annähert - oder wäre es ok, wenn der partner auf einmal romantische gefühle für jemand anderen hegt?
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
mir fehlt da noch eine frage irgendwie... wie wird das dann mit den gefühlen gehandhabt? also die "externen sexkontakte" - sind das dann fremde, kumpels, freunde...? einmalig, mehrmalig?
Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, bei mir dreht sich eigentlich alles in dem Bereich ganz wesentlich um Gefühle, Verliebtheit, enge Vertrautheit... Es kommen also überhaupt nur Menschen in Frage, die mir/uns irgendwie nah stehen oder das Potenzial dazu haben und ja, da findet dann schon eine gewisse "Beziehungsarbeit" statt, die für einmalige Sachen sicher nicht lohnenswert wäre.

oder ists dann die willentliche entscheidung für "diesen menschen, mit dem ich mein leben verbringen möchte", die verhindert, dass man sich anderen zu sehr annähert - oder wäre es ok, wenn der partner auf einmal romantische gefühle für jemand anderen hegt?
Ja, es ist eine willentliche Entscheidung. Ich erkenne an, dass es mehr als nur einen Menschen gibt, mit dem man glücklich werden könnte. Ich habe mich aber dafür entschieden, mit diesem einen eine Beziehung zu führen. Ich könnte mich auch alle paar Jahre umentscheiden, wenn ich Gefühle für einen anderen entdecke, aber da sich dadurch meine Gefühle für "meinen einen" nicht ändern, wieso sollte ich das tun? Letzendlich bedeutet Beziehung für mich auch Verlässlichkeit.
Insofern ist es dafür also ziemlich irrelevant, wie innig die Gefühle werden. Ich scheue Gefühle nicht, ich genieße sie einfach... Meine Entscheidung berühren sie nicht.
 
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Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Insofern ist es für die Beziehung ziemlich irrelevant, wie innig die Gefühle werden. Ich scheue Gefühle nicht, ich genieße sie einfach... meine Entscheidung berühren sie nicht.
d.h. du hättest z.b. auch kein problem damit wenn dein partner zu einer anderen frau "ich liebe dich" sagen würde, weil du weißt, er hat sich für dich entschieden und solange du seine liebe nicht verlierst ist es egal, was er für andere fühlt, weil es "euch" nicht berührt bzw. entfremdet?

dass man den anderen menschen sexuell teilen wollen kann - also freiwillig - find ich ja schon suspekt, aber wenns dann auch noch an die gefühle geht... würde ich sagen, das muss eine verdammt gute, stabile und sichere beziehung sein, wenn das klappt. womit ich nicht sagen möchte, dass menschen, die das weder können noch wollen, keine gute, stabile und sichere beziehung haben.
 

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
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Wir führen keine offene Beziehung, aber es wird aller Wahrscheinlichkeit nach früher oder später dazu kommen. Konkrete Vorstellungen gibt es da bereits. Soll ich trotzdem berichten, wie das bei uns aussehen soll? :upsidedown: Also auch, obwohls noch nicht so richtig aktuell ist?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Off-Topic:
Off-Topic:
Wir führen keine offene Beziehung, aber es wird aller Wahrscheinlichkeit nach früher oder später dazu kommen. Konkrete Vorstellungen gibt es da bereits. Soll ich trotzdem berichten, wie das bei uns aussehen soll? :upsidedown: Also auch, obwohls noch nicht so richtig aktuell ist?

Ich vermute nicht, dass dieser Thread mit Antworten überhäuft werden wird, von daher: Mach ruhig :smile: Ich gebe aber zu bedenken, dass es etwas anderes ist, wenn man ein bereits getestetes und funktionierendes Modell hat (was mich erstmal mehr interessiert), als wenn man sich da erstmal nur was überlegt :smile:
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
d.h. du hättest z.b. auch kein problem damit wenn dein partner zu einer anderen frau "ich liebe dich" sagen würde, weil du weißt, er hat sich für dich entschieden und solange du seine liebe nicht verlierst ist es egal, was er für andere fühlt, weil es "euch" nicht berührt bzw. entfremdet?
Richtig, wobei ich das bei ihm für exorbitant unwahrscheinlich halte. Es hat Jahre gedauert, bis er es das erste Mal zu mir gesagt hat. :zwinker:
Er ist da aber von uns beiden auch eher weniger emotionsabhängig, ich bin eher die mit der Gefühlsduselei... :ashamed:

...würde ich sagen, das muss eine verdammt gute, stabile und sichere beziehung sein, wenn das klappt.
Ja... da bin ich auch sehr stolz drauf. :herz:
 

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Ich gebe aber zu bedenken, dass es etwas anderes ist, wenn man ein bereits getestetes und funktionierendes Modell hat (was mich erstmal mehr interessiert), als wenn man sich da erstmal nur was überlegt :smile:
Sowieso. :zwinker: Das Modell befindet sich aber in der Testphase und wir haben keine andere Wahl, als dass es funktioniert. Deswegen lassen wir es auch ganz langsam und in kleinen Schritten angehen.


- Wer weiß in eurem Bekannten-/Freundes-/Familienkreis, dass ihr eine offene Beziehung führt?
Das erfährt niemand. Zum einen, weil es eine Menge unschöne Vorurteile gibt und wir da nicht in eine frivole Schublade gesteckt werden wollen und auch nicht regelmäßig Interviews geben wollen, dass wir uns ja unmöglich lieben können, wenn wir auch mit anderen schlafen. :rolleyes:
Es soll auch deswegen kaum jemand aus dem Bekanntenkreis wissen, weil wir uns nicht zum Freiwild machen wollen. Offiziell bleibt die Partnerschaft geschlossen, unser Intimleben geht auch keinem was an - bei Unterstellung von Betrug etc. durch aufmerksame Bekannte :upsidedown: könnte man da selbstbewusst mit umgehen und beim nächsten Mal einfach ein bisschen diskreter sein.
Wäre für mich wie mit dem Schwulsein und dem Outen: Kein Geheimnis draus machen, es einräumen, wenn jemand fragt - aber es auch nicht jedem auf die Nase binden. Es ist ja unsere Sache, zumal auch die Gründe sehr persönlich sind und die meisten Menschen das nicht verstehen werden.
Off-Topic:
Der Sex harmoniert zwischen uns leider nur zu 90% und die verbleibenden 10% sind so elementar, dass es auf lange Sicht schwierig wäre, einander vollkommen zu befriedigen. Seine Lieblingspraktik ist mit mir leider nicht auszuleben - und im Gegenzug beobachte ich bei mir seit langem polyamore Neigungen.


- Erzählt ihr es den Leuten, mit denen ihr flirtet/anbandelt, damit sie nicht denken, dass ihr euren Partner betrügt? Oder verschweigt ihr den Partner?
Idealerweise kennen die Leute, mit denen wir anbandeln uns schon als Paar, damit sich Komplikationen erübrigen. Wir wollen das nämlich auch so halten, dass der Partner die Personen kennen lernt, mit denen was geplant ist. Mit Fremden Sex haben würde wiederum gegen unsere Ideale sprechen und wäre für uns hinter dem Rücken des Partners. Wir wollen keine und insbesondere nicht solche Geheimnisse voreinander haben.
(Sinn: Eifersucht vorbeugen und ggf. Vertrauen stärken, sollte der Partner ein Problem damit haben, dass man gerade mit diesem Menschen ins Bett will.)
Ansonsten, lernt man getrennt voneinander jemanden kennen, dann werden auch gleich die Umstände erklärt, weil wir nicht vorhaben, nebenbei einen besseren Partner zu finden. Ich würde dann schon meinen Partner immer mal erwähnen, alles andere fände ich verlogen und will ich keinem Menschen antun, der sich dann Hoffnungen auf mich macht.
Und es soll auch nicht oft vorkommen. Ich verliebe mich nicht oft in andere Menschen und fühle mich sehr selten zu anderen hingezogen - und bei ihm wird der Leidensdruck wegen seiner Praktik auch nicht zu regelmäßig unerträglich.

- Wie "passieren" solche Außerbeziehungs-Tête-à-têtes? Aktiv danach gesucht? Passiv gefunden? Mit dem Partner abgesprochen oder komplett privat? Wenn man gemeinsam wohnt, ist es ja nicht so, dass man das leicht "vertuschen" kann, aber offen sagen "Hey Schatz, ich bin heute abend nicht da, da hab ich ein Vögel-Date mit Blabla.", ist ja auch komisch.
Zur Organisation: Ich würde das diskret erledigen, wenn mein Partner auf Arbeit ist. Die gemeinsame Freizeit soll uns als Paar gehören. Andere Menschen sollen da nach Möglichkeit keinen Platz bekommen. Ich würde es ihm aber vorher sagen und Rücksicht nehmen, wenn er was dagegen hat.
Die Nacht bei jemandem verbringen, wenn der Partner zu Hause ist, käme nicht in Frage. Er darf mir aber gerne sagen, wenn er am Nachmittag was vorhat, das nicht mit dem Fitnessstudio zu tun hat. :smile: Wenn ich die Person kenne und gründlich abgecheckt habe und als Konkurrenz ausschließen kann, reagiere ich nicht eifersüchtig - das wurde bereits getestet.
Dass auch ich mit anderen schlafe, ist noch ein empfindliches Thema, das noch Zeit braucht. Mein Partner kann damit nämlich nicht so locker umgehen wie ich. Kein Wunder - bei ihm ist es körperlich, bei mir emotional. :/
Zum Kennenlernen: Zufallsbekanntenschaften. So groß ist die Not nicht, dass wir im Internet suchen müssten. Ich würde es wollen, wenn ich mich verliebe (höchstens einmal im Jahr... und dann mehrmals :seenoevil:), und er hätte Bedarf, wenn er dringend seine Praktik ausleben möchte. Es wäre mir persönlich lieber, wenn er dafür dann eine konkrete Person hätte, die er ab und zu mal trifft. Ich möchte gerne weiterhin ohne Kondom mit ihm schlafen und finde die Vorstellung nicht lecker, dass er ständig andere dafür benutzt. Testperson kommt leider nicht in Frage als feste "Affäre" für meinen Partner.
 

Benutzer129692 

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Immer hat es mich schon interessiert, wie gestaltet sich bei Leuten mit offener Beziehung ihre Beziehung! Wichtig ist mir hier, dass es sich um Beziehungen handelt, die wirklich ernsthafte, langjährig ausgelegte Beziehungen sind.
Lotusknospe Lotusknospe
Was verstehst Du denn unter einer offenen Beziehung? Also hat laut Deiner Definition ein Paar eine offene Beziehung, das regelmäßig Partnertausch hat? Denn solche Paare bezeichnen ihre Beziehung selbst ja häufig als "feste Beziehung".
 

Benutzer150539 

Sehr bekannt hier
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Denn solche Paare bezeichnen ihre Beziehung selbst ja häufig als "feste Beziehung".
"Feste" und "offene" Beziehung sind zwei völlig verschiedene Dinge. "Fest" ist eine Beziehung, wenn man sich zu einem Partner bekennt - und das tut man sowohl in "geschlossenen", als auch in "offenen" Beziehungen.

Nicht-fest sind für mich Affären, On/Offs, Friends with Benefits usw. Dass man in offenen Beziehungen mit jemand anderem ins Bett geht, muss also nichts mit Gefühlen für die 3. Person zu tun haben und ersetzt den festen Partner nicht. (ausser Polygame Beziehungen)
 

Benutzer129692 

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"Feste" und "offene" Beziehung sind zwei völlig verschiedene Dinge. "Fest" ist eine Beziehung, wenn man sich zu einem Partner bekennt - und das tut man sowohl in "geschlossenen", als auch in "offenen" Beziehungen.

Nicht-fest sind für mich Affären, On/Offs, Friends with Benefits usw. Dass man in offenen Beziehungen mit jemand anderem ins Bett geht, muss also nichts mit Gefühlen für die 3. Person zu tun haben und ersetzt den festen Partner nicht. (ausser Polygame Beziehungen)
soft murmur soft murmur
Die von Dir vorgeschlagene Unterscheidung in "feste Beziehung" und "geschlossene Beziehung" finde ich an sich durchaus sinnvoll.

Bei meiner obigen Aussage dachte ich allerdings konkret an die Auswahlmöglichkeiten der Beziehungsform im Joy-Club. Dort kann man - unabhängig davon, ob man auch mit anderen Sex haben möchte - zwischen den Beziehungsformen "feste Beziehung", "offene Beziehung" und "polyamor" wählen, so dass "feste Beziehung" dort meiner Meinung nach als Synonym für "geschlossene Beziehung" verwendet wird.

D.h. es gibt Paare, die zwar regelmäßig Partnertausch haben, aber ihre Beziehung nicht als "offene Beziehung" bezeichnen würden - z.B. weil sie nur in Anwesenheit des eigenen Partners Sex mit anderen haben (und nur wenn ihr Partner auch gleichzeitig Sex hat) und Partnertausch in getrennten Räumen ablehnen.
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
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"Feste Beziehung" und "offene Beziehung" sind kein Widerspruch und bloß, weil sich das vielleicht bei einer Plattform so als vermeintliches Unterscheidungsmerkmal eingebürgert hat, wird auch keiner draus.
Ich lebe in einer festen Partnerschaft, weil ich mit meinem Partner eine gemeinsame Zukunft plane.
Wir gestalten unsere Beziehung trotzdem offen in Bezug auf andere Menschen. Das eine schließt das andere nicht aus und wenn ich das irgendwo auswählen kann, wie ich es bezeichne, nehme ich das, was für mich die größere Relevanz hat. Darum steht hier in meinem Profil auch "vergeben und glücklich" und woanders würde ich auch eher zu "feste" Beziehung tendieren, als zu "offene", einfach weil es mir darauf mehr ankommt.
 
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Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich hatte mit meinem Ex jahrelang eine offene Beziehung. Ist zwar eine Weile her, aber würde ich heute ähnlich handhaben.

- Wer weiß in eurem Bekannten-/Freundes-/Familienkreis, dass ihr eine offene Beziehung führt? (Hintergrund der Frage: Wenn man mit jemandem flirtet/anbandelt, und andere das mitkriegen, dann würde einem eventuell Betrug/unschickliches Verhalten unterstellt/nachgeredet werden, obwohl das in der Partnerschaft abgeklärt ist)
Das wussten eigentlich alle, die uns kannten - aus genau diesen Gründen. Es nervt schnell, wenn man sich ständig erklären muss. Andererseits resultierten aus dem Nichtwissen auch lustige Situationen.

- Erzählt ihr es den Leuten, mit denen ihr flirtet/anbandelt, damit sie nicht denken, dass ihr euren Partner betrügt? Oder verschweigt ihr den Partner? (Hintergrund der Frage: Eine offene Beziehung wird häufig mit einem gewissen Grad an "Versautheit" und "Niedrigschwellige Bereitschaft zum Sex" assoziiert; Dinge, die nicht notwendigerweise angemessen sind bzw. die man nicht notwendigerweise so in den Fokus rücken will, wenn man grad erst jemanden kennenlernt. Andererseits möchte man auch nicht jemandem falsche Hoffnungen machen, der vielleicht denkt/hofft, es sei mehr drin als nur Sex.)
Wenn jetzt nicht direkt jemand meiner Dates nachgefragt hatte, habe ich das auch von mir aus nicht thematisiert. Wie ich lebe geht einen Fickpartner nichts an.

- Wie "passieren" solche Außerbeziehungs-Tête-à-têtes? Aktiv danach gesucht? Passiv gefunden? Mit dem Partner abgesprochen oder komplett privat? Wenn man gemeinsam wohnt, ist es ja nicht so, dass man das leicht "vertuschen" kann, aber offen sagen "Hey Schatz, ich bin heute abend nicht da, da hab ich ein Vögel-Date mit Blabla.", ist ja auch komisch.
Teils habe ich aktiv danach gesucht, meistens haben die sich einfach ergeben. Und ja, wenn ich eines hatte, habe ich meinem Partner kurz Bescheid gesagt, dass ich vögeln gehe.
 

Benutzer91095 

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Lotusknospe Lotusknospe
Was verstehst Du denn unter einer offenen Beziehung? Also hat laut Deiner Definition ein Paar eine offene Beziehung, das regelmäßig Partnertausch hat? Denn solche Paare bezeichnen ihre Beziehung selbst ja häufig als "feste Beziehung".

Es ging mir jetzt eigentlich in erster Linie darum, dass Beziehungspartner ohne den anderen Beziehungspartner was mit anderen Leuten unternehmen, daher sind die Fragen auch so wie sie sind. Ob das nun fest oder nicht fest oder offen oder was auch immer ist, ist mir egal. Ich sehe das eigentlich so wie Fedora Fedora .


Fedora Fedora : Darf ich noch fragen, aus welchem Bedürfnis heraus ihr damals beschlossen habt, die Beziehung offen zu gestalten? Wolltet ihr das beide? Habt ihr das von Anfang an praktiziert oder erst irgendwann damit begonnen als die Beziehung schon stabil war? Hat sich im Laufe der Zeit etwas an euren "Regeln" geändert oder waren die immer gleich? (Gerne auch per PN, oder gar nicht, falls zu privat :smile: )
 

Benutzer71015 

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Fedora Fedora : Darf ich noch fragen, aus welchem Bedürfnis heraus ihr damals beschlossen habt, die Beziehung offen zu gestalten? Wolltet ihr das beide? Habt ihr das von Anfang an praktiziert oder erst irgendwann damit begonnen als die Beziehung schon stabil war? Hat sich im Laufe der Zeit etwas an euren "Regeln" geändert oder waren die immer gleich? (Gerne auch per PN, oder gar nicht, falls zu privat :smile: )
Das ergab sich von Anfang an und ja, mit zunehmendem Vertrauen wurden auch die Absprachen mal lockerer (ausführlicher per PN). :zwinker:
 

Benutzer129692 

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also die "externen sexkontakte" - sind das dann fremde, kumpels, freunde...? einmalig, mehrmalig?
Ich fände es noch interessant zu wissen, wie häufig (wie oft pro Woche/Monat/Jahr) solche "externen" Sexualkontakte dann im Durchschnitt stattfinden. Denn das ist vermutlich von Beziehung zu Beziehung sehr unterschiedlich. Aber für manche würde es viellicht einen Unterschied machen, ob es nun jede Woche oder nur einmal im Jahr zu "externen" Sexualkontakten kommt.

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Darf ich noch fragen, aus welchem Bedürfnis heraus ihr damals beschlossen habt, die Beziehung offen zu gestalten? Wolltet ihr das beide?
Ich kann mir bisher nicht vorstellen, dass eine offene Beziehung auf Dauer funktionieren kann, wenn einer der Beziehungspartner eigentlich lieber eine geschlossene Beziehung möchte.
 
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K

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Es ist zwar nicht mehr aktuell, aber ich berichte gerne mal wie das bei mir damals lief.

- Wer weiß in eurem Bekannten-/Freundes-/Familienkreis, dass ihr eine offene Beziehung führt? (Hintergrund der Frage: Wenn man mit jemandem flirtet/anbandelt, und andere das mitkriegen, dann würde einem eventuell Betrug/unschickliches Verhalten unterstellt/nachgeredet werden, obwohl das in der Partnerschaft abgeklärt ist)

Der Familie habe und hätte ich davon nicht erzählt, einfach weil ich nie fand dass sie da so involviert sein müssten um es zu erfahren. Wie Fedora Fedora schon erwähnte, wäre das auch bei mir eher auf Unverständnis gestoßen und mich dauernd dafür zu rechtfertigen, wollte ich vermeiden. Die engsten Freunde wussten so ziemlich alle Bescheid, wobei die Meinungen da sehr weit auseinander gingen von "wie könnt ihr nur" bis "das sollte ich auch mal ausprobieren" :grin:.

- Erzählt ihr es den Leuten, mit denen ihr flirtet/anbandelt, damit sie nicht denken, dass ihr euren Partner betrügt? Oder verschweigt ihr den Partner?

Ich für meinen Teil habe das schon gemacht, wenn es zu einer "brenzlichen" Situation kam in der ich jemanden kennen gelernt habe. Mein Ex-Partner hat das (wie ich im Nachhinein feststellen musste) nicht getan. Wenn man eine offene Beziehung eingeht, sind das allerdings Dinge die einfach von vornerein geklärt sein sollten. Wegen solchen Ungereimtheiten kann es leider auch ziemlich schief gehen, da sollte man schon auf einer Wellenlänge sein und dem Gegenüber klar mitteilen können was anliegt.

- Wie "passieren" solche Außerbeziehungs-Tête-à-têtes? Aktiv danach gesucht? Passiv gefunden? Mit dem Partner abgesprochen oder komplett privat? Wenn man gemeinsam wohnt, ist es ja nicht so, dass man das leicht "vertuschen" kann, aber offen sagen "Hey Schatz, ich bin heute abend nicht da, da hab ich ein Vögel-Date mit Blabla.", ist ja auch komisch.

Ganz unterschiedlich: es gab eine bestimmte Person mit der ich schon vor dieser Beziehung angebändelt hatte, wo allerdings schon klar war dass es nur auf sexueller Basis bleibt. In anderen Fällen hat man aktiv danach gesucht oder auch mal jemanden beim feiern kennen gelernt. Manches davon war nicht mit dem Partner abgeklärt, manches schon. Im Endeffekt fand ich es sehr schwierig damit "richtig" umzugehen, ob der Partner mir jetzt vorher davon erzählt oder erst im Nachhinein, denn es hat mich so oder so immer getroffen und auf gewisse Art verletzt.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Im Endeffekt fand ich es sehr schwierig damit "richtig" umzugehen, ob der Partner mir jetzt vorher davon erzählt oder erst im Nachhinein, denn es hat mich so oder so immer getroffen und auf gewisse Art verletzt.

Und welche Schlüsse hast du daraus gezogen? Bedeutet das, dass die offene Beziehung für dich nichts gewesen ist, oder dass du zu jung dafür warst, oder der Partner nicht der richtige dafür, oder die Regeln nicht die richtigen? Würdest du nochmal so ein Beziehungsmodell wagen oder eher nicht?
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Fedora Fedora Das geht bei dir dann aber schon ein bißchen weg von der "klassischen" offenen Beziehung in Richtung Polyamorie, oder?
 
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