Neid/Mitleid mit reichen Leuten?

Benutzer102949 

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Hallo,

angeregt durch die "Diskussion" in der Babybastelplauderecke, würde es mich mal interessieren, wie ihr als Otto Normalbürger reichen Leuten begegnet bzw. sie betrachtet.

Ist es wirklich Neid und Missgunst, die überwiegen, ist es euch schnurz, oder habt ihr am ehesten Mitleid, weil sie vom wahren Leben keine Ahnung haben?

Legt mal los!
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich stehe reichen Leuten zunächst mal neutral gegenüber. Probleme habe ich nur, wenn ich den Eindruck habe, dass der Reichtum bei der speziellen Person auf ethisch fragwürdige oder gar offenkundig unethische Weise erworben wurde und/oder die spezielle Person aus ihrem Reichtum ableitet "etwas Besonderes" zu sein, also arrogant gegenüber weniger wohlhabenden oder gar armen Menschen auftritt. Da wäre aber die richtige Bezeichnung des Gefühls eher "Verachtung" und sicher nicht Neid/Missgunst.

Neid/Missgunst empfinde ich also nicht. "Mitleid" schon gar nicht. Ich verstehe auch gar nicht, warum man gegenüber einem Reichen Mitleid empfinden sollte. Was ist denn bitte schön, das "wahre Leben"? Das Leben von Reichen ist doch genauso "wahr" wie das eines Hartz 4-Empfängers...nur halt ziemlich anders.
 

Benutzer20579  (37)

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Wäre für mich erstmal interessant, was Otto Normalbürger ist und ab wann "reich" losgeht.

Als einzige Menschen mit Job und geregeltem Einkommen ist es im Freundeskreis meines Freundes schon oft recht anstrengend, auch wenn ich nicht von Reichtum reden würde.

Mir persönlich ist es ehrlich gesagt egal, ob andere Leute mehr oder weniger Geld haben, als ich. Die zitierte Diskussion finde ich peinlich. Neid und Missgunst sprechen für mich immer für einen kleinlichen Charakter - und das ist nie schön. Aber das ist hier im Forum schon immer so. Wir hatten doch mal diese eine Userin, die nach einem Unfall im Rollstuhl saß - und sich in einem Thread für ihre Entschädigung rechtfertigen musste, weil sie angeblich mit ihrem Reichtum "angegeben" hatte. Fand ich schon recht bezeichnend - und zwar nicht für den vermeintlichen "Angeber".

Was Reichtum nun mit "vom Leben keine Ahnung haben" zu tun haben soll, erschließt sich mir auch nicht. Kommt ja auch drauf an, wo der Reichtum herkommt - und welchen Charakter jemand hat. Lebensunfähig kann man auch mit wenig Geld sein, da sehe ich keinen Kausalzusammenhang. Ob ich jemanden mag, hängt vom Rest ab - nicht vom Geld. Im Gegenteil, ich muss manchmal aufpassen, nicht so raushängen zu lassen, dass es mir finanziell gut geht - und nicht zu vergessen, dass das nicht selbstverständlich ist.

Ich bin der Meinung, wer mit sich und seinem Leben im Reinen ist, kann auch gönnen. Das ist nur leicht gesagt, wenn man dauernd Geldsorgen hat und einem das Leben wohlhabenderer Menschen vor der Nase hängt. Ist aber auch nicht deren Problem, wenn man selbst weniger Geld hat - und umgekehrt.
 

Benutzer101233  (39)

Planet-Liebe Berühmtheit
Reich und doof ist mit das schlimmste was dir auf dieser Welt widerfahren kann.
Reich und gesund ist sehr zu empfehlen.
Reich, gesund und intelligent, das sind die Leute von denen du in keiner Zeitung was liest, weil die ihr Leben zu genießen wissen.

Fazit: Reich alleine bringt nichts. :thumbsup:
 

Benutzer50955 

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Ich glaube schon, dass Reichtum dazu führen kann, dass man eine sehr einseitige Sicht aufs Leben bekommt. Es gibt ja nicht nur im Klischee diese Lebensläufe vom Privatkundergarten mit Chinesisch-Frühförderung über das (selbsternannte) Elite-Internat bis zur Privatuni und dem durch das Alumni-Netzwerk klargemachten Job. Einem Leben, in dem man Arbeitslose, von Armut gebeutelte Leute etc. nur aus dem Fernsehen kennt und sehr isoliert unter Seinesgleichen lebt und arbeitet. Damit es nicht zu deutlich wird gibt es natürlich immer den quotierten Vorzeigemigranten mit Stipendium, auf den brav verwiesen wird. In der Gesamtbeteachtung auch eine Form der Parallelgesellschaft.

Wie man mit Reichtum umgeht hat wohl sehr stark damit zu tun, ob man ihn dich durch eigenen Fleiß, eigene Kreativität etc. erarbeiten musste oder als "rich kid on Instagram" aufwächst und Geld immer als ganz selbstverständlich wahrgenommen hat.
 
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B

Benutzer

Gast
Ist es wirklich Neid und Missgunst, die überwiegen, ist es euch schnurz, oder habt ihr am ehesten Mitleid, weil sie vom wahren Leben keine Ahnung haben?
Für jemanden aus einem armen Land ist der Lebensstil eines Sozialhilfeempfängers luxuriös and am wahren Leben vorbei. Zudem möchte ich nicht jedem reichen Menschen gleich unterstellen, dass er völlig weltfremd ist. Oft ist Reichtum und der damit verbundene Standard nun mal etwas, an das man sich gewöhnt hat. Auch als Normalverdiener könnte man noch sehr viele Einbüssungen machen und sein Geld teilen, in der Regel misst man sich aber mit den Menschen aus dem eigenen Land und fühlt sich daher nicht verpflichtet, etwas abzugeben - würde man aber selbstverständlich, wenn man 4x so viel verdienen würde :zwinker:

This being said... Ich bin davon überzeugt, dass reiche Menschen nicht zwangsweise glücklicher sind und deswegen kommt da auch kein Neid auf. Eine enge Freundin von mir kommt aus einer wirklich stinkreichen Familie und ist sich deswegen einen anderen Lebensstil gewohnt. Dies führt dazu, dass wir uns schon mal bei manchen Themen in die Haare kriegen - ein Beispiel dafür war die 1:12 Initiative in der Schweiz*, die sie als missgünstig gegenüber hart arbeitenden Reichen verstand.

Mich macht es oft wütend, wenn ich mir den dummen Mist anschaue, den reiche Menschen kaufen, während Andere verhungern. Aber dann muss ich auch kritisch mit mir sein und meinen vielen Tattoos, die auch keinen wirklichen Zweck erfüllen und denke mir "tja, sind wohl andere Dimensionen". Ich habe mir geschworen unabhängig vom zukünftigen Verdienst meinen jetzigen Lebensstandard nicht signifikant zu steigern (d.h., noch 400 Euro maximal an Spielraum nach oben lassen) und das Geld dafür in Gutes zu investieren - hoffentlich kann ich den Vorsatz halten.

* Der Bestverdienende einer Firma darf nicht mehr als 12x so viel Gehalt bekommen wie der*die am schlechtesten Bezahlte - ist gescheitert
 

Benutzer34605  (35)

Sehr bekannt hier
Ich gönne jedem seinen "Reichtum", egal auf welche Art und Weise. Ich lebe nach dem Motto, Geld allein macht nicht glücklich, aber es beruhigt. Es ist halt beruhigend, sich Dinge, egal welcher Art, leisten zu können, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Warum sollte ich da also schon mal Mitleid haben?

Was ist allerdings gar nicht mag, ist es, wenn Reiche mit ihrem Reichtum prahlen. Ich bin mir sicher, dies geschieht sehr oft sogar unbewusst, weil die Umstände für die Reichen ja normal sind.

Ich habe auch Erfahrung mit beiden Seiten. Ich habe einen reichen Freund, der dennoch immer bescheiden und verhalten damit umgeht, nie großartigen Wind darum gemacht hat, dass er aus einer reichen Ärztefamilie kommt. Man hat sich immer auf gleicher Ebene getroffen. Das Thema Geld war nie zwischen uns Thema geworden.
Andererseits: Eine Bekannte von mir hat reich geheiratet und kann damit wohl nicht so recht umgehen. Die wenigen Male, die wir miteinander zu tun hatten, hat sie ständig nur vom Hausbau erzählt, was das doch alles kostet, dass die Großeltern ihres Mannes mal eben so 30.000€ spendieren, damit sie sich eine neue Küche leisten können und und und. Dass ich da nicht mitreden konnte, nahm sie gar nicht wahr. Ich habe mir dann nur gedacht, ich freue mich ja für sie, dass sie es so gut hat, aber genervt hat das Thema dann halt irgendwann.
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann mich nicht erinnern, mal neidisch oder missgünstig auf eine reiche Person gewesen zu sein. Warum auch? Diese hat ihr eigenes Leben, mit ihren Sorgen und Nöten, ich hab meines, mit meinen Problemen und Wehwehchen. Gut, auch wenn das Geld schonmal bei mir knapp wird (bin noch Studentin), war es nie so schlimm, dass ich anderen nicht ihr Leben gönnen konnte.

Die erwähnte Diskussion habe ich auch nur mit einem Kopfschütteln gelesen - dazu kann man auch meines Erachtens nach nichts sagen.

Die User/innen, die hier im Forum eher als reich auftreten, finde ich durchaus sympathisch und habe nicht das Gefühl, dass das Geld sie unsensibel für andere gemacht hätte. Darum sind auch die Diskussionen müßig und nervig. Natürlich haben einige, durch ihre Lebensumstände, andere Vorstellungen von ihrer Lebensgestaltung als ich - ich würde allerdings nicht ausschließen, dass ich andere Ansichten im Leben hätte, wenn ich mit Reichtum aufgewachsen wäre.

Was ich nicht verstehe: Warum sollte ich in einem (mehr oder weniger) anonymen Forum neidisch auf jemand anderes sein? Würde eine reiche, schnöselige Person direkt neben mir wohnen, weiß ich nicht, wie ich damit umgehen würde (ich wäre vermutlich eher genervt, wenn mir sein Verhalten auf den Keks gehen würde - so wie bei dem Besitzer des teuren Sportwagens, der STÄNDIG vor unserer Garage parkt), aber hier im Forum liest man einmal drüber und dann ist es doch egal.

Mir fällt gerade ein: Wir hatten hier mal einen User (allerdings nur kurz), der in jedem Satz anbringen musste, wie reich seine Eltern waren - auch, wenn das gar nicht sein Thema war... DAS fand ich dann doch ein bisschen peinlich.

Ach, und "vom wahren Leben keine Ahnung": Was ist schon das "wahre Leben"? Definiert das nicht jeder für sich selber? Ich glaube nicht, dass Geld das Allheilmittel für alle Probleme ist - von daher: Nein. Ich glaube nicht, dass reiche Menschen vom wahren Leben keine Ahnung haben.
 

Benutzer150857 

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Der finanzielle Background eines Menschen ist mir ziemlich egal. In den meisten Fällen kommt das schließlich nicht von ungefähr und der Großteil der Menschen arbeitet auch viel für ihr vieles Geld. Es gibt nur wenige Berufe, in welchen jemandem das Geld unberechtigterweise zufliegt.
Ob ich mit jemandem auf einer Wellenlänge bin, hängt dann doch von anderen Faktoren ab, als davon, ob sein Konto gut gefüllt ist. In o.g. Diskussion ging es übrigens nicht um Geld, sondern um voneinander abweichenden Vorstellungen vom Reisen mit Kind.
 
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Benutzer102949 

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Einem Leben, in dem man Arbeitslose, von Armut gebeutelte Leute etc. nur aus dem Fernsehen kennt und sehr isoliert unter Seinesgleichen lebt und arbeitet. Damit es nicht zu deutlich wird gibt es natürlich immer den quotierten Vorzeigemigranten mit Stipendium, auf den brav verwiesen wird. In der Gesamtbeteachtung auch eine Form der Parallelgesellschaft.

Danke, genau das meinte ich mit "vom wahren Leben keine Ahnung haben".
Es ist ja wohl ein himmelweiter Unterschied, ob man in seinem Leben ohne Pflichten tun und lassen kann, was man will oder ob man für ein Abbel und ein Ei mehrere Jobs erledigen muss, damit man die Familie satt kriegt.
Ich glaube auch, dass das schwer damit zusammenhängt, ob man den Reichtum von klein auf gewöhnt war und nie die Kehrseite gesehen oder kennengelernt hat oder ob man ihn sich selbst erarbeitet hat.

Off-Topic:
Was ich schon fast wieder amüsant finde, natüüüüüürlich weiß wieder keiner, wie man missgünstig oder neidisch gegenüber Reichen sein kann, weil das ist ja "kleinlich". Ironischerweise stößt man aber auch hier im Forum immer wieder auf genau solche Kommentare, die sich an sowas bedienen. Wie passt das zusammen?
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Was ich schon fast wieder amüsant finde, natüüüüüürlich weiß wieder keiner, wie man missgünstig oder neidisch gegenüber Reichen sein kann, weil das ist ja "kleinlich". Ironischerweise stößt man aber auch hier im Forum immer wieder auf genau solche Kommentare, die sich an sowas bedienen. Wie passt das zusammen?

Off-Topic:
Sicher, dass es dieselben Leute sind, die hier antworten und sich an anderen Stellen neidisch und missgünstig geben? Ich wette zum Beispiel mit dir, dass du keine Antwort von mir im Forum findest, die darauf abzielt, dass ich irgendjemandem sein Geld nicht gönne... :grin:
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
wie ihr als Otto Normalbürger reichen Leuten begegnet bzw. sie betrachtet.

Ist es wirklich Neid und Missgunst, die überwiegen, ist es euch schnurz, oder habt ihr am ehesten Mitleid, weil sie vom wahren Leben keine Ahnung haben?
Das kommt doch wohl auf den Einzelfall an...

Wer mit seinem Reichtum hausieren geht, hat bei mir sofort verschissen. Das ist vulgär und erbarmungswürdig.

Bei Leuten, die aufgrund ihres Reichtums nichts vom richtigen Leben mitkriegen, kommt es drauf an. Wenn sie nur was nicht wissen, sich aber informieren lassen, ist's OK - niemand weiß alles. Wenn Leute aber etwa meinen, jegliche Sozialhilfe gehöre gestrichen - sie hätten es ja auch geschafft, sich ein Vermögen zu erwirtschaften -, ist Feierabend.

Wer sich sein Geld selbst erarbeitet hat, ist meist klug genug, seinen Reichtum nicht raushängen zu lassen.- mit dieser Sorte hätte ich wohl kaum Probleme.
 
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Benutzer66223  (35)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich geb ehrlich zu dass ich schon neidisch bin wenn ich mitbekomme, was sich reichere leisten können. Aber mei, so ist das Leben halt, deswegen mag ich sie nicht weniger. Solange man respektvoll miteinander umgeht und man mir nicht immer reinwürgt was für ein tolles Leben sie haben und wie scheisse arbeiten ist, ist es mir ehrlich gesagt egal.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Off-Topic:
Was ich schon fast wieder amüsant finde, natüüüüüürlich weiß wieder keiner, wie man missgünstig oder neidisch gegenüber Reichen sein kann, weil das ist ja "kleinlich". Ironischerweise stößt man aber auch hier im Forum immer wieder auf genau solche Kommentare, die sich an sowas bedienen. Wie passt das zusammen?
Es sind unterschiedliche Leute. So einfach ist das.

Off-Topic:
Ich war noch nie neidisch auf Geld. Auf Gesundheit bin ich neidisch. Oder auf optische Attribute, die ich selbst gerne hätte.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Es kommt doch letztlich immer darauf an, wie jemand sich gibt. Ich finde ja ein bißchen materielles Geprotze gar nicht so wild. Schlimmer sind die Leute, die sich deswegen für besser, klüger whatever halten.


Letztlich ist Reichtum doch vergänglich und machtunglückliche Menschen auch nicht glücklicher. Ins Grab nimmt man da auch nix mit, Gesundheit kann man sich zum Glück in Deutschland auch nicht kaufen. Das letzte Hemd hat keine Taschen.
 

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
Also wenn ich so sehe, was sich "reiche Leute" leisten können, werde ich schon mal wehmütig. Ich muss bis Ende des Monats warten um zu schauen, ob ich noch 10 Euro für dieses oder jenes Buch habe - und dann gibts da IT-Typen, die werfen mal eben 800 Euro für ein paar Schuhe zum Fenster raus oder mehrere tausend für ne Handtasche aus Krokodilleder, besitzen zwei Villen und vier Sportwagen.
Diese Dekadenz und Verschwendung ekelt mich an. Es ist nicht Neid und Missgunst, sondern schlichtes Unverständnis über so ein Ungleichgewicht.
Wir gehören zur Mittelschicht - aber es gibt so viele Menschen, die können sich nichtmal was vernünftiges zu Essen kaufen... und dann sowas. :depri: Hinzu kommt, dass solche Leute dann auch oftmals brothohl sind und verstörenden Scheiß von sich geben, wenn sie den Mund öffnen. - Hier wäre aber nicht Mitleid der passende Begriff, sondern Fremdschämen.

Wenn das Geld ehrlich verdient wird und der Besitzer bescheiden bleibt, dann sei es jedem von Herzen gegönnt.
Ich finde nur Menschen verdammt unangenehm, die sich mit Überheblichkeit und Arroganz aufgrund ihres Reichtums für was besseres halten und entsprechend mit anderen Menschen umgehen von denen sie glauben, sie seien weniger wert.
Aber auch hier, keine Spur von Neid und Missgunst - solche Leute ekeln mich einfach nur wie jeder dumme Mensch mich anekelt, der dumme Sachen macht und keinen Charakter hat.

Und auch sonst... es tangiert mich nicht, wenn jemand reicher ist als ich. Sowas interessiert mich gar nicht. Ich hab gar nicht die Kapazität in meinem Gefühlsleben mich über so einen Schwachsinn zu ärgern oder auch nur nachzudenken, weil ich hinreichend andere Probleme habe, die man mit Geld nicht lösen kann.

Off-Topic:
Ich verkaufe mich übrigens auch gerne mal als reich. :tongue: Und das nur, weil ich durch meinen relativ gut verdienenden Mann im Moment mehr Geld zur Verfügung habe als je zuvor (Geringverdiener bzw. Ausbildungsgehalt). Für meine Verhältnisse ist das also schon reich. :whoot: Und noch dazu finde ichs genauso schäbig ständig übers Geld zu jammern wie damit anzugeben. Mir ist auch aufgefallen, dass oftmals Leute übers Geld jammern, die nicht weniger haben als wir und damit locker leben könnten, hätten sie nicht dekadente Ansprüche weit über ihre Verhältnisse.
 

Benutzer150539 

Sehr bekannt hier
Ich hab Mitstudenten (mittlerweile sind wir Kollegen), die sind reich. schweine reich. verdammte scheisse schweine reich.

Im Vergleich dazu hab ich selber genug zum Leben und überleben. "Luxus" ist für mich ein Auto zur Verfügung zu haben. Mir egal, dass es schon 10 Jahre alt ist und kratzer hat und neu "nur" 30'000.- gekostet hat. Hauptsache es fährt. Genau so mit meiner Wohnung: Ich hab n warmes Dach über dem Kopf und nen vollen Kühlschrank. Delikatessen und überfluss sucht man bei mir aber vergebens.
Und ich hab Freunde, die noch sehr viel weniger haben und auch damit klar kommen. Ich leg keinen Wert auf Marken-Klamotten oder teure Geschenke. Zeit, Spass und Ehrlichkeit ist mir da viel wichtiger.

Klar bin ich auch mal eifersüchtig, wenn mein Handy kurz vorm abnippeln ist oder ich mir die neuen Turnschuhe nicht leisten kann oder für ne Designer-Uni-Tasche nicht so locker mal 250.- CHF hinlegen kann. Und ich weiss, dass das für andere Menschen ein Tropfen auf den heissen Stein bedeutet und sie dies durch die Zinsen, die ihr Geld abwirft in einigen Tagen schon wieder drin ist.

Aber gleichzeitig: Mir tun die Menschen teils leid. Einfach weil ich weiss, dass 2 meiner Kollegen immer den Stempel "reiches Söhnchen" haben werden. Dass sie ihre Prüfungen genau so bestanden haben, wie wir "normalos", genau so nur eine Nummer waren bei den Prüfungen, genau so mit Dienstplan und unfreundlichen Patienten zu tun haben, das sieht niemand. Klar, gewisse Dinge laufen etwas einfacher, wenn man einen bestimmten Namen nennen kann oder Papa jemanden dort kennt. Aber trotzdem: Sie sind nur die Kindern von Herrn Y. (Und Herr Y hatte Glück im Leben, aber auch verdammt hart für seine Position gearbeitet!)
Ich weiss, dass sie ihr Taschengeld-Budget pro Monat haben, dass sie genau so sparen lernen mussten und und und. Aber auf ihnen herrscht ein grösserer, repräsentativer Druck als auf uns Normalos. Ich kam zerzaust, ungeschminkt und in C&A-Jeans zu spät in die Vorlesung. Meine Kollegen musste pünktlich, adrett und adäquat in der Uni auftauchen, sonst wurde über sie getuschelt oder sogar vom Prof vor 300 Mitstudenten aufgerufen. Ich war einfach nur eine von vielen.

Und spätestens als sein Papa ziemlich in den Schlagzeilen war, hätt ich meinen Kollegen nur noch knuddeln können. Ist doch scheisse, man kann als Kind nichts dafür, wo man reingeboren wird. Die Beleidigungen, die sie über ihren Papa hören mussten, waren echt nicht mehr von dieser Welt. Und es ging wirklich nur um Geld - nicht wie bei Nestle um Wasserquellen in 3. Weltländern oder Ausbeutung, Politik etc.

Ich hoffe, ich kann den Kontakt aufrecht erhalten trotz räumlicher Distanz und unterschiedlicher Gesellschaftsschichten.

ABER: Ich kann wie Mondfinsternis Mondfinsternis auch nichts mit pietätloser Dekadenz anfangen.
 

Benutzer140332  (33)

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Ich bin neidisch auf reiche Menschen. Ich hätte gerne so viel Geld ohne auf das Preisschild achten zu müssen. Zudem beneide ich Menschen, die gerne ihrem Beruf nachgehen und dabei ordentlich Kohle verdienen. Alles was massig Kohle einbringt, ist leider nichts meins, sonst würde ich dem schon lange nachgehen.

Aber das heißt nicht, dass ich ihnen ihr Geld nicht gönne. Klar gibt es ein paar Minusmenschen, bei denen ich gerne das Geld klauen würde und es den Menschen geben würde, die es wirklich brauchen. Oder mir, weil ich auf Konsum stehe. :grin: Aber hey, so ist eben das Leben.

Ich wäre eine tolle, reiche Frau. Nicht mehr arbeiten gehen müssen, mich der Kunst widmen, shoppen was ich will und Personal haben. Dann kaufe ich mir noch einen Titel und bin wirklich Prinzessin oder Gräfin. Geilo.:love:
 

Benutzer72433 

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ab und zu.. schon ein funken von neid, doch. muss ich zugeben. auch hier bei pl, wenn ich lese wer wieviel für nen paar neue klamotten, essen oder sonstiges ausgibt: kommt manchmal der gedanke von "will ich auch!" - andererseits: ich habs mir so ausgesucht. ist ja nicht so, als könnte ich nicht nen normalen job bei dem ich anständig verdiene bekommen - aber ich ziehe selbstständigkeit und zumindest anfänglich mit dem geld ziemlich knapp sein eben vor. generell verdiene ich letztlich lieber weniger, als mich mit nem chef rumplagen zu müssen, in dem sinne bin ich schlicht selber schuld. ändert nix daran, dass ich in manchen momenten nen bisschen neidisch bin... :grin:
 
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