Nachhilfelehrer/innen hier?

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Hallo!
Sind hier eigentlich noch mehr Nachhilfelehrer/innen?
Ich gebe seit 10 Jahren durchgehend Nachhilfe, meistens 5.-10. Klasse, vor allem Deutsch und Englisch, bei den kleinen auch Mathe. Jetzt traue ich mich zum ersten Mal an Oberstufenschüler, ich hatte auch schon Grundschüler, DaZ-Schüler/innen und LRSler.

Vielleicht können wir uns hier austauschen, wenn man Übungsblätter sucht, neue Ideen braucht oder zu sozialen Sachen, Konzentrationsproblemen und Lernstrategien fragen hat.

Liebe Grüße,
Lulu
 

Benutzer123832  (26)

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Ich gebe seit etwas mehr als einem Jahr "professionell" Nachhilfe in Mathe und Physik (alle Klassen).
Ich weiß nicht, ob ich dir da so gut helfen kann, bei Mathe ist Nachhilfe geben halt sehr einfach. Ich setze meine Schüler mit den Wiederholungsaufgaben aus ihrem Buch hin und schaue, wo die Probleme liegen.
Bei Oberstufenschülern vermehrt aus dem STARK-Buch (in welchem Bundesland lebst du? Habt ihr Zentralabitur?) oder das Prüfungsbuch allgemein.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe längere Zeit Nachhilfe in Latein gegeben und wurde auch jetzt wieder danach gefragt.

Allerdings hatte ich immer das Gefühl, dass die Nachhilfe nicht wirklich etwas bringt. Zumindest wenn es an das Übersetzen von Texten ging. Natürlich habe ich Sachen abgefragt, Vokabeln gelernt, gewisse Übungen gemacht usw.
Aber wenn meine Schüler dann mal einen Text übersetzen sollten, hat es nicht funktioniert. Sie kamen meistens nicht weiter und haben mich um Hilfe gefragt. Auch, wenn sie es eigentlich alleine machen sollten, habe ich dann irgendwann geholfen – allein schon, weil die Zeit irgendwann um gewesen wäre und der Text eine Hausaufgabe war und Ähnliches.

Natürlich habe ich nicht direkt die Lösung vorgesagt sondern versucht, ihnen ein System näher zu bringen. Meistens durch Fragen wie "Wo ist denn das Prädikat? Okay, und das Subjekt? ... ", sodass sie den Text schon alleine übersetzt haben, aber eben nicht ohne diese Fragen.
Das Ergebnis war, dass sie das in der Klausur nicht anwenden konnten. Da saß keiner neben ihnen, der nach dem Prädikat gefragt hat (und der gesagt hat "bist du dir sicher?", wenn es falsch war) und schon konnten sie es nicht mehr.

Ich wusste dieses Problem nicht richtig zu lösen und lasse es deshalb in Zukunft lieber sein.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich habe zu Schul- und Studienzeiten viel Nachhilfe gegeben (v.a. in Latein), hauptsächlich Oberstufe. Gebracht hat das denen etwas, die auch wirklich lernen und sich verbessern wollten, und nicht nur ne Nachmittagsbeschäftigung gebraucht haben (hatte viele Einzelkinder, die nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut waren, und denen hauptsächlich fad war). Mir wurden auch immer Problemfälle weitergeleitet, die ich mit Ach und Krach durch die Klausuren geschleift habe. Daraus wurden zwar nie Lateingenies, aber ohne Nachhilfe wären sie wohl in Latein durchgefallen. Die habe ich aber eher so unterrichtet, dass sie verstehen, wie sie eine Klausur bestehen, und weniger, wie sie richtig Latein lernen. Ein paar Mal hatte ich immerhin Schüler, die nach einiger Zeit Nachhilfe so gut in Latein geworden sind, dass sie mich nicht mehr gebraucht haben. Das waren schöne Erlebnisse, aber die kann ich wirklich an einer Hand abzählen.
 

Benutzer151218 

Verbringt hier viel Zeit
Für die Fächer Mathematik und Physik empfehle ich Übungsaufgaben von der Homepage von Thomas Unkelbach (einfach mal den Namen googlen :zwinker: )
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Jep, gleiches Profil wie Du :zwinker: Plus Pädagogik und gezielte Prüfungs-/ Nachprüfungsvorbereitung in diesen Fächern.
Diplomarbeiten in (Soz.)Päd hab ich auch ein paar Mal begleitet.
Ich nutze immer gerne 4teachers. Außerdem hatte ich mal die Gelegenheit, im Fundus eines Schulbuchverlages "freie Auswahl für umsonst" zu machen. Da hab ich mich umfassend eingedeckt :zwinker:
 
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Benutzer18889 

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Ich gebe seit Studienbeginn Nachhilfe in Deutsch und Englisch, aber vorwiegend für die Oberstufe, das macht mir mehr Spaß als die unteren Klassen. Schüler vor der 7. oder 8. Klasse nehme ich gar nicht mehr.

Obwohl ich Sonderpädagogik studiert habe, machte mir z.B. die Betreuung eines Kindes mit ADHS und LRS überhaupt keinen Spaß. Das hat mir wieder gezeigt, dass Lehrer, v.a. an einer Sonderschule, niemals was für mich gewesen wäre, gymnasiale Oberstufe schon eher.

Da setze ich mich dann lieber mit einer total motivierten Person zusammen, die kurz vor dem Abi steht und so richtig was reißen will. Überhaupt waren die meisten meiner Nachhilfeschüler eher sehr gute als schlechte Schüler. Vor allem diejenigen, die weiblich waren und kurz vor dem Abi standen. Bei den Jungs waren mehr unmotivierte dabei.

Wenn ich Unterlagen zum Üben brauche, nehme ich entweder Sachen aus meiner Schulzeit, weil die Leute sogar oft meine alte Schule besuchen und teils die gleichen Lehrer haben (zweiter Bildungsweg, also noch nicht so lange her) oder ich gucke im Internet bei 4teachers. Meist haben die Schüler aber eigene Blätter zum Üben. Dazu habe ich Grammatikbücher für Englisch, um die Satzstellung, Zeiten etc. üben zu können. In diesen Büchern sind auch Übungssätze dabei.

Jetzt muss ich aber auch los, ich soll tatsächlich zur Nachhilfe. :grin:
 

Benutzer113006 

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Benutzer121323 

Meistens hier zu finden
Ich gebe Bachelor / Master Studenten Nachhilfe in Statistik. Die Art der Nachhilfe war je nach Person/Studiengang unterschiedlich, jedoch kommen viele Strategien bei unterschiedlichen Personen zum Einsatz

Zuerst frage ich jede Person aus, damit ich sehen kann, welche Grundkenntnisse vorhanden sind und wo man am bessten beginnt. Viele Bereiche (die nicht zu komplex sind) lassen sich auf sehr einfache Beispiele herunterbrechen oder bildlich darstellen. Dadurch kann ich meistens die Personen motivieren bzw. sie entwickeln Freude an der Materie, da das Verständniss langsam kommt.

Für viele Sachen stützen wir uns auf das Skript der Vorlesung / Buch und diese werden durch Notizen von mir unterstützt.

Es gab jedoch auch Leute, die wollten nur bestehen und dementsprechend wurde gelernt. Spätestens bei den Abschlussarbeiten werden sie wohl wieder die Beratung aufsuchen, weil sie nichts verstehen.
 

Benutzer94839 

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe eine Zeit lang Nachhilfe in Mathe, Physik und Chemie 5-10 Klasse gegeben.
Zu Mathe muss ich leider sagen: Sehr viele Schüler aus den oberen Stufen beherrschten die einfachsten Grundrechenarten nicht, geschweige denn den einfachen Dreisatz, das Umstellen von Gleichungen oder die Prozentrechnung. Es war immer eine Arbeit, dies den Leuten beizubringen und an einigen bin ich auch gescheitert bzw. habe aufgegeben.

Physik: Lief eigentlich immer recht gut, da meine Schüler dort immer nur das Verständnis gesucht haben und ich ihnen helfen konnte. Ähnlich lief auch Chemie, wo ich immer die Materie erklärt habe. In beiden Fällen habe ich dann Aufgaben und Materie aus dem Unterricht besprochen und weitere Aufgaben aus den Büchern oder dem Internet genutzt.
 

Benutzer107106 

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Ich finde es bei Fremdsprachen bei den jungen Kindern im schwer außerhalb des Buches zu arbeiten: Die können so wenig Wörter, dass das keinen Sinn macht. Einer meiner Schüler ist aber sehr spannend: Starkes LRS, kann zwar gut lesen (gutes Leseverstehen), macht aber beim Schreiben Fehler ohne Ende. Und in Englisch: Alles super! Klar macht er mal Fehler, aber er schreibt meistens 2en. Er ist so stolz und das motiviert ihn vor allem auch für Deutsch noch mehr zu machen. "Frau Lulu, ich glaube das Lernen bringt tatsächlich etwas!"
Ich habe auch schon Schülerinnen und Schüler nach einigen Sitzungen abgewiesen, weil sie mir so völlig unsympathisch waren. Schlimm finde ich aber vor allem Eltern, die einen nicht in Ruhe lernen lassen können, ständig ins Esszimmer kommen oder - worst case - im Zimmer bleiben. Das Kind fühlt sich beobachtet und traut sich nicht offen mit mir zu reden. Ich wiederum trau mich nicht mal 3 Minuten Späße zu machen, um die Situation aufzulocken. Bisher habe icj jedes Kind zum Arbeiten bekommen. Zur Not unterhalte mich halt zu anfangs 5 Minuten über Star Wars und Minecraft und erlaube den Kids sich bei mir über den bösen Sportlehrer auszuheulen. Dann ist das von der Seele und wir können uns wieder damit rumärgern, dass Nomen verdammt noch mal immer noch GROß geschrieben werden.
Ich habe auch freien Zugriff auf einen Verlag, der allerdings nur Grundschulsachen herstellt, ab Klasse 6 dann nicht mehr für meine Schüler zu gebrauchen. Für Englisch verwende ich vor allem ego4you: Die Sachen kann man ja auch ausdrucken. Ich speicher immer brav alles ab und habe mittlerweile einen enormen Fundus.
 

Benutzer107106 

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Redakteur
Lässt du dich siezen?
Die Mutter wollte es so, mir ist es egal. Tatsächlich scheint eine gewisse Distanz bei meinem kleinen Chaoten zu helfen :zwinker: Mittlerweile kennen wir uns aber seit 5 Jahren, da ist ein Du oder Sie auch egal.
 

Benutzer18889 

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Ich lasse mich nicht siezen, habe ich auch bei den jüngeren Schülern nicht gemacht. Da ich ja ohnehin nur noch motivierte Schüler nehme, haben die trotzdem Respekt und geben sich Mühe.

Außerdem duzen meine Cousinen (10 und 14) auch ihre Klassenlehrerinnen. Das ist hier an vielen Schulen normal.
 

Benutzer109783 

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Ich gebe Nachhilfe/Hausaufgabenhilfe in allen Fächern, bei einem Verein für benachteiligte Kinder und Jugendliche in einem "Problemviertel". Gerade in der Landes-/Unterrichtssprache haben die Kinder immer sehr große Schwierigkeiten und kriegen dadurch auch in den anderen Fächern Punktabzüge, obwohl sie dort gut sind.
Außerdem duzen meine Cousinen (10 und 14) auch ihre Klassenlehrerinnen. Das ist hier an vielen Schulen normal.
Das war bei mir auch immer so. Das ist blöd, weil ich letztens meine ehemaligen Lehrer googlen wollte, mir aber lediglich die Vornamen einfielen :grin:
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ich habe während meines Bachelor-Studiums bei der Schülerhilfe gearbeitet und dort Nachhilfe gegeben, meist für die Oberstufe. Es gibt ein paar Leute, die verdanken mir vermutlich ihr Abitur... :zwinker:

Mir hat das viel Spaß gemacht und ich habe gern dort gearbeitet. Die Kollegen waren auch sehr freundlich und wir hatten Zugriff auf Lehr- und Lösungsbücher (welche aber meistens inkorrekt waren). Nachdem ich dann in meine Universitätsstadt gezogen bin, musste ich den Job aber an den Nagel hängen und bin seitdem raus, was eigentlich Schade ist. Durch die viele Nachhilfe war ich damals nämlich weitaus fitter mathematisch betrachtet, wusste viele Integrale, konnte quadratische Gleichungen im Kopf lösen, etc.

Off-Topic:
"Warum müssen wir das lernäään???!!!" :rolleyes:
 

Benutzer34612 

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Redakteur
Ich lasse mich duzen, es gibt aber Schüler, die das konsequent ignorieren :zwinker:
Ich finde es in der Nachhilfe besser, keinen allzu großen Abstand zu den Schülern zu haben. Da komme ich besser mit klar.
Respekt hängt nicht mit einem "Du" oder "Sie" zusammen, sondern mit dem grundsätzlichen Umgang mit den Schülern und dem eigenen Auftreten, denke ich.

Auch unsere Klienten auf der Arbeit duzen uns (zumeist auch noch Schüler- bzw Lehrlingsalter) und wir sie. Da find ich das allerdings... nicht so toll. Ist aber leider Firmenphilosophie.
 

Benutzer113006 

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Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, mich siezen zu lassen. Auf dem Land ist das Duzen Gang und Gäbe, gerade weil ich de Eltern meiner Nachhilfeschüler auch persönlich kannte und mich die Nachhilfeschüler durch mehrere Vereine, Dorffeste etc. kannten.
 

Benutzer107106 

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Ich finde es auch nicht so pralle, aber da die Mutter das so wollte machen wir das halt so. Mir ist es recht egal.
 
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