Nach Blasenentzündung muss man ständig auf Klo?!

Benutzer118313  (39)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,

es geht um meine Freundin, Sie hatte vor einem Jahr ungefähr eine Blasenentzündung, jedoch mehrere hintereinander. Seid dem muss Sie immer auf Toilette, hat ewig das Gefühl dass Sie muss. Hatte sich wohl auch schon mehrmals durchchecken lassen, aber die Ärzte sagen es wäre alles in Ordnung. Nachdem ist Sie auch zum Psychologen gegangen, dieser kann ihr aber so wie ich das einschätzen kann auch nicht dabei helfen.

Das Problem ist, Sie denkt ständig daran, also sprich wenn man weiter weg fährt oder mal einen Sparziergang macht, kann Sie dieses nicht ohne daran zu denken machen. Sie muss immer ein Klo in der Nähe haben. Auch beim Sex ist der Gedanke immer da! Es geht sogar schon so weit dass sie dadurch Selbstmordgedanken hat.

Liegt es wirklich an der Psyche? Ich glaube das nicht so, hat schon mal ähnliche Probleme gehabt? Wäre echt super wenn ich hier Leute kennenlernen könnte die ein ähnliches Prob haben.

Danke.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
die frage wäre ja eher ob sie tatsächlich muss - sprich, ob lohnenswerte mengen kommen - oder obs nur dieses gefühl ist. gegen letzteres könnte sie mit einer gewissen selbstbeherrschung ankommen - schlimmstenfalls eben mit ner binde fürs erste, damit, FALLS es nicht klappt, trotzdem "nichts passiert".

das war jedenfalls immer meine technik in solchen fällen (dass dieses gefühl nach ner blasenentzündung bleibt halte ich für normal): "ok, ich hab seitdem ich das letzte mal auf toilette war nichts getrunken, also spinnt mein gefühl, und ich ignoriere es jetzt einfach". damit hat sich das immer fix wieder eingependelt.
 

Benutzer118313  (39)

Sorgt für Gesprächsstoff
Erstmal danke für deine Antwort.

Bei ist es wohl so, dass meistens auch was kommt, aber nur minimal. Das passiert aber auch wenn Sie nichts getrunken hat.

Sie versucht es wohl auch immer aufzuhalten, aber es bringt wohl nichts. Sie sagte mir, dass Sie ständig dran denken muss und auch immer das Gefühl hat sie müßte.

Das mit den Binden macht Sie schon länger, also sprich Sie hat immer eine Binde eingelegt. Aber das kann doch jetzt nicht ihr leben lang so gehen?
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich stimme Nevery mal zu... interessant ist primär, muss sie wirklich, oder hat sie nur das Gefühl zu müssen?

Dieses Gefühl quasi dauernd zu müssen geht mit einer Blasenentzündung normalerweise einher, einfach aufgrund der Entzündung, genau wie das Brennen beim Pinkeln.

Das Gehirn bleibt da irgendwie dran hängen, ist auch meine Erfahrung. Vor allem wenn es lange so war, dass man quasi einen Dauerdruck auf der Blase hatte.
Wenn nachweislich keine Entzündung und keine Blasensteine vorliegen, dann ist der Drang psychosomatisch, bzw eine Art "Gewohnheit"
Ähnlich wie die "nervöse Blase" wenn man vor Prüfungen oder sonstigen Stressituationen die ganze Zeit aufs Klo rennen könnte, obwohl die Blase nicht mal ansatzweise voll ist.

Also zur Frage, JA wenn organische Gründe schon ausgeschlossen wurden ist es psychisch. Und das kann man auch nur psychisch in den Griff kriegen.
Si eist vermutlich inzwischen schon so fixiert drauf, dass es alle anderen Gedanken überlagert.

Sie muss vermutlich erstmal von dieser generellen Oh NEIN ich muss aufs Klo Panik weg. Es gibt diverse Binden für Blasenschwäche etc, einfach, dass es nicht schlimm wäre, sollte sie tatsächlich müssen.
Und dann hat mir - bei viiiiel weniger ausgeprägten Problemen - geholfen mir zu überlegen, was soll denn das, ich kann noch gar nicht pinkeln müssen, Schluß also mit dem sinnlosen Drang - und mich ablenken. bzw dann wirklich etwas trinken und nachher dann zu gehn.

Wie gesagt, ganz generell ist es normal, dass man sich diesen Dauerdrang nach einer Weile Blasenentzündung wieder abtrainieren muss. Das Ausmaß in das sie sich aber reingesteigert hat ist irgendwie bedenklich, find ich... und der Psychologe eventuell gar nicht so verkehrt.

---------- Beitrag hinzugefügt um 12:53 -----------

Ok ein paar Tropfen ist nicht wirklich müssen :zwinker: Bestätigt meine psychosomatische Theorie WENN organisches wirklich ausgeschlossen ist
 

Benutzer78489 

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Yap, das wird ein psychisches Problem geworden sein. Google mal nach "Reizblase". Ganz wichtig: trotzdem immer raus, Dinge unternehmen. Wenn die Toilette im Hintergrund sein muss, ist das okay, aber sich trotzdem wagen.
Macht nicht so einen Aufriss darum, sondern akzeptier es erstmal, wie es ist und unterstütz sie. Verdrängt das Thema nicht, aber überbewertet es auch nicht. Dass sie halt den Toilettendrang hat, ist kein Grund für Selbstmordgedanken, man braucht sich deshalb doch nicht so fertig zu machen. Toiletten sind überall zugänglich, man klann also lernen, damit zu leben.
Am besten versucht sie, wenn sie das nächste Mal auf Toilette muss, es länger zu halten. Wenn sie muss und dann gehen will, aber stattdessen 10 Minuten wartet und erst dann geht, ist das super. Das unbedingt als Erfolg auffassen und stolz auf sich sein. Und dann die Zeit ausdehen. Und dadurch wieder lernen, dass man es auch aushalten kann, also den eigenen Fähigkeiten vertrauen lernen und Erfolge wertschätzen. Auch wenn es nach eher etwas Simplen und ein bißchen lächerlich klingt.

Und dann bitte nochmal den Kontakt zu einem Therapeuten suchen, vor allem, wenn sich das in den nächsten Monaten nicht von selbst bessert. Solche Angstgeschichten können sich sehr stark verfestigen und je länger das so geht, desto schwieriger wird es, das wieder zu lösen. (Und dann bitte in Richtung Verhaltenstherapie gehen, sowas kommt ja wahrscheinlich, weil sie sich den Drang von der Blasenentzündung gemerkt hat.)

Ob die Blasenfunktion wieder hergestellt ist, wisst ihr definitiv? Kann es sein, dass sich nach so vielen Entzündungen vielleicht ne Blasenschwäche eingeschlichen hat? Was sagen die Ärzte dazu?
 

Benutzer118313  (39)

Sorgt für Gesprächsstoff
Also so wie bereits geschrieben, kommt wohl immer was wenn Sie geht, auch ohne das sie was getrunken hat und wenn es nur ein Tropfen ist. Ich gehe mal davon aus das sie nur zur vorsicht geht, wenn wir mal irgendwo hinfahren. Das ist auch täglich unterschiedlich, manchmal geht sie überall wo sie kann bevor wir irgendwo hinfahren und manchmal eben nicht.

Sie hat einfach das Problem, dass Leute sie nicht aktzeptieren wenn sie andauernt zum Klo rennt, sprich blöde Fragen usw. deswegen unterdrückt sie das manchmal. Aber sollte sie dieses nicht immer machen? Letztens waren wir raus spazieren, da meinte Sie sie müßte mal, ich sagte einfach komm wir sind gleich zuhause das schaffst noch, die war wütend und meinte das bräuchte sie nicht, sie müßte jetzt und will im Busch gehen... nachher hat sie ausgehalten aber war sauer.... wie soll man sonst reagieren? Sagen geh im Busch?

Ich kann schlecht mit reden, da ich das Problem nicht habe, aber wie kann man in Zukunft darauf reagieren bzw. Verhalten?

---------- Beitrag hinzugefügt um 11:02 -----------

Also wie gesagt weiß nicht genau wie ich mich Verhalten soll? Auf das Thema mehr eingehen? Aber dann denkt sie ja nochmehr drüber nach oder einfach warten bis sie mit dem Thema anfängt? Auch mal sagen, komm versuch nochmal anzuhalten? Aber dann meint sie direkt ich würde das nicht verstehen....und ist sauer...

Was ist den eine Blasenschwäche? Das ist doch dann psychisch oder?

Wie gesagt zum Psychologe geht sie bereits, aber irgendwie kommen die da auch nicht weiter meiner Meinung? Weiß aber auch nicht wielange sowas dauert? Sie musste nur mal ne Woche aufschreiben wieviel Sie zum Klo geht....
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Ich stimme Nevery mal zu... interessant ist primär, muss sie wirklich, oder hat sie nur das Gefühl zu müssen?

Lass dir von jemandem mit RDS sagen, dass das rein gar keinen Unterschied macht.
Wenn du anfängst, zu überlegen, ob man nun wirklich muss oder das nur glaubt, verunsichert man sich selbst nur umso mehr. Und Verunsicherung ist das Problem, sie traut sich selber nicht mehr zu, das zu halten, bzw. hat Angst, sich in der Öffentlichkeit zu blamieren.

Es ist völlig egal, obs nur Drang ist, ob man wirklich muss, etc.. Denn der Drang, das Gefühl zu müssen, sorgt schon dafür, dass sie dann auch muss. Und dann gibts nichts mehr zu unterscheiden.

Prinzipiell ist es ganz einfach, wahrscheinlich hat sie während der Blasenentzündung gelernt, dass sie keine Kontrolle mehr über ihre Blasenentleerung hatte. Und jetzt ist organisch zwar alles in Ordnung, bzw. das Gröbste ist durch, aber der Lerneffekt ist immernoch da.
Das zu trennen bringt nichts, es geht darum, dass sie wieder lernt, dass sie es halten kann und dass sie dem Vertraut.
Das geht nur dadurch, dass ihr der Drang 1. keine Angst mehr macht und 2. dass sie merkt, sie kann es halten.

Dazu braucht es Entspannung und Gelassenheit, diese Kopplung von Angst und Blasendrang muss weg. Ergo, den Drang auch mal entspannt wahrnehmen, entspannt einen Spaziergang machen können. Das kann man über Einlagen oder Toiletten in Reichweite erreichen.
Wichtig ist aber auch, dass sie sich Ziele setzt, wie: Ich muss zwar jetzt, gehe aber in 10 MInuten erst auf Toilette. Dann merkt sie, dass sie 10 Minuten einhalten konnte. Dann auf 12, 15, 18, 20 erhöhen, je nachdem, wie sie es aushält.
Und dann halt die Angst annehmen - was passiert im schlimmsten Fall? In die Binde pinkeln ist ja nicht so schlimm, vor allem, wenn sie dann daheim ist. Und dann sind die 10 Minuten rum und nichts ist passiert -> als Erfolg ansehen und stolz auf sich sein!
Manchen hilft es auch, sich abzulenken, eine Entspannungsmethode anzuwenden, etc., halt aus dem Grübeln rauszukommen. Aber bitte nicht mit Zwang an alles herangehen, die Situation ist so, wie sie ist und das muss man auch erstmal akzeptieren...

Deshalb wäre es nicht verkehrt, da nochmal nen guten Verhaltenstherapeuten oder Verhaltenstherapeutin dran zu lassen. Solche Angstgeschichten lösen sich nicht so einfach von selbst und ihr müsst gucken, dass ihr das nicht weiter verstärkt. Also keinen Druck aufbauen, sich nicht verrückt machen, etc.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
naja, dass sie nach so einer situation sauer ist ist auch irgendwie verständlich: das ganze stresst sie tierisch, und dass du es besser weisst und damit auch noch recht hast.. das kann einem schon die stimmung versauen :zwinker:

fakt ist aber: wenn sie da jemals wieder rauskommen will MUSS sie diesen drang tatsächlich unterdrücken. das dauert maximal nen paar wochen - gut, die sind stressig, aber die sache wert - und danach ists rum. das sollte sie wirklich alleine oder gegebenenfalls mit deiner hilfe schaffen! ihre schlechte laune musst du dann gegebenenfalls eben einfach aushalten, die dankbarkeit für die hilfe kommt erst hinterher :zwinker:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ganz ehrlich, wenn das so psychisch ist, dass immer nur ein zwei Tröpfchen kommen, wäre meine Reaktion, sie soll sich nicht so anstellen.

Sie muss aber selbst einsehen, dass sie durch die dauernde Konzetration drauf und die riesen Beachtung die sie dem Thema schenkt sich keinen Gefallen tut.

Das weiß man doch auch so, wenn man dringend aufs Klo muss geht es ewig lange durch ablenken, dass man das "vergisst". Ganz normal von der Natur so eingerichtet. Wenn sie das aber so wahnsinnig zelebriert, dann hat sie sich gedanklich schon viel zu sehr darin festgebissen...
Der erste Schritt für mich wäre, dass sie dem selbst nicht mehr diese Bedeutung zumisst, und das auch selbst so sehen lernt.

edit:
Nun wie gesagt meine Erfahrungen damit sind eben andere, für mich macht es einen enormen Unterschied, zu wissen ob ich WIRKLICH muss, oder ob ich mir das nur einbilde. Wenn ich es mir nämlich einbilde, dann hör ich einfach auf dran zu denken, und ignoriere den Drang und geh nach Uhrzeiten pinkeln. Und nach ein paar Tagen hört es ganz von alleine auf...
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Ich kann schlecht mit reden, da ich das Problem nicht habe, aber wie kann man in Zukunft darauf reagieren bzw. Verhalten?

Gar nichts sagen, vor allem nicht ihr die Entscheidung abnehmen. Sie selbst muss entscheiden, ob sie gehen will oder nicht. Du unterstützt sie am besten, indem du halt mitgehst, wenn ihr einen Umweg geht oder indem du nicht böse oder ärgerlich reagierst. Einfach freundlich und wie immer sein.
Aber: Nicht auf rumgrübeln oder sowas einsteigen, keine Entscheidungshilfe sein, nicht zu irgendwas ermuntern. Sie muss lernen, dass sie das selbst entscheiden kann.

Wie gesagt zum Psychologe geht sie bereits, aber irgendwie kommen die da auch nicht weiter meiner Meinung? Weiß aber auch nicht wielange sowas dauert? Sie musste nur mal ne Woche aufschreiben wieviel Sie zum Klo geht....

Sowas dauert eine Weile. Soweit ich weiß, fällt das durchaus unter Konditionierung und das sitzt dann auch recht fest, vor allem bei Ängsten.
Da helfen in der Regel keine Gespräche über die Kindheit, sondern da geht man verhaltenstherapeutisch ran. Einiges habe ich ja schon beschrieben. Also man versucht, das, was Angst auslöst (ich vermute mal den Drang) in entspannter Atmosphäre zu erleben. Um Drang und Angst zu entkoppeln. Das geschieht sehr kleinschrittig, weil man diese Entspannung ja erstmal herstellen muss. Dabei gilt es, die Ängste nicht durch andere Dinge zu verstärken.
Wegdiskutieren kann man sowas auch nicht, weil es eine reine Lernsache ist: Sie hatte Urindrang und hat gelernt, dass sie dann keine Kontrolle mehr hatte. Also hat sie Angst bekommen. Jetzt kommt die Angst immer beim Drang. Wie ein Reflex. Der muss wieder weg. Und zwar durch Training.

Wenn sie jetzt ein Tagebuch führen soll (aufschreiben, wann sie muss und was sie dabei gefühlt hat), gehört das noch zur Diagnostik. Ergo, die haben gerade erst angefangen.

Aus persönlicher Erfahrung würde ich sagen, das hilft nicht, weil es tatsächlich auf Wegdiskutiererei hinausläuft. Ihr braucht Verhaltenstherapie und jemanden, der sich mit Ängsten auskennt. Das kann deine Freundin mal gezielt fragen, ob der/die Psychologin das macht.
Und dann nicht einfach ne "Psychologin", sondern bitte jemand mit Zusatzausbildung zur Therapie, also Psychotherapeuten. Die meisten machen heutzutage Verhaltenstherapie.

Caotica: Dann hast du Glück und das Ganze saß noch nicht so fest, bzw. du bist nicht der Typ für sowas. Bei manchen fruchtet sowas sehr gut, da gibt es solche und solche. Wenn das bei der Freundin jetzt schon ein Jahr so geht und schon so problematisch ist, dass sie soviel Druck hat, dass sie weint, sauer wird und Selbstmordgedanken entwickelt, wird das mit Ignorieren meist nichts mehr. Das löst dann eher noch mehr Druck aus.
 

Benutzer118313  (39)

Sorgt für Gesprächsstoff
Na gut, habe ihr ja auch schon mal gesagt sie soll dann einfach in die Binde machen, das es dann eben so ist, aber es hat ja auch lange gedauert bis sie mir es überhaupt gesagt hat, also mit der Binde...das ist ihr ja sehr peinlich...

Also meint ihr ich sollte auf das Thema eingehen und ihr einfach mal nahe legen, das sie das immer nach hinten verschieben soll und notfalls einfach mal los lassen soll also einfach denken soll, wenns passiert dann habe ich ja eine Binde?

Man muss dazu sagen, sie hat das ja bestimmt schon über ein Jahr....also denke ich mal nicht das es in ein paar Wochen erledigt ist.... vorallem wenn ein Psychologe da schon nicht richtig helfen kann, dann kann ich es?

Ich meine ich verstehe sie ja, nur will mich auch nicht soviel rein versetzen, nicht das ich hinter her sie daudrch verliere, da es ja schon ein großes Problem ist für sie, nachher zwinge ich sie dazu sie soll anhalten usw. und dann ist sie sehr sauer und meint ich verstehe das ja nicht....

Schon kein einfaches Thema, wo gibs den solche Binden zu kaufen? Kann man den eventuell sagen, dass man viel trinken soll dabei oder lieber nicht so....
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
vorallem wenn ein Psychologe da schon nicht richtig helfen kann, dann kann ich es?
dein vorteil ist, dass du in den entsprechenden situationen anwesend bist.
Ich meine ich verstehe sie ja, nur will mich auch nicht soviel rein versetzen, nicht das ich hinter her sie daudrch verliere, da es ja schon ein großes Problem ist für sie, nachher zwinge ich sie dazu sie soll anhalten usw. und dann ist sie sehr sauer und meint ich verstehe das ja nicht....
ui. weiss sie, dass du so denkst? denn wenn du denkst dass sich das ernsthaft auf eure beziehung auswirken kannst verleihst du dem damit ja NOCH mehr gewichtung als sie es tut.
 

Benutzer78489 

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Poing81, ganz ehrlich: Überlass das ihr. Zeig ihr den Thread, sag ihr, sie soll sich mal ein wenig informieren, aber versuch nicht, sie zu therapieren oder ihre Probleme für sie zu lösen. Sie muss das selber machen, du schaffst da nur Druck.

Ob der Psychologe ihr helfen kann, weiß keiner. Ich hab dir ein paar Ansatzpunkte gegeben, die ich für wichtig halte, weißt du denn, ob irgendwas davon umgesetzt wird?

Wie gesagt: Unterstütz sie, aber halt dich da raus. Ich denke wirklich, du machst es sonst noch schlimmer. Du stellst das alles zur Diskussion, übst Druck aus, am Ende hängst du so tief drin, dass sie dich deswegen verlässt.

Wie gesagt, wenn du ihr helfen willst, dann zeig ihr den Thread, reg sie an, dass sie sich selber informiert und dann diskutier das nicht immer mit ihr. Sie muss selber wieder lernen, sich da zu vertrauen.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Wie gesagt: Unterstütz sie, aber halt dich da raus. Ich denke wirklich, du machst es sonst noch schlimmer. Du stellst das alles zur Diskussion, übst Druck aus, am Ende hängst du so tief drin, dass sie dich deswegen verlässt.
wtf?
also wenn ihre beziehung kippt weil er ihr hilft, nen problem in den griff zu kriegen, dann ist es wohl besser wenn die beziehung vorbei ist! substanz hat die dann eh nicht gehabt...
 

Benutzer78489 

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Nevery, überleg mal: Wenn ich ein Problem habe, dass mit peinlich ist, das ich vor allem mit mir selbst austrage und mit sehr viel Druck verknüpft ist.....Wenn jetzt mein Freund anfängt, mit mir zu disktuieren, wann es okay ist, auf Toilette zu gehen, wann nicht, wann ich dieses oder jenes tun muss, ob ich mich richtig verhalte, etc.
Damit löst man das Problem nicht, damit lässt man sich auf eine Diskussionseben ein, auf der es keine Lösung gibt. So ein Problem geht nicht nur diskutieren weg. Da staut sich irgendwann Frust und Ärger auf und wenn ich dann Abstand von der Diskussion und dem Problem will, kann das ganz schnell bedeuten, dass ich auch Abstand von dem Freund brauche, weil dann irgendwann alles zwischen uns sich nur noch um das Problem und die Diskussion dreht.

Eine Konditionierung, wenns eine ist, kann ich nur durch Gegenkonditionierung/Desensibilisierung lösen. Das überlass ich dem Therapeuten und halte mich selber da raus. Ich kann bei der Therapeutensuche unterstützen, bei der Informationssuche, ich kann trösten, wenn alles sehr stresst. Aber ich kann nicht therapieren und ich denke, das kann die Beziehung ernsthaft gefährden, ja.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Nevery, überleg mal: Wenn ich ein Problem habe, dass mit peinlich ist, das ich vor allem mit mir selbst austrage und mit sehr viel Druck verknüpft ist.....
dann, das kann ich dir (leider) aus eigener erfahrung sagen, ist es erstmal furchtbar schlimm darüber zu reden und führt zu heulanfällen, frust, wut, trotz und manchmal sogar zu hass. wenn er aber sowohl ruhig als auch hartnäckig bleibt kann man mit der zeit drüber reden, und letztendlich auch seinen rat und seine hilfe annehmen.

wenn sie es nicht alleine packt braucht sie hilfe, und die kann ihr am leichtesten die person geben, die ohnehin oft an ihrer seite steht.
 

Benutzer118313  (39)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich würde dann mal so sagen, ich halte mich da raus....

Versuch sie nur zu unterstützen wenn das Thema auf kommt, und laße sie sonst damit in Ruhe.
Tue einfach so ob alles normal ist... sage ihr dann auch nicht, wenn sie muss, sowas wie halte aus oder so... denke auch das es vielleicht dann besser ist, ihr zusagen das ich das hier nicht erfragt habe...

Trotzdem super von euch, das ihr mir versucht habt zu helfen, aber denke man kann darüber noch mehr dieskutieren und es bringt eh nicht viel...aber gut zu wissen, dass es wirklich ein Kopfproblem ist
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
wenn sie es nicht alleine packt braucht sie hilfe, und die kann ihr am leichtesten die person geben, die ohnehin oft an ihrer seite steht.

Ja, zum reden, Mut zu sprechen und zuhören. Aber doch nicht zum therapieren, wie soll das denn jemand machen, der davon gar keine Ahnung hat? Das meine ich mit raus halten: Keine Tipps, ob sie jetzt einhalten soll oder nicht, keine Diskutierei, ob sie wirklich muss oder nicht, etc.
Halt Freund sein und nicht Therapeut und auch nicht Entscheidungsabnehmer. :smile:
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Ja, zum reden, Mut zu sprechen und zuhören. Aber doch nicht zum therapieren, wie soll das denn jemand machen, der davon gar keine Ahnung hat? Das meine ich mit raus halten: Keine Tipps, ob sie jetzt einhalten soll oder nicht, keine Diskutierei, ob sie wirklich muss oder nicht, etc.
Halt Freund sein und nicht Therapeut und auch nicht Entscheidungsabnehmer. :smile:
ich versteh was du meinst, und halte das auch nicht grundsätzlich für falsch, aber manchmal ist nen tritt in den arsch auf lange sicht viel besser als nur seelentätschelei. und wenn man was alleine nicht hinbekommt hilfts auch nicht, wenn einem jemand beim "nicht hinbekommen" zur seite steht.
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
ich versteh was du meinst, und halte das auch nicht grundsätzlich für falsch, aber manchmal ist nen tritt in den arsch auf lange sicht viel besser als nur seelentätschelei. und wenn man was alleine nicht hinbekommt hilfts auch nicht, wenn einem jemand beim "nicht hinbekommen" zur seite steht.

Hm ja klar, unterstützen kann ja auch mal ein Tritt sein. Mir gehts darum, dass man sich nicht ins Problem verheddert, sich also nicht auf diese Problemebene einlässt, wo man therapieren oder diskutieren müsste. Denn da kann man sehr viel falsch machen.
 
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