Mitbesitzer von Pferd werden- Schnapsidee oder sinnvoll???

Benutzer18265  (34)

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Hallo ihr,
Seit einigen Jahren schon habe ich eine "Reitbeteiligung". Dieses Pferd ist mein Ein und Alles! Der Besitzer kümmert sich wenig um sie, eigentlich fast garnicht. Ich kümmere mich wirklich um Alles. Sei es Ausbildung, Hufschmied oder Impfen was auch immer... Die komplette Ausrüstung gehört mir, außer dem Sattel um den ich fast ein Jahr "kämpfen" musste, dass der Besitzer ihn kauft. Ich bezahle das Ausschneiden (Eisen hat sie keine), etwas mehr als die Hälfte der Stallmiete (glaub ich) und neuerdings auch das Kraftfutter.
Würde man das Pferd fragen, wer sein Mensch ist, würde es bestimmt mich nennen.
Bisher hatte ich nichts dagegen, dass es so ist, weil ich eigentlich kein eigenes Pferd wollte. Und zwar, weil ich Angst habe in die Situation zu kommen, dass das Pferd schwer krank wird und ich dann die Behandlung nicht bezahlen kann...

Allerdings stört mich die "nur Reitbeteiligungsrolle" immer mehr, da ich letztendlich die Arschkarte ziehe, wenn der Besitzer mal spontan auf die Idee kommt das Pferd zu verkaufen (und die Idee kam ihm schonmal hat er aber doch nicht gemacht)...
Deshalb hab ich überlegt zu fragen ob er mich als Mitbesitzer eintragen lässt gegen einen kleinen Betrag. Es stehen nämlich wieder ein paar kleinere Investitionen an (Zahnarzt, Sattel nochmal richten lassen etc...) wo er vlt nicht so begeistert ist. Unter der Vorraussetzung dass ich Mitbesitzer werde würde ich auch ganz offiziell die Hälfte der laufenden Kosten übernehmen.
Was haltet ihr von der Idee?
 

Benutzer86003 

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Meinst du Mitbesitzer oder Miteigentümer?

Unter Mitbesitzer kann ich mir in dieser Situation nicht so recht was vorstellen, denn eigentlich bist du das ja schon.
 

Benutzer11106 

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Ganz ehrlich? Das würde ich nicht machen...
Habe selbst zwei Pferde und wäre nicht begeistert wenn mir eine RB das anbieten würde - mal ganz
abgesehen davon, dass bei mir keine RB außer einen klitzekleinen monatlichen Anteil irgendwelche
Tierarzt-, Hufschmied- oder Ausrüstungsausgaben tätigen muss!

Warum willst du das Pferd dann nicht "komplett" kaufen?
Stell dir nur mal vor es kriegt eine Kolik und der TA stellt dich nach der Diagnostik vor die Wahl:
Operation oder Einschläfern - wobei du mit einer OP wenigstens 4000 Euro los bist!
Und der Besitzer will (wenn er sich eh nicht sooo gut um sein Pferd kümmert) wahrscheinlich keine tausende
von Euros in ein Pferd stecken, das vielleicht die Hälfte "wert" ist!
Am Schluss bliebe ja wieder alles bei dir hängen..

Also ich bin in deinem Fall für ganz oder gar nicht; also entweder kaufen oder den RB-Vertrag beenden,
das ist ja die reinste Ausbeute!
 

Benutzer37188 

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Ganz ehrlich? Das würde ich nicht machen...
Habe selbst zwei Pferde und wäre nicht begeistert wenn mir eine RB das anbieten würde - mal ganz
abgesehen davon, dass bei mir keine RB außer einen klitzekleinen monatlichen Anteil irgendwelche
Tierarzt-, Hufschmied- oder Ausrüstungsausgaben tätigen muss!

Warum willst du das Pferd dann nicht "komplett" kaufen?
Stell dir nur mal vor es kriegt eine Kolik und der TA stellt dich nach der Diagnostik vor die Wahl:
Operation oder Einschläfern - wobei du mit einer OP wenigstens 4000 Euro los bist!
Und der Besitzer will (wenn er sich eh nicht sooo gut um sein Pferd kümmert) wahrscheinlich keine tausende
von Euros in ein Pferd stecken, das vielleicht die Hälfte "wert" ist!
Am Schluss bliebe ja wieder alles bei dir hängen..

Also ich bin in deinem Fall für ganz oder gar nicht; also entweder kaufen oder den RB-Vertrag beenden,
das ist ja die reinste Ausbeute!

Das gleiche habe ich auch gedacht..
Ich bin zwar kein Pferdebesitzer, aber auch ich sehe die Gefahr, dass der "eigentliche" Besitzer des Pferdes dir dann noch mehr aufladen wird; vor allem an Kosten. Ohnehin schon ganz schön happig, was du an Geld in "sein" Pferd stecken musst. :ratlos:
 

Benutzer18265  (34)

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ihr habt schon recht... ich würde sie so gerne ganz kaufen, aber damit muss ich noch etwa 4 Jahre warten bis Studium und Referendariat abgeschlossen sind und ich hoffentlich einen Job habe, vorher ist das alles finanziell zu unsicher *seufz* :geknickt:

ich hatte mir auch schon überlegt den Besitzer drauf anzusprechen, dass ich sie in paar jahren vlt kaufen möchte, damit er nicht auf den gedanken kommt sie vorher an jmd anders zu verkaufen. Aber ich glaub, dass würd die jetzige Situation schlimmer machen. Nach dem Motto: Bezahl du mal, soll ja eh dein Pferd werden....
*Alles doof*
 

Benutzer22582 

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Aber im Grunde bezahlst du doch schon alles. Kraftfutter, Hufschmied; ok nur die halbe Stallmiete, aber das sind doch so die laufenden Kosten.
Ich hatte selber ein Pferd (unter anderem auch eine RB, die nichts machen musste außer ab und zu ausmisten) und ich könnte mir nicht vorstellen an deiner Stelle zu sein. Ich mein, du kümmerst dich alleine um das Pferd, übernimmst riesige Kosten, aber hast keinerlei oder nur wenig Einfluss darauf, was mit ihm passiert (wie schon erwähnt: schlachten,verkaufen).

Ich würde es kaufen. es gibt da immer einen weg. Die halbe stalltmiete könntest du durch einen Nebenjob reinnbekommen (würde doch 150 euro nicht übersteigen oder). Zum Beispiel an Wochenenden auf Messen. Da haste das Geld schon drin.
Oder lass dich von jemanden unterstützen, z.B. aus deine Familie.

Viel Glück, Scarlet
 

Benutzer70314  (37)

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Das was du da machst ist sowieso schon der Wahnsinn! Du bezahlst laufende Kosten für ein Pferd, dass dir nicht mal gehört... Wenn du jetzt dem Besitzer noch Geld dafür gibst, dass du sein Pferd unterhältst, dann kommst du in einen Teufelskreis. Sowas nennt man Ausbeuterei!

Überleg dir mal, ob du den Gaul nicht lieber ganz abkaufst.
Ich hab auch ein Pferd und ich hab ihn auch in finanziell schwierigen Zeiten immer irgendwie mit durchgekriegt. Vielleicht würdest du ja eine günstigere Box finden? Nur so als Beispiel mal.

Wenn enorm große Tierarztrechnungen kommen, dann bist du auch nach dem Studium nicht flüssiger. Da verdienst du dann gerade mal ein Einstiegsgehalt, hast nichts angespart und kannst auch nicht mehrere tausend Euro einfach so hinblättern.

Nicht falsch verstehen: ich find schon, dass sowas finanziell überlegt sein muss, aber mit einem kleinen Nebenjob oder so könnte man da sicher viel machen.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Wieviel kostet so ein Pferd denn? Kann mir vorstellen, dass es sauteuer ist und das Geld hat man nicht eben mal locker in der Tasche liegen. Von daher kann ich schon verstehen, dass sie ihm das Pferd nicht ganz abkaufen will, zumal man dann auch für alles haftet und komplett verantwortlich ist. Sie muss dann nicht nur die Hälfte der Stallmiete und des Kraftfutters etc. zahlen, sondern KOMPLETT und das macht schon einen deutlichen Unterschied aus.

Eigentlich finde ich die Idee ansich nicht schlecht, stellt sich nur die Frage, was du denn genau davon hättest, wenn du Miteigentümerin wärst? Es hört sich für mich nämlich so an, als wäre dem Besitzer das Tierchen recht egal und wenn dann wirklich mal etwas ist, bleibt alles an dir hängen (was aber natürlich auf jeden Fall so wäre, wenn das Pferdchen komplett dir gehört).

Also, welche Rechte hättest du denn, wenn du Miteigentümerin wärst, auf die du besonders pochst?
 

Benutzer67011 

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also, ich finde es recht krass, was du jetzt schon alles zahlst.
darf man fragen, warum?
immerhin bist du "nur" (sorry!) die reitbeteiligung, da solltest du eigentlich ausser einem geringen immer gleichbleibenden betrag nichts zahlen müssen. dafür ist der besitzer nämlich da!

du übernimmst jetzt die komplette pflege, allein das finde ich schon recht heftig für eine rb, ich kenne das so, dass man 2-3 mal die woche da ist, weil man sich ja "nur" 'beteiligt', sonst hätte man ja womöglich auch ein eigenes pferd.

miteigentümer werden, würde ich mir gewaaltig überlegen, denn du hast zwar dann mehr kosten, aber mehr pflichten als jetzt werden es auch nicht sein, und mehr rechte? kann ich hier nicht beurteilen... aber ich schätze mal, dass es nicht wirklich spürbar ist...

könntest du es dir irgendwie leisten, das pferd ganz zu übernehmen (sofern der jetzige besitzer mitspielen würde)? notfalls auch mit einer normalen reitbeteiligung um die kosten wenigstens etwas zu reduzieren?
 

Benutzer18265  (34)

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ich hab mir die Miteigentümer Sache schon wieder aus dem Kopf geschlagen...wenn dann ganz oder Reitbeteiligung bleiben...

Ich bezahle ja offiziell "nur" einen festen Reitbeteiligungsbetrag und zwar 100€ im Monat- und das meine ich mit Hälfte der Stallmiete, weil die Stallmiete nur 180€ insgesamt ist...
Als ich mit ihr angefangen hab, war sie frisch angeritten und hatte nicht mal ein eigenes Halfter!!! Das machte mir nicht viel aus, auch wenn ichs schon krass find (der Schweif bestand übrigens aus Dread Locks-> nach knapp 4Jahren Lebenszeit das erste Mal Schweif verlesen). Hatte damals eben noch paar Sachen von einem andren Pflegepferd "übrig" und nebenbei große Freude daran so hübsche Kleinigkeiten fürs heiß geliebte Pferdi anzuschaffen. Es hat sich alles so nach und nach eingeschlichen. Wenn ich mich nicht drum kümmer, dass sie zum Hufschmied kommt, dann gibts halt keinen Hufschmied. An Kraftfutter gibts ganz tollen Hafer (pur!)-angefressen von Mäusen, verfeinert von deren Kot- welches sie an manchen Tagen schon ganz verweigert hat. Aber wozu auch anderes Kraftfutter kaufen, wenn doch welches da ist? Deshalb investier ich halt die 17€ im Monat für Kraftfutter (was finde ich noch sehr günstig ist).

Ich trau mich einfach NOCH nicht diesen Schritt zu wagen sie ganz zu nehmen. Aktuell kämen für mich an regelmäßigen Kosten dazu:
80€ zur kompletten Stallmiete
ca.40€ im Jahr für Wurmkuren
ca. 100€im Jahr fürs Impfen (?)
ca. 40€ im Monat für eine Haftpflicht+OP Kosten Versicherung
mehr fällt mir grad nicht ein... das ging eigentlich noch IRGENDWIE, aber sobald noch mehr dazu kommt z.b. dass sie mal Hufeisen braucht oder sehr krank wird, wird es VERDAMMT SCHWER.
Auch wenn ich sonst finanzielle Probleme bekommen sollte- z.b. dass das Auto kaputt geht oder sowas...

Das nächste Prob. wär noch, dass ich den Kaufpreis nicht habe- aber werd jetzt vorsorglich mal drauf sparen...

Meine große Angst ist eben, dass er das Pferd mal verkauft AN JEMAND ANDEREN ALS MICH.
Und es ist mir schon zweimal passiert, dass mir ein Pferd von der einen Minute zur nächsten weggenommen wurde ohne jegliche Vorwarnung! :kopfschue
 

Benutzer40130 

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An Kraftfutter gibts ganz tollen Hafer (pur!)-angefressen von Mäusen, verfeinert von deren Kot- welches sie an manchen Tagen schon ganz verweigert hat. .


ca. 100€im Jahr fürs Impfen (?)


Hafer an sich ist das Beste, was du Pferden füttern kannst. Vorausgesetzt wird dabei dann aber die gute Qualität des Hafers und, dass das Pferd die eiweißreiche Ernährung verträgt.
Ich an deiner Stelle würde sofort dafür sorgen, dass mein Pferd nie wieder auch nur eines dieser Haferkörner zu Fressen bekommt.
In Kot und Urin sind Bakterien (Leptospiren) enthalten. Diese Bakterien werden übers Futter aufgenommen und können zu periodischer Augenentzündung (auch Mondblindheit genannt) führen. Auf Dauer führt periodische Augenentzündung zur Erblindung des Pferdes..


Und zu dem Thema impfen..Da kommst du nicht auf 100€ im Jahr..
Also mein Pferd wird jährlich gegen Tetanus, Herpes, Influenza geimpft und die Impfung kostet mich 40 € und das in einer Tierklinik, wo Preise meist hoch angesetzt sind.
 

Benutzer18265  (34)

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hab jetzt auch dafür gesorgt, dass sie ein gutes Müsli bekommt. So ist das da halt oft. Wenn ich mich um etwas nicht kümmer, dann wird es eben garnicht gemacht...
 

Benutzer63135  (32)

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Ähm... es ist nicht zufällig möglich den Besitzer dann wegen Tierquälerei anzuzeigen oder? Ich mein, wenn der sich gar nicht ums Pferd kümmert.
 

Benutzer86700 

Benutzer gesperrt
Wir haben auch 2 Pferde und ich würde dir davon abraten.
Das kann so viel Stress geben.

Vllt seh ich das auch nur so, weil ich meine Pferde trotz Reitbeteiligung jeden Tag sehe und sooft wie möglich reite. Meine RB bezahlt aber auch sehr wenig :zwinker:

Und wenn du sie fragst, ob sie dir das Pferd verkauft?
Weil sie scheint ja sowieso nicht viel Interesse am Pferd zu haben. Du kannst ihr ja auch anbieten, dass sie das Pferd weiterhin reiten dürfte.
 
L

Benutzer

Gast
Ich selbst bin RB und bezahle gar nichts, miste nur an dem Tag an dem ich da bin die Box.... würde auch nicht einsehen (viel) zu zahlen, da das Pferd wesentlich schlechter ausgebildet ist als ich und ich sie noch stark erziehen muss.
 

Benutzer40130 

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Ähm..momentchen mal^^

Ich schildere hier nun mal die Sache mit dem Kostenbeitrag aus Sicht eines Pferdebesitzers...

Eine RB hat das Interesse, ein fremdes Pferd zu reiten, weil sie kein eigenes Pferd hat. Sei es wegen der mangelnden Zeit oder der finanziellen Mittel...whatever, spielt keine Rolle.

Ich als Besitzer zahle dabei 180 € Boxenmiete, Wurmkur, Impfen, Hufschmied, andere anfallende Tierarztkosten.
Ich teile mein Pferd mit der RB, sagen wir sie darf 4 mal die Woche reiten...

Dann verlange ich dementsprechend Geld dafür..
4 Tage pro Woche = 16 Tage im Monat von 30..

Dabei würde die RB bei mir die Hälfte der Boxenmiete zahlen, also 90 €..

Wenn eine RB sich wirklich toll um mein Pferd kümmert und sich das finanziell nicht leisten kann bin ich bereit mit dem Preis herunterzugehen, eben weil ich ihr mein Pferd völlig anvertrauen kann...

Wahrscheinlich sehen das viele hier anders, aber so handhabe ich das und auch alle anderen Pferdebesitzer hier, die ich kenne.
 
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