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Benutzer221661 (32)
Ist noch neu hier
- #1
Ist eurer Meinung nach seine Brötchen mit Sex zu verdienen prinzipiell moralisch vertretbar?
Warum ist das so?Ich finde Prostitution per se erstmal problematisch.
Weil Prostitution von einer Wolke negativer Aspekte begleitet wird: Menschenhandel, Gewalt und Zwang, Ausbeutung. Diese müssen theoretisch nicht zwangsläufig dabei sein (und sind es natürlich auch nicht in jedem einzelnen Fall), aber die Praxis zeigt, dass sich das kaum trennen lässt. Die Legalisierung in Deutschland hat zu einer Zunahme der Prostitution insgesamt geführt, und damit auch zu einer Zunahme der genannten Aspekte. Polizeiliche Aufsicht ist im Zuge der grundsätzlichen Legalität deutlich schwieriger geworden. Die erhofften Verbesserungen wie sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze werden kaum in Anspruch genommen. Und das Gros der Prostituierten lebt rechtlich, finanziell, psychisch und gesundheitlich sehr prekär.Warum ist das so?
Das ist in vielen Jobs auch so. Zwangsarbeit ist auch in Deutschland nicht so selten, wie man denkt. Übrigens auch Menschenhandel und Ausbeutung. Ich denke, dass hier weiter die sexuelle Komponente der eigentliche Unterschied ist, warum Menschen "normale" Zwangsarbeit mit einem Schulterzucken wegzwinkern, aber Zwangsprostitution verdammen. Das beides schlimm ist und die Seele bricht, wird hier oft übersehen.Weil Prostitution von einer Wolke negativer Aspekte begleitet wird: Menschenhandel, Gewalt und Zwang, Ausbeutung. Diese müssen theoretisch nicht zwangsläufig dabei sein (und sind es natürlich auch nicht in jedem einzelnen Fall), aber die Praxis zeigt, dass sich das kaum trennen lässt.
Was bedeutet das "Gros" Zwangsprostituierte oder freiwillige Prostituierte? Die meisten, die das freiwillig machen, könnten auch bei Netto an der Kasse sitzen, aber der andere Job hat wohl dem gegenüber Vorteile. Das kann man anders sehen, aber ich denke, dass man diese Entscheidung den Frauen selbst überlassen sollte. Und der Job ist weit besser bezahlt als der Kassenjob. Wenn diejenigen, die sich so gegen Prostitution aussprechen, auch nur gelegentlich mal dafür kämpfen würden, dass klassische Jobs besser bezahlt würden und, dass die Arbeitgeber gezwungen würden sich an geltende Gesetze zu halten, wie dies in der Schweiz der Fall ist, dann wäre ein normaler Job auch nicht so viel schlechter als sich zu prostituieren.Und das Gros der Prostituierten lebt rechtlich, finanziell, psychisch und gesundheitlich sehr prekär.
Nein, der Kassenjob kann scheiße sein, aber er ist nicht das gleiche wie Prostitition, wo körperlich und seelisch (nicht nur buchstäblich) viel tiefer in deinen Intimbereich eingedrungen wird. Und woher du wissen willst dass ich mich bei klassischen Jobs nicht für die Einhaltung geltender Gesetze, gegen Zwangsarbeit und für eine menschenwürdigere Behandlung ausspreche, weiß ich nicht.Das ist in vielen Jobs auch so. Zwangsarbeit ist auch in Deutschland nicht so selten, wie man denkt. Übrigens auch Menschenhandel und Ausbeutung. Ich denke, dass hier weiter die sexuelle Komponente der eigentliche Unterschied ist, warum Menschen "normale" Zwangsarbeit mit einem Schulterzucken wegzwinkern, aber Zwangsprostitution verdammen. Das beides schlimm ist und die Seele bricht, wird hier oft übersehen.
Was bedeutet das "Gros" Zwangsprostituierte oder freiwillige Prostituierte? Die meisten, die das freiwillig machen, könnten auch bei Netto an der Kasse sitzen, aber der andere Job hat wohl dem gegenüber Vorteile. Das kann man anders sehen, aber ich denke, dass man diese Entscheidung den Frauen selbst überlassen sollte. Und der Job ist weit besser bezahlt als der Kassenjob. Wenn diejenigen, die sich so gegen Prostitution aussprechen, auch nur gelegentlich mal dafür kämpfen würden, dass klassische Jobs besser bezahlt würden und, dass die Arbeitgeber gezwungen würden sich an geltende Gesetze zu halten, wie dies in der Schweiz der Fall ist, dann wäre ein normaler Job auch nicht so viel schlechter als sich zu prostituieren.
Aber so ist der Mensch, moralisieren ist halt immer einfacher, als die Ursachen anzugehen.
Ich hab dich nicht persönlich gemeint, sondern generell Moralisten, die gegen Prostitution sind, die aber Zwangsarbeit und Ausbeutung oft nicht stört. Wenn das bei dir anders ist, dann ehrt dich das, aber damit bist leider auch eine Ausnahme.Und woher du wissen willst dass ich mich bei klassischen Jobs nicht für die Einhaltung geltender Gesetze, gegen Zwangsarbeit und für eine menschenwürdigere Behandlung ausspreche, weiß ich nicht.
Ich hab dich nicht persönlich gemeint, sondern generell Moralisten, die gegen Prostitution sind, die aber Zwangsarbeit und Ausbeutung oft nicht stört. Wenn das bei dir anders ist, dann ehrt dich das, aber damit bist leider auch eine Ausnahme.
Man sieht üblicherweise welche Anhänger welcher Parteien und welche Gruppen dafür oder dagegen sind. Der Zusammenhang zwischen konservativen Denken und Sozialdarwinismus ist da schon recht eindeutig.Ich weiß nicht, ob es belastbare Zahlen zu der Frage gibt, wie viel Prozent der Menschen, die Prostitution und ihre negativen Begleitumstände kritisch sehen zum Beispiel gegen eine Erhöhung des Mindestlohns wäre. Eine solche Umfrage ist mir nicht bekannt.
Ja, diese lauten Stimmen, die sehr viele Menschen hinter sich vereinen. Mag sein, dass unter diesen vielen Menschen Leute sind, die das anders sehen, aber sie unterstützen halt die Leute mit den lauten Stimmen. Und wie beim dritten Reich bin ich der Meinung, wer mitgemacht hat, ist schuldig, auch wenn manche vielleicht Bauchschmerzen hatten.Du schließt jetzt vermutlich von den lauten und energischen Stimmen, die du kennst (oder die du wahrnimmst) auf den Großteil jener, die diese generelle Meinung vertreten (und vermischt dabei auch noch großzügig "komplette Ablehnung von Prostitution" mit "auf die negativen Begleitumstände hinweisen"). Denen unterstellst du dann pauschal, heuchlerisch zu sein, also ihre Argumente aus den "falschen Gründen" vorzubringen.
Wenn dann wäre dies pauschalisieren, was ich tue und was mich auch nicht stört und das ist auch keine rhetorische Taktik, sondern eine weltanschauliche Ansicht.Für diese rhetorische Taktik gibt es einen Begriff: Du moralisierst.
Nein, weil ich verdiene ja nicht meinen Unterhalt damit.Also Prostitution.![]()
Ist das die Definition?Nein, weil ich verdiene ja nicht meinen Unterhalt damit.
Ist das die Definition?
Ist eurer Meinung nach seine Brötchen mit Sex zu verdienen prinzipiell moralisch vertretbar?
Ich weiß nicht ob das dazu gehört. Ich habe im Studium mit meinem Freund was dazu verdient indem wir uns beim sex zuschauen ließen. Ohne körperberührung. Es wurde nur zugeschaut.Ist eurer Meinung nach seine Brötchen mit Sex zu verdienen prinzipiell moralisch vertretbar?
Hattet Ihr z.T. Bedenken, dass ein Zuschauer sich nicht mehr halten kann?Ich weiß nicht ob das dazu gehört. Ich habe im Studium mit meinem Freund was dazu verdient indem wir uns beim sex zuschauen ließen. Ohne körperberührung. Es wurde nur zugeschaut.