Mit dem Flugzeug zur Fernbeziehung - Stress pur

Benutzer161031  (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo, ich melde mich mal wieder zurück :smile:

Ich bin seit mehr als einem Jahr mit meinem Freund zusammen und es läuft gut. Das Problem ist nur, dass er mit der Arbeit so eingespannt ist, dass ich diejenige bin, die immer zu ihm fliegen muss. (~1200km, mit dem Zug unmöglich zu erreichen)
Da ich durch mein Studium relativ flexibel bin, sehen wir uns ca. 1 Mal im Monat (manchmal auch nen ganzen Monat nicht, dafür dann in nem anderen Monat 2 Mal)
Es ist eigentlich okay für mich, ich studiere mittlerweile wieder sehr motiviert und bin auch total im Zeitplan und schaffe es auch, all meinen Pflichten nachzukommen.

Einzig das Fliegen ist purer Stress für mich. Ich hasse es, habe bei jeder kleinen Turbulenz Angst, abzustürzen und überhaupt muss ich zuerst 3 Stunden mit dem Zug zum nächsten Flughafen und ja, es ist ein hoher Aufwand und ich bin schon Tage vorher angespannt und nervös.
Auch meine Eltern sind dagegen, dass ich so oft fliege (hauptsächlich wegen der Umweltverschmutzung).
Wir hatten im Oktober einen heftigen Streit, nachdem wir uns ganze 2 Monate nicht gesehen haben und so dachte ich mir, einfach regelmäßige Intervalle einzuführen, uns zu sehen. Nun War ich vor 2 Wochen bei ihm für 5 Tage, nun steht am Wochenende laut Plan schon der nächste Flug an, obwohl er zu Weihnachten "nach hause" kommt.
Ich würde diesen gerne stornieren, was dann hieße, 200 Euro mal eben beim Fenster hinausgeworfen. Mein Freund macht mir diesbezüglich keinen Druck, sondern meint, ich muss entscheiden.
Ich hätte Zeit, aber meine Eltern sind total dagegen und meinen, ich wäre schon genug weg gewesen dieses Semester und ich würde ihn ja sowieso bald sehen..

Ich kann mich nie entscheiden, bzw. entscheide ich mich gerade alle 5 Minuten um.. :/
Ist jemand in ner ähnlichen Situation oder kann mir etwas dazu sagen?
Vielen Dank! :smile:
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hey, Du bist 24 Jahre jung ... warum orientierst Du Dich an den merkwürdigen Einwänden Deiner Eltern? Wenn Du zu Deinem Schatz willst, ab in den Flieger!
Lebt eine Fernbeziehung nicht von jedem Treffen?! Also so oft wie möglich?
 

Benutzer18889 

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Ich finde nicht, dass das deine Eltern überhaupt etwas angeht. Du bist längst erwachsen und sie haben sich da nicht einzumischen. So viel zu dem Thema.

Ansonsten: Ich persönlich fliege auch ungern aufgrund von Flugangst und helfe mir dabei dann mit Tabletten und Alkohol, aber es ist trotzdem purer Stress. Fliegen tue ich trotzdem, weil ich mir von meiner Angst nicht das Leben diktieren lassen möchte.

Entsprechend würde ich also fliegen und das Geld natürlich nicht verfallen lassen, welch ein Unsinn sonst. Ist doch deine Sache, wie oft du dir das leisten willst und es dann erträgst. Du bekommst im Gegenwert ja auch etwas dafür, nämlich Zeit mit deinem Freund.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Mein Gefährte fliegt jeden Montag weg von mir....und kommt jeden Freitag zurück.
Ihn am Flughafen abzuholen und ihn hinzubringen, so kompliziert und nervig das manchmal auch sein könnte (im Ruhrgebiet kann eine Strecke, für die man manchmal nur 30 minuten braucht gerne auch mal zwei Stunden dauern) hat für mich mittlerweile etwas ausgesprochen schönes...rituelles an sich.

Ich hab ihn mal gefragt ob das für ihn nicht stressig wäre...das ganze fliegen, die ewigen Transits...ich kenn das ja selber, wie man manchmal am Flughafen sein kann (wenn was nicht klappt, dann klappt auf einmal alles nicht)...aber er sagte dazu nur "ich könnte ebenso leicht aufhören zu atmen, wie ich aufhören könnte zu dir zu kommem".

Liebe ist, wenn man sich gegen die Vernunft und für das Herz entscheidet.

Du solltest aber an deiner Flughafen-tauglichkeit arbeiten....denn damit kann man viel Stress minimieren.
Irgendwann ist man dann so weit, daß man im Flieger richtig entspannen kann....selbst bei Turbulenzen.

Denn ganz ehrlich....sollte das Flugzeug wider Erwarten doch abstürzen....ändert es absolut nichts, ob Du vorher nervös warst...oder nicht.
Nur der entspannte Geist trifft (auch in Krisen) die richtigen Entscheidungen.
Sowas wie Plätze nahe am Notausgang zu buchen....Vielflieger-Programme zu nutzen, um Stress beim Boarding zu vermeiden....
 

Benutzer114808  (34)

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Der Flug ist gebucht, bezahlt und du hast Zeit, da würde ich diesen auch antreten. Umso mehr gemeinsame Zeit, desto besser.

An deiner Flugangst würde ich dringend arbeiten. Schau doch mal, wer dafür Kurse anbietet. Wenn du diese Angst überwunden hast, kannst du deinen Eltern bestimmt auch selbstbewusster entgegen treten. Weshalb musst du dich bei ihnen überhaupt rechtfertigen?
 
G

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Also, dass sich da deine Eltern in deinem Alter einmischen finde ich ja eine Frechheit.
Es wäre nur dann legitim, wenn dein Studium drunter leiden würde und sie es finanzieren. Ansonsten könnten die reden wie sie wollen.

Ich hatte früher sehr große Flugangst, mit Panik und allem. Ich bin einfach immer mehr geflogen und es wurde immer besser.
Jetzt können die schlimmsten Turbolenzen und ein fast Absturz kommen (den gab es schon) und ich bin die Ruhe selbst.
Ich mein, kann eh nichts ändern. Ich fahre jeden Tag fast 100km, da ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass was passiert.

Wenn es mal schlimm sein sollte, kannst du immer die Flugbegleiter ansprechen. Die sind wirklich sehr nett und werden versuchen dir zu helfen, dafür sind sie da.
 

Benutzer138371  (40)

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Ich frage mal direkt: Ist jetzt nur der "Flug" für dich stressig, oder alles drum herum?

Ich hatte am Anfang bei 400km auch noch keine Bedenken... nur nach einer bestimmten Zeit wurde es nur mehr mühsam... da hat man nur Freitag Abend bis Sonntag, und verbringt dann schon fast einen Tag nur mit Fahren...
 

Benutzer161031  (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke soweit schonmal.

Also meine Eltern finanzieren mich vollständig ja, aber ich bringe auch die erwarteten Leistung (Prüfungen, Praktika etc. wird alles gemacht). Einzig, sie würden sich wünschen, dass ich mehr Zeit an meinem Studienort verbringe, und nicht dauernd unterwegs bin.

Wenn ich fliege, dann eigentlich immer mindestens 3-4 Nächte, weil sich sonst der Aufwand nicht lohnt. Vor nem Jahr bin ich teilweise nur für 2 Nächte geflogen und da sogar mit Zwischestopp, im Nachhinein weiß ich nicht mehr, wie ich das nervlich gepackt hatte.

Ich bin in dem vergangenen Jahr wirklich oft geflogen, aber irgendwie wird die Angst größer als kleiner. Total merkwürdig.

Was ich noch vergessen habe zu erwähnen, wir fliegen in 2 Wochen schon nach Amerika, also das kommt auch noch hinzu als Grund, dass ich überlege, zu fliegen. Und ich muss auch noch einiges an Weihnachtsgeschenken besorgen und wollte eigentlich auch Kekse backen dieses WochenendE.

Ja total schlecht geplant einfach und jetzt bin ich am Überlegen.. aber ja ihr habt Recht, ich lasse mich sehr von meinen Eltern beeinflussen
[doublepost=1481027156,1481027073][/doublepost]Es ist eigentlich alles stressig. Ich habe noch ein Seminar bis spät abends, müsste dann in meinen Heimatort, dann von dort um 5 aufbrechen um zum Flughafen zu kommen. Und der Flug ist dann das Stressigste. Ich konnte sogar schon ein paar Mal entspannen, aber das schaff ich nicht mehr.
 
G

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Wenn es dir nicht gut tut, dann bleibe zu hause. Ich würde EUR 200 nicht flöten lassen wegen Plätzchen und paar Geschenken. Da verbringe ich lieber Zeit mit meinem Partner. Aber das muss jeder selbst wissen.
Hättest du das Tikcket noch nicht würde ich sagen, bleibe lieber zuhause. Aber jetzt ist es gekauft und keiner der genannten Gründe würde mich persönlich abhalten.

Einzig, sie würden sich wünschen, dass ich mehr Zeit an meinem Studienort verbringe, und nicht dauernd unterwegs bin.

Und warum? Wieso solltest du nicht unterwegs sein?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer150539 

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Ich würd fliegen - aber du sprichst hier die komischten Ausreden an, was mir schon die Alarmglocken schrillen lässt.

Wie läuft eure Beziehung?
 

Benutzer161031  (29)

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Unsere Beziehung läuft wirklich gut. Nur offensichtlich muss ich um Einiges mehr investieren als ich, da er durch seine Arbeit schlecht kommen kann.. Und mich nervt das ständige Fliegen nur mehr, und dann habe ich auch keine Unterstützung mehr von meinen Eltern und natürlich wär es leichter wenn er näher wäre und ich das alles gar nicht auf mich nehmen müsse.
Vor allem habe ich Angst abzustürzen und dann wären meine Eltern umso trauriger. Glaub das sind jetzt einfach Gewissensbisse die mir solche Sachen in den Kopf setzen
 

Benutzer150539 

Sehr bekannt hier
Gegen Flugangst lässt sich was machen - gegen das Gefühl, dass du mehr investierst in eure Beziehung als er (und darauf wollte ich auch hinaus), leider nicht ganz so einfach.

Es klingt wirklich danach, als ob du nun Ausreden suchst, warum er sich nun mehr ins Zeug legen soll. Natürlich ist es unangenehm, wenn du fliegst und sprichst davon, wie viel Zeit du nun für Kekse und geschenke verlierst. Aber ehrlich? Auch Kekse kann man zusammen backen (macht Spass!) und Geschenke zusammen einkaufen. Ich stand auch schon an diesem Punkt, dass ich das Gefühl hatte, ich orientiere mich zu sehr an meinem Partner und es kommt wenig zurück. Aber ich musste irgendwann sehen - er macht sehr viel adneres und gibt seinen Beitrag, auch wenn nicht direkt in Stunden Weg ersichtlich.
 
G

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Gast
Unsere Beziehung läuft wirklich gut. Nur offensichtlich muss ich um Einiges mehr investieren als ich, da er durch seine Arbeit schlecht kommen kann..

Naja, aber sehe es mal so...wäre er Student und du hättest seine Arbeit, müsste er den Weg auf sich nehmen.
Gewisse Umstände erfordern einfach gewisse Maßnahmen. Und ich würde das nicht so negativ sehen. Es ist nunmal DERZEIT anders nicht möglich.
Beteiligt er sich denn an den Kosten? Da finde ich schon, sollte man 50:50 machen.

und dann habe ich auch keine Unterstützung mehr von meinen Eltern

In welcher Form? Das ist deine Beziehung, nicht die deiner Eltern.
 

Benutzer133456  (49)

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1200 km lassen sich doch auch mit dem Zug machen, oder? Madame und ich lebten auch ein Jahr lang 1600 km auseinander (Shanghai - Peking), und sahen uns jedes Wochenende. Gut, es hilft, dass die chinesischen Zuege das in 5 Stunden packen, fuer 60 Euro; aber selbst 1200 km sind doch mit einem europaeischen Zug auch in 6 Stunden wohl drin?

Rechnet man mal ein, wieviel Zeit vergeht, bis man am Flughafen ist (1 h?), dann eincheckt (30 min?), dann durch Security durch ist am Flughafen (30 min?), dann aufs Boarding warten... (30 min?), dann der Flug (2 h?) warten aufs Gepaeck... (30 min?) - 1200 km lohnen sich dann ja kaum als Flugstrecke. Das sind ja auch schon 5 Stunden, und dann noch vom Flughafen an den Zielort kommen... koennten die 6 Stunden schon erreicht sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer161031  (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
Es passt ja auch für mich. Ich denke, einer gibt immer mehr und das ist auch okay so. :smile: ich weiß dass er mich sehr liebt und er bezahlt auch die Flüge zu 100%. Sonst könnt ich eh nicht so oft zu ihm :smile:

Nein leider wirklich nicht. Die Zugverbindung dorthin ist so schlecht, dass ich 36 Stunden fahren würde. :ratlos:
ich würde echt gerne mit dem Zug fahren, aber geht beim besten Willen nicht wenn der Flieger "nur" 1,5 Stunden braucht. Ja ich muss es mir noch überlegen. . :sorry:
 

Benutzer161031  (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich in Süddeutschland und er in Finnland :-D
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
aber selbst 1200 km sind doch mit einem europaeischen Zug auch in 6 Stunden wohl drin?

Also ich weiß nicht ... ich glaube Du überschätzt die Deutsche BB ... pro 100 km kannst Du da locker mit einer Stunde rechnen - auf normalen Strecken - wenns dann noch ins Ausland geht ... oje. Für Frankfurt Florenz brauchte ich über 14 Stunden. Das waren um die 1000 km Bahnstrecke.
 
G

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Gast
ich weiß dass er mich sehr liebt und er bezahlt auch die Flüge zu 100%.

Also wenn der die Flüge sogar komplett übernimmt, dann würde ich nicht davon sprechen, dass hier einer mehr investiert. Das finde ich mehr als zuvorkommend und ich finde ihr habt einen guten Deal. Du deine Zeit, er sein Geld. Natürlich ist das für Euch beide. Da finde ich es schon ein wenig hart, dass du sagst, du investierst mehr. Er macht das, was ihm möglich ist. Mehr kann er nicht.
 
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