Menschlichkeit vs Menschlichkeit (Achtung: sehr langer Text)

Benutzer79820 

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Hallo liebe Userinnen und User,

lange ist es her, dass ich mich an euch gewendet habe.

Mir ist selbst nicht so ganz klar, warum ich das überhaupt mache, vielleicht um das ganze besser verarbeiten zu können und das wohl doch nicht spurlos an mir vorbeigegangen ist. Oder einfach nur um meine eigene Einstellung zu überdenken und die Gelegenheit nutzen möchte zu reflektieren, mit Hilfe von der ein- oder anderen Sichtweise.

Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll.... Wenn ich jetzt selbst darauf antworten würde, würde ich vermutlich sagen, am Anfang :grin:

Also gut...

Im November habe ich durch einen Freund von mir zufällig eine Dame kennen gelernt, die mir bis dato persönlich unbekannt war. Wir haben uns recht schnell gut verstanden, zumindest war das mein Eindruck. Zwar stellte sich an dem Abend heraus, dass die besagte Dame einige Probleme hat und einige Stunden später sogar angefangen hat, deswegen zu weinen, allerdings dachte ich mir nichts weiter dabei. Weil jeder Mensch zu einem beliebigen Zeitpunkt mal eine kleine Krise haben kann, in der man verzweifelt und traurig ist. Zunächst war ich überrascht, da man die restliche Zeit zuvor mit einen lustigen Tag zu dritt verbracht hat und dieser Umschwung nicht vorherzusehen war.

Das trug jedoch dazu bei, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt als Sie in Tränen ausbrach mein reserviertes und distanziertes Verhalten ihr gegenüber aufgab und versuchte, nachdem das mehr oder weniger erfolgreich mein Kumpel getan hat, mich mit ihrem Problem zu befassen und mein möglichstes zutun, sie ein wenig zu trösten. Was letztendlich auch geklappt hat.

[An dem Abend ging es darum, dass sie aufgrund der Probleme um sie herum, anfängt nicht mehr richtig zu essen und auch deswegen viel abgenommen hat. Und um ihre letzte Beziehung mit ihrem Exfreund, der Krebs und wohl nicht mehr all zulange zu leben hat. Dabei ist die Rede von Monaten oder eventuell 1-2 Jahren, genau kann man es wohl nicht sagen. In der Zeit mit ihrem Exfreund, mit dem sie 2 Jahre zusammen war, kam nach etwa einem halben Jahr heraus, das der Exfreund mit 35 Jahren an Krebs erkrankt ist. Die beiden sind übrigens aktuell seit knapp einem halben Jahr getrennt… Sie kümmerte sich aufopferungsvoll um ihren Exfreund, der sogar einen künstlichen Darmausgang hatte, was auch bedeutet, dass viel Pflege und Aufwand notwendig ist, um einen Menschen in so einer Situation Unterstützung und Halt zu geben. Sie gab sogar deswegen ihren Job auf. Sie hätte es sich auch einfach machen können, indem Sie aus der Situation und der Belastung für eine Beziehung sich aus dem Staub macht.

Was ich jedoch nicht in Ordnung seitens des Exfreundes fand war, dass in dieser Zeit der Erkrankung, ihr Exfreund dem Anschein nach, zu einem wahren Monster mutiert ist, mir ist jedoch nicht klar, ob aus Verzweiflung oder anderen Motiven, dennoch bleibt es für mich letztlich unentschuldbar. Und zwar brach er ihr in dieser Zeit einmal die Nase (Faustschlag ins Gesicht) und ein anderes Mal auch noch ein paar Rippen. Zudem erpresste er Sie und noch einiges mehr.

Sie litt darunter, weil sie nicht wusste, ob Sie ihr damaliges Versprechen dem Exfreund gegenüber halten sollte, ihn egal was passiert zu unterstützen oder es lassen soll.]

Als ich nun am Abend heimkam, plagte mich mein schlechtes Gewissen, da ich das Gefühl hatte, mich unangebracht in ein Thema eines Menschen eingemischt zu haben, was dann jedoch urplötzlich unterbrochen wurde von dem Anruf meines Kumpels, der bei dem Abend dabei gewesen war. Er war sehr dankbar dafür, dass ich letztlich so gelassen auf die Situation und den Gefühlsausbruch reagiert habe, da er sich diesbezüglich darum während wir zu dritt redeten sorgte…. Er war der Meinung, dass ich vieles auf den Punkt gebracht habe und dabei wollten er und ich es dann auch für den Abend und dem geschehenen belassen.

Ein Tag später, meldete sich die Dame bei mir und bedankte sich dafür, dass ich ihr zugehört hatte und es entwickelte sich zunehmend mehr Kommunikation zwischen uns. Nach einer Woche beschlossen wir uns einmal zu treffen um etwas gemeinsam zu unternehmen, der ganze Abend endete jedoch schließlich in der Kiste. Was ich irgendwo ein wenig irritierend fand....

[Denn zuvor hat mir mein Kumpel anvertraut, dass bei der besagten Dame noch viel mehr Probleme im Hintergrund lauern und zwar ist Sie wohl mit 19 von ihrem Opa sexuell missbraucht (weswegen Sie auch in psychologischer Behandlung war) worden und die eigene Familie macht ihr, statt dem Opa den Vorwurf bzw. bezichtigen Sie das sie sich das nur eingebildet habe. Um das Thema dann so einfach unter den Tisch zu kehren zu können. Seit ihrem 19. Lebensjahr ist Sie übrigens von zuhause abgehauen und zog zunächst in ein Frauenhaus. Danach lebte Sie von nun an in einer eigenen Wohnung. ]

Nach einigen Wochen fingen wir an, über das Thema Beziehung zu reden, da wir oft Zeit miteinander verbrachten und sich das Thema einfach so ergeben hat. Ich sagte ihr, dass ich mir grundsätzlich eine Beziehung vorstellen könnte und mir auch wünsche, Sie erwiderte das gleichermaßen und stellte außerdem klar, dass Sie keine Person für etwas lockeres sei.

Da ich normalerweise meine Beziehung ohne jedigliche Einflüsse der Vergangenheit zu führen pflege, war ich etwas verunsichert, was Sie und ihren Exfreund betrifft und wollte zunächst erst einmal abwarten, wie Sie mit dem ganzen wirrwar umgeht. Da ich noch nicht einordnen konnte, ob die Dame gefühlsmäßig wirklich über ihren Exfreund hinweg ist oder nicht. Hinzu kam die Problematik, dass es eine besondere Situation ist, da es sich hier um einen Menschen handelt, der wohl bald sterben wird.

Zusätzlich beunruhigte mich, dass der Exfreund wohl einen negativen Einfluss auf die Dame nahm und Sie sozusagen zum exzessiven Kiffen animierte, während die beiden 1,5 Jahre zusammen lebten. Drogen sind zwar nicht mein Ding, aber jeder soll das machen, was er für richtig hält, in ihrem Fall machte ich mir nur Sorgen, da Sie auf mich nicht sehr gefestigt wirkte. Was man nach so einer Vergangenheit irgendwo nachvollziehen kann.

Mit der Zeit fiel mir auf, wie präsent der Exfreund noch in ihrem Leben ist und was für Auswirkungen das auf ihren Gemütszustand und ihren Körper auch gesundheitlich hatte. Ob nächtliche Terroranrufe oder zig tausende von Mitteilungen und Anschuldigungen, ständig wollte der Exfreund im Mittelpunkt stehen, egal zu welcher Uhrzeit. Die Folgen waren danach meist Nierenschmerzen, Magenkrämpfe oder sonstige psychosomatischen Symptome.

Um die Weihnachtszeit riss dann zum ersten Mal mein Geduldsfaden, denn ursprünglich planten wir, gemeinsam Weihnachten zu verbringen, was jedoch zeitlich von beiden Seiten nicht wirklich gut organisiert war. Also telefonierten wir und während wir so telefonierten, erzählte sie mir, dass Sie gerade unterwegs ist, auf Nachfrage wohin Sie denn gehe, sagte Sie zu den Eltern von ihrem Exfreund. Da sie schon vor Monaten für die Eltern Geschenke gekauft hätte, die sie unbedingt persönlich vorbeibringen wollte. Zwar ahnte ich schon was darauf hätte folgen könnte, blieb erstmal ruhig... Als ich Sie jedoch zwischenzeitlich versuchte zu erreichen, zwecks der gemeinsamen abendlichen Planung, blieb der Versuch erfolglos. Nach knapp 3 Stunden meldete Sie sich und erzählte mir, dass die Eltern sie rein gebeten haben um ihr ebenfalls Geschenke zu übergeben. Was nach ihren Aussagen zwar so nicht geplant war, aber man damit hätte eigentlich rechnen können. Der Exfreund war natürlich auch da und nutzte die Gunst der Stunde um ihr einen mehrseitigen Liebesbrief zu überreichen.

Insgesamt kann man ihr zwar keinen Vorwurf machen, denn wir waren zu dem Zeitpunkt kein offizielles Paar, dennoch empfand ich das etwas befremdlich, denn inoffiziell führten wir quasi eine Beziehung, mit allem was dazu gehört. Zudem wusste Sie ebenfalls, mit welchen Dingen ich ein Problem habe und mir kam es so rüber, als würde Sie das einfach übergehen. Was mich an diesen Tag besonders störte war, dass ich diese Information erst hinterher bekommen habe, quasi als das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Wenn es aber um andere Themen ging, die dem Anschein nach für Sie nicht so unangenehm waren, verhielt Sie sich komplett anders und erzählte mir diese im Vorfeld.

Für mich stellte sich ein gewisses Muster heraus, genau wie die Familie, die unangenehme Themen wie die Vergewaltigung gar nicht erst zu besprechen versuchen, so versucht auch die Dame, dass gleichermaßen mit unangenehmen Themen so zu handhaben. Wobei nicht zwingend ein böser Gedanke dahinter stecken muss.

Aufgrund der Tatsache, dass ein Freund (den ich sogar zufällig von früher kenne), den sie selbst als Freund tituliert auf einmal Eifersuchtsszenen machte, weil sie über mich vereinzelt sprach und so recht schnell klar wurde, das es keine wirkliche Freundschaft war, sondern das der besagte Freund selbst versuchte, sich an Sie heran zu machen, kamen mir langsam Zweifel. Besonders merkwürdig fand ich, dass Sie dann eben diesen Freund sogar explizit zu sich nach Hause eingeladen hat, um das ganze noch mal persönlich zu bereden und auch darauf bestand dies persönlich tun zu müssen. Warum das kein anderer Ort sein konnte, blieb mir ein Rätsel…

2 Tage drauf, kam auch der Exfreund zu Besuch, was Sie mir erst verschwieg, die beiden haben wohl auch zusammen gekifft, was noch ein weiteres Mal 2 tage später vorkam. Was ich dabei verstörend fand war, dass Sie zwar wusste, dass ich die Sache mit dem Exfreund so nicht ganz okay fand, da es für mich keine offensichtliche Abgrenzung gegenüber dem Exfreund gab, sie das jedoch damit rechtfertigte, dass Sie bestrebt ist, dem Exfreund so gut es geht, Lebensmut und ein paar schöne Momente zu schenken und der Meinung ist, dass dies mit ihrer Handhabe darüber auch notwendig sei.

Da ich das Gefühl hatte mit zunehmender Zeit, irgendwo in der Luft zu hängen, indem Sie zwar die Vorteile einer Beziehung genießt, jedoch gleichzeitig auf nichts verzichten wollte was ein Single da sein anging, beschloss ich Sie festzunageln und mit ihr über das Thema Exfreund erneut zu reden.

Sie bat mich, ihr Zeit zu geben, bis der Exfreund im Januar im Krankenhaus ist, außerdem wurde ein Handyvertrag über den Vater des Exfreundes laufen und es müsse geklärt werden, wie das mit der Nachzahlung der Stormrechnung geregelt wird, die angefallen ist, als beide noch zusammen wohnten. Da für ihn eine wichtige Operation anstand die nicht einfach ist und ich ihre Beweggründe verstehen konnte, war ich damit einverstanden.

Als wir uns jedoch tage später in die Haare bekommen haben [aufgrund das sie einige Male wegen der erwähnten Essstörung in Ohnmacht fiel und ich daraufhin in Panik einen Krankenwagen rufen wollte, Sie aber der Meinung war, dass man so etwas nicht gegen ihren Willen macht und Sie das als eine Art Bevormundung ihr gegenüber sieht. Dabei nutze Sie die Gelegenheit und bezeichnete mich als Oberlehrer], herrschte erstmal 2-3 Tage über Silvester Funkstille zwischen uns.

Nach diesen Tagen rief Sie dann an, als Sie bei ihrer Mutter war und ihr sogar von mir erzählte...Erst freute ich mich darüber, doch dann eröffnete Sie mir, dass sie nicht vorhabe den Kontakt zu ihrem Ex in irgendeiner Art und Weise abzubrechen, sie mir nur anbieten könne, dass er nicht mehr zu ihr nach Hause kommt, da sie sich entschieden hat, ihr Versprechen dem Exfreund gegenüber zu halten und für ihn da zu sein. Und erwähnte nebenbei, dass sie auch eine Patientenverfügung für ihren Exfreund übernommen hat. Zusätzlich erklärte Sie mir, dass Sie sich am Silvester ganz schön abgeschossen habe, auch was das Kiffen anging…

Mit etwas Abstand und abflauender Gefühlslage, überdachte ich meinen Standpunkt und kam zu dem Schluss, dass dies in der Tat eine Ausnahmesituation war. Schließlich ging ich davon aus, dass Sie in ihrem Single da sein ohnehin für ihn da gewesen wäre und dies wegen mir unterlassen hätte, was das Potenzial von eventuell entstehenden Schuldgefühlen im nachhinein beherbergte. Ich machte ihr also den Vorschlag, dass ich aufgrund der verzwickten Situation nicht so recht wusste, woran ich bei ihr bin und bot ihr an, dass Sie ihren Exfreund im Krankenhaus besuchen und auch so gerne für ihn da sein könne, aber mit der Einschränkung, dass wenn Sie mit mir eine Beziehung will, sie ihn dann aber auch darüber in Kenntnis setzt. Und somit eine klare Distanz und Abgrenzung vorhanden ist, was jedoch nicht bedeuten würde, nicht weiter für einen schwerkranken Menschen da sein zu können…

Unglücklicherweise, redeten wir darüber am Telefon und ich erfuhr währenddessen, dass Sie bereits unterwegs ist, mit ihrem Exfreund ins Kino zu gehen. Um mal den Kopf frei zu bekommen, wie sie sagte. Und ging mit ihm danach auch noch etwas trinken... Auch hier wurde ich wieder vor vollendete Tatsachen gestellt.

Bei der Gelegenheit, schenkte der Exfreund ihr im übrigen eine Zeitschrift, die einen Teddybär enthielt… Was für mich nüchtern betrachtet, weiterhin nach Avancen aussah…

Als wir noch am gleichen Abend einen erneuten Anlauf unternahmen, ein Gespräch zu führen und ich bei ihr übernachtete, erfuhr ich, mal wieder im nachhinein, dass Sie vorhatte, an einem Sonntag mit dem Exfreund und der Mutter morgens einen Kaffee trinken zu gehen, da die Mutter wohl Geburtstag hatte. Sie ging jedoch nicht zu dem Treffen, da Sie einfach zu müde war, weil wir die ganze Nacht zuvor geredet haben. Gerade als das ich sie fragte, warum ich alles erst hinterher erfahre, sagte sie mir, dass es im übrigen auch sein kann, dass wenn dem Exfreund in Deutschland nicht geholfen werden kann, Sie vorhat mit ihm gemeinsam nach China für eine alternative Behandlungsmöglichkeit zu fliegen. Das war mir dann irgendwo zuviel, da ich mich irgendwie veräppelt fühlte, also beschloss ich zu gehen. Da es für mich im völligen Gegensatz zueinander gestanden hat, dass Sie auf der einen Seite mir angeboten hat, dass ihr Exfreund nicht mehr zu ihr nach Hause kommt, aber gleichzeitig in Erwägung zieht mit ihm nach China zu fliegen.

Sie versuchte mich an dem Gehen zu hindern und sagte mir, dass wenn ich mir doch sicher sei mit ihr, ich Sie ja heiraten könnte, sozusagen als eine Art Beweis. Ich erwiderte: „Wie bitte? Du willst heiraten, obwohl wir nicht mal eine offizielle Beziehung führen, die normalerweise eine Ausgangsbasis für eine Heirat ist? Du willst lieber noch etwas abwarten, was aus uns wird und überspringst den Part nach so einer kurzen Zeit dann lieber mit einer Heirat? Wenn deine Verliebtheit nicht ausreicht, um momentan eine Beziehung zu führen, da Du gerne möchtest, dass daraus Liebe wird, wie will dann die Verliebtheit für eine Heirat ausreichen? Und das nur um Dir etwas zu beweisen? Was würde das am eigentlichen Problem mit dem Exfreund denn ändern? Das ist doch absurd...“ und so ging ich letztlich dann nach Hause.

Lustigerweise reagierte Sie ebenfalls eifersüchtig, wenn ich ihr sagte, dass ich noch verabredet bin, da Sie dachte ich wäre mit einer Frau zum Date verabredet, was absolut grundlos war, denn ich war lediglich Freunden im Fitnessstudio für ein gemeinsames Training verabredet. Was also im Grunde genommen eigentlich das Material birgt, die Sichtweise seines gegenüber im umgekehrten Fall ein wenig besser verstehen zu können. Wahrscheinlich war es für Sie wohl, dadurch das es um Sie selbst ging, etwas anderes. Oder es ist jedoch so, dass Sie aufgrund der Tragödien in ihrem Leben, Sie nie wirklich gelernt hat zu reflektieren, geschweige denn in der Lage zu sein, sich unabhängig von den eigenen Problemen sich in andere Menschen hineinversetzen zu können.

Das ganze wurde dann nur noch von einem Kindergarten Freund, des Exfreundes getoppt, der zwar Frau und Kinder hat, [und nebenbei ein Drogendealer ist] ihr jedoch offerierte das er sich in eine andere verliebt habe, nach 2 Wochen gestand er ihr, dass Sie diejenige ist, in der er sich verliebte. Was für mich nach seiner bisherigen Verhaltensweise wenig überraschend kam… Zu meiner Überraschung konnte Sie jedoch ihrem Exfreund genau über diesen Vorfall in Kenntnis setzen, mit der Begründung, dass er es verdient habe zu wissen woran er bei manchen Freunden ist.

Diese inoffizielle Beziehung nahm zunehmend immer groteskere und extremere Ausmaße an, dass ganze ging soweit, dass die besagte Dame, nachdem Sie wieder einen emotionalen Flashback aus der Vergangenheit hatte, mir mit Selbstmord drohte. Und das nicht nur einmal… Zwar bewertete ich, diesen Ausspruch eher als eine Art Hilferuf bzw. Zeichen, dass Sie Aufmerksamkeit und Zuneigung wollte, dennoch nahm ich ihre Aussage vorsichtshalber ernst. An den besagten Abend, ritze Sie sich selbst sogar den Anfangsbuchstaben meines Vornamens in ihren Arm… Sie gestand mir außerdem unter Tränen, dass Sie selbst nicht genau weiß, wovor Sie eigentlich Angst hat, was die Thematik mit dem Exfreund betrifft.

Das Fass brach letztlich zum überlaufen, als Sie mir aus dem heiteren Himmel offerierte, dass Sie sich gar nicht sicher sei, es dem Exfreund überhaupt zu sagen, da ihm das ganze eigentlich doch nichts angehe und es eine Sache zwischen ihr und mir wäre… Obwohl sie vorher etwas anderes verlauten lassen hatte und mir gegenüber sogar erwähnte, dass Sie das irgendwo schon verstehen könnte (an dem Tag als Sie mit ihrem Exfreund ins Kino ging). Zusätzlich betonte Sie, dass die Sache mit ihrem Exfreund gefühlsmäßig für sie abgeschlossen sei und ich mich nicht mit ihm vergleichen könne.

Ich verstand ihr Argument, als Sie davon sprach, dass dies auch eine Sache des Vertrauens sei, was irgendwo im Kern auch stimmt. Jedoch ist das nicht nur eine Sache des Vertrauens, sondern vielmehr eine Frage der partnerschaftlichen Toleranz.

Mir geisterten mittlerweile alle möglichen Gedanken im Kopf herum und ich hatte mehr und mehr das Gefühl, trotz das die Dame mir sagte, dass sie sich in mich verliebt habe, Sie letztendlich einfach nur Zeit gewinnen wollte. Ich fragte mich sogar, ob es ihr evtl. sogar gefiel, von überall her Avancen zu bekommen, ohne klare Abgrenzungen vorzunehmen. Möglicherweise verhielt Sie sich auch gegenüber den männlichen Gegenüber überwiegend einladend, was die dann wiederum ermutigte etwas offensiver bei ihr zu sein…

Ich sagte ihr: „Dass man sich nicht die überall die Rosinen herauspicken kann, ich kann auch nicht, wenn ich eine Beziehung führe, mich gleichzeitig mit anderen Frauen daten und mich dann darauf berufen, dass ich mich nicht einschränken lasse in meiner persönlichen Freiheit. Denn wenn man eine Beziehung führt, gibt man sein Single da sein auf und es werden Kompromisse gemacht mit der beide einverstanden sind. Es geht dann nicht mehr alleine um das „Ich“ oder „Dich“, sondern um das „Uns“ bzw. das „Wir"."

Irgendwo verstand Sie das nicht, oder wollte es nicht verstehen und setzte sogar noch einen drauf, indem Sie mir sagte, dass Sie vorhat ihren Exfreund aufgrund der verdreckten Wohnung seiner Eltern, bei sich mehrere für Tage übernachten zu lassen und dies auch für ihre überwiegend männlichen Freunde (die irgendwo immer versuchen mit ihr zu flirten) gilt, für den Fall, dass es mal spät wird. Als ich ihr sagte, dass ich das so nicht okay finde und Sie auch auf stur schaltete mit den bereits bekannten Argumenten der eingeschränkten persönlichen Freiheit beschloss ich, dass ganze sein zu lassen und den Kontakt komplett abzubrechen. Zudem habe ich beschlossen, meinen Kumpel (der auch mit dem Exfreund befreundet ist) nichts von ihr und mir zu erzählen, erstens da es ihr Wunsch war (es hätte ja die Runde machen können) und zweitens möchte ich auch Niemanden in die Thematik hineinziehen und somit in Verlegenheit bringen.

Da mir das ganze mittlerweile zu ambivalent, wenn nicht sogar etwas schizophren vorkam und ich den Ausweg aus dem Wahnsinn nur noch darin sah, eben diesen Wahnsinn mit Entschlossenheit zu begegnen.

Zwar kann ich die Menschlichkeit von ihr einem todkranken Menschen gegenüber verstehen, wenn ich die Gewalttätigkeiten ihres Exfreundes mal außer acht lasse, dennoch finde ich auch, dass man Menschlichkeit gegenüber der Person zeigen sollte, mit der man eine Beziehung anstrebt bzw. gegenüber der Person, der man sagt in sie verliebt zu sein. Und nicht versucht eine Egomane Schiene zu fahren.

Vielleicht sind mangelnde Gefühle das eigentliche Signal dafür, dass Sie nicht bereit ist in irgendeiner Form partnerschaftliche Kompromisse einzugehen (oder Schizophrenie), aber letztlich bleibt bei mir nur hängen, dass Sie immer und immer wieder Gründe für das hat, was Sie tut und dies dann auch wie eine Mutter ihr Kind mit allem was Sie hat verteidigt.

Zweifelt man ihre Gefühle jedoch an, ist sie sofort eingeschnappt, wie man auf so einen Gedanken überhaupt kommen kann und bekommt gleichzeitig sofort das Gefühl, als würde man sie wie ein Kind behandeln bzw. das Sie nicht gut genug für einem sei (Kritik). Gerade wenn es um Gefühle geht, hat sie dann gerne auch den Spieß umgedreht und mir mangelnde Gefühle vorgeworfen...

Für mich sieht das bei allem Verständnis für ihre Vergangenheit, irgendwo nach Selbstzerstörung aus, gepaart mit der Unfähigkeit daran etwas ändern zu wollen und stattdessen lieber darin zu verweilen, Dinge zu verdrängen.

Wobei es schon einen Zusammenhang geben kann, zwischen der familiären Annerkennung und der darauf folgenden Vergewaltigung und der Tatsache, in Beziehungen zu bleiben, in der man körperlicher Gewalt begegnet, nur der eigenen Annerkennung willen.

Möglicherweise ist die Situation mit ihrem Exfreund, auch eine Gelegenheit, sich nicht mit ihren eigenen Problemen auseinander setzen zu müssen. Also auch eine Art Ablenkung von sich selbst.

Übrigens war Sie, jeden einzelnen Tag, als der Exfreund im Januar im Krankenhaus (Intensivstation, bei der Sie vorgab, die Freundin ihres Exfreundes zu sein) war, bei ihm. Ob er jetzt noch im Krankenhaus ist, weiß ich nicht… Fakt ist, dass es einen faden Beigeschmack bei mir hinterlässt, da der Exfreund ihr jedes Mal nach dem Krankenhausbesuch Geld für ein Taxi zusteckte und auch noch ans Tageslicht kam, dass Sie gewisse Gegenstände von ihm Erben wird. Obwohl Sie bestritt, dass es ihr im Kern darum geht.

Für diejenigen unter euch, die es geschafft haben, diesen langen Text zu Ende zu lesen, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um euch dafür zu danken.

Mag sein, dass der ein oder andere von euch, schon viel früher die Reißleine gezogen hätte (Stichwort Redflag), jedoch ist mir so eine seltsame Geschichte noch nie passiert, was wieder beweist, dass Theorie und Praxis doch weit auseinander liegen können.

Und um den ein oder anderen Gedanken direkt vorweg zu nehmen, nein ich stehe nicht auf Frauen mit problematischen Hintergrund :grin:

Wer jetzt gerne, die Gelegenheit nutzen möchte, mich endlich mal zu kritisieren oder einfach nur etwas loswerden möchte, hat jetzt die Möglichkeit. Also, feuer frei :zwinker:
 
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A

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Gast
So, ich hab das jetzt mal alles gelesen. Für mich schaut diese ganze Angelegenheit so aus:

Ich bin ein Mensch, der Eifersucht in einer Beziehung absolut nicht verstehen kann und ich hab selbst auch eine langjährige offene Beziehung geführt. Aber bei dem was sich deine Dame da leistet, würde sogar mir komplett die Hutschnur hochgehen. Sie will sich nicht öffentlich zu dir bekennen, führt eine Zweitbeziehung (ja, nichts anderes ist das) mit ihrem "Ex"-Freund und hat dazu noch mehrere Avancen am Laufen.

Anscheinend ist sie sich deiner viel zu sicher. Ich finde es ja gut, dass du regelmäßig auf den Tisch haust, aber anscheinend nimmt sie das nicht im Geringsten ernst. Sie hat absolut keinen Respekt vor dir.

Ich finde ja persönlich, dass sie vielmehr mit ihrem Exfreund eine Beziehung führt als mit dir. Bist du dir eigentlich sicher, dass er nicht ihr richtiger Freund bist und sie mit dir nur fremdgeht? Sie bekennt sich tausendmal mehr zu ihm als zu dir.

Außer dass diese Frau absolut beziehungsunfähig zu sein scheint, ist sie auch noch komplett empathiebefreit und hängt offensichtlich noch emotional an ihrem Exfreund.

Ich würde dir raten schnell die Beine in die Hand zu nehmen und dich von ihr zu distanzieren. Wie alt bist du denn? Ab einem gewissen Alter will man ja doch kein Kasperltheater mehr, sondern eine ernsthafte Beziehung mit solchen Dingen wie Liebe, Ehrlichkeit und Respekt :hmm:
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wieso haben sich die beiden, also das Mädel und ihr Ex, damals eigentlich getrennt?
Arbeitet sie momentan auch nicht?

Dass er sie geschlagen hat und sie TROTZDEM bei ihm bleibt, finde ich ziemlich krass. Und auch krank, ehrlich gesagt. Sie scheint keine sonderlich starke und selbstbewusste Persönlichkeit zu sein.
Und dann all die Dinge, die ihr wiederfahren sind, bzw. die sie so treibt. Der Missbrauch, ihre kranke Familie, die sich nicht um sie kümmert, der Ausbruch von zu Hause, ihre ganzen körperlichen Probleme, die Drogen, die sie immer noch nimmt, ihre Selbstmordandrohung,... Ich glaube, da muss man fast damit rechnen, dass sie psychisch massive Probleme mitbringt und Probleme damit haben könnte, ihr Leben und auch den Umgang mit anderen Menschen zu meistern.
War sie nie in Therapie?
Und heftig ist natürlich auch ihr Umgang mit dir. Dass sie sich nicht entscheidet, immer noch an ihrem Ex klebt und da auch noch andere Nebenbuhler sind... Und du warst wirklich verdammt geduldig, muss ich sagen. Bist ihr sogar noch entgegen gekommen, hast ihr gesagt, dass du - unter gewissen Bedinungen - den Kontakt zu ihrem Ex tolerierst.

Sei froh, dass du sie los bist. Ich glaube, so was tut auch dir nicht gut. Da kleben viel zu viele Probleme an dieser Person und sie zieht dich inihren Sumpf mit hinein. Gut, dass du jetzt den Absprung geschafft hast.
Ich hoffe, du kannst dich gut ablenken mit deinen Freunden und schaffst es bald, einen Haken hinter die Geschichte zu setzen. Du bist'n lieber Kerl - du hast auch ne Frau verdient, die es gut mit dir meint, die gesund ist und mit der du eine schöne Beziehung führen kannst.
 

Benutzer138875 

Beiträge füllen Bücher
Unglückliche Geschichte, die Baustellen Deiner Freundin sind vielfältig und groß. Da es den Kern Deiner Darstellungen darstellt, gehe ich mal auf ihr Verhältnis zu ihrem Ex-Freund ein, das scheint mir überdies exemplarisch für ihre Probleme.

Klar scheint, dass ihrer Beziehung zu ihrem Ex-Freund ein Abhängigkeitsverhältnis zu Grunde liegt. Vordergründig scheint der kranke Ex auf ihren Beistand angewiesen zu sein, mir scheint es deutlich genügende Anzeichen dafür zu geben, dass sie außer Stande zu sein scheint, sich von ihm zu lösen. Seine Krankheit liefert ihr die Möglichkeit, dieses vor Dir zu "legitimieren", ich glaube sie ist aufgrund ihrer psychologischen Verfassung auf keinen Fall in der Lage, sich zu positionieren, geschweige denn, sich zu lösen.

Das Verhalten des Ex ist manipulativ bis zum erpresserischen, obendrein hat er ihr mehrfach massive Gewalt angetan. Sein Einfluss auf sie ist, Deinen Schilderungen nach, auch für einen Aussenstehenden nicht nur als "schlecht" zu bezeichnen, sondern geradezu zerstörerisch. Und damit sind wir beim Punkt: Kannst Du, will sie, Ihren Drang zur Selbstzerstörung aufhalten? Welche Mittel bleiben Dir dafür, wenn ihre seelische Konstitution eine rationale Intervention Deinerseits nicht zulässt?

Du scheinst Dich wirklich verliebt zu haben, hast viel investiert, die Sache dreht sich immer weiter im Kreis. Es tut mir leid, ich glaube, es war völlig richtig die Reißleine zu ziehen und die Beziehung nicht weiter zu führen. Der Anfang für eine sinnstiftende Beziehung kann nur in der Aufarbeitung ihrer massiven psychologischen und psychosomatischen Probleme liegen. Und dazu muss sie bereit sein und zwar zwingend mit professioneller Hilfe.
 
A

Benutzer

Gast
Ich hab gar nicht au dem Text herausgelesen, dass die beiden gar nicht mehr zusammen sind. Na, da erübrigt sich mein Ratschlag, sich von ihr zu distanzieren wohl
 

Benutzer79820 

Meistens hier zu finden
Hey erstmal vielen Dank, für eure Antworten und die Zeit die ihr euch dafür genommen habt :smile:
Musste eure Antworten aber erstmal ein wenig auf mich wirken lassen, bis ich wiederum euch darauf antworten kann...

@aiks : Gerade weil Du schon eine offene Beziehung geführt hast und dennoch findest, dass die Dame insgesamt übertreibt, hast Du dazu beigetragen, dass ich mich in der Hinsicht etwas besser fühle. Denn vorher haben mich ihre Argumente:

- dass ich sie in ihrer persönlichen Freiheit damit einschränken würde (Exfreund, Handhabung mit den Leuten die an ihr interessiert sind)
- ich sie nicht so akzeptieren würde wie sie ist
- und mir vorgeworfen, dass ich krankhaft eifersüchtig sei und das ihre Handhabung im gesamten doch auch völlig normal wäre, schließlich würden wir ja hier in Deutschland und nicht im Iran leben

ein wenig daran zweifeln lassen.

Es kann gut möglich sein, dass sie sich meiner zu sicher war, hätte ich denn deiner Meinung nach etwas inszinieren sollen?

Vielleicht haben aber auch die vielen Verehrer etwas mit ihren Gefühlen (wenn man das überhaupt so nennen kann) zu mir zutun bzw. haben da etwas Einfluss darauf gehabt (Stichwort: Übersättigung).

Es kann auch sein, dass durch die Besuche im Krankenhaus alte Erinnerungen zu früheren gemeinsamen Zeiten, in denen der Exfreund und die Dame noch zusammen waren entflammten. Eine andere Möglichkeit wäre, dass sie sich nicht in mich als Menschen verliebt hat, sondern nur in die Avancen und die Aufmerksamkeit, die sie von mir bekommen hat. Wohlmöglich weil es, etwas anders war als sie es bisher kannte und deshalb für sie spannend. Als sie dann aber merkte, dass es im Kern bei uns noch Probleme zu lösen gibt, hat sie sich wohl ganz schnell wieder "verentliebt". Anders kann ich es mir derzeit abgesehen von ihren psyschologischen Problemen nicht erklären, weshalb sie sich so verhält wie sie es tut.

Um auf deine Frage zurück zu kommen, ich gehe davon aus, dass die beiden zumindest getrennt waren, ob sich das in der Zwischenzeit geändert hat weiß ich nicht. Ich kann nur dem glauben, was sie mir sagte und was ich von meinem Kumpel auch bereits gehört habe. Und das war, dass die beiden getrennt waren. Ausschließen kann ich aber natürlich nicht, dass ich nur ein Mittel zum Zweck, eine Art Überbrückung oder einfach nur Jemand war, bei dem sie sich ihre Portion Annerkennung in der Zwischenzeit geholt hat und nun entgegen ihrer Beteuerung wieder zu ihm zurück geht.

Mir kommt immer wieder das alt bekannte Zitat in den Sinn: "Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe."
Weil sie für alles und jeden ihre Gründe hat, um etwas mir gegenüber zu rechtfertigen und ich damit gefälligst klar kommen muss. Nach dem Motto, friss oder stirb.

Übrigens ist sie 25 Jahre alt und ich ein paar Jahre älter.



vry en gelukkig vry en gelukkig : Laut ihren eigenen Aussagen, waren die Gewälttätigkeiten und ihre nicht mehr vorhandene Liebe ihm gegenüber ausschlaggebend dafür, die Beziehung mit ihm zu beenden. Sie meinte, dass sie sich schon bis zur endgültigen Trennung von ihm emotional distanziert habe (was irgendwie garnicht zur momentanen Situation passt), bis letztendlich der Schlussstrich wohl von ihrer Seite aus gezogen worden ist.

Es stimmt, sie hat schon ein Problem mit ihrem Selbstwertgefühl oder besser gesagt, sie hat irgendwo unterbewusste Minderwertigkeitskomplexe, die wohl auf der noch nicht verarbeiteten Vergangenheit beruhen könnten.

In Therapie war sie angeblich, wobei das wohl nicht auf ihrer eigenen Initiative beruhen soll, sie aber dennoch hingegangen ist. Näheres weiß ich allerdings auch nicht, auch nicht über die Dauer oder sonstiges, nur das die Therapeutin wohl, gemeint hat, dass sie sich aufgrund der Ereignisse eine Art seelischen Stacheldraht erschaffen hat, der sie vor der Außenwelt beschützen soll. Da sie wohl ein Problem mit völligem Vertrauen in einen Menschen zu haben scheint (gebrochenes Urvertrauen evtl durch den Vorfall mit dem Opa).


HoldenC HoldenC : Als ich deinen Beitrag las, musste ich daran denken, dass der Exfreund die besagten Dame, eigentlich garnicht wirklich liebt, sondern vielmehr nicht alleine sein will. Das hat er damals zumindest dem Kumpel von mir gesagt. Erschreckend finde ich daran, dass sie das sogar weiß (wir sprachen ebenfalls mal darüber) und trotzdem da noch mitmacht. Sie sich aber dahinter versteckt, dass es sich ja um ein Menschenleben handelt und sie nicht für eventuelle negative Konsequenzen die Schuld tragen möchte. Da sie wohl der Meinung ist, eine gewisse Mitschuld für den Tod an ihrer Oma zu haben und sich daraufhin schwor, nicht nochmal in so eine Situation zu geraten. Letztlich ist es auch von ihrer Seite aus auch eine Abhängigkeit, die aber merkwürdigerweise mehr mit ihr selbst zutun zu haben scheinen (Annerkennung). Natürlich könnten auch gewisse materielle Dinge wohl eine Rolle, spielen mal hier ein Teddybär, mal dort ein wenig Drogen, die ihr hinterlassen werden, lauter solche Geschichten.


Was absolut unverständlich für mich aus der Sicht des krebskranken Exfreundes ist (aber auch bei allen anderen gesunden Menschen), ist die Tatsache, dass es ihm egal ist, wie es ihr damit geht, wenn sie ihn unterstützt und hilft. Wenn es ihr damit schlecht geht und sie darunter leidet, ist es ihm egal, da für ihn nur wichtig ist, nicht alleine zu sein... Umso weniger Verständnis habe ich dann, dass so ein Mensch dann soviel Rücksicht von ihr genießt. Und ich derjenige bin, der eigentlich nichts dafür kann, aber letzten endes die Suppe auslöffeln soll und ihre Konsequenz zu spüren bekommt.

Sie sagte mir, dass sie sich von Niemanden mehr etwas sagen lassen will, denn das haben wohl damals ihre Eltern und auch ihre Exfreunde getan. Ihrer Aussage nach, soll man sie so nehmen und lieben wie man ist oder es lassen. Da sie keine Vorschriften haben möchte, wie sie etwas zutun hat und wie nicht. Weil sie das ja schließlich auch nicht bei anderen macht, dass das aber auch eine Vorschrift an dein Gegenüber ist, es ihr gleich zutun, wurde dabei wohl dezent übergangen...

So gesehen habe ich Pech gehabt, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt in ihr Leben getreten bin. Denn jetzt schaltet sie generell auf stur und verknüpft partnerschaftliche Kompromisse mit generellen charakterlichen Veränderungen an einem Menschen, bzw setzt sie das sogar automatisch gleich.

Wobei mir ihre Aussage: "Warum soll ich meinem Ex sagen, dass wir eine Beziehung haben, wenn wir doch noch gar keine haben" ein Rätsel ist. Denn für sie muss wohl eine Beziehung, wie bei einem Kaufvertrag von beiden Parteien unterschrieben sein um eine gemeinsame offizielle Beziehung zu führen. Das man quasi eine inoffizielle Beziehung bereits führt, plus dass sie diejenige ist, die gesagt hat das sie eine Beziehung mit mir möchte und sie kein Mensch für was lockeres sei, mit ihrer Mutter sogar über Heiraten spricht, mir sagt das sie in mich verliebt sei und vieles vieles mehr, wird dann dem Anschein nach einfach schnell vergessen.

Ihr war es sehr wichtig, nicht vor ihrem Exfreund zu lügen und ihm zu sagen das wir zusammen sind, hat aber im gleichem Atemzug kein Problem damit, auf der Intensivstation zu lügen und zu sagen, dass sie die aktuelle Freundin von ihrem Exfreund ist um Zugang zur Intensivstation zu erhalten. Für mich ist das so, als würde man Wasser predigen aber Wein trinken oder anders gesagt, dass der Zweck die Mittel heligt...

Was ich auch nicht verstehe ist, dass sie nicht erkennt, dass sie auch eine gewisse Handlungsmöglichkeit hat. Wenn sie z.B. gesagt hat: "Du bist nicht glücklich mit mir, weil ich so bin wie ich bin und das mit meinem Exfreund so handhabe. Ich tue dir wohl nicht gut." Dann vergisst sie in genau diesem Moment, dass sie in der Lage ist, das zu ändern. Selbst wenn es nur der Wille für den Anfang erstmal ist.

Aber heute so, morgen so.... Ich hatte irgendwie den Eindruck gehabt, dass man ein Gespräch nicht wirklich geführt hat um Dinge oder Probleme zu klären. Denn am nächsten Tag, war eh alles für die Katz und man hat das ganze wieder von vorne besprochen. Rückblickend konnte ich mich an nichts orientieren bzw. mich auf das gesagte verlassen, ganz zu schweigen davon das ich nicht wusste woran ich bei ihr bin...

Das Einzige auf was man sich verlassen konnte war, das sie für ihren Exfreund da ist (den sie angeblich nicht mehr liebt) und auch sonst für all ihre Freunde. Und es dabei unwichtig ist, was diese dabei in Wirklichkeit von ihr wollen.

Ich alleine kann da garnichts ausrichten, dass habe ich ihr auch gesagt. Meine Aussage war, dass ich sie bei allem unterstützen kann und würde, aber wir an einem gemeinsamen Strang dafür ziehen müssen und nicht das der eine das Seil nach links und der andere es nach rechts zieht.

Deshalb blieben mir auch kein weiteren Mittel mehr übrig, als die Reißleine zu ziehen, da sie alles andere eh nicht zugelassen hat. Im Endeffekt ist es schade, da sie mir schon etwas bedeutet, aber vielleicht ist es auch besser so, wer weiß für was diese Erfahrung schließlich gut war.
 
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Gast
Also ich finde, bis auf deine wirklich enorme Ausdauer, hast du das schon richtig gehändelt. Du hast immer wieder offene Gespräche gesucht, deine Bedürfnisse mitgeteilt und hast versucht auf sie zuzugehen. Du solltest nur etwas mehr an deinem Beuteschema arbeiten.
Ich vermute, dass sie schlichtweg noch in ihren Exfreund verliebt ist und du und andere Männer eine nette Ablenkung von seiner Erkrankung sind und möglicherweise auch Anker, die sie hat, nachdem ihr Exfreund gestorben ist. Ist vielleicht aus irgendeiner Sicht heraus verständlich - auch nach dem was sie schon durchgemacht hat - , aber das ist natürlich unfair dir gegenüber.

Ich würde dir nur raten, dass du versuchst diese Erfahrungen nicht allzusehr auf deine nächste Beziehung umzulegen. Nicht dass du jetzt die totale Krise kriegst, wenn deine nächste Freundin auch eng mit ihrem Ex befreundet ist ^^

Und wegen den Eifersuchtsvorwürfen: Ich finde ja, wenn man weiß, dass der Partner einen liebt und man eine gute, harmonische Beziehung führt, ist Eifersucht komplett überflüssig. Aber sowas hattest du ja nicht bei ihr, sie hat sich weder offiziell zu dir bekannt, noch hat sie dir Liebe entgegengebracht (fehlender Respekt) noch gab es Harmonie. Und dazu noch ihre offensichtlichen Flirts (Affären?) - da ist Eifersucht eine logische Folge.
 

Benutzer138875 

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Was absolut unverständlich für mich aus der Sicht des krebskranken Exfreundes ist (aber auch bei allen anderen gesunden Menschen), ist die Tatsache, dass es ihm egal ist, wie es ihr damit geht, wenn sie ihn unterstützt und hilft.
Ja, für einen aufgeräumt denkenden, empathischen Menschen wirkt das nicht nachvollziehbar. Der Mann scheint verbittert, vom Leben enttäuscht. In seinem Fall mündet der Groll den er hegt, möglicherweise in einem Vergeltungsdrang und er versucht das war er eigentlich zu lieben versuchen sollte, zu zerstören.

Erschreckend finde ich daran, dass sie das sogar weiß (wir sprachen ebenfalls mal darüber) und trotzdem da noch mitmacht. Sie sich aber dahinter versteckt, dass es sich ja um ein Menschenleben handelt und sie nicht für eventuelle negative Konsequenzen die Schuld tragen möchte. Da sie wohl der Meinung ist, eine gewisse Mitschuld für den Tod an ihrer Oma zu haben und sich daraufhin schwor, nicht nochmal in so eine Situation zu geraten.
Möglicherweise sind ihre Erfahrungen, den Tod ihrer Großmutter betreffend ein Teil des Schlüssels. Warum ist sie ein solch willfähriges Opfer für seine Erniedrigungen? Möglicherweise straft sie sich selbst, insgeheim scheint ihr bewusst, wie sehr er sie zu manipulieren vermag. Seiner verbitterten Selbstbezogenheit spielt ihre Bereitschaft sich zu sühnen jedenfalls in die Karten. Möglicherweise fasziniert sie diese Tragödie auch und es ermöglicht ihr zu büßen. Das würde zu dem masochistischen Muster der Selbstverletzung passen.

Die Frage bleibt, was kompensiert sie? Welche Dinge in ihrer Seele treiben sie in die Rolle der Abhängigen und Gepeinigten. Sie muss das aufarbeiten. Ich glaube nicht, dass sich bei ihr mit seinem absehbaren Tod alles ändern würde.
 

Benutzer79820 

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@aiks : Wie meinst Du das mit dem Beuteschema? Denkst Du, dass ich auf Frauen mit problematischen Hintergrund stehe? :grin: Die Wahrheit ist, dass manche Dinge erst zum Vorschein kommen, wenn man einen Menschen ein wenig näher kennt. Bis dahin kann es aber passieren, dass man in der Zwischenzeit Gefühle für einen Menschen entwickelt hat.

Was ansonsten das Thema Eifersucht angeht, muss ich Dir Recht geben. Wichtig ist tatsächlich, dass man sich gegenseitig liebt und ein harmonisches miteinander pflegt. Und dabei nicht vergisst, zueinander zu stehen. Mir ist vorher noch nie eine solche Situation, mit sovielen verstrickten und verzwickten Problemen begegnet, wie es jetzt der Fall gewesen ist. Vermutlich macht gerade diese unorthodoxe Sachlage, dass Ganze etwas schwierig für mich, was den Umgang und das Verdauen betrifft.


HoldenC HoldenC : Ja damit könntest Du sogar richtig liegen. Zwar hat der Exfreund schon einmal beteuert (nach einer "erfolglosen" Liebeserklärung [wenn es denn wirklich erfolglos war], dass ihm das Wohl der Dame am Herzen liege und er hofft, dass sie einen anständigen Kerl kennenlernt, wenn ich dann aber darauf näher eingehe und sie Frage, warum sie ihm dann nichts von uns sagt, bringt sie das zusätzliche Argument: "Das er ihr noch vor kurzem noch einen Liebesbrief geschrieben hat und sie nicht weiß, wie er mit der Information dann umgehen bzw. was für Auswirkungen das haben würde". Habe ich aber stattdessen die Sache mit dem Liebesbrief angesprochen, antwortete sie mir: "Das ich ihn doch garnicht kennen würde und er sich für sie freuen würde". Irgendwie total paradox.

Außerdem war sie der Meinung, dass wenn der Exfreund es eines Tages wissen sollte, er mich bestimmt persönlich kennenlernen würde wollen. Um sich davon zu überzeugen, dass ich ein anständiger Typ bin und sie auch wirklich dann in guten Händen ist. Ob ich auf so eine Art Vorstellungsgespräch, um Jemanden etwas zu beweisen, überhaupt Lust gehabt hätte, wurde garnicht erst gefragt.

Ich bin kein Psychologe, aber für mich wirkt das komplett betrachtet wie eine Art Muster, dass die Ursache in der Kindheit trägt. In ihrer Vergangenheit als Kind hat sie unfreiwillig gelernt, wie sich Liebe ausdrücken kann und zwar in Form von Gewalttätigkeiten der Eltern untereinander und somit auch gegenüber den Kindern. Gepaart mit Freiheitsentzug und einem Leben ganz nach den eigenen Vorstellungen der Eltern. Dann ereignete sich die Vergewaltigung von einem Mitglied der eigenen Familie, den sie bestimmt vorher auch gerne gehabt hat. Wieder ein prägendes Erlebnis, was ihr suggeriert hat, dass Liebe und Gewalt bzw. Zerstörung zueinander gehören. Als sie dann von Zuhause abgehauen ist und somit auf sich alleine gestellt war, geriet sie durch den Mangel an sozialen Umgang/Erfahrung und der Isolation an Leute, die dies für sich auszunutzen wussten. Sie hatte Beziehungen, bei denen Gewalt und das "Zusammenschlagen" auf der Tagesordnung stand, was für sie insgesamt nichts ungewöhnliches war, sondern ihrem Bild von Liebe widerspiegelte. Genau wie diese Situation mit ihrem Exfreund, in der sie sich wissentlich ausnutzen oder anders gesagt für etwas "missbrauchen" lässt, nur um kein schlechtes Gewissen zu haben.

Als ihre Oma starb, hat die besagte Dame zuvor einen Selbstmordversuch unternommen (aufgrund der Vergewaltigung), bei dem ihr durch die Tabletteeinnahme der Magen ausgepumpt werden musste. Zeitgleich (ob deswegen oder wegen etwas anderem, weiss ich nicht) wurde ihre Oma im Krankenhaus eingeliefert. Da sie nicht für ihre Oma durch den Umstand, das sie selbst im Krankenhaus war, da sein konnte, litt sie unter den Tod ihrer Oma und den an ihr nagenden Schuldgefühlen. Da sie der Überzeugung war, dass die Oma ihr Leben gegeben hat um ihres zu retten. Vielleicht kann ein Grund dafür sein, weshalb sie so stur ist bei dem Thema Exfreund und dessen Krankheit.

Da bei mir eine Beziehung "normal" geführt wird, ohne jediglichen Einflüsse von Gewalt, kann es sein, dass sie selbst durch ihre innerliche Verknüpfung und ihrem Bild der Liebe nun anfing, unterbewusst Probleme für uns zu kreiren. Entweder, die Drogen, andere Verehrer, unkontrollierte Gefühlausbrüche, der Mangel an sozialer Kompetenz durch zwischenmenschliches miteinander Reden, der Exfreund oder der eigenen Meinung darüber, nicht gut genug für mich zu sein. Zumal sie nicht in der Lage zu sein schien, zwischen Ablehnung und konstruktiven Lösungsvorschlagen zu unterscheiden. Da für sie alles sofort Kritik bedeutete und somit negativ war und dem dann am liebsten aus dem Weg ging.


Das könnte erklären, was sie versucht in der Gegenwart zu kompensieren. Nämlich ihre nicht verarbeitete Kindheit und ihre prägenden Erlebnisse. Denn auch ihr Drogenkonsum ist letztlich eine Art Ablenkung, um sich selbst nicht mit den schmerzvollen Erinnerungen auseinander setzen zu müssen. Sie übernimmt sogar dabei, dass gleiche Verhaltensmuster, wie sie das von ihrem Eltern vorgelebt bekommen hat und zwar in dem sie unangenehme Dinge unter den Tisch fallen lässt.

Überwältigt von den eigenen Problemen, ist sie zusätzlich dem Anschein nach unfähig, sich in andere Menschen hineinzuversetzen bzw. nicht in der Lage, Kompromisse einzugehen. Besonders dann, wenn sich eine Beziehung entwickeln kann, die außerhalb von ihrem bisherigen Erfahrungsschatzes liegt, denn das fängt sie wohlmöglich an zu verunsichern.


Hinzu kommt, dass seit dem vergangenen Wochenende unbekannte Anrufe bei mir erfolgen. Zwar möchte ich keine Unterstellungen machen, aber es kann gut möglich sein, dass es sich dabei um die Dame handelt. Dabei wird angerufen ohne etwas zu sagen oder einer Reaktion, einfach nur um stumm am Telefonhörer zu bleiben und mir zuzuhören wie ich vergebens "Hallo?" sage, bis letztlich aufgelegt wird. Das kam sogar schon 2-3 mal am gleichen Tag vor... Wenn ich darüber nachdenke, denke ich daran, dass ich ihr bei unserem letzten Telefonat ausdrücklich gesagt habe, dass sie sich bitte nicht mehr bei mir zu melden soll, weder telefonisch noch sonst wie, da wir wohl auf keinen gemeinsamen Nenner kommen und zuviele Gefühle mit ihm Spiel sind. Zwar würde sie wissen, woran sie bei mir ist, jedoch würde ich umgekehrt nicht wissen woran ich bei ihr bin und wenn man auf keinen Konsens kommt, es besser wäre den Kontakt komplett einzustellen, da es dann wenig Sinn macht diesen Kontakt künstlich am Leben zu erhalten. Was bleibt, ist für mich die Frage, was sie sich davon verspricht mit diesem Verhalten unbekannt und wortlos anzurufen?? Was bringt ihr das? Ich meine jetzt hat sie doch die Freiheiten alles zutun, was sie möchte... Oder geht es ihr hier wieder um verlorene Annerkennung, die sie gerne wieder bekommen würde??
 
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Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Jeder Mensch hat Schwächen und Stärken. Jeder Mensch hat seine Last zu tragen. Je älter wir werden, desto mehr verstehen wir, dass Menschen, die wir gerade erst kennenlernen, ein Leben vor uns hatten, aus dem sie manchmal viel Gepäck mitbringen. So mag der eine kein gutes Verhältnis zu seiner Familie haben, der andere mag nach Zigartten süchtig sein und ein dritter arbeitslos. Jeder Punkt für sich oder auch zwei, drei zusammen mögen kein Warnsignal sein.

Aber das hier ist anders:

- sie bekommt Nierenschmerzen, Magenkrämpfe oder sonstige psychosomatischen Symptome - sie hat Kontakt zu einem Menschen, der ihr nicht gut tut
- bereits beim Kennenlernen am ersten Abend stellt sich heraus, dass die Dame ein paar Probleme hat
- sie weint beim ersten Kennenlernen (das widerspricht unserer sozialen Konditionierung)
- Job für einen anderen Menschen aufgegeben – und bis heute keinen neuen begonnen
- duldet Terroranrufe in der Nacht (jetzt wirst du angerufen)
- sexueller Missbrauch (und danach ungewollte Therapie)
- sie ist 25 Jahre alt, Ex ist 35 (Suche nach Vaterfigur)
- Gefühl von Mitschuld am Tod ihrer Oma
- kein gutes Verhältnis zu ihrer Familie
- Drogen (als Flucht vor der Realität)
- Nase gebrochen, Rippen gebrochen
- droht mehrfach mit Selbstmord
- von zu Hause weggelaufen
- lässt sich vom Ex erpressen
- geringes Selbstwertgefühl
- Essstörung
- Ritzt
- Mit dem Gesundheitszustand des Ex-Freundes und ihrer Verbandelung mit dessen Familie hat sie immer eine Ausrede parat: Weihnachten, Handyvertrag, Stromrechnung, …

Sie ist selbstzerstörerisch. Kann keine Harmonie auf Dauer akzeptieren. Braucht immer dieses Auf und Ab, das Gefühl, von anderen Menschen geliebt und gleichzeitig benutzt zu werden. Ihr Opa hat sie geliebt und benutzt. Ihr Ex hat sie geliebt und benutzt. All ihre Verehrer lieben sie und benutzen sie. Umgekehrt genau so: Sie liebt ihren Ex und nutzt ihn usw. Du hast sie geliebt ohne sie zu benutzen. Deswegen hat sie dich gereizt, dir Sachen spät oder gar nicht erzählt, dich eifersüchtig gemacht ... aber du hast sie nicht genutzt und deswegen kann sie mit dir nicht glücklich werden.

Wenn sich zwei Menschen verlieben, dann wollen sie so viel Zeit wie möglich verbringen und finden ihre Macken gegenseitig süß. Wenn man schon am Anfagn Kompromisse machen muss, wenn man viel reden muss, wenn man sich missversteht, verheimlicht, … das ist keine Grundlage für eine dauerhaft glückliche Beziehung.

Du kannst nicht den Therapeuten in einer Beziehung spielen. Damit verschiebst du die Balance eurer zwischenmenschlichen Beziehung von vorneherein. Ein Mensch kann ein Problem nur dann lösen, wenn er sein Problem erkennt. Die Frau scheint nicht an einer Veränderung ihrer Situation interessiert zu sein. Sie will gar keine Hilfe.

Sie will die Anerkennung und den Sinn ihres Lebens von außen, sie will das, was sie sich eigentlich nur selber geben kann.

Sie hat eine oder mehrere psychische Störungen. Mir kommt da z. B. Borderline in den Sinn.
 
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Benutzer79820 

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xoxo xoxo : Dir erstmal vielen Dank für deine persönliche Meinung und Zeit die Du Dir zur Beantwortung dieses Themas genommen hast. Zwar waren zu Beginn des Kennenlernens nicht alle deine genannten Punkte von Anfang an so offensichtlich, sondern kamen erst mit zunehmender Dauer zum Vorschein, dennoch verstehe ich, was Du mir im Endeffekt damit sagen möchtest.

Diese nüchterne Betrachtungsweise, ist wahrscheinlich das Beste, was man in so einer Situation überhaupt machen kann, bevor man Gefahr läuft, sich illusorischen und möglichen Fantasievorstellungen hinzugeben, die man sich bunt im eigenen Kopf zurecht gemalt hat.

Noch bevor Du deinen Beitrag geschrieben hast, fragte ich mich ganz für mich allein insgeheim, ob es nicht doch ein Ausdruck der Gefühle seitens der Dame sein kann, weswegen sie versucht mich mit unterdrückt anzurufen (falls sie es wirklich war), eben weil sie es nicht besser auszudrücken weiß... Viel logischer und richtiger ist jedoch dein Argument, dass es sich letztendlich um ein psychologisches Muster von ihr handelt, welches sie nun umsetzt und wiederholt.

Deine Ratschläge, gerade in dieser schriftlichen Form, bei dem man diese dann auch jederzeit nachlesen kann (was ich auch getan habe), haben den Nagel nicht nur auf den Punkt getroffen, sondern haben mir die Dinge und die Situation nochmal knallhart vor Augen geführt.


Es ist nicht leicht, mit dem Gefühl der Machtlosigkeit und des Bedauerns in einer konstruktiven Weise umzugehen. Dennoch stelle ich fest, dass jeder Zweifel über meine Richtigkeit der Handhabung gegenüber der Dame absolut unberechtigt gewesen ist und wie notwendig es war, auch dementsprechen so zu handeln, wie es letztlich getan wurde. Auch wenn die Gefühle für einen Menschen, einen manchmal etwas anderes vermitteln wollen...

Ich erkenne immer mehr, dass es nichts gibt, was ich hätte tun können, um etwas positives bei ihr hätte bewirken zu können, denn Endeffekt muss sie selbst die Veränderung in ihrem Leben sein, die sie sich wünscht. Diese kann zwar durch andere Menschen unterstützt, jedoch nicht komplett übernommen werden und vor allem nicht dann, wenn man es selbst garnicht wirklich möchte bzw. es nicht selbst erkennt.

Das einzige was ich machen kann ist, mich der Situation in Form von Verarbeitung zu stellen, sowohl im negativen als auch im positiven. Mit dem Herzen als auch mit dem Verstand und so letztlich diese Situation anzunehmen, wie sie ist.

Übrigens haben die unterdrückten Anrufe seltsamerweise seit gestern aufgehört, nachdem sie von mir angesprochen wurden... Was ein Zufall...
 

Benutzer79820 

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Update:

Das heutige Ereignis übertrifft nochmal alles was bisher gewesen ist. Langsam komme ich mir wirklich wie in einem schlechten Film...

Heute hat mich spontan, der bereits erwähnte Freund angerufen (mit dem ich und die Dame einen Tag zu Dritt verbracht haben), da er zufällig bei mir in der Nähe war. Er erzählte mir, dass er gerade den Exfreund der Dame besucht habe (da die ebenfalls befreundet sind) und er dann mitbekommen hat, dass der Kindergartenfreund (und Drogendealer) des Exfreundes etwas von der Dame will. Über diese Nachricht war er sichtlich schockiert und musste mir gegenüber seinen Unmut Luft verschaffen...

Was aber den Vogel abgeschossen hat war, dass eben genau dieser Kindergartenfreund bei der Dame seit 2 Tagen übernachten darf, da er wohl von seiner Ehefrau rausgeschmissen worden ist. Und das, obwohl er in sie verliebt ist und sie das weiss. Die beiden sind sogar gemeinsam im Krankenhaus bei dem Exfreund aufgetaucht, woraufhin der Exfreund die beiden rausgeworfen hat. Er meinte, dass der Kindergartenfreund absolut unerwünscht sei...

Wo ist jetzt ihre Menschlichkeit von der sie immer redet?
Sie ist diejenige die dem Exfreund sogar erzählt hat, dass der besagte Kindergartenfreund in sie verliebt ist und dem Exfreund damit nur zeigen will, was er für Freunde hat und gleichzeitig besitzt sie die Dreistigkeit, dann genau mit der Person bei dem Exfreund im Krankenhaus aufzutauchen???? Alter schwede... ich weiss echt nicht mehr was ich dazu noch sagen soll.

Sie hat mich sogar gestern noch mit gesendeter Nummer angerufen hat, ich bin allerdings nicht ans Handy gegangen. Da war wohl schon der Typ schon bei ihr....

Das ist irgendwie alles ein schlechter Scherz und übertrifft mein eigenes Vorstellungsvermögen von Skurilität. Auf jedenfall, habe ich mich dann umentschieden und mit meinem Kumpel das offene Gespräch gesucht und ihm alles erzählt, was vorgefallen ist. Er war was das angeht, auch total offen und hat mir letztlich gesagt, dass die Dame so ganz lieb ist, aber er mir persönlich von ihr abraten würde. Da sie nicht nur ein Rücksack voller Problemen mit bringt, sondern gleich einen LKW. Und er die eine oder andere Verhaltensweise schon bei ihr kennt. Er meinte, dass sie nicht mit Ablehnung oder Abweisung umgehen kann. Was also vermutlich der Grund für den versuchten Anruf bei mir war...

Ich musste mich danach erstmal beruhigen, da ich doch ziemlich wütend und enttäuscht über diese Ereignisse bin.
Meine Tante hat dazu beigetragen, dass ich mich ein wenig beruhigte, indem sie mir etwas sehr weises geraten hat, sie meinte: "Du entgehst (Probleme, Schmerz etc) in der Sache mehr als Du jemals von dieser Situation erhalten würdest...". Und: "Einen Totalschaden kann man eben nicht reparieren....."
 

Benutzer138875 

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"Du entgehst (Probleme, Schmerz etc) in der Sache mehr als Du jemals von dieser Situation erhalten würdest..."
Das würde ich aus der Ferne eindeutig bestätigen. Mir scheint, dass in ihrer Psyche tatsächlich viele Irrungen vorherrschen, welche ihr unmöglich machen, eine halbwegs auf Vetrauen basierendes Verhältnis, geschweige denn, eine gesunde Beziehung zu gestalten. Sage ich nicht oft, so ins Blaue, aber: Sei froh, wenn Du sie vom Leibe hast.
 

Benutzer79820 

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Das würde ich aus der Ferne eindeutig bestätigen. Mir scheint, dass in ihrer Psyche tatsächlich viele Irrungen vorherrschen, welche ihr unmöglich machen, eine halbwegs auf Vetrauen basierendes Verhältnis, geschweige denn, eine gesunde Beziehung zu gestalten. Sage ich nicht oft, so ins Blaue, aber: Sei froh, wenn Du sie vom Leibe hast.

Weisst Du, was zusätzlich noch an der Sache traurig ist?
Gestern hat noch mein Kumpel angerufen, er hatte zuvor mit dem Exfreund davor telefoniert und er sagte mir, dass die Dame dem Exfreund explizit gesagt hat, dass Niemand davon erfahren soll, dass der Kindergartenfreund bei ihr übernachtet...Und das, weil sie es vermutlich genau vor mir verheimlichen will, bzw den Vorsatz hatte mich in der Sache anzulügen. Desweiteren geht ihr Exfreund ab morgen für 4 Wochen in Kur... was auch ein Grund sein könnte sich dann wieder bei mir zu melden... Wären die Voraussetzungen wie bei "normalen Menschen" müsste man damit rechnen, dass nach einer Trennung, gerade wenn sie noch frisch ist, es immer sein kann, dass entweder er oder sie auf der Matte steht. Anscheinend hätte sie dann vermutlich der potenzielle falsche Eindruck absolut nicht gestört...

Also wenn ich damals etwas nicht den Exfreund oder sonstwem sagen sollte, jetzt der Exfreund allen anderen etwas nicht sagen woll, was soll dann erst der Kindergartenfreund alias Drogendealer erst dem Rest nicht erzählen?
Mittlerweile gehe ich auch davon aus, das die was mit einander haben.

Und wenn dies nicht zum jetztigen Zeitpunkt der Fall ist, dann wird es nach dem Tod des Exfreundes der Fall sein, da sie einen neuen "Versorger" braucht. Wie praktisch, dass es sich gleich um einen Drogendealer handelt...

Fakt ist für mich, dass der Drogendealer, der ja in sie verliebt ist, eigentlich überhaupt keinen Grund mehr haben müsste, überhaupt von ihrer Wohnung zu verschwinden...

Seit dem WE ist übrigens kein Anruf mehr von ihr erfolgt, da sie ja jetzt auch Gesellschaft hat...

Alle negativen Assoziationen die man bei ihr haben kann, werden zur Realität, dass ist das eigentliche was mich in dem Ausmaße so überrascht. Ich traue ihr mittlerweile wirklich alles zu, sogar auch wenn es hart klingen mag, sich für ihren Nutzen zu prostituieren...

Was nun alles ans Licht gekommen ist, ist gedanklich echt viel für mich. Es gleicht einem Kulturschock, das soviel auf einmal passiert ist. Zwar habe ich vor dem WE wirklich überlegt, rein aus Neugier, dass ein oder andere mal ans Telefon zu gehen, um zu hören was ihr Anliegen ist, aber das hat sich mit diesem Sachen die ihr erfahren habe nun endgültig geändert. Es gibt einfach nichts mehr zu reden, da ich ihr leider nicht mehr glauben kann.

Außerdem möchte ich auf mich selbst aufpassen und nicht in den Sog dieser Kreise hineingezogen werden...
Ist vielleicht nicht ganz leicht, da auch Gefühle mit im Spiel sind, dennoch gibt es keine bessere Gelegenheit um innerlich an etwas wachsen zu können...
 
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