Mein Partner möchte Andere beim Sex dazuholen

H

Benutzer193749  (52)

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Hallo Liebe Forenmitglieder,

bitte, ich brauche euren Rat. Bitte helft mir... Ich will keinen Lebensfehler begehen:

Zu uns:
Wir sind ein Männer Paar. Seit ca. 4,5 Jahren zusammen und denken über Heirat nach.
Wir hatten eine extrem tolle Zeit, waren mehr auf Reisen, als zu Haus.. Weltweit unterwegs gewesen.

Das Problem:
Er ist ein Freigeist und kann sich auch beim Sex Andere vorstellen. Er hat mich nicht aktiv danach gefragt und das Thema kommt vll. 1 mal im Jahr auf. Er sagt, er würde das nie tun ohne mich und wenn ich bereit wäre, wäre er es auch. Aber da ich nicht bereit bin, ist er es auch nicht. Ab und zu machte er in letzter Zeit auch Typen an und ich hatte das Gefühl, wenn ich darauf anspringen würde, würde er gern mit ihm Sex gemeinsam haben wollen. Wir haben zusammen geredet und ich habe ihn gefragt, was er sich vorstellen kann was nicht. Ich habe ihn gefragt, wenn ich jetzt bereit wäre, wärst du dann auch bereit Andere beim Sex hinzu zu ziehen? Er hat dann gesagt, wenn ich dann soweit bereit bin, könnten wir das ausprobieren. Das Thema sexuell zu experimentieren, kam bereits ganz früh in der Beziehung auf, in den ersten 6 Monaten.

Meine Gefühle:
Für mich kommt Liebe und Sex zusammen. Ich kann da nicht trennen. Und es macht mich etwas fertig, dass er sich das vorstellen kann und JETZT bereit wäre, das auch zu tun. Er hat auch im Gespräch konkrete Fragen gestellt, wie etwa: dann müssten wir wissen WER das sein kann, WAS das mit unserer Beziehung macht, etc. Es ist was anderes das im Porno zu sehen und was anderes das in der Beziehung zu haben. Es macht mich schon etwas fertig, dass er bereit dafür wäre, andere Männer an sich zu lassen. Ich habe nun Zukunftsangst. Auch wenn er mir versichert, dass es für ihn nicht wichtig ist, und er auch damit OK wäre das Nie zu tun,habe ich Angst: Was passiert in 10 Jahren?Ich habe manchmal das Gefühl, dass er Sex ablehnt, wenn es nicht den "Kick" hat. Zum Beispiel mag er es wenn es mit offenen Fenstern passiert, oder ähnliches. Und ich habe Angst, dass er zwar HEUTE sich beherrschen kann, aber in Zukunft NICHT. Und ich will nicht heiraten, und dann"passiert was". Er hat schon ein Alkoholproblem und kann wenn betrunken nicht unterscheiden was richtig und falsch ist. Da sind schon mal fragwürdige Sachen passiert..

Was ich mir von euch erhoffe:
Könnt ihr mir ein paar zukunftsweisende Hinweise geben, wie ihr das Risiko sieht? Wenn jemand schon ganz früh in der Beziehung solche Andeutungen gemacht hat, liegt es ja nicht an mir. Sondern er war schon "immer" in ihm drin, dieser Wunsch. Ich habe Zukunftsängste, dass er später nach 5 Jahren Ehe doch nachgibt und der Wusnch stark wird. Dann hamma die Scheisserei..
 
krava

Benutzer59943  (41)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Sag konsequent nein wenn du etwas nicht willst!!

und das Alkoholproblem finde ich hier viel wichtiger. Das muss erstmal beseitigt werden und dein Freund in Therapie.
Der Rest hat keine Priorität und lenkt nur unnötig ab.
 
Hotrokker

Benutzer190650  (54)

Klickt sich gerne rein
Sprecht darüber, was euch wichtig ist, aber auch was ihm (und dir) einen Kick bringt. Ganz offen, evtl. mit einem Paar- oder Sexualtherapeuten. Denn es kann sein, dass wenn ihr nicht auf einer Ebene sprecht, es dann zum Streit kommen kann oder Gefühle verletzt werden. Mit einem dritten, erfahrenem Menschen (kann auch ein Freund*in sein) ist es vielleicht etwas leichter.
 
Armorika

Benutzer172677 

Beiträge füllen Bücher
Könnt ihr mir ein paar zukunftsweisende Hinweise geben, wie ihr das Risiko sieht?
Nein, das kann niemand.
Es gibt Menschen wie mich und Situationen, da wird sich das auf jeden Fall durchsetzen, ich könnte auf keinen Fall dauerhaft monogam leben und so sieht das auch bei vielen Menschen aus, die ich kenne, die nicht monogam ticken.

Es gibt aber genauso Menschen, die an sich nicht monogam fühlen und denken, die aber für einen Partner auch langfristig monogam leben können.

Ich hätte aber jede Wette verloren, die ich auf den einen oder anderen Ausgang gemacht hätte.
Und es macht mich etwas fertig, dass er sich das vorstellen kann und JETZT bereit wäre, das auch zu tun.
Da machst Du einen verständlichen, aber großen Fehler.
Wir neigen dazu, unser eigenes Denken und Empfinden als Maß einzusetzen und daraus auch für andere Schlüsse zu ziehen und Konsequenzen abzuleiten.
Für Dich gehören Sex und Liebe untrennbar zusammen, ergo stimmt etwas mit der Liebe nicht, wenn er auch Sex mit anderen haben kann und möchte.
Die Schlussfolgerung ist aber falsch, weil er ja eine ganz andere Ausgangslage hat.
Für ihn geht Sex wunderbar ohne Liebe und Sex beeinflusst wahrscheinlich auch nicht seine Liebe zu Dir.
Ergo kann da mit seiner Liebe zu Dir alles bestens sein, auch wenn er Sex mit jemand anderem haben will.
Er hat schon ein Alkoholproblem und kann wenn betrunken nicht unterscheiden was richtig und falsch ist.
Das wäre definitiv etwas, das ich unabhängig von allem anderen als ausreichendes Hindernis für weitere Verpflichtungen sehe.
 
selesto90

Benutzer193744  (30)

Ist noch neu hier
Eigentlich hast du dir deine "zukunftsweisenden Hinweise" bereits selbst gegeben.

Ich meine:
>Du sagst klar, dass Liebe und Sex für dich Untrennbar ist
>Du fühlst dich schon jetzt verletzt, durch die Tatsache das er gerne andere Männer dazuholen würde. (Habe ich da jetzt mal so rausgelesen)
>Den Alkohol einmal weglassend, machst du dir schon jetzt sorgen, ob er in 5 oder 10 Jahren nicht doch einmal fremdgeht.

Es gibt zwei Entscheidungen, jeder von euch muss davon eine treffen. Du scheinst deine, die zwischen "Dir und deiner Überzeugung treu bleiben" & "Seinen Freigeist und damit andere Männer in der Beziehung akzeptieren" bereits getroffen zu haben. Und von dem was ich lese, bin ich ziemlich sicher, das du dich für "Mir selbst treu bleiben" entschieden hast.
Und er muss ebenfalls eine treffen, ist es ihm wichtiger, sich sexuell mit anderen Männern auszuleben, oder ist ihm eure Beziehung wichtiger. (Und das Thema muss nach der Entscheidung auch vom Tisch sein, und nicht immer wieder und wieder neu angefangen werden)

Einen Hinweis den ich dir aber geben kann, lass dich nicht aus der Angst heraus ihn womöglich zu verlieren dazu verleiten "Es doch mal zu versuchen" solange du dir nicht zu 100% sicher bist, das du das auch willst. Die Gefahr, die Beziehung damit zusätzlich noch zu vergiften ist zu groß, wenn dann womöglich noch Eifersucht, verletzte Gefühle (nicht respektiert etc) dazukommen - wenn sie nicht sogar schon jetzt da sind.

Eine letzte Sache noch. Was heist er hat ein "Alkoholproblem", also siehst du das als Problem an, oder er selbst? Weil solange er da selber kein Problem sieht, kann man da medizinisch leider nichts machen. Der Wunsch etwas zu ändern, und dafür zu arbeiten, muss von ihm kommen. Sonst kommt, was ich oft genug auf der Arbeit sehe, jemand zur Entgiftung rein, geht wieder nach Hause, und kommt 1-2 Wochen später wieder zur Entgiftung, weil man sich halt doch nicht ändern will.
 
H

Benutzer193749  (52)

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Liebe Leute und Community, vielen Herzlichen Dank für eure rege Hilfe und Einschätzungen.
Das war sehr hilfreich und wichtig.. ich selbst werde jetzt der Community erhalten bleiben und ebenso das weitergeben..
 
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