mein freund kriegt keinen hoch bzw. macht gleich wieder schlapp

Benutzer101411 

Sorgt für Gesprächsstoff
hallo alle zusammen hier,
habe mich erst gerade hier angemeldet und hoffe ihr könnt mir ein wenig weiter helfen. mein problem ist folgendes:

erst einmal kurz die vorgeschichte:
ich bin seit 6 wochen mit meinem freund zusammen. für mich ist das meine erste richtige beziehung (obwohl ich schon über zwanzig bin; bin nicht hässlich, eigentlich sehr offen, lieb/nett, also keine zicke, etwas verrückt und extrovertiert aber wenn es um männer geht auch sehr schüchtern; hatte bislang einfach noch nicht DEN RICHTIGEN kennengelern). Habe zwar gewisse sexuelle erfahrungen mit verschiedenen männern gesammet, bin jedoch was den "richtigen" sex angeht noch jungfrau.

naja so viel zur vorgeschichte.

Momentan läuft eigentlich alles super. Ich fühle mich bei ihm so wohl wie bis lang bei keinem mann. kann mich so geben, wie ich bin usw. dass weiß er auch. auch weiß er, das ich noch keinen richtigen sex hatte.
jedoch weiß ich auch, dass es bei ihm was die gefühle an geht schon viel mehr ist als bei mir ... aber auch darüber haben wir gesprochen.
So nun zu meinem eigentlichen Problem. als wir das erste mal so richtig miteinander intim ware, habe ich ihn vorher schon ziehmlich "heiß" gemacht bis ich für mich entschieden hatte, dass ich eigentlich auch mit ihm schlafen möchte. leider hatte er mir da gesagt, dass er nicht mehr kann ... da ich ihn vorher schon stunden lang geil gemacht hatte. Das war mir auch einsichtig.
als wir jedoch die die nächsten male mit einander schlafen wollten (auch da war das vorspiel eigentlich ausgiebig und er hatte auch immer mal einen steifen) hatt es nicht geklappt, wei er nicht konnte. entweder war sein penist nicht mehr steif oder er gleich eine errektion hatte oder er erschlaffte in dem moment, als er in mich eingedrungen ist.
Ich habe schon einige dinge zu solch ähnlichten problemen gelesen uns kann mir denken, dass das irgendwie psychisch ist... aber er sagt selber, dass er eigentlich in DEM MOMENT sich keinen druck macht. auch hatte er solche probleme vorher nie (er ist seit ca. 8 monaten single, vorher war er sieben jahre lang in einer beziehung).

Ich glaube schon, dass er sich irgendiwe doch sorgen und druck macht... wenn auch in dem moment nicht bewusst. Auch hat er nach dem es das letzte mal wieder nicht geklappt hatte geäußert, dass er angst hat micht deshalb zu verlieren. das habe ich natürlich verneint, aber er macht sich trotzden voll den kopf und ist auch frustriert. was mir echt leit tut.

aber was kann ich da tun?
wie verhalte ich mich, um ihn nicht noch mehr unter druck zu setzten?
soll ich doch versuchen ihn immer wieder heiß zu machen oder setzt ihn das auch unterleistungsdruck.
was kann ich ihm in dem moment sagen? Außer, das ich das nicht schlimm finde, ihn trotzdem dann noch liebevoll am ganzen körper streichel und küsse.

hilfe, hilfe, hilfe
 

Benutzer101250  (30)

Sorgt für Gesprächsstoff
Oh je, was habt ihr denn ausser Sex schon alles gemacht? vllt kann er dich ja anders befriedigen, und wenn er merkt, dass es ja eigentlich auch so geht steht er auch nciht mehr so unter Druck.
Ka, ob das jetzt geholfen hat..
 

Benutzer101411 

Sorgt für Gesprächsstoff
haben wir schon, er mich und ich auch ihn ...
deshalb weiß ich ja ach nicht was da eigentlich los ist ... kann es irgendwie nicht ganz einschätzen.
habe ihn auch schon gefragt, ob es an mir liegt. aber er meinte nein
?????
 

Benutzer101250  (30)

Sorgt für Gesprächsstoff
hm.. vllt is er (physisch) krank? wenn er seit 8mt keine Frau hatte, hat ers vllt einfach nicht bemerkt.. ka :S
weiss dir auch keinen besseren Rat, aber vllt gibt es sich auch so plötzlich, wie es gekommen ist? viel glück jedenfalls
 

Benutzer12216 

Sehr bekannt hier
hm.. vllt is er (physisch) krank? wenn er seit 8mt keine Frau hatte, hat ers vllt einfach nicht bemerkt.. ka :S
weiss dir auch keinen besseren Rat, aber vllt gibt es sich auch so plötzlich, wie es gekommen ist? viel glück jedenfalls

quark:schuettel:

da hilft einfach immer wieder nur probieren und irgendwann klappts schon.is schon in gewisser weise n teufelskreislauf, jedes versagen erhöht den druck und die angst vorm nächsten versagen!
 

Benutzer66067  (35)

Meistens hier zu finden
Hi,
bei mir und meinem Partner war das auch so ähnlich.
Man kuschelt, die Erregung ist da, man droht mit Kondom und - schwupp - da war er weg. Und wenn er dann doch noch stand, kam er zu früh, oder nicht in mich rein, oder wurde dann doch schlaff, oder, oder, oder, der Möglichkeiten sind da viele.
Naja, wir haben uns dann darauf verständigt, das mit Sex einfach erstmal bleiben zu lassen und uns "nur" noch anderweitig zu verwöhnen. Das haben wir dann auch ne (recht lange) Zeit getan, und nach 9 Monaten Beziehung hatten wir dann Sex.
Und seitdem gabs nicht ein einziges Mal mehr irgendwelche Probleme.

Ich glaub, zum einen entstresst das Wissen, dass es nichts macht wenn er nicht kann ganz enorm, und zum andern hatte man ja in der Zeit auch Zeit, Vertrauen aufzubauen.

Liebe Grüße,
Lalilia
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Inwieweit soll er physisch krank sein?
Wird man impotent, nur weil man 8 Monate keinen Sex hatte? Das ist doch Quatsch!
Zumal er ja eine Errektion hatte, also kann da nichts nicht stimmen.

Ist ganz sicher einfach Kopfsache und mit etwas Übung und Geduld klappt das sicherlich. :zwinker:
 

Benutzer97191 

Meistens hier zu finden
ich schliesse mich mal lalilias beitrag an.

einigt euch darauf, euren spaß so zu haben, wie es funktioniert und nichts "zu müssen". irgendwann wird es einfach funktionieren.

vielleicht hilft es euch ja auch zu wissen, das ihr mit diesem "problem" nicht ganz allein seid auf dieser welt. :zwinker:


Off-Topic:
passender nick ;o)
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
ich schliesse mich mal lalilias beitrag an.

einigt euch darauf, euren spaß so zu haben, wie es funktioniert und nichts "zu müssen". irgendwann wird es
einfach funktionieren.

vielleicht hilft es euch ja auch zu wissen, das ihr mit diesem "problem" nicht ganz allein seid auf dieser welt. :zwinker:


Off-Topic:
passender nick ;o)

genauso sehe ich es auch. Einfach den "Druck" rausnehmen und einfach nur noch das genießen, was geht. Dann wird sich das irgenwann von ganz alleine regeln...
 

Benutzer101411 

Sorgt für Gesprächsstoff
leichter gesagt als getan ... ich merke ja wie er sich gedaknen darüber mach und der frust immer größer wird.
hab echt sorge, dass er sich einfach nur noch mehr druck macht und es dann, wie ihr es selbst sagt, zum teufelskreis kommt.
und wenn ich jetzt mit langsamm angehen lassen und so ankomme... nicht, dass er sich dan einbildet, dass ich das interesse und die lust an ihm verliere.
ja irgendwie ist die situation verfahren.
 

Benutzer97191 

Meistens hier zu finden
dann sprich mit ihm und zeig ihm ggf. diesen thread ... oder?

vielleicht ist dann der druck ja bisschen raus. mit "hau-ruck!-rufen" wirds jedenfalls nix .. :zwinker:

gebt euch zeit!

ok. eins fällt mir noch ein: probiers mal mit der "morgenlatte" (rutsch einfach auf ihn beim morgendlichen kuscheln). aber eine erfolgsgarantie geb ich da auch nicht.
 

Benutzer66067  (35)

Meistens hier zu finden
Aus genau diesem "Frustgedanken" heraus haben wir es gelassen. Ich meine, man geht ja miteinander ins Bett, um sich zu verwöhnen, Spaß zu haben, sich wohl zu fühlen, lieb zu haben und lieb gehabt zu werden. Und der dauernde Gedanke, "ich MUSS jetzt doch mal Sex haben, haben alle andern doch auch, kann ja nicht so schwer sein" macht diese Grundstimmung meiner Ansicht nach zunichte.
Wenn sich nur noch alles um "Klappt es diesmal? Gehts wieder schief? So wie die letzten x Male..." dreht, fehlt doch einfach das Wohlfühlgefühl.
Ich glaube auch nicht, dass er sich zurückgestoßen oder ähnliches fühlt. Ich denke, er ist mit der Situation so wie sie ist auch nicht ganz glücklich :zwinker: Und einfach die Zeit zu Zweit, die man hat, wieder zu genießen, ohne Druck und Frust, ist toll.
Und du kannst ihm ja auch zeigen, dass du ihn immernoch sehr begehrenswert findest. Ich persönlich fand immer wichtig, dass die Lust, die man hat, in irgendeiner Form von Sexualität gelebt wird. Das muss aber nicht unbedingt Sex sein.
Vielleicht lernt man sich so gegenseitig sogar besser kennen... Weil man nciht so auf einen Punkt fixiert ist.

Liebe Grüße,
Lalilia
 

Benutzer87573 

Sehr bekannt hier
War bei meinem Ex auch ne Zeitlang so.
Er hat sich wohl unterbewusst zu viele Gedanken gemacht und als dann noch das böse Kondom zum Zug kam da wars Essig mit der Erektion.
Was bei uns geholfen hat (Wer Bedenken hat muss es ja nicht nachmachen) war ihn einfach mal 2, 3 Gläschen Alkohol trinken zu lassen. Als er angetrunken war gings dann auf einmal und danach hatten wir nie wieder ein Problem damit.
 

Benutzer88048 

Sorgt für Gesprächsstoff
Also da Du das persönlich als kein größeres Problem für Dich ansiehst, lass einfach etwas Zeit vergehen. Eine körperliche Ursache ist in eurem Alter fast ausgeschlossen. Es muss auch nicht unbedingt an irgendeinem Leistungsdruck liegen, so was kommt schon vor gelegentlich - auch bei jungen Männern - und gibt sich nach einiger Zeit wieder. Dass körperlich mit ihm alles in Ordnung ist, wird ihm seine "Morgenlatte" bestätigen, die er vermutlich hat. Mögliche andere Ursachen sind sonstiger Stress, viel Koffein (z.B. Tabletten, Energy-Drinks) oder Kiffen.
Aber so oder so... Mach ihm einfach klar, dass du ihm auch SO treu bist, und in ein paar Wochen wird das schon wieder klappen.
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Hallo,

wir als Frauen können wahrscheinlich nie im vollen Umfang nachvollziehen, was ein Mann wirklich dabei empfindet, wenn die Erektionsfähigkeit gestört ist.
In den meisten Männergehirnen ist die Vorstellung tief verwurzelt, dass Männlichkeit und sexuelle Potenz untrennbar zusammengehören...das ist bereits seit Urzeiten so und wird es wohl für die Ewigkeit bleiben, wobei natürlich die Medien ihr Übriges dazutun, um den Männern Druck zu machen, da man mittlerweile von Sexthemen fast erschlagen wird.

Fast jeder Mann hat in seinem Leben mit irgendwelchen Erektionsstörungen zu kämpfen und so mancher durchlebt ein wahres Gefühlschaos..
Ihn quälen 1000 Fragen, ihn plagen Versagensängste, Befürchtungen und Scham, weil er vielleicht der Meinung ist, den sexuellen Ansprüchen der Partnerin nicht gerecht oder als Mann nicht ernst genommen zu werden.
Man fühlt sich nicht als "richtiger" Mann, sondern mehr wie ein Versager und "Schlappschwanz" und es gehen auch manchmal so Dinge wie "bestimmt werde ich bald für einen Potenteren verlassen" oder "hoffentlich wird mein "Zustand" nie bekannt, weil ich sonst nur noch lächerlich bin" durch den Kopf.

Wiederholte Probleme im Bett bedeuten tiefe Kratzer für sein Selbstbewusstsein (auch wenn der Mann behauptet, das Ganze belaste ihn nicht und Druck verspüre er auch keinen) und somit kann körperliche Nähe sogar zusätzlich Stress für ihn bedeuten, so dass gerne Situationen vermieden werden, die zu einer sexuellen Annäherung führen können, denn jeder weitere Misserfolg setzt diesen berühmt-berüchtigten Teufelskreis in Gange und seine Gedanken drehen sich fast nur noch um die Erektionsstörungen.

Leider habe ich auch kein Patentrezept für dich parat, auch wenn ich schon etliche Beiträge über dieses Thema verfasst habe, weil meine bisherigen (Sex)Partner fast ausnahmslos am Anfang so ihre kleinen Startprobleme hatten und ich deswegen schon bestimmte Erfahrungswerte und den ein oder anderen psychologischen Trick besitze.
Natürlich könnte ich jetzt lapidar schreiben, dass sich dein Partner nicht so einen Kopf machen soll und es irgendwann schon klappen wird.
Ob dir das besonders nützlich und tröstlich erscheint, wage ich doch zu bezweifeln, obwohl ich eher an kleineren, normalen Anlaufschwierigkeiten in einer relativ frischen Beziehung glaube.

Im Prinzip seid ihr ja noch nicht wirklich lange zusammen und ich weiß auch nicht, wie regelmäßig ihr euch seht, so dass ich mit schon vorstellen kann, dass es noch eine Weile dauert, bis auch dein Partner entsprechendes Vertrauen und Sicherheit aufgebaut hat.
Bei euch kommen allerdings noch ein paar Punkte zusammen, die vielleicht einen zusätzlichen Stressfaktor für ihn bedeuten können:
**Du schreibst etwas von seinen Gefühlen, die bereits richtig intensiv sind, viel intensiver als es bei dir momentan der Fall ist. Nun, das könnte natürlich ein Mitgrund sein, dass er es dir beim Sex besonders recht machen bzw. sein Bestes geben möchte, um dich vollends zu überzeugen und dir zu zeigen, wie gerne er dich hat. Du bist eben seine Traumfrau, in die er wahnsinnig verknallt ist und die darf man doch dann nicht enttäuschen.
**Und dann kommt auch noch hinzu, dass du Jungfrau bist...auch das könnte zusätzlich Druck erzeugen, weil man a) seiner Partnerin nicht weh tun möchte und b) ihr das Erste Mal zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen, wobei dann natürlich gedanklich klar ist, dass eine Entjungferung keinen halbsteifen Schwanz "gebrauchen" kann, weil
man(n) vielleicht erst einmal ein Hindernis überwinden muss.
**Auch weiß ich jetzt nicht, wie ihr verhütet...so mancher Mann misstraut gewissen Verhütungsmitteln oder der Partnerin, so dass die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft im Kopf herumspukt.

Natürlich ist es wichtig, dass man offen und ehrlich über gewisse Probleme reden kann, (und ein schlapper Schwanz gehört zu den sensibelsten und schwierigsten Themen überhaupt, die nur allzu gerne totgeschwiegen werden möchte) aber eines sollte auch berücksichtigt werden: Erektionsstörungen können genauso schnell wieder verschwinden wie sie aufgetaucht sind (dein Partner hatte ja laut seinen Angaben vorher nie diesbezüglich Störungen und ich vermute, dass die Selbstbefriedigung anstandslos funktioniert. Aber der Mensch ist auch ein kleines Gewohnheitstier und verlässt sich auf Dinge, die vorher womöglich anstandslos funktioniert haben...gerät dann irgendwas aus den Fugen bzw. tritt etwas Neues in sein Leben, beginnen manchmal die Selbstzweifel. Er muss lernen, dass er sich nicht mehr beweisen muss...er braucht vielleicht nur ein wenig mehr an Vertrauen in eurer frischen Beziehung und natürlich auch in die eigene Person inklusive seiner Fähigkeiten") und mit der richtigen Partnerin an seiner Seite, werden Unsicherheit, Zweifel und Ängste nicht weiter aufgebaut, sondern sukzessive abgebaut werden.

Wichtig ist, dass du signalisiert hast, dass du bereit bist, ihm immer dein Ohr zu leihen und er jederzeit mit dir darüber sprechen kann, wobei nicht unbedingt die Wörter "dein Problem" fallen müssen, denn im Prinzip ist es euer gemeinsames Problem, das man zusammen in den Griff bekommen und erst einmal das Beste daraus machen muss.
Und das sollte auch erst einmal ausreichen, denn man kann auch ein Thema überstrapazieren, wenn ständig analysiert und nachgebohrt wird - auch wenn es nur gut gemeint ist.
Auf keinen Fall sollte man als Partnerin auf ihn einreden, denn das bedeutet zusätzlich unnötigen Stress und das Gefühl einer gewissen "Entmündigung" und man muss auch nicht bei jedem Versagen mit irgendwelchen tröstlichen Worten ankommen, denn das mag zwar ehrlich und von Herzen kommen, ist aber nicht unbedingt hilfreich, weil viele Männer in dem Moment nichts mit einem "das ist doch alles kein Problem" anfangen bzw. den Worten keinen Glauben schenken können. Also lieber öfters den Mund halten, sich normal verhalten und zur Tagesordnung übergehen.

Und es sollte auch reichen, wenn du einmal von deinen eigenen Ängsten berichtet bzw. ihn gefragt hast, ob es womöglich an dir liegt.
Natürlich können auch Frauen irgendwann ihre Selbstzweifel bekommen, denn die gemeinsame Sexualität bedeutet auch in bestimmter Hinsicht eine Bestätigung, dass ihr Partner sie liebt, attraktiv und geil findet bzw. ihre "Sexkünste" ausreichen, um seine Eier zum Brodeln zu bringen.
Nicht selten geben sie sich dann die Schuld, wenn es beim Mann nicht läuft und das ist grundverkehrt, weil es für einen Mann nichts Schlimmeres gibt, wenn die Frau sich die Schuld gibt und meint, er habe keinen Bock auf sie.
Wir müssen uns eines immer vor Augen halten: Die Lustlosigkeit bezieht sich nicht auf die Frau, sondern darauf, daß der Mann keine Lust hat, sein Versagen zu wiederholen. Das wird oft fehlinterpretiert. Die Angst ist es, die die Lust tötet und ihn lähmt.
Falsche Erwartungen, Vorwürfe, Tränen, Enttäuschung und Schuldzuweisungen - auch in die eigene Richtung - sind absolut kontraproduktiv, selbst wenn wir uns verletzt, traurig oder gar vernachlässigt fühlen und wir sollten uns immer vor Augen halten, dass es hier nicht um Schuldige geht, sondern um das gemeinsame Sexleben.

Nehmt euch einfach weiter viel Zeit miteinander, lasst die Intimitäten und die sexuelle Lust auf euch zukommen und gebe ihm anfangs das Bestimmrecht, wann der richtige Moment ist, auf "ernsthafte Tuchfühlung" zu gehen und erlaube ihn, ruhig egoistischer und seiner Lust freien Lauf zu lassen, weil du sicherlich nicht zu kurz kommst, denn es nützt in der momentanen Situation gar nichts, wenn er sich einen Kopf für 2 Personen machen muss.
Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass es bei Erektionsstörungen am Anfang besser ist, nicht zu offensiv zu werden und sich etwas zurückhaltender zu geben, weil der Mann sich von einer sexuell "offenen" und sehr "willigen" Frau noch mehr unter Druck gesetzt fühlen könnte, da er meint, unbedingt nachziehen zu müssen.
Verkürt bzw verzichtet notfalls ruhig auch auf ein Vorspiel, was bedeutet, dass du ihm vorher bereits signalisiert hast, dass er sich jederzeit "nehmen" kann, wonach ihm ist.
Dadurch fühlt er sich vielleicht nicht so unter Druck gesetzt und ein (erstes) Erfolgserlebnis beim Vögeln (selbst wenn es nicht so lange dauert, aber Hauptsache, der Schwanz steht und bleibt stehen) kann wirklich der dauerhafte Schlüssel zur funktionierenden Erektion sein.
Außerdem sollten wir Frauen nie müde werden, dem Mann zu vermitteln, dass wir auch ohne steifes Teil befriedigt werden können, denn es ist dem Mann schon sehr wichtig, dass die Frau auch zufriedengestellt wird. Wenn er merkt, dass auch seine Hände und der Mund zu absoluten "Höchtleistungen" fähig sind, dann kann er auch entspannter werden, was sich wiederum positiv auf seine Erektion auswirken dürfte.
Die Erektion ist nämlich nur ein Teil eines befriedigenden und erfüllten Sexuallebens. Genauso wichtig sind Zärtlichkeit, vielleicht auch ein wenig Romantik und gegenseitige Rücksichtnahme auf die Gefühle und Wünsche des anderen.

Also...genieß den Sex mit Lust und Leidenschaft, aber dennoch einer gehörigen Prise Gelassenheit. Er bekommt ja durchaus eine Erektion und das ist schon einmal wichtig. Außerdem gibt es wirklich so viele Dinge, die neben Schwanz-in-Pussy schön und geil sind, so dass das Sexleben bar nicht wirklich beeinträchtigt ist.
Es sind keine Praktiken "zweiter oder dritter Klasse"...das soll aber jetzt nicht bedeuten, dass ihr das Poppen oder die Befriedigung bis zum Orgasmus erst einmal sein lassen müsst, aber es darf erst einmal nicht das vorrangige Ziel sein.
Vielleicht kann man als Frau entgegenwirken, dass sich der Mann nicht noch anderweitig Stress aufhalst (z. B. im Beruf) in dem man für ausreichend Enspannungsphasen sorgt.

Dazu gehört auch, dass man Genuss in den Alltag bringt und auch die ganz normalen Dinge bewusst zu zweit erlebt, um alle Sinne anzuregen und die Alltagserotik, die nichts mit dem Geschlechtsverkehr zutun hat, niemals zu vernachlässigen.
Das kann ein engunschlungener Spaziergang am Abend sein, zusammen einen "Liebes-Schneemann" bauen, zu zweit unter einem großen Regenschirm und mit einer Flasche Wein in der Hand, um die Lichter der Stadt zu bewundern und die Nacht, wie sie die Menschen einhüllt und man sich gegenseitig Geschichten erzählt, was wohl jetzt hinter den Fenstern passiert. Oder man legt die Lieblings-CD ein und hört zusammen all die Lieder, die den anderen glücklich machen oder melancholisch stimmen ganz nah aneinander gekuschelt, so dass der Herzschlag und die warme Haut mit ihrem Duft vernommen wird.

Aber auch zusammen baden, zusammen kochen und die Lebensmittel, die alle Sinne ansprechen, zu einem wunderschönen Menü zu verarbeiten, kann Entspannung und Genuss bringen, denn wer alles tief und bewusst aufnehmen kann, der wird es m. E. auch beim Sex leichter haben, weil Erotik sich nicht nur im Bett abspielt (es wäre zu überlegen, ob man auch nicht mal den Ort der Zärtlichkeiten wechselt, um auf andere Gedanken zu kommen und "Misserfolge" auszublenden.
Dafür nimmt man das Bett dann für ein Picknick, für eine hitzige Kissenschlacht, fürs herzhafte Durchkitzeln oder für Dinge her, die nict an Sex erinnern oder zwangsläufig in Sex enden müssen) und man dadurch auch lernt, dass es nicht nur immer auf "das Eine" ankommt oder ein Abend so enden muss, wie es ursprünglich geplant war, denn oftmals ist ja dieses "Ich-muss-ja-funktionieren-Gefühl" da. Nach dem Motto: "Es ist Wochenende und JETZT müssen wir endlich Sex haben."

Es ist wichtig zu wissen und beruhigt auch etwas, wenn man weiß, dass man als Paar sicherlich nicht alleine auf der Welt ist, denn fast jeder Mann hat in seinem Leben mal die ein oder andere Störung im Paarungsorgan und richtig "hoffnungslose Fälle" sind mir bisher nie begegnet, weil man irgendwann auch lernt, damit locker umzugehen und das Beste daraus zu machen und einfach geduldig abwartet, dass sich die Dinge über kurz oder lang von selber erleidigen.

Alles Gute für eure Beziehung und eine schöne gemeinsame Zeit!
 

Benutzer38965  (44)

Verbringt hier viel Zeit
Also dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Ist ja fast ein Roman. Aber sehr aufschlussreich.

Was mich jetzt noch interessiert, wie sieht denn euer Vorspiel aus? Hat er irgendwelche Vorlieben? Ich meine, er war viele Jahre in einer Beziehung. Vielleicht hat sich da sowas entwickelt. Es gibt Menschen, die sind so in einem Fetisch gefangen, daß normaler Sex kaum möglich ist.
Ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen. Ich würde vorschlagen, ihr bleibt erstmal beim Petting. Du sagst ja, daß du da auch deine Befriedigung findest. Und dann, ganz behutsam, wird auf den eigentlichen Verkehr hingearbeitet. Und am besten erstmal von der Seite. Das ist für ihn bequem.
Ich hab nämlich auch schon gehört, daß manche Männer den Sex mit Sport verwechseln. Und die liegen dann auf ihr drauf quasi im Liegestütz. Die Arme zittern, sie konzentrieren sich nur auf den Kraftakt und der Pullermann fällt zusammen.

Also ganz langsam alles steigern ohne irgendwelche Erwartungen.
 

Benutzer57782 

Verbringt hier viel Zeit
Er ist noch nicht über seine Ex weg? 7 Jahre is ne lange Zeit....
 

Benutzer84394 

Verbringt hier viel Zeit
Er ist nunmal keine Maschine. Sowas gehört zum Sex dazu.

Vielleicht ist der richtige Zeitpunkt für ihn doch noch nicht gekommen.
 

Benutzer11469 

Verbringt hier viel Zeit
Eines ist klar: wenn die Reizung am Glied zu lange dauert, ist es irgendwann schlicht überreizt und dann geht gar nichts mehr. Das gleiche gilt, wenn er sich zu lange mit dem Vorspiel (er bei ihr) beschäftigt hat, auch dann tritt eine Art Erschöpfung ein, die dann erst einmal eine Ruhepause verlangt.

Also wenn coitus angestrebt wird, sollte man vereinfacht gesagt auch dann irgendwann zur Sache (also eher nach 15 Minuten als nach 45) kommen, sonst kann es halt wie das berühmte Strohfeuer enden!

Oder halt monatelang aufschieben, bis sich die Natur ihren Weg bahnt, aber das dauert halt lange Zeit, wie hier schon geschrieben.
 
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