Mein Freund kifft und ich komme nicht damit zurecht

Benutzer122860 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,

ich wollte mir einfach mal ein paar Meinungen holen.
Ich bin mit meinem Freund jetzt seit fast 7 Monaten zusammen (Er 20, ich 22). In diesen 7 Monaten gab es eine einzige Woche in der er weder getrunken noch gekifft hat.
Vor unserer Beziehung hat er ziemlich viel gekifft.. bestimmt so 4 Mal die Woche.

Nun ist es so, dass ich weder Kiffen noch Trinken verteufle, ich finde nur einfach, dass es auch mal Wochen geben sollte, wo man keine Drogen konsumiert -> Nur um diese Sache habe ich meinen Freund gebeten, es also einfach etwas zu reduzieren bzw. mal ne Woche einzubauen, wo nichts genommen wird. Ich fühle mich sonst sehr unwohl in der Beziehung. Meiner Meinung nach gibt es immer Dinge in der Beziehung wo Kompromisse gemacht werden müssen und wenn man seinen Partner doch sehr lieb hat, sollte das ja wohl kein Problem sein. Ich will ja schließlich nicht, dass er ganz damit aufhört.

Er hat da ein Problem mit und ich merke, dass das die Beziehung früher oder später zerstören wird, weil er einfach keinen Kompromiss mit mir eingehen will.
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Meiner Meinung nach gibt es immer Dinge in der Beziehung wo Kompromisse gemacht werden müssen und wenn man seinen Partner doch sehr lieb hat, sollte das ja wohl kein Problem sein. Ich will ja schließlich nicht, dass er ganz damit aufhört.
Er wird wohl in gewissem Maße davon abhängig sein. Jetzt natürlich nicht im selben Sinne wie ein Heroin-Junkie, aber vielleicht doch so stark, dass er innere Unruhe verspürt, wenn er längere Zeit pausiert.
 

Benutzer122860 

Verbringt hier viel Zeit
Schränkt ihn der Konsum in seinem Alltag ein?
Will er irgendwann (z.B. falls er mal Kinder bekommt) damit aufhören?

Die letzte Frage hat zumindest in meinem Bekanntenkreis ein paar Jungs zum Nachdenken gebracht.

Für mich war die Antwort darauf außerdem wichtig um die grundsätzliche Einstellung dazu einschätzen zu können. Manche meiner Bekannten WOLLEN ganz bewusst ihr ganzes Leben damit weiter machen, andere wollen lediglich konsumieren solange sie noch keine Verantwortung für andere tragen und jung sind, weil sie im aktuellen Zustand keinen Ansporn sehen aufzuhören. Ersteres ist für mich ein No-Go für eine Beziehung. Zweiteres lässt in meinen Augen etwas Spielraum.
[doublepost=1515014156,1515014009][/doublepost] MadameOktober MadameOktober ich würde dir gerne eine PN schreiben, aber das geht nicht... Kannst du mich anschreiben? :smile:
hab dir geschrieben :smile:
 

Benutzer166375  (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hmm, mir fällt es gerade ein bisschen schwer, die Dimension des Ganzen einzuschätzen.
Ok, vor eurer Beziehung hat er vier mal die Woche gekifft... Und jetzt?

Was ist mit dem Alkohol Konsum? Heißt das Freitag Abend ein oder zwei Bier? Oder jeden Tag massiv/harten Alkohol?
 

Benutzer163638 

Öfters im Forum
Wie viel bzw wie oft kifft er denn? Und wie viel / wie oft trinkt er und was?

Was genau stört dich denn am kiffen? Kannst du dich dann nicht mehr mit ihm unterhalten? Wird er ungut in irgendeiner Weise? Und was macht es für dich für einen Unterschied, wenn mal eine "leere" Woche dabei ist? Wenn du ihm bittest, es zu reduzieren und er macht das, allerdings weiterhin jede Woche, wäre das nicht auch ein Kompromiss?
Wohnt ihr zusammen? Wie oft seht ihr euch und was macht ihr da? Woher weißt du, wann und wie oft er kifft?
 
G

Benutzer

Gast
Er hat da ein Problem mit und ich merke, dass das die Beziehung früher oder später zerstören wird, weil er einfach keinen Kompromiss mit mir eingehen will.

Dann lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Kiffen ist einfach so unerotisch. Ich kann es auch nicht leiden. Ich wäre mit keinem Typ zusammen, der 4x die Woche breit ist.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Für mich sprechen 2 Punkte gegen diese Art des Konsums.

Der offensichtliche, aber in meinen Augen zweitrangige Punkt ist, dass man, wenn man Drogen nimmt, nicht man selbst ist. Ich fände es schon erschreckend mit jemandem zusammen zu sein, der mehr als die hälfte unserer gemeinsamen Zeit (oder sogar mehr, da ihr euch vermutlich eher in den Zeiten seht, in denen er konsumiert hat) nicht er selbst ist. Ich würde mich wohl fragen, wen ich da liebe...

Der zweite Punkt wäre für mich aber den entscheidende Knackpunkt: WARUM konsumiert er so viel? Was genau will er da abtöten / abschwächen? Wenn jemand gelegentlich mal einen Joint raucht oder ein bis zwei Bier trinkt, fällt das für mich unter Erholung / Entspannung. Wenn jemand aber immer und immer wieder Mengen in sich rein pfeifft, die definitiv auf eine Wirkung und nicht auf Genuß abzielen, dann ist da was im Busch. Dann stimmt da was nicht.

So oder so kann ich persönlich wenig mit Menschen anfangen, die mehr oder weniger regelmäßig Zeug einwerfen...egal was.

Du bist erst zarte 7 Monate mit ihm zusammen und schon jetzt hat die Beziehung aus deiner Sicht erste Risse...das klingt nicht so gut für die Beziehung. An der Stelle würde ich dir auch gerne ans Herz legen, dass "Beziehung" und "Liebe" zwei unterschiedliche Konzepte sind und eine "gute" Beziehung Liebe braucht, aber eine Liebe auch ohne Beziehung existieren kann (wenn auch nicht für immer).
Funktioniert die Beziehung nämlich nicht, geht die Liebe irgendwann kaputt...
 

Benutzer15049  (35)

Beiträge füllen Bücher
Ich hab ja bekanntermaßen kein Problem mit dem Kiffen. Ich finde solange man nicht Auto fährt oder irgendwie sein Leben nicht mehr auf die Reihe bekommt, ist das kein Thema, von mir aus auch täglich, da es nicht gefährlicher ist, wie Zigaretten rauchen.
Die Kombination Kiffen und Trinken würde mir nicht passen. Aber auch da kommt es drauf an, wie häufig, was genau und ob beides zusammen praktiziert wird.
 
G

Benutzer

Gast
da es nicht gefährlicher ist, wie Zigaretten rauchen

Ich finde es geht dabei eigentlich gar nicht um gefährlich oder nicht.
Beeintächtigt halt das Wesen einer Person. Das stört mich.

Wie gesagt, gegen mal nen Joint spricht ja nichts. Aber so dauerbreite Gesellen sind echt anstrengend.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Off-Topic:
da es nicht gefährlicher ist, wie Zigaretten rauchen
An der Stelle möchte ich widersprechen.
Wenn du von einer generellen "Gefahr" sprichst, dann ist Kiffen deutlich gefährlicher. Sprichst du von Schadstoffen, dann kommt es auf deinen Dealer an. Sprichst du von Lungenkrebsgefahr, vermute ich, dass die beim Kiffen (je nach Zusammensetzung) nicht ganz so hoch ist, ich weiß es aber nicht.
Es gibt durchaus Studien, die diese Droge nicht ganz so verharmlosen!
Weitere Diskussionen darüber sehe ich aber in einem Anderen Thread, ich wollte es nur erwähnt haben.
 

Benutzer15049  (35)

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:

An der Stelle möchte ich widersprechen.
Wenn du von einer generellen "Gefahr" sprichst, dann ist Kiffen deutlich gefährlicher. Sprichst du von Schadstoffen, dann kommt es auf deinen Dealer an. Sprichst du von Lungenkrebsgefahr, vermute ich, dass die beim Kiffen (je nach Zusammensetzung) nicht ganz so hoch ist, ich weiß es aber nicht.
Es gibt durchaus Studien, die diese Droge nicht ganz so verharmlosen!
Weitere Diskussionen darüber sehe ich aber in einem Anderen Thread, ich wollte es nur erwähnt haben.
Off-Topic:
Aha, was genau ist jetzt "generell" deutlich gefährlicher?
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Meiner Meinung nach gibt es immer Dinge in der Beziehung wo Kompromisse gemacht werden müssen und wenn man seinen Partner doch sehr lieb hat, sollte das ja wohl kein Problem sein. Ich will ja schließlich nicht, dass er ganz damit aufhört.

Er hat da ein Problem mit und ich merke, dass das die Beziehung früher oder später zerstören wird, weil er einfach keinen Kompromiss mit mir eingehen will.
Nunja, Kompromisse schön und gut, aber du lässt dich auf jemanden ein, von dem du anscheinend wusstest (korrigiere mich, falls ich falsch liege) dass er Drogen konsumiert und willst ihn jetzt davon kurieren, da es dir an ihm nicht gefällt? Das er damit ein Problem hat, kann ich mir vorstellen. So einfach wie "wenn du mich liebst, sollte xyz kein Problem sein" geht es aber nicht. Er ist Gewohnheitskiffer und sieht hier wenig Grund, das einfach sein zu lassen.

Dir ist er - seiner Meinung nach - sicherlich bereits entgegen gekommen, indem er seinen Konsum reduziert hat, was vermutlich nicht leicht gewesen ist. Das ist der Kompromiss, den du vielleicht nicht als solchen wahrnimmst.

Letztlich glaube ich, dass man um einer Abhängigkeit zu entrinnen das schon von sich aus wollen muss, denn hier geht es um den eigenen Körper, den eigenen Geist und das eigene Wohlbefinden. Als Partnerin kannst du ihn nur bestärken, wenn er von sich aus aufhören möchte. Alles weitere hat typischerweise den gegenteiligen Effekt.

edit: vorsorglich mal der Hinweis, dass hier ein Mensch ein Beziehungsproblem hat, bei dem Diskussionen über "welche Droge ist schlimmer/besser/härter" wenig hilfreich sind.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Also ich sehe das ähnlich wie der Fuchs: Du kannst keinen Kompromiss "erzwingen" mit der Begründung, dass er dir doch entgegen kommen muss, wenn er dich liebt. So funktioniert das ja gerade in Bezug auf den Konsum von Drogen einfach nicht.

Die Frage, die du dir stellen solltest, ist: Wie problematisch ist sein Verhalten für dich und aus welchen Gründen? Dann nämlich kannst du dir überlegen, ob diese Beziehung dir langfristig gut tut.

Und nein, ich persönlich würde das nicht wollen. Dauerbreite oder öfters alkoholisierte Männer finde ich nicht sexy.
 
4 Woche(n) später

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vor unserer Beziehung hat er ziemlich viel gekifft.. bestimmt so 4 Mal die Woche.
Nun ist es so, dass ich weder Kiffen noch Trinken verteufle, ich finde nur einfach, dass es auch mal Wochen geben sollte, wo man keine Drogen konsumiert
Und warum bist du dann überhaupt erst mit ihm zusammen gekommen, als er für deinen Geschmack noch zu oft kiffte?
Nur um diese Sache habe ich meinen Freund gebeten, es also einfach etwas zu reduzieren bzw. mal ne Woche einzubauen, wo nichts genommen wird. Ich fühle mich sonst sehr unwohl in der Beziehung.
Genau das hättest du halt mit ihm besprechen sollen, bevor ihr eine feste Beziehung eingegangen seid...
Meiner Meinung nach gibt es immer Dinge in der Beziehung wo Kompromisse gemacht werden müssen und wenn man seinen Partner doch sehr lieb hat, sollte das ja wohl kein Problem sein.
Das sehe ich anders. Zuerst mal sei klargestellt, dass ich Kleinigkeiten wie z.B. "Welchen Film schauen wir uns an?" nicht als Kompromiss ansehe; vielmehr eben wichtigere, bedeutsamere Dinge, die den Lebensstil betreffen und beziehungsrelevant sind. Und bei diesen Dingen mache ich eben keine Kompromisse, denn ich lebe ja mein Leben so, wie ich es für richtig halte und möchte und gehe nur Liebschaften mit Menschen ein, die wirklich gut zu mir passen. Heißt, es braucht niemand Kompromisse eingehen, weil man sich in allem wichtigen eh einig ist. Und nein, auch aus Liebe gehe ich keine Kompromisse ein, denn ich liebe mich selbst ja nun auch und jemand anderes, den ich liebe, ist nicht wichtiger als ich es mir selbst bin.
Ich selbst würde auch nicht wollen, dass jemand mir zuliebe einen Kompromiss einginge, der ihm widerstreben würde. Käme mir nicht in den Sinn.
Also nein, ich würde für Partner auch nichts an meinem Lebensstil ändern, wenn ich das nicht auch selber wollen würde.
Er hat da ein Problem mit und ich merke, dass das die Beziehung früher oder später zerstören wird, weil er einfach keinen Kompromiss mit mir eingehen will.
Kann ihn sehr gut verstehen, dass er sich da nicht von dir reinreden lassen will. Würd ich auch nicht tun.
Und ja, es ist sehr wahrscheinlich, dass es dann auf Dauer mit euch nicht funktionieren wird, wenn dir seine Kifferei nun mal zu viel ist und er nix dran ändern mag... Genau darum sollte man solche Dinge eben abklären, bevor man ein Paar wird.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren