Lass seine Hand, er ist schon ein großer Junge!

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
J27 J27
Ich habe so langsam das Gefühl, dass wir bei jedem deiner Themen auf einen Kern stoßen, an dem die Hilfsmittel eines Forums an ihre Grenzen kommen und eine therapeutische Aufarbeitung geschehen sollte, um dir wirklich zu helfen. Denn auch wenn du es hier unterbindest, bestehen offensichtliche und tiefgreifende Querverbindungen zwischen deinen Themen.
 
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Benutzer174241  (40)

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Off-Topic:
Dieses Thema ist hier abgeschlossen.
J27 Geisteshaltung, Symbolbild. "Kann man nichts machen. Bringt nichts. Keinen Sinn darüber zu sprechen. Änderung oder Klärung ausgeschlossen. Ich kann nichts tun. Ich kann nichts dafür."
 
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Benutzer175612  (53)

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crawlerX crawlerX Einspruch! Ich will hier einfach keine neue Diskussion über Pflichtteile, Enterbung & Testamente.

Kokiri Kokiri "offensichtliche und tiefgreifende Querverbindungen zwischen deinen Themen" Das ist klar. Aber ich will nicht in zwei verschiedenen Threads über meine Ehe reden, denn dann verzettelt man sich. In diesem Thread hier will ich einfach nur ein paar Kuriositäten aus meinem Sohnes-Leben loswerden.
 
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Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das war nicht Kern meines Posts....
 
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Benutzer172636 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Für mich klingt das nach einer dysfunktionalen Familie in der mittlerweile dritten, bzw. vierten Generation. Häufig entstehen ungesunde Muster nicht einfach so. Das macht aus deiner Mutter keine Heilige, das rechtfertigt ihr Verhalten dir gegenüber nicht, aber es stellt zumindest eine Erklärung dar, warum sie so handelt. Es scheint dich noch immer zu beschäftigen und ich glaube, dieses Gefühl, hängen gelassen zu werden, sich nicht auf die Eltern verlassen zu können, von dieser als Belastung empfunden zu werden... das macht was mit einem und wenn man das nicht angeht und nicht adressiert, kommt man zwar trotzdem durchs Leben, aber es wird die Beziehungen, die man führt auch immer prägen. Das kann die eigene Ehe sein oder die Beziehung zu den Kindern. Es fällt mir schwer, hier keine Verbindung zu deinem anderen Thread und deiner heutigen Familiensituation zu sehen. Für mich ist das sozusagen von außen die nächste Runde, die Weitergabe eines unverarbeiteten Traumas/unverarbeiteter emotionaler Verletzungen, die auf die nächste Generation übertragen werden. Auch dein Verhalten ist demnach emotional "nachvollziehbar" bis zu einem gewissen Punkt.
Ich würde dir den Ratschlag geben, zu versuchen, das mittels eines tiefenpsychologischen Ansatzes und eventuell einer Familienaufstellung anzugehen. Du bist nicht schuld daran, dass deine Mutter und dein Stiefvater sich dir gegenüber so schlimm verhalten haben. Du bist nicht schuld daran, dass sie Schwierigkeiten bei der Scheidung hatten. Du bist nicht schuld daran, dass sich deine Mutter anscheinend in eine erneute Ehe geflüchtet hat, die ihr nicht taugte. Nur verarbeite das. Lerne, zu verstehen, wo es dein eigenes Verhalten und Denken geformt hat, denn all das geht nicht spurenlos an einem vorbei. Gib dir selbst die Chance, zu heilen und vor allem verhindere, dass diese Dysfunktionalität, die anscheinend in deiner Familie weitergegeben wird, nicht bei deinen Kindern weitergeht.
 
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Benutzer186417  (45)

Sorgt für Gesprächsstoff
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Benutzer175612  (53)

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Kokiri Kokiri : du meinst, der Kern war die "therapeutische Aufarbeitung", die ich brauche?

Off-Topic:
M Mamas Liebling : "Blind Date ausmachen könnte, stünde Kokiri ganz noch oben." Ist es immer noch ein Blind Date, wenn man die Frau bereits so gut kennt...? Aber nicht, dass es jetzt hier zu einem Verteilungskampf kommt...


Und keine Sorgen, mir geht's gut. Ich berichte einfach nur ein wenig. Eigentlich habe ich diese ganzen Geschichten schon völlig vergessen gehabt. Auch die wesentlichen Bösartigkeiten habe ich schon seit Jahren nicht mehr im Kopf. Erst jetzt in diesem Thread fallen mir Sachen wieder ein. Wie z.B. das:

Kirchliche Trauung 1994, am Wohnort der Eltern meiner Frau, etwa 1000km von unserem Wohnort. Meine Frau und ich sind schon viel früher mit dem Bus hingefahren, Ferien. Meine Mutter kam zu der Hochzeit mit meinem Bruder mit dem Auto. Stiefvater kam nicht, um meinem Vater nicht zu begegnen. Geschenke von etwa 30 Gästen. Wie bringe ich all das Zeug nach Hause? Ich frage meine Mutter, ob sie in ihrem Auto ein paar unserer Geschenke nach Hause nehmen kann (wir wohnen in der gleichen Stadt). Sie sagt: Nein. Sie hat keinen Platz dafür.

Sie kommt mit ihrem fetten Mercedes Benz, es fahren zwei Leute in dem Auto, sie und mein Bruder, und sie hat keinen Platz für ein paar Geschenke von uns. Das Ganze spielt im Haus der Schwiegereltern. Die Schwiegermutter fragt auch meine Mutter, ob sie paar Sachen nehmen könnte (selbst gemachte Marmeladen usw.), meine Mutter lehnt ab. Mir ist das so peinlich vor den Schwiegereltern, die ihrerseits so viel für uns gemacht haben, und nie Kosten und Mühen gescheut haben.

Daraufhin sage ich die historischen Worte: "Diese Frau ist nicht meine Mutter. Eine echte Mutter benimmt sich nicht so."

Mit einem "Ich bereue es, zu dieser Hochzeit gekommen zu sein" fährt meine Mutter weg. Ab dem Zeitpunkt ist die Kluft unüberwindbar. Sie verzeiht mir meine historischen Worte nicht, trotz meiner Entschuldigungen. Ab jetzt zeigt sie mir, was wirkliche Kälte bedeutet. Sie ist zu keiner Diskussion bereit. Sie meint, ich habe sie vor fremden Leuten beleidigt, und nur eine Entschuldigung vor diesen Leuten kann sie akzeptieren - dazu kommt es nie. Meine Schwiegereltern sind keine "fremden Leute".

Sie ruft nie an - ich bin derjenige, der immer anruft und die Nähe sucht. Ich will eine Mutter. Ich gebe als Vorbereitung auf eine Prüfung zwei Wochen lang täglich Nachhilfe einem Studenten bei ihm zuhause - jeden Tag ruft ihn seine Mutter an. Nach paar Tagen weine ich innerlich jedesmal, wenn seine Mutter ihn anruft. Wie kann es sein, dass seine Mutter ihn jeden Tag anruft? Meine nie. Nur ich rufe sie an.

So vergehen fünf Jahre bis 1999. Trotz meiner Bemühungen und Anbiederungen kommt es zu keiner Annäherung zu meiner Mutter. Dann kommt schließlich der 30ste Geburtstag meiner Frau. Auch da ruft meine Mutter nicht an. Ab dem Tag rufe ich auch nicht mehr an.

Sechs herrliche Jahre. Entspannung pur. Das Verhältnis zu meiner Frau bessert sich auch.

2005 kündigt sich unser Sohn an. Zusammen mit meiner Frau beschließen wir, unserem Kind eine Oma zu geben. Wir nehmen den Kontakt wieder auf. Was für ein Irrsinn. Ich konfrontiere meine Mutter mit den Geschichten aus der Vergangenheit. Sie meint, ich soll alles vergessen und in die Zukunft schauen; und wenn ich sie weiterhin konfrontieren will, dann brauchen wir uns gar nicht zu treffen. Ich will, das mein Kind eine Oma hat. Ich will nicht, dass sie sich auf der Hauptstraße begegnen und sich nicht Mal gegenseitig grüßen.

Die nächsten zwei Jahre intrigiert meine Mutter, wie sie nur kann, gegen uns. Wir brechen den Kontakt erneut ab, für drei Jahre. 2010 kündigt sich unsere Tochter an. Zusammen mit meiner Frau beschließen wir, unserem Kind eine Oma zu geben. Wir nehmen den Kontakt wieder auf. Was für ein Irrsinn. Meine Mutter benimmt sich friedlich bis herzlich. Besonders nach der überstandenen Krebserkrankung meines Stiefvaters. Die Barriere bleibt, auch wenn sie unsichtbar ist.

---

In den letzten Tagen unterhalte ich mich viel mit meiner Frau über diese alten Geschichten. Ich habe mich bei ihr jetzt auch entschuldigt dafür, dass ich sie nicht mehr unterstützt habe gegen meine Mutter. Ich habe große Lust, meine Mutter mit dem ganzen Irrsinn von damals erneut zu konfrontieren. Meine Frau meint, ich soll es lassen - es wird keine Einsicht geben.

einer dysfunktionalen Familie
Ach du grüne Neune! Und das ausgerechnet wir?

kommt man zwar trotzdem durchs Leben, aber es wird die Beziehungen, die man führt auch immer prägen.
Man kommt zwar trotzdem durchs Leben, aber es wird die Beziehungen, die man führt auch immer prägen.
Stimmt.

Auch dein Verhalten ist demnach emotional "nachvollziehbar" bis zu einem gewissen Punkt.
Ich gehe später noch darauf ein. Danke für deinen lieben Beitrag.

"Kann man nichts machen. Bringt nichts. Keinen Sinn darüber zu sprechen. Änderung oder Klärung ausgeschlossen. Ich kann nichts tun. Ich kann nichts dafür."
Das ist dein Symbolbild von mir? Habe es mehrfach durchgelesen, und kann es nicht wirklich abstreiten.
 
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Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Und keine Sorgen, mir geht's gut. Ich berichte einfach nur ein wenig. Eigentlich habe ich diese ganzen Geschichten schon völlig vergessen gehabt.
Ist völlig egal, ob du bewusst daran denkst oder nicht, diese Dinge haben dich geprägt. Und es tut mir Leid, das so sagen zu müssen, du gibst diese Dinge an deine Kinder weiter. Auf andere Art, nicht genauso, aber du hast sie nicht überwunden und verhältst dich dementsprechend. Auch das ist dir vermutlich nicht bewusst, aber viele hier versuchen dir das seit Tagen und Wochen klarzumachen.

Deine Kinder kriegen auf ihre Art und Weise nun Dinge ab, die du dir für sie garantiert nicht wünschst - genau deshalb. Selbsterfüllende Prophezeiung, so ein bisschen. Du willst keine Scheidung, weil du einen schrecklichen Stiefvater hattest - dafür müssen deine Kinder aber nun mit einer lieblosen Scheinehe klarkommen.
Beides ist schlecht für sie, auch wenn du dir dessen gerade nicht bewusst bist. Ich sage nicht, dass du generell falsch handelst, ich finde durchaus, dass du ein Recht auf ein Leben wie du es dir vorstellst hast. Bloß ohne, dass die Kinder das abbekommen. Und aktuell "überkompensierst" du.
 
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