Kommunikation: Persönliche Fragen - aufdringlich oder interessiert?

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hallo zusammen,

ich bin zufällig über diesen Artikel gestolpert:

Und das hat mich zum Nachdenken angeregt.
Ich gehöre sicherlich zu den Menschen, die in dieser Hinsicht große Hemmungen haben. Ich traue mich oft nicht, persönliche Fragen zu stellen, bzw. habe generell Angst davor, zu sehr in die Privatsphäre meines Gegenübers einzudringen und dadurch bei ihm schlecht anzukommen.
Aber gleichzeitig empfinde ich es überhaupt nicht schlimm, solche Fragen gestellt zu bekommen. Wenn ich das Thema nicht vertiefen will, kann ich das ja genau so sagen. Und oft freue ich mich auch über das interesse der fragenden Person an mir. - Gerade auch, wenn es nicht um enge Freundschaften, sondern nur um lockere Bekanntschaften geht.

In der Boulderhalle ergab sich ein Gespräch mit einer jungen Frau, mit der ich mich zuvor schon öfter unterhalten habe, über ihre weiteren Pläne nach dem FSJ. Und so erzählte sie mir ziemlich offen von einem Lebensweg, der u.A. durch schwere Krankheit in der Familie alles andere, als geradlinig verlaufen ist und dazu geführt hat, dass sie erst etwas später, als üblich das Abi gemacht hat. Ich habe mir überlegt, nachzufragen, was damals vorgefallen ist, aber habe darauf verzichtet, weil ich die Befürchtung hatte, mit dieser Frage zu sehr in ihre Privatsphäre einzudringen.
Und im Nachhinein dachte ich, dass diese Zurückhaltung doch eher unnötig war, da sie ja immerhin genügend Vertrauen hatte, mir gegenüber solche Themen anzuschneiden und da sie ja auch einfach sagen könnte, dass sie dieses Thema lieber nicht vertiefen will.

Auf der anderen Seite gibt es die Freundin eines Vereinskameraden, die solche Hemmungen offensichtlich nicht hat. Seit sie neu in unsere Gruppe von Vereinskameraden kam, schien sie sich für uns alle zu interessieren. Sie hörte aufmerkasm zu, stellte immer wieder interessierte Fragen und machte dabei auch nicht vor persönlichen Themen halt. Obwohl wir uns nur selten sehen, dürfte sie inzwischen einige persönliche Dinge von mir wissen, die längst nicht jeder meiner engen Freunde weiß. Und gerade weil sie sich so für mich interessiert, unterhalte ich mich auch sehr gerne mit ihr und schätze sie sehr.

Wie ist das bei euch?
Gehört ihr eher zu den vorsichtigen, oder zu den offensiven Fragenstellern?
Und wie empfindet ihr es, solche Fragen gestellt zu bekommen?
 

Benutzer68009  (32)

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich bin da total widersprüchlich. :grin:

Ich beantworte nahezu jede persönliche Frage, die man mir stellt gerne und tiefgehend. Im Gegenzug vergesse ich meistens selber tiefergehende Nachfragen zu stellen und merk dann erst zwei Tage später, dass ich doch gerne mehr gewusst hätte.

Aber seit ich das bemerkt habe versuche ich drauf zu achten, dass das Gleichgewicht stimmt. :ninja:
 

Benutzer109947 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Es kommt bei mir irgendwie immer auf das Verhältnis zum Gegenüber an. Bei fremden Personen falle ich generell nicht mit der Tür ins Haus, bei guten Freunden und Bekannten kann man schon mal persönliche Dinge fragen, auch wenn meine Überwindung da recht groß ist.

Interessanterweise habe ich mich aber auch schon dabei ertappt, dass... wie soll ich sagen... mein Mundwerk schneller ist, als das Gehirn 🙈 Will sagen, ich habe schon nach Dingen gefragt, bei denen ich mir nach dem Gespräch gedacht habe, ich hätte sie besser nicht gefragt 🤦🏽‍♂️

Noch interessanter ist, dass ich selbst eigentlich kaum Fragen zu persönlichen Themen gestellt bekomme... 🤔 Wenn ich so darüber nachdenke...
 

Benutzer102949 

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Ich gehöre definitiv zu den übervorsichtigen und habe immer Angst, jemandem, zu dem man nicht unbedingt der beste Freund ist, zu Nahe zu treten. :hmm:
Noch weniger soll mein Gegenüber in Erklärungsnot oder gar in Rechtfertigungsmodus geraten, das passiert mir immer sehr schnell.
Solange es jetzt um keine intimen oder zu private Details geht, bin ich grundsätzlich auch immer offen und am regen Austausch interessiert. Bei Freunden bin ich da auch immer sehr vorsichtig. Von einer Freundin wusste ich seit längerem, dass sie basteln, aber ich käme nie auf die Idee, da alle paar Wochen nachzubohren, „Naaaa, hat‘s endlich geschnackelt?“ Das fände ich höchst befremdlich. Ich warte da lieber, dass von der anderen Seite Interesse an einem Gespräch gezeigt wird und dann frage ich auch gerne interessiert nach.
Im beruflichen Kontext bin ich trotzdem immer sehr vorsichtig, was ich von mir erzähle und was nicht, weil ich Privates und Berufliches bis zu einem gewissen Grad trenne. Wobei, selbst meine Chefs wissen, dass ich gelegentlich ein Tütchen rauche :ninja: Vielleicht wissen sie doch zu viel:annoyed:
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich frage und gebe Auskunft, Berührungsängste habe ich da nicht. :smile:
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Bei fremden Personen, die ich persönlich treffe, bin ich grade zu stumm. Ich wüsste auch nicht was ich fragen sollte, bin aber auch keiner der Smalltalk führen kann oder andere Unterhalten könnte, daher höre ich einfach nur gerne zu. Dabei habe ich aber keine Scheu, wenn ich angesprochen werde. Zwar würde ich so früh auch persönliche Fragen beantworten allerdings eher zurückhaltend, mir kommt sowas sehr suspekt vor.

Ein guter Studienkollege sagte mal über mich: "Am Anfang schweigsam bis er warm geworden ist, dann quatsch er wie ein Wasserfall." Daran hat sich eigentlich nix geändert, dennoch habe ich gemerkt, dass so ein verhalten meist falsch interpretiert wird. Entweder wirke ich hochnäsig oder wenn ich dann mal viel quatsche rücksichtslos. Denn dann geht es mir wie kopfsache kopfsache , ich frage dann evtl, wohl zu persönliche Sachen oder lass manchmal nicht locker, obwohl es besser wäre.
 

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Von einer Freundin wusste ich seit längerem, dass sie basteln, aber ich käme nie auf die Idee, da alle paar Wochen nachzubohren, „Naaaa, hat‘s endlich geschnackelt?“ Das fände ich höchst befremdlich.
Off-Topic:
Ich würde sagen, da hast du eines der wenigen Beispiele gefunden, wo die meisten das wirklich irgendwie doof finden würden, wenn man da nachfragt. Ich glaube, der Bereich bietet so viele Chancen ins Fettnäpfchen zu treten, da ist vorsichtiges Vorgehen auch echt angebracht...


Ich würde sagen, dass ich eher der Typ "lieber nicht nachfragen, bevor es unangenehm wird" bin. Mit manchen Freunden habe ich jedoch auch die Abmachung "fragen darf man alles, man darf nur nicht auf alles eine Antwort erwarten". Ich fühle mich mit diesem Arrangement ganz wohl, weil dann weder der Fragende Hemmungen haben muss, noch der andere, wenn er nicht antworten möchte.
Bei Leuten mit denen das nicht so klar abgesprochen ist oder bei Fremden bin ich aber mit tiefergehenden Fragen sehr zurückhaltend.
Andersrum habe ich meistens kein Problem damit, Fragen zu beantworten, wenn ich das Gefühl habe, der Person trauen zu können.
 

Benutzer102949 

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Off-Topic:
Ich würde sagen, da hast du eines der wenigen Beispiele gefunden, wo die meisten das wirklich irgendwie doof finden würden, wenn man da nachfragt. Ich glaube, der Bereich bietet so viele Chancen ins Fettnäpfchen zu treten, da ist vorsichtiges Vorgehen auch echt angebracht...
Sehe ich auch so. Der Grad zwischen Fettnapf und Nicht-Fettnapf ist hauchdünn. Jeder einigermaßen empathische Mensch kann sich da auch gewissermaßen reinfühlen, dass da Druck von außen nicht gut sein kann.

Dafür erkundige ich mich nun regelmäßig nach ihrem SS-Zustand und das wird auch immer gerne genommen.
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wenn mir eine Person, die mir nicht nahe steht, persönliche Fragen stellt, empfinde ich das tatsächlich schnell als übergriffig (z.B. wenn ich von fremden Personen gefragt werde, ob ich Kinder will...). Mir ist es wichtig, erstmal eine Vertrauensbasis zu schaffen und dann sind persönliche Themen willkommen.

Wenn ich mit anderen Personen über persönliche Dinge spreche, merke ich ganz gut, ob sich die andere Person dann ebenfalls öffnet, oder eben nicht. Wenn die Person sich nicht öffnet, stelle ich keine persönlichen Fragen, will dann aber auch nicht von meinen persönlichen Dingen berichten, weil ein Geben und Nehmen imho sehr wichtig ist, um Vertrauen zu fassen.

Mein Eindruck ist häufig, dass sich soziale Kontakte hin und wieder verlaufen, weil ich es nicht schaffe, den Kontakt auf freundschaftlicher und persönlicher Ebene zu intensivieren. Leider liegt das Problem da oft bei mir, weil ich einfach auch nicht will, dass Hinz und Kunz meine Geschichte kennt.
 

Benutzer124226 

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Ich bin generell bei fremden Personen sehr zurückhaltend und stelle keine persönlichen Fragen. Auf der anderen Seite beantworte ich aber gerne fast alle persönliche Fragen, wenn sie mir gestellt werden. Das empfinde ich in der Regel auch nicht als übergriffig (ausgenommen Fragen nach einem potentiellen Kinderwunsch). Sobald eine Vertrauensbasis geschaffen ist und ich merke, dass mein Gegenüber wirklich Interesse zeigt taue ich auf und stelle auch persönliche Fragen.
 

Benutzer122781 

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Off-Topic:
wenn ich von fremden Personen gefragt werde, ob ich Kinder will
Off-Topic:

ausgenommen Fragen nach einem potentiellen Kinderwunsch
das ist echt so nen ding, was ich nicht begreife. also wie man auf das schmale brett kommt, sowas fragen zu dürfen, auch wenn man sich kaum kennt. ist für mich vergleichbar mit der frage nach sexuellen vorlieben. das geht praktisch fremde doch 0,0 an!
wie oft ich das gefragt wurde kann ich gar nicht zählen. und solche belassen es ja nichtmal dabei, selbst wenn man dann antwortet ("ne, ich will keine", "was?! aber wieso denn?! kinder sind doch ein geschenk!". ja man, für mich vielleicht nicht :rolleyes:).
 

Benutzer140528  (51)

Meistens hier zu finden
Da ich berufsbedingt viel mit Menschen zu tun habe, vertrauenswürdig und verschwiegen bin, kommt es oft vor, dass mir manchmal mehr erzählt wird als ich eigentlich hören will. :grin:

Generell gehe ich da locker mit um.
Wenn ich etwas gefragt werde, dass ich nicht sagen möchte, weil es mir zu privat ist oder die Situation unpassend erscheint, sage ich das.

Anders herum frage ich, ob ich eine persönliche Frage stellen darf.
Darf ich fragen ob ......
Mich würde interessieren .....
Ich höre dir gern zu wenn du ......
Wenn du/Sie mir das erzählen magst/möchten, nur zu. Wenn nicht, völlig ok.

Respektiere da aber auch jedes nein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich stelle gerne und viele auch persönliche Fragen, bin aber recht picky dabei, sie zu beantworten (mache ich nur, wenn ich das Gefühl habe, dass es wirklich Interesse ist anstatt Neugier oder "Moderationsfragen"). Und ich mache es wie Deep Voice und frage halt einfach, ob ich fragen/nachfragen darf.
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin da insgesamt eher "zugeknöpft". Oft erzähle ich nicht so detailliert, um die andere Person nicht zu langweilen. Oder um nicht blöd da zu stehen mit "zu viel Offenheit".
Bei Freunden bin ich offener, aber es gibt Themen, bei denen ich selbst bei Freunden oberflächlich bleibe, aus genannten Gründen.

Selbst frage ich zwar schon mal oberflächliche Dinge, aber ich will immer nicht unangenehm aufdringlich wirken und bin daher meistens zurückhaltend. Bei Freunden geht es schon mal mehr in die Tiefe, je nach Freund.
Angst vor Fettnäpfchen habe ich weniger, ich halte mich für überwiegend taktvoll.
 

Benutzer183191 

Klickt sich gerne rein
Es gibt Themen, die bespreche ich ausschließlich mit Menschen denen ich absolut vertraue. Das sind aber relativ wenige Themen.
Mich darf man alles fragen, nur ich antworte halt nicht auf alles :zwinker:
Ich selber entscheide nach Gefühl, ob ich meinem Gegenüber persönliche Fragen stellen kann oder nicht.
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
das ist echt so nen ding, was ich nicht begreife. also wie man auf das schmale brett kommt, sowas fragen zu dürfen, auch wenn man sich kaum kennt. ist für mich vergleichbar mit der frage nach sexuellen vorlieben. das geht praktisch fremde doch 0,0 an!
wie oft ich das gefragt wurde kann ich gar nicht zählen. und solche belassen es ja nichtmal dabei, selbst wenn man dann antwortet ("ne, ich will keine", "was?! aber wieso denn?! kinder sind doch ein geschenk!". ja man, für mich vielleicht nicht :rolleyes:).[/OT]
Die Frage finde ich unabhängig davon, ob man Kinder möchte, wirklich völlig Fehl am Platz. Meine Nachbarin fragte mich, ob wir Kinder wollen. Oder eine angeheiratete Verwandte. Das Thema ist so emotional aufgeladen und ich würde wirklich nie ungefragt eine Person fragen, weil dahinter eine so lange Leidensgeschichte stecken kann (nicht muss). Eine Freundin von mir wurde mit 33 gefragt, ob ihre Schwangerschaft geplant war... :cautious: Auf diese Frage antworte ich meist unspezifisch mit "Noch habe ich ein paar Jahre Zeit, mir das zu überlegen", damit keine blöden Nachfragen kommen. Am besten müsste man entgegnen, ob die Person am GV teilnehme möchte, um besser beurteilen zu können, ob es was mit dem Kind wird. :tongue:
 

Benutzer122781 

Planet-Liebe ist Startseite
Meine Nachbarin fragte mich
mich fragten das sogar restaurantbesitzer, wo wir früher regelmäßig waren, mit denen man aber eigentlich nur smalltalk gehalten hat. find das wirklich so absurd.
und ich persönlich bin auch d'accord mit dem thema, hat also nichts damit zu tun, dass es mich triggern würde (was, wie du schon richtig schreibst, ja aber keiner wissen kann. wie schlimm muss es für ungewollt kinderlose sein immer wieder damit konfrontiert zu werden). finds eben nur völlig unangebracht.
 

Benutzer164174  (43)

Öfter im Forum
Ich frage eigentlch nie persönliche Dinge, ich möchte da auch nicht ausgefragt werden. Ich denke, wenn es jemand erzählen will, soll er das. Aber ich würde nie danach weiter fragen, sowas wäre mir zu eng.
Das wirkt auf andere meist etwas seltsam und unpersönlich
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wow! So viele unterschiedliche Einstellungen und Ansichten zu diesem Thema!

Aber es scheint sich doch abzuzeichnen, dass es viele Menschen nicht so schrecklich finden, persönliche Fragen gestellt zu bekommen, wenn es nicht gerade um das extrem heikle Thema Kinderwunsch und Familienplanung geht.

Ich bin da total widersprüchlich. :grin:

Ich beantworte nahezu jede persönliche Frage, die man mir stellt gerne und tiefgehend. Im Gegenzug vergesse ich meistens selber tiefergehende Nachfragen zu stellen und merk dann erst zwei Tage später, dass ich doch gerne mehr gewusst hätte.
Das kann ich auch ziemlich gut. Entweder ich vergesse es, nachzufragen, oder mir fällt zwar eine Frage ein, die mich interessiert, aber ich traue mich nicht, sie auch tatsächlich zu stellen.

Aber ich habe auch den Eindruck, dass man mit solchen Fragen ziemlich gut Interesse am Gesprächspartner zeigen kann und denke, dass das durchaus hilfreich sein könnte, um Kontakte zu intensivieren. Und ich weiß noch nicht, wie ich da eine sinnvolle Balance finden kann. - Also Interesse zeigen, ohne den Eindruck zu erwecken, ich würde die andere Person ausfragen. Vermutlich muss ich mir mit meiner derzeitigen Zurückhaltung über zweiteres auch überhaupt keine Sorgen machen und könnte deutlich offensiver sein, ohne dass es zu viel wird. Und trotzdem bleibt diese Sorge, die mich immer wieder davon abhält, nachzufragen.

Das Thema Kinderwunsch und Familienplanung ist aber schon eine extreme Sache: Da gibt es ein ganz großes, ungewolltes Fettnäpfchen- und Verletzungs-Risiko. Das würde ich auch lieber ausklammern, bzw. auch Nachfragen verzichten.

Mit manchen Freunden habe ich jedoch auch die Abmachung "fragen darf man alles, man darf nur nicht auf alles eine Antwort erwarten". Ich fühle mich mit diesem Arrangement ganz wohl, weil dann weder der Fragende Hemmungen haben muss, noch der andere, wenn er nicht antworten möchte.
Das ist ja interessant! Und ich kann mir irgendwie überhaupt nicht vorstellen, wie eine solche Abmachung zustande kommen kann.
Allerdings denke ich auch, dass es in Freundschaften doch echt kein großes Problem sein sollte, persönliche Fragen zu stellen. Viel heikler ist die Sache zumindest für mich in eher lockeren Bekanntschaften, in denen nicht dieses große, freundschaftliche Vertrauensverhältnis besteht.

Mein Eindruck ist häufig, dass sich soziale Kontakte hin und wieder verlaufen, weil ich es nicht schaffe, den Kontakt auf freundschaftlicher und persönlicher Ebene zu intensivieren. Leider liegt das Problem da oft bei mir, weil ich einfach auch nicht will, dass Hinz und Kunz meine Geschichte kennt.
Dieses Problem mit der Intensivierung von solchen Kontakten habe ich auch. - Und das, obwohl ich normalerweise kein Problem damit habe, mit anderen Menschen über solche persönlichen Dinge zu sprechen und entsprechende Fragen zu beantworten, sofern die Person auf mich einen halbwegs sympathischen und vertrauenswürdigen Eindruck macht. Ich denke, bei mir liegt das echt vor Allem an meiner eigenen Zurückhaltung, da ich befürchte, der anderen Person zu nahe zu treten und dadurch vielleicht auch desinteressiert wirke.

Anders herum frage ich, ob ich eine persönliche Frage stellen darf.
Darf ich fragen ob ......
Mich würde interessieren .....
Wenn du/Sie mir das erzählen magst/möchten, nur zu. Wenn nicht, völlig ok.

Respektiere da aber auch jedes nein.
Das ist auf jeden Fall ein guter Ansatz! Ich glaube, ich muss echt mal versuchen, häufiger mit solchen Formulierungen eine Frage zu stellen, als komplett darauf zu verzichten.
 

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das ist ja interessant! Und ich kann mir irgendwie überhaupt nicht vorstellen, wie eine solche Abmachung zustande kommen kann.
Ganz einfach. Wenn ich Leute mag und das erste Mal sowas aufkommt wie "darf ich dich was fragen?", dann kläre ich das halt so. Also schon mit Anlass und nicht aus dem blauen heraus, aber die zukünftige Kommunikation macht das einfacher.
 
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