Kinderwunschbehandlung Kinderwunschbehandlungen - wenn es alles andere als einfach ist (IVF, ICSI, TESE & CO)

Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • #1
Angeregt aus dem Basteln-Thema möchte ich hier gerne nochmal eure Erfahrungen zu Kinderwunschbehandlungen sammeln und diskutieren, gerne auch gegenseitig Mut und Hoffnung zusprechen. Schön wäre, wenn nicht nur "akute" Fälle besprochen werden, sondern auch ältere Fälle, egal, ob mit positivem oder negativem Ausgang, vorgestellt werden.

Dann mal direkt zu uns: wir sind in der KiWuKlinik, weil bei meinem Partner Azoospermie festgestellt wurde. Humangenetik und ggf TESE stehen noch aus. Bei mir scheint bisher alles in Ordnung ...

Kleine Begriffserklärung aus dem Titel:
IVF & ICSI sind beides Methoden der künstlichen Befruchtung, dass heißt künstlich ist daran vor allem, dass es außerhalb des Körpers im Labor stattfindet und anschließend zurück "transferiert" wird.
Bei der IVF werden Eizellen und Samen zusammen in ein Gefäß gegeben und das Zusammenkommen findet selbstständig statt. Im Gegensatz dazu wird bei der ICSI genau eine Samenzelle in eine Eizelle "künstlich" eingebracht. In beiden Fällen findet ein Rücktransfer in die Gebärmutter wenige Tage nach der Befruchtung im Labor statt.
In dem Zusammenhang müsste man eigentlich auch noch die IUI erwähnen, bei der aufbereitete Spermien direkt injiziert werden.
TESE ist eine Hodenbiopsie, da wird versucht direkt aus dem Hoden (oder dem Nebenhoden) bewegliche Spermien zu gewinnen. Das wird gemacht, wenn bei der Untersuchung des Ejakulates zu wenige (Oligoospermie) oder überhaupt keine Spermien (Azoospermie) im Ejakulat gefunden wurden.

AMH = Anti-Müller-Hormon lässt Rückschlüsse auf Eizellreserve zu
IR = Insulinresistenz
Kryo = eingefroren, sowohl Samen- als auch Eizellen und die befruchteten Zwischenstufen können eingefroren und später wieder verwendet werden
PCOs = polyzystisches Ovarialsyndrom


(Vielleicht ergänzen wir hier nach und nach weitere Abkürzungen, wenn Bedarf besteht)
 
Zuletzt bearbeitet:
Sweet Secret
Benutzer88035  Sehr bekannt hier
  • #2
Wir werden uns auch wieder in die KiWu-Klinik begeben. Bei meinem Mann war bislang alles in Ordnung, bei mir liegt PCO mit IR vor.

Nach zwei erfolglosen IVFs war der dritte Versuch im November 2021 erfolgreich - wenn auch mit keinem tollen Ausgang.

Ich werd die Tage mal wieder in der KiWu anrufen und die Maschinerie wieder in Gang setzen.
 
Leseratte92
Benutzer171427  (31) Verbringt hier viel Zeit
  • #3
Das spermiogramm sei laut unserem Arzt doch nicht so schlimm wie angenommen aber doch ein Faktor was uns in weg steht. Aber bei ihm ist doch wieder der starke Verdacht auf Endometriose gekommen daher werde ich hoffentlich die Bauchspiegelung im Februar starten sofern die proktologische op auch zeitgleich gemacht werden kann.

Mein Arzt ist optimistisch das wir es dieses Jahr endlich mit seiner Hilfe schaffen aber ich bin mittlerweile so skeptisch nach all der Zeit.
Zudem hab ich die Diagnose Akne Inversa bekommen und hab ständig Abszesse wodurch wir auch nicht mehr jeden Zyklus nutzen können weil Sex da unten einfach blöde ist in der Zeit.
 
Federleicht
Benutzer169922  Meistens hier zu finden
  • #4
Wir haben über ein Jahr erfolglos probiert schwanger zu werden.
Seit 2021 sind wir in der Kinderwunschklinik.

Wir haben leider ein schlechtes Spermiogramm und einen niedrigen AmH-Wert im Gepäck.

Bei der ersten ICSI (kurzes Protokoll - nur eine Eizelle von drei hat es bis zur Morula geschafft) wurde ich schwanger, leider habe ich unseren Hoffnungsträger in der 6 Woche verloren.

Eine weitere ICSI (langes Protokoll - drei Eizellen wurden zu drei Blastos) und ein Kryoversuch blieben leider erfolglos - es fand nicht mal eine Einnistung statt.

Gerinnung und Immunologie, sowie Vitamin D und Folsäure sind bei mir in Ordnung.

Gerade befinden wir uns in der Warteschleife zur Kryo 2.2.
Erster Ultraschall findet morgen statt.

Sollte dieser Versuch wieder scheitern, werden wir auf Grund des verfallenden Budgets die dritte ICSI machen und erstmal alles einfrieren.
Ich glaube, dann brauche ich erstmal eine Kur, um wieder ich selbst zu werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Rory
Benutzer65998  Sehr bekannt hier
  • #5
Wir haben es aufgrund des schlechten Spermiogramms meines Mannes nach 1 1/2 Jahren vergeblicher Bastelzeit mit zwei Inseminationen, zwei ICSI-Frischversuchen und einem weiteren Versuch mit einem Kryo-Embryo aus der zweiten ICSI probiert. Alle negativ. Erst die dritte ICSI war erfolgreich. Im April 2021 ist dann unsere Tochter geboren.

Nun versuchen wir seit etwa einem halben Jahr ein zweites Kind zu bekommen. Im Oktober waren wir unerwartet auf natürlichem Wege plötzlich schwanger, allerdings war diese Schwangerschaft nicht intakt und ging irgendwann in der 5. Woche ab. Für uns aber trotzdem ein ausschließlich positives Erlebnis, weil wir nie ernsthaft damit gerechnet hätten, dass wir überhaupt einfach so schwanger werden könnten. Deshalb probieren wir es so auch erst einmal weiter.

Einen Termin in der Kinderwunschklinik hatten wir vor der kurzweiligen Schwangerschaft im Herbst bereits ausgemacht, müssten ihn aber im Dezember krankheitsbedingt absagen, und irgendwie fehlt mir gerade der Impuls, da jetzt anzurufen und einen neuen zu vereinbaren. Zum einen deshalb, weil ich es natürlich viel lieber hätte, wenn es doch natürlich klappen sollte. Zum anderen, weil wir immer noch nicht abgestillt haben, und das ist Voraussetzung für eine Hormonbehandlung.

Hier ist deshalb gerade alles etwas offen, einen konkreten Plan gibt es noch nicht.
 
Bria
Benutzer65313  Toto-Champ 2008 & 2017
  • #6
Off-Topic:


Zudem hab ich die Diagnose Akne Inversa bekommen und hab ständig Abszesse wodurch wir auch nicht mehr jeden Zyklus nutzen können weil Sex da unten einfach blöde ist in der Zeit.
Ich weiß nicht ob es für euch in Frage kommt und wie "dringend" der Wunsch ist, aber vielleicht käme ja die Heiminsemination für euch in Frage? Ich bin damit drei Mal schwanger geworden. Spermiogramm steht dem natürlich entgegen, aber ich wollte nur erwähnt haben, dass es auch andere Möglichkeiten als Sex gibt. :zwinker:

 
Leseratte92
Benutzer171427  (31) Verbringt hier viel Zeit
  • #7
Off-Topic:



Ich weiß nicht ob es für euch in Frage kommt und wie "dringend" der Wunsch ist, aber vielleicht käme ja die Heiminsemination für euch in Frage? Ich bin damit drei Mal schwanger geworden. Spermiogramm steht dem natürlich entgegen, aber ich wollte nur erwähnt haben, dass es auch andere Möglichkeiten als Sex gibt. :zwinker:
Das wäre vielleicht eine Möglichkeit es zu probieren. Hab kurzfristig morgen nen Termin im Krankenhaus bekommen und hoffe da erstmal Näheres über meine mögliche OP am Pöppes rauszufinden. Danach wäre das vielleicht tatsächlich mal ne Möglichkeit
 
guinea
Benutzer156664  Verbringt hier viel Zeit
  • #8
Unsere Große ist auch durch künstliche Befruchtung entstanden.
Nach jahrelang erfolglosem Basteln mit mehreren Eileiterschwangerschaften inklusive OP, Fehlgeburten und vollständigem Verschluss der Eileiter sowie sehr schlechtem Spermiogramm meines Mannes war das meine fünfte Schwangerschaft - dieses Mal endlich mit lebendem Kind im Arm. Ein Wunder, von Anfang an, weil auch diese Schwangerschaft zunächst nicht intakt schien. Unsere Kämpferin hat sich aber festgebissen und ist nun eine sehr willensstarke Zweijährige.

Ihre kleine Schwester ist jetzt fast 6 Monate alt und kam völlig überraschend auf natürlichem Weg zu uns. Ein zweites Wunder, das es medizinisch gesehen auch gar nicht geben dürfte.

Ich wünsche euch allen so sehr, dass ihr auch einen positiven Ausgang habt!
Ich weiß leider zu gut wie belastend diese Zeit ist und dass wenig hilft. :frown:
 
Meli1976
Benutzer189133  (47) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #11
Wir waren 2013 bis 2016 in zwei verschiedenen Kinderwunsch Kliniken.

Ich leide unter starker Endometriose in Verbindung mit einem Geschädigten Eileiter. Mein Mann hatte im Spermiogramm recht gute Werte.

Wir hatten das volle Programm durch; 3x iVF, 4x ICSI und Intratubarer Gametentransfer. Zusätzlich eine Hotmontherapie, die mich psychisch an meine Grenzen gebracht und beinahe unsere Ehe zerstört hätte.

Schwanger geworden bin trotzdem nicht. Es hat in unserem Fall alles nichts gebracht.

Wir haben inzwischen mit dem Thema abgeschlossen (auch mithilfe einer sehr einfühlsamen Therapeutin). Es sollte einfach nicht sein.

Ich bin froh, das wir es versucht haben, denn so kann ich mir nichts vorwerfen und konnte meinen Frieden damit machen.
 
Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #12
Ich finde es jetzt schon ganz toll, dass sich hier alle nochmal so zusammen tun und danke euch für eure Geschichten. Ich wurde gebeten so viele Begriffe wie möglich zu erklären, nicht wundern, wenn ich immer mal was im ersten Beitrag ergänze, so können sich Neulinge schneller einfuchsen.
 
Leseratte92
Benutzer171427  (31) Verbringt hier viel Zeit
  • #13
Endlich mal gute Nachrichten.
Die im Krankenhaus wollen nicht operieren die Entzündung geht zurück und sie denken das ich um die Operation erstmal rumkomme.
Ich hoffe ich kriege für Februar direkt einen Termin zur Bauchspiegelung.
Dann hätte ich das endlich mal hinter mir.

Auch wenn ich vor der op großen Respekt habe
 
Nani3004
Benutzer150315  (29) Verbringt hier viel Zeit
  • #14
Ich schleiche mich jetzt doch auch gerne hier mit rein! Gestern war gestern und heute ist heute…. Und heute haben wir für uns fatale Informationen bekommen…

Kurze Zusammenfassung zu uns:
Mein Mann hat eine spontan entdeckte Varikozele (Krampfader im Hoden) und ein sehr schlechtes Spermiogram. Darauf hin KiWuKlinik kontaktiert. Im Dezember direkt einen Termin bekommen - Blutabnahmen (Hormone und Chromosomen Untersuchung); ich Überweisung ins KH für eine Bauchspiegelung.

Gestern Sprechstundentermin im KH: gut aufgebaute Gebärmutter, rechter Eierstock unauffällig, links Zyste mit 4cm Durchmesser.
OP findet am 26.1. statt - Bauchspiegelung und Eileiterdurchlässigkeit plus wenn noch da, die Zyste eliminieren.

Heute: Anruf der KiWu… Bei meinem Mann ist die Chromosomen Untersuchung so auffällig, dass behinderte Kinder zu erwarten sind. Schock für uns beide…

Plan: Vorstellung bei einem Genetiker zur Befundbesprechung.

Wir müssen uns unterhalten was wir ethisch vertreten können/wollen. (Als Option steht eine künstliche Befruchtung mit vorheriger Embryo Untersuchung - kann ich mir gerade irgendwie aus ethischer Sicht nicht vorstellen… ODER schwanger werden mit dem Risiko und feindiagnostische Betreuung - wollte ich mir bisher auch nicht an tun, wenn wir schwanger geworden wären)
Wir stehen gerade richtig in einer Patt Situation… sind auch noch voll geschockt von dem Befund.


Vielleicht hat ja jemand für meine Ethik gute Ansätze, wie ich mir das erleichtern kann…
Meine Problematik ist die, ich arbeite mit Menschen mit Behinderung, ich weiß wie toll sie sind und gleichzeitig weiß ich um die Belastung der Eltern….
Für mich ist die Vorstellung ein Embryo zu Untersuchen auch schon so in die Richtung „ich wähle Augenfarbe, Geschlecht etc. Und bastle mir das perfekte Wunsch Kind“ versteht an was ich meine? Das fühlt sich gerade so absurd und falsch an… 😔
 
Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #15
Oh das ist hart. Das steht bei uns ja noch aus. Ich glaube das würde ich erstmal sacken lassen und dann vermutlich schon alle Möglichkeiten ausschöpfen 🫣 sag ich mal so als ersten Impuls.
 
Manche Beiträge sind ausgeblendet. Bitte logge Dich ein, um alle Beiträge in diesem Thema anzuzeigen.
axis mundi
Benutzer172636  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #25
Nani3004 Nani3004 , als Ansatz: Es werden nicht nur Embryonen ausgewählt, die besonders 'perfekt' sind, sondern auch jene, die aufgrund ihrer Unversehrtheit eine höhere Überlebenschance besitzen. Du reduzierst also ein Stück weit damit auch das Risiko, dass dein Körper entscheidet, dass der Embryo abgestoßen wird und du das erleben musst.

Ich für mich würde die Untersuchung im Voraus einem möglichen Abbruch einer Schwangerschaft vorziehen. Das Einsetzen von Embryonen ist in den meisten Fällen mit der Entscheidung verbunden, welcher Embryo am besten entwickelt ist. Die restlichen Embryonen (wenn es mehr als zwei sind) werden eingefroren, wodurch wenn keine weiteren Kinder gewünscht sind ebenfalls eine Selektion stattfindet. Ihr würdet mit einer solchen Untersuchung also lediglich einen besonders gut geeigneten Embryo eingesetzt bekommen, der aufgrund seiner genetischen Ausstattung lebensfähig ist. Bis zu welchem Grad selektiert wird, entscheidet ihr. In Deutschland sind die Regeln die Präimplantationsdiagnostik betreffend sehr streng, um genau das, was dir vorschwebt (Auswahl nach Geschlecht, Augenfarbe, potentielle Körpergröße, etc.) zu verhindern. Ein Humangenetiker berät übrigens meistens auch zum ethischen Aspekt.


Aufgrund persönlicher Erfahrungen, möchte ich nach Möglichkeit nicht vor der Option stehen, ob ich lieber aus ethischen Gründen (und ja, die Vermeidung von Leid kann ein Argument sein und für mich ist es das eben vor diesem persönlichen Hintergrund auch) eine Schwangerschaft abbreche, bei der es wahrscheinlich ist, dass das Kind nicht oder nur stark eingeschränkt lebensfähig ist und womöglich innerhalb einer stark verkürzten Lebensspanne viele Schmerzen in Form von OPs, Behandlungen und ähnlichem ertragen muss oder es nicht tue, weil ich das Kind kennenlernen möchte und mich an die kleine Chance klammere, dass es gut geht. Diese Option bestünde für mich aber nur, wenn der Embryo in mir drin wäre. Außerhalb meines Körpers hätte ich dazu keine Bindung.
Wenn eine PID verhindern kann, in eine solche Situation zu geraten, die bei euch eine sehr wahrscheinliche zu sein scheint, würde ich sie für mich wählen. Für mich (!) ist das aus meiner Sicht der Weg, der den wenigsten Schmerz für euch als Eltern und auch für ein mögliches Kind bedeutet. Ein Embryo, der nicht ausgewählt wird, findet das nicht schlimm. Embryonen haben kein Bewusstsein, sie empfinden keinen Schmerz und sie werden erst zu einem empfindenden Wesen, wenn sie implantiert werden und zum Mensch heranwachsen. Den Embryo anhand seiner Überlebenschancen und genetischen Unversehrtheit auszuwählen, heißt übrigens nicht, dass man Menschen mit Behinderungen nicht mag, nicht respektiert oder ihr Leben nicht für lebenswert hält. Viele Behinderungen stellen zwar eine Einschränkung dar, jedoch gibt es auch viele Therapiemöglichkeiten, die eine hohe Lebensqualität ermöglichen können, bei anderen Behinderungen ist dies weniger der Fall, auch das wäre ein Punkt, den ich in Erwägung ziehen würde. Eine PID kann übrigens auch Embryonen ausschließen, die in einer Schwangerschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fehl- oder Totgeburt abschließen würden, ihr könntet euch dann lediglich besser informiert zwischen verschiedenen Embryonen entscheiden.

Off-Topic:
Edit: persönliche Details entfernt
 
Zuletzt bearbeitet:
Caelyn
Benutzer87573  (35) Sehr bekannt hier
  • #26
Ich würde an eurer Stelle ebenfalls erstmal den Termin beim Humangenetiker abwarten. Dort wird Euch nochmal ganz genau geschildert werden, was das Problem ist und wie die Wahrscheinlichkeiten ausstehen und was eure Möglichkeiten sind. Eine Entscheidung, wie es weitergehen kann und soll würde ich an eurer Stelle erst treffen wollen, wenn ich umfassend informiert bin und den ersten Schock habe sacken lassen.

Als jemand, der ebenfalls eine potenziell tödliche Erkrankung geerbt hat halte ich persönlich eine Vorauswahl von Embryos als vertretbar, wenn es darum geht, Leid für Eltern und Kind zu vermeiden. Es ist ja eben nicht so, dass ihr zum Spaß nach Geschlecht oder Augenfarbe auswählen wollt, sondern es geht darum, Euch und Eurem Nachwuchs einen möglichst gesunden und sorgenfreien Start ins Leben und Beisammensein als Familie zu ermöglichen.
 
Federleicht
Benutzer169922  Meistens hier zu finden
  • #103
Ich möchte dir gerne ein bisschen Mut machen.

Zwischendurch habe ich auch immer wieder das Gefühl, ob es nicht vll einfach so sein soll, dass wir kein Kind haben und es einen Grund hat, weshalb es nicht natürlich funktioniert.

Und hin und wieder frage ich mich, ob der Leidensweg den Wunsch nicht überwiegt und wir abbrechen sollten.

Ich denke mittlerweile, dass es normal ist. Eben weil es nicht nur einfach um Sex geht sondern um eine Behandlung, die an den Kräften zehrt und man den Ausgang nie vorhersagen kann. Vielleicht ist es auch ein gewisser "Schutzmechanismus" des Kopfes. Dass man versucht sich hier und da vorzustellen sich kinderlos arrangieren zu können.

Aber wenn ich dann wieder ganz tief in mich reinhöre, ist dieser Wunsch so unfassbar riesig, dass ich mir ein Leben ohne Kind überhaupt gar nicht vorstellen kann.

Letzte Woche habe ich zB auf mein Patenkind aufgepasst und sie wollte kuscheln. So haben wir auf der Couch gelegen und sie fest an mich gekuschelt und ich habe mir vorgestellt, wie ich mit meinem Kind so kuscheln würde und gefühlt hatte mein Herz kein Platz in der Brust, so überwältigend war dieser Moment.

Ich denke auch, je nach dem vor welcher Entscheidung oder Situation man steht, fängt man an "abzuwägen".
Schließlich weiß man wie gesagt nicht, wie die Behandlung letzen Endes ausgeht.

Ich finde es sehr gut, dass ihr miteinander kommuniziert und ihr eure Gefühle mitteilt. Vielleicht musst du auch erstmal verarbeiten, dass es für euch nicht "den einfachen Weg" gibt.

Fühl dich lieb gedrückt, wenn du magst :knuddel:
 
Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #120
Wir haben uns viel zu viel Zeit gelassen. Nach spätestens einem Jahr mit passendem sex zum Eisprung würde ich Diagnostik betreiben wenn ich Es nochmal machen könnte... Man weiß dann zumindest wie die Chancen stehen und was man für Optionen hat.
 
Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #477
Hilfe, alles geht schief 😭

Ich sollte gestern Abend mit 2x 0,1 triptofem auslösen (freeze all ist beschlossen aufgrund überstimulationssymptomen). Leider erlitt ich bei der zweiten Spritze einen Kreislaufzusammenbruch, fand mich am Boden wieder, musste mich mehrmals übergeben und konnte die zweite Spritze nicht mehr geben, es hat lange gedauert bis ich stabil genug zum aufstehen und ins bett gehen war. Ich habe leider keine Notfallnummer der KiWuKlinik und bin jetzt bis morgen im Ungewissen welche Folgen das hat. Ob jetzt alles umsonst war? Oder die Ausbeute nur geringer ist? Oder oder oder.
Mir geht's heute noch schlecht. Ich kann kaum schlafen, der Blutdruck ist im Keller, der Puls hoch, Migräne gabs gratis und mir ist nach wie vor sehr übel, aber zumindest wird es ganz langsam besser.
Wer kann mir helfen?🥺
 
Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #485
Geht wohl aufgrund der vielen Follikel um das Risiko einer Überstimulation. Ich fühle mich "unten rum" nicht schlechter als bei der letzten Kontrolle und da wurde dann eben freeze all und das Auslösemittel ohne hcg festgelegt, aber noch ist nichts schlimmes. Der Kreislauf war vermutlich wegen der Spritzen so bescheiden. Hatte das die letzten 2 Wochen eigentlich gut im Griff aber schon bemerkt, dass sichtbare Flüssigkeit schwieriger ist für mich als der PEN, ging aber immer mit weggucken und Füße hoch, was trinken ganz gut. Gestern gabs dann bei der letzten Orgalutran schon eine Sauerei, Gefäß getroffen, ich denke rückblickend das hat die Ausgangssituation für später verschlechtert. Dann merkte ich die spritze auch deutlich mehr und es brannte wie sau, und ich hab hingeschaut und selbst abgedrückt und dann sagte ich nur er müsste die zweite abdrücken, mir wäre schwummrig und dann war ich weg 😔
 
Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #563
Ich muss mich auskotzen. Ich weiß es ist jammern und wimmern, aber heut muss es irgendwie mal sein, egal wie angebracht das vielleicht ist ... Achtung lang, und danke, falls sich irgend jemand das durch liest und mich versteht 😭

Wir befinden uns ja im Kryozyklus. Nun hab ich von Haus aus keinen perfekt immer gleich langen Zyklus. Dass heißt es ist schwer planbar wann eigentlich gern Eisprung sein würde. Nun war ich an Tag 10 zum Ultraschall alles ganz toll weiter so und heute an Tag 13 (anderer Arzt) sagt es hat sich nichts getan, ich soll Letrozol und Estifam oder so nehmen und Mittwoch wieder kommen. Er hat nicht viel erklärt, nur gesagt das unterstützt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und die Eizellreifung ... war heut eh alles chaotisch heute dort vom Ablauf.

Im Nachhinein fühlte ich mich damit irgendwie nicht wohl, und habe (in Absprache mit meinem Partner) beschlossen die Medikamente nicht zu nehmen. Ich weiß natürlich, dass das im Vergleich zur vorher gegangenen Stimulation alles Pustekuchen ist an Nebenwirkungen, aber ich habe kein gutes Gefühl, weil es irgendwie nicht wirklich nötig ist. Ich hab ja regelmäßig Eisprünge (mit ovus getestet über jahre)... Und sollte jetzt der Zyklus durcheinander sein nach dem ganzen Stress und Hormonen dann ist das doch auch irgendwie ok? Also klar bin ich total ungeduldig und hätte am liebsten schon vorgestern endlich einen kleinen Eisbär zurück bekommen ... aber irgendwie fühlt sich das falsch an das vermeidbare zu tun. Versteht mich irgend jemand? Ich hätte das gern mit unserer Ärztin besprochen, aber heut war der andere Arzt da und alles chaotisch und so hab ich den Moment zum denken und fragen nicht gehabt. Die Stimulation zur Eizellentnahme war nötig, aber das jetzt? Ich weiß es nicht. Natürlich fühlt es sich auch beschissen an sich darüber hinweg zu setzen, weil ich da jetzt natürlich auch keinen erreiche und damit alleine bin. Aber im Zweifel verliere ich "nur" einen Zyklus. Was natürlich trotzdem scheisse und viel ist, vor allem weil ich eigentlich die ganze zeit jammere wann es endlich los geht ... aber ich schreie bei Nebenwirkungen immer laut hier und auf das dort gelesene würde ich gerne verzichten ...
 
Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #643
Wie erwartet war der Bluttest negativ und auch wie erwartet müssen wir pausieren wegen der Feiertage. Ich hab so die Schnauze voll von dieser scheiss Warterei, diesem elendigen Nichtstun können, diesem bescheuertem Ausgeliefertsein... von Weihnachtszeit wieder ohne Grund zur Freude.
Auf meine Periode warte ich auch immer noch. Seit Dienstag kein Progesteron mehr und bisher nichts als leichte Schmierblutungen, aber ich hatte ja progestan und prolutex zum spritzen, da dauert es vielleicht länger bis das raus ist - Jemand Erfahrungen?

Ein Jahr ... nie hätte ich gedacht wie lange alles dauert. Im nächsten Leben mach ich das anders.
 
Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #645
Es geht weiter. Kryo Zyklus 2 läuft. Ich nehme wieder Letrozol: danke für die Hitzewallungen, Schmierblutungen und nicht zuletzt die Gefühlsduseleien 😭 ich bin total weinerlich und hasse es. Bald wird Estrifam das Letrozol ablösen, wir werden den Eisprung diesmal mit Ovitrelle auslösen: juhu, endlich mal wieder eine Spritze 😫, dann gibt's auch endlich wieder Progestan, was freu ich mich auf die Sauerei und ab Transfer wieder jeden Tag Prolutex - ich werd noch zum Junkie 🤪
Aber: ich bin dankbar für die Möglichkeit. Sonst gäbe es noch nicht mal den Hauch einer Chance für uns. Aber aktuell fühlt sich alles schwer und zum Heulen an.

Habt ihr Jemanden immer auf dem Laufenden gehalten aus eurem Umfeld oder es mit euch ausgemacht?
 
Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #648
Danke für eure Rückmeldungen. Ich hätte gerne manchmal Jemanden, der so richtig im Alltag mitfiebert aber andererseits scheue ich mich extrem davor denen die es überhaupt wissen genaue Tage zu nennen wann was ist bzw wann es Ergebnisse gibt 🫣 hab jetzt erstmal wie bisher es nur so grundsätzlich grob erzählt wo wir etwa stehen, würde mir das aber falls ein weiterer Anlauf nötig ist vielleicht anders wünschen und find es daher spannend wie andere es handhaben.

Hier stellt sich wieder die Frage vorher testen oder nicht? Wenn ja wann? Ich bin ja absolut kein Stricheraten Fan und weiß noch wie doof es beim letzten mal war noch weiter zu spritzen, obwohl ich mir sicher war es hat nicht geklappt. Andererseits will ich auf keinen Fall bis zum Bluttest warten und bin natürlich ungeduldig wie sau... solange ich nicht getestet hab glaub ich dran 🥺
 
Manche Beiträge sind ausgeblendet. Bitte logge Dich ein, um alle Beiträge in diesem Thema anzuzeigen.
Gänseblümchen 86
Benutzer191459  (37) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #658
Hatte heute morgen einen Termin bei meinem Hausarzt und bei der Gelegenheit direkt gefragt. Ich kann mich von ihm problemlos krankschreiben lassen. 👍 Das erleichtert mich sehr.

Hoffentlich ist im Nachhinein alles halb so wild, und ich fühle mich die Zeit über gut und brauche wirklich nur den Tag der Punktion bis zum Transfer auszufallen. 🙈
 
S
Benutzer200582  (34) Ist noch neu hier
  • #659
Das neue Jahr hat bei uns mit direkt zwei Schwangerschaftsverkündungen im Umfeld begonnen. Für mich ein denkbar schlechter Start nach inzwischen fast 3 Jahren Kinderwunsch. Ich kann einfach nicht mehr. Ich kann mich nicht mehr freuen und auch keine Freund heucheln. Am liebsten würde ich mich nur noch zuhause verkriechen und keine Schwangeren und Babys mehr sehen. Und das am besten auch mit heruntergelassenen Rollläden. Scheiß Neubaugebiet .... wenn ich auch nur geahnt hätte, dass das bei uns so schwierig oder vielleicht auch gar nichts wird, wäre ich hier nie im Leben hergezogen.
In ein paar Tagen verabschiedet sich zudem eine Kollegin in den Mutterschutz. Bin froh, sie dann im Büro nicht mehr sehen zu müssen und habe mir für ihren Ausstand freigenommen, um nicht dabei sein zu müssen. Ich weiß ja inzwischen, wie das endet, heulend aufm Büroklo.
 
sanguina
Benutzer149155  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #660
S Sunlight als mein Mann und ich am Basteln waren, ist meine Arbeitskollegin absolut ungeplant schwanger geworden. Ich mochte und mag sie sehr gerne und sie wusste, dass wir unter erschwerten Bedingungen dran sind und sie wollte es mir persönlich unter vier Augen sagen. Wir konnten das untereinander recht gut regeln, ich weiß aber, dass das gerade auf Arbeit nicht die Norm ist.

Trotz allem bin ich dann der Abschiedsparty ferngeblieben. Ich konnte es trotz bestem Verhältnis nicht. Da hatte ich wenige Monate davor eine (frühe) Fehlgeburt und vielleicht 10 Tage nach der Party meine zweite Bauchspiegelung.

Das ist normal. Und jeder mit ein bisschen Empathie versteht das.
 
Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #661
Ich weiß auch noch nicht, ob ich es schaffe zur Babyparty meiner besten Freundin zu gehen 🫣 ich freue mich wirklich wirklich sehr für sie, aber ob ich dieses Event mit anderen Müttern und Spielchen so überstehe weiß ich nicht .

Es ist einfach scheisse, wenn kein Ende in Sicht ist und die Ungewissheit über allem schwebt. Verkriechen find ich daher absolut nachvollziehbar :knuddel:
 
N
Benutzer113006  Team-Alumni
  • #662
Nach mir haben zwei Kolleginnen geheiratet und wir haben es zum Zeitpunkt unserer Hochzeit schon ein Jahr versucht. Für mich wäre es absoluter Horror gewesen, hätte es bei den Kolleginnen vor mir geklappt. Saß da eines Tages vollkommen am Ende auf Arbeit und habe eine Kollegin eingeweiht...
 
Wentj
Benutzer144187  Sehr bekannt hier
  • #663
Ich hadere gerade auch sehr mit meinen Gefühlen. Seit zwei Zyklen dürfen wir wieder basteln, in beiden Zyklen hat jetzt jemand anderes eine Schwangerschaft verkündet. Ich will mich wirklich ohne wenn und aber freuen, aber das gelingt mir im Moment gerade nicht. Es geht mir im Moment einfach gerade viel zu nah, dass es bei anderen "einfach so" klappt und bei uns trotz allem nicht.
Off-Topic:
Bis jetzt. Versuchen wir, positiv zu denken.

Fühlt euch alle mal gedrückt :knuddel:
 
Nani3004
Benutzer150315  (29) Verbringt hier viel Zeit
  • #664
Bei mir wechselt die Stimmung immer wieder zwischen ich kann mich freuen oder mich nicht freuen. Festgestellt habe ich je weniger gut ich jemanden kenne die die Schwangerschaft verkündet, um so weniger kann ich mich mitfreuen. Auch komisch da schlägt der Neid komplett zu, bei Freunden zum Glück (noch?) nicht.


Um hier mal was positives zu vermerken, wir haben gestern von der Ethikkomission die Zusage für die PID erhalten 🥰 eigentlich war klar, dass wir die bekommen (Formsache), aber so ein Rest Panik, dass sich doch jemand von den Geschworenen anders entscheidet, ist immer geblieben. Das war ein super Geburtstagsgeschenk für meinen Mann, den er gestern auch hatte ☺️

Aber die elendige Warterrei nimmt halt einfach kein Ende. Jetzt müssen wir 2-4 Wochen auf das Einschreiben warte, dann schauen wo ich im Zyklus stehe, wieder einen Gesprächstermin in München ausmachen, bevor überhaupt mal was passiert.

Und dann hat mir die Dame aus der KiWu eröffnet, dass sie die PID nicht im selben Zyklus wie die Entnahme durchführen werden kann (den Grund weiß ich nicht, vermute Terminengpässe)… das nervt mich etwas… bekommt man ja doch oft mit, dass das Einfrieren und anschließende Auftauen nicht immer gut verlaufen….

Erst hatten wir „Angst“ es könnte ein Weihnachtsbaby geben, mittlerweile glaube ich, wird das sicher nichts vor Frühling 2025…🫡😅
 
Eswareinmal
Benutzer123446  (41) Beiträge füllen Bücher
  • #665
Ich war irgendwann auf der Arbeit sehr offen mit unserer Situation (im Team, nicht gegenüber höheren Ebenen).
Wir waren aber auch ein kleines Team und außer mir alles Frauen, die bereits Kinder haben und eine abgeschlossene Familienplanung hatten.
Das war aber tatsächlich sehr hilfreich, weil ich dadurch keine Lügen erfinden musste für Behandlungen oder wenn's mir mal scheiße ging.

Mitfreuen konnte ich mich nicht in jeder Phase, vor allem nach meiner Fehlgeburt nach der ersten ICSI.
Da hab ich für mich die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen das aber verstehen können, sofern sie von der Situation wissen.
 
Spongella
Benutzer187907  (34) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #666
Jetzt ist es offiziell: auch der zweite Anlauf hat nicht geklappt. Auch, wenn ich es eigentlich schon wusste ... dieser Anruf ... 😔🥺 wir werden wohl im März nochmal Anlauf nehmen.
 
S
Benutzer200582  (34) Ist noch neu hier
  • #667
Bei der Arbeit halte ich mich sehr bedeckt, da auch eine Beförderung im Raum steht und ich mir die nicht kaputt machen will, in dem ich zeige, dass ich psychisch angeknackst bin und/oder bald in Elternzeit gehen könnte. Ein paar Freundinnen wissen es inzwischen, da "musste" ich mich outen nachdem ich auf ihre Schwangerschaftsverkündungen alles andere als begeistert gewirkt habe und dann auch den Kontakt deutlich reduziert habe.
Ich gehe Schwangeren und frisch gebackenen Müttern möglichst aus dem Weg. Bei der Arbeit geht das dank hohem Home Office-Anteil ganz gut. Da bin ich halt "zufällig" dann im Home Office, wenn die schwangere Kollegin im Büro ist und umgekehrt. Bei Freundinnen ziehe ich mich möglichst zurück, vermeide Treffen und beschränkte den Kontakt auf banales Blabla per Textnachricht. Jetzt ist eine Nachbarin schwanger und ich husche möglichst schnell an ihrem Haus vorbei und hoffe, nicht in ein Gespräch verwickelt zu werden, wenn sie gerade draußen ist.
Ich kann einfach nicht mehr. Es gab kürzliche eine Totgeburt im Umfeld und ich war einfach nur wahnsinnig erleichtert, diesem Baby nie begegnen zu müssen. Und dieser Gedanke lässt mich mich noch schrecklicher fühlen als ich mich eh schon fühle.
 
Rory
Benutzer65998  Sehr bekannt hier
  • #668
Ich kann einfach nicht mehr. Es gab kürzliche eine Totgeburt im Umfeld und ich war einfach nur wahnsinnig erleichtert, diesem Baby nie begegnen zu müssen. Und dieser Gedanke lässt mich mich noch schrecklicher fühlen als ich mich eh schon fühle.
Du leidest ja wirklich sehr unter der Situation, immer wieder mit Schwangerschaften und Babys konfrontiert zu sein. Natürlich ist es so, dass kurzfristig nichts dieses schreckliche Gefühl wirklich wird auflösen können, so lange du nicht selbst schwanger bist. Aber wie schätzt du deinen Leidensdruck ein? Möchtest du dich trotz der eigenen Kinderlosigkeit eigentlich anders fühlen können, wenn du von Schwangerschaften erfährst bzw. auch anders reagieren können oder ziehst du das aktuelle vermeidende Verhalten vor?

In ersterem Fall gibt es therapeutische Möglichkeiten, es gibt auch explizit auf das Thema Kinderwunsch spezialisierte Therapeuten. Man kann sich Hilfe holen, und mittlerweile gibt es da auch viele Angebote, weil es eben kein seltenes Thema (mehr) ist. Ich war mal mit meinem Mann bei einer Gruppentherapie, das wäre sehr heilsam gewesen, wenn man irgendwie für das Konzept "schlimmer geht immer" empfänglich ist, dort empfanden wir uns mit unseren Sorgen gegen die Schicksale der anderen als ganz kleine Hüte. War letztlich so gar nicht unseres, aber es gibt ja auch Einzeltherapien, in denen man viel gezielter an seinen eigenen Baustellen arbeiten kann. Wenn man einen starken unerfüllten Kinderwunsch hat, braucht man irgendwann zwangsläufig Strategien, um damit im Alltag zurecht zu kommen. Ich fand den Gedanken ganz tröstlich, dass, wenn ich mit meinen Sorgen und Ängsten irgendwann wirklich nicht mehr weitergewusst hätte, ich mir hätte Hilfe holen können. Und zwar Hilfe abseits der medizinischen Reproduktionsmedizin.
 
Rory
Benutzer65998  Sehr bekannt hier
  • #669
Da heute zufällig die Erstattung eintrudelte, wollte ich nur noch einmal daran erinnern: Wir haben für unseren einen ICSI-Versuch im Herbst von dem Anteil, den normale Krankenkassen nicht übernehmen, von unserer 100%-Krankenkasse 2.500€ erstattet bekommen und müssen damit für den ganzen Versuch "nur" noch ca. 900€ selber zahlen. Das ist schon ein Riesenunterschied, gerade, wenn man mehrere Versuche benötigt. Zu wechseln rechnet sich im Zweifelsfall sehr, sehr schnell.
 
Gänseblümchen 86
Benutzer191459  (37) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #670
Sorry, Jammer-Beitrag..

Mein Körper ist doch dämlich😩
heute Abend hätten wir mit der Stimulation starten sollen..
Heute morgen zum Labor und dann mittags die Nachricht: bitte nicht starten, die Hormonwerte sind zu hoch.. :X3:
jetzt habe ich noch eine Woche Downregulation gewonnen in der Hoffnung, dass es bis nächste Woche besser aussieht..

Beim Kontrollultraschall, gegen Ende des Pillenzyklus und vor Start der Downregulation, wurde bei mir eine kleine Zyste im Eierstock festgestellt. Die hat sich auch schön verabschiedet mit der Abbruchblutung, wie der Arzt es vermutet hat. Aber leider stimmen die Hormone noch nicht (welches da jetzt zu hoch ist hab ich vergessen zu fragen)..

wir haben quasi noch gar nicht angefangen und schon läuft's nicht rund..das macht mir etwas Angst.. und wenn es zumindest Tabletten wären und keine Spritzen. Mein Mann macht das echt super, ich merke fast gar nichts. Aber mit Spritzenphobie ist das trotzdem echt fies. Und nicht zu wissen, ob es dann zumindest nächste Woche weitergeht oder wir nochmal ganz von vorne anfangen müssen, stresst mich gerade dezent..
 
Leseratte92
Benutzer171427  (31) Verbringt hier viel Zeit
  • #671
wir haben quasi noch gar nicht angefangen und schon läuft's nicht rund..das macht mir etwas Angst..
Die Angst kann jeder nachvollziehen. Aber wenn du bisschen hier die alten Beiträge liest wirst du sehen das es bei fast allen so war. Bei mir sollte es auch losgehen und plötzlich endometriose etc. alles hat sich nach hinten geschoben.

Gerade Kinderwunschbehandlungen sind manchmal mühselig. Oft geht etwas nicht nach Plan da reichen schon plötzlich Erkältungen etc. damit muss man immer rechnen. Aber das ist völlig normal und wenn es ist dem Zyklus nicht klappt dann meist direkt im nächsten drauf. Ich drück dir die Daumen das es bei dir alles schnell losgehen kann.
 
Gänseblümchen 86
Benutzer191459  (37) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #672
Dankeschön Leseratte92 Leseratte92 😌

Ich verfolge schon lange die Kinderwunschthemen hier. Ansonsten wäre ich vermutlich auch viel "blauäugiger" an das Thema künstliche Befruchtung rangegangen und viel überforderter mit der Komplexität des Ganzen.
Es beruhigt auch etwas zu wissen, dass es nicht nur einem selbst so ergeht, dass es keine Seltenheit ist, wenn nicht alles nach Plan läuft und aber auch, dass es trotzdem oft irgendwann klappt.

Ich habe generell leider einfach Probleme damit, wenn wichtige Sachen nicht nach Plan laufen oder einfach nicht richtig planbar sind🙈
Vielleicht also auch alles kein schlechtes Training, falls ich dann irgendwann schwanger werden darf :zwinker:
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt 632 weitere Beiträge im Thema "Kinderwunschbehandlungen - wenn es alles andere als einfach ist (IVF, ICSI, TESE & CO)", die aktuell nicht angezeigt werden. Bitte logge Dich ein, um diese ebenfalls anzuzeigen.
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren