Keine Umzugsbereitschaft bei Bewerbung... Hilfe!

Benutzer152743 

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Hallo ihr alle,

mein Freund ist mit seinem Physik-Studium fertig und bewirbt sich jetzt in der Wirtschaft.
Die erste Bewerbung ist raus und heute kam eine Mail, dass er noch ein Formular mit persönlichen Angaben ausfüllen muss. Dabei musste er auch angeben, ob er bereit für einen Umzug ist.
Wir wohnen seit 3,5 Monaten in unserer ersten gemeinsamen Wohnung und natürlich möchten wir da nicht direkt wieder raus. Haben viel in die Wohnung investiert, u.a. eine neue Einbauküche. Die Firma ist ca. 30 km von der Wohnung entfernt, mit dem Auto fährt man ca. 30 min laut Google Maps. Umziehen ist also eigentlich nicht nötig. Das Unternehmen hat zwar sehr viele Standorte, der Standort hier ist allerdings der Hauptsitz der Firma.

Meint ihr, er wird wegen so etwas direkt aussortiert? Hab gerade Mega Schiss, dass das den Ausschlag geben könnte. Mein Freund wollte erst "Umzugsbereitschaft innerhalb der Region" angeben, hat sich dann aber für "keine Bereitschaft" entschieden, weil er nicht lügen möchte. Was meint ihr dazu?
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wenn die Firma ihn ohnehin am Hauptsitz einsetzen wollte, sollte das kein großes Problem sein, 30 Minuten Fahrtweg sind völlig normal. Wenn sie ihn woanders einsetzen wollten, käme es doch sowieso nicht in Frage. Ich denke also, ihr solltet euch keine enormen Sorgen machen. Andere Dinge werden wichtiger sein.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Er sollte das angeben, was zutrifft. Warum sollte er sich unglücklich machen? Andere Arbeitgeber haben im Ernstfall auch schöne Jobs.
Ich sehe das wie Fedora Fedora
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Es wäre wohl auch unangenehmer, wennn er "ja" angeben würde, sie ihm dann eine Stelle an einem anderen Standort anbieten und er erklären muss, wieso er plötzlich doch nicht umziehen will...
 

Benutzer152743 

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Es wäre wohl auch unangenehmer, wennn er "ja" angeben würde, sie ihm dann eine Stelle an einem anderen Standort anbieten und er erklären muss, wieso er plötzlich doch nicht umziehen will...

Das hab ich auch gedacht. Bevor er sich rechtfertigen muss und sich in eine unangenehme Situation begibt, soll er lieber gleich sagen was Sache ist.

Heutzutage hört man halt so viel von Flexibilität und Mobilität, dass es einem Angst macht, wenn man dazu aus welchen Gründen auch immer nicht bereit ist.
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Er sollte das angeben, was zutrifft. Warum sollte er sich unglücklich machen? Andere Arbeitgeber haben im Ernstfall auch schöne Jobs.
Ich sehe das wie Fedora Fedora

Er bewirbt sich natürlich auch in anderen Firmen, alle hier in der Region. Die sind allerdings alle ziemlich riesig und in ganz Deutschland vertreten, deshalb wird das "Problem" wieder auftreten.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Es kommt ja auch drauf an, was für einen Job man in welcher Region ausüben möchte. Wenn's das dort nicht so oft gibt, muss man mobil und umzugsbereit sein. Aber erstmal liest sich das bei euch ja gar nicht so.
 

Benutzer152743 

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Es kommt ja auch drauf an, was für einen Job man in welcher Region ausüben möchte. Wenn's das dort nicht so oft gibt, muss man mobil und umzugsbereit sein. Aber erstmal liest sich das bei euch ja gar nicht so.

In der Region hier sind sehr viele große Firmen, die Physiker beschäftigen. Es ist keine ländliche Region, sondern es gibt hier mehrere größere Städte. Also nein
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich würde auch erst mal alle Stellen in der Umgebung abklappern und wenn's dann nichts wird, könnt ihr ja immer noch über Umzug / erstmal länger pendeln nachdenken. Wenn ihn eine Firma gerne haben will, werden sich da im Zweifel auch Möglichkeiten finden lassen.

Prinzipiell ist es natürlich schon von Vorteil, wenn man sich bundesweit bewerben kann, gerade wenn man speziellere Anforderungen an eine Stelle hat.
Und von einem frischen Uniabsolventen wird das tendenziell auch eher erwartet als von jemandem, der schon Mitte 30 ist und ganz anders verwurzelt ist, weil er Frau und Kind und gebautes Haus hat – irgendwo ja auch zurecht. Aber das heißt ja nicht, dass es speziell bei ihm deshalb nicht klappt.
 
G

Benutzer

Gast
Ich vermute, dass das einfach ein Standardformular ist, dass an jeden Bewerber geht.

Hat er sich denn auf eine konkrete Stelle beworben? In der Ausschreibung müsste doch drin stehen, wo er arbeiten soll.
 

Benutzer122533  (32)

Sehr bekannt hier
Ich würde immer umzugsbereit angeben, auch wenn es nicht stimmt.
Lieber ins Bewerbungsgespräch kommen und überzeugen, dann aber unflexibler sein (umzugsbereit heißt ja nicht gleich überall hin - kann man ja immer noch anders begründen: das ist dann doch ZU weit, nicht in diese Stadt, ...).
Falls sie wirklich nur Leute für woanders suchen, hat man den Tag halt verschwendet. Falls sie aber auch (oder vor allem), aber nicht nur Stellen woanders besetzen wollen, laden sie eher wen ein, der umzugsbereit schreibt.
Wenn man schon von sich überzeugt hat und es im Hauptsitz Stellen gibt, kann man eher über den Standort diskutieren, als wenn man direkt aussortiert wurde, weil es genug ähnliche Profile im Angebot gibt, die flexibel sind.
Die Frage nach dem Standort kam bei mir immer am Ende.
Die einen wollten mich auch woanders hinschicken, haben nach meiner Absage sogar zurückgerudert, ich könne ja auch im Hauptsitz arbeiten.
 

Benutzer160853  (34)

Meistens hier zu finden
Das ist pauschal schwierig zu beantworten. Wenn beispielsweise eine Ausbildung absolviert werden muss, kann es gut sein, dass die Spezialisierung eben am Standort X oder Y erfolgt.
Grundsätzlich würde ich bei einer Bewerbung zunächst immer Bereitschaft signalisieren.
Sollte aus der Stelle in München, eine Position in Nordschweden werden, kann immer noch abgesagt werden
 

Benutzer52594 

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Kommt knallhart auf die Möglichkeiten an.
Wenn man im Umfeld viele passende Firmen und Arbeitsplätze hat, muss man sich nicht auf Stellen bewerben wo man umziehen muss/soll.
Wenn man aber im Umfeld wenig passende Firmen und Arbeitsplätze hat und diese wenigen auch noch schlecht bezahlen.
Ja dann muss man den Wohnortwechsel in Kauf nehmen. Nicht grundlos wandern noch immer soviele Menschen aus dem Osten ab. Nicht grundlos sind die Mieten und Grundstückspreise in München, Frankfurt, Stuttgart etc. so extrem hoch.
Soll heißen: Wenn es wirklich soviele Möglichkeiten bei euch gibt muss er nicht umziehen. Aber dann seit ihr in einer sehr komfortablen Lage. .. Neid.....
 

Benutzer162386 

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30min Anfahrt sind völlig entspannt. Ist Rufbereitschaft zu leisten? Sind hier Eintreffzeiten vertraglich vereinbart? Letzteres geht übrigens nur mit außertariflichen Verträgen, die auch entsprechend vergütet sind.

Ergo: entspannt Euch :rolleyes:
 

Benutzer27300  (44)

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Ich bin da der gleichen Meinung wie E efeu

Grundsätzlich würde ich erstmal Umzugsbereitschaft signalisieren, um nicht bereits im Vorfeld aufgrund einer nichtvorhandenen Umzugsbereitschaft aussortiert zu werden. In wie fern man dann auch bereit ist, seinen Lebensmittelpunkt auch wirklich in eine andere Stadt zu verlegen hängt dann doch wieder von verschiedenen Faktoren ab. Welche Stelle bietet mir das Unternehmen an einem anderen Standort? In welcher Gehaltsklasse bewegt man sich? Wo soll es letztendlich hingehen? Überspitz gesagt, für eine Projektleitung in der Forschung mit entsprechender Vergütung, Umzugshilfe, usw. ist man natürlich eher bereit seine Wurzeln zu verpflanzen als für eine Anstellung im Facility Management. Der Rest ist dann wieder Verhandlungssache bei Vertragsabschluss :cool:
 
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