Keine Freizeit, oder sehe ich das falsch?

Benutzer3713  (42)

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Hallo,
heute mal eine Frage in die Runde zum Verhalten in einer Beziehung. Ich möchte gerne wissen wie Ihr mein/unser Verhalten in unserer Beziehung von außen seht.

Zum Thema selbst.
Ich bin schon viele, viele Jahre mit meiner (inzwischen) Frau zusammen. (15+)
Inzwischen auch mit einer wundervollen kleine Tochter.
Und damit möchte ich mal beginnen.
In meinem Job arbeite ich ca. 9-10 Stunden täglich. Meine Frau ist zuhause und betreut unsere Kleine (fast 2 Jahre). Wenn ich dann nach hause komme, bin ich ab betreten der Wohnung für meine kleine "zuständig". Was ich auch ok finde, da ich Sie meistens nur noch ca. 1 Std. sehe bevor es ins Bett geht und meine Frau auch einen entsprechenden Tag mit Ihr hinter sich hat und auch noch den Haushalt schmeißt.
Was mich aber (vor allem in letzter Zeit) sehr schafft, ist das ich derjenige bin der auch nachts raus "darf". Das kommt zwar nicht so häufig vor, aber es schlaucht mich dennoch. Denn ich bin auch derjenige der morgens als erster aufsteht um Frühstück für Mutter und Kind zu machen. (Ich selbst kann morgens fast nie was essen). Während sie sich eben noch mal umdreht. Wenn ich wirklich mal in der früh liegen bleibe, hab ich den Vormittag eine grummelnde Partnerin.
Ich mach das, weil ich weiß, dass meine Frau, wenn sie mal wach ist. Nur sehr schlecht wieder einschlafen kann und ich mich eben wieder hinlegen und weiter schlafen kann.
Aber nicht einmal in meinem Urlaub kann ich ausschlafen. Was das nächste Thema wäre. Wenn ich "Urlaub" habe, dann bin ich komplett 24 Stunden für meine Kleine zuständig. Meine Frau zieht sich dann mit einem Buch aufs Sofa zurück und lässt mich den Rest machen und will ihre Ruhe, das geht dann eben die X Tage die ich frei habe so. Ich selbst habe in der Zeit irgendwie keine Zeit für mich. Alles was ich für mich tue, lege ich entweder in den Mittagsschlaf oder Abends. Folglich bleibe ich dann entsprechend lang wach um auch ein bisschen was für mich zu tun.
Rausgehen, besonders bei dem etwas unschöneren Wetter, tu nur ich oder meine Schwiegermutter mit der Kleinen. Meine Frau bleibt zuhause. OK, meistens fällt noch was im Haushalt an das gemacht werden muss. Die "Restzeit" wenn etwas über bleibt hat Sie für sich.
Ich verbringe gerne viel Zeit mit meiner kleinen, aber ab und an würde auch ich gerne mal die Füße nur hochlegen und nix machen, einfach mal abschalten für ein paar Minuten, aber dafür hab ich nur Abends die Schlafenszeit meiner Kleinen. Und je länger ich wach bleibe, desto müder bin ich am nächsten Tag.
Und da kommt das nächste. Wenn die Kleine dann im Bett ist und wir uns auf Sofa setzen, dann will Sie jeden Abend das ich sie am Rücken krabbel/streichle.
Früher fand ich das sehr schön und habe es gerne gemacht, da es auch irgendwie etwas intimes war. Jetzt ist es irgendwie normal, nichts besonderes mehr. Das das ganze nur einseitig ist, also ich nie gekrabbelt werde ist dann noch ein anderes Thema. Wenn ich mal sage das ich nicht will, dann verzieht sie sich in ein Eck des Sofas und bleibt da bis zum ins Bett gehen.
Während ich Sie krabbel, ist das für mich aber auch keine "Freizeit" mehr.

Es ist irgendwie schwer rüber zubringen was ich meine. Ich habe das Gefühl keine Zeit mehr für mich allein zu haben. Zeit in der ich für niemanden Sorgen muss, in der ich mal eben nur für mich bin.
Selbst nachts bin ich eben ständig in Bereitschaft um mich um meine kleine zu kümmern, mein Schlaf ist inzwischen so seicht geworden, das ich von fast jedem Geräusch aufwache.

So wie es jetzt ist, habe ich das Gefühl einen 24 Std. (Arbeits-)Tag zu haben.: Aufstehen Frühstück machen, Arbeiten gehen, Heimkommen Kind bespielen, Essen machen, ins Bett bringen, Frau krabbeln, Ins Bett gehen und aufstehen wenn die Kleine sich meldet. (Und wieder grüßt das Murmeltier am nächsten Tag)

Ich versuche echt die Leistungen meiner Frau zu honorieren, sich ein ganzen Tag um ein Kleinkind zu kümmern und einen Haushalt zu schmeißen ist genauso harte Arbeit wie mein Job das ist. Das verstehe ich und darum mach ich auch immer weiter ohne was zu sagen. Auch versuche ich am WE, wenn die Kleine im Bett ist, mich um teile des Haushalts zu kümmern(Wäsche, Putzen, Wischen, ...) damit ist dann eben auch diese Zeit meistens keine Zeit zum hinsetzen und Beine hochlegen. Mich würde nur interessieren wie Ihr das seht. Ist das normal, sollte das normal sein, oder ... ?
Mich interessieren mal Eure Meinungen dazu.
 

Benutzer56469  (36)

Beiträge füllen Bücher
Ich hab noch keine Erfahrungen damit aber ich denke mal jeder von euch beiden will Freiheit. Du bist arbeiten und in der Zeit ist deine Frau mit der kleinen alleine. Ich denke dass das ziemlich anstrengend ist und sie sich freut wenn du dann heim kommst oder Urlaub hast ihr etwas Arbeit abnimmst! Was ich richtig finde nur wenn es für dich zuviel ist MÜSST ihr miteinander darüber reden und euch Aufgaben teilen, ihr müsst besprechen wie ihr da handhabt und euch Nachts viell abwechseln. Einmal stehst du nachts auf tags darauf sie. Verstehst du? Arbeitsaufteilung.

Mit Krabbeln meinst du Kuscheln oder? :grin: Ist das in letzter Zeit zu kurz gekommen? Sie will dass du mit ihr kuschelst aber was ist mit dir? Sie muss da auch an dich denken und an deine Bedürfnisse.

Ich versteh schon was du meinst mein Rat ist einfach: Miteinadner Reden! :smile:
 

Benutzer53592 

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Hallo,

ich finde das Verhalten deiner Frau nicht normal - aber genauso wenig finde ich es richtig, dass du einfach so weitermachst - ohne das Thema ernsthaft auf den Tisch zu bringen, deine Gefühlswelt offenzulegen und konkrete Vorschläge zu bringen, was sich künftig ändern sollte. (wobei es dir wohl kaum etwas bringen wird, wenn sich die meisten User hier auf deine Seite schlagen. Oder reicht es dir schon aus, dass du von Fremden ein bisschen Verständis bekommst?)
Kann es sein, dass du ein konfliktscheuer Mensch bist, der eher abwartet, bis andere auf die Idee kommen, dass sie "Unrecht" handeln bzw. checken, dass irgendwann auch "Gegenleistungen" fällig sind?

Leider liegt es sehr oft in der Natur des Menschens, dass sie Vieles als selbstverständlich ansehen, was sich im Laufe der Zeit und des Alltags routiniert eingeschlichen hat.
Sie glauben, das sei Gewohnheitsrecht und wenn sie von Haus aus etwas bequemer veranlagt sind, (deine Frau scheint ja neben Haushalt und Kind so gar keine Interessen zu besitzen, was mir an deiner Stelle sehr zu denken geben würde) dann ruhen sie sich auch auf ihren Lorbeeren aus.

Hinzukommt, dass du dich wohl auch nicht mehr als Mann bei ihr fühlst, der all seine Wünsche, Bedürfnisse, Träume abschreiben muss, sondern nur noch als Geldverdiener, Rückenstreichler und treusorgender Vater.
Ich kann mich nämlich an deinen letzten Thread erinnern, dass auch euer Sexleben total eingeschlafen ist.

Im Prinzip kann ich euch nur raten, dass ihr mal eure Ehe überdenkt, denn scheinbar besteht die nur noch aus Arbeitgehen, Haushalt und die Freizeit/Urlaub in der Wohnung verbringen.
Wäre es denn nicht möglich, auch mal ein Kindermädchen zu bemühen, das auf eure Kleine aufpasst, so dass ihr mal wieder etwas zu zweit unternehmt und euch außerhalb der 4 Wände einer dringend benötigten Kommunikation unterzieht?
Wenn bei euch kein frischer Wind reinkommt, dann wird es schwer werden, dass der eine für den anderen Verständnis zeigt.
Oder hast du das Gefühl, dass dich deine Frau so gar nicht mehr liebt?
 

Benutzer6428 

Doctor How
Nevermind...die Löwin hats mal wieder so gut ausgedrückt, dass ich meinen Beitrag mal zurückziehen und die Antworten des TS abwarten möchte :zwinker:
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
ich hätte da noch ein paar fragen, um das ganze ein wenig besser beurteilen zu können.

eure kleine macht noch jeden mittag mittagsschlaf oder?
wie sieht denn der haushalt aus, wenn du abends von der arbeit kommst?
geht deine frau mit der kleinen denn raus, wenn du arbeiten bist? ok, du hast gesagt bei schlechterem wetter nicht, aber was ist bei gutem wetter?
unternehmt ihr auch mal etwas zu dritt? irgendwie hört sich das ein wenig danach an, als wenn du am wochenende dich ausschließlich um die kleine kümmerst oder sie. aber wie ist es mit gemeinsamen unternehmungen?
habt ihr die möglichkeit auch mal als paar alleine was zu unternehmen, wenn ja macht ihr das auch?
 

Benutzer91885 

Verbringt hier viel Zeit
Ganz ehrlich, deine Frau macht es sich bequem. So sehe ich das, oh toll Mann kommt nach Hause, dann kann er das Kind hüten und essen machst du auch noch. Ich weiß vielleicht habe ich auch eine falsche Bild von einer reinen Hausfrau (so ich das verstanden habe, arbeitet deinen Frau nicht). Dann habe ich persönlich schön mal gar kein Verständis für diese Verhalten.

Ich halte nochmal fest, deine Frau ist 7 Tage die Woche Zuhause, du kümmerst dich Abend noch ums Kind, machst das Essen bringst sie ins Bett. Am WE versucht du noch, Wäsche zumachen und Putzen ? Was macht keine Frau eigentlich unter der Woche ???? Achja noch eins, du stehst in der Nacht auf wenn die Kleine schreit. Na Prost Mahlzeit!

Das kann ja für dich nur nach hinten los gehen.

Was macht deine Frau, außer aufs Kind aufpassen ? Ich mein so viel Haushalt kann sie ja nicht machen, wenn du am WE noch voll mit anpacken musst :what:

Dann ein RIESEN RESPEKT an meine ELTERN, die sind wieder Vollzeitarbeiten gegangen, wo ich 1,5 Jahre alt war.

Eure Beziehung ist soooooo Schwarz/Weiß geworden, das ist total LANGWEILIG. Ihr müsst mal was unter nehmen. Geht in den Zoo, ins Schwimmbad ... usw. Nur bringt mal wieder Farbe ins Spiel.

Sprich mit deiner Frau!!!!!
 

Benutzer3713  (42)

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Hinzukommt, dass du dich wohl auch nicht mehr als Mann bei ihr fühlst, der all seine Wünsche, Bedürfnisse, Träume abschreiben muss, sondern nur noch als Geldverdiener, Rückenstreichler und treusorgender Vater.
Ich kann mich nämlich an deinen letzten Thread erinnern, dass auch euer Sexleben total eingeschlafen ist.

Im Prinzip kann ich euch nur raten, dass ihr mal eure Ehe überdenkt, denn scheinbar besteht die nur noch aus Arbeitgehen, Haushalt und die Freizeit/Urlaub in der Wohnung verbringen.
Wäre es denn nicht möglich, auch mal ein Kindermädchen zu bemühen, das auf eure Kleine aufpasst, so dass ihr mal wieder etwas zu zweit unternehmt und euch außerhalb der 4 Wände einer dringend benötigten Kommunikation unterzieht?
Wenn bei euch kein frischer Wind reinkommt, dann wird es schwer werden, dass der eine für den anderen Verständnis zeigt.
Oder hast du das Gefühl, dass dich deine Frau so gar nicht mehr liebt?

Schockierend, aber das beschreibt es so gut wie ich es nicht hätte sagen können. Ich komme mir wirklich wie ein "Arbeitstier" vor.

Ob mich meine Frau noch liebt? Ich wollte JA natürlich antworten, aber um ehrlich zu sein, kann ich es nicht beantworten. Ich "denke" Ja und manchmal bringt Sie mir auch das Gefühl rüber. Auf die allseits beliebte Frage:"Liebst Du mich noch?" Kommt "natürlich" das Ja.

Das Kindermädchen wäre schon möglich, aber ich bekomme Sie sehr schwer aus dem Haus. Außer 1-2 Firmenfeiern haben wir eigentlich nur noch unsern Hochzeitstag gehabt. Wir sind aber beide nicht diejenigen gewesen., die viel "auf der Piste" waren und seit unsere Kleine da ist eben so gut wie gar nix mehr.

Wenn ich über deinen Beitrag so nachdenke, habe ich das Gefühl, dass Sie sich scheinbar nicht für meine Gefühle interessiert. Aber wahrscheinlich tue ich das ihr gegenüber auch zu wenig.

ich hätte da noch ein paar fragen, um das ganze ein wenig besser beurteilen zu können.

eure kleine macht noch jeden mittag mittagsschlaf oder?
wie sieht denn der haushalt aus, wenn du abends von der arbeit kommst?
geht deine frau mit der kleinen denn raus, wenn du arbeiten bist? ok, du hast gesagt bei schlechterem wetter nicht, aber was ist bei gutem wetter?
unternehmt ihr auch mal etwas zu dritt? irgendwie hört sich das ein wenig danach an, als wenn du am wochenende dich ausschließlich um die kleine kümmerst oder sie. aber wie ist es mit gemeinsamen unternehmungen?
habt ihr die möglichkeit auch mal als paar alleine was zu unternehmen, wenn ja macht ihr das auch?


Mittagsschlaf:
manchmal länger manchmal kürzer aber ja
Haushalt:
Da ist alles TOP, da macht sie sehr viel, sie ist sehr reinlich und deutlich aufgeräumter und organisierter als ich.
Raus gehen:
Das ist vielleicht falsch rüber gekommen, sie geht mit ihr raus, wenn ich in der Arbeit bin. Sie geht Turnen mit ihrm, Krabbelgruppen, freunde.
Wies eben draußen verschneit war und dann am WE hat sie mich eben mit der kleinen raus geschickt und ist drinnen geblieben und hat Haushalt/Arbeit/sonstiges gemacht.
Zu dritt sind wir nur selten mal raus.
WE:
Um Ihr eben ein bisschen Freizeit zu verschaffen versuche ich die kleine eben am WE so weit wie möglich bei mir zu halten. Sie spielt auch mit wenn wir was machen, aber größtenteils versuche ich eben das meine kleine was mit mir macht.
Paar: s.o.

---------- Beitrag hinzugefügt um 17:02 -----------

Ganz ehrlich, deine Frau macht es sich bequem. So sehe ich das, oh toll Mann kommt nach Hause, dann kann er das Kind hüten und essen machst du auch noch. Ich weiß vielleicht habe ich auch eine falsche Bild von einer reinen Hausfrau (so ich das verstanden habe, arbeitet deinen Frau nicht). Dann habe ich persönlich schön mal gar kein Verständis für diese Verhalten.

Ich halte nochmal fest, deine Frau ist 7 Tage die Woche Zuhause, du kümmerst dich Abend noch ums Kind, machst das Essen bringst sie ins Bett. Am WE versucht du noch, Wäsche zumachen und Putzen ? Was macht keine Frau eigentlich unter der Woche ???? Achja noch eins, du stehst in der Nacht auf wenn die Kleine schreit. Na Prost Mahlzeit!

Das kann ja für dich nur nach hinten los gehen.

Was macht deine Frau, außer aufs Kind aufpassen ? Ich mein so viel Haushalt kann sie ja nicht machen, wenn du am WE noch voll mit anpacken musst :what:

Dann ein RIESEN RESPEKT an meine ELTERN, die sind wieder Vollzeitarbeiten gegangen, wo ich 1,5 Jahre alt war.

Eure Beziehung ist soooooo Schwarz/Weiß geworden, das ist total LANGWEILIG. Ihr müsst mal was unter nehmen. Geht in den Zoo, ins Schwimmbad ... usw. Nur bringt mal wieder Farbe ins Spiel.

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Das stimmt nicht ganz so wie du es darstellst.
Es ist nicht so, dass ich den kompletten Haushalt schmeiße und ein 5 Gänge Menü mache.
Ich helfe am WE wenn eben etwas anfällt. Saugen Wischen z.B. müssen wir wegen unserem Parkett und unserer Kleine fast alle 2-3 Tage. Und wenn das am WE ist, dann mich ich das eben. Ebenso wenn die Wäsche mal zu machen ist. Es ist nicht so, dass meine Frau das liegen lässt! Sie arbeitet auch nebenbei auf 400€ während Ihre Mutter den Oma-Nachmittag hat.
Und sie hält die Wohnung Top gepflegt, als ich will ihr nicht unterstellen, dass sie auf der faulen Haut liegt, das macht Sie bestimmt nicht.
 

Benutzer93180 

Verbringt hier viel Zeit
Was mir total auffällt bei deinem Text ist, dass ihr so offensichtlich nebeneinander herzuleben scheint. Es gibt mehr oder weniger sehr klare Arbeitsteilungen (was ja nicht unbedingt schlecht ist), gemeinsam wird jedoch nichts unternommen. Weder ihr zusammen mit eurer Tochter, noch ihr als Paar. Das klingt sehr eintönig, wenn ich mir vorstelle, dass immer nur ein Elternteil für die Tochter zuständig ist und das andere einer anderen Tätigkeit nachgeht. Irgendwie fehlt da so das "zusammen".
Wieso unternehmt ihr nicht mal am Wochenende was? Mit nem fast 2-jährigen Kind kann man doch schon ne ganze Menge machen. Ich kann mir vorstellen, dass ein Ausbrechen aus euren Strukturen euren Zusammenhalt als Familie erheblich verbessern könnte. Im Moment hört es sich nämlich eher nach einer Zweckgemeinschaft an, in der man ein Kind großzieht und nicht nach einer glücklichen Familie.
 

Benutzer3713  (42)

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Also wir unternehmen schon was zusammen (zu dritt):
Zoo, Schwimmen, Einkaufsbummel, Schwiegereltern / Freunde besuchen, Freunde kommen zu besuch ...

Unseren Kleinen gehts gut und sie bekommt auch von beiden viel Zuwendung, vielleicht ist das falsch rüber gekommen. Es ist nicht so, dass meine Frau nichts von unserer Tochter wissen will wenn ich zuhause bin. Es ist nur so, das sie sich zurücknimmt/zurückzieht. Und wenn unsere kleine uns an der Hand nimmt und durch die Wohnung jagt ist sie auch dabei.
 

Benutzer53592 

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Kann es vielleicht sein, dass deine Frau denkt, du erwartest den perfekten Haushalt? (du solltest ihr klar machen, dass für dich andere Dinge wichtiger wären als eine tip-top gepflegte Wohnung)
Vielleicht ist dieser Zurückziehen und "Nichtsmehrtun" ein stiller Protest oder Hinweis, dass sie sich überlastet fühlt?
Oder braucht sie eventuell mehr Lob und Bestätigung von dir, weil Taten manchmal nicht mehr ausreichen und Worte wieder mehr gefragt sind?

Für mich ist eines klar: Du musst einfach mehr einfordern und sie kompromissbereiter sein.
Wieso sagst du zu ihr nicht, dass du einfach die erste halbe Stunde, die du zu Hause bist, ganz für dich alleine haben möchtest?
Wieso schlägst du ihr nicht vor, dass ihr abwechselnd aufsteht, wenn die Kleine in der Nacht etwas braucht?
Wieso geht ihr nicht einmal getrennten Hobbies nach? Ich finde, du solltest ruhig auch einmal die Wohnung verlassen, denn sonst kommst du nie zu Ruhe, wenn ständig an dir herumgezerrt wird.
Klar, die Kleine versteht jetzt noch nicht, wenn du plötzlich zu ihr sagt "nein, Papa hat jetzt keine Lust zum Spielen", was man ja auch nicht unbedingt übers Herz bringt, aber deine Frau muss verstehen, dass du einfach auch mal Zeit für dich brauchst, denn ich bin mir sicher, dass sich sich übern Tag verteilt auch ihre kleinen Ruheoasen schaffen kann, wenn man nur will und gut organisiert ist.

Tja...und zu eurer Ehe will ich jetzt eigentlich nicht so viel schreiben, denn das war nicht unbedingt das Thema.
Dennoch bin ich auch der Meinung, dass euer Umgang fast nur noch platonisch und kindgezielt ausgerichtet ist.
Ihr scheint euch irgendwie aus den Augen und Sinn verloren zu haben...
 

Benutzer3713  (42)

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Kann es vielleicht sein, dass deine Frau denkt, du erwartest den perfekten Haushalt? (du solltest ihr klar machen, dass für dich andere Dinge wichtiger wären als eine tip-top gepflegte Wohnung)
Vielleicht ist dieser Zurückziehen und "Nichtsmehrtun" ein stiller Protest oder Hinweis, dass sie sich überlastet fühlt?
Oder braucht sie eventuell mehr Lob und Bestätigung von dir, weil Taten manchmal nicht mehr ausreichen und Worte wieder mehr gefragt sind?

Für mich ist eines klar: Du musst einfach mehr einfordern und sie kompromissbereiter sein.
Wieso sagst du zu ihr nicht, dass du einfach die erste halbe Stunde, die du zu Hause bist, ganz für dich alleine haben möchtest?
Wieso schlägst du ihr nicht vor, dass ihr abwechselnd aufsteht, wenn die Kleine in der Nacht etwas braucht?
Wieso geht ihr nicht einmal getrennten Hobbies nach? Ich finde, du solltest ruhig auch einmal die Wohnung verlassen, denn sonst kommst du nie zu Ruhe, wenn ständig an dir herumgezerrt wird.
Klar, die Kleine versteht jetzt noch nicht, wenn du plötzlich zu ihr sagt "nein, Papa hat jetzt keine Lust zum Spielen", was man ja auch nicht unbedingt übers Herz bringt, aber deine Frau muss verstehen, dass du einfach auch mal Zeit für dich brauchst, denn ich bin mir sicher, dass sich sich übern Tag verteilt auch ihre kleinen Ruheoasen schaffen kann, wenn man nur will und gut organisiert ist.

Tja...und zu eurer Ehe will ich jetzt eigentlich nicht so viel schreiben, denn das war nicht unbedingt das Thema.
Dennoch bin ich auch der Meinung, dass euer Umgang fast nur noch platonisch und kindgezielt ausgerichtet ist.
Ihr scheint euch irgendwie aus den Augen und Sinn verloren zu haben...

Ich versuche meiner Frau auch zu sagen, dass es mir auffällt was alles geschehen ist. (Wenn es mir auffällt.) Und ebenfalls sag ich ihr immer weider wie ich es bewundere, dass Sie das alles so meistert.
Wir haben eine 4 Zimmer Wohnung, da ist leider nicht viel mit mal zurückziehen und alleine sein. Mir geht es auch nicht darum komplett alleine zu sein wenn ich heimkomme, sondern noch 5 min zu haben, wo ich kurz mal sitzen kann und vom Tag runter komm. Wenn da meine kleine kommt und mich zum Spielen zieht ist das ok. Nur ich habe eben das Gefühl, sofort zur stelle sein zu müssen.

Ich habe ihr auch schon vorgeschlagen, dass wir uns abwechseln, aber dann kommt Sie eben mit dem Argument, dass Sie die restliche Nacht wach liegt und nachdenkt. Und dementsprechend ist Sie am nächsten Tag drauf. Also ist es "logischer" das ich aufstehe, da ich ja weiterschlafen kann.

Ich hatte lange Jahre ein getrenntes Hobby, dass musste ich aber zum Ende letzten Jahres aus Job-Zeit-Gründen aufgeben. Unser gemeinsames Hobby (Tanzen) konnten wir eben wegen der Kleinen seit der Geburt nicht mehr machen und jetzt will sie auch nicht mehr. Laut Ihr weil es zu teuer ist. Wobei Sie auch ein bisschen recht hat. Es ist nicht so, dass wir Harz-4 brauchen, ich verdiene schon ok. Aber allzu locker sitzt das Geld eben auch nicht.
Ein eigenes Hobby hat sie nicht, dass ist auch etwas wo sie zu antriebslos und auch zu verschlossen ist. Insgesamt ist meine Frau eher eine in sich gekehrte, zurückgezogene Frau. Alleine beim (Formations-)Tanzen ist sie mal ein bisschen aus sich heraus gekommen.
Was wir bräuchten wäre einerseits Zeit für uns alleine (jedenfalls ich) und anderseits auch Zeit für uns beide alleine.
Das werde ich jetzt auch versuchen etwas zu forcieren. Vielleicht bekomme ich sie ja doch wieder zum tanzen.
Aber ich denke auch, so wie Du es geschrieben hast, dass wir eher aneinander vorbei leben. Vielleicht bin ich da aber auch mit dran Schuld da ich nicht genügend auf sie eingehe.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Also ich bin im Tanzverein und mache da den Breitensport mit...das ist nicht Teuer und es gibt ein paar Paare, die zwar nicht immer da sind, aber ihre Kinder mitnehmen. Die Spielen dann irgendwo am Rand...
Ich denke wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und wenn ihr euch ernsthaft damit auseinandersetzt, wie ihr eure Ehe retten könnt und es auch beide wollt, gibt es da auch einen Weg.
 

Benutzer3713  (42)

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Auch ich sehe es nicht so, dass es zu teuer ist. Ich denke eher das es eine Ausrede ist. Zum Mitnehmen wäre unsere aber zu klein. Wir hätten aber ggf. einen Babysitter, der das auch machen würde.
Ich glaube nicht, dass sie unsere Beziehung irgendwie "gefährdet" sieht. Ich habe das Gefühl, dass es für Sie so ok ist wie es ist.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Dann wäre es woh schnellstens an der Zeit mit ihr zu reden und ihr klarzumachen, dass es für dich eben nicht ok ist so wie es ist und du sehr unglücklich bist. Ihre Reaktion auf eine solche Aussage wäre dann doch sehr interessant. Denn interessiert sie sich für deine belange, sollte sie sich in dem Fall sofort Mühe geben etwas zu ändern, tut sie das nicht, sind sehr viel weitere und tiefgehendere Gespräche fällig....
 

Benutzer85806  (47)

Verbringt hier viel Zeit
Hi,

Ich kann nicht beurteilen, wie es ist, wenn der Partner sich einbringt, ich führe eine wochenendbeziehung, und wuppe meine zwei Kinder, meinen Beruf (Vertrieb) und den Haushalt alleine.

Das schreibe ich hier nur, um meine folgende Aussage zu rechtfertigen, die treffe ich nicht leichtfertig:

Ich denke, Deine Frau muss Prioritäten (ja, auch Deine, und dazu gehört auch mal Luft zum Atmen) setzen, und sich anders organisieren, dann bleiben ihr auch Ruhephasen, ohne Dich in Anspruch zu nehmen (ich hab auch welche), und dann müsst Ihr beide sehen, daß ihr auch als Paar funktioniert.

Stutzig gemacht hat mich auch das:

Ich habe ihr auch schon vorgeschlagen, dass wir uns abwechseln, aber dann kommt Sie eben mit dem Argument, dass Sie die restliche Nacht wach liegt und nachdenkt. Und dementsprechend ist Sie am nächsten Tag drauf. Also ist es "logischer" das ich aufstehe, da ich ja weiterschlafen kann

Hat sie große Sorgen? Schlafstörungen? Dann wäre es evtl so, daß sie wirklich einfach eine Kraft hat, das müsste man dann abklären und die Ursachen beheben.

Viele Grüße

Try
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Im Prinzip ist das, was Du lieber TS schreibst, eine Art "Klassiker" in Beziehungen mit kleinen Kindern. Wobei natürlich die "Rollen", Aufgaben etc. da variieren können.

Nach meiner Erfahrung hilft da nur eines: Drüber Reden und keinesfalls denken, dass man da einfach durch muss. Diese interne "Arbeitsteilung", Zeit für einander, Bedürfnisse etc. müssen immer wieder neu verhandelt werden und jeder muss wissen, was sich der andere wünscht, wie er sich damit fühlt etc.

Ich will nicht wissen, wie oft im mit meiner Frau genau über diese Fragen der Alltagsorganisation und die Frage, wie jeder zu seinem Recht kommt, bzw. seine Bedürfnisse halbwegs befriedigt sieht, geredet habe....unzählige Male....und es hat eigentlich immer irgendwas gebracht ....und wenn es nur den Effekt hatte, dass wir über uns Zeit genommen haben, über UNS zu reden und nicht über die Kinder oder sonstwas.. Das ist ja auch schon mal ein Anfang.

Trotzdem ist es natürlich schon auch so, dass das Leben mit Kindern nicht mehr das gleiche ist, wie ohne Kinder. Das muss einem auch klar sein.

Aber ich denke gerade bei Euch (1 Kind, Frau arbeitet nicht) gibt es wirklich noch viele Spielräume für Veränderungen.
 

Benutzer3713  (42)

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Hi,
Ich denke, Deine Frau muss Prioritäten (ja, auch Deine, und dazu gehört auch mal Luft zum Atmen) setzen, und sich anders organisieren, dann bleiben ihr auch Ruhephasen, ohne Dich in Anspruch zu nehmen (ich hab auch welche), und dann müsst Ihr beide sehen, daß ihr auch als Paar funktioniert.
...
Hat sie große Sorgen? Schlafstörungen? Dann wäre es evtl so, daß sie wirklich einfach eine Kraft hat, das müsste man dann abklären und die Ursachen beheben.

Organisiert ist meine Frau durch und durch. Das tut eben auch der Spontanität eine Abbruch. "Es passt dann eben nicht in den Plan". Ich sehe eher das Problem das Sie zu weit denkt. Das Sie eben nachts im Bett darüber nachdenkt wie sie den nächsten Tag durchplant. Meine Frau denkt sich alle X Möglichkeiten durch und versucht dann den Ablauf so zu planen, dass alles passt und es allen "recht gemacht" ist.
Ich bin jemand der eben reagiert wenn etwas passiert und das regt meine Frau auch manchmal auf, dass ich eben nicht vorausdenke, bzw. Ihr das überlasse. Und damit hat sie nicht unrecht, sie macht es immer wieder und ich brauche das dann nur zur Kenntnis nehmen und weiß genau was ich zu tun habe.
Das was sie eben nicht einfach so machen kann ist abschalten. Ich kann heimkommen und damit ist meine Arbeit auch erledigt, dass kann sie nicht und daher kommt auch das mit dem nicht mehr schlafen können. Wenn sie mal wach ist, dann fängt Sie an darüber nachzudenken was am nächsten Tag zu tun ist. Und darüber ärgert Sie sich dann selbst so sehr, dass Sie vor lauter ärgern nicht mehr einschlafen kann. Das klingt komisch, ist aber das was sie mir beschrieben hat.
 

Benutzer2627 

Benutzer gesperrt
Hallo,

das wird jetzt kontrovers, denn ich bin nicht ganz der Meinung einiger anderer hier; falls Du Dich zu hart angegangen fühlst: Dein Ding, ob Du versuchst was hilfreiches rauszuziehen, oder nicht.

.... Denn ich bin auch derjenige der morgens als erster aufsteht um Frühstück für Mutter und Kind zu machen. (Ich selbst kann morgens fast nie was essen)...

Dann hör auf damit. Das geht ja gar nicht!

..., dann will Sie jeden Abend das ich sie am Rücken krabbel/streichle.
.. das ganze nur einseitig ist, also ich nie gekrabbelt werde...

Geht auch gar nicht!

... darum mach ich auch immer weiter ohne was zu sagen. ....

Aber das hier ist dann das wahre und wirkliche Problem. Das zieht sich dann weiter durch durch Deine restlichen Beschreibungen. Du kuscht und hast Angst, dass Deine Frau schlecht auf Dich zu sprechen ist und Dich mit Liebesentzug bestraft. Du kannst hier nur das Verhalten einer Person direkt beeinflussen und das bist DU. Warum kannst Du ihr nicht sagen, wenn sie gekrault werden will: "Klar Liebste, erst Du, dann ich" Kannst Du Dir vorstellen, es nett und charmant sagen zu können; so dass weder Du noch sie danach dass Gefühl haben, beleidigt sein zu müssen?

... Mir geht es auch nicht darum komplett alleine zu sein wenn ich heimkomme, sondern noch 5 min zu haben, wo ich kurz mal sitzen kann und vom Tag runter komm.

Das musst Du einfach tun,

.... Nur ich habe eben das Gefühl, sofort zur stelle sein zu müssen.

dein Gefühl -> Dein Problem -> Dein handeln. Nicht Ihrs.

Ich habe ihr auch schon vorgeschlagen, dass wir uns abwechseln, aber dann kommt Sie eben mit dem Argument, dass Sie die restliche Nacht wach liegt und nachdenkt. Und dementsprechend ist Sie am nächsten Tag drauf. Also ist es "logischer" das ich aufstehe, da ich ja weiterschlafen kann.

Ihr Problem -> Ihr Weg, damit umzugehen muss sie finden. Dann ist sie halt am nächsten Tag dementsprechend drauf.

Ich hatte lange Jahre ein getrenntes Hobby, dass musste ich aber zum Ende letzten Jahres aus Job-Zeit-Gründen aufgeben.
Unser gemeinsames Hobby (Tanzen) konnten wollten wir eben wegen der Kleinen seit der Geburt nicht mehr machen ...


Was wir bräuchten wäre einerseits Zeit für uns alleine (jedenfalls ich) und anderseits auch Zeit für uns beide alleine.

Jep

...
Ich sehe eher das Problem das Sie zu weit denkt. Das Sie eben nachts im Bett darüber nachdenkt wie sie den nächsten Tag durchplant. Meine Frau denkt sich alle X Möglichkeiten durch und versucht dann den Ablauf so zu planen, dass alles passt und es allen "recht gemacht" ist.

So ist sie wohl; und

Ich bin jemand der eben reagiert wenn etwas passiert ...

so bist Du wohl


und das regt meine Frau auch manchmal auf, dass ich eben nicht vorausdenke, bzw. Ihr das überlasse.

Dein Job ist nicht, dafür zu sorgen, dass Deine Frau sich nie aufregt und immer alles nach Ihren Vorstellungen läuft


Das was sie eben nicht einfach so machen kann ist abschalten. Ich kann heimkommen und damit ist meine Arbeit auch erledigt, dass kann sie nicht und daher kommt auch das mit dem nicht mehr schlafen können. Wenn sie mal wach ist, dann fängt Sie an darüber nachzudenken was am nächsten Tag zu tun ist. Und darüber ärgert Sie sich dann selbst so sehr, dass Sie vor lauter ärgern nicht mehr einschlafen kann. Das klingt komisch, ist aber das was sie mir beschrieben hat.

Und Ihr Job ist nicht, so zu sein wie Du dass lässiger findest.
Das ist wieder Ihr Problem, nicht Deines. Möchtest Du Deine Frau gerne ändern, therapieren?
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mein Mann und ich sind im Grunde in einer ähnlichen Situation. Also ein Kind (wobei es nicht mein leibliches ist) - er arbeitet, ich bin zuhause, sorge für Kind, Tiere, Haus und Hof. Ein traumhafter Kreislauf - für beide. Tagaus tagein in etwa der gleiche Ablauf ...

Wir haben allerdings in der Regel den wahnsinnig wunderbaren Vorteil, dass der Knirps (11) in der Regel so gut wie jedes Wochenende bei seiner Tante ist ... na ja, nur die ganzen letzten Weihnachtsferien und im Januar 2011 nicht.

In dieser doch relativen kurzen Zeit - bisher knapp ein Monat - sind wir nun mittlerweile jeder für sich total gestresst und fast schon überfordert, da uns weder viel Zeit für Zweisamkeit bleibt, noch jeder für sich irgendwie einen großartigen Freiraum hat, mal irgendwie total abzuschalten. Ich kann nur vor allen Eltern ein ganzes Hutgeschäft ziehen, die rund um die Uhr ein Kind oder gar mehrere um die Ohren haben.

Bei meinem Partner und mir ist es allerdings so, dass wir uns in den "stressigen" Situationen mit dem Kind wirklich abwechseln - ohne große Absprache, das läuft irgendwie automatisch. Obs die Hausaufgaben sind, Üben für die Schule, das morgendliche Prozedere des in die Schule bugsierens (im Dez/Jan hatte mein Mann viel Urlaub), am Wochenende den Junior zum Sport bringen und das Spiel mit ansehen, mal kochen, aufräumen usw. Und auch auf sexueller Ebene verwöhnen wir uns abwechselnd - jeder ist mal dran und ergreift die Initiative den anderen zu verführen und wenns auch nur für einen schnellen Quicky ist. Oft ist es nicht einfach, weil man einfach hundemüde und irgendwie demotiviert ist ... und frustiert. Ein Kind ist so anstrengend. Aber man darf nicht nachlassen und es ist harte Arbeit die Liebe und Leidenschaft zu erhalten. Muss aber von beiden kommen, keiner darf sich ständig hängen lassen. Das macht alles kaputt. Und es lohnt sich so sehr - die wenige Zeit die bleibt ist wahnsinnig kostbar und ich merke wie sehr es sich lohnt, sich noch spät abends hübsch zu machen und meinen Mann zu verführen und genauso liebe ich es umgekehrt, obwohl ich eigentlich viel zu müde bin - es ist die Essenz der Liebe nicht von einander zu lassen und seien die Umstände noch so widrig.

Man kann Dir in Deiner Situation nur raten, dass Du dringend das ehrliche offene Gespräch mit Deiner Frau suchen solltest. Ihr müsst das alles gemeinsam stemmen und lösen, Euch wenigstens klitzekleine Entspannungsinseln schaffen, auf die Euch freuen könnt, sonst entfernt Ihr Euch Stück für Stück mehr voneinander. Geteiltes Leid ist halbes Leid - das ist nun mal so und schweißt zusammen.

Wir müssen uns im Moment auch beide zusammen reißen, unsere früher gehabte Lebenslust nicht aus den Augen zu verlieren. Tageweise bin ich richtig lethargisch und beobachte ähnliches bei meinem Mann. Das freie Wochenende ohne Kind war und ist für uns enorm wichtig und inzwischen ist mir endgültig klar, dass ich kein 365-Tage-im-Jahr-mit-Kind-Typ bin und mein Mann, obwohl er der leibliche Vater ist, auch nicht!

Ups ... ich habe ja immer gewusst, warum ICH kein Kind möchte ... nicht, weil ich keins lieb haben kann, sondern weil ich mich verliere ... (Nebeninfo: Und mein Mann, naja, er wollte auch nie ein Kind haben, aber seine Ex-Frau gab keine Ruhe ... und nachdem sie über ein Jahr getrennt waren (das Kind war bei ihr), starb sie vor rund 3 Jahren.)

Ich denke, es ist keine Schande mit der Elternsituation überfordert zu sein und auch nicht ein Stück weit egoistisch zu sein, also auch auch sein eigenes Wohl nicht aus den Augen zu verlieren. Aber als Paar sollte man sich gegenseitig stützen und die wenige Zeit die man füreinander hat, mit Liebe und Zärtlichkeit füllen und nicht mit egoistischer Gleichgültigkeit. Das kommt doch letztendlich auch dem Kind zu Gute ...

Ich jedenfalls freue mich wahnsinnig auf den Februar und wünsche Dir, dass Du die richtigen Worte wählst und Du und Deine Frau wieder zueinander findet.
 

Benutzer85806  (47)

Verbringt hier viel Zeit
Hey,

mit organisiert meine ich weit mehr, als den Haushalt und die notwendigerweise anfallenden Arbeiten im Griff zu haben.

Ich meine damit, daß sie in der Lage ist, sich während dieser zeit auch die nötigen Ruhepausen einzuplanen und auf sich selbst zu achten, und natürlich auch meine Partnerschaft im Griff zu behalten.

Wenn Deine Frau nicht schlafen kann, weil das Gedankenkarusell dann weiterkreist, ist das ein Problem, das man angehen muss.

Ich kenne dieses Gfühl, mit Kindern, Haushalt und Job (sie arbeitet ja auch auf 400€ Basis), bist Du ja nie richtig "fertig", das stellt sich ja alles täglich neu.

Ich habe mich, zu einer Zeit, als ich ähnlich schlecht abschalten konnte, coachen lassen, und dann mit Kampfsport angefangen, um Dampf abzulassen.

Vielleicht mag sie sichja mal Rat suchen.
 
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