Kein Kinderwunsch - warum glaubt mir niemand?

Benutzer104021 

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Eigentlich weiß ich seit meiner eigenen Kindheit, dass ich keine Kinder haben möchte. Diese Meinung habe ich, seit ich mich erinnern kann und ich hatte auch noch nie einen schwachen Moment, in dem ich plötzlich doch gerne Kinder gehabt hätte. Mir fehlt scheinbar dieses "Ein Baby, wie süß!"-Hormon. Ich kann mit kleinen Kindern nichts anfangen, finde sie eigentlich nur lästig und habe überhaupt keine Lust, meine Freizeit und mein Leben zu beschränken, um welche aufzuziehen.
Vielleicht bin ich in der Hinsicht eine Egoistin und da ist es gut, einen Freund zu haben, der genauso tickt. Es wäre wohl nicht machbar, eine Beziehung mit einem Mann zu führen, der gerne Nachwuchs hätte - am besten eine ganze Schar.

Nun kommen wir definitiv in ein Alter, in dem sich andere Leute in unserer Umgebung absichtlich fortpflanzen. Jedes Jahr eine oder zwei Einladungen zu Taufen, Unterhaltungen darüber, wann andere Kinder haben wollen, warum es (nicht) klappt, wie das mit Kindern so ist usw.

Und immer wieder die Frage, wann es denn bei uns so weit sei.
Wenn ich sage: "Gar nicht", dann werde sich von Familienmitgliedern und engen Freunden belächelt. Ich würde meine Einstellung schon noch ändern, ja erstmal fertig studieren, dann würde ich auch Kinder wollen und obendrein sei es sowieso unnatürlich für eine Frau, wenn sie keine Mutter werden will :ratlos: Gut, meine Mutter und Schwester haben das wohl inzwischen akzeptiert - wenn auch seeeehr schweren Herzens. Mein Vater hingegen hält mir regelmäßig pseudowissenschaftliche Vorträge darüber, wie wichtig es ist, seinen genetischen Code weiterzuvererben.

Unsere Gesellschaft gilt als (halbwegs) modern und aufgeschlossen. Warum tun sich dann trotzdem so viele Leute schwer, diesen Entschluss zu akzeptieren?! Wozu gibt es viele Methoden der Empfängnisverhütung, wenn nicht dazu, eine Empfängnis zu verhindern? Klar, Geburtenplanung ist auch ein Thema, aber es gibt ja definitiv auch Methoden mit Langzeitwirkung. Mit weiter entfernt Bekannten hatte ich schon regelrechte Streits darüber, weil die sich plötzlich in ihrem eigenen Lebensentwurf in Frage gestellt gefühlt haben, nur weil ich sagte: ICH will nicht, DU kannst ja machen, wie du willst. Da gibt es inzwischen offenbar Frauen, die mich für komplett übergeschnappt und hochmütig halten.

Ich weiß, dass es hier im Forum auch Damen gibt, die sich nicht mit der Mutterrolle identifizieren können. Geht es euch ähnlich? Akzeptiert eure Umgebung auch nicht, dass ihr eben keine Babys wollt? Und an die anderen: Warum fühlen sich Frauen mit Kindern angegriffen, wenn man ihnen sagt, dass man selbst keine will? :what: Würdet ihr ebenfalls bezweifeln, dass es Frauen gibt, die sich eben nicht vermehren wollen und behaupten: Gegen das Ticken der biologischen Uhr kann sich am Ende keine wehren?
 

Benutzer155480 

Sehr bekannt hier
Ich kenne die Sprüche und tatsächlich wird mit fortschreitendem Alter die Kinderfrage nochmal interessanter. Bei mir ist das zumindest so. Ich tendiere aber dennoch eher zu nein.

Da ich aber nicht weiß, wie ich in 5 Jahren dazu stehe, sage ich lieber 'Momentan kann ich mir kein Kind in meinem Leben vorstellen". Das trifft meines Erachtens nach gut die Mitte der Positionen.
 
G

Benutzer

Gast
Ich glaube, der Grund, warum dieses "Ich will keine Kinder" so belächelt wird, ist, dass man davon ausgeht, dass sich das irgendwann ja ändern kann. Ich kann mir momentan auch nicht vorstellen Kinder zu kriegen...aber ich habe nicht den Hauch einer Ahnung wie das in 5 oder 10 Jahren aussieht. Dein Vater denkt sich vielleicht, dass auch bei dir irgendwann die Phase kommt, dass du eigenen Kindern doch positiver eingestellt bist. Wer weiß, ob du in 5 oder 10 Jahren auch noch so denkst? Ich persönlich bin der Meinung, dass man niemals nie sagen kann. Selbst wenn man 25 Jahre dieselbe Meinung hat, kann es sein, dass sich in den nächsten Jahren ändern wird :zwinker:
 

Benutzer163294 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich stimme Demetra Demetra da zu. Meine Meinung hat sich in den letzten Jahren auch geändert.
Vielleicht ist die biologische Uhr schuld. Aber diese Fragen kenne ich auch zu genüge.
Ich finde solche Fragen absolut unsensibel! Man weiß doch nie wirklich warum das Paar keine Kinder hat.
Wenn es nicht klappt geht man damit auch selten hausieren.
 
B

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Gast
Liebe Lanni, da sprichst du mir voll von der Seele! Ja, ich muss mir solche Dinge auch oft anhören und ich finde es bedenklich, dass es im 21. Jh. überhaupt noch so etwas gibt. Ich gehe auf die 30 zu und ein ziemlich bodenständiger Mensch. Trotzdem kauft man es mir einfach oft nicht ab, dass ich mich nicht fortpflanzen möchte. Als wenn ich jemals Anlass dazu gegeben hätte, wechselhaft zu sein... Ganz im Gegenteil: Ich weiss, was ich möchte und werde ansonsten auch entsprechend wahrgenommen.

Zeugt für mich eben stark davon, dass ich das nicht persönlich nehmen muss. Der Gedanke, dass man keine Kinder möchte, scheint nur eben vielen unvorstellbar. Trotzdem stimmt es mich oft traurig oder wütend, wenn man mich hier nicht ernst nimmt. Ich habe auch das Gefühl, als Frau eher davon betroffen zu sein und das finde ich einfach nicht gerecht. Wenn ich behauptete, mir wegen eines Kinderwunsches noch unsicher zu sein, wäre es die eine Sache, aber wie alt muss ich denn noch werden, bis man mir ein klares "Nein" abkauft? 65? Schon klar, zu vielen Belangen kann sich die Meinung noch ändern, aber für manche Aussagen bin ich dann doch "alt genug". Ich möchte niemals Kinder und ich werde niemals Ballerina, so viel kann ich sagen.

Auch schlimm: Menschen, die nicht mal nachfragen, weshalb man keinen Nachwuchs möchte und automatisch davon ausgehen, dass man Angst um seine Figur hat oder einfach unlaublich egoistisch und unreif ist. Kommt auch oft von Eltern, die sich einbilden, dank dem Nachwuchs ihre Altruistenkarte spielen zu können :rolleyes:
 

Benutzer104021 

Sehr bekannt hier
Nun, ich bin tendenziell ein sehr fantasievoller Mensch und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich mein Wunsch diesbezüglich irgendwann ändert. Vielleicht ist es auch hormonell bedingt, da ich laut meinem FA auf natürlichem Weg aller Wahrscheinlichkeit nach ohnehin keine Kinder bekommen könnte, mangels Eisprung - obwohl ich mich nicht darauf verlassen würde, wenn es um Verhütung geht.

Es ist mir unangenehm, kleine Kinder am Arm zu halten, ich will nicht mit ihnen spielen und wenn jemand sagt: "Das Baby ist ja niedlich" dann kann ich maximal antworten: "Naja, es hat alles was ein Baby haben muss. Scheint gesund zu sein." Vom Studium her kenne ich mich in der Theorie einigermaßen mit Kindern aus - zwei Semester Entwicklungspsychologie haben geholfen - und ich weiß deshalb, dass ich mich mit Aufzuchtfragen definitiv nicht abgeben will. Neben allem anderen würde ich mich damit verrückt machen, alles möglichst perfekt machen zu wollen - und das wäre ohnehin weder für mich noch für das Kind gut.
Falls meine Schwester, die Kinder abgöttisch liebt, keine bekommen könnte, würde ich für sie sogar Leihmutter spielen (unabhängig davon, dass es verboten ist) - ne Schwangerschaft wäre mir egal. Eizellen spenden würde ich auch, wenn es das wäre. Aber ich will einfach keinen Nachwuchs in meinem näheren Leben haben.

@Burlesque danke für deine Antwort! genau so fühle/ denke ich auch. Und es stimmt, meinem Freund macht kaum jemand Vorwürfe - als Mann scheint das eher okay zu sein oder es wird in die Richtung gedreht, dass er wohl Kinder würde haben wollen, wenn er mit einer "normalen" Frau zusammen wäre :what:

und natürlich auch den anderen schonmal danke - eure Ansichten sind durchaus interessant :tongue:
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Warum tun sich dann trotzdem so viele Leute schwer, diesen Entschluss zu akzeptieren?!
Ich kann das sehr gut verstehen - verstehe aber auch, wenn sich Eltern Enkel wünschen.

Auf die Vorträge Deines Herrn Papa ist natürlich gepfiffen. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, daß sich Deine Meinung zum Thema nochmal ändert.

Aber es ist Dein Leben und Deine Entscheidung - reinreden solltest Du Dir von niemandem lassen. Wenn Du nicht willst, dann willst Du nicht. Wenn Dir Diskussionen darüber zu blöde sind, block doch einfach ab - kann Dich ja niemand zwangsweise zum Bezirksbesamer schicken... :upsidedown:
 
B

Benutzer

Gast
Nun, ich bin tendenziell ein sehr fantasievoller Mensch und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich mein Wunsch diesbezüglich irgendwann ändert. Vielleicht ist es auch hormonell bedingt, da ich laut meinem FA auf natürlichem Weg aller Wahrscheinlichkeit nach ohnehin keine Kinder bekommen könnte, mangels Eisprung - obwohl ich mich nicht darauf verlassen würde, wenn es um Verhütung geht.
Diese Geisteshaltung finde ich sehr veraltet und auch beleidigend. Menschen sind komplexe Wesen und auch mit entsprechenden Hormonen wird sich hier deine Meinung nicht schlagartig um 180° ändern. Die beruht ja auch auf Abwägung von deiner Zukunftssituation; wie du dein Leben langfristig führen möchtest.

Ich höre solche Sachen auch häufig (sogar von Fachkräften), aber ich kann damit nichts anfangen. Es mag sein, dass unsere hormone dafür mitverantwortlich sind, wie sich unsere Einstellung zum Kinderwunsch entwickelt. Ich bin seit meiner Jugendzeit fortlaufend unter dem Einfluss hormoneller Verhütung und will gar nicht abstreiten, dass es möglich ist, dass das Einfluss auf meinen Kinderwunsch nahm. Allerdings werte ich das icht negativ und neben den Hormonen spielte dabei ja auch die Manifestation meiner Gedanken ein entscheidende Rolle. Jetzt ist es eben wie es ist und unglücklich bin ich ganz und gar nicht damit. Umgekehrt gibt es ja immer mehr Eltern die zugeben, dass sie es bereuen, Kinder bekommen zu haben.
 

Benutzer58054  (39)

Sehr bekannt hier
Ich finde es bedauerlich, dass du und deine Entscheidung nicht ganz für voll genommen wird.
Man sollte m.M. nach auch nicht “einfach so“ Kinder in die Welt setzen und darauf vertrauen, dass das Gefühl/Freude schon irgendwann kommt. Was ist wenn nicht?!
Kinder sind so unfassbar anstrengend, laut, manchmal krank, belasten (und stärken) die eigene Beziehung ect. pp.. Dieses Abentheuer sollte man schon wirklich wollen, sonst reibt man sich auf.

Ich weiß wovon ich spreche - ich habe zwei Kinder, die ich über alles liebe. Eine “richtige Karriere“ i.S.v. Führungsebenen, Wissenschaft, internationalem Umfeld habe ich dafür aufgegeben. Das habe ich gern getan - wäre das keine bewußte Entscheidung gewesen, wäre ich wohl trotz Kind sehr unglücklich.

Ich würde mich an deiner Stelle nicht erklären. Keine Kinder zu wollen ist kein Makel, der dich “unweiblich“ macht.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Bei mir ist es so, dass ich gar nicht weiß, ob ich Kinder will. Mal ja, mal nein. Wenn ich gefragt werde, ob ich welche will, und ich sage, dass ich keine Kinder will, nimmt mir das jeder (inklusive meiner Eltern!) sofort ab. Ich glaube, ich wirke jetzt nicht sonderlich mütterlich, und ich hab auch schon mal den Kommentar gehört: "Ja, dich kann ich mir als Mutter auch nicht vorstellen." :cautious: Dabei glaub ich mittlerweile sogar, dass ich keine schlechte Mutter wäre :grin: Ich war ja dann schon so ein bisschen beleidigt, als der Kommentar kam...

Vielleicht ist der "Du änderst sicher noch deine Meinung"-Kommentar bei dir mehr ein "Schade, dabei wärst du doch so eine tolle Mutter."-Kommentar oder ein "Ich kann mir dich so gut als Mutter vorstellen"-Kommentar?
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
Ich weiß, dass es hier im Forum auch Damen gibt, die sich nicht mit der Mutterrolle identifizieren können. Geht es euch ähnlich? Akzeptiert eure Umgebung auch nicht, dass ihr eben keine Babys wollt?

Noch hatte ich keine Diskussionen deswegen, aber ich bin wohl auch noch so jung, dass ich zum einen selbst sehr vorsichtig mit meinen Formulierungen bin ("Bisher hab ich nicht das Bedürfnis, mal Kinder zu haben - wer weiß, vielleicht ändert sich das noch") und zum anderen auch noch niemand ernsthafte Fortpflanzungspläne von mir erwartet. Daher bin ich mir nicht mal sicher, ob meinen Eltern überhaupt bewusst ist, wie unwahrscheinlich es ist, dass sie jemals Großeltern werden.
Was das Thema betrifft, können die kommenden Jahre eigentlich nur schlimmer werden. :grin:
 

Benutzer104021 

Sehr bekannt hier
Diese Geisteshaltung finde ich sehr veraltet und auch beleidigend. Menschen sind komplexe Wesen und auch mit entsprechenden Hormonen wird sich hier deine Meinung nicht schlagartig um 180° ändern. Die beruht ja auch auf Abwägung von deiner Zukunftssituation; wie du dein Leben langfristig führen möchtest.
Ich weiß nicht recht, ob ich dir hier zustimmen kann. Tatsächlich glaube ich nämlich, dass vieles in unserem Leben von unseren Hormonen bestimmt wird. Ich war niemals eine typische Frau; ich schminke mich nicht, zocke gern stundenlang, mag keine "Frauenfilme", habe jetzt keinen ultra-weiblichen Körper usw. usf. (Ja, das sind jetzt viele Klischees, aber ich will die Liste nicht ins endlose dehnen) Als ich vor ein paar Jahren nach zahlreichen Untersuchungen erfahren habe, dass mein Testosteron-Wert viel, viel zu hoch ist und mein Körper dafür kaum Gelbkörper produziert hat mich das kein Bisschen verwundert.
Eher habe ich mich gefragt, ob dieses Ungleichgewicht und die untypische Verteilung nicht einen großen Einfluss darauf haben, wer ich bin.

Vielleicht war ich gerade deshalb in meiner Kindheit eher ein Wildfang und hatte nur männliche Freunde. Möglicherweise haben diese Freunde dann auch meine Spiele-Vorlieben und meinen Charakter mitgeformt, so dass letzten Endes das rauskam, was halt rausgekommen ist.

Dass man einen Menschen nicht nur auf seine Hormone, seine Veranlagung und seine Erziehung bzw. seine Erfahrungen reduzieren kann, ist mir klar - aber ich denke schon, dass diese Dinge einen große Rolle spielen, wenn es darum geht, wer wir sind und warum.

Vielleicht ist der "Du änderst sich noch deine Meinung"-Kommentar bei dir mehr ein "Schade, dabei wärst du doch so eine tolle Mutter."-Kommentar oder ein "Ich kann mir dich so gut als Mutter vorstellen"-Kommentar?
:grin:
DAS glaube ich nicht. Mir wurde schon häufig gesagt: "Bei dir ist eh besser, wenn du keine Kinder hast" oder "Du kannst mit Kindern ohnehin nicht umgehen" oder "nun, ich kann mir dich als Mutter eh nicht vorstellen". Bloß kam dann halt immer sofort der Zusatz, dass sich mein Verhalten schlagartig ändern würde, wenn ich Mutter wäre und dass das alles mit den eigenen Kindern sowieso ganz anders wäre.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
obendrein sei es sowieso unnatürlich für eine Frau, wenn sie keine Mutter werden will :ratlos:
sorry aber mit leuten,die derartigen schwachsinn äußern,hätte ich keinen kontakt.

Ich weiß, dass es hier im Forum auch Damen gibt, die sich nicht mit der Mutterrolle identifizieren können. Geht es euch ähnlich? Akzeptiert eure Umgebung auch nicht, dass ihr eben keine Babys wollt?
nö mir gehts nicht so,natürlich wird meine entscheidung akzeptiert.mit menschen,die das nicht tun,würd ich mich auch nicht abgeben.
 

Benutzer28811  (32)

Meistens hier zu finden
Lanni Lanni ich habe einige Freundinnen im Freundeskreis, die auch keine Kinder wollen. Das wussten sie schon mit 15 und heute mit 28 wissen sie es immernoch. Klar ich denke mir auch manchmal "vielleicht ändert sich das doch noch bei denen" aber niemals würde ich irgendwas dazu sagen. Ist doch immer die freie Entscheidung des einzelnen. Und wenn du keine möchtest und dein Freund auch nicht, ist das doch vollkommen okay. Aber ich verstehe dich, dass es nervt, dass jeder die erklären will, dass das sicher noch kommt. Würde mir auf den nicht vorhandenen Sack gehen :cool:

Komischerweise beobachte ich diese Entwicklung auch in die andere Richtung. Gerade die besagten Freunde die keine Kinder wollen versuchen mir immer einzureden, dass ich das mit Kindern doch bitte noch mindestens 5 Jahre rausschieben soll oder wieso ich überhaupt "sowas" will?! Ich muss mich endlos rechtfertigen obwohl ich ihre Einstellung akzeptiere?!:what:

Es scheint wirklich schwierig zu sein für einige Menschen, andere Menschen einfach so sein zu lassen wie sie sind.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich persönlich bin der Meinung, dass man niemals nie sagen kann.
doch,natürlich kann man das.zb wenn man so wie ich die vorstellung einer schwangerschaft widerwärtig findet und man kinder in 99% der fälle nur nervtötend findet und sich nicht mit ihnen abgeben mag.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Lustig, mir hat man das auch immer direkt abgenommen. Ich glaube, bei mir erkennt jeder direkt die Rolle der coolen Tante :grin:

Ich höre dann eher sowas wie "ja, in deinen Lebenstil würden Kinder auch nicht passen" - wo ich völlig zustimme. Das aber nur von Menschen, die mich tatsächlich näher kennen, entfernte flüchtige Bekannte sind generell immer etwas ungläubig schockiert, wenn die Sprache drauf kommt. Ich vermeide das Thema meist einfach. Ich glaube, ich wirke auch in meinem momentanen Leben so hineinpassend, es wundert sich nicht mal jemand, wenn ich sage, ich bin Single und habe soweit weder Pläne noch Wünsche das zu ändern :grin:

Ich glaube, meien Ausstrahlung sagt, ich bin am richtigen Platz gerade, wenn ich dann selbstsicher direkt sage, nö, Familienplanung hab ich keine, wird das gar nicht in Frage gestellt.
 

Benutzer104021 

Sehr bekannt hier
sorry aber mit leuten,die derartigen schwachsinn äußern,hätte ich keinen kontakt.


nö mir gehts nicht so,natürlich wird meine entscheidung akzeptiert.mit menschen,die das nicht tun,würd ich mich auch nicht abgeben.
Leider ist das nicht immer so leicht - außer ich würd mich daheim verbarrikadieren und mit niemandem außer engen Freunden und Leuten wie meiner Schwester mehr reden.
Gerade auf Taufen, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern usw. kommt das Thema halt immer wieder zur Sprache - und das mitunter sogar von Leuten, die ich da das allererste Mal sehe! :eek: Langsam hab ich das Gefühl, es ist ein beliebtes Tischgespräch und einfach zu sagen: "Dann block ich eben ab und wechsel das Thema" fällt mir leider viel zu schwer. Ich diskutiere und erkläre mich gerne :ashamed:

Ich glaube, ich wirke auch in meinem momentanen Leben so hineinpassend, es wundert sich nicht mal jemand, wenn ich sage, ich bin Single und habe soweit weder Pläne noch Wünsche das zu ändern :grin:

Ich glaube, meien Ausstrahlung sagt, ich bin am richtigen Platz gerade, wenn ich dann selbstsicher direkt sage, nö, Familienplanung hab ich keine, wird das gar nicht in Frage gestellt.

Vermutlich liegt es daran, dass ich mit meinem über 30-jährigen Freund inzwischen seit 8 Jahren zusammen bin. Die Leute erwarten wohl einfach, dass man nach so langer Zeit von Hochzeit und Nachwuchs träumt :unsure: Gerade eher fremdere.

Typisches Gespräch:
"Ohh, wie lange seid ihr zwei denn schon zusammen?"
"Bald 9 Jahre"
"Wow, das ist schön. Ihr habt noch gar nicht geheiratet? Und, was ist mit Kindern?"
"Naja, ich studiere noch..."
"Ah, das ist klar. Aber danach doch bestimmt? Es ist soooo schön mit Kindern blablablub."
"Nein, eigentlich wollen wir keine Kinder"
:eek::eek::eek:
:realmad:
 

Benutzer163294 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich war nach Jahren der fragerei so genervt, dass ich irgendwann auf einem Fest einfach nebenbei meine (nicht erfolgte) Sterilisation erwähnt habe und wie praktisch das doch sei .. spart das Geld für Kondome und Pille.
Die Gesichter waren göttlich :zwinker: danach wurde noch ein bisschen getratscht, aber ich hatte meine Ruhe!
Für manche zu extrem, aber für mich war es eine richtige Erleichterung.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich denke, dass isr einfach eine Mischung aus Erfahrung und Hoffnung. Verdammt viele (also deutlich mehr als die Hälfte) der Frauen, die mit 20 sagen "Nein, niemals Kinder", sehen das mit 30 - 35 dann doch anders. Das ist einfach ein anderer Lebensabschnitt. Da ist man dann einfach mit dem Thema "Was mache ich beruflich und wo will ich da hin?" weitestgehend durch (Studium zuende, ein paar Jahre im Job), und da stellt sich dann halt bei vielen die Frage "Was kommt als nächstes?". Und da überlegen es sich einfach viele anders.
Noch dazu haben ebenso viele ihre "richtig ernsten" Beziehungen erst etwas später. Denn mit der Jugendliebe ist kaum einer bis ans Ende seiner tage zusammen. Partnerschaften mit Ende 20/Anfang 30 halten im Schnitt etwas länger.
Das wissen halt auch grade die Älteren, die haben das ja teilweise am eigenen Leib durch. Und gerade, wenn man Kinder hat, weiß man ja auch, dass die zwar durchaus auch nervig sein können, aber dass es auch so unendlich viele schöne Momente als Ausgleich dazu gibt. (Und wie immer im Rückblick vergisst man das schlechte und sieht nur das Gute.) Und dieses Glücksgefühl wünschen sich deine Eltern und älteren verwandten mit Kindern einfach auch für dich.

Ich würd das daher nicht so schwer nehmen und mich nciht drüber ärgern. Klar, es nervt, wenn man nicht für voll genommen wird. Aber kein Mensch - auch nicht deine verwandten - kann wissen, was in 5 oder 10 oder 20 Jahren ist und wer wann welche Entscheidungen trifft. Vielleicht fällt dir auch morgen ein Flugzeugmotor auf den Kopf und das Thema ist damit geschlossen :zwinker:

Und zu deiner Aufmunterung noch ein paar Comics von Erzählmirnix zu dem Thema:
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B

Benutzer

Gast
Ich weiß nicht recht, ob ich dir hier zustimmen kann. Tatsächlich glaube ich nämlich, dass vieles in unserem Leben von unseren Hormonen bestimmt wird. Ich war niemals eine typische Frau; ich schminke mich nicht, zocke gern stundenlang, mag keine "Frauenfilme", habe jetzt keinen ultra-weiblichen Körper usw. usf. (Ja, das sind jetzt viele Klischees, aber ich will die Liste nicht ins endlose dehnen) Als ich vor ein paar Jahren nach zahlreichen Untersuchungen erfahren habe, dass mein Testosteron-Wert viel, viel zu hoch ist und mein Körper dafür kaum Gelbkörper produziert hat mich das kein Bisschen verwundert.
Eher habe ich mich gefragt, ob dieses Ungleichgewicht und die untypische Verteilung nicht einen großen Einfluss darauf haben, wer ich bin.

Vielleicht war ich gerade deshalb in meiner Kindheit eher ein Wildfang und hatte nur männliche Freunde. Möglicherweise haben diese Freunde dann auch meine Spiele-Vorlieben und meinen Charakter mitgeformt, so dass letzten Endes das rauskam, was halt rausgekommen ist.

Dass man einen Menschen nicht nur auf seine Hormone, seine Veranlagung und seine Erziehung bzw. seine Erfahrungen reduzieren kann, ist mir klar - aber ich denke schon, dass diese Dinge einen große Rolle spielen, wenn es darum geht, wer wir sind und warum.
Im Grunde sehe ich das eigentlich so wie du. Die Hormone sind sicher für viele unserer Empfindungen verantwortlich und unsere Empfindungen formen unser Weltbild und unsere Ansichten. Auf Antidepressiva fiel mir das sehr deutlich auf; während den Depressionen hatte ich das Gefühl, die Welt verstanden zu haben. Mir fielen viele Negativpunkte auf und ich dache, ich könnte das nicht mehr "ungesehen" machen; es gäbe kein Zurück. Auf den Pillen war ich dann natürlich glücklicher und war zwar immer noch (wegen meiner Vorgeschichte) sensibilisierter auf manche Punkte, aber sie gingen mir eben nicht mehr so nahe. Wäre ich mit einer glücklicheren Gemütsverfassung aufgewachsen, hätte ich diese Sensbilisierung eher nicht entwickelt - nicht, um zu behaupten, nicht-depressive Menschen hätten keine Empathie. Aber bei mir lief das eben über den Weg.

Ich denke, so kann es sich auch mit dem Kinderwunsch entwickelt haben. Das Testosteron mag dafür mitverantwortlich sein, dass du keine Mutterinstinkte hast (auch wenn da sicher viele weitere Faktoren hinzu kommen), aber deren Abwesenheit formte deine Persönlichkeit ja auch mit. Ich finde es da durchaus legitim zu sagen, dass das nun fest zu dir als Mensch gehört. Die genauen Hintergründe dafür sind ja nicht entscheidend, weil dein individueller Hormoncocktail ja sehr wohl auch ein Teil von dir ist.

Aber wenn es um solche Geschlechterrollen geht, sehe ich es sowieso sehr kritisch. Ist ja nicht so, als käme bei biologischen Männern kein natürlicher Kinderwunsch vor.
 
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