Kaum Sex in der Ehe - Ist das Normal?

M
Benutzer193319  (40) Ist noch neu hier
  • #1
Hallo Forum-Gemeinde,

ich bin neu hier und möchte mal eure Meinung zu meiner Situation erfragen, da ich aktuell nicht weiß was verkehrt läuft. Möchte mich möglichst kurz halten und einige Dinge in Stichpunkte zusammen zu fassen.

Zu meiner Person:

Alter 40

Verheiratet seit 10 Jahren

2 Kids (10 und 8)

Mein Anliegen hängt damit zusammen, dass meine Frau irgendwie keine Lust auf Zweisamkeit hat und ich nicht weiß wie ich mit der Situation umgehen soll, da mir Zweisamkeit und Sexualität sehr wichtig sind. Der Zustand besteht schon seit 10 Jahren. Mal wurde es etwas besser und dann wieder gar nicht. Muss auch sagen, dass meine Frau und ich leider schon immer irgendwie andere Vorstellungen von Sexualität hatten. Ich würde sie als relativ Prüde bezeichnen. Möglichst nichts weg gucken beim Sex, keine Stellungswechsel, kein aktives Angehen, kein Eingehen auf Wünsche, geschweige denn über Sex oder Wünsche reden, kein Anreiz für Spontanität oder Quickes. Sie sagt mir auch offen, dass sie nicht unbedingt Sex haben muss. Nach dem Motto 1-mal im Monat die Pflicht erfüllen reicht ihr. Wenn es mal dazukommen könnte, kommt oft was dazwischen: Periode, Stress, vll. habe ich tagsüber mal einen blöden Spruch gebracht, wo sie 2 Tage sauer drüber ist, dann hat sie Schmerzen usw. usw.

Vor einiger Zeit war sie psychisch relativ labil, was auch dazu beigetragen hat, dass wir über 1 Jahr kein Sex hatten. Ich habe das alles hingenommen und habe auch Verständnis und habe ihr demensprechend Zeit gelassen vor dem Hintergrund, dass es sich bessert. Aber es kommen immer irgendwelche Gründe/Ausreden die dazu führen, dass es nicht zum Sex kommt. Somit verhen Tage, Wochen und Montage , wo nix passiert. Auf der anderen Seite füge ich mich komplett ihr und gehe zu 100% auf ihre Kompromisse ein und selber bleibe ich auf der Strecke.

Als die Kinder noch klein waren, war sie zu kaputt und hatte andere Sachen im Kopf (was muss ich einkaufen, was tun weil Kind 38,5 Fieber hat, etc.)

Jetzt heißt, wir hätten so wenig Möglichkeit weil die Kinder länger wach sind und uns erwischen könnten. Sie gibt mir auch nicht das Gefühl, dass sie meine Unzufriedenheit ernst nimmt. Sie weiß das, dass ich unzufrieden bin tut aber recht wenig, um das zu ändern. Sie ärgert es immer, wenn ich meine Schuhe nicht in den Schrank räume und schmiert es mir immer aufs Butterbrot. Ich habe ihr neulich bewusst gesagt, dass ich in der Hinsicht unglücklich bin und ich, wenn wir Sex haben diesen nicht gut finde und auch die Häufigkeit mir zu wenig ist. Nun habe ich das Gefühl, dass sie das nun so stehen lässt und gut ist. Nach dem Motto, ja unserer Sexualität ist scheiße PUNKT!



Ein wichtiger Punkt ist, dass es zwischenmenschlich passen muss. In letzter Zeit gab es tatsächlich einige Meinungsverschiedenheiten wo weder sie noch ich Lust auf Sex hatten. Aber wir haben es geschafft. Auch wenn viele Themen geblieben sind. Alltagsstress, Kinder, diverse Aktivitäten etc.. Aber das gehört doch zum Leben dazu und gibt keinen Grund den Draht zu dem Partner zu verlieren.

Neulich hat sie mir versucht klar zu machen, dass es normal ist, dass wenn Ehepaare Haushalt, Job, Schule Kinder haben, kaum Lust und Zeit für Sexualität haben. Das ist für mich aber kein Argument.

Ich bin an dem Punkt, wo ich das Ganze so lange mitgemacht habe und mich immer gefügt und verstellt habe. Das möchte ich aber nicht mehr. Fakt ist, dass ich mich zu ihr hingezogen fühle. Egal wie kalt sie zu mir ist, oder mich abweist, fühlt es sich in dem Moment scheiße an. Nach einer Weile will ich das ganze vergessen und einfach mal eine Art „Versöhnungssex haben und den Moment genießen. Na ja, FEHLANZEIGE.

Wie sieht ihr das? Würde mich über eure Meinung freuen.

LG
 
krava
Benutzer59943  (41) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #2
na wenn das problem seit 10 jahren besteht dann liegts doch nicht an den Kindern.
dann seid ihr sexuell einfach nicht auf der gleichen Wellenlänge. Immer schon.

und das wird sich auch nicht mehr ändern.

leb damit oder frag deine Frau, ob du dir sex woanders holen darfst.
andere Optionen seh ich da nicht.
ausser Trennung natürlich.
 
Spiralnudel
Benutzer83901  (37) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #3
Ihr seid sexuell schon immer inkompatibel gewesen, das schreibst du ja selbst. Das wird sich auch nicht ändern.

Leb damit, öffnet die Beziehung oder geht getrennte Wege.
 
K
Benutzer187255  (51) Öfter im Forum
  • #4
Tja, das war ja sicher vor der Heirat und Kinder genau so. Da hättest Du die Reißleine ziehen sollen.
Rat weiß ich keinen, aber eines ist ziemlich sicher: du wirst sie nicht ändern können.
 
J
Benutzer180974  (41) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #5
Die Kinder sind aus dem gröbsten raus und der Ehealltag hat euch fest im Griff.
Soweit auch ganz normal.
Auf der anderen Seite füge ich mich komplett ihr und gehe zu 100% auf ihre Kompromisse ein und selber bleibe ich auf der Strecke.
Das wird dich auf Dauer fertig machen.
Gehe Deinen Hobbys nach, mach etwas mit Freunden oder bestehe auf Deine Quality-Time.
Fakt ist, dass ich mich zu ihr hingezogen fühle. Egal wie kalt sie zu mir ist, oder mich abweist
Kann ich nachvollziehen, bringt Dir aber leider nichts.
So leid es mir tut das zu sagen, ich denke auch dass Du da nichts dran ändern wirst.

Wie die anderen schon schrieben, passt es einfach nicht bei euch.
 
M
Benutzer193319  (40) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #6
Hey,
danke für die schnellen Antworten.

in der Tat liegt es nicht an den Kindern, da Sex von Anfang an inkompatibel war, ich aber der Meinung bin, dass man zu einem gewissen Teil Kompromisse eingehen muss. Was ich auch getan habe.

Damit leben, tue ich mich aktuell schwer, da ich ich nicht so sein kann wie ich bin. Bin ein Typ, der mal einfach einen liebevollen Klatscher auf den PO gibt, oder mal ins Ohr flüstert "ich hätte voll Lust auf dich" - Meine Frau mag das total nicht - ich schon. Somit bekomme ich Bauchschmerzen, wenn ich das in dem Augenblick unterbinden muss.

Neulich lag sie auf der Coucht und hatte ein Kleid hat. Ich hatte das Bedürfniss zu ihr hin zugehen und sie ggf. unsittlich zu berühren, oder ein Signal geben, jetzt habe ich Lust auf dich (mit dem Wissen, dass es nix geben wird, da die Kinder im Haus waren). Ich bin zu ihr hin, habe mich über sie gebäugt und letztendlich nix gemacht, weil ich wusste, dass sie mit mir motzen wird.
 
J
Benutzer180974  (41) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #7
in der Tat liegt es nicht an den Kindern, da Sex von Anfang an inkompatibel war, ich aber der Meinung bin, dass man zu einem gewissen Teil Kompromisse eingehen muss. Was ich auch getan habe.
Müssen tut man gar nichts. Nur weil Du soviel gegeben hast, hat Sie doch keine Bringschuld.
 
M
Benutzer193319  (40) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #8
M
Benutzer193319  (40) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #9
leb damit oder frag deine Frau, ob du dir sex woanders holen darfst.

Dadurch, dass meine Frau relativ geschlossen ist, glaube ich nicht, dass sie das zulassen würde.

Abgesehen davon möchte ich keinen Freifahrschein für das Ausleben meiner Sexualität mit anderen Frauen, mit dem Wissen dass meine Frau weiß, dass ich mit anderen Frauen Sex habe. Da bin ich etwas altmodisch. Ich finde meine Frau toll und sie sieht gut aus und möchte mir ihr Sex haben (auch wenn es nicht zu 100% meinen Bedürfinssen und Neigungen entspricht) und nicht mit anderen.
 
krava
Benutzer59943  (41) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #10
na dann viel erfolg 🤷🏼‍♀️

Kompromisse kann man eingehen, wenn einer eine Libido 80 hat und einer 60.
Aber bei 100 zu 0 seh ich da keinen Raum für Kompromisse.
erst recht nicht nach 10 Jahren!
und die Kinder sind ja auch schon gezeugt, also kein Grund Sex ohne Lust zu haben.
 
Armorika
Benutzer172677  Beiträge füllen Bücher
  • #11
M
Benutzer193319  (40) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #12
Und wie sähe der Deiner Meinung nach von ihrer Seite aus?

Etwas mehr Offenheit und Bereitschaft und nicht immer Gründe und Ausreden suchen, warum der Moment gerade nicht passt.
Nicht immer das Licht ausmachen :-(
 
krava
Benutzer59943  (41) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #13
Wenn deine Frau keine Lust auf Sex hat, dann ist das der Grund.
Es liegt nicht am Licht oder am Wetter, nein es liegt daran, dass ihr Sex nicht wichtig ist.

Die Ausreden bringt sie doch nur, um nicht sagen zu müssen "ich hab keine lust auf dich, lass mich in ruhe".
könntest du damit umgehen, das zu hören?

und dass man lieber das Licht ausmacht, wenn man etwas tut, worauf man eigentlich null Bock hat finde ich auch nachvollziehbar. Deine Frau fühlt sich unwohl und die Dunkelheit macht es erträglicher.
glaubst du, deine Frau wäre leidenschaftlicher bei der Sache, wenn es nicht dunkel wäre?
du würdest dann nur deutlicher sehen wie wenig lust sie auf dich hat.

könntest du damit umgehen?

nein das Licht löst euer problem ganz sicher nicht!
 
M
Benutzer183788  (37) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #15
Etwas mehr Offenheit und Bereitschaft

Glaubst Du, dass ihre Lust größer würde, wenn sie sich mehr drauflässt und gewissermaßen initial über ihren Schatten springen würde, Anspannung ablegen würde...was auch immer?
Oder glaubst Du, an ihrer Lustlosigkeit lässt sich nichts ändern, aber ein bisschen muss sie halt mitmachen, wie man sich ansonsten auch gewissen Gefälligkeiten erweist und Zugeständnisse macht?
 
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Armorika
Benutzer172677  Beiträge füllen Bücher
  • #30
Aber was, wenn es so ist?
Was, wenn sie wirklich einfach keine Lust hat? Wenn sie so ist? Und so bleibt?

Abschließend beurteilen kann das hier natürlich niemand, aber ich halte das Deinen Schilderungen nach nicht für unwahrscheinlich.

Dann kann sie ja gar nicht wirklich etwas ändern, außer, die Ausreden wegzulassen und ehrlich zu sagen, dass sie nicht will. Was erwartest Du ganz konkret von ihr?
 
B
Benutzer174589  (34) Sehr bekannt hier
  • #33
Du schreibst, du hast dich nicht verändert.

Warum war dann gestern, der 9.8.2022 , nach über zehn Jahren, der Tag, an dem du dich entschlossen hast dein Problem hier niederzuschreiben?

Was ist dein Punkt? Was ist geschehen?
Oder soll das nur ein Versuch sein, das Offensichtliche nochmal zu hinterfragen, bevor du dich deinem selbst gewählten Schicksal ergibst?
Die Suche nach dem heiligen Gral oder sowas?

Offene Beziehung oder Trennung. Mehr seh ich da nicht, wenn du dir wirklich Veränderung wünscht .

Und erstere Option wäre in dem Fall wohl nur Trennung auf Raten.
 
Spongella
Benutzer187907  (32) Öfter im Forum
  • #42
Ich bin immer wieder erstaunt... Du hast sie gefragt und sie sagte sie bräuchte GAR KEINEN Sex. Also scheint er, wenn er stattfindet, keinen "Sucht"faktor zu haben, sie will dich nur nicht noch mehr kränken.

Was für einen Kompromiss erwartest du? Dass sie trotz nicht existenter Lust öfter so tut als ob? Wo soll sie die Lust herzaubern, wenn sie keine hat?! Und warum zur Hölle macht man das so lange mit um dann PLÖTZLICH festzustellen das geht so nicht und das Fass ist voll. Nur, weil du dich Jahre lang zurücknehmen musstest heißt das nicht, dass sie jetzt dran ist mit Beine breit machen. Das funktioniert nicht, und das wird schlechter statt besser, wenn man auf die Art denkt. Die einzig produktive Art darüber zu sprechen ist gemeinsam Lust zu suchen und zu wecken, wenn sie das möchte. Dazu müssen alle die Komfortzone verlassen und man ist bei der Suche nach Lust erstmal ganz ganz weit weg von der Suche nach Sex.
 
Damian
Benutzer6428  Doctor How
  • #51
Also..ich sehe hier nicht viele Varianten, was der Grund sein kann...
  • Sie hat grundsätzlich keine Lust auf Sex
  • Sie hat keine Lust auf Sex mit DIR
Da könnte eine verklemmte Erziehung dahinter stehen, was medizinisches oder auch schlichtweg, dass es an anderer Stelle in eurer Beziehung mächtig hakt.
Letzteres ist übrigens in ca 80% der Fälle, wenn jemand hier ins Forum kommt und eine ähnliche Geschichte wie du hier schreibt. Da wird nicht selten fast gar nicht mehr miteinander kommuniziert (und ich meine nicht die Gespräche darüber, dass man wieder Klopapiert gekauft werden sollte und die Unterlagen für die Steuererklärung noch ausgefüllt werden müssen).

Um sich mal ein bisschen an das Problem anzunähern:
Wie steht die Dame denn grundstätzlich zum Thema Sex? Es mag ja öfters geklappt haben in der Vergangenheit, aber das heißt ja nicht, dass es gut war...oder ausgelassen oder interessant...
Wie redet ihr sonst über die eher schwierigen Themen des Lebens? Krankheiten? Körperfunktionen? ...
 
krava
Benutzer59943  (41) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #64
Vor ca. 3 Jahren habe ich eine Vasektomie vorgenommen. Anfangs hatte sie immer wieder Angst, dass doch was passieren kann und hatte Kopfkino.
also versteh ich das richtig, dass das Verhütungsproblem jetzt geklärt ist bzw. da keine Bedenken mehr ihrerseits vorhanden sind?

Meine Frau hat generell keine Lust auf Sex.
Das meine Frau und ich etwas andere Vorstellung von Sex haben ist uns bewusst. In den ersten Jahren war es auch nicht so extrem. Wir haben nicht unbedingt 8 verschiedene Stellungen ausprobiert. Aber wie ich schon geschrieben habe, habe ich mich auf einige Kompromisse eingelassen.
mit einer rosaroten Brille auf klappt das noch ganz gut. und vielleicht, sehr wahrscheinlich hast du auch gedacht, ihre Lust wird mehr, wenn du ihr erst mal zeigst wie toll das alles ist.
Und wenn du das vielleicht 2 Jahre probiert hast, ohne Erfolg. Dann wäre vielleicht der Zeitpunkt gewesen, die Beziehung zu überdenken.
Jetzt läuft das seit 10 Jahren!!

Auf die Frage was ich mit guter Stimmung meine ist, dass ich das Gefühl habe, dass ich in jeglichen Alltagsbelangen ich meiner Frau gerecht werden muss. Kein Stress aufkommen lassen, zuhören immer ihre Sichtweise akzeptieren usw. also
also sie bestimmt wann du darfst und wenn sie nicht will bzw. du nicht lieb genug bist, dann gibts eben keinen Sex.
Sie hat dich in der Hand.


Aktuell habe ich das Gefühl je offener und intensiver ich das Thema Anspreche und meine Unzufriedenheit ausdrücke desto abgebrühter wird meine Frau und zeigt immer weniger Interesse, da das Thema ja schon bekannt ist und vernünftige Gespräche keine Chance haben, da sie abblockt.
klar blockt sie das Thema ab. Sie will ja auch nichts verändern, also warum soll sie darüber reden?
Und immer wieder zu hören "ich will mehr Sex", wenn sie eben genau das nicht will nervt auch.
Ihr müsst das Thema nicht immer wieder durchkauen, denn es wird nichts dabei raus kommen. Also kannst du es noch zwanzig oder dreißig mal probieren, das ist verschwendete Zeit.

Ich will mich nicht davon frei sprechen, dass ich alles richtig mache. Ich versuche jedoch irgendwie auf Ihre Belange, die mit Sex nichts zu tun haben, einzugehen, es klappt irgendwie nicht.
Welche Belange in Sachen Sex hat sie denn?
Doch eigentlich überhaupt keine, also worauf willst du da eingehen?

Das ist das was ich mit guter Stimmung meine. Wenn ich das Gefühl habe, wir hatten gute 2-3 Wochen, wir haben uns gut verstanden vll. haben wir was gemeinsam gemacht, sie mir das Gefühl gegeben hat, dass sie mit mir zufrieden war und ich dann signalisiere - oh ja jetzt ist die Gelegenheit da, hat sie wieder einen Grund es nicht zu tun.
:eek: :ratlos:
Wie gesagt, du musst brav und lieb sein, dann darfst du mal kurz ran. Wobei sie auch dann noch die Regeln bestimmt, zum Beispiel, dass das Licht aus sein muss.
Wenn das die Basis ist, auf der du Sex haben möchtest, dann viel Erfolg weiterhin. Wenn du aber begehrt und gewollt werden willst, dann ist diese Partnerin zumindest sexuell die Falsche.
Ihr habt keinen Sex, weil ihr das wollt. Sondern damit Ruhe ist. Das hat nichts mit Lusterfüllung zu tun!!
 
krava
Benutzer59943  (41) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #65
Von ihr gar nicht. Es kommen keine Berührungen, keine spontanen Küsse. Wenn ich sie mal Küsse, meint sie immer ich würde doof küssen. - Obwohl es nur ein ganz normaler Kuss auf die Lippen ist. (Dauer ca. 1 Sekunde).

Mittlerweile traue ich mich gar nicht Liebesaußtausch zu tätigen, da sie das gar nicht erwidert. Sondern mir das Gefühl der Abwehr gibt.
Was genau unterscheidet eure Beziehung denn von einer platonischen Freundschaft?
Kein Küssen, kein Sex, kein Anfassen... deine Frau braucht und will das alles nicht und du willst mir nicht erzählen, dass sie dich zum Beispiel vor 9 Jahren noch wild und leidenschaftlich geküsst hat. Nein das war mit Sicherheit nie so und das bleibt auch so.
Körperliches ist ihr nicht wichtig, erst recht nicht nachdem die Kinder gezeugt und auf der Welt sind.
Und wenn ihr euch küsst, dann willst du ja vielleicht wieder Sex und dann braucht es wieder eine Ausrede. Also lieber nicht küssen und um nicht zugeben zu müssen, dass sie das alles anwidert, sagt sie lieber du küsst schlecht. Damit du schuld bist.

An deiner Stelle würde ich mal die Frage klären, warum deine Frau eigentlich mit dir zusammen ist?
Was liebt sie an dir? Liebt sie dich überhaupt? Oder bist du nur zufällig der Vater ihrer Kinder?
Als was bitte sieht sie dich denn?

DAS ist das, was ihr klären müsst. Und wenn da nichts bei raus kommt, dann trennt euch bitte. Denn das ist auch für eure Kinder keine Basis.
 
B
Benutzer174589  (34) Sehr bekannt hier
  • #70
Also wenn ich richtig lese, klappt dieses "Belohnungssystem", grad nicht?

Naya, oben drei nett rein und unten ein Sex raus, klappt selten.

Irgendwie kippt hier grad die Stimmung und ich raff es nicht.

Um jetzt mal zu übertreiben, die Frau des TE erwartet von ihm , dass er sich benimmt, wie ein erwachsener Mensch und ist jetzt plötzlich das durchtriebene Luder, dass ihn an der Leine führt?

Irgendwie bin ich da gedanklich grad raus, raff aber auch nicht alles, wurde da was gelöscht?
 
Seestern1
Benutzer148761  (34) Sehr bekannt hier
  • #71
Ich glaube es ist halt grundsätzlich falsch so viele Dinge miteinander zu vermischen. Es wird so dargestellt, als sei es ein perfider Plan der Frau, dass sie nur Sex hat, wenn der Mann sich wochenlang perfekt verhält. Ich denke nicht, dass es so in Wirklichkeit ist.

Ich vermute, sie hat eine sehr geringe Libido und muss sich zum Küssen und zum Sex zwingen, weil sie eigentlich kaum Lust hat. Sie zwingt sich dazu, weil sie ihren Mann nicht verlieren möchte, vermutlich liebt sie ihn noch. Aber da die Libido eben so gering ist, muss besonders viel gut laufen, damit für sie überhaupt Sex möglich wird.

Das passiert aber öfters hier im Forum, dass der Person mit wenig Libido Gemeinheit unterstellt wird. Da werden Pläne unterstellt, da wird gesagt, auch der Partner ohne Libido solle sich halt mal bemühen. Also halt einfach mal für Sex herhalten. Deswegen bringe ich immer den Vergleich mit der Depression, in der Hoffnung, dass etwas mehr verstanden wird, dass eine geringe Libido keine freie Entscheidung ist, sondern ein Problem, an dem sich nicht so leicht arbeiten lässt und dass in der Regel beide Partner belastet. Den Partner mit der höheren Libido, weil er sich unbefriedigt und teilweise ungeliebt oder nicht begehrt fühlt und den Partner mit der geringen Libido, weil es die Beziehung gefährdet.

Dann kommt dazu, dass viele Probleme haben über Sex offen zu sprechen. Und so kommt es dazu, dass der libidostärkere Partner oft denkt, der libidoärmere würde sich keine Gedanken machen. Kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen, dass es bei der Mehrzahl so ist. Das Leben in einer Beziehung ist nämlich aus eigener Erfahrung gesagt so viel schöner und leichter, wenn man einfach Lust auf den Partner hat.
 
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mickflow
Benutzer131884  Beiträge füllen Bücher
  • #75
Tatsächlich ist es so, dass meine Frau bestimmt wann wir GV haben. Das geschieht aber nur, wenn ich auf sie zukomme und froh sein darf, dass wie mich nicht abwehrt. Von alleine ist schon schon seit Jahren nicht aktiv auf mich zugegangen. In der hinsicht hat sie mich somit in der Hand, da ich froh bin GV zuhaben.
Das ist dein Problem! Du beschreibst dich hier als Opfer, und ich gehe jede Wette ein, sie würde sich ebenso als Opfer deiner Drängeleien, deiner Manipulationsversuche beschreiben. Und ich gehe noch eine Wette ein, Du hast ihr gegenüber noch nie deine Innenwelt, deine Frustration, die hier aus jeden Beitrag nur so unten rausläuft, deine Verzweiflung und die Dehmütigung ob deiner Machtlosigkeit, ob deiner Entmannung, auch nur ansatzweise offengelegt. Tut mir leid, wenn Du dich jetzt in die Eier getreten fühlst, aber nur so kann ich dir darlegen, was bei dir eigentlich los ist, bei dir selbst, bei ihr und in eurer Beziehung.

Ihr lebt beide in einer idealisierten Erwartungswelt, habt genaue Vorstellungen davon, wie diese Welt aussehen soll und erwartet ganz selbstverständlich, dass der Partner sich gemäß diesen Vorstellungen entsprechend verhält. Daran ist per se nichts falsch, nur funktioniert eine Beziehung eben manchmal so nicht. Das was bei euch abläuft, das ist Manipulation durch die schärfste Waffe im körperlich gewaltfreien Kampf, durch Verweigerung. Du gibst deine emotionale Innenwelt nicht preis, sie verweigert dir körperliche Zuwendung. Ihr verhandelt nicht eure Beziehung, ihr versucht sie herbeizurechnen. Ihr könnt sie gar nicht verhandeln, weil ihr keinen eigenen, von anderen tatsächlich unabhängigen Standpunkt habt. Ihr seit schon lange nicht mehr unabhängige Individuen, ihr seit das, was David Schnarch als verschmolzen bezeichnet. Ihr könnt nicht ohne den anderen und mit ihm funktioniert’s (wenigstens emotional körperlich sinnlich) auch nicht. Ihr seit in eurer Beziehung beim kleinsten gemeinsamen Nenner angekommen, das was nach aller Verweigerung noch funktional übrig bleibt.

Was ist aus deiner Individualität, deiner Männlichkeit, geworden? Was ist von dir insgesamt noch übrig? Es ist hier in einigen Beiträgen schon abgeklungen, drauf eingegangen bist Du nicht wirklich. Hast Du deine Frau schon mal konfrontiert, mit dem, was in dir los ist? Ihr habt Monogamie vereinbart, explizit und ausdiskutiert, inklusive der Konsequenzen, und nicht nur implizit erwartet, weil man „das ja so macht“? Was bist Du bereit dafür zu bezahlen, für dich, dafür, wieder „ganz“ zu sein, wieder „Mann“ und nicht nur Funktionsteil des „Familienunternehmens mit Erziehungsauftrag“, dafür wieder Liebhaber zu sein, dafür begehrt zu werden und selbst mit Lust zu begehren? Hast Du den Mut, deine Frau zu fragen, wie sie sich das vorstellt, wie Du mit deiner Sexualität und dem Anteil an deiner Persönlichkeit umgehen sollst, der in eurer Ehe nicht (mehr, wenn überhaupt jemals) vorkommt? Kannst Du sie fragen, wie Monogamie funktionieren soll unter den gegebenen Umständen? Was macht eure Beziehung aus? Der Wille eines jeden für diese Beziehung, oder die Angst vor der Trennung? Bleibt ihr zusammen, weil ihr das wollt, oder weil ihr euch nicht trennen wollt?

Du steckst richtig tief in der Scheisse, bis zum Hals. Aber nicht weil sie dich da reingeritten hat, sondern weil Du da nicht raus willst. Du steckst in David Schnarchs Beziehungsdilemma. Du willst eine Beziehung, die es so nicht gibt, und Du willst dich nicht trennen. Und deshalb bleibst Du drin im Pool.

Dass das so ist liegt daran, dass Du deiner Frau die Verantwortung für dein Wohlergehen übertragen hast, erwartest, dass sie so funktioniert, dass das Ergebnis dann deiner Erwartung entspricht. Bei ihr wird es kein Jota anders sein. Diese gegenseitige Verantwortungsübertragung kettet euch untrennbar aneinander. Du bist der Ritter, der, um an Zuneigung, Begehrtsein und Sex zu kommen, ihre Burg belagert. Sie ist die Burgherrin, die ihre Zugbrücke hochgezogen hat, die Tore verschlossen, und gleichzeitig das Gefühl von Sicherheit hat, weil Du immer noch nach 10 Jahren draußen vor ihren Mauern lagerst und dich keinen Millimeter wegbewegst. Für dich gibt es nur sie und deine einzige Aufgabe ist es, gegen ihre Mauern anzurennen, so regelmäßig wie vergeblich. Für sie ist diese Regelmäßigkeit ein gutes Gefühl, weil stabil und verlässlich. Ichngehe davon aus, dass das alles alltagtauglich und ohne größere Aggressionen abläuft. Ihr seit in einem erstaunlich stabilen Gleichgewicht aus Anrennen und Abwehren, und dabei vollkommen auf den anderen fokussiert.

Und genau da liegt das eigentliche Kernproblem, und im Umkehrschluss auch die (in meinen Augen und nach meiner Erfahrung) einzige Lösung. Hör auf, dich komplett auf deine Frau zu fokussieren, und fang an, dich mit dir selbst zu beschäftigen. Frag dich, wer Du mal warst, welche Ideale Du mal hattest, welche hochgesteckten Träume und Lebensziele Du hattest, und warum. Frag dich, wer Du mal sein wolltest, als Kind, als Jugendliche her, als junger Mann. Wer bist Du heute, und warum ist das so. Frag dich, welche Regeln Du befolgst und wessen Regeln das sind, und vor allem, warum Du sie befolgst.

Um es klar zu sagen, es geht hier absolut nicht um Egoismus. Egoismus ist das, was man auf Kosten anderer im eigenen Interesse durchdrückt. Egoismus schafft Opfer und Verlierer. Es geht auch nicht darum, Schuldige zu suchen und nach dem Verantwortungsteil des anderen. Es geht darum, dich selbst zu finden, und um die Frage, wie Du wieder in den Stand kommst, Verantwortung für dich selbst zu übernehmen. Es geht darum, wie Du unabhängig, autonom mit eigenen freiwilligen Entscheidungen, werden kannst. Es geht darum, dass aus dir wieder ein Mensch, ein Mann, wird, und das ist deutlich mehr als ein männlicher Funktionsanteil an einer Beziehung.

Heute steckst Du im Dilemma zwischen „Du willst die Beziehung mit deiner Frau nicht aufgeben“ und „Du willst deine Sexualität zurück“. Beides scheint es nur entweder/oder zu geben, ein sowohl/als auch ist aktuell undenkbar. Aktuell ist das so. Und ohne maßgebliche Veränderungen wird sich daran auch nichts ändern. Willst Du also ein sowohl/als auch, dann muss sich also etwas ändern. Ich will’s in einer Metapher ausrücken. Eine Beziehung ist wie ein Fluss, manche breit und groß, andere ein Rinnsal. Manche lang, manche kurz. Flüsse verändern ihren Lauf mit der Zeit. Wir gehen in unserem Verständnis so davon aus, als sei das Wasser das eigentlich wesentliche Element. Und so reden wir auch über Beziehungen, so, als sei die Beziehung etwas gegenständliches. Dem ist absolut nicht so. Das wirklich wesentliche sind die beiden Ufer, die dem Fluss Gestalt, dem Wasser Tiefe und Richtung geben. Sicher verändert auch das Wasser die Ufer mit der Zeit, aber das ist eine Folge und nicht die ursprüngliche Wirkung. Willst Du also an deinem Fluss, deiner Bezihung etwas verändern, dann musst Du am Ufer etwas verändern, am Fluss selbst kannst Du nicht verändern, sowenig wie an der Beziehung. Wenn Du also am Ufer was tun willst, dann kannst Dundas tatsächlich, wesentlich, wirkungsvoll, und vor allem nachhaltig, nur an deinem Ufer tun. Alles andere wäre manipulativ und im negativsten Sinne übergriffig. Fang bei dir an!

Wenn Du maßgeblich etwas verändern willst, ohne dass dabei deine Beziehung kaputt geht, dann geht das nur mit zwei ganz wichtigen Faktoren, mit Transparenz und mit dem unbeirrbaren Willen um Lösungen und nicht um die Schuldfrage. Nur so kannst Du deine Frau mitnehmen und nur so bleiben die Veränderungen konstruktiv.
Noch etwas ist ganz wichtig im Verständnis deiner akuten Lebenssituation, fasse sie als grosse Chance auf. Bei dir ist ein Maß voll geworden, sonst hättest Du diesen Faden nicht gestartet. Du steckst in einer Krise, die ein kritisches Level erreicht hat. Und genau diese Krise braucht es jetzt in deinem Leben, denn sie setzt die Energie frei, die dich jetzt motivieren kann, vorantreiben, damit das an Veränderungen möglich wird, was nötig ist, um dich aus deinem Feldlager vor den Burgmauern deiner Frau herauszutreiben.

Wenn Du wissen willst, wie Du diese Energie konstruktiv nutzen kannst, für dich, für euch als Paar, und auch für euch als Familie, dann kann ich dir folgende Bücher empfehlen:

- David Schnarch: Intimität und Verlangen
- Michael Lukas Möller: Die Wahrheit beginnt zu zweit

Eines noch am Schluss, ausdrücklich und ernsthaft als Warung. Gehst Du diesen Weg, mit aller Konsequenz, dann wirst Du dir selbst begegnen. Spätestens wenn dir das wirklich bewusst wird, dann beginnt der wirklich harte Weg, dann ist der Spaß zu Ende. Auf C.G. Jung geht folgendes Zitat zurück „Wenn man sich selbst zum ersten Mal begegnet, dann ist das ein Schock“. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, er hatte Recht. Wenn Du mehr wissen willst, dann schreib mir ne PM.
 
Zuletzt bearbeitet:
U
Benutzer183259  (51) Verbringt hier viel Zeit
  • #80
In der Tat ist unsere Beziehung zu 98% auf den gewöhnlichen Alltag ausgerichtet, damit alles im wohle der Familie klappt. Arbeiten, Kinder, Haushalt, Rechnungen müssen bezahlt werden etc. und nehmen somit sehr viel Raum ein. Danach kommen die eigenen Bedürfnisse: ggf. Sport Buch lesen, im Garten oder am Haus was machen, Freunde besuchen und Freunde mit Kindern beusuchen (nicht zu vergessen :smile: )

Intensive Gespräche sind meistens gut und wir sind uns in vielen Dingen einig. Das sollte auch irgendwie eine Grundlage für die Gegenseitige Zuneigung bilden. -> Leider nur einseitig.

Tatsächlich ist es so, dass meine Frau bestimmt wann wir GV haben. Das geschieht aber nur, wenn ich auf sie zukomme und froh sein darf, dass wie mich nicht abwehrt. Von alleine ist schon schon seit Jahren nicht aktiv auf mich zugegangen. In der hinsicht hat sie mich somit in der Hand, da ich froh bin GV zuhaben.

Zunächst einmal ist Deine Situation gar nicht so selten, wie Du vielleicht glaubst.
Dumm ist nur, dass noch niemandem ein Patentrezept eingefallen ist...

Also es kann 1.000 Gründe geben, warum eine Frau keine Lust auf Sex hat.
Ein wichtiger Aspekt ist aber meiner Meinung nach noch zu kurz gekommen:

Ist Deine Frau mit sich zufrieden?
Mit der Situation?
Mit ihrer Figur?

Der Hauptfehler des Mannes liegt in einer solchen Situation darin, an dem Symptom zu mäkeln, statt an die Ursachen heranzugehen.
Wenn sie findet, dass sie 10 Kilo zu viel hat, kannst Du ihr noch so viel im Haushalt helfen, das bringt dann nichts, erzeugt vielleicht Dankbarkeit, aber keinen feuchten Schlüppi.
Also krieg erstmal raus, wie es Deiner Frau überhaupt geht...

Die fehlenden Alltagszärtlichkeiten, wie ein Kuss oder eine Umarmung befremden mich allerdings schon etwas, das finde ich nicht normal und muss auch eine Ursache haben, wenn das früher anders war.

Weiterhin ist es aber auch an Dir, Dich anziehend zu verhalten.
Oft machen hier die Männer den Fehler, der Frau alles recht machen zu wollen und fallen dadurch viel zu sehr in die Rolle des "braven Hausmanns".
Da gilt es, einen gesunden Mittelweg zu finden.
Denn wer macht eher den Schlüppi feucht? Der biedere Hausmann oder der coole Surfertyp oder Motorradfahrer, die für unabhängiges, selbstbestimmtes Leben stehen?
Die Kunst muss es also sein, mal das eine und mal das andere zu sein. Da ist es dann auch ok, wenn Du sie mal für ein WE alleine lässt, um Dein Ding durchzuziehen, auch wenn sie da vielleicht erst rumzetert. Nebenbei tut Dir das gut und Du wirst ausgeglichener.

Also krieg einerseits raus, was ihr fehlt und versuch ihr dabei zu helfen und sei andererseits egoistischer.:grin:
Und das alles machst Du nicht mit dem "Endziel" endlich mehr Sex zu haben, sondern damit es euch beiden besser geht.
Der Sex kommt dann nämlich im gelungene Fall langsam wieder zurück, aber auch nicht von heute auf morgen.
 
R
Benutzer193222  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #92
Guten Abend,
wollte noch mal nach der regen Diskussion und vielen Sichten noch Einigens anfügen.

Der Beitrag von mickflow hat mir gut gefallen und in vielen Dingen hat er recht. Ich werde viele Dinge überdenken und einige Tipps und Anmerkungen befolgen.

Zu dem Thema Familie und Kinder gab es Kommentare, dass es eher von der Seite meiner Frau aus kam. Dem ist nicht so. Die Kinder waren, sind und werden Wunschkinder sein. Wir funktionieren als Familie - machen Ausflüge, fahren in Urlaub etc. Ich stehe voll dahinter - und das wissen wir beide auch. Auch wenn es den Anschein macht, dass meine Frau mich nur für die Kinder haben wollte - so ist es nicht. Muss aber gestehen, dass ich manchmal auch die Gedanken hatte - aber dazu ist unser Familiendasein viel zu fest, auch wenn die Kinder viel Raum und Zeit in usererem Leben einnehmen.

Eine weitere Bemerkung kam, dass ich mit meiner Frau über meine Bedürfnisse nicht rede. Dem ist auch nicht so. Meine Frau redet generell nicht gerne über Sex, Bedürfnisse Wünsche. Jedes mal wenn ich damit Anfange verdreht sie die Augen und man merkt, dass ihr die Gespräche unangenehm, lästig und nicht wichtig erscheinen. Ab und zu kommt es zwar dazu dass wir kurz drüber Reden, aber nach 2 Minuten wird das Gespräch beendet, da es ihr zu viel ist, weil es ja alles geklärt ist. Sie weiß was meine Bedürfnisse sind, kann diese aber nicht im vollem Umfang erfüllen. PUNKT. Meine Frau weiß um meine Bedürfnisse und Wünsche, weil man nach 15 Jahren Beziehung doch mal ernsthaft darüber spricht ;-).

Ich rede sehr gerne über Sexualität, Bedürfnisse, Wünsche etc. Das ist aber aktuell alles nur in meinem Kopf, weil meine Frau sich auf intensive Gespräche nicht einlässt.

Ich habe unsere Situation in den letzten Tagen intensiver beobachtet. Ich habe festgestellt bzw. ich wusste es ja, sonst hätte ich hier kein Post aufgemacht, dass meine Frau kein Kopf für Sexualität ist. Sie hat ja selber gesagt, dass Sex ihr nicht so wichtig ist. Hinzukommt noch, dass sie im Alltag mit vielen anderen Dingen kopflastig beschäftigt ist und Abends hat sie keinen Nerv mehr, weil sie müde ist.
Ich habe vollstes Verständnis dafür, aber irgendwann man ist es auch mal gut. Und das ist was mich so nervt, dass jedes mal was anderes ist und das schon so lange. Vll. hängt es damit, dass ich zu viel Verständnis zeige und mich immer unterordne und das ganze schlucke. So merkt sie jedes mal - ist doch wieder gut gegangen. Das ist der Punkt von mickflow ich muss ihr das Gefühl geben, ich stehe über ihr und behaupte mich und mein Revier.

Danke für die vielen tollen Sichten.
Ich hab das Gefühl du hast unsere Meinungen nicht komplett gelesen und reden ist nicht gleich reden. Wenn du alles als Vorwurf formulierst, stößt du sehr oft auf Gegenwehr und Abbruch der Situation. Auch ein Gespräch muss gekonnt sein, sonst erreichst du wenig damit außer Mauern. Dein Ding machen finde ich auch gut, sollte immer gegeben sein. Aber auch wie Feel the Soul sagt, braucht ihr Zeit für euch als Paar. Und es war nicht so gedacht, dass du keine Kinder wolltest, sondern einfach dass sehr viele Frauen nur den Wunsch nach Kindern und Heirat haben und einen Versorger suchen, egal ob es eigentlich passt. Sind die Kinder da, rückt der Partner in den Hintergrund und man ist nur noch in der Elternschaft und nicht Partnerschaft. Bitte bedenkt, dass eure Kinder euch als Vorbild für spätere Beziehungen nehmt. Also frag dich auch mal noch dazu, was genau möchtest du für dich und für deine Kinder?
 
Zuletzt bearbeitet:
U
Benutzer183259  (51) Verbringt hier viel Zeit
  • #93
Meine Frau weiß um meine Bedürfnisse und Wünsche, weil man nach 15 Jahren Beziehung doch mal ernsthaft darüber spricht ;-).

Ich rede sehr gerne über Sexualität, Bedürfnisse, Wünsche etc. Das ist aber aktuell alles nur in meinem Kopf, weil meine Frau sich auf intensive Gespräche nicht einlässt.

Das ist aber ein eklatanter Widerspruch.
Fakt ist doch, dass sie alle Gesprächsversuche abblockt.

Ich finde es merkwürdig, dass Du "über" ihr stehen willst.
Wo hast Du das her?
Wie ich in meinem Beitrag schrieb ist es allerdings hilfreich, wenn Du mal mehr Dein Ding machst und ihr nicht alles recht machen willst.
 
F
Benutzer187035  (38) Öfter im Forum
  • #94
Letzendlich ist die pausenlose diskutiererei sinnlos. wenn deine frau bock hätte auf sex dann kommt sie auf dich zu. hat sie kein bock, dann kannst du dich auf den kopf stellen und nüsse knacken und trotzdem passiert nix. der frau dann ein schema vorzulegen wie in den augen sexualität aussieht funktioniert nicht. auch die wenigen male sex die sie evtl. aus druck über sich ergehen lässt kann doch nicht zufriedenstellend für dich sein, da kann man auch zu einer prostituierten gehen die hat genauso viel bock wie deine frau. hast du in der vergangenheit mal eine freundin gehabt die lust von sich aus auf sex hatte, dann verstehst du was ich meine. hat frau interesse an sex, dann kommt sie auch regelmäßig auf dich zu. hat sie kein interesse, dann halt nicht und sie hält dich auf abstand, weil sie natürlich merkt das sie in deinen augen zu wenig sex bringt und sich dadurch, wenn sie mental schwach ist unter druck gesetzt fühlt. auf abstand halten sieht genau so aus wie du es beschreibst. angeblich zuviel um die ohren usw.
leide sind einigen frauen in der sache nicht besonders ehrlich aus der angst den partner zu verlieren. es wäre einfacher, wenn frau sagt, wenn du mich berührst oder sexuelle avancen machst, dann krieg ich pickel. das wäre eine aussage um den partner zu signalisieren wie schlimm oder ekelhaft sex für sie ist. wenn du es dann immer noch probierst ist dir auch nicht mehr zu helfen.

verstehe mich nicht falsch. es muss ja nicht so sein bei deiner frau und auch ich bin dahingehend auch schon sehr abgewichst, da ich selbst solch ein exemplar zuhause habe und wenn ich vieler deiner beiträge lese denke das meine frau scheinbar mit dir auch eine beziehung führt :zwinker: meine frau hat null bock auf sex. sie zeigt es mir nicht in dem sie sagt ich will mit dir kein sex haben, weil ich daran kein interesse habe und es für mich so schlimm ist wie eine wurzelbehandlung. nein sie zeigt es mir indem sie mich immer abweist und auch von ihr nichts kommt, wenn ich monatelang keine avancen mache. wenn der sex nicht wäre führen wir eine gute beziehung und die tage mit kind sind auch perfejt, also würde theoretisch auch nix gegen sex sprechen und wenn sie merkt jetzt wirds langsam eng, dann war der tag zu stressig, sie zu müde, kopfschmerzen auf einmal usw.
am ende aber bedeutet es bei meiner oder deiner frau immer das gleiche. sie möchten kein sex. würden sie sex haben wollen, dann kommen sie auch auf zu, daher hilft nur zustand akzeptieren, offene ehe, beziehung beenden so traurig es ist.
 
L
Benutzer185950  (45) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #95
Ich war auch mal in dieser Situation…Eheleben, Alltag, Arbeit etc., also ganz normal wie bei vielen anderen Paaren auch. Sex bzw. zu wenig Sex war bei uns auch ein Thema, immer wieder. Wir haben uns gut verstanden, hatten keinen Streit miteinander, aber Lust hatte ich trotzdem nicht. Wie oft habe ich mir vorgenommen, mehr Sex zuzulassen, auch wenn ich keine Lust hatte, denn immer abzuweisen, ist ja nicht schön und angewiesen zu werden auch nicht. Ich konnte das aber nicht und war immer froh, wenn er nichts von mir wollte. Irgendwann habe ich gedacht, dass ich asexuell bin…Letztendlich habe ich 5 Jahre damit verbracht, eine Ehe führen zu wollen, die schon lange Bestand hatte, aber keinen Inhalt. Ich habe mich dann irgendwann getrennt, weil ich es ihm gegenüber auch unfair fand, dass es keinerlei Intimitäten mehr gab und es ist rückblickend einfach so, dass ich ihn nicht mehr geliebt habe, darum keinen Sex wollte und es mir erst Jahre später eingestehen konnte…
Jedenfalls ist es so, dass ich alles andere als asexuell bin ;-)
Manchmal bietet eine Trennung die Möglichkeit, wirklich glücklich zu werden und nicht nur an irgendwas rumzuziehen, was vielleicht nicht mehr da ist.
Aber das muss jeder selbst wissen und wie lange jeder unglücklich bleiben will.
 
R
Benutzer193222  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #96
Letzendlich ist die pausenlose diskutiererei sinnlos. wenn deine frau bock hätte auf sex dann kommt sie auf dich zu. hat sie kein bock, dann kannst du dich auf den kopf stellen und nüsse knacken und trotzdem passiert nix. der frau dann ein schema vorzulegen wie in den augen sexualität aussieht funktioniert nicht. auch die wenigen male sex die sie evtl. aus druck über sich ergehen lässt kann doch nicht zufriedenstellend für dich sein, da kann man auch zu einer prostituierten gehen die hat genauso viel bock wie deine frau. hast du in der vergangenheit mal eine freundin gehabt die lust von sich aus auf sex hatte, dann verstehst du was ich meine. hat frau interesse an sex, dann kommt sie auch regelmäßig auf dich zu. hat sie kein interesse, dann halt nicht und sie hält dich auf abstand, weil sie natürlich merkt das sie in deinen augen zu wenig sex bringt und sich dadurch, wenn sie mental schwach ist unter druck gesetzt fühlt. auf abstand halten sieht genau so aus wie du es beschreibst. angeblich zuviel um die ohren usw.
leide sind einigen frauen in der sache nicht besonders ehrlich aus der angst den partner zu verlieren. es wäre einfacher, wenn frau sagt, wenn du mich berührst oder sexuelle avancen machst, dann krieg ich pickel. das wäre eine aussage um den partner zu signalisieren wie schlimm oder ekelhaft sex für sie ist. wenn du es dann immer noch probierst ist dir auch nicht mehr zu helfen.

verstehe mich nicht falsch. es muss ja nicht so sein bei deiner frau und auch ich bin dahingehend auch schon sehr abgewichst, da ich selbst solch ein exemplar zuhause habe und wenn ich vieler deiner beiträge lese denke das meine frau scheinbar mit dir auch eine beziehung führt :zwinker: meine frau hat null bock auf sex. sie zeigt es mir nicht in dem sie sagt ich will mit dir kein sex haben, weil ich daran kein interesse habe und es für mich so schlimm ist wie eine wurzelbehandlung. nein sie zeigt es mir indem sie mich immer abweist und auch von ihr nichts kommt, wenn ich monatelang keine avancen mache. wenn der sex nicht wäre führen wir eine gute beziehung und die tage mit kind sind auch perfejt, also würde theoretisch auch nix gegen sex sprechen und wenn sie merkt jetzt wirds langsam eng, dann war der tag zu stressig, sie zu müde, kopfschmerzen auf einmal usw.
am ende aber bedeutet es bei meiner oder deiner frau immer das gleiche. sie möchten kein sex. würden sie sex haben wollen, dann kommen sie auch auf zu, daher hilft nur zustand akzeptieren, offene ehe, beziehung beenden so traurig es ist.
Und wie gehst du mit dem Zustand um? Ich meine du sprichst von perfekt, aber das ist ja nicht so. Ihr führt eventuell eine perfekte Wohngemeinschaft und Elternschaft, aber keine Beziehung/Ehe. Keine Lust auf Sex hat viele Gründe, aber in den meisten Fällen bedeutet es eben auch keine Lust auf die Person.
Wichtig ist ja am Ende nur sich zu fragen, was will ich vom Leben? Warum liebe ich diese Frau? Was gibt mir das alles?
 
S
Benutzer152906  (45) Sehr bekannt hier
  • #97
Zu dem Thema Familie und Kinder gab es Kommentare, dass es eher von der Seite meiner Frau aus kam. Dem ist nicht so. Die Kinder waren, sind und werden Wunschkinder sein. Wir funktionieren als Familie - machen Ausflüge, fahren in Urlaub etc. Ich stehe voll dahinter - und das wissen wir beide auch. Auch wenn es den Anschein macht, dass meine Frau mich nur für die Kinder haben wollte - so ist es nicht. Muss aber gestehen, dass ich manchmal auch die Gedanken hatte - aber dazu ist unser Familiendasein viel zu fest, auch wenn die Kinder viel Raum und Zeit in usererem Leben einnehmen.

Für die Kinder könntet Ihr doch aber auch "in Trennung" gut sorgen, oder nicht? Und zumindest ein (wie ich finde) wichtiger Teil , den eine Ehe ausmacht, ist bei Euch nicht mehr vorhanden. Also wieso nicht die Konsequenz ziehen und das beenden?
 
U
Benutzer183259  (51) Verbringt hier viel Zeit
  • #98
Wenn ich weiß, dass die Waschmaschine in 30 Minuten fertig ist, und mein Mann anfängt, mir Avancen zu machen, bin ich auch total genervt. Es kostet mich unheimlich viel mentale Kraft, die Situation entspannt zu sehen à la die Wäsche fängt nicht sofort an zu müffeln, wenn man sie 15 Minuten später aufhängt.

Meinst Du das wirklich ernst?
 
F
Benutzer187035  (38) Öfter im Forum
  • #100
Und wie gehst du mit dem Zustand um?
Es ist natürlich kein schöner Zustand. Momentan warte ich ab, ob sich mit absetzen der Pille was ändert. Für mich wäre tatsächlich, und das hab ich meiner Frau auch schon gesagt, lieber Sie sagt pass auf ich will kein Sex, weil es mir nix gibt oder sowas. Leider eiert Sie darum das es ja so nicht wäre usw. Deswegen habe ich auch dem Threadersteller gesagt das ja mit keiner Annäherung der Frau es bereits eine klare Aussage ist, daher hilft das herbei reden nix, also das diskutieren darüber.

Ich meine du sprichst von perfekt, aber das ist ja nicht so.
Das sollte den Zusammenhang darstellen. Was ich damit meine das wir im Alltag sehr harmonisch sind. Wir haben tatsächlich kaum Probleme. Jeder der uns kennt würde sagen die haben regelmäßig Sex. Es gibt doch so Tage da läuft es einfach. Schönen Tag verbracht, Spaß und man kommt sich näher, also petfekt und hat dann eventuell Sex. Nur zum Sex kommt es nicht. Dann ist komischerweise immer was.
 
ferdl
Benutzer171790  Verbringt hier viel Zeit
  • #101
Von guter gar perfekter Ehe würde ich dann sprechen, wenn auch die Sexualität für beide Partner erfüllend und befriedigend ist.
Würde die Frau um medizinische und psychologische Abklärung ersuchen, die Ergbnisse abwarten, mit der Frau besprechen und dann entscheiden.
Ohne regelmäßigen Sex könnte ich mir ein Eheleben nicht vorstellen, muss nicht täglich sein aber mindestens 2 bis 3 x in der Woche, wobei besondere Situationen oder Belastungen im Einzelfall natürlich berücksichtigt werden.
 
Anila23123
Benutzer167118  (28) Sehr bekannt hier
  • #102
Das Problem besteht seit 10 Jahren und jetzt hoffst du auf Besserung? Das sehe ich leider nicht.
Ich glaube das Problem ist nocht die Ege und es sind nicht die Kinder. Ihr seid sexuell offenbar nicht kompatibel. Du sagst es selbst. Ihr habt völlig unterschiedliche Bedürfnisse, Vostellungen, Wünsche etc. und der Sex ist nicht gut. Das ist ziemlich klar. Hätte ich niemals so lange mitgemacht.

Wenn sich in über 10 Jahren nichts verändert hat und sie offenbar auch nichts ändern will, wird auch nichts passieren. Du hast 3 Optionen:

a) Trenn dich und finde eine Frau die besser zu dir passt. Kinder und Ehe machen es nicht leicht, aber glücklich wirst du so nicht.

b) Sprich mit ihr über die Möglichkeit einer offenen Ehe. Ihr ist Sex nicht wichtig, dir schon. Wenn du eine Chance siehst, dass es für sie ok ist, wenn du Sex mit anderen Frauen hast, wäre es eine Lösung, die eurer Ehe insgesamt auch gut tun könnte, weil du ingesamt besser gestimmt wärst.

c) Ändere nichts und lass dein Leben wie es ist. Komm damit klar, dass ihr extrem wenig Sex habt. Hoffe auf Veränderung, aber rechne nicht zu fest damit.
 
SAMSARA
Benutzer174652  Meistens hier zu finden
  • #103
Ich versuche jedoch irgendwie auf Ihre Belange, die mit Sex nichts zu tun haben, einzugehen, es klappt irgendwie nicht. Das ist das was ich mit guter Stimmung meine. Wenn ich das Gefühl habe, wir hatten gute 2-3 Wochen, wir haben uns gut verstanden vll. haben wir was gemeinsam gemacht, sie mir das Gefühl gegeben hat, dass sie mit mir zufrieden war und ich dann signalisiere - oh ja jetzt ist die Gelegenheit da, hat sie wieder einen Grund es nicht zu tun.
Ich bin dann wieder genervt und fühle mich abgestossen und habe schlechte Laune. Und wieder vergehen 2-3 Wochen bis sich alles wieder stimmungsmässig relativert. Und dann sich aber schon 6 Wochen vergangen.

naja.
du hast halt noch nicht verstanden, worum es geht: SIE WILL DAS (MIT DIR) NICHT.

und ...
ja, das ist anstrengend. Ich vermute mal, das ist so ein bei-Laune-halten, oder?

Das geht natürlich gar nicht. Du machst also den Hugo in der Hoffnung, dass sie dich dann mit Sex dafür belohnen wird bzw. in die Stimmung dazu kommt, weil du artig warst und alles so gemacht hast wie sie das möchte?

Also du bist nun wirklich nicht ihr Lakai. Und ich würde mal genau das thematisieren und nicht den fehlenden Sex selbst. Weiß sie eigentlich, dass sie so eher "herrisch" bei dir ankommt? Ihr müsst wirklich mal Tacheles reden.
... this!

Ich habe das Gefühl, dass sie über mir steht und sich viele Dinge erlauben kann. Das ist leider mein Manko, da ich nicht lange sauer oder nachtragend sein kann und viele unfaire Dinge über mich ergehen lasse.

okay. schwierig.
weil (völliges?) fehlen von augenhöhe - offenbar (beidseitig) akzeptiert, vielleicht auch (beidseitig?) gewollt.

DAS ZENTRALE POSTING von mickflow mickflow (#75) hast du nicht wirklich verstanden - wie deine antwort (#88) zeigt. ist okay - ist auch schwere kost ...

darum will ich dir etwas hilfreiches dazustellen ...

Der Punkt gemeinsame Lösung zu finden ist ein guter Punkt. Somit muss sie dazu auch was dazu beitragen.
Ich werde sie fragen, was sie von sich aus Beitragen kann und nicht immer mich in der Pflicht sieht.

... ZENTRALER PUNKT!
das quasi-rezept dazu ist das nachfolgende (= eines der beiden besten postings zu diesem häufigen forumsthema):

Aus diesem Thread spricht etwas, was bei der Problemlage "Ein Partner will mehr Sex als der andere" für mich ein absolut typisches Problem ist: Der "Mehr-Sex-Partner" hat absolut keine Ahnung, was der "Weniger-Sex-Partner" eigentlich genau für ein Problem hat. WARUM will er/sie keinen/nicht mehr so viel Sex mit mir?

Und das liegt m.E. häufig daran, dass "weniger Sex wollen" keine aktive Tat ist, die man umsetzen muss (wie zB "mehr Sex wollen"), sondern einfach durch Verweigern und Nichtmachen einschleichen kann. D.h. der "Weiner-Sex-Partner" muss nichts machen, sich nie erklären, nie mit irgendwem reden (!!) - er/sie kann einfach keine Initiative mehr zum Sex zeigen, das Thema nach und nach einschlafen lassen, und ist damit in ihrer/seiner Komfortzone angekommen.

Der "Mehr-Sex-Partner" hingegen, der damit aus seiner/ihrer Komfortzone rausgeschmissen wurde, muss nun aktiv werden. Das ist schwierig, denn Sex ist für viele Leute ein Stückweit immernoch tabuisiert: da redet man nicht gerne drüber, da macht man nicht gerne Stress wegen, das soll halt klappen, so wie im Film. Der Mehr-Sex-Partner muss jetzt aber aktiv nach Sex fragen, wird vermutlich versuchen, sein/ihr Verhalten vielleicht mehr am Partner auszurichten (um diesen damit zu mehr Sex zu motivieren). Wird sich ärgern, frustriert werden, irgendwann die Beziehung in Frage stellen, wenn das eigene Handeln keinen Erfolg zeigt.

Mit anderen Worten: In dieser so typischen Konstellation liegt die ganze Verantwortung, der ganze Schmerz, die ganze Last mit der Situation beim "Mehr-Sex-Partner." Und so etwas einseitiges geht selten gut.

Daher ist mein persönliches Patentrezept für diesen Fall: Du musst dafür sorgen, dass dein Partner ein genuines Interesse daran entwickelt, diese Situation zu lösen. Dein Partner muss den Istzustand genau wie du als Problem empfinden, nicht als Lösung. Und das heißt häufig: Du musst den Leidensdruck erhöhen.

Das klingt erst mal sehr böse, und die meisten anständigen Menschen schrecken davor zurück, dem Partner das Leben abischtlich schlecht zu machen. Aber bedenke: Ein Weniger-Sex-Partner macht selber genau das! Zieht sich selber in eine Komfortzone zurück und nimmt dafür in Kauf, dass es dem Mehr-Sex-Partner schlecht geht.

Wenn du alles andere versucht hast, wenn deine Partnerin nicht freiwillig mitarbeitet an einer partnerschaftlichen Lösung, dann musst du jetzt deinerseits ihre Komfortzone kaputt machen. zB mit der knallharten Ansage: Lass uns das Thema gemeinsam anpacken, aber wenn sich das bis XX nicht ändert: Scheidung.

Was du damit NICHT erreichen willst, ist deine Partnerin zum Sex zu erpressen. Das wäre niederträchtig und dumm. Entsprechende Angebote ("Ja komm, dann rutsch hat drüber, wenn es so wichtig ist...") sind abzulehnen. WAS du erreichen willst, ist, dass sie sich nun auch in einer Situation befindet, in der einfach keinen Sex mehr zu haben ein Problem für sie darstellt. Ein Problem, das sie zu lösen motiviert ist, weil die Konsequenzen nicht angenehm sind. Und zwar: nachhaltig zu lösen.

Mit anderen Worten: Du willst deiner Partnerin nicht weh tun. Aber du willst Problemlösungsmotivation schaffen. Und das kann, wie jeder wichtige Prozess, schonmal ein wenig Schmerz am Anfang erfordern.

Aber wer weiß, was dabei herauskommen kann! Vielleicht stellt sich heraus, dass deine Partnerin gar nicht in einer Komfortzone ist, sondern ihrerseits unter dem Ganzen gelitten hat - aber immer noch nicht genug, als dass sie es mal mit Ehrlichkeit versucht hätte (denn Ehrlichkeit kann auch schmerzen). Vielleicht ekelt sie sich, vielleicht ist sie asexuell, vielleicht gibt es eine Geschichte aus ihrer Vergangenheit. Vielleicht hat sie auch keine Gefühle mehr für dich. Oder findet Sex mit über 30 auch einfach nicht mehr sooo notwendig.

Aber, wichtig, und damit wieder zurück zum Anfang: Du weißt nicht, was ihr Problem ist, weil sie es dir nicht sagt. Also musst du sie dazu bringen, dass sie es dir sagt - oder, wenn sie es selbst nicht genau weiß, daran arbeitet, die Antwort zu finden - und dann mit dir zusammen daran arbeteitet. Das geht nur, wenn du sie dazu bringst, das auch wirklich aus eigener Motivation heraus zu wollen. Dazu ist es notwendig, ihr die Fortsetzung des Istzustandes unerträglich zu machen (wenn du alles andere vorher versucht hast).

Übrigens: Dieser Ansatz ist NICHT der garantierte Weg zum langfristigen Erfolg. Kann ja rauskommen, dass sie auf Druck sofort ihrerseits mit der Trennung reagiert. Oder dass ihr eben keine Lösung findet, die für beide passt. Oder eine Lösung findet, die aber nicht einfach umzusetzen ist, und auf dem Weg dorthin geht die Beziehung dann doch vor die Hunde.

Aber eines garantiere ich dir: Wenn du zulässt, dass dieses Thema weiterhin nur dein Problem ist, geht entweder eure Beziehung oder gehst du vor die Hunde. Also hol deine Partnerin ins Lösungsboot!

+

An deiner Stelle würde ich mal die Frage klären, warum deine Frau eigentlich mit dir zusammen ist?
Was liebt sie an dir? Liebt sie dich überhaupt? Oder bist du nur zufällig der Vater ihrer Kinder?
Als was bitte sieht sie dich denn?

DAS ist das, was ihr klären müsst. Und wenn da nichts bei raus kommt, dann trennt euch bitte. Denn das ist auch für eure Kinder keine Basis.

THIS!

wirklich miteinander reden kann man lernen. und es ist eine große bereicherung - persönlich und in beziehung(en).
manche lesen dazu ein gutes buch. für viele ist es hilfreich (für manche nötig), dazu paarBERATUNG unterstützend in anspruch zu nehmen.
will mensch das nicht, will er in wahrheit nicht reden.
also soll sich kein gegenüber mit diversen ausreden abspeisen lassen.
sondern seine persönlichen konsequenzen ziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
mickflow
Benutzer131884  Beiträge füllen Bücher
  • #104
Das ist der Punkt von mickflow ich muss ihr das Gefühl geben, ich stehe über ihr und behaupte mich und mein Revier.
Nach SAMSARA SAMSARA s Beitrag hab ich noch mal nachgelesen. Sie hat Recht, ich hab mich wohl nicht verständlich ausgedrückt. Wo, zum Teufel, hab ich gesagt, Du sollst dich über sie stellen? Du solltest vielleicht da ansetzten und der Frage nachgehen, warum Du dich auf meinen Text beziehst und dann eine solche These aufstellst wie oben.

Es wäre einfach nur lächerlich, zu glauben, Du könntest dich ihr überordnen nach all den Jahren, in denen sie die dominante Rolle inne hatte. Und als ob das dann zu mehr Sex führen würde. Das ist allenfalls ne nette Phantasie, mir der Realität hat das nichts zu tun. Ich hab gesagt, Du solltest dich auf dich fokussieren und nicht auf sie.

Ich hab von Standpunkten gesprochen, nicht von Revieren. Es geht darum, Transparenz zu schaffen, Offenheit, Bedürfnisse darzulegen. Ihr habt ein deutliches Ungleichgewicht in der Befriedigung eurer sexuellen Bedürfnisse. Ihr habe entweder explizit oder eben implizit Monogamie vereinbart. Es geht darum, Augenhöhe in der Akzeptanz des Themas und des Problems zu erzielen. Wenn ein Partner in einer monogamen Beziehung mit dem Sex ein Problem hat, dann haben das beide. Eine Beziehung baut auf Vertrauen, Wertschätzung und gegenseitige Unterstützung auf, mit dem Ziel, das beide sich entwickeln und entfalten können, um möglichst maximal in ihrer Individualität darin vorzukommen. Diese Einsicht gilt es herzustellen, das ist die Grundvoraussetzung für eine einvernehmliche Lösung überhaupt. Und nochmal, das ist Augenhöhe, Akzeptanz und Respekt der eigenen und der anderen Position gegenüber, das ist nicht Egoismus, schonbgar nicht über/unterordnung. Sie hat das selbe Recht darauf keinen Sex zu wollen wie Du auf Sex. Das sind die zwei Positionen, nicht mehr und nicht weniger. Das ist der gemeinsame Ausgangspunkt. Und von da aus geht es darum, das gemeinsame Problem zu lösen. Und das Problem heisst nicht es gibt zu wenig Sex, und die Lösung ist, dass sie eben mehr will als bisher. Das Problem heisst ihr habt unterschiedliche Standpunkte, und der Weg zur Lösung führt über die Frage, wie ihr damit umgehen könnt, welche Lösungsräume denkbar sind, die das Problem tatsächlich lösen und nicht nur übertünchen.
 
SAMSARA
Benutzer174652  Meistens hier zu finden
  • #105
DAS ZENTRALE POSTING von mickflow mickflow (#75) hast du nicht wirklich verstanden - wie deine antwort (#88) zeigt. ist okay - ist auch schwere kost ...

... das meinte
nicht das ...

Nach SAMSARA SAMSARA s Beitrag hab ich noch mal nachgelesen. Sie hat Recht, ich hab mich wohl nicht verständlich ausgedrückt.

es meinte,
es ist ein komplexer inhalt ...
und komplexe inhalte sind
eben auch (oft) (für viele)
"schwere kost" - es ist dem
quasi immanent ...
 
mickflow
Benutzer131884  Beiträge füllen Bücher
  • #106
Off-Topic:
Das hab ich schon verstanden, SAMSARA SAMSARA , ich bin nur bescheiden …
 
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